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Montag, 3. Oktober 2016

Restaurant Pizzeria Massimo in Inzell

Der Gatte liebt Holzofenpizza und findet, es gibt viel zu wenig Möglichkeiten in unserer Nähe, eine gute zu essen. So mussten wir in Inzell natürlich zu Massimo, eines der ältesten italienischen Restaurants in der Region. Das Lokal fand sich ebenfalls unter den Tipps unserer Gastgeber.

Wir waren an einem Sonnabend da und kamen so in den Genuss der hausgemachten Antipasti. Die gibt es nämlich nur von Freitag bis Sonntag.

Eine kleine Antipasti-Portion für zwei.
Ich habe selten so gute Antipasti gegessen. Die waren auf den Punkt gewürzt, nicht zu ölig, genau richtig gegart ... Wir wussten da noch nicht, dass wir unseren Urlaub abbrechen müssen und wollten in der kommenden Woche wiederkommen, nur für Antipasti und Rotwein.

Das Lokal war gut besucht - wir hatten Glück, ohne Reservierung noch zwei Plätze zu bekommen - und während wir auf unser Essen warteten, sah ich einige Köstlichkeiten an mir vorbei schweben, da wir direkt am Pass saßen.

Pizza Genovese: Vegetarisch für mich.
Während des Studiums der Pizzakarte hatten wir schon überlegt, ob wir vielleicht lieber die kleinere Version nehmen sollten, entschieden uns aber dagegen. Nun ja, ich hätte ich mich vielleicht daran erinnern sollen, dass wir schon mit der kleinen Pizza vom Pizzadienst mächtig kämpfen, und bei Massimo ist selbst die kleine Pizza größer als die vom Pizzadienst.

Irgendwann sagte ich zum Gatten: "Wenn das, was die da die ganze Zeit raus tragen, die Standrad-Pizza ist, haben wir ein Problem." Der Gatte folgte meinem Blick, erbleichte und verstummte. Er nahm erst wieder Farbe an, als er realisierte, dass der freundliche Service Kartons zum Mitnehmen bereit hielt.

Pizza Capricciosa für den Gatten. Dazu gab's noch Chili-Öl zum Selberwürzen.
Was soll ich sagen? Die Pizza schmeckt auch am nächsten Abend kalt ...

Dieser Beitrag geht zu Nähfroschs Urlaubslinkparty und zu Zwergstückes Montagsfreuden.

Montag, 15. August 2016

Das erste #12von12-im-August-2016-Rezept: Infused Water mit Pfirsich, Limette und Fliederbeerblüte

Eigentlich wollte ich mir letzten Freitag ja was mit Wassermelone machen, aber als ich die zerteilen wollte, sah ich, dass sie zwei Druckstellen hatte, die ich beim Kauf nicht bemerkte (oder die sie beim Heimtransport bekam), an denen sie schimmelte. Doof das, denn so fielen Mittagessen und Infused Water weg.

Infused Water mit Pfirsich, Limette und Fliederbeerblüte.
Zum Mittagessen gab's zwei Joghurts, und ins Aroma-Wasser kam Pfirsich - der war noch da.

Infused Water mit Pfirsich, Limette und Fliederbeerblüte.
Zum Hype um das Infused Water habe ich hier was geschrieben. Bei diesem Rezept verspricht der Rosmarin Muskelentspannung und -regeneration, was Erinnerungsvermögen und Konzentration verbessern soll. Das kann ich grundverpeiltes Frettchen immer gut gebrauchen.

Zutaten.
Pfirsiche sollen ohnehin ein wahres Detox-Wunder sein, weil sie die Vitamine A, B1, B2 und C sowie Phosphor, Kalium und Eisen enthalten. Sie wirken entschlackend und harntreibend (nun ja, wenn man zwei Liter und mehr Wasser trinkt, muss das zwangsläufig wieder raus ...). Leider kann ich roh nicht zu viele davon essen, weil ich eigentlich dagegen allergisch bin (dieses Aroma-Wasser muss ich also auch mit Vorsicht trinken). Die Limette kann sicher auch mehr als gut schmecken.

Dieser Beitrag nimmt teil an der Linkparty "Montagsfreuden" bei Zwergstücke.

Infused Water mit Pfirsich, Limette und Fliederbeerblüte

Zutaten für 2 Liter:

1 Pfirsich
2 Zweige Rosmarin
1 Limette
2 - 4 EL Fliederbeerblütensirup

Zubereitung:

Pfirsich und Limette heiß abwaschen. Pfirsich in Scheiben schneiden, Limette vierteln oder achteln.

Obst mit dem Rosmarin und dem Sirup in einen Ein-Liter-Krug oder eine Flasche geben, mit kaltem stillem oder kohlesäurehaltigem Leitungs- oder Mineralwasser auffüllen und ein bis zwei Stunden kalt stellen.

Den Ansatz kannst Du zwei Mal aufgießen, je nach Geschmack auch noch ein drittes Mal, aber der Geschmack wird immer schwächer.

Je nach Sorte färbt der Pfirsich das Wasser rötlich - das soll so.

Quelle: eat smarter

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Montag, 4. April 2016

Montagsfreuden: Kaffee und Kuchen im Hof&Gut in Jesteburg

Unser Osterausflug in die Kunststätte Bossard war ein wenig feucht, und so wollten wir uns bei Kaffee und Kuchen aufwärmen, auch, wenn eigentlich noch keine Kaffeezeit war.

Kaffeezeit mit Käsekuchen.
Ganz in der Nähe ist das Hof&Gut, eine historische Hofstelle mit Restaurant, Gästezimmern und ökologischer Landwirtschaft. Dort wird wochenends und feiertags ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen serviert, und obwohl wir vor 14 Uhr kamen, wurde unser Wunsch erfüllt.

Mohnstreuselkuchen.
Eigentlich wollte ich dort Ostersonntag brunchen, aber weder Mudderns noch der Gatte wollten mit. Letzterer bedauerte es sehr, als er das Brunchbüfett sah.

Blick in eine der liebevoll eingerichteten Stub'n des Lokals. 
Spätestens Pfingsten wird's wohl erst zum Brunchen ins Hof&Gut gehen, dann in die Kunststätte Bossard.

Weil Essengehen mir Freude macht, geht dieser Beitrag rüber zu den Montagsfreuden.

Montag, 8. Februar 2016

Kostprobe: "überNormalNull", das erste alkoholfreie IPA aus der Kehrwieder Kreativbrauerei

Momentan trinke ich relativ wenig Bier - ich gehe zu selten aus und komme zu selten in den Lieblingsgetränkemarkt. So wäre mir ohne den Social-Media-Abend "Ausgegraben" im Helms-Museum dann doch glatt das erste alkoholfreie IPA durch die Lappen gegangen.

Der Eindruck täuscht: Weder die Trinkerin noch das Bier schwanken, denn "überNormalNull" ist alkoholfrei.
"überNormalNull" wurde in der Kehrwieder Kreativbrauerei gebraut und hat mich wirklich überzeugt. Es ist aromatisch, satt und voll im Geschmack, keine flache Plörre. Es ist angenehm hopfig, malzig und leicht bitter, dabei ziemlich zitronig im Abgang - die Pampelmusen- und Maracuja-Noten kommen ganz klar durch. Möglich wird dieser volle Geschmack auch durch eine Spezialhefe, die Malzhefe nicht vergären kann (und das ganz ohne irgendeine Manipulation).

Viel Auswahl bei den Kehrwieder-Bieren. 
Ohne Oliver Wesseloh, der das Bier zusammen mit Joash Morris und Sebastian Jakob vom Brauhaus Nittenau entwickelte, zu nahe zu treten: Wegen seiner Zitronigkeit ist "überNormalNull" für mich eher ein Mädchenbier. Aber das ist ja nichts schlechtes. Wichtig ist: Es schmeckt! Und wie!

"überNormalNull" hat einen oberpfälzischen Zwilling, nämlich das "LeChauffeur FreIPA".

Ich muss dringend mal wieder zum Getränkemarkt.

Dieser Beitrag macht mit bei den "Montagsfreuden".

Montag, 11. Januar 2016

Eine Woche Dänemark oder: 7 Tage, 7 Biere

Relativ kurzfristig entschlossen wir uns, die letzte Dezemberwoche und den Jahreswechsel in Dänemark zu verbringen, an der Nordsee, in unserer Lieblingsgegend, Holmsland Klit. Das ist immer ein bisschen wie Nachhausekommen: Sobald wir in Nymindegab am Kro über die Nehrung blicken, atmen wir tief durch, fällt aller Stress von uns ab.

Nach der Ankunft im Ferienhaus: Erstmal eine Teepause machen. Den Kuchen gab's vom Vermieter, die Zimtsterne kamen von Zuhause mit. Die Tischsets tauschte ich danach gegen eine mitgebrachte Tischdecke aus.
Stau, Sturm und Dauerregen machten die Anfahrt am zweiten Weihnachtstag sehr anstrengend, zumal Heiligabend und der erste Weihnachtstag schon sehr anstrengend waren. Wir brauchten alleine drei Stunden für die Strecke Hamburg - Flensburg.

Ein Rest Chokoladekage und Smørhorn, wunderbares Mürbgebäck vom Bäcker in Hvide Sande. Muss ich unbedingt nachmachen. 
Hinter der dänischen Grenze konnte ich den Gatten endlich überzeugen, eine Pause zu machen. Bis dahin hatte ich ihn mit Haribo und Kaffee bei Laune gehalten, merkte aber, dass er schon eigentlich seit Flensburg nicht mehr konnte. Normalerweise stoppen wir bei den Hüttener Bergen, aber der Gatte wollte partout vorwärts kommen.

Die wunderbaren Smørhorn. Eins hat sich der Gatte schon gesichert.
So hielten wir dann endlich bei Monarch in Vojens und aßen frokostret med rejer - selten schmeckte ein Krabbenbrot so gut! Die restliche Strecke fuhren wir dann ohne Pause durch. Der Gatte wollte noch im Hellen ausladen.

In der Küche. Frische Lebensmittel, die zu Hause sind, nehmen wir mit ins Ferienhaus.
Kurz vor Schluss holten wir den Schlüssel beim Vermieter ab, fanden in der Dämmerung auf Anhieb unser kleines Häuschen, luden in Sturm und Regen aus, fuhren schnell zum Købmand an der Ecke, um Holz, Kartoffeln, Gewürzgurken und Brot zu kaufen, richteten schnell die Küche ein, um Tee zu trinken und anzukommen.

Blick aus dem Küchenfenster.
Eigentlich hatte ich als Abendessen eine Kohlsuppe aus dem TK-Vorrat mitgenommen, aber schon auf der Fahrt gelüstete uns nach einem ordentlichen Bauernfrühstück, so dass die Suppe für den nächsten Tag in den Kühlschrank wanderte (und der Gatte in die Küche zwecks Zubereitung des Bauernfrühstücks).

Muss auch mal sein: Pizza, selbst gekauft.
Der Gatte schenkte mir zu Weihnachten eine Flasche Tanqueray und schlug vor, sie gleich mit in den Urlaub zu nehmen, aber ich freute mich auf die dänischen Weihnachtsbiere und legte mir gleich beim ersten Købmand-Besuch eine Auswahl zu.

"White Christmas" von Fuglsang. 
Den Auftakt machte "White Christmas" von Fuglsang. Das Pils traf nicht wirklich meinen Geschmack. Mir fehlte vor allem das Karamellige, Malzige, das das Bier laut Brauerei haben soll. Stattdessen schmeckte ich den Hopfen sehr stark Ich fand es ziemlich fad. Aber es ist mit 4,8% vol. ein leichtes Bier, von dem man, wenn man es denn mag, viel trinken kann.

Der russische Kühlschrank funktioniert auch in Dänemark. Den Grill brauchten wir nicht - der Gatte hatte keine Lust zum Wintergrillen. 
Wesentlich besser schmeckte mir hingegen "Ding Dong" von Fuglsang, ein kräftiges, dunkles Pils mit viel Karamell und Hopfen, von dem ich, wäre ich kein Mädchen, gerne mehr getrunken hätte. Aber der Alkoholgehalt von 7,6% vol. schafft mich schnell.

"Julebryg" von Hancock.
Aber es geht noch stärker: Den Gatten, der gerne Bock trinkt, machte das "Julebryg" von Hancock ob seines Alkoholgehalts von 10,5% vol. sprachlos. Mir hingegen schmeckte das Lager, das vor der Abfüllung anderthalb Jahre eingefroren wird, richtig gut. Es ist sehr malzig-süß und voller Aromen - ein Mädchenbier. Putzigerweise nahm ich, anders als bei "Ding Dong" den Alkoholgehalt gar nicht so schnell wahr. "Julebryg" ist vermutlich das stärkste dänische Weihnachtsbier.

"Merry Christmas" von Hancock.
Die leichtere Alternative ist "Merry Christmas, Happy New Year" von Hancock (wobei der Alkoholgehalt von 6,3% vol. ebenfalls nicht gerade leicht ist). Malz und Hopfen haben hier eine harmonische Balance, finde ich.

Silvester-Tisch. Es gibt Raclette mit Krabben, Kartoffeln und Brot.
Durch mich angesteckt, kam auch der Gatte auf den Starkbier-Geschmack. Seine Wahl fiel auf "H. C. Andersen Eventyr" von Albani. Das Bier wurde erstmals 1988 zum 1000jährigen Bestehen der Stadt Odense aufgelegt.

Silvester isst man in Dänemark Kransekage. 
Seitdem gibt es jährlich zum 2. April, dem Geburtstag Andersens, eine neue, limitierte Flasche mit wechselndem Motiv. Die nummerierten Flaschen sind begehrte Sammlerobjekte. Inzwischen gibt es auch nichtnummerierte Dosen, bei denen ebenfalls jährlich das Motiv wechselt.

"H. C. Andersen Eventur" ist trotz 9,0% vol. ein Bier, das leicht und trotz des hohen Zuckergehalts nicht zu süß schmeckt (um einen höheren Alkoholgehalt zu bekommen, wird Zucker zugesetzt). Stattdessen dominieren Zitrusnoten. Unser Fazit. Kann man trinken. Muss man aber nicht.

"Julbock" von Jacobsen.
Eine leckere Alternative zum "Julebryg" von Hancock ist "Julebock" von Jacobsen. Durch die Süße des gerösteten Malzes, Noten von Karamell, Schokolade und Kaffee ist das Bockbier mit 6,5% vol. auch ein schönes Mädchenbier. Ich bedauerte, dass ich nur eine Flasche kaufte, dachte dann aber auch nicht mehr daran, vor der Heimfahrt noch was nachzukaufen.

"Ludvigs Jul" aus dem Mylius-Erichsen Bryghus. Und: Doch, ja, ich hätte ich das passende IPA-Glas gehabt. 
Zu guter Letzt gab's "Ludvigs Jul" vom Mylius Erichsen Bryghus, einer lokalen Microbrauerei aus dem nahegelegenen Ringkøbing, ein Pale Ale mit 6,2% vol. Es ist fruchtig und füllig, mit einem Hauch Nelke, war mir allerdings nicht süß genug (diesen Winter stehe ich anscheinend echt auf Mädchenbiere).

Zwischen den Bieren wurde natürlich auch gekocht, aber unsere Ferienhausküche ist ziemlich simpel. Neben Bauernfrühstück und Kohlsuppe gab's Klopse mit Wurzelgemüse, Pizza, zu Silvester Raclette und an Neujahr Rinderfilet. 

Rinderfielt, Ofentomate, Bratkartoffel, Béarnaise. Ja, ich weiß, den Teller hätte man schöner anrichten können. 
Dieser Beitrag nimmt teil an der Montagsfreuden-Linkparty und der Urlaubs-Linkparty.