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Montag, 10. Februar 2020

Das zweite #WMDEDGT 2/20-Rezept: Hamburger Labskaus nach Christian Rach

Als ich letztens im Einkaufszentrum in Christian Rach lief, fiel mir ein, dass der Gatte schon lange mal wieder Labskaus essen möchte - in Rachs "Kochgesetzbuch*" ist nämlich ein Rezept für Hamburger Labskaus mit dem von vielen so verpönten Corned Beef aus der Dose.

Labskaus (da es der Teller für den Gatten ist, mit ohne Rollmops).
Hamburger Labskaus nach Christian Rach

Zutaten für 4 - 6 Portionen

600 g mehlig kochende Kartoffeln
750 ml Gemüse-, Rinder- oder Geflügelbrühe
Salz
1 Zwiebel
70 g Butter,
400 g Corned Beef
150 g gekochte Rote Bete
100 g Gewürzgurken
1 Lorbeerblatt (gerne frisch)
1 Nelke
etwa 100 ml Gurkenwasser (Gewürzgurken-Sud)
Pfeffer, gemahlen
Piment, gemahlen

Außerdem
4 - 6 Spiegeleier
4 - 6 Rollmöpse
Gewürzgurken
einige Scheiben gekochte Rote Bete

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, waschen, vierteln und mit 1 Prise Salz in der Brühe weich kochen. Währenddessen die Zwiebel schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen und darin bei mittlerer Temperatur die Zwiebel farblos anschwitzen. Corned Beef in Würfel schneiden und zufügen und kurz mit anschwitzen. Rote Bete und Gewürzgurken würfeln, Lorbeer und Nelke zufügen und etwas Kartoffelbrühe zugießen. Das Ganze bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen, dann Lorbeer und Nelke entfernen.

Die fertig gekochten Kartoffeln abschütten und die Brühe dabei auffangen. Die Kartoffeln mit der Mischung aus Zwiebeln, Corned Beef, Gewürzgurke und Roter Bete mit einem Kartoffelstampfer zu einem nicht zu feinen Mus stampfen. Das Mus mit Gurkenwasser und etwas Kartoffelbrühe zur gewünschten Konsistenz bringen und das Labskaus mit Salz, Pfeffer und etwas gemahlenem Piment abschmecken.

Das Labskaus auf Teller verteilen und jede Portion mit einem Spiegelei und einem Rollmops servieren. Dazu Gewürzgurken und Scheiben von gekochter Roter Bete servieren.

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Donnerstag, 23. Juli 2015

Food Blog Day 2015 in Hamburg

Am vorletzten Sonnabend im Juni war Food Blog Day in Hamburg, organisiert von Burda und Connecting Companies. Mit dem Bericht dazu habe ich mir etwas Zeit gelassen. Zum einen war für mich irgendwie der atmosphärische Wurm drin, zum anderen war zu viel los neben dem Blog.

Kirsteen von Zwilling erklärt geduldig jedem einzeln die richtige Messerschärftechnik.
Zwei Tage vor dem Food Blog Day gab's 'ne Mail, man gehe davon aus, dass alle um 10 Uhr zur ersten Veranstaltung kommen. Da bekäme man dann auch die Tageskarte. Bis dahin wollte ich eigentlich erst eine Veranstaltung um 13 Uhr besuchen, weil ich mir bei solchen Veranstaltungen in der Regel nur die Themen aussuche, die zu mir passen, aber nun gut, trabe ich halt um 10 Uhr an.

Als ich um 10 Uhr ankam in der irrigen Annahme, dass es reicht, um 10 Uhr da zu sein, wenn eine Veranstaltung um 10 Uhr beginnen soll, war schon eine Mega-Hektik. Ich begriff: Ich hätte besser weit vor 10 Uhr da sein sollen.

Frau Herzelieb wetzt das Messer.
Von Veranstalterseite gab's ein atemloses "Herzlich willkommen! Schnell, der Herr Rach will anfangen. Hier dein Namensschild, musste noch was drauf schreiben, Vorname oder Nachname, egal, nur schnell, der Herr Rach will anfangen! Hier das Programm mit den Hashtags, aber schnell, der Herr Rach will anfangen! Ach, die Tageskarte brauchst du auch noch? Okay, hier, aber schnell, der Herr Rach will anfangen!"

Das war sicher alles nett und fröhlich gemeint, aber ich hatte noch nicht genug Kaffee intus, um hektisch zu sein. Für's nächste Mal bin ich vorgewarnt und komme deutlich vor Veranstaltungsbeginn.

Der Gatte am Wetzstahl.
Christian Rach sprach als Testimonial der Aktion "Mission Frische" von Emsa zum Thema "Lebensmittelverschwendung". Das ist ohnehin öfter Thema hier im Blog, deswegen wollte ich ursprünglich nicht zu diesem Vortrag. So gab's dann für mich neben der Erkenntnis, dass das Wissen um Mindesthaltbarkeitsdatum und Co. bei Foodbloggern noch immer erschreckend ausbaufähig ist, wenig Neues.

Zu den Neuigkeiten gehörte für mich die Aussage, dass die Mindesthaltbarkeitsdaten von den Discountern und Lebensmittelmärkten vorgegeben werden. So kommt es laut Rachs Bericht dazu, dass bei einem Joghurthersteller in ein und derselben Abfüllanlage der gleiche Joghurt mit unterschiedlichen Ablaufdaten hergestellt und herausgegeben wird. Stimmt das so, dann treibt das den MHD-Blödsinn nochmal auf die Spitze!

Nach dem Wetzstahl kommt der Schleifstein dran. Herr Vegetarian Diaries und Frau Herzelieb sind voll konzentriert dabei. 
Nach dem Vortrag wollte ich eines meiner Rach-Kochbücher signieren lassen, was nicht ging, denn "Der Herr Rach muss zum nächsten Termin. Der hat keine Zeit. Kommen Sie heute Abend!" Öhm, nöö, abends habe ich was anderes vor. Dann halt nicht. Mein Buch fühlt sich auch ohne Signatur ganz wohl.

Ich rede selten von mangelnder Wertschätzung gegenüber Foodbloggern, aber hier empfand ich das genau so. Ich fühlte mich bei diesem Auftakt wie Klatschvieh und nicht wohl. Ich weiß, ich bin alleine mit dieser Meinung, gibt es doch viele begeisterte Berichte über die Food Blog Days in Hamburg und anderen deutschen Großstädten. Wie gesagt: Für mich war atmosphärisch erst mal der Wurm drin. Sei's drum.

Der Gatte am Schleifstein.
Nach diesem hektischen Beginn war ich mau, ging erstmal frustshoppen im Asia-Markt und fuhr wieder nach Hause, um in Ruhe zu frühstücken Mein Tiefkühler ist jetzt gut gefüllt mit Edamame, Algen und Reispapier. Außerdem wollten noch Farnnudeln mit, warum auch immer. Kann mir zufällig jemand sagen, was ich mit den Dingern mache?!

Der Gatte freute sich auf den abendlichen Messerschleifkurs bei Zwilling, so dass ich ihm zuliebe wieder mit in die Stadt fuhr. Alleine hätte er sich nicht getraut, schon gar nicht, als er erfuhr, dass unter den Teilnehmerinnen tatsächlich Fans der Rubrik "Szenen einer Ehe" waren. Der Gatte ist doch so schrecklich schüchtern, und die Freude angesichts seiner leibhaftigen Präsenz fand er schlichtweg spooky.

Der Gatte hat ein neues Hobby und will einen Schleifstein. Wie gut, das bald Geburtstag ist.
Der Workshop unter Leitung von Kirsteen war sehr gut und effektiv, genau das, was sich der Gatte wünschte. Wir lernten das Messerschärfen mit Hilfe von Wetzsteinen und -stäben.

Herzlichen Dank an Kirsteen und Zwilling für den tollen Workshop, an Christian Rach für seinen inspirierenden Vortrag sowie an Burda und Connecting Companies für die tolle Organisation der Food Blog Days! Von dem in meinem Fall etwas unglücklichen Beginn abgesehen, war die Veranstaltung nämlich wirklich perfekt organisiert.

Sicher ist: Es wird im nächsten Jahr eine Wiederholung geben. Mal schauen, ob ich mich dann wieder akkreditiere. Auf jeden Fall bin ich schon vorgewarnt, dass es hektisch wird und zu signierende Kochbücher besser zu Hause bleiben.

Freitag, 5. Dezember 2014

Freitags-Freude: Besuch im Slowman

Schon lange wollte ich mal ins Slowman im Chilehaus. Als jüngst ein Lokal gesucht wurde, das sowohl von der Messe als auch von meinem Büro gut erreichbar ist und zudem in der Nähe des Hauptbahnhofes liegt, war es endlich soweit.

Ich hatte sicherheitshalber einen Tisch reserviert, was früh am Abend unter der Woche nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Uns war schon bei der Wahl des Restaurants klar, dass wir das vegetarische Menü wählen würden. Alternativ gibt es eine kleine Abendkarte.

Das Lokal entstand im Frühjahr 2010 während der Dreharbeiten zur ersten Staffel der Dokutainmentsendung "Rachs Restaurantschule". Ich habe die Sendung damals  hauptsächlich wegen der Bilder aus der ehemaligen "Weinhexe" gesehen, denn in diesen Räumlichkeiten entstand während der Sendung das "Slowman" - die Architektur des Chilehauses finde ich immer wieder faszinierend, und so wird jede gelegenheit genutzt, hinter die Mauern zu blicken.

Auf den Tisch kam

Franks Sushi (vegetarisch),Cappuccino von der „Taste Wonder“-Tomate mit altem Parmesan, Basilikumcroutons und Kalamata-Olivenöl
Vorspeise von hinten: Franks Sushi (vegetarisch),Cappuccino von der „Taste Wonder“-Tomate mit altem Parmesan, Basilikumcroutons und Kalamata-Olivenöl.

Vorspeise von oben: Franks Sushi (vegetarisch),Cappuccino von der „Taste Wonder“-Tomate mit altem Parmesan, Basilikumcroutons und Kalamata-Olivenöl.
Hausgemachte Ravioli mit Frischkäse-Minz-Füllung, Erbsen und Zitronen-Crème fraîche (eigentlich ein Zwischengang, aber ich konnte ihn als Hauptgang bestellen) 
Hausgemachte Ravioli mit Frischkäse-Minz-Füllung, Erbsen und Zitronen-Crème fraîche.
Meine Begleitung wählte im Ganzen geschmorte Rodelika-Wurzel mit feinem Spitzkohlgemüse, neuen Kartoffeln und Kräuterquark, wovon es kein Foto gibt.

Franks Bass Line: Weiße Schokoladenmousse, Slowmans Schokolade, hausgemachtes Joghurt-Baumkucheneis, Minzluft, Zwetschgen und Hippe (in Gitarrenform!)
Franks Bass Line: Weiße Schokoladenmousse, Slowmans Schokolade, hausgemachtes Joghurt-Baumkucheneis, Minzluft, Zwetschgen und Hippe.
Franks Bass Line: Weiße Schokoladenmousse, Slowmans Schokolade, hausgemachtes Joghurt-Baumkucheneis, Minzluft, Zwetschgen und Hippe.
In Glas kam der 2011er Riesling Purist von Eser*.

Kompliment übrigens an den Service: Die Kellnerin wusste, dass ein Zug erreicht werden musste und sorgte charmant dafür, dass wir ihn über essen, trinken, reden nicht verpassten. Ich komme gerne wieder!

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Montag, 5. April 2010

Küchenhelfer: Rabbit Jelly Mould – Hasen-Puddingform mit Himbeer-Wackelpeter

Welches Datum eignet sich besser zur Vorstellung dieses Küchenhelfers als Ostern? Wir haben die Puddingform, die Rabbit Jelly Mould, aus dem letzten London-Urlaub mitgebracht. Sie fasst laut Hersteller einen Pint, also 0,568 Liter, nimmt aber randgefüllt auch einen knappen Liter auf, und hat ihr Zuhause an der rechten Ecke des Coca-Cola-Blechschilds in unserer Küche.

Um die Jelly Mould standesgemäß einzuweihen, habe ich tatsächlich mal Wackelpeter (Götterspeise, Wackelpudding) selbst hergestellt, nach einem Rezept aus dem Kochgesetzbuch von Christian Rach und Susanne Walter (edel Edition, Hamburg 2008).

Himbeer-Wackelpeter

Zutaten für ca. 900 ml:
500 ml Wasser
750 g TK-Himbeeren
250 g Zucker
Saft von 1 Zitrone
12 Blatt Gelatine

Zubereitung:

Wasser, Himbeeren, Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Dann den Topf vom Herd ziehen und die Mischung 15 Minuten ziehen lassen.

Küchensieb in eine Schüssel hängen und mit einem Handtuch ausschlagen. Die Himbeeren in das Sieb geben und mindestens 15 Minuten abtropfen lassen. Dann das Handtuch über den Himbeeren zusammendrehen und mit leichtem Druck zusätzlich den Saft aus den Früchten pressen – da machte sich das regelmäßige Bizepstraining von Herrn Kaoskoch bezahlt. Das Foto des Geleehasen zeigt, dass die eine oder andere Himbeere allerdings einen erfolgreichen Fluchtversuch unternahm.

Gelatine in Wasser einweichen und auspressen. Etwas Himbeersaft erwärmen und die Gelatine daran auflösen. Dann teelöffelweise kalten Himbeersaft dazu geben zum Temperaturausgleich und die Gelatine in den restlichen Himbeersaft einrühren.

Himbeersaft in die kalt ausgespülte Jelly Mould gießen und 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen (bei der Aufteilung auf kleinere Förmchen reicht eine Kühlzeit von ca. 4 Stunden). Kurz vor dem Verzehr die Form in heißes Wasser eintauchen, dabei darauf achten, dass kein Wasser in die Form kommt. Die Form auf eine Kuchenplatte stürzen.

Der Hase löst sich relativ schlecht, man muss am Rand vorsichtig ein bisschen ruckeln, manchmal das Gelee auch mit dem Messer vorsichtig vom Rand lösen. Bislang kam aber noch jeder Hase heil aus der Form.

Zum Himbeer-Wackelpeter passt natürlich eine Vanillesauce – die kam in diesem Fall, ich gestehe, aus dem Tetrapack. Zum Ausgleich gibt es noch ein Foto von einem Vanillepuddinghasen auf selbstgemachter Erdbeersauce, die vom letzten Sommer noch im TK schlummerte.