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Montag, 3. Juli 2017

Thisted Bryghus: Jack & Beer

Bourbon ist normalerweise nicht meins, und Jack Daniels mag ich auch nicht. Das ist ausgesprochen praktisch, denn so vergreift sich der Gatte nicht an meinem Scotch, und ich lasse seinen Bourbon in Ruhe. In diesem Bier lasse ich mir den Bourbon aber durchaus gefallen. Dafür schmeckt es dem Gatten nicht. Irgendwas ist ja immer.

Jack & Beer aus dem Thisted Bryghus. 
Jack & Beer kommt aus dem Thisted Bryghus, wird mit Bourbon gebraut und drei Monate im Eichenfass ausgebaut, so dass es auch Aromen von Eiche und Holz aufnimmt, für mich aber nicht so unangenehm schmeckt wie im Barrique ausgebauter Wein (den ich gar nicht mag).

Es schmeckt fruchtig-süß, nach Karamell und Hopfen, leicht nach Schokolade. Für mich könnte es einen Hauch mehr Süße vertragen.

Donnerstag, 3. November 2016

Amerika trifft Hessen: Bourbon-Ebbelwoi-Cocktail

Jetzt im Herbst ist dies ein schöner leichter Cocktail (und für mich eine Gelegenheit, Bourbon zu trinken, denn normalerweise mag ich lieber Scotch).

Bourbon-Ebbelwoi-Cocktail.
Bourbon-Ebbelwoi-Cocktail

Zutaten für 1 Portion:

60 ml gekühlten Ebbelwoi oder Cider (hier bevorzugt: Elbler, wenn gerade kein Ebbelwoi zur Hand ist)
30 ml Bourbon (hier: Jack Daniels)
60 ml Ginger Ale (hier: Thomas Henry)
Apfelscheiben zum Garnieren
Eiswürfel / Crushed Ice

Zubereitung:

Ebbelwoi und Bourbon in einen mit Eis gefüllten Cocktailshaker geben und schütteln, bis die Mischung gut gekühlt ist. Die Mischung in ein mit Eis gefülltes Glas geben und mit Ginger Ale auffüllen. Vorsichtig umrühren. Mit einer Apfelscheibe garnieren.

Für die Zubereitung mehrerer Portionen Ebbelwoi und Bourbon in einen Krug geben und vor dem Shaken mindestens eine Stunde kühl stellen.

Quelle: Creative Culinary

Samstag, 7. Februar 2015

Rückblick: Wochenplan in KW 5 und 6 - Haggis und ein Aufruf gegen Lebensmittelabfälle

Frau SchokoladenFee erarbeitet zu Studienzwecken gerade eine App zum Thema Lebensmittelverschwendung, und da unser Wochenplan ja eine Möglichkeit ist, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, trommle ich doch gerne für ihre Aktion. Hier informiert sie ausführlich darüber, und hier ist der Fragebogen zur Aktion.

Die zurückliegende Woche war durch Vertretungsdienst geprägt. Ich hatte Spätdienst, also gab's Gerichte, die schnell gehen. Zudem leidet der Gatte immer noch unter krankheitsbedingter Appetitlosigkeit, also darf er den Speiseplan bestimmen, denn ich bin froh, wenn er überhaupt was isst.

Unser Plan für die KW 6 sah vor:

Sonnabend: Brotfrikadellen und Blumenkohl. Es wurde ein Brot-Blumenkohl-Auflauf.

Sonntag: Knipp und Bratkartoffeln. Es gab nochmal den Auflauf.

Montag: Hühnerfrikassee.

Dienstag: Aus den Spaghetti Bolognese wurden Pellkartoffeln mit Quark.

Mittwoch: Aus "Vermutlich wie Dienstag, hängt von der Abendgestaltung ab" wurden die für Dienstag geplanten Spaghetti Bolognese.

Donnerstag: Da es die Pellkartoffeln mit Quark oder Grüner Sauce schon am Dienstag gab, aß der Gatte nochmal Spaghetti Bolognese. Für mich gab's israelische Köstlichkeiten - Fremdessen im Leonar vor dem Theater.

Freitag: Burger, hausgemacht.

In der KW 5 war das jährliche Haggis-Essen angesagt. Aber erst gab's am Sonnabend die Reste vom Freitagshuhn, in der Pfanne aufgebraten.

Sonntag war ich dann mit lieben Menschen im Gasthof Möhrchen zu Gast, wo Oliver Trific für das traditionelle Burns Supper Zuflucht fand - sein Restaurant an der Holzbrücke ist ja noch nicht fertig.

Hier ein paar Impressionen:

Die Musiker machen sich schon bereit für den Haggis.
Aber erst kommt die Vorspeise: Zitroniger Lachs auf Rote-Bete-Creme mit Wachtelei und Rote-Bete-Chips.
Der Haggis kommt.
Da liegt der Haggis und wartet auf sein Schicksal.
Address to the Haggis.
Gleich geht's dem Haggis an den Kragen: "His knife see rustic Labour dight ..."*
"... An cut you up wi ready slight, Trenching your gushing entrails bright, Like onie ditch ..."*
" ... And then, O what a glorious sight, Warm-reekin, rich!"*
Der Haggis wäre dann so weit. 
Haggis, Neeps und Tatties. 
Korinthenküchlein mit Stilton.
Kein Haggis ohne Whisky.
Der Abend war wieder zauberhaft!

Montag gab's Hähnchenbrustfilets mit Za'atar und Tahini - Filets hat der Bürschlachter zum Glück auch ohne Vorbestellung da.

Dienstag sollte es eigentlich gefüllte Pfannkuchen geben, aber der Gatte bereitete den für Mittwoch geplanten Schichtkohl vor. Der reichte locker für zwei Tage.

Donnerstag gab's Blumenkohlsalat.

Freitag wollten wir eigentlich ausgehen und fremdessen, aber unsere Verabredung sagte ab. Der Gatte hatte eine anstrengende Woche hinter sich, ich vertrat seit Mittwoch mal wieder Kollegin II und war ebenfalls durch, also fielen wir ins Bett. Später gab's dann ein paar Nudeln.

*Quelle der Burns-Zitate

Affiliate Links zum Whisky Flight des Burns Supper

Donnerstag, 30. Januar 2014

In Hamburg um die Welt: Schottland - Annual Burns Supper im trific

Wir reisen in Hamburg kulinarisch
um die Welt.
Wieder mal das trific.

Wieder mal ein Burns Supper.

Wieder mal war's sehr fein.

Und da der 25. Januar endlich mal auf einen Sonnabend fiel, konnte ich sogar den einen oder anderen Whisky probieren.

Das heißt, wir nahmen sogar den kompletten Whisky-Flight, teilten aber schwesterlich, damit wir es noch nach Hause schafften (wobei der Nachbartisch anbot, uns zum Bus zu rollen, aber ich glaube, das hätten die nicht wirklich wollen gewollt).

Dieses Jahr gab es

Scoth Egg

Scoth Egg.
Haggis, Neeps and Tatties

Haggis, Neeps and Tatties.
Gedämpfter Pudding mit Drambuie-Parfait und Butterscotch-Sauce

Gedämpfter Pudding mit Drambuie-Parfait und Butterscotch-Sauce.
Für die Unterhaltung sorgten auch dieses Jahre wieder Axel Bogdan und Hannah Rautmann, diesmal unterstützt von Matthias Koitzsch.

Ausschnitt des Whisky-Flights.
Bei den Whiskys fand ich es erstaunlich, wie sehr sich mein Geschmack seit dem ersten Tasting in Dänemark im September entwickelte. Ich mag inzwischen Whiskys, von denen ich früher nie gedacht hätte, dass sie mir schmecken würden.

Whisky-Fight beim Whisky-Flight.
Nach getrennten Weinregalen haben der Gatte und ich nun auch getrennte Whisk(e)y-Regale. Die eine oder andere Flasche aus dem Whisky-Flight kommt sicher auf meinen Geburtstagswunschzettel.

Und da nächstes Jahr das Burns Supper auf einem Sonntag ist, werde ich sicherheitshalber für den nächsten Tag schon mal Urlaub einreichen. Besser ist das.

NachLitauenSpanien,Vietnam und Australienging's diesmal nach Schottland.

Montag, 25. November 2013

Glenmorangie Signet Masterclass im IndoChine in Hamburg oder: Whiskytechnisch von Null auf Hundert

Men in Black mit Bobby Burns, einem Cocktail mit
Glenmorangie Signet, Wermuth und Benedictine.
Whisk(e)y, in Form von Bourbon, war lange Zeit das Getränk des Gatten, und ich glaube, im Nachhinein betrachtet, war er ganz froh darüber, hatte er doch was Eigenes, ein alkoholisches Jodeldiplom, sozusagen.

Ich trank Whisky nur theoretisch, las viel über Destillen und die Herstellungsprozesse. Wenn ich mal was verkostete, traf es nicht meinen Geschmack.

Der Gatte bevorzugt süße Sorten. Seine Mutter toppt das Ganze noch. Sie trinkt Whiskey mit Gingerale. Also echt! Wenn ich Gummibärchen trinken will, hole ich mir 'ne Brause.

Hauptgebäude der Glenmorangie Distillery in Tain
 (Foto-Copyright Stefan Meyer).
Dann kam die erste Burns Night im Trific, zu dem eine Whiskybegleitung angeboten wurde. Probiert hätte ich gerne, aber ersten war ich mit dem Auto unterwegs und zweitens musste ich am nächsten Tag arbeiten. Aber ich war angefixt. Beim Tasting von Stauning Whisky wuchs mein Interesse.

Anfang des Monates flatterte eine stylische Einladung von Glenmorangie im IndoChine ins Haus mit der freundlichen Frage, ob ich nach dem Tasting in Dänemark Lust hätte, herauszufinden, ob das vielleicht doch klappt mit mir und dem Single Malt.

Ich sagte gerne zu.

Die über fünf Meter hohen Brennblasen.
(Foto-Copyreight: Hajotthu).
Wobei: Ich bin nicht diejenige, die vom Single Malt überzeugt werden muss, sofern er nicht zu rauchig schmeckt - das ist der Gatte. Der verzog dann auch nur die Schnute, als ich ihn fragte, ob er mich begleiten möchte. Sein Pech - er verpasste einen schönen Abend mit einem Scotch, der ihm sicher geschmeckt hätte!

Glenmorangie ist der bekannteste (und beliebteste) Malt aus den schottischen Northern Highlands. Malts aus den Northern Highlands sind vergleichsweise kräftig mit komplexen Aromen.

Glenmorangie wird in Tain gebrannt, wo schon um 1700 Whisky gebrannt wurde. 1843 wurde dann die Glenmorangie Distillery gegründet. Eine Besonderheit der Destille sind die über fünf Meter hohen Brennblasen, die höchsten der schottischen Brennereien. Sie sollen den Whisky besonders mild machen. Zudem ist der Whisky nur wenig getorft. Eine weitere Besonderheit ist, dass exakt 16 Menschen, die 16 Men of Tain, in der Brennerei beschäftigt sein sollen (im Gesamtbetrieb arbeiten inzwischen aber mehr Angestellte).

Erwartungsvolle Spannung zu Beginn des Tastings.
Seit 2004 befindet sich Glenmorangie im Besitz der Gruppe Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH). Drei Jahre später wurde die Produktpalette umgestellt, wurden die Namen phantasievoller. 2008 wurde erstmals der Signet aufgelegt, den wir an diesem Abend verkosten sollten.

Nach dem Empfang in der Bar ging es eine Treppe hoch in einen abgedunkelten, schwarz dekorierten Raum mit silbernen Clochen, Kerzenleuchtern, rustikalem Gestühl und Besteck. Edgar Allen Poe hätte sich wohlgefühlt.

Nach einer kurzen Einführung, in der uns u.a. die Geschichte der Brennerei und die Bedeutung des Cadboll Stones als Signet erläutert wurde, durften wir die Clochen lüften. Die, die zum ersten Mal an der Masterclass teilnahmen, erlebten eine Überraschung.

Clochen, Nosing-Gläser mit Wasserkaraffen und gebrannte Gerste als Tischdeko.
Unter der Cloche verbarg sich ein Funkkopfhörer. 
Das Tasting erfolgt nämlich über die Ohren. Ungefähr sieben Minuten lang hören wir einen englischen Text voller PR-Lyrik, der uns sagt, wie der Whisky verkostet wird. Besonders spannend war für mich, wie viel Wasser ein Glenmorangie verträgt. Wäre ich nicht nachdrücklich aufgefordert worden, noch mehr Wasser ins Glas zu gießen, ich hätte es mich nicht getraut.

Glenmorangie Signet verträgt verträgt viel Wasser. Dabei treten immer wieder andere der über 140 Aromen zu Tage.
Nach der Verkostung ging es in der Bar des IndoChine weiter mit Foodpairing - oder anders gesagt: Es gab was zu essen, nämlich ein Flying Fingerfood Buffet im euroasiatischen Crossover.

Charmant serviert: Wachtelkeule im Teigkörbchen. 
Bevor es an die Häppchen ging, wartete noch eine Tasting-Aufgabe auf uns. Grundlage des Glenmorangie Signet ist Gerste, die bei über 400°C geröstet wird ("Roasted Chocolate Barley Malt"). Sie ist fast schwarz (ich dachte erst, es lägen Kaffeebohnen auf dem Tisch). Daher erkundeten wir einen Teil der Aromen, in dem wir Schokolollies erst in Whisky, dann in eine Zimt-Ingwer-Mischung oder eine Kakao-Kaffee-Mischung dippten und lutschten. Orangenschale diente zum Neutralisieren.

In der Mitte Whisky, dazu Schokolollies, eine Zimt-Ingwer-Mischung, eine Kakao-Kaffee-Mischung und Orangenschale. 
Whiskytasting mit Schokolollies.
Dann kamen das Flying Fingerfood-Büfett und Whiskycocktails.

Hähnchenleber. 
Blackened Tuna auf Blini.
Ente mit Sojasauce und Nudeln.
Ente mit Maronen.
Dessertauswahl: Kaffee-Crème brûlée, Mousse au chocolat und Himbeerpralinen. 
Cocktails.
Die Gerichte griffen die Aromen des Whiskys wunderbar auf. Von den Cocktails gefiel mir besonders Bobby Burns, aber ich bin sicher, dass ich im Sommer den einen oder anderen Padovani (Scotch mit Holunderblütenlikör) trinken werde. Und ich weiß, dass ein Glenmorangie auf meinem Weihnachtswunschzettel landen wird.

Herzlichen Dank an Glenmorangie für den schönen und inspirierenden Abend!

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