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Samstag, 19. Dezember 2009

Keks-Geiselübergabe Schweiz - Hamburg erfolgreich beendet

Über 1.000 km waren sie unterwegs, die Geiseln, eingepfercht in zwei Blechdosen, um den Weg von Geneviève am Genfer See bis kurz vor die Elbmündung zurückzulegen. 10 Tage waren die armen Dinger mit Post und Hermes (wie kommt es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit?!) unterwegs und brauchten damit weniger Zeit als ein DHL-Paket von München nach Hamburg. Aber das ist eine andere Geschichte ... Spät abends brachte der Götterbote die Geiseln - so spät, dass Herr Kaoskoch schon nicht mehr öffnen wollte, denn wir wohnen zu weit ab, als das Freunde mal eben auf 'nen Schnack vorbei kommen, ohne sich vorher zu vergewissern, dass auch jemand da ist.

"Oh, meine Kekse", rief ich erfreut, als Herr Kaoskoch mir das Päckchen gab. - "Du hast Kekse bestellt? Haben wir nicht schon genug Kekse?" - "Das ist 'nen Geiselaustausch." - "???" - "Musste nicht verstehen, hat was mittem Bloggen zu tun." Herr Kaoskoch machte eine wischende Handbewegung vor seinem Gesicht. Sicher, um eine Fliege zu verscheuchen.

Ich liebe ja Pakete, die noch so aussehen wie früher, mit vielen Aufklebern und der Zollerklärung.
Da wir gerade das Abendessen beendet hatten, bestand Herr Kaoskoch auf sofortiges Auspacken des Pakets. Er hatte Erdnusskekse und Zimtsterne schon restlos vernichtet und hoffte auf Nachschub - für sich, nicht für mich. Männer ....

Nachdem die Schicht Packpapier mit dem schönen Weihnachtsmann-Klebeband entfernt war, meinte Herr Kaoskoch: "Das sind gar keine Kekse, das ist Bier." Auch ich kratzte mich verdutzt am Kinn und überlegte, ob ich mich im Tran versehentlich beim Bierwanderpaket angemeldet hatte.

Drinnen waren Dosen, aber nicht mit Bier, sondern schöne mit Keksen, ein Weihnachtsgruß und die Rezepte.

Zuerst wurden die Aenisbrötli befreit. Ich liebe Kekse mit Anis, mein Geschmack wurde also voll getroffen. Und die Kekse sind durch die Model, mit denen sie geformt wurden, unwahrscheinlich plastisch, eine echte Augenweide. Leider kann ich sie nicht so fotografieren, dass sie voll zur Geltung kommen.

Als nächstes öffnete ich die Dose mit den Basler Brunsli, die nicht verhehlen konnten, dass sie Kirschwasser enthalten ;o) Mir gefällt die Form, erinnert mich an einen Dino mit kurzen Ärmchen ... Einer musste sofort beim Öffnen sein Leben lassen ... lecker!

Die Geiseln blieben zur Eingewöhnung noch ein bisschen in ihren Dosen, bevor sie ein Lager bezogen, das sie unter anderem mit Baseler Läckerli teilen, die ich im Sommer geschenkt bekam. Gelegentlich scheint dem einen oder anderen Gefangenen die Flucht zu gelingen, denn sie dezimieren sich langsam aber sicher.

Für Herrn Kaoskoch war übrigens nichts dabei - Glück für mich :o) Für ihn gehe ich dann noch mal eine Extra-Runde in die Küche zum Keksebacken.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Keksgeiseln: In Hamburg ist die Lage explosiv

Während beispielsweise in Hessen, Schleswig-Holstein, Franken oder der Schweiz die Keksgeiseln im Zuge einer vorweihnachtlichen Generalamnestie bereits in die Freiheit entlassen wurden, spitzt sich in Hamburg die Lage langsam zu: Uns wurde ein Foto zugespielt, das zeigt, dass die Geiselnehmer anscheinend im Besitz von Explosivstoffen sind! Vor unbeaufsichtigten Gebäckstücken, die sich vor abgelegenen DHL-Backstationen oder in der Gebäckaufbewahrung des Götterboten tummeln, wird ab jetzt eindringlich gewarnt.

Beim Versuch, die Geiseln zu befreien, ist höchste Vorsicht gefragt! Vor allem sollte das Befreiungskommando anscheinend darauf achten, dass sich im näheren Umfeld der Gebäckstücke kein offenes Feuer in Form von Kerzen oder Zigaretten befindet, denn sonst droht vermutlich Explosionsgefahr.

Von der Hinzuziehung eines Backräumkommandos oder Backstoffsuchhunden wird allerdings abgeraten, da dies Geiseln und Geiselnehmer nur unnötig nervös macht. Aber selbst, wenn die Befreier äußerste Vorsicht walten lassen, muss davon ausgegangen werden, dass den Geiseln extreme Gefahr für Guss und Füllung droht. Ihre Lebensdauer wird in Fachkreisen als gering eingeschätzt. Vermutlich werden sie die kommenden Feiertage nicht überleben.