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Dienstag, 22. August 2017

Melonen-Couscous mit Tomaten und Schafskäse nach Betty Bossi

Betty Bossi ist eine fiktive Köchin, die Unilever einst erfand, um den butterverwöhnten Schweizern die Verwendung von Margarine nahezulegen. Nun gehöre ich zu den Menschen, die Kühen eher vertrauen als Chemikern und verwende hartnäckig Butter, aber Betty-Bossi-Rezepte koche ich trotzdem gerne nach.

Melonen-Couscous mit Tomaten und Schafskäse
In diesem Rezept wird Couscous nicht wie üblich mit heißem Wasser zubereiten, sondern quillt im Melonenpüree. Davon aber ich gleich mehr zubereitet, um mir den Rest als Getränk mit ins Büro zu nehmen - ich trinke Melone nun mal lieber, als dass ich sie esse.

Im Original wird der Salat nur mit einer Melonensorte zubereitet. Ich hatte zwei da, Wasser- und Cantaloupe-Melone, und kann die Kombi sehr empfehlen. Außerdem nahm ich Limette statt Zitrone - uns waren die Zitronen ausgegangen.

Melonen-Couscous mit Tomaten und Schafskäse 

Zutaten für 4 Portionen:
50 g Couscous
500 ml Wassermelonenpüree
1/2 Cantaloupe-Melone, entkernt und gewürfelt
1 Limette
Salz
Pfeffer
250 g kleine Tomaten, geviertelt
1 EL Olivenöl
1 EL Pfefferminze, fein geschnitten
200 g Schafskäse, zerbröckelt

Zubereitung:

Limette heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale abreiben, den Saft auspressen und beides zum Wassermelonenpüree geben.

Couscous und Wassermelonenpüree in eine Schüssel geben. Zugedeckt mindestens 20 Minuten quellen lassen, mit einer Gabel lockern, mit Salz und Pfeffer würzen.

Cantaloupe-Melone mit Tomaten, Öl und Pfefferminze mischen, würzen, mit dem Melonen-Couscous auf einer Platte anrichten. Den Schafskäse darauf verteilen.

Quelle: Betty Bossi

Montag, 25. Juli 2011

Nachgemacht: Erdbeerzucker mit Fliederbeerblütennote

Im Sommer sind Erdbeeren mein liebstes Büro-Essen, gerne mit Joghurt oder Quark und Fliederbeerblütensirup oder auch nur mit Fliederbeerblütensirup parfümiert. Nach diesem Ereignis konnte ich aber das eigens für den nächsten Tag gekaufte Kilo merkwürdigerweise nicht essen. Also mussten andere Verwertungsmöglichkeiten gefunden werden. Auf meiner Nachkochliste stand Erdbeerzucker von Widmatt. Da meine Erdbeeren schon geputzt und parfümiert waren, weil ich dachte, ich würde sie im Laufe des Tages essen, hat mein Erdbeerzucker jetzt eine leichte Fliederbeerblütennote.

Genau wie Irene nahm ich 100 g Erdbeeren und 500 g weißen Zucker (Kristallzucker). Die Erdbeeren pürieren und durchs Sieb streichen. Das musste ich zwei Mal machen, weil ich Doof das Rezept mal wieder nur halb las und dachte, die pürierten Erdbeeren sollten durchs Handtuch laufen. Nein. Sie sollen durch's Sieb passiert werden. Aber krichma Erdbeern vom Küchenhandtuch zurück ins Sieb ... Also noch mal 100 g pürieren und von vorne anfangen ...

Erdbeeren sorgfältig mit dem Zucker vermischen. Einen Bogen Backpapier auf das Ofenrost legen und die Zuckermischung so dünn wie möglich darauf verstreichen. Bei 75 Grad Umluft und leicht geöffneter Ofentür ca. sechs Stunden lang trocknen, dabei gelegentlich aufbrechen und wenden, damit er gleichmäßiger trocknet.
Den getrockneten und ausgekühlten Zucker portionsweise in der Moulinette mahlen oder im Mörser zerstampfen.
Zum Aufbewahren in ein sauberes, trockenes Schraubglas geben und zum Verschenken portionsweise in kleine Schraubgläser füllen.

Der Zucker riecht wunderbar erdbeerig und schmeckt auch danach. Ich habe ihn sofort in heißer Milch probiert - schmeckte wie früher Erdbeer-Kaba, nur wurde die Milch nicht knallig-rosa. Der Zucker passt wunderbar zu Milchreis, Joghurt, Quark, Pfannekuchen ... Und diese Farbe erst - wunderbar! Kennt noch jemand da draußen das alte Berry-Eis? Das hatte doch die gleiche Farbe, nich?

Sonntag, 24. April 2011

Ostern 2011: Trilogie von der Gelben Wurzel

Geele Wotteln, also Gelbe Wurzeln oder schlicht Wurzeln, sind in Norddeutschland das, was anderswo Möhren oder Karotten sind

Dieser Gang unseres vorösterlichen Menüs wurde eine Trilogie, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Ich wollte ein Sorbet, das klassisch zwischen Fisch- und Fleischgang gehört, aber keinen Fleischgang. Ich wollte eine Wurzelessenz wegen der Farbe. Durch ein wenig kulinarische Blödelei kam dann auch noch das Stroh dazu, und virtuell wurde auch die Anrichteweise samt Geschirr festgelegt. Ursprünglich sollte es eine Klare Rinderbrühe geben, aber da wir in der letzten Woche anders kochten als geplant, hatten wir knapp 2 kg Wurzeln übrig.

Der Sorbet-Tipp kam von Frau Kochschlampe. Es ist ziemlich süß, dämpfte die sehr scharfe Suppe dadurch etwas, gibt aber auch ein gutes Dessert samt – samt der Sauce, die ebenfalls eher süß als würzig ist. Das Original-Rezept Rüebli-Sorbet mit Basilikumcreme ist von Betty Bossi. Ich hatte aber die Einkäufe schon abgeschlossen, als der Tipp kam, und wollte mich nicht noch mal für Basilikum ins Getümmel stürzen. Kerbel wächst auf dem Balkon, ist feiner im Geschmack und passte gut. Die Sorbetmenge habe ich halbiert, die der Creme gleich gelassen, damit die auch noch zum Fisch genommen werde konnte.   

Scharfe Wurzel-Essenz

Zutaten für etwa 4 Portionen (ca. 200 ml):
6 Wurzeln
500 ml Gemüsefond
100 ml Wurzelsaft
100 ml Orangensaft
Ingwer, frisch
Orangenpfeffer
Salz
Cayennepfeffer

Zubereitung:
Die Wurzeln putzen, schälen, raspeln und in einen Topf geben. Gemüsefond und Säfte dazu geben. Aufkochen lassen. Mit frisch geriebenem Ingwer und Gewürzen vorsichtig abschmecken – durch die lange Kochzeit wird das Ergebnis unter Umständen schärfer, als man möchte. Dann die Suppe etwa drei Stunden auf kleiner Flamme köchlen lassen. Abschmecken, ggf. nachwürzen, durch ein Haarsieb gießen und in kleinen Tassen servieren. 

Wurzelsorbet mit Kerbelcreme

Zutaten für 4 Portionen:
Für das Sorbet:
250 ml Wurzelsaft (im Original 500 ml)
75 g brauner Zucker (im Original 150 g Zucker)
1/2 unbehandelte Zitrone (im Original 1 unbehandelte Zitrone)
1 Eiweiß
1 Prise Salz
1 EL Zucker

Für die Creme:
100 ml Sahne
½ EL Kristallzucker
1 TL Stärke
1 TL Olivenöl
2 EL Kerbelblätter

Wurzelsaft und Zucker unter gelegentlichem Rühren aufkochen, dann bei reduzierter Hitze ca. zwei Minuten köcheln lassen. In eine Edelstahlschüssel füllen und abkühlen lassen.

Von der Zitrone die Schale abreiben, dann 1TL Saft auspressen. Schale und Saft in die Saft-Zucker-Mischung geben, verrühren und alles ca. 1 Stunde gefrieren lassen. Herausnehmen und mit einem Schneebesen gut durchrühren. Das geht Ostern umso besser, wenn man einen Hasen-Schneebesen nimmt ;o)

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen, dann den Zucker dazu geben und solange schlagen, bis die Masse glänzt. Sorgfältig und die Wurzelmasse ziehen und ca. 3 Stunden gefrieren (je nach Leistung des Tiefkühlers kann’s auch länger dauern). Stündlich durchrühren. Etwa eine Stunde vor dem Servieren kurz antauen lassen und im Mixer geschmeidig rühren, dann noch mal ca. eine Stunde gefrieren, bis das Sorbet wieder formbar ist.

Für die Sauce Sahne, Zucker und Stärke miteinander verrühren, aufkochen und abkühlen lassen. Das Olivenöl einrühren. Die Hälfte der Kerbelblätter in feine Streifen schneiden und einrühren.

Sauce auf  Teller geben. Aus dem Sorbet Kugeln formen, auf die Creme geben, mit den restlichen Kerbelblättern verzieren und sofort servieren.

Wurzelstroh

Zutaten für 4 Portionen:
2 Wurzeln
Mehl
Öl zum Frittieren
Salz

Zubereitung:
Wurzeln putzen und schälen, dann mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. In Mehl wälzen, in Öl frittieren und kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Vor dem Servieren salzen – bei uns gab’s Blue Persian Salt, blaues persisches Steinsalz, ein Geschenk von bushcook. Ich finde, es schmeckt leicht süßlich und mag es gerne zu Wurzeln oder auf Butterbrot. Und kommt mir jetzt bloß nicht damit, dass Salz gleich Salz ist ;o) Besonders süß schmeckt das Blue Persian Salt übrigens, wenn man es frühmorgens im Tran mit Mango-Ingwer-Zucker verwechselt … Was müssen sich die Mühlen auch so gleichen …

Freitag, 22. April 2011

Ostern 2011: Kleines vorösterliches Vier-Gang-Menü

Dieses Jahr habe ich nach langer Zeit mal wieder Ostern frei. Vier ganze arbeitsfreie Tage und Zeit zum Kochen - ein Traum! Da ich beim Probekochen für unser nächstes Kochtreffen bin, fiel das Karfreitagsessen etwas üppiger aus als ursprünglich geplant. Gänzlich unbescheiden finde ich, dass sich so langsam die ganzen Kochkurse und Kochtreffen bemerkbar machen: Meine Teller sehen nicht mehr so oft aus wie Alien Teil 3 ;o) Ein dickes Dankeschön an die, die mir diesmal beim Zusammenstellen geholfen haben und Anrichtetipps gaben.

Aber Fisch filetieren kann ich immer noch nicht, und wie man den ganzen Fisch unfallfrei aus dem Salzbett bekommt, ist mir auch ein Rätsel ... Na ja, der nächste Kochclub für Ambitionierte wird Abhilfe schaffen, da bin ich sicher.

Die Rezepte für das heutige Menü kommen in den nächsten Tagen.

Bärlauchtascherl mit Schmelzparadeiser nach Joachim Gradwohl

Trilogie von der Gelben Wurzel: Scharfe Essenz, Sorbet mit Kerbelsauce nach Betty Bossi und Stroh

Lachsforelle im Salzbett mit Grappa-Erdäpfeln nach Karl und Rudi Obauer
Mohr im weißen Hemd à la Meinl im Graben nach Joachim Gradwohl
Morgen gibt's die Reste ... Falls also jemand in der Nähe ist ;o)