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Dienstag, 22. April 2014

Feldsalat-Pesto

Noch etwas Käse dazu, und fertig ist das
Abendessen: Feldsalat-Pesto.
Ich hatte für den Wachtelbohnensalat auf Torta de Aceite mit Ibéricosegel eine Schale Feldsalat gekauft, brauchte aber nur eine Hand voll davon.

Der Rest sollte mit Apfel zu einem Mittagspausensalat werden, aber ich kam nicht dazu.

Als Beilage ließ sich der Feldsalat im Wochenplan auch nicht einbauen, also wurde ein Pesto daraus.

Feldsalat-Pesto

Zutaten für 4 Portionen:

ca. 100 g Feldsalat, gerne Bio-Qualität (ist geschmacksintensiver)
1 Handvoll Walnüsse
1/4 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Pecorino oder Parmesan zum Servieren

Zubereitung:

Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern.

Mit den Walnüssen und dem Knoblauch in einen Standmixer geben und so viel Olivenöl hinzufügen, dass eine cremige Paste entsteht.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Pecorino oder Parmesan zu Nudeln servieren.

Quelle: Alexander Herrmann / The Taste

Affiliate links: Kochbuch-Auswahl von Alexander Herrmann

Freitag, 12. Oktober 2012

Pochierter Lachs mit Curryglasur, Gurkennudeln und Joghurtschaum

Pochierter Lachs mit Curryglasur, Gurkennudeln
und Joghurtschaum nach Alexander Herrmann.
Aus der Zeit, als ich noch mit Tüten kochte, bin ich Mitglied im Knorr Family-Club. Vierteljährlich kommt ein Magazin nach Hause, gelegentlich mit einer Tütensuppe, einem Kühlschrank-Magneten oder einem anderen Give Away. Sofern man für die Tütensuppe nichts weiter braucht als Wasser, landet sie im Vorratsschrank, wo sie dann zum Einsatz kommt, wenn der Gatte unterzuckert nach Hause kommt. Das passiert selten, aber wenn es passiert, ist so ein Süppchen sehr hilfreich, quasi lebensrettend.

Natürlich enthält das Magazin auch Rezepte. Wir kochen ja schon lange ohne fixe Tüten, so dass es für uns immer wieder verblüffend bis erschreckend ist, was es für Tüten gibt und wie sie eingesetzt werden. Aber nicht nur Rezepte mit Tüten lassen sich in den Magazinen finden. Auch die übrigen Produkte aus dem Hause Knorr wollen schließlich verkauft werden, zum Beispiel Bouillon pur, pastöser Suppenersatz, für den Alexander Herrmann wirbt - ausgerechnet ... Schließlich stammt mein Rezept für Gemüsebrühpulver / Gekörnte Brühe ursprünglich von ihm.

Statt 28 g von dem Glibberzeugs aus der Packung nehme ich also lieber einen guten Teelöffel meiner selbstgemachten Brühe und verzichte dadurch auf eine Mischung aus
59 % konzentrierter Gemüsebrühe (Trinkwasser, Karotten, Lauch, Paprika, Sellerie), Speisesalz, pflanzlichen Fetten, Zucker, Hefeextrakt, Petersilie, Verdickungsmittel (Xanthan, Johannisbrotkernmehl), Aroma, Selleriesamen, Liebstöckelwurzel, Muskatnuss, Pfeffer, karamellisierter Zucker und Maltodextrin.
Mein Brühpulver glibbert nicht, besteht nur aus Gemüse, Petersilie, Liebstöckel und Salz, und wenn ich den Preis mit dem für das Glibberzeugs (8 x 28 g kosten zwischen 2,50 Euro und 3,50 Euro) vergleiche, ist meines auch preiswerter - trotz der Stromkosten für das Trocknen.

Wir aßen zum Lachs moch Reis, weil uns die Gurkennudeln nicht reichten. Wird auf den Reis verzichtet, ist das Gericht trennkosttauglich (Eiweiß).

Pochierter Lachs mit Curryglasur, Gurkennudeln und Joghurtschaum

Zutaten für 3 Portionen:

Der marinierte Lachs wartet auf den Ofen.
2 1/2 Salatgurken
1 1/2 Zitronen
100 ml Wasser
1 TL Currypulver (Pondichéry)
1 1/2 TL Gemüsebrühpulver
3 Lachsfilets ohne Haut
1 - 2 TL Sesamkörner
Sesamöl
250 g Joghurt
1 Prise Cayennepfeffer
Mikrowellenfolie / hitzebeständige Frischhaltefolie

Zubereitung:

Backofen auf 100°C (Umluft) vorheizen.

Die Gurken mit einem Sparschäler schälen. Dann weiterhin mit dem Sparschäler lange, dünne Streifen von der Gurke abziehen. Das geht ganz gut, wenn die Gurke auf einem Brett liegt. Aufhören, wenn das Kerngehäuse zu sehen ist. Die Gurkenstreifen in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Saft, Schale, Curry, 1 TL Gemüsebrühpulver und 50 ml Wasser miteinander vermischen. Lachs trockentupfen und in die Glasur geben. Die Filets etwas ziehen lassen und dann auf einen Porzellanteller setzen. Falls noch Glasur übrig ist, diese ebenfalls auf die Filets bzw. um die Filets auf den Teller geben. Den Teller mit hitzebeständiger Folie straff abdecken und auf das Backgitter im Ofen setzen. Die Filets etwa 20 Minuten garen - perfekt sind sie, wenn sie glasig im Inneren und saftig sind, aber bei uns müssen sie immer etwas über den Garpunkt drüber sein, damit sie der Gatte isst ...

Während der Fisch pochiert, den Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie duften, und beiseite stellen. Die restlichen 50 ml Wasser und den letzten halben Teelöffel Gemüsebrühe miteinander vermischen. Dann das Sesamöl erhitzen, die Gurkenstreifen dazugeben, mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Gurke garen, bis die Streifen weich sind. Den gerösteten Sesam dazugeben und mit Salz abschmecken.

Die halbe Zitrone auspressen und den Saft mit Cayennepfeffer zum Joghurt geben, dann den Joghurt mit dem Pürierstab schaumig aufmixen.

Die Gurkenstreifen mit einer Fleischgabel zu Nestern aufdrehen und mit dem Lachs portionsweise auf Tellern anrichten. Den Joghurtschaum darüber träufeln und servieren.

Freitag, 9. Dezember 2011

Und wenn das neunte Lichtlein brennt ....

Janine und Andreas mit Alexander Herrmann
und Nelson Müller.  
Wieder mal bei den Fernsehmachern. Diesmal ganz entspannt. Keine Topfgeldjäger, sondern Küchenschlacht. Und ich kenne niemanden von denen, die da vorne kochen, persönlich. Also kann ich mich ganz entspannt in der letzten Studioreihe an die Wand lehnen. Hier oben findet mich keine Kamera.

Außerdem kann ich hinter die Sperrholzkulisse gucken, von oben. Ist spannend, was sich da tut. Alexander Herrmann, der heutige Moderator-Koch, plaudert vor Beginn der Aufzeichung mit den Kandidaten. Aus irgendeinem Grund tut er das auf Englisch. Ich muss an Ernst Busch denken. Der sprach fast alle Sprachen dieser Welt - und doch hörten sie sich immer an wie Kieler Platt. Herrmann spricht nicht Englisch, sondern Fränkisch mit englischem Akzent.

Das Studio ist das gleiche, in dem auch die Sendungen "Topfgeldjäger", "Lanz", "Lafer, Lichter, lecker" und das bescheuerte TGJ-Plagiat "Wer is(s)t besser?" aufgezeichnet werden. Nur die Perspektive ist eine andere, weil die Kulisse anders steht.

Blick von der Bank ganz oben ins Studio.
Übrigens: Die sind echt nett, die Fernsehmacher. Auch, wenn Du nur da bist, um ein bisschen zu entspannen, nicht als Fan-Kurve. Die Betreuung war genau so freundlich und kompetent wie damals, als ich auf einem Angehörigenticket rein kam. Also, wenn Du Dich auch mal ein bisschen entspannen möchtest, bekommst Du hier die Karten. Prosecco, Bier oder alkoholfreie Kaltgetränke gibt's außerdem. Nur zu essen bekommste nix, wennste keine Begleitung bist. Aber wennste auch keine Begleitung bist, hängste da auch nicht den ganzen Tag rum, sondern nur so bummelig zwei Stunden. Die schaffe selbst ich ohne Snack.

Wir sitzen in der Aufzeichnung vom 9. Dezember, oder, wie Alexander Herrmann sagt, vom 9. Advent. Er nimmt den Versprecher, der ihm im Laufe der Woche schon mal passierte, mit Humor und sich immer wieder selbst auf die Schippe. Der kann seinen Job  besser als der Einheizer und schafft schnell einen Draht zum Publikum.

Blick auf den Jourorentisch nach der Entscheidung.
Der Einheizer ist der gleiche vom zweiten Aufzeichnungstag unserer Blind Dates, sogar im gleichen Outfit. Er passt besser in eine graue Amtsstube und brachte Frau Küchenlatein und mich zur Verzweiflung. Damals haben die Damen der Silberstreifen und wir für Stimmung im Frauenblock gesorgt. Heute ist niemand da, der für Stimmung sorgt, dementsprechend verhalten ist das Publikum. Als ich zwei Tage nach dieser Aufzeichnung eine Küchenschlacht-Folge sehe, höre ich plötzlich ein einsames, lautes "Mmmmmm" und weiß, da war wieder besagter Einheizer am Werk, und wieder hat er es nicht geschafft, das Publikum mitzureißen. Schade eigentlich.  

Wir kommen in den Genuss einer Finalsendung mit nur zwei Koch-Kandidaten. Wenn alle sechs Herde besetzt sind, ist das bestimmt ganz schön eng da unten. Vom Kochen sieht man leider kaum was. Anders als bei den "Topfgeldjägern", wo zwei Zuschauermonitore in den Rückwänden der Küchenzeilen versteckt sind, hängt hier nur ein Monitor sehr seitlich - so seitlich, dass man ihn kaum sieht. Das nächste Mal kommt ein Feldstecher ins Handtäschchen, damit hätte ich von hier ganz oben eine Chance, auf den Herd zu sehen. Für die, die weiter unten sitzen, nützt der Feldstecher aber auch nichts.

Da es eine Finalsendung ist, kochen die Kandidaten Hauptgericht und Dessert nach einem Rezept des Koch-Moderators. Es gibt Rehmedaillons im Nussmantel mit Preiselbeersahne und Chicoree sowie karamellisierte Apfelspalten mit Punsch-Sabayon. Riecht lecker. Meine Begleitung wird später sagen, dass es auch lecker schmeckte, denn sie schnappte sich beim Rausgehen ein Medaillon vom Siegerteller. Und als ich Tage später dem Gatten von den Rehmedaillons erzähle, beschließt er spontan, das Reh gibt es an Weihnachten. Mal schauen.

Juror ist Nelson Müller. Während er in der Kulisse auf seinen Auftritt wartet, fragt ihm mein Nachbar von oben herab durch die Sperrholzwand leise wispernd, ob er Wiener Schnitzel mag. Müller bejaht. Für mich ist er ohnehin der Schnitzelkönig schlechthin, seitdem er Heidi in der "Küchenschlacht" die Zubereitung eines perfekten Wiener Schnitzel zeigte, die sie uns auch beim Österreich-Kochtreffen servierte.

Müller tut sich schwer mit der Wertung und findet kein Ende. Beide Gerichte sind nicht perfekt. Letztlich gibt es einen Sieg ohne die fehlende Preiselbeersahne.

Übrigens habe ich festgestellt, dass es mir mehr Spaß macht, wenn ich jemanden von denen, die da unten kochen, kenne. Ist viel spannender, wenn ich mitfiebern kann. Also: Meld' Dich zur "Küchenschlacht" oder zu den "Topfgeldjägern" und buch' mich als Deine persönliche Fankurve ;o)