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Dienstag, 11. März 2025

Szegediner Gulasch nach Nelson Müller

Als beim Hofladen Schlachttag war, kauften wir u.a. Schweinegulasch. Ein Pfund davon wurde jetzt zu Szegediner Gulasch.

Szegediner Gulasch.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Szegediner Gulasch nach Nelson Müller

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

500 g Gulasch vom Schwein
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
150 g Bauchspeck
100 g Butter
Paprika edelsüß, Menge nach Geschmack
500 ml Rinderfond
1 TL Kümmelsamen, gemörsert
1 TL Majoran, getrocknet
1 Lorbeerblatt, frisch und eingeknickt
3 Wacholderbeeren, leicht zerdrückt
500 g Sauerkraut
2 Paprikaschoten, Farbe nach Geschmack
4 EL saure Sahne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch pellen und fein würfeln. Die Schwarte vom Bauchspeck abschneiden und den Speck fein würfeln. 

Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Speck goldbraun anbraten. Das Fleisch dazu geben und rundherum anbraten. Knoblauch dazu geben und ebenfalls anbraten, dann alles mit Paprikapulver bestäuben und warten, bis das Pulver Farbe nahm. 

Mit Fond ablöschen und die Gewürze dazu geben. Aufkochen lassen, dann etwa 60 Minuten bei schwacher Hitze schmoren lassen. Sollte es zu wenig Flüssigkeit sein, mehr Fond, Wasser oder Gemüsebrühe angießen.

Paprika waschen, putzen und fein Würfel. Zusammen mit dem Sauerkraut zum Gulasch geben und alles noch etwa 30 Minuten schmoren lassen, bis das Fleisch schön zart ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und portionsweise mit einem Klecks saurer Sahne servieren.

Wir mögen am liebsten Kartoffeln dazu, aber ein kräftiges Landbrot oder ein rustikales Weißbrot sind auch fein. Ohne diese Beilagen ist das Gulasch keto bzw. low carb.



Mittwoch, 6. Oktober 2021

Angeblich ungarischer Sauerkraut-Hack-Eintopf

Im Forum meiner Kalorienzähl-App gibt's meistens Fertigfutter aus Ersatzprodukten, aber mit einem Sauerkraut-Hack-Eintopf gab's schon zum zweiten Mal eine Rezept-Idee, die mich ansprach. 

Sauerkraut-Hack-Eintopf.

Dieses Rezept soll ungarisch sein, aber die geringe Paprikamenge und das fehlen von Spitzpaprika sprechen dagegen. Egal, lecker war's. Außerdem wurden Vorratsschrank (Sauerkraut, gehackte Tomaten) und Tiefkühler (Hack aus dem Urlaub) leerer - und ungarisiert habe ich das Originalrezept natürlich auch.

Sauerkraut-Hack-Eintopf

Zutaten für 4 Portionen:

4 Zwiebeln 
2 Knoblauchzehen
2 Spitzpaprika, rot
520 g Sauerkraut
2 EL Öl
600 g Rinderhack 
Salz
Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß
Paprikapulver, rosenscharf und geräuchert*
2 EL Tomatenmark
500 ml Gemüsebrühe
400 g Tomaten, gehackt (Dose)
1 - 2 Lorbeerblätter, getrocknet
1 Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt
 
Zubereitung: 

Zwiebeln halbieren, schälen und würfeln. Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika waschen, vierteln, Strunk und Kerne entfernen und würfeln. Sauerkraut in ein Sieb abgießen.

In einem Topf Öl auf hoher Stufe erhitzen und Hackfleisch ca. 3 Minuten anbraten. Zwiebel, Knoblauch und Paprika zugeben und nochmals ca. 3 Min. braten. Mit Salz, Pfeffer und den beiden Paprikapulvern würzen.

Tomatenmark zugeben und ca. 2 Minuten anrösten. Sauerkraut zugeben und mit Gemüsebrühe und gehackten Tomaten auffüllen. Lorbeerblätter in den Eintopf legen und alles zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln.

Eintopf ggf. abschmecken und auf Schalen verteilen. Mit Petersilie bestreut servieren.

*Affiliate link

Montag, 1. März 2021

Ungarisches Gelbe Erbsen-Gemüse – Sárgaborsófözelék

Beim Sichten des Vorratsschranks im letzten Frühling fanden sich u.a. gelbe Erbsen, und davon sind immer noch welche da. Dusseligerweise kippte ich die beiden Packungen halbe und ganze Erbsen zusammen. Dadurch habe ich Spaß mit der Einweich- und Kochzeit - ganze brauchen doppelt so lange wie halbe. 

Ungarisches Gelbe Erbsen-Gemüse – Sárgaborsófözelék.
Auf's Andicken habe ich verzichtet - die Erbsen alleine sind schon böse Kohlenhydrate genug. Aber da wir aktuell schlechte Esser sind, wurden aus zwei Portionen vier, und beim zweiten Mal habe ich die Erbsen püriert. War auch lecker. 

Und ich brauchte sehr viel mehr Wasser bzw. Gemüsebrühe. Unser Herd kann nur ganz oder gar nicht - köcheln ist nicht.

Ungarisches Gelbe Erbsen-Gemüse – Sárgaborsófözelék

Zutaten für 2 Portionen:

250 g halbe Gelbe Erbsen
1 kleine Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1,5 EL Öl
Paprikapulver edelsüß
750 ml Wasser oder Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer

ggf. zum Andicken:
1 gehäufter EL Mehl
50 ml Wasser

Einlage:
2 Zwiebeln
1 EL Öl
Paprikapulver zum Bestreuen
2 Bratwürste

Zubereitung:

Etwa 2-3 Stunden vor dem geplanten Kochen, die Erbsen in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken, durchwirbeln und das Wasser abgießen, noch 2-3 mal wiederholen. Dann die Erbsen gut mit Wasser bedecken und zur Seite stellen.

Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und sehr fein würfeln. Das Öl in einem höheren Topf bei höherer Hitze erhitzen. Die Zwiebel bei mittelhoher Hitze darin glasig andünsten. Den Knoblauch hinein geben und so lange mitbraten bis er duftet (ca. 30-60 Sekunden). Das Paprikapulver hinein streuen und sofort etwa 50 ml vom abgemessenen Wasser zufügen (so wird das Paprikapulver nicht bitter) und gut verrühren. So lange köcheln lassen bis das Wasser verdunstet und das Fett wieder zischt.

Die Erbsen abgießen und zusammen mit dem restlichen Wasser in den Topf geben. Gut verrühren. Deckel auflegen und ab dem Zeitpunkt des Kochens ca. 60 Minuten bei mittelkleiner Hitze und halb geöffnetem Deckel köcheln lassen bis die Erbsen weich sind. Vorsicht! Bei geschlossenem Deckel kochen die Erbsen schnell über. Nach ca. 30 Minuten die Erbsen schon mal etwas salzen. Und gegen Ende der Kochzeit öfter umrühren, da die Masse gerne am Boden anbrennt.

Während die Erbsen kochen, die Zwiebeleinlage vorbereiten. Dafür die Zwiebeln häuten, halbieren und längs in dünnere Streifen schneiden. Das Öl in einer kleineren Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze so lange dünsten bis sie schön weich und süßlich und etwas braun sind. Herausnehmen und zur Seite stellen. Die Bratwurst braten.

Soll das Gemüse gebunden werden: Wenn die Erbsen weich sind – einige werden verkocht sein, andere noch etwas Biss haben – das Mehl mit dem kalten Wasser klümpchenfrei verrühren und unter die Erbsen rühren. Noch einige Minuten kochen lassen, damit der Mehlgeschmack vergeht. Den Topf vom Herd nehmen und mit geschlossenem Deckel noch so 10 Minuten ruhen lassen.

Mit den Zwiebeln und Bratwurst servieren. Schön ist auch frischen Weißbrot, aber das hat halt bösen Kohlenhydrate und fiel deswegen aus.

Quelle

Sonntag, 16. Dezember 2018

Das #pmdd29-Rezept: Uborkasaláta magyarosan – Ungarischer Gurkensalat

Von Aufläufen essen wir ja locker zwei Mal, aber bei diesem Auflauf war's am zweiten Tag doch 'n büschen wenig für unseren Appetit. Also gab's vorvorgestern Gurkensalat dazu - nicht saisonal, aber Salate aus saisonalen Zutaten bekomme im im Herbst und Winter nicht in den Gatten.

Ungarischer Gurkensalat.
Uborkasaláta magyarosan – Ungarischer Gurkensalat 

Zutaten für 4 bis 6 Portionen als Beilage:

2 Salatgurken
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
5 TL Zucker
Essigessenz 25%ig
ca. 50-100 ml saure Sahne (nach Geschmack)
1 -2 TL edelsüßes Paprikapulver

Zubereitung:

Die Gurken ggf. schälen und in dünnen Scheiben in eine Schüssel hobeln. Die Knoblauchzehe abziehen und kreuzweise einschneiden, aber nicht durchschneiden. Als ganze Zehe unter den Gurkenscheiben verstecken. Gut salzen und pfeffern.

Für das Dressing in einer großen Tasse, die ca. 250 ml Inhalt fasst, den Zucker geben. Soviel Essigessenz darauf gießen, dass der Zucker die Essenz aufgesaugt hat und sich zähflüssig bewegt. Mit kaltem Wasser auffüllen bis die Tasse voll ist. So lange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zu den Gurkenscheiben gießen.

Mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Danach die Knoblauchzehe herausfischen.

Zum Servieren die saure Sahne mit dem Paprikapulver verrühren und unter den Salat mischen.

Anikó sagt, der Salat passt gut zu Gulasch, Paniertem, anderen Schmorgerichten oder wozu man einen frischen, säuerlichen Salat braucht.

Quelle: Paprika meets Kardamom

Dienstag, 27. März 2018

Gulasch nach Tim Mälzer

Jüngst hatte der Schlachter Gulasch im Angebot, und da schlug ich zu. Seitdem ich nicht mehr im Einkaufszentrum arbeite und nicht mehr jeden Tag zum Schlachter komme, kaufe ich auf Vorrat ein und lasse mich auch schon mal von Angeboten verführen, wenn ich weiß, dass der Tiefkühler gerade leer ist. Das Gulasch blieb aber nicht lange auf Eis, denn angesichts des langen Winters steht uns der Sinn noch immer noch deftiger Küche.

Nein, das ist kein Hundefutter. Das ist Gulasch mit Spätzle.
Dieses Rezept stammt von Tim Mälzer, aus seinem wunderbaren Kochbuch "Heimat*". Ich habe die Paprika-Menge kräftig erhöht, denn seitdem ich Anikó kenne, misstraue ich deutschen Mengenangaben für Paprika bei ursprünglich ungarischen Gerichten. Den im Mälzerschen Originalrezept angebenen einen Esslöffel Paprika befand Anikó dann auch als allenfalls für 300 g Fleisch ausreichend.

Gulasch nach Tim Mälzer

Zutaten für 6 - 8 Personen
1,5 kg Rindergulasch
2 Gemüsezwiebeln (ca. 500 g)
1 - 2 Knoblauchzehen
2 EL Butterschmalz
2 - 3 Lorbeerblätter
5 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprika, rosenscharf
3 EL Tomatenmark
350 ml Rotwein
200 ml Wasser
Salz
Pfeffer
1/2 TL Kümmelsamen
1/2 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Zwiebeln pellen und grob würfeln, Knoblauch pellen und in Scheiben schneiden.

Butterschmalz in einem Bräter schmelzen, das Fleisch darin rundherum anbraten. Herausnehmen, die Zwiebeln mit dem Knoblauch in den Bräter geben und im Bratfett goldbraun schmoren. Lorbeerblätter, Paprikapulver und Tomatenmark zugeben. Weitere 5 Minuten schmoren.

Mit Rotwein ablöschen und aufkochen. Das Fleisch zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Wasser angießen und zugedeckt bei milder Hitze 2 Stunden leise köcheln lassen, dabei gelegentlich kontrollieren, ob evtl. nach Wein oder Wasser angegossen werden muss.

Vor dem Servieren Kümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis die Samen zu duften beginnen und in der Pfanne springen. Im Mörser grob zermahlen. Zitronenschale fein abreiben und mit dem gerösteten Kümmel unter das Gulasch rühren. Nochmal aufkochen und servieren.

Wir essen am Liebsten Spätzle zum Gulasch. Der Gatte nimmt sich Preisselbeerkompott dazu. Tim Mälzer empfiehlt Apfelkompott. Ich kann auf beides verzichten.

* Affiliate link / Quelle

Sonntag, 19. März 2017

#sonntagsglück: Abendessen im Spajz

Kurz vor unserem Büroumzug hatte ich noch die Gelegenheit, mich mit Murok Marci im Spajz zu treffen. In das kleine Bistro wollte ich schon lange, aber für einen Mittagspausenspaziergang ist es zu weit weg. Freitags und sonnabends hingegen ist das Lokal bis 22 Uhr geöffnet - ideal für ein feines Abendessen nach der Arbeit.

Pulled Pork zwischen Sylter Graubrot mit Süßkartoffelspalten, Cole Slaw und BBQ-Mayonnaise.
Das Spajz findet sich in einem ehemaligen Eckladen, der zu einem kleinen Restaurant mit offener Küche umgestaltet wurde. Es gibt nur wenige Tische. Wenn mensch also anders als wir nicht sehr früh am Abend kommt, ist eine Reservierung angebracht.

Nóra Hórvath, die Inhaberin des Spajz, arbeitete in der Gutsküche von Matthias Gförer und im Vlet, bevor sie sich 2016 selbstständig machte. Die Hamburgerin mit ungarischen Wurzeln legt Wert darauf, dass sie weiß, woher die Produkte, die sie verarbeitet, kommen. Das Ergebnis ist ehrliche Küche, einfach gutes Essen, wie ich es mag.

Noch ein Blick aufs Pulled Pork (und auf die beiden Tische im Schaufenster samt Platz und Straße vorm Lokal). 
Die Tageskarte gibt es auf der Spajz-FB-Seite. Immer auf der Karte ist das Pulled Pork, das wir bei unserem Besuch aßen. Und wenn Du siehst, dass es Zserbó gibt, lohnt sich der Weg gleich doppelt: Der Aprikosen-Walnuss-Schokokuchen ist wunderbar.

Ach ja, und der Weg zu Tante Meier ist so abenteuerlich, dass ich mich wieder daran erinnerte, dass ich schon lange mal einen Toilettenblog über originelle Örtlichkeiten starten wollte.

Mehr zu Nóra Hórvath und ihr Spajz gibt es bei Mit Vergnügen. Dieser Beitrag geht rüber zum #sonntagsglück.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Nachgekocht: Ungarische Quarknudeln oder Gebackene Túros tészta

Manche verbinden mit ungarischer Küche ja nur undefinierbaren weißen Pamps. Für mich ist es einfache Küche, die von guten Zutaten lebt, oft von welchen, die ohnehin im Vorratsschrank sind.

Quarknudeln.
Gerade an Tagen, an denen ich durch Vertretungsdienst abends zu müde zum Kochen bin und es in des Gatten Firma so brummt, dass er nach der Arbeit sofort ins Bett fällt, sind solche Rezepte Gold wert.

Ungarische Quarknudeln - Gebackene Túros tészta

Zutaten für 2 Portionen:
150 g Nudeln (am Besten Fleckerl)
100 g Schinkenspeck, feingewürfelt
Öl
200 g Hüttenkäse
100 g saure Sahne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Nudeln nach Packungsanweisung garen und abgießen.

Den Schinkenspeck in etwas Öl braten, bis er leicht knusprig ist.

In einer Auflaufform erst ein Drittel der Schinkenwürfel mit etwas vom Fett geben. Dann die Hälfte der Nudeln drauf geben, gefolgt von der Hälfte vom Hüttenkäse und der sauren Sahne, ein bisschen salzen, pfeffern. Das zweite Drittel vom Schinken darauf geben, dann die restlichen Nudeln und oben auf wieder Hüttenkäse und saure Sahne verteilen.

Salzen, pfeffern und die letzten Schinkenwürfelchen verteilen.

Für ca. 20 Minuten bei 180°C (Umluft) in den Ofen geben.

Quelle: Paprika meets Kardamom

Sonntag, 16. März 2014

Szenen einer Ehe: Ungarisches Erbsengemüse – Borsófözelék

Für die einen ist es Gemüse in weißer Pampe.
Für die anderen ist es ungarisches Erbsengemüse
mit Würstchen à la Herrn Paulsen
Sie: Wollen wir nächste Woche mal ungarisches Erbsengemüse machen? Wir haben noch Erbsen im Tiefkühler.

Er: Wassen da drin?

Sie liest die Zutatenliste vom Monitor ab: Zwiebel, Butter, Erbsen, Milch, Salz, Pfeffer, Mehl, Petersilie - alles Sachen die Du magst.

Er: Und wo ist das Fleisch?

Sie wiederholt: Zwiebel, Butter, Erbsen, Milch, Salz, Pfeffer, Mehl, Petersilie - alles Sachen die Du magst.

Er: Und wo ist das Fleisch?

Sie dreht den Monitor zu ihm hin: Hier, guck selbst, kein Fleisch!

Er liest das Rezept und triumphiert: Ha, guck! Da steht gebratene Wiener Würstchen, Klopse, Brathähnchen! Am Ende hat sie doch noch gemerkt, dass da Fleisch fehlt!

Ungarisches Erbsengemüse – Borsófözelék

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Butter
500 g TK-Erbsen
400 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 TL Mehl
2 deutsche Bunde Petersilie (klasse Bezeichnung! - Hier kam nur 1 kleines Bund in den Topf, sonst wäre es für den Gatten zu grasig geworden))

Zubereitung:

Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken.

Butter in einem Topf bei mittelhoher Hitze schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel andünsten.

Die Erbsen hinzufügen, mit etwas 350 ml Milch bedecken. Salzen und pfeffern. Einmal aufkochen lassen.

Währenddessen die restliche Milch mit dem Mehl möglichst klümpchenfrei verrühren. Unter Rühren zu den kochenden Erbsen geben und so lange kochen bis die Sauce etwas dicker geworden ist und die Erbsen gar sind.

Den Topf vom Herd nehmen und die Petersilie unterrühren. Mit Muskatnuss abschmecken und servieren.

Als Beilage: Gebratene Wiener Würstchen, Klopse, Brathähnchen oder frisches Weißbrot.

Quelle: Paprika meets Kardamom

Donnerstag, 22. August 2013

We are Hamburg: Miki, ein Siebenbürgener in Hamburg

Miki spielt Geige im
ungarischen Tanzhaus.
Diese Woche bin ich ja Kuratorin bei "We are Hamburg" und unterhalte die Follower auf Twitter. Gestern und vorgestern schwächelte ich allerdings ein wenig - der Betriebsausflug, der bis in den Abend dauerte, und ein anstrengender Arbeitstag sind Schuld.

Heute freue ich mich über einen Gastbeitrag von Miki, der zu unserer Kochgruppe gehört und sich die Zeit nahm, die Fragen, die "We are Hamburg" seinen Kuratoren stellt, zu beantworten. .

Wer bist du, was machst du?

Ich bin Handwerker von Beruf. Irgendjemand muss ja auch die Wände färben. Das wurde mir von OBEN bestimmt, glaube ich. Der Pinsel ist schließlich auch ein Streichinstrument.

Kommst du aus Hamburg oder …?

Komme aus 7bürgen und bin in Hamburg, weil die Verwandschaft meiner Ex uns hier geholt hat…

Warum magst du Hamburg?

Weil meine  Liebste hier lebt. Die Menschen sind nett. Hamburg ist verhältnismäßig ruhig. Es ist eine Dorf-Metropole. Und das Wetter ist immer wieder spannend: im August Aprilwetter, zu Weihnachten Sommer.

Dein Lieblingsbezirk und warum?

Neuwiedenthal - nein es war nur Spaß, es klingt so schön. Grindel und Umgebung. Ich fühle mich hier (fast) wie zu Hause.

5 Tipps für Hamburg:

Fahr Rad und guckst du
alle Parks
Ise-Markt
Laeiszhalle
ungarisches  Tanzhaus HAJNALI.

Montag, 18. Februar 2013

Nachgekocht: Rotkohltarte mit Walnüssen, Brie und Speck

Rotkohltarte mit Walnüssen, Brie und Speck.
Im Tiefkühler war noch eine Portion karamellisierter Rotkohl - perfekt, um zum (hoffentlich bald eintretenden) Ende des Winters eine Rotkohltarte zu machen. Vorbild war dieses Rezept von Culinaria Ungaria.

Da mein Rotkohl schon gekocht war, wandelte ich das Rezept entspechend ab. Ansonsten ist das Rezept so angelegt, dass der Rotkohl in der Zeit, die der Teig zum Ruhen braucht, ganz komod zubereitet werden kann.

Die Tarte schmeckt warm, aber auch am nächsten Tag kalt in der Mittagspause. 

Rotkohltarte mit Walnüssen, Brie und Speck

Zutaten für eine Tarteform mit 26 - 28 cm Durchmesser:

Für den Boden:
50 g Walnüsse, fein gemahlen
250 g Mehl
100 g kalte Butter, gewürfelt
1 Ei
1 EL Essig
1 Eiweiß

Für die Füllung:
karamellisierter Rotkohl von einem halben Kopf Rotkohl

Für Obendrauf:
6 Scheiben Frühstücksspeck
6 Scheiben Brie oder Camenbert
2 Schalotten, geschält und in Ringe geschnitten

Außerdem:
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig verkneten (evtl. noch etwas Wasser dazu geben, wenn der Teig zu mürbe ist), in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Eine Tarteform buttern und mehlieren und ebenfalls kaltstellen. 

Den Teig dünn ausrollen und in die Tarteform legen. Mit einer Gabel gleichmäßig einstechen und nochmals für 30 Minuten kaltstellen. Dann mit Hülsenfrüchten bedecken und bei 180°C (Umluft) 10 Minuten backen. Jetzt die Hülsenfrüchte enfernen und den Teig nochmals für 15 Minuten backen. Das Eiweiß verkleppern, auf den Teig streichen und im Backofen 1 bis 2 Minuten antrocknen lassen.

Die Form aus dem Ofen nehmen und den Rotkohl darauf verteilen. Um jede Scheibe Brie eine Scheibe Frühstücksspeck wickeln und auf dem Rotkohl verteilen, Schalottenringe ebenfalls auf dem Rotkohl verteilen.

Die Tarte etwa 20 Minuten backen, bis der Brie leicht geschmolzen ist.

Die Tarte schmeckt warm, aber auch am nächsten Tag kalt in der Mittagspause.

Freitag, 8. Februar 2013

Paradicsomos káposzta – Tomatenkohl nach Anikó mit Curry-Note

Tomatenkohl mit Curry-Note und Krümelhack.
Wir hatten vom Hühnerbeinegrillen noch Currysauce übrig, die ich ohnehin schon mit Tomatensaft gestreckt hatte. So richtig was damit anzufangen wussten wir nicht, für kein Gericht brauchten wir sie. Also kam sie erst mal in den Kühlschrank. Der Gatte wollte sie sich mit Nudeln oder Reis als Büroessen mitnehmen, aber ausgerechnet in dieser Woche blieben weder Nudeln noch Reis übrig, und zum Extrakochen hatte er keine Lust.

Der Tomatenkohl von Anikó stand schon länger auf der Nachkochliste. Im Kühlschrank war noch ein kleiner Weißkohl, so dass ich überlegte, warum wir den nicht in der Currysauce kochen sollten. Das Experiment nahm seinen Lauf - und glückte!

Tomatenkohl mit Curry-Note und Krümelhack

"Schatz, der Topf ist zu klein!" - "Nee, der Kohl fällt doch
noch zusammen." - "Sicher?"
Zutaten für 4 bis 6 Portionen:

1 kleiner bis mittelgroßer Weißkohl, in feine Streifen geschnitten
1 Zwiebel, in halbe Ringe geschnitten
Butterschmalz
ca. 750 ml Tomatensaft
ca. 250 ml Currysauce (alternativ 1 Liter Tomatensaft und ca 1 TL Currypulver)
ca. 1 TL ganzer Kümmel
Salz
Pfeffer
Zucker
500 g Hack
Schmand oder Kräuterquark
Weißbrot oder Fladenbrot

Zubereitung:

Das Butterschmalz in einem größeren Topf erhitzen (der Topf muss so groß sein, dass die gesamten Kohlmenge rein passt - also nimm lieber einen sehr großen Topf!). Den  Weißkohl portionsweise zusammen mit den Zwiebelringen darin andünsten.

"Siehste, passt alles in 'n Topf!"
Mit Salz, Pfeffer und ein Zucker würzen, dann den Kümmel dazu geben. Mit soviel Currysauce und Tomatensaft begießen, dass das Kraut knapp bedeckt ist. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze so lange kochen lassen bis der Kohl weich ist, aber noch Biß hat. Das dauert so 30 Minuten bis 45 Minuten, je nach Menge und Größe der Kohlstreifen.

Kurz bevor der Kohl gar ist, Hack in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz, Salz und Pfeffer krümelig braten. Zum Kohl in den Topf geben, unterheben, abschmecken.

Mit einem Klecks Schmand oder Kräuterquark und einer Scheibe Weiß- oder Fladenbrot servieren.

Montag, 27. August 2012

Nachgekocht: Lescó / Letscho

Zum Rotsehen: Tomaten und Spitzpaprika warten darauf,
zu leckerem Lescó zu werden.
Spitzpaprika und Tomaten waren reichlich da, weil Schwiegermutter in Urlaub fuhr.

Zufällig telefonierte ich mit Anikó, die meinte: "Das schreit nach Lescó!"

Das passende Rezept fand sich natürlich in ihrem Blog. Anikó empfiehlt ein Verhältnis von 2:1 für Paprika und Tomaten, woran ich mich nicht hielt, weil zwei Tomaten weg mussten.

Lescó / Letscho

Zutaten für 1 großzügige Portion:
250 g rote Spitzpaprika
250 g Tomaten
1 Zwiebel
Öl
Tomatenmark oder Paprikapaste
Salz
Pfeffer
Zucker
evtl. etwas Wasser

Zubereitung:

Leckeres Lescó mit kleinen Kartoffeln und Rindswürstchen.
Paprika und Tomaten waschen und putzen. Paprika in Ringe oder Streifen schneiden, Tomaten in Stücke schneiden.

Zwiebel schälen und würfeln, dann in etwas Öl bei mittlerer Hitze weich dünsten. Paprika dazu geben und ebenfalls dünsten, dann die Tomatenstücke. Salzen und pfeffern, dann mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen. Gelegentlich kontrollieren, ob sich genügend Flüssigkeit bildet. Falls nicht, etwas Wasser dazu geben. Zum Ende der Garzeit das Lescó mit Tomatenmark oder Paprikapaste und etwas Zucker abschmecken.

Mit Weiß- oder Fladenbrot ist das Lescó eine schöne vegetarische Hauptmahlzeit. Ich mag's aber auch mit Kartoffeln und klein geschnippeltem Rindswürstchen.

Sonntag, 13. März 2011

5. Hamburg kocht!-Treffen am 12. März 2011: Ungarn. Die Nachlese

"Wie war's denn gestern?" fragt das Hühnerknie, das zum ersten Kochtreffen aus dem Finsterwald an die Elbe kam. Na ja, wie soll's gewesen sein? Wir haben uns ja alle nichts zu erzählen, und Kochen kann auch niemand, Kochen finden wir alle total öde und überschätzt, also war's 'ne total langweilige Veranstaltung. 

Wir saßen schweigend mit gesenkten Häuptern vor fast leeren Tellern, auf denen gelegentlich mal mikrige Speisen landeten. Unsere drei Blind Dates aus Hamburg und aus dem Siebengebirge saßen fremdelnd am Tisch und trauten sich nicht, einen Mucks zu sagen. Ich frage mich nur, warum ich erst um halb drei im Bett war. Sicher, weil ich vor Hunger einfach keine Kraft mehr hatte, das Auto nach Hause zu bringen. Bei Ulrike könnt Ihr sehen und lesen, wie langweilig das Treffen war und findet auch alle Rezepte. Sivie hat auch alle gebloggten Rezepte in ihrem Bericht verlinkt. 

Dass es langweilig und öde war, ist natürlich alles Blödsinn!  
 
ORsi, deren Wohnung wir invasieren durften bei der wir diesmal aus organisatorischen Gründen kochten, war eine zauberhafte, charmante Gastgeberin. Ihre Kater ergriffen allerdings die Flucht - elf Weibsen waren ihnen wohl einfach zu viel. Ganz herzlichen Dank, dass wir bei Dir kochen durften, ORsi! Und einen Dank an die Nachbarin, die mit Stühlen, Geschirr undundund aushalf! Ein großer Dank geht ebenfalls an Anikó, die mit ORsi das Menü zusammenstellte. Beide werden demnächst die Rezepte, die noch nicht gebloggt sind, einstellen (und sie vorher für uns Nicht-Ungarn übersetzen ... hoffe ich jedenfalls ;o)). Hier der Link zu ORsis Bericht: *klick*

Nachdem wir die vier Treppen erklommen (warum hatte ich, als ich die Adresse hörte, nur sofort die Assoziation "Grindel + Altbau + bestimmt Dachgeschoss = kein Aufzug"?! *g*), gab's erst mal eine kleine Stärkung. Und auch für den Hunger vor dem Kochen, während des Kochens, nach dem Kochen und zwischendurch stand ein bisschen was bereit: Maisflöckchen, Salami, Pogatscherln mit Schafskäse (kleine gefüllte Teigknuddel) und Pogatscherln mit Grieben, Gewürzgurken, Marzipan-Quitten-Pralinen (von Mocat handgemacht), Brot, Paprikacreme ....
Ungarisch kochen geht natürlich nicht ohne homöopathisch dosierte Kleinstmengen an Paprika:
Nicht im Bild sind die unzähligen Sorten an Paprikapulver (edelsüß, rosenscharf, geräuchert ...) und das Rote Gold, ein Paprikamark, das ORsi für uns alle als Mitnehmsel besorgte. Kleiner Tipp für Hamburger: Das gibt es auch im Kaufhof ;o) 

Gelegentlich gab's dann doch auch mal was zu essen. 

Das Paprikaöl wird in den nächsten Tagen wohl eine ungeahnte Nachfrage erleben. Es war wirklich fein. Und erst diese Farbe!

Der Vorspeise folgten die Hauptgerichte.

 und einem irgendwie eigentlich nicht eingeplanten ungarischen Gurkensalat mit Paprikapulver.
Ich kannte bislang nur Gurkensalat mit Dill, die Kombi war also neu für mich. Gibt's bestimmt mal wieder. Öhm, Gurken - da war doch was? Ah ja, ich mag doch gar keine Gurke ... Echt nicht! Mensch, warum hat mir das gestern keiner gesagt?!


Die richtige Kürbissorte, Spargelkürbis, hat es anscheinend noch nicht nördlicher als bis nach Österreich geschafft, so dass sich die hier lebenden Ungarn (und auch wir) mit Zucchini behelfen. Kürbis ist halt Kürbis ;o) Die drei mit uns am Tisch sitzenden Deutsch-Ungarinnen ließen Kindheitserinnerungen Revue passieren: Tökfözelék wird nämlich gerne in einer dicken Mehlschwitzenpampe serviert und ist dadurch ein Kinderschreck-Gericht. So haben wir es natürlich nicht gemacht! Das Kürbisgemüse war, wie alles andere an diesem Tag, gerade so essbar richtig lecker. Einige von uns dachten sofort an den Sommer und daran, dass dieses Gericht auch eine wunderbare kalte, erfrischende Suppe abgibt.

Einfach, schmackhaft und variabel. So kann man im Tomatensaft ein paar Hühnerbeine mitschmoren lassen oder Hack und hat dann eine komplette Hauptmahlzeit. Oder man isst einfach Brot dazu. Ein Klecks Schmand passt auch. 

Damit keine darben muss, gab's zwischendurch noch eine Portion ungarischen Weißkohlsalat,
bevor es ans Dessert ging. Während der Brot-Mohn-Auflauf im Entstehen war, 
wurde auf der anderen Seite der Küche schon an den Palatschinken gewerkelt. Gelegentlich konnte man den Eindruck haben, dass die Küche gut gefüllt war. 
 ... gefolgt von Mákos guba – Brot-Mohn-Auflauf, bei dem ganz klar die Vanillesauce fehlte ;o) Und die beiden Esslöffel Honig, die uns unterschlagen wurden - der Auflauf war ja gar nicht süß ;o) Und Reis- oder Tapiokamehl für die Standfestigkeit fehlte ;o)
Lecker war's! Schön war's! Und als nach dem Essen Barbara ihre Gitarre holte, um ungarische Musik zu spielen und zu singen, hätte ich noch Stunden bleiben und zuhören können ... Erstaunt war ich über die Vielfalt der ungarischen Küche und über die Kunst, aus wenigen, einfache Zutaten ohne viel Aufwand so viel Schmackhaftes zu machen. Der Tag hat sicher nicht nur mein Bild der ungarischen Küche verändert.

Mal schauen, wann wir wieder zusammen kochen. Eigentlich soll's ja nach Österreich gehen. Wir sollten also in die Terminfindung einsteigen.

Dienstag, 1. März 2011

5. Hamburg kocht!-Treffen am 12. März: Kurzes Update

Noch elf Tage, dann treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Kochen - diesmal aus organisatorischen Gründen in privatem Rahmen. ORsi und Anikó haben folgendes Menü ausgetüftelt:


Vorspeise
Krumplileves füstölt kolbásszal – Ungarische Kartoffelsuppe mit geräucherter Wurst

Hauptspeisen
Paprikáscsirke nokedlivel – Geschmortes Paprikahuhn mit selbstgemachten Nockerln
Tökfözelék – Kürbisgemüse (vegetarisch)
Paradicsomos káposzta – In Tomatensaft geschmorter Weißkohl (vegetarisch)

Dessert
Mákos guba – Brot-Mohn-Auflauf
Túros palacsinta – Mit Quark gefüllte Pfannkuchen

Termin ist Sonnabend, der 12. März 2011. Wir beginnen um 13 Uhr. Wo wir kochen, wissen die, die bislang dabei sind, und das sind :

1. Anikó
2. ORsi
3. fitus123
4. Kaoskoch
5. Küchenlatein
6. Mocat
7. Sivie, wenn keine Ferien sind
8. ak99 aka Schneewittchen aus dem Siebengebirge
9. anie's delight 
11. Barbara
12. Eliane


Ein, zwei Personen können wir evtl. noch an den Tisch bekommen. Falls also jemand kurz entschlossen dabei sein möchte, bitte melden.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Linsenpörkölt mit Semmelknödelauflauf

Im Moment geht's hier ja ein wenig anglophil zu - Zeit, dass sich das ändert, denn das Thema des nächsten Kochtreffens ist schließlich Ungarn. Hier eine kleine kulinarische Einstimmung: Linsenpörkölt mit Semmelknödelauflauf. Das Original-Rezept ist aus der Österreich kocht!-Reihe, allerdings habe ich inzwischen vergessen, von welchem Koch. Beim Gatten läuft dieses Gericht unter "vegetarisches Abendessen" - Schinkenwürfel sind für ihn kein Fleisch. Vegetarier sehen das sicher anders, lassen die Schinkenwürfel weg und salzen dafür kräftiger.

Linsenpörkölt mit Semmelknödelauflauf
Zutaten für 4 Portionen:
Für den Pörkölt:
300 g Berglinsen
Wasser
2 große Zwiebeln
150 g Schinkenwürfel
2 rote Paprikaschoten
Öl
4 EL Paprikapulver, edelsüß
4 EL Ketchup
400 ml Rinderfond
Thymian, möglichst frisch
Salz
Pfeffer
2 EL Butter, kalt
65 g  Sauerrahm
65 g  Crème fraîche
Schnittlauch, zum Garnieren

Für den Semmelknödelauflauf:
250 g  trockene Brötchen, altbacken
1 kleine Zwiebeln
2 EL Butter
250 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskat, gerieben
3 Eier
3 EL glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung:
Die Linsen in eine große Schüssel geben, mit Wasser bedecken und etwa 3 Tage stehen lassen, dabei das Wasser zweimal täglich wechseln. Die Linsen sollen ganz leicht keimen. Alternativ kann man die Linsen auch im Keimapparat keimen lassen.

Die Brötchen für den Semmelknödelauflauf sollten am Besten einen Tag alt sein, es gehen aber auch ältere, nur muss man dann evtl. mehr Flüssigkeit nehmen, damit sie weich genug werden. Anstelle von Brötchen kann man auch anderes Weißbrot nehmen.

Für den Semmelknödelauflauf die Brötchen entrinden, in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Die Zwiebel schälen, fein hacken und in 1 EL Butter anschwitzen. Mit Milch ablöschen und mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken. Abkühlen lassen. Petersilie und Eier mit der Milch verquirlen und über die Brötchen geben. Alles gut vermischen. Die Masse etwas zusammendrücken und ein paar Minuten ziehen lassen. Die Masse sollte gut durchfeuchtet sein – ggf. noch etwas Milch erwärmen und zugeben.

Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Förmchen, ofenfeste Schälchen oder Tassen mit dem anderen 1 EL Butter auspinseln. Die Knödelmasse locker einfüllen.

Eine Auflaufform mit kochendem Wasser füllen, so dass das Wasser etwa 2 cm hoch steht und die Förmchen hinein stellen. Die Form in den Ofen schieben und die Aufläufe bei 220 Grad etwa 15 Minuten backen. Danach ggf. warm halten, bis die Linsen gar sind.

Für das Pörkölt Zwiebeln schälen und fein hacken. Paprika waschen, putzen und in Würfel schneiden, Speck und Zwiebeln in einem kleinen Schuss Öl anschwitzen. Paprikapulver und Ketchup einrühren, mit dem Fond aufgießen und alles circa 5 Minuten köcheln lassen.

Linsen, Paprika und Thymian dazu geben. Bei mäßiger Hitze im zugedeckten Topf etwa 12 Minuten köcheln lassen. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur Bindung 2 bis 3 EL kalte Butter einrühren.

Sauerrahm und Crème fraîche miteinander verrühren. Schnittlauch fein schneiden.

Semmelknödelaufläufe aus dem Ofen nehmen, auf Teller stürzen. Das Pörkölt darum herum geben. Die Rahm-Crème-Mischung in einen Spritzbeutel geben und über das Pörkölt spritzen oder einfach nur einen Klecks der Mischung auf das Pörkölt geben. Mit Schnittlauch bestreuen.

Dienstag, 18. Januar 2011

5. Hamburg kocht!-Treffen am 12.03.11: kuk-Küche, Teil 1: Ungarn: Das Menü

Anikò hat in ihrem Blog ja schon verraten, was ORsi und sie kulinarisch ausgebrütet haben. Es wird also hohe Zeit, dass Ihr es hier auch lesen könnt. 

Folgendes ungarisches (und garantiert vegetafreies ;o)) Menü werden wir beim nächsten Treffen gemeinsam vorbereiten und - logischerweise - am großen Tisch (vielleicht sogar schon im Garten) zusammen verspeisen:

Vorspeise
Krumplileves füstölt kolbásszal – Ungarische Kartoffelsuppe mit geräucherter Wurst

Hauptspeisen
Paprikáscsirke nokedlivel – Geschmortes Paprikahuhn mit selbstgemachten Nockerln
Tökfözelék – Kürbisgemüse (vegetarisch)
Paradicsomos káposzta – In Tomatensaft geschmorter Weißkohl (vegetarisch)
(ich vermute mal, die Vegetarier bekommen von den Nockerln auch was ab, nich?)

Dessert
Mákos guba – Brot-Mohn-Auflauf
Túros palacsinta – Mit Quark gefüllte Pfannkuchen

Das hört sich wieder so an, als müssten wir darben und wüssten nicht, wie wir die lange Zeit des Beisammenseins füllen sollten ;o)

Hier die unvermeidbaren wwws:

Wann? Sonnabend, den 12. März 2011, von 13 Uhr bis ca. 23 Uhr
Wo? Im Loft in Hamburg/Winterhude
Wer? Bislang dabei sind:
1. Anikó
2. ORsi
3. fitus123
4. Kaoskoch
5. Küchenlatein
6. Mocat
7. Sivie, wenn keine Ferien sind
8. Jutta Lorbeerkrone
9. ak99 aka Schneewittchen aus dem Siebengebirge (der Schneepflug läuft schon mal warm, damit die schneefreie Anreise garantiert ist ;o)) 
10. anie's delight 

Wir haben noch einige Plätze frei. Und natürlich könnt Ihr Euch hier auch anmelden, wenn Ihr mit uns kochen möchtet ;o) Daher hier schon mal das Kleingedruckte: Da wir die Kosten für Raummiete und Lebensmittel im Voraus zahlen müssen, bitten wir alle Teilnehmer um Vorauskasse (50 Euro / Person). Nach der Anmeldung kommt also eine Mail mit Kontodaten und weiteren Details. Wir versprechen, uns nicht mit Eurem Geld in die Südsee abzusetzen ;o)
  • Mit der Zahlung der TN-Kosten ist Deine Anmeldung verbindlich
  • Selbstverständlich kannst Du im späteren Falle der Verhinderung eine Ersatzperson schicken.
  • Sofern Dein Platz nicht anderweitig belegt wird, musst Du für anteilige Raumkosten aufkommen (der Restbetrag wird Dir zurückerstattet).
  • Solltest Du erst nach erfolgtem Einkauf absagen, so werden Dir auch anteilige Lebensmittelkosten berechnet.
Wir werden für Lebensmittel nur den Betrag ausgeben, der nach Abzug der Miete übrig ist, so dass wir ggf. Abstriche bei dem geplanten Menü machen müssen. Sollten wir weniger ausgeben, überweisen wir die Differenz nach dem Treffen. Wie vor dem ersten Treffen im Oktober 2009 festgelegt, achten wir beim Einkauf auf Qualität und Nachhaltigkeit.

Übrigens verdienen wir als Organisatoren nichts bei den Treffen, sondern zahlen unseren Anteil genauso wie alle Teilnehmer.

Dienstag, 14. Dezember 2010

5. Hamburg kocht!-Treffen am 12.03.11: kuk-Küche, Teil 1: Ungarn

Schon beim Foodbloggertreffen Ende Oktober kam bei Anikó und mir die Idee auf, mal was zur kuk-Küche zu machen, also zur Küche Österreichs und Ungarns. ORsi wurde spätestens beim letzten Hamburg kocht!-Treffen geshanghait.

Weil Anikó mich überzeugte, dass die ungarische Küche mehr zu bieten hat als Gulasch und Pörkölt, dachte ich, es wäre sinnvoll, das Treffen zu teilen, damit beide Nationen zu ihrem Recht kommen. Also geht's erst nach Ungarn und später dann mal noch Österreich. Und kommt mir jetzt nicht damit, dass Gulasch und Pörkölt zwei Ausdrücke für ein Gericht sind - meine Kochbücher sehen das gaaanz anders ;o)

Was genau es geben wird, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass es auch vegetarische Speisen geben wird. Ich bin gespannt!

Hier also schon mal ein paar Gabelbissen zum Anfüttern:

5. Hamburg kocht!-Treffen am Sonnabend, den 12. März 2011
Beginn: 13 Uhr
Ende: ca. 23 Uhr
Wikipedia zur Küche Ungarns als Einstimmung


Bislang dabei sind:
1. Anikó
2. ORsi
3. fitus123
4. Kaoskoch
5. Küchenlatein
6. Mocat
7. Sivie, wenn keine Ferien sind
8. Jutta Lorbeerkrone

Wir kochen vermutlich wieder im Loft in Winterhude; die Anfrage läuft.

Und natürlich könnt Ihr Euch hier auch anmelden, wenn Ihr mit uns kochen möchtet ;o) Daher hier schon mal das Kleingedruckte: Da wir die Kosten für Raummiete und Lebensmittel im Voraus zahlen müssen, bitten wir alle Teilnehmer um Vorauskasse. Nach der Anmeldung kommt also eine Mail mit Kontodaten und weiteren Details. Wir versprechen, uns nicht mit Eurem Geld in die Südsee abzusetzen ;o)

  • Mit der Zahlung der TN-Kosten ist Deine Anmeldung verbindlich
  • Selbstverständlich kannst Du im späteren Falle der Verhinderung eine Ersatzperson schicken.
  • Sofern Dein Platz nicht anderweitig belegt wird, musst Du für anteilige Raumkosten aufkommen (der Restbetrag wird Dir zurückerstattet).
  • Solltest Du erst nach erfolgtem Einkauf absagen, so werden Dir auch anteilige Lebensmittelkosten berechnet.
Wir werden für Lebensmittel nur den Betrag ausgeben, der nach Abzug der Miete übrig ist, so dass wir ggf. Abstriche bei dem geplanten Menü machen müssen. Sollten wir weniger ausgeben, überweisen wir die Differenz nach dem Treffen. Wie vor dem ersten Treffen im Oktober 2009 festgelegt, achten wir beim Einkauf auf Qualität und Nachhaltigkeit.

Übrigens verdienen wir als Organisatoren nichts bei den Treffen, sondern zahlen unseren Anteil genauso wie alle Teilnehmer.

Und damit wir uns schon mal einstimmen können, treffen wir Sissi und ihren Kaiser ;o)



Montag, 22. Februar 2010

Nachgebacken: Kakao-Schnecken (mit Zimt)

Sie kriechen in diesen Tagen unaufhaltsam durch die Blogosphere: Die Kakaós csiga von Füszer és Lélek, die Anikó ins Deutsche übertrug. Steph hat sie gebacken, Barbara auch, und Noémi und und und ... Bei uns gab's die Schnecken am Wochenende auch.

Im Wesentlichen hielt ich mich an Stephs Rezept. Da der Gatte aber etwas zerknittert guckte, als er hörte, es sei "nur Kaukau" in der Füllung, kamen bei uns noch zwei EL Zimt dazu. Und da ihm die Schnecken nicht süß genug waren, durften sie noch in Puderzucker baden (Steph nimmt für die Füllung nur die Hälfte der Zuckermenge).

Die Schnecken sind wirklich unheimlich fluffig und kakaoig, wie es Anikó versprach. Der Teig lässt sich gut verarbeiten, wenngleich ich mich beim Aufrollen schwer tat - ich bin die, die keine Bisquitrolle bäkt, weil das eingebackene Roll-Handtuch so drüch schmeckt ;o)

Statt in eine Form kamen sie bei mir einfach aufs Backblech, dadurch lösten sich die Enden ein bisschen.
Beim nächsten Mal nehme ich mehr Zucker und die volle Menge Butter zum Tränken, dann glänzen die Schnecken noch mehr.