Posts mit dem Label Frank Rosin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frank Rosin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. Februar 2012

The Day After Tausendundeine Nacht: Französisches Frühstück und Fernsehköche

Heidi ist Schuld, ganz klar. Wäre sie nicht angetreten, um der ganzen Bande beim 8. Hamburg kocht!-Treffen mal zu zeigen, dass man bei so einer Veranstaltung tatsächlich auch mal satt werden könnte, stünde ich jetzt nicht dümmlich lächelnd zwischen Henssler und Rosin und das einzige, woran ich denken kann, ist "Hoffentlich rutscht meine Hose nicht!" Die ist nämlich offen, die Hose. Wie das kam? Lies selbst!

Am Tag nach dem Kochtreffen saßen wir in kleinem Kreis im Café Paris. Als ich Wochen vor dem Kochtreffen reservierte, freute ich mich auf ein üppiges Frühstück. Mit Obstsalat, aber ohne Belegkirsche, die nur echt ist mit E124, wie ich am Vortag lernte. Jetzt saß ich vor der Karte und überlegte verzweifelt, was weniger ist, das kleine oder das französische Frühstück. Oder ob ich mir - schlichter Gipfel der Dekadenz - ein Mineralwasser gönne. Ein kleines. Ein ganz kleines. Nur ein wönziges Schlöckchen, sozusagen. Und ohne Kohlensäure. Aber mit einer Rennie, mindestens. Außerdem kneift meine Hose schon jetzt. Was musste ich auch morgens nach einem Kochtreffen eine enge frischgewaschene Jeans, in die ich nur mit des Gatten Hilfe kam, anziehen?
Foodbloggerin im Einsatz, selbst wenn es nur ein Milchkaffee ist.
Im Café Paris. Das Restaurant im Stil eines französischen Cafés um 1900 wurde
in einer 1882 gegründeten Schlachterei eingerichtet.
Im Café Paris: Gewölbte Decke mit Kachelbildern.
Im Café Paris: Kachelbild Schiffahrt und Handel.
Getreu dem Motto "Wenn man sich Mühe gibt, geht noch was" entschied ich mich tapfer für ein französisches Frühstück. Schwächeln gilt nicht. Ich bin schließlich Hanseatin. Ich weiß, was von mir erwartet wird. Ich habe meinen Jacob Gallois gelesen und will zeigen, dass wir den Suppenlöffel im Ordensbande und die Gabel im Knopfloch tragen, dass das Schwächeln vom Vortag eine Ausnahme war.
Im Café Paris: Zweimal französisches, einmal kleines Frühstück.
Im Café Paris: Croque und englisches Frühstück.
Nach dem Frühstück wollten Bushcook, terschies und ich ins Parlament und eine "Heidi" trinken. Diesen Cocktail nahm einer von Heidis Mitstreitern beim perfekten Dinner, der in dem Lokal arbeitete, ihr zu Ehren auf die Karte. Aber die "Heidi" blieb uns verwehrt. Laut Aushang hat das Lokal zwischen November und April sonntags ab 12 Uhr geöffnet. Ein Blick auf Uhr und Kalender zeigte, dass es 13 Uhr und Februar ist, aber die Türen trotzdem verschlossen sind. Wir waren nicht die einzigen, die sich darüber wunderten. Das Lokal braucht anscheinend keine Gäste.

Mir wäre jetzt durchaus nach einem längeren Spaziergang gewesen - Du erinnerst Dich: Ich war die mit der kneifenden Jeans - aber meine Begleitung wollte ins Warme. terschies führte uns in den Coffee Shop Bei der Stadtwassermühle, einer kleinen Straße neben dem Hintereingang des Alsterhauses.
Im Coffee Shop: Blick auf das schon ziemlich vereiste Bleichenfleet.
Im Coffee Shop: Tief unter uns führt bis heute der Alstertunnel des Mühlenkanals von der Binnenalster ins Bleichenfleet. Genutzt wird der Tunnel allerdings nicht mehr. Er wurde 1976 verfüllt.
Cookies mit Smarties und Kaffee.
Langsam war's an der Zeit, ins Studio zu den Topfgeldjägern zu fahren. Bushcook, von einigen Mitgliedern einer virtuellen Kochgruppe auch schon mal als "eingebildete Rampensau" angefeindet, wollte endlich mal ganz entspannt eine Aufzeichnung sehen. Als sie im letzten März da war, war sie viel zu aufgeregt, um was mitzubekommen. Bei ihrer und Heikes Aufzeichnung im Juli hatte sie andere Sorgen, und wenn sie wieder im Studio ist, muss sie den Fanblock geben für zwei andere Verrückte. Also jetzt oder nie, wenn sie entspannt zugucken will.

Wir haben Karten für zwei Aufzeichnungen und sehr gemütliche Plätze, unerreichbar für die Kamera - da soll noch mal jemand sagen, meine Begleitung sei kamerageil. Wir tratschen über die Girlies, die das Frauenteam geben, und über eine vorlaute Zuschauerin, die im Laufe der Aufzeichnung den Begriff "eingebildete Rampensau" völlig neu definieren wird. Ich mache es mir unbemerkt richtig kommod und lüpfe Knopf und Reißverschluss der immer stärker kneifenden Hose. Merkt ja keiner. Doch, ich weiß, dass wir noch mit Henssler und Rosin verabredet sind. Ich weiß nur nicht wann, und dachte, bis dahin schaffe ich es, mich wieder anzuziehen. Nein, ich schaffe es nicht.

Und nun sind wir wieder am Anfang. Da, wo ich dümmlich lächelnd zwischen Henssler und Rosin stehe und mich um meine Hose und die Schwerkraft sorge. Stretchjeans habe es nämlich so ansich, morgens zu kneifen, dann aber sich im Laufe des Tages zu weiten und plötzlich der Schwerkraft nachzugeben. Henssler sagt zu Bushi, dass Heike und sie gut gekocht haben und dass sie doch die mit dem Fanblock waren. Und ein Drittel des Fanblocks steht da, nickt verkniffen und hofft, dass die Hose oben bleibt. Eigentlich wollte ich Henssler fragen, warum er es noch nicht überwand, dass Ina Müller ihn von der Bettkante stieß oder welche andere Erklärung es für sein Müller-Bashing gibt. Ich wollte ihm durch die Haare strubbeln, um endlich die Frage zu klären, ob er eine Echt-Haar-Transplantation vornehmen ließ - und falls nicht, ihn bitten, mir den Trick zu verraten und dadurch dem Gatten wieder zu vollem Haupthaar zu verhelfen. Und dann war da ja noch der Po-Push-Up, der uns beschäftigte. Alles, was ich machen kann, ist, an meine Hose zu denken.

Die Frage kann ich auch nicht beantworten, aber ich glaube, auf Girlies steht er nicht.
Eines der Girlies, die gerade kochten, kommt zu Henssler und fragt, ob's das jetzt war oder ob man sich noch sieht. Der arme Kerl bekommt das P im Blick, presst ein "Das war's jetzt" hervor und wendet sich jetzt gänzlich Bushi zu. Rosin signiert derweil mein Kochbuch, tätschelt mir den Rücken, vermutlich, weil ich so verspannt aussehe, und ich denke an meine Hose. Dabei wollte ich ihm doch sagen, wie gut mir sein Kochbuch gefällt, dass es zu den wenigen gehört, die ich mir tatsächlich kaufte. Wird ihn zwar vermutlich nicht interessieren, aber ich wollte nicht wie ein stummer Fisch da stehen. Autogramme von beiden wollte ich auch noch haben. Damit Andreas C. Studer nicht so alleine an der Küchentür hängt. Also, sein Autogramm. Ich kann aber nur an meine Hose denken.

Irgendwann sind wir wieder vorm Studio, Bushi, meine Hose und ich. Ich zische Bushi zu, dass das gar nicht geht, dass sie mich hätte vorwarnen sollen, dass sie jetzt schon zum Henssler geht und nicht erst nach der nächsten Aufzeichnung, dass ich da minutenlang mit offener Hose gestanden hätte. Ich! Mit offener Hose! Vorm Henssler!

Als Antwort kommt nur ein knappes "Und? Wär's Dir lieber gewesen, seine Hose wäre offen gewesen?"

Na ja, so gesehen ...

Es lohnt sich übrigens, ab dem 6. März die Topfgeldjäger zu sehen. Nein, mich gibt es da nicht zu sehen. Nur meine Hose.

Das Verwöhnwochenende im Überblick:

Freitag: Abendessen im Sgroi
Sonnabend: 8. Hamburg kocht!-Treffen
Sonntag: Frühstück im Café Paris
Sonntag: Abendessen im Hala
Montag: Portugiesisches Frühstück in der Schanze
Montag: Mittagessen in der Curry Queen
Montag: Abendessen im Ono

Dienstag, 10. Januar 2012

Kochgruppe aufgemerkt! Wer will am 05.02.12 mit zu den Topfgeldjägern?

Dorothée und ich gehen nach dem Brunch am Sonntag (05.02.12) zu zwei Topfgeldjäger-Aufzeichnungen. Ich vermute, Dorothée will das Frauenteam vom Herd bomben, um noch mal abräumen zu können (so'n Pacojet braucht ja jede Menge Zubehör) oder den guten Steffen Henssler als Kompetenzesserin weiter traumatisieren. Ich ahne schon, das für Montag geplante Essen bei Henssler fällt aus wegen Lokalverbots. Ich schlafe momentan ohnehin beim Anblick Hensslers ein und wach erst bei Rosin wieder auf, werde also wohl nicht so viel von der Aufzeichnung mitbekommen *g*

Vorausschauend wie ich bin, habe ich gleich jeweils vier Karten auf der Frauentribüne reserviert. Ich habe also für die Aufzeichnungen um 15.30 Uhr und um 18 Uhr jeweils zwei Karten auf der Frauentribüne übrig. Die Karten kosten 5 Euro / Stück inkl. Freigetränken und müssen in den nächsten fünf Tagen bezahlt werden. So eine Aufzeichnung dauert bummelig eine Stunde.

Falls also eine von Euch mit möchte, bitte JETZT melden mit Angabe der Aufzeichnung. Da die Männertribüne meistens nicht so gut besetzt ist, sollte es kein Problem sein, wenn Du einen männlichen Begleiter mitbringen möchtest - ich muss das nur jetzt wissen und weitergeben.

Das Studio ist in der Stahltwiete in Ottensen, also gut zu erreichen. Nach der letzten Aufzeichnung werden wir noch was essen gehen, vermutlich in der Traube, ebenfalls in Ottensen - Falls Du mit möchtest, sag' bitte ebenfalls Bescheid wegen der Tischreservierung.

Ansonsten gibt es demnächst weitere Infos, geht's hier im Blog weiter. Wenn ich bloß wüsste, wo dieses blöde Kabel ist, das dafür sorgt, dass die Fotos aus der Kamera auf den PC kommen ... Das treibt sich nach den Umräumarbeiten irgendwo herum und sorgt dafür, dass die Blogpause unfreiwillig länger wird.

Mittwoch, 7. September 2011

Szenen einer Ehe: Gejagte Töpfe

Sie, per Funkruftelefon, zum daheim in der Küche werkelnden Gatte: Duhu Schahatz. Ich komm gleich nach Hause. Hast Du dann schon gekooohooocht? Weil: Ich bin betrunken.

Er: Schon wieder?

Sie: Hä? Gestern hamwa uns doch gar nicht mehr gesehen, als ich nach Hause kam. Ach, Du meinst vorgestern? Egal. Übrigens: Die Mädels ham die zehntausend.

Er: War klar.

Sie: Uuuhuuund weißt Duuuu waahaas, Schaahaaatz: Ich will da auch hin. Das war total toll! Ich will im Färnsehn! Echt jezz!

Er: Gott bewa ... äh ... war klar!

Eloquente Männer sind doch was Feines ;o) Und: Nein, ich habe kein Probleme mit Alkohol. Höchstens ohne.

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:
Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:
Bushcooks Kitchen:
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese

Heike Essen von Au:
Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Dienstag, 6. September 2011

Food Porn und Blind Dates XIII: Kompetenzesser und Sauerkraut

Der Sieger-Warenkorb.
Wenn es eine Zutat gibt, die bei Bushi gar nicht geht, ist es Sauerkraut. Aber sonst isst sie alles. Mit Ausnahme von Labskaus. Weil sie meines noch nicht probierte. Aber das wird schon noch, das mit dem Labskaus. Für's Sauerkraut sehe ich allerdings wenig Hoffnung.

Tja, und wie das Schicksal so spielt, ist prompt Sauerkraut im Warenkorb bei der heutigen Folge der "Topfgeldjäger", einer Kochsendung im Nachmittagsprogramm des ZDF, in der ich seit drei Tagen sitze. Ich muss sehr lachen. Zum Glück ist Heike mit dabei. Später würde sie erzählen, dass sie Bushi kurz fragte, wie sie das Sauerkraut würzen solle, dann aber schnell den Fehler bemerkte und selbst entschied, wie sie es zubereitet. Wobei: Nicht alles aus dem Warenkorb muss verarbeitet werden. Die beiden hätten das Sauerkraut auch ignorieren können.

Nein, das ist nicht Frank Rosin, der da im Essen stochert.
Das ist ein anscheinend hungriger Studio-Besucher.
In der heutigen vierten Runde kochen Dorothée und Heike gegen zwei sympathische Wahlschweizer, die als "Hopp Schwiiz" antreten. Sie bieten eine tolle Show. Und zum ersten Mal bei all' den Aufzeichnungen, die ich in den letzten beiden Tagen sah, wird mir klar, dass es tatsächlich nur einen Herd mit vier Platten gibt. Bushi und Heike arbeiten nämlich so strukturiert, dass ich dachte, jede hätte einen Herd. Da die beiden Jungs ständig über Kreuz greifen und ich mich frage, warum die nicht auch einfach beide Herde benutzen, wird mir klar, dass es nur einen gibt. Die beiden Wahlschweizer sind nervös. Sie kommen mit der fremden Küche und der fremden Ausstattung nicht zurecht. So kommt es zum Versuch, Sahne in der Salatschleuder zu schlagen. Interessante Technik. Zu diesem Zeitpunkt einzusteigen, ist aber auch schwer. Die Jungs sind aber wirklich nicht schlecht. Angespannt sitzen Frau Küchenlatein und ich auf unseren Plätzen.

Spielgeld der vierten Runde und die Reste der Warenkörbe.
Die Mädels machen Blutwurst mit Sauerkraut, Kalbsrücken mit Brokkoli und Polentagrieß und Crêpe mit Birne. Wieder nur grob die Zutaten in drei Gänge sortieren. Sich bloß nicht festlegen. Was nicht da ist, kann auch nicht fehlen. Vor Aufzeichnungsbeginn gibt Henssler den beiden noch den Stiel seines Brokkolis. Im Warenkorb war nämlich der Stiel noch dran, aber als es ans Kochen geht, fehlt er. Das passierte den Mädels am Donnerstag schon mal mit den Radieschenblättern, aus denen ein Pesto hätte werden sollen. Diesmal sind sie auf der Hut und fordern den Brokkolistiel ein. Den kann man nämlich auch essen.

Die Sendung zieht sich wieder. Die 45 Minuten wollen einfach nicht vergehen. Heike und Bushi wirken angespannt. Heike guckt ein paar Mal zu uns. Die Anspannung überträgt sich auf uns. Wir atmen kaum noch. Und dann passiert es. Henssler macht ein Pausenbrot mit Wurzel-Ingwer-Salat. Schon gestern, beim Brot mit Fleischsalat, fragte ich mich, wie man das heil in die Schule bekommen solle. Frau Küchenlatein meinte, das ginge. Ich weiß, dass ich es nicht schaffe. Egal. Heute also Laugenbrötchen mit Salat. Als Henssler den Ingwer in die Wurzeln reibt, wird unsere Reihe unruhig. "Das isst kein Kind!", stellt die zweite Damen-Reihe kollektiv fest. Zu laut. Henssler holt eine Dame nach vorne. Als Kompetenzesserin. Und nach ihr darf Dorothée dran. Beiden schmeckt es nicht. War klar. Zu viel Ingwer. Später wird Dorothée sagen, sie wusste gar nicht, was Henssler ihr da in den Mund schob. Sie biss einfach nur zu und kaute. Gut konditioniert, die Frau.

Arthurs Tochter möchte, dass der Löffel mit einer
prominenten Persönlichkeit posiert. Hier sind sogar
zwei zu sehen. Danke an die Silberstreifen für das
Ausborgen der Autogrammkarten.
Irgendwann gehen auch diese 45 Minuten zu Ende. Zum ersten Mal scheinen die Mädels richtige Schwierigkeiten zu haben, die Teller rechtzeitig nach vorne zu bekommen. Bei den Wahlschweizern ist der Nachtisch nicht rechtzeitig vorne. Den Pfannekuchen bekommt stattdessen der verletzte Silberstreif. Schmeckt gut, wird er später sagen.

Rosin macht es spannend. Doziert über die Brokkoliröschen der Jungs. Erwähnt nicht, dass der Brokkolistiel der Mädels ein wenig mehr Garzeit hätte vertragen können, gelinde gesagt. Mensch, Mann, mach' hinne! Und schließlich ist es so weit. Die Entscheidung wird verkündet. Die Blind Dates haben gewonnen. Die Mädels ham's gerockt! Wir jubeln. Wir stampfen. Wir kreischen. Wir versenden SMS mit nur zwei Ziffern: 1 und 0. Die Empfänger wissen, was gemeint ist. Na ja, bis auf einen. Männer sind halt oft langsam im Denken. Die Produzenten der Sendung täten übrigens gut daran, mal die Statik der Frauentribüne zu überprüfen.

Ein Aufpasser verhindert, dass wir Bushi und Heike gratulieren. Ungeduldig warten wir. Endlich. Gratulieren, knuddeln, und abmachen, dass wir uns im Aufenthaltsraum treffen, wenn die beiden mit den Formalitäten fertig sind. Dort angekommen, haben die Silberstreifen schon dafür gesorgt, dass ausreichend Bier da ist. Als die Wahlschweizer und die Blind Dates kommen, ist der Jubel groß. Gratulieren, umarmen, Daten austauschen, Verabredungen treffen, Fotos machen, telefonieren ... Heike bittet darum, dass wir die folgende Aufzeichnung im Aufenthaltsraum anschauen, nicht im Studio. Da hätten wir mehr Spaß. Soll sein.

Blind Dates und Hopp Schwiiz. Die Siegerinnen
bekamen Schweizer Schokolade geschenkt.
Die Jungs haben Stil.
Auch Du wirst morgen viel Spaß haben, wenn Du um 15.05 Uhr wieder das ZDF einschaltest. Da treten nämlich Frau Monnem und die Checker gegeneinander an. Du siehst einen sichtlich mitgenommenen Henssler, der verkündet, es stehe 10 zu 6 für die Frauen. Du erfährst, wie man geharktes Püree macht. Gebückt. Über der geöffneten Wärmeschublade. Oder wie man Fisch metztelt. Besser, als ich das je könnte. Du siehst, wie man Fisch en papillote gart. Und zwar richtig. Du siehst einen Henssler, der auf den Arm möchte. Oder auf den Schoß. Auf jeden Fall vermisst er zwei wie die Blind Dates. Die hätten beim Anblick des Warenkorbs für diese Sendung ohnehin am liebsten gefragt, ob sie auf 20 Tausend erhöhen dürften. Coole Säue. Die muss man aus der Küche bomben, sonst kochen sie alles an die Wand. Du siehst einen Rosin, der beim Anblick des gemetzelten Fisches leidet. Richtig leidet. Und niemand gab ihm zum Trost eine Banane.

Du siehst nicht, wie Rosin später heftig nickt auf Bushis Frage: "Gell, eben ham Sie uns vermisst?!" Du siehst nicht, wie wir im Aufenthaltsraum mit vereinten Kräften Frau Küchenlatein und den verletzten Silberstreif davon abhalten müssen, ins Studio zu stürmen und Frau Monnem vom Herd zu zerren. Wer weiß, was passiert wäre, wären wir tatsächlich im Studio gewesen. Du siehst nicht, wie der Sicherheitsdienst kopfschüttelnd die Tür des Aufenthaltsraumes fest von außen verschließt. Wenn Du allerdings im Hintergrund Kreischen, Lachen, Rufen, Stampfen hörst: Das sind wir. Die Hostess hat inzwischen die Flucht ergriffen, allerdings nicht, ohne die Biervorräte aufzufüllen. Die Silberstreifen wissen, wie man den Kühlschrank und die Flaschen öffnet und sorgen dafür, dass wir nicht auf dem Trocknen sitzen.

Der Abend endet aber zivil. Eigentlich wollten wir mit den Mädels noch ins Ono oder in ein anderes nettes Lokal, aber die beiden sind einfach nur platt. Und inzwischen merke auch ich den Schlafmangel der letzten vier Tage, bin ja immer noch vergrippt. Jedenfalls dachte ich das da noch. Später werde ich erfahren, dass mich zwischen Februar und August eine heftige Streptokokken-Angina im Griff hatte. Tja, und wie das Leben so spielt: Für zwei andere beginnt jetzt das Trainingslager. Denn nach den Topfgeldjägern ist vor den Topfgeldjägern. Und falls Du bange bist, ob Du genau so den Durchmarsch schaffst wie Dorothée und Heike, frag' doch einfach Frau Küchenlatein, Heidi und mich, ob wir auch für Dich den Fan-Block machen. Wir mögen zwar nicht kochen können, aber wir klatschen, brüllen, stampfen, oooohen, aaaahen und mmmmmhen Dich zum Sieg. Sehr ambitioniert. Und ganz gewiss ohne Niveau.

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:
Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:
Bushcooks Kitchen:
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese

Heike Essen von Au:
Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Montag, 5. September 2011

Food Porn und Blind Dates XII: Kein Silberstreif am Horizont

Fernsehen von hinten.
Während ich an der Bushaltestelle stehe, um uns Studio zur heutigen Aufzeichnung der "Topfgeldjäger", einer Kochsendung im ZDF-Nachmittagsprogramm, zu fahren, informiert mich Frau Küchenlatein funktelefonisch, dass sie den gleichen Parkplatz hat wie Heidi am Vortag. "Das ist die Glücksparklücke!", jubelt sie. "Steht die Ducati noch da?", frage ich. "Was?" - "Na, das Motorrad." - "Hier ist kein Motorrad!" - "Hat's geknirscht beim Rückwärtsfahren?" - "Bitte?!" Okay, ich vergaß: Frau Küchenlatein war die, die einparken kann. Ich bin die, die es nicht kann.

Heidi ist heute leider nicht mit dabei. Wir sind nur zu zweit und müssen keine Brust zeigen. Die T-Shirts bleiben in den Taschen. "Blind Date jagt" macht zwar Sinn, aber ohne Heidis Shirt fehlt einfach was.

Wieder nehmen wir im Aufenthaltsraum Platz. Frau Monnem ist auch da. Sie ist schon aufgehübscht für die Sendung. Ihre Kochpartnerin ist heute auch da. Sie ist jung. Sie ist blond. Sie bekam von der Maske eine BDM-Frisur verpasst. Ich frage mich kurz, was die Maske aus ihrer Hot Pants und High Heels tragenden Freundin gemacht hätte. Die wäre vermutlich in einen rosa Skianzug und Moon Boots gesteckt worden, hätte Rattenschwänzchen, Kippe und Kaugummi bekommen.

Frau Monnem sagt mit Blick auf ihre Kochpartnerin abschätzig: "Die kann gar nicht kochen". Ich verkneife mir die Frage, warum sich die beiden bewarben. Frau Monnem hat Mitleid mit unseren Mädels. Den ginge es ja heute total schlecht. Die Nerven! Und gestern hätten sie gaaaanz lange in der Lobby gesessen und Kochbücher gewälzt, weil sie nicht wussten, was sie kochen sollen. Richtig verzweifelt seien sie. Ich bin irritiert. Sprechen wir von den gleichen Frauen? Die, die ich kenne, machen sich frühstens beim Frühstück Gedanken, was sie mittags kochen wollen und wälzen Kochbücher höchstens, um sich die Signaturen der jeweilige Köche zu zeigen. Hm.

Die haben gerade Pause.
Kurze Zeit später laufe ich beim Verlassen der Toilette in Bushi. Ich erkenne sie nicht. Die Maske hat sie total verunstaltet. Und sie ist blaß. Himmel hilf! Was ist da los? Wir drücken uns kurz, für mehr ist keine Zeit.

Im Aufenthaltsraum sind inzwischen zwei Checker eingetroffen. Die machen auf mächtig dicke Hose. Einer fragt uns gönnerhaft, ob wir gleich kochen. Wir verneinen. De Depp mit de Käpp neben ihm schlussfolgert: "Dann wartet Ihr auf Eure Männer!" - "Nein." - ??? - "Wir warten auf unsere Frauen." Sie sind irritiert. Später stellen wir fest: Die Checker sind eigentlich ganz lieb. Die wollen nur spielen. Und sie wissen inzwischen, dass sie mächtig froh sein können, dass sie nicht gegen Bushí und Heike kochen werden. Sondern gegen Frau Monnem und das Blondchen.

Sympathischer sind uns da schon die zwei Frauen und ein Mann, mit denen wir rasch die Sofa-Landschaft teilen. Ihre Männer treten als "Silberstreifen" gleich gegen unsere Mädels an. Die Stimmung zwischen uns ist entspannt. Sie wissen, was ihre Männer können. Wir wissen, was unsere Frauen können. Gemeinsame Grundeinstellung: Es ist in Ordnung, gegen jemanden zu verlieren, der besser ist. Gemeinsame Hoffnung: Hoffentlich sind jeweils die Unsrigen besser. Als wir kurze Zeit später zusammen auf der Tribüne sitzen, wünschen wir uns gegenseitig Glück.

Pütt un Pann.
Die Teams kommen ins Studio. Frau Küchenlatein stellt fest: "Bushi klappt gleich zusammen!" Ich nicke angespannt. Ihre Oberlippe zittert. Sie ist total blass, was angesichts einer Tonne Farbe im Gesicht eine Leistung ist, aber keine gute. Heike wirkt auch angespannt, als sie uns im Publikum sucht, findet, lacht und winkt.

Die Menüs werden vorgestellt. Frau Küchenlatein neben mir zieht Luft ein und raunt: "Wenn die das schaffen ...", als vorgelesen wird, was die Jungs vorhaben. Hmm. Wenn den Jungs alles gelingt, was sie planen, sehen unsere Mädels alt aus. Die Mädels setzen auf Handwerk mit Räucherforelle mit Zuckerschoten, Roastbeef mit Madeirasauce und Weizengrieß, gefolgt von einem Zwetschgentörtchen. Die Jungs setzen auf kulinarisches Basteln mit Spinatfisch auf Aubergine und Crêpe mit Pflaumen zum Nachtisch. Ihren Hauptgang habe ich vergessen, erinnere nur noch selbstgemachte Nudeln. Wenn das man gut geht.

Die Aufzeichnung zieht sich wie ein Kaugummi. Es ist unerträglich. Wie in Zeitlupe. Diesmal bin ich mehr auf die Jungs konzentriert. Was mag Spinatfisch sein? Die werfen die Räucherforelle mit dem Spinat in den Mixer. Ich fasse es nicht. Das Ergebnis sieht aus wie das, was die Nachbarskatze aus Protest im geöffneten nachbarlichen CD-Spieler hinterließ, als ich eine Tablette in sie stopfen musste. Erstaunlicherwiese wird Rosin später sagen, dass es schmeckt. Also nicht die nachbarliche Katzenkotze. Sondern der Spinatfisch. Ich hab' den Silberstreifen versprochen, dass ich den Spinatfisch auf Aubergine mal ausprobieren werde. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass das schmeckt..

Arthurs Tochter möchte ihre abgegebenen Löffel
 an ungewöhnlichen Orten sehen. Bitte schön.
Die Silberstreifen machen Nudelteig. "Ich glaub', ich kann mich entspannen", meint Frau Küchenlatein neben mir. "Hä?" - "Die sind aus der Zeit. Das schaffen die nicht. Die Mädels sind weiter. Ganz sicher." Hm. Als ich die dicken Nudeln sehe, werde auch ich vorsichtig optimistisch. Die werden in der verbleibenden Zeit kaum gar, denn das Wasser kocht noch nicht.

Aber die Silberstreifen sind auch coole Säue. Einer schneidet sich in den Finger. Heftig. Und es kommt und kommt kein Pflaster. "Pflaster! Denk' an Pflaster!", befiehlt Frau Küchenlatein. Kein Problem. Ich habe welches in der Tasche. Ich komme hier nur gerade nicht raus. Und: Ich muss  mal. Dringend. Meine Nerven. Und die Sendung zieht sich. Und zieht sich. Aber der Silberstreif kocht einfach weiter. Später sagt er zu mir, er hätte sich Tape in die Tasche stecken sollen. Er wollte den Finger in den Pfeffer stecken, aber dafür war nicht genug in der Mühle. Schließlich wird er verarztet. Sogar mehrfach. In der nachfolgenden Aufzeichung wird er nämlich so stark klatschen, dass ein neuer Verband fällig wird.

Die Zeit ist um. Die Mädels bekommen mit Mühe alle Teller nach vorne. Bei den Jungs ist der Crêpe abgeschmiert. Aber sie haben auch alle drei Teller vorne. Nur den dritten halt ohne Crêpe. Rosin schreitet zur Tat. Die Mädels bekommen Pluspunkte, weil die Zuckerschoten auf zweierlei Art zubereitet sind. Polenta und Dessert gefallen ebenfalls. Aber auch die Gerichte der Silberstreifen sagen zu. Die Entscheidung wird knapp. Wieder entscheidet das Dessert. Die Mädels sind eine Runde weiter.

Silberstreifen und Blind Dates
Im kurzfristig leeren Aufenthaltsraum bittet Frau Küchenlatein um was Starkes. Die Hostess begreift, dass kein Kaffee gemeint ist und bedauert, sie habe nur Bier oder Prosecco. "Prosecco. Doppelt", ordert Frau Küchenlatein. Wir fallen auf die Sofa-Landschaft. "Meine Nerven!" stöhnt Frau Küchenlatein. "Egal wie, die nächste Aufzeichnung ist die letzte, oder?" - "Na ja, es könnte auch unentschieden werden. Dann müssen die Mädels heute noch ein drittes Mal 'ran." - Sie japst: "Das tun die uns nicht an, oder?" Ich hoffe nicht.

Die Silberstreifen kommen in den Aufenthaltsraum. Sie sind erschlagen vom Kochkönnen der Mädels. Und sie sind gute Verlierer. "Gegen die beiden verloren zu haben, ist keine Schande", lautet das Fazit. Bescheidene Frage an uns: "Meint Ihr, die beiden haben hinterher noch Zeit für ein Foto?" Klar. Und als ich höre, woher die Jungs kommen, verspreche ich auch gemeinsames Kochen. Kochbekloppte sind ja mobil.

Wie's weitergeht, erfährst Du am 6. September um 15.05 Uhr im ZDF. Und im Anschluss wieder hier im Blog.

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:
Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:
Bushcooks Kitchen:
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese

Heike Essen von Au:
Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Freitag, 2. September 2011

Food Porn und Blind Dates XI: Ohne Soß' nix los

Die Ruhe vor dem Sturm.
Die erste Klippe ist überwunden. Die erste "Topfgeldjäger"-Sendung im ZDF-Nachmittagsprogramm  ist überstanden. Während Heidi, Ulrike und ich uns wieder auf der Sofa-Landschaft im Aufenthaltsraum für Angehörige lümmeln, geht's für Heike und Bushi hinter den Kulissen vermutlich rund. Knapp anderthalb Stunden liegen zwischen zwei Aufzeichnungen. Die beiden werden kaum zum Durchatmen kommen, stehen doch Maske, Umziehen, Besprechungen usw. an. Die Sendung ist keine Erholung. Zumindest nicht für die außerhalb des Aufenthaltsraumes. Wir hingegen haben es weiterhin kommod, naschen Gummizeugs, trinken Cola und Kaffee und stochern im Büfett-Essen herum, das uns nicht schmeckt. Zumindest nicht das in den Chafing Dishes. Zu salzig. Brote, Salate und süß gefüllte Weckgläser sind lecker.

Im Aufenthaltsraum sind inzwischen die Gesichter ausgetauscht worden. Frau Monnem ist eingeflogen. Frau Monnem ist ein Star und dabei so bescheiden geblieben. Frau Monnem drängt uns in ein Gespräch. Sie erklärt uns, dass unsere Mädels auf keinen Fall mehr als zwei Aufzeichnungen durchhalten. Mehr schaffe man einfach nicht. Nervlich. Denn Färnsähn ist anstrengend. Sie weiß das, denn sie hat Fernseherfahrung. Sie war schließlich bei der Küchenschlacht. Am Montag. Und am Dienstag. Mehr hält man ja nicht durch. Nervlich. Wir schweigen beeindruckt. Wir nicken verständnisvoll. Wir wissen genau, was sie meint. Unter uns ist eine, die gewann "Das perfekte Dinner". Damals, als man dafür noch kochen können musste. Unter uns ist eine, die gewann "Unter Volldampf". Damals, als - na, Du weißt schon. Unter uns ist eine, die überstand vier Runden "Kochchampion". Und bei der Küchenschlacht war sie auch. Am Montag. Am Dienstag. Am Mittwoch. Und am Donnerstag. Und dabei war sie bei den Aufzeichnungen noch nicht mal in Hochform, sondern malad. Wer weiß, was sonst passiert wäre. Aber das sagen wir Frau Monnem nicht. Denn Frau Monnem ist ein Star. Und trotzdem so bescheiden geblieben. Frau Monnem weiß Bescheid.

Blick auf Hensslers Küchenblock mit den Quiz-Kisten
und den Zutaten für die schnelle Nummer.
Schließlich ist die Wartezeit vorbei. Es geht wieder ins Studio. Der Einheizer macht wieder seinen Job. Wir klatschen. Wir jubeln. Wir mmmmhen. Wir oooohen. Wir aaaaahen. Wir leckern. Wir wissen inzwischen, was von uns erwarten wird. Wir sind schließlich die dritte Frau im Frauen-Duo. Einmal mehr hoffe ich, dass mich hier niemand kennt. Egal. Ich stehe über Peinlichkeiten. Einen schönen Menschen kann nichts entstellen. Wer schön sein will, muss leiden. Ich bin nicht schön und lasse andere leiden. Ich muss mich ja nicht im Färnsähn sehen. Nicht ich bin wichtig. Die Mädels sind wichtig.

Was wollen sie eigentlich kochen? Ah, da steht's ja: Rauke-Salat, Lamm mit Kichererbsen und Johannisbeertörtchen. Okay. Mit anderen Worten: Sie haben die Zutaten aus dem Warenkorb wenigstens schon mal in drei Gänge sortiert, aber noch keine Ahnung, was sie daraus machen wollen. Da könnte auch stehen: Vorspeise, Hauptgang, Dessert. Na ja, ist ja auch noch Zeit, sich zu überlegen, was sie kochen wollen. Sie haben ja jede 45 Minuten Zeit. Also insgesamt 90 Minuten. Jamie Oliver kocht in der Zeit neun Gänge, glaubt man seinem 30-Minuten-Menü-Buch. Aber wer ist schon dieser englische Kochknabe angesichts unserer beiden Mädels?! Eben.

Das Männerteam kommt. Sie nennen sich die Pälzer Buben. Wieder bekomme ich nicht mit, was sie eigentlich kochen. Hört sich ihr Menü ambitioniert an? Ehrlich, ich weiß es nicht mehr. Ich bin ganz auf das konzentriert, was vor mir passiert. Wobei: Als Zuschauer siehst Du ja nichts außer einer Schrankwand. Von hinten. Und Steffen Henssler. Auch von hinten. Mit Bauarbeiterdekolleté. Ist alles drei keiner schöner Anblick. Von einer Schrankwand erwarte ich ja, dass sie von hinten flach ist. Einen Mann hingegen habe ich von hinten gerne knackig. Frau Küchenlatein neben mir raunt, der Arsch ihres Sohnes sei knackiger. Selbst wenn sie ganz neutral gucke. Ich nicke. Ich kenne den Arsch ihres Sohnes nicht. Aber ich kenne den meines Mannes. Und der ist auch knackiger als der vom Henssler. Und ich bin da auch ganz neutral. Klar. Angesichts des Bauarbeiterdekolletés kommen mir allerdings so Gedanken für den Kochlöffel. Und ich frage mich, ob's Po-Push-Ups auch für Männer gibt. Die Dinger sind sicher unisex, oder?

Hexenrat.
Die Mädels ziehen ihr Ding durch. Henssler fragt nach Zubereitungsarten, probiert hier und da, fragt schließlich nach Sauce. Bushi lässt ihn auflaufen. Gestern schon erklärte sie Henssler, zu kross gebratenem Fisch gehöre keine Sauce. "Merk' Dir das!", zischt Frau Küchenlatein mir zu. Kein Problem. Ich kann weder Sauce noch Fisch. Heute lernt Henssler, dass auch zu Hummus keine Sauce gehört. Aber großzügig, wie sie ist, setzt Bushi hinzu, dass sie eine Sauce mache, wenn ihr langweilig sei. Minuten später rührt sie unbeteiligt in einer Pfanne. Ich fass' es nicht. Und Heike wäscht mal eben 'ne Runde ab. Danach fragt sie vermutlich, ob sie mal kurz raus kann. Eine rauchen. Später wird sie sagen, dass die Vorspeise fertig war, Fleisch und Kuchen im Ofen waren. Und sie noch 26 Minuten Zeit hatten.

Auch diese Sendung vergeht wie im Fluge. Rosin nimmt Platz, öffnet die Clochen, probiert - und zuckt beim Hummus zusammen. Zu viel Knoblauch! Später fragen wir, wie viel Knollen Bushi im Hummus versenkte. Nix Knollen. Da war noch nicht mal eine Zehe drin. Heike würde Rosin jetzt vermutlich als Mädchen bezeichnen. So nannte sie mich, als mich die Ananas-Mango-Salsa schaffte. Aber die Sauce rettet den Hauptgang. Und das Dessert ist ohnehin ein Selbstgänger. Runde zwei meistern die Mädels auch. Machen sie weiter? Was für eine Frage!

Nach der zweiten Sendung: Gemeinsames Beratschlagen,
was man mit dem Warenkorb der dritten Sendung anfangen
würde. Und Heike klaute den verlorenen Männer-Amaretto
aus der Quiz-Kiste.

Wieder stürmen wir von unseren Plätzen, sobald wir dürfen, um zu gratulieren. Diesmal bleibt Zeit für ein paar Fotos, denn es ist die letzte Aufzeichnung des Tages. Wir verabreden, im Hotel noch ein Bier zu trinken. Dort angekommen, sitzen Bushi und Heike schon in der Lobby. Ihre Köpfe rauchen. Was ist los? Die beiden haben den Warenkorb im Studio vergessen und erreichen da jetzt niemanden mehr! Ich fass' es nicht! Meine Nerven. Aber halt, ich hab' doch Fotos gemacht. Auch vom Warenkorb. Okay, da ist er. Uff.

Den Rest des Abends entspannen wir beim Bier. Frau Küchenlatein ist überzeugt, dass wir drei zu mindestens 0,1 % mit daran beteiligt sind, dass die Mädels jetzt feiern dürfen. Um uns herum schleicht Frau Monnem. Wir ignorieren sie.

Inzwischen ist es so spät, dass Frau Küchenlatein überlegt, sich in Hamburg ein Zimmer zu nehmen. Nicht, weil kein Zug mehr fährt, sondern weil sie am nächsten Tag zur nächsten Aufzeichnung wieder hier sein wird. Und am übernächsten zum Kochkurs im trific. Wir verabreden uns für den nächsten Tag. Nach Hause fahre ich mit einer prall gefüllten Messertasche und einem Stockschirm unter Arm und einem Hermann in der Tasche.

Wie's weitergeht, erfährst Du am 5. September um 15.05 Uhr im ZDF. Und im Anschluss wieder meine Eindrücke hier im Blog.

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:
Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:
Bushcooks Kitchen:
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese

Heike Essen von Au:
Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Donnerstag, 1. September 2011

Food Porn und Blind Dates X: Wir ziehen blank, zeigen Brust und Haut

Heute sind sie dran, unsere Blind Dates. Heute kochen sie im Fernsehen. Die beiden sind nach Hamburg gekommen, um die TV-Sendung "Topfgeldjäger" zu aufzuzeichnen, die werktags im ZDF um 15.05 Uhr läuft. Während Heidi, Ulrike und ich kommod beim Frühstück sitzen, sind die beiden schon lange im Studio und bekommen die Haare schön.

Das Prinzip der Sendung ist einfach: Zwei Frauen kochen gegen zwei Männer. Es gibt eine Handvoll Grundzutaten. Alle anderen Zutaten, also den Warenkorb, erfährt man erst unmittelbar zur Sendung. Daraus sind dann in maximal 45 Minuten drei Gänge zu zaubern, die nur einem schmecken müssen: Frank Rosin. Er ist der Juror. Moderiert wird das Ganze von Steffen Henssler. Beide polarisieren. Beide finde ich sympathisch. Ich mag Menschen, die klare Ansagen machen, die austeilen und einstecken können.

Jetzt bin ich zum ersten Mal zu einer Aufzeichnung. Als wir am frühen Nachmittag im Studio ankommen, herrscht hektische Betriebsamkeit. Eine Sendung wird gerade aufgezeichnet, zwei werden noch folgen. Ich bin total nervös und sage, wir seien die Begleitung von Bushcook und Heike Essen von Au. Äh, Moment, die heißen doch anders? Egal, wir kommen in den Aufenthaltsraum für Begleitungen und wartende Kandidaten, werden gemustert von den anderen Wartenden. Sind zwei von uns womöglich Kandidaten, also Konkurrenz? Oder warten wir auf unsere kochenden Männer? Wir belegen eine der beiden Sofa-Landschaften und beobachten, was sich tut.

Auf einem der Bildschirme läuft die aktuelle Aufzeichnung. Das Männerteam, die Klippenspringer, ist gut. Sehr gut. Und im Gegensatz zu unseren Mädels stehen sie schon bei 4.000 Euro, kochen hier nicht zum ersten Mal. "Aber zum letzten Mal", meinte eine von uns. Das hat ein kleiner Junge auf dem Nachbarsofa gehört. "Mein Papa putzt sie alle weg!", kräht er. Heidi gibt zu bedenken, dass da gleich ein starkes Frauenteam käme und vielleicht den Papa wegputze. Nix da, meint der Kleine. Wütend stampft er mit den Füßchen auf , ballt die Fäuste und brüllt: "Mein Papa putzt sie alle weg!"

Kurze Zeit später hat der Papa tatsächlich das Frauenteam weggeputzt. Unsere Blind Dates kommen also als nächstes an die Reihe. Bis dahin wussten wir nicht, ob wir nicht vielleicht umsonst gekommen sind, denn es steht ja nicht vorher fest, welches Team weiterkommt. Wären die "Possierlichen Pädagoginnen" (wer bitte denkt sich so einen Namen aus?!) weiter gekommen, hätten wir gewartet. Und gewartet. So gefällt es uns besser. Wir machen uns also nackig, soll heißen: Wir ziehen uns um und halten uns bereit. Ursprünglich sollte nur ich alleine als Unterstützung im Publikum sitzen. Wir hatten gescherzt, ich könne Fähnchen schwenken, mit Hasen winken, Transparente hochhalten, Glitter werfen, Bärchen drücken, Wunderkerzen schwenken, Tröten tröten, Rasseln rasseln, kurz: Alles machen, was so richtig schön peinlich ist. Das war alles nicht ernst gemeint, aber als feststand, dass Heidi und Ulrike mit mir im Publikum sitzen würden, verselbstständigte sich diese Idee irgendwie.

Fan-Block und Stars ;o)
Heidi besorgte uns T-Shirts mit dem Aufdruck "Blind Date jagt Topfgeld". Ja, es ist peinlich. Aber nur ein bisschen.

Ich sehe in dem Teil aus wie eine Schlemmerrolle, aber was macht man nicht alles, um im Färnsähn zu komm. Ich kann mich noch nicht mal damit entschuldigen, dass ich jung war und das Geld brauchte. Ich bin alt und bekomme heute fürs Zum-Affen-machen kein Geld.

Und falls Du mich im Publikum entdeckst; mich kennst; weißt, wie ich normalerweise bin, wenn Kamera und Mikro auf mich gerichtet sind und Dich wunderst, warum ich so ungewohnt ruhig bin, lass' Dir gesagt sein: Ich bin vergrippt (vier Wochen später erfahre ich, dass ich seit Monaten Streptokokken-Angina habe), habe morgens meine Pillen vergessen, einen Bad Hair-Day, bin wegen einer Bindehautentzündung ungeschminkt und bebrillt, die Farbe meines Schmucks beißt sich mit der der Schrift auf dem T-Shirt, und es geht heute mal ausnahmsweise nicht um mich. Sonst wäre ich nie so ruhig gewesen, sondern wie üblich zur Rampensau mutiert.

Nachdem das Publikum Platz genommen hat, dürfen auch wir drei auf unsere Plätze. Wir bieten zweifellos einen starken Anblick. Jetzt heißt es gerade sitzen und Brust raus, schließlich soll man die Schrift auf den Shirts auch lesen können. Henssler ist von der Produktionsleitung gut gebrieft. Als er ins Studio kommt, fällt sein Blick geplant-zufällig auf uns. "Was ist das denn? Blind Date - jagt - Topfgeld? Seid Ihr der Fan-Block?" Von rechts nach links dreifaches Nicken. "Und? Könnt Ihr auch kochen?" Von rechts nach links zweifaches Nicken, einfaches heftiges Kopfschütteln. "Na, dann sehen wir uns ja vielleicht bald hier vorne wieder!" Von rechts nach links einfaches Nicken, zweifaches heftiges Kopfschütteln.  Dann haben wir unsere Ruhe, bis später in der Sendung zu einer Quizfrage, bei Henssler meint, wir könnten "Honey Pie" von den Beatles singen. Nö.

Schließlich kommen die Kandidaten ins Studio. Bushi sieht unerschütterlich aus. Dass sie Nerven zeigt, war meine größte Sorge. Heike wirkt sichtlich nervös. So war das nicht gedacht. Wenn das man gut geht. Immerhin haben die Jungs, gegen die sie antreten, schon Erfahrung mit der für die Mädels ungewohnten Küche. Sie wissen, wo alles steht, wo der Herd hakt, dass die Messer stumpf sind ... Die Mädels werden quasi ins kalte Wasser geschmissen. Andererseits: Wenn jemand schwimmen kann, dann sie.  Schnell machen sie die ersten Handgriffe. Nur keinen Stillstand. Die Zeit drängt. Von unserer Position sehen wir kaum mehr als Köpfe und Rücken. Aber dass die beiden unermüdlich in Bewegung sind, wird auch so deutlich. Badisches Tsatsiki mit Räucherlachs, Zander auf Linsengemüse und Pfirsich-Tarte wollen sie servieren. Hört sich gut an. Ich habe total ausgeblendet, was die Jungs kochen wollen, weiß nur noch, dass es sich auch gut anhörte.

Henssler lässt den Mädels Zeit, sich einzugewöhnen. Dann aber ist er da, hält sich an Heike, erwähnt mehrfach, dass sie die "Küchenschlacht" gewann, ebenfalls eine Kochsendung im ZDF-Nachmittagsprogramm. Heike hält Bushi den Rücken frei und baggert Henssler an. Vorwärtsverteidigung. Gute Taktik. Schließlich wird auch Bushi ins Gespräch einbezogen. Und sie macht gleich klar, wo der Hammer hängt. Die Positionen sind klar verteilt. Heike baggert, Bushi ballert. Und als Henssler irgendwann später mal um Gnade fleht, sagt Bushi ihm knallhart, er solle sich nicht so haben, er brauche das. Coole Säue. Alle drei. Während der ganzen Zeit arbeiten Bushi und Heike unermüdlich weiter. Nur keinen Stillstand. Einszweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit. Schließlich ist die letzte Minute angebrochen. Die Mädels richten auf Schwarz an. Alle Teller stehen rechtzeitig vorne. 

So sieht eine aus, die gerade
zwei Männer über die
Klippe springen ließ.
Frank Rosin betritt das Studio, nimmt Platz, öffnet die Vorspeisen-Clochen, probiert Weiß zuerst, dann Schwarz. Ehrlich, ich habe komplett ausgeblendet, was er sagte. Ich glaube, er stolperte über das Badische beim Tsatsiki. Die Hauptspeisen-Clochen werden geöffnet. Wieder kommt Weiß zuerst dran. Als er den "schwarzen" Teller probiert, wusste ich, die Sache ist gelaufen. Bushi servierte nicht nur Zander auf Linsengemüse, sie servierte die Haut als Chip. Rosin war einen klitzekleinen Moment sprachlos. Und einfach glücklich. Da war's egal, dass die Linsen zu bissfest waren. Noch das Dessert, dann ist wirklich klar: Die Mädels haben durch Hautzeigen die erste Runde gewuppt. Die wissen ihre Waffen einzusetzen. Wir drei im Publikum brüllen, kreischen, schreien, klatschen, was das Zeug hält. Hoffentlich sieht keiner, wie wir uns hier benehmen. Ich mache mir kurz Gedanken, ob die Tribüne standhält. Egal. Und noch Stunden später habe ich so ein komisches Pfeifen in den Ohren. Woher bloß?     

Wir müssen uns noch ein wenig gedulden, bis wir zu den beiden können, um ihnen zu gratulieren. Kennenlernen, Knuddeln, Gruppenfoto, ein kurzer Blick auf den Warenkorb der nächsten Sendung, dann werden die Mädels wieder in die Maske gezerrt. Wir gehen wieder in den Aufenthaltsraum und warten auf den Beginn der nächsten Aufzeichnung.

Während wir feiern, weint ein kleiner Junge bitterliche Tränen.

Wie's weiter geht, siehst Du morgen um 15.05 Uhr im ZDF. Und nach der Sendung kannst Du hier wieder meine Eindrücke lesen.

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:
Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:
Bushcooks Kitchen:
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese

Heike Essen von Au:
Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Mittwoch, 31. August 2011

Food Porn und Blind Dates IX: Honey Pie, you are driving me crazy

Das T-Shirt gilt es im TV zu entdecken.
Ohne den Hasen.
Morgen, 15.05 Uhr, ZDF. Unbedingt gucken! Ausreden gilden nicht! Falls Du's verpasst, schau's später in der Mediathek! Dann siehst Du Nummer zwei. Und Nummer eins. Meine Blind Dates. Und drei Honigkuchenpferde. Die wollten nicht singen. Aber Du kannst schon mal üben. "Honey Pie, you are driving me crazy. I'm in love, but I'm lazy, so won't you please come home ..." *träller*

Und zur Nervenberuhigung kannst Du ein bisschen Honey Pie, also Honigkuchen, backen. Glaub' mir, Nervennahrung brauchst Du. Und vermutlich nicht nur morgen. Glaub' ich. Wissen tue ich das natürlich nicht *unschuldigguck* Ich geh' dann mal das Becks kalt stellen. Und den Prosecco. Alles wegen die Nerven.

Dieser Kuchen fällt in die Kategorie "Desaster Cooking", allerdings mit Happy End. Es begann damit, dass die Walnüsse, die eigentlich in den Teig sollen, ranzig waren. Ich sollte mir endlich mal angewöhnen, sie im Tiefkühler aufzubewahren. Als ich die Buttermilch öffnete, war sie schwarz. Das ist nicht die natürliche Farbe von Buttermilch. Das weiß sogar ich. Vermutlich war ein winziges Loch im Deckel. Ich hätte noch Buttermilch mit Pfirsich-Aroma, aber passt das zum Honig? Ich sparte mir den Versuch. Aber im Kühlschrank waren noch ein Rest Joghurt und ein Rest Sahne, das müsste gehen. Erstaunlicherweise dachte ich daran, Honig zu kaufen. Schließlich stimmte die Backzeit des Kuchens nicht für meinen Herd. Da ist mittlerweile Nacht war, ließ ich den Kuchen im Ofen auskühlen, schnitt ihn am nächsten Tag probeweise an und gab ihn nochmal in den Ofen - wo ich ihn vergaß. Irgendwann fragte der Gatte, was so gut aus der Küche rieche ... Der Kuchen war sehr braun, aber noch nicht verbrannt, und schmeckte wunderbar karamellig. Nur leider habe ich keine Ahnung, wie lange er eigentlich buk. Verlass' Dich einfach auf Deine Nase. Oder auf die des Gatten.

Honigkuchen

Zutaten für eine 18er Springform:

Für den Teig:
200 ml Mandeln
300 ml Mehl
15 ml brauner Zucker
1/2 TL Zimt, gemahlen
1/4 TL Muskat, gemahlen
125 ml kalte Butter, gewürfelt
2 EL Eiswasser

Für die Füllung:
125 ml brauner Zucker (lasse ich beim nächsten Mal weg, denn der Kuchen ist dadurch sehr süß)
60 ml Mehl (beim nächsten Mahl nehme ich Stärke, schmeckt weniger dominant)
1/4 TL Salz
75 ml geschmolzene Butter
4 Eier
150 ml Honig
75 ml Sahne
75 ml Joghurt mit 01, % Fett (alternativ statt Sahne und Joghurt 150 ml Buttermilch)
1/2 TL gemahlene Vanille

Zubereitung:

Für den Teig Mandeln mahlen und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht gebräunt sind und duften. In eine Schüssel geben und mit Salz, Zimt, Muskat und Zucker vermischen. Butterwürfel einrabeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht. Eiswasser unterarbeiten, bis der Teig geschmeidig, aber fest ist. In Klarsichtfolie einschlagen udn für ca. 30 Minuten kalt stellen.

Für die Füllung Zucker, Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Butter unterschlagen, und dann nach und die die Eier unterschlagen. Honig, die Sahne-Joghurt-Mischung und die Vanille unterarbeiten, bis eine homogene Masse entsteht.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und eine Springform damit auskleiden. Der Rand muss hoch genug für die flüssige Füllung sein. Füllung in die Form geben. Aus dem restlichen Teig Streifen schneiden und als Gitter über die Füllung geben.

Im Backofen bei 200°C (Umluft) zehn Minuten backen, dann weitere 75 Minuten bei 160°C (Umluft) backen, dabei ggf. abdecken, damit die Oberfläche nicht zu braun wird.

Quelle: Homemakers

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:
Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:
Bushcooks Kitchen:
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese

Heike Essen von Au:
Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese