Posts mit dem Label Kochkurs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kochkurs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 21. November 2014

Kochkurs im FuH: Auerochse mal 3

Das FuH gehört zu den Lokalen, die ich schon länger auf dem Radar habe. Ich mag Fabian Ehrichs ehrliche, echte Art zu kochen, und ich schätze sein Engagement für Hinz und Kunzt. Als also Miomente fragte, ob ich Lust hätte, an einem Genussevent teilzunehmen und ich sah, dass auch Kochkurse des FuH im Angebot sind, zögerte ich nicht lange.

Erster Gang: Heiß geräucherter Auerochsenrücken mit Spitzkohlsalat, Frischkäse und Wildkräuter. 
Anfang November war's dann so weit: Zusammen mit 13 anderen Hobbyköchen versammelten wir uns im Veranstaltungsraum, um einem Eidertaler Auerochsen zu Leibe zurücken. In Schleswig-Holstein leben die Tiere in großen Herden sommers wie winters in Naturschutzgebieten, werden zur Landschaftspflege eingesetzt und erst nach drei Jahren geschossen - im Herbst, wenn das Fleisch am Besten ist, und immer nur ein Tier, aus der Herde heraus.

Zweiter Gang: Bolito Misto mit Auerochsenbrust, bunten Möhren und Salsa Verde.
Einfangen und Transport zum Schlachthof entfallen, was der Fleischqualität anzumerken ist: Das Fleisch schmeckt wilder und intensiver als Rind und reift mindestens drei Wochen. Wobei: Auerochsen sind eigentlich Rinder, Heckrinder, denn in den 1920er Jahren begannen zwei Zoo-Direktoren namens Heck, den schon seit drei Jahrhunderten ausgestorbenen Auerochsen nachzuzüchten. Heraus kam quasi ein Rind mit den Merkmalen des Auerochsen.

Dritter Gang: Geschmortes falsches Filet vom Auerochsen mit Rahmkohlrabi und Kräuter-Gnocchi.
Bevor's an's Essen ging, wurde natürlich gekocht. Hier ein paar Impressionen:

Für den ersten Hunger: Hausgebackenes Brot und Dips.
Erstmal ist Zuhören angesagt: Fabian erklärt, welche Fleischstücke verarbeitet werden. 
Die Brust wird fachmännisch pariert. 
Dem Rücken geht's an den Kragen. Ich hätte mir nie getraut, so viel wegzuschneiden. 
Keine Bange, es gibt nicht nur Fleisch. 
Das werden Gnocchi.
Viele, viele grüne Gnocchi.
Besser als jede Zuckerkulör: Ausgekochte Schale der Urmöhre färbt prima Saucen.
Was vom Räuchern übrig blieb.
Das werden perfekte Rösti.
Es wird angerichtet. 
Gleich gibt es was zu essen. 
Ich nahm aus dem Kochkurs unwahrscheinlich viel mit: Ich habe Gnocchi gemacht und bin jetzt sicherer beim Teig. Zukünftig nehme ich vorwiegend festkochende Kartoffeln, denn die binden weniger Flüssigkeit.

Klasse war der Tipp, Bionade Holunder als Alternative für Rotwein bei Saucen zu verwenden. Fabian kocht nämlich oft mit Hinz & Kuntzlern, die gelegentliche in Suchtproblem haben, und verzichtet deswegen auf Alkohol. Ich verzichte zwar nicht auf Alkohol, aber ich mag keine alkoholgeschwängerten Saucen. Bei der Sauce zum geschmorten falschen Filet hätte in einer Blindverkostung wohl keiner gemerkt, dass es keine Rotweinsauce ist - einige fühlten sich sogar an Sauerfleisch erinnert, denn die Brause hat eien saure Note.

Ich traue mich jetzt an das Räuchern im heimischen Backofen oder Grill (und nehme vorher sicherheitshalber die Batterien aus den Rauchmeldern) - das hätte ich vorher nicht getan.

Begeistert hat mich das Auskochen von Urmöhrenschale für eine dunkle Sauce - das werde ich auch ganz sicher nachmachen.

Mein Höhepunkt war aber Fabians Aussage "Beim Kochen gibt es viele Wege. Jeder Koch, der sagt, sein Weg ist der richtige, ist ein Scharlatan. Da würde ich als Gast sofort das Restaurant verlassen."

Der fünfstündige Kurs, in dem neben dem Essen auch Getränke enthalten sind, hat mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht. Danke an Miomento für die Möglichkeit der Teilnahme!

Dass ich jederzeit wieder einen Kurs im FuH buchen würde, ist kein Spruch: Wir planen für 2015 einen Hamburg kocht!-Fischkurs im FuH. Mehr Infos gibt es demnächst hier, wenn der Termin und die Details in trockenen Tüchern sind.

Donnerstag, 25. Juli 2013

KüchenQuickies mit Stefan Marquard: Das Fazit und Verlosung eines Testzugangs

Mit den KüchenQuickies gibt es wirklich keinen Grund mehr, auf Fertigfutter zurückzugreifen! Die Rezepte, die Stefan Marquard in seinem Online-Video-Kochkurs vorstellt, sind größtenteils auch für Kochanfänger machnbar, also recht einfach, aber dennoch raffiniert im Geschmack und schnell gemacht.

Was mir gut gefällt:
  • Die Rezepte, die abwechslungsreich und einfach, aber doch raffiniert sind.
  • Dass sich die Rezepte auch von Kochanfängern schnell und einfach zubereiten lassen. Für mich ist das ein wesentlicher Unterschied zu den "30 Minuten Menüs" von Jamie Oliver. Wenn ich wählen müsste, würde ich mich für die KüchenQuickies entscheiden, ganz klar!
  • Der ruhige Ton, in dem die Zubereitungen erklärt werden.
  • Die Möglichkeit, vor und zurück zu spulen.
  • Die vielen Tipps zum Equipment, zur Lagerung von Lebensmitteln, zu Schneidetechniken usw.
  • Dass man, wenn man möchte, nur einmal pro Woche einkaufen braucht. Seit April arbeite ich zwar so, dass ich Schlachter, Bäcker, Grönhöker, Supermarkt und Discounter direkt vor den Füßen habe und in der Mittagspause oder auf dem Heimweg schnell was Frisches besorgen kann, aber das war lange nicht so (und wer weiß, wie lange das noch so ist).
Was mir weniger gut gefällt, sind Kleinigkeiten:
  • Die etwas umständliche Anmeldung - ich bin mir nicht sicher, ob's daran lag, dass ich am Tag der Erstanmeldung ein Kaffeedefizit hatte oder ob es wirklich so umständlich ist.
  • Der Umstand, dass durch das Anlegen einer neuen Wochenliste die bisherige gelöscht wird. Ich fände es schön, wenn ich mehrere Wochenlisten parallel anlegen könnte.
  • Fehlende Zutaten wie die vorgekochten Nudeln beim mediterranen Schweinefilet. 
Insgesamt: Klare Empfehlung der KüchenQuickies!

Das Team der KüchenQuickies stellt einen Testzugang zur Verlosung zur Verfügung. Um ihn zu gewinnen, hinterlasse mir unter diesem Artikel einen Kommentar mit Deiner eMail-Adresse (sofern Du keinen Blog mit Impressum hast) bis zum Sonntag, den 28. Juli 2013, um 15.15 Uhr. Rechts- und Linkswege sind wie üblich ausgeschlossen. Der Gewinner ist ausgelost und benachrichtigt. Vielen Dank für's Mitmachen!

Mittwoch, 24. Juli 2013

KüchenQuickies mit Stefan Marquard: Lauwarmer Glasnudelsalat und Mediterranes Gemüse mit Schweinemedaillons

Lauwarmer GlasReisnudelsalat mit Huhn
In der zweiten Wochenhälfte ging's mit den KüchenQuickies weiter, zum Missfallen des Gatten. Ich denke allerdings, sein Missfallen lag zum Großteil daran, dass er in dieser Woche nicht selbst kochen durfte, denn eigentlich mag er Stefan Marquards Rezepte.

Mittwoch gab's Lauwarmen Glasnudelsalat mit Huhn. Grundverpeiltes Frettchen, das ich bin, vergaß ich nachzuschauen, ob wir denn auch noch Glasnudeln haben. Hatten wir nicht. Also wurden die Glas- durch Reisnudeln ersetzt - und die verkochten mir dusseligerweise. Geschmeckt hat es dennoch.

Wohlweislich erhöhte ich die im Rezept angegebene Menge an Hühnerbrust - 200 g für 4 Portionen. Die um Rat befragte Fleischereifachverkäuferin meinte entgeistert: "Das reicht tscha man gerade für eine Portion!" und dabei kennt sie meinen Gatten nicht. Ich hieß sie also, drei Hühnerbrüste einzupacken. Bliebe was übrig, könnte der Gatte das Fleisch immer noch kalt auf Brot essen.

Aber da ich meinen Gatten kenne, blieb natürlich nichts übrig. Er grillte sich zwei Hühnerbrüste, ich ließ eine nach Rezept in feine Streifen geschnitten im Nudelwasser gar ziehen. Mir schmeckte der Salat. Dem Gatten behagte nicht, dass Wurzeln und Lauchzwiebeln ungekocht und knackig waren ... Wie geplant, blieb was übrig für die Mittagspausen am nächsten Tag.

Freitag gab's mediterranes Gemüse mit Schweinefilet. Diesmal erhöhte ich die im Rezept angegebene Fleischmenge, 400 g für 4 Portionen, unfreiwillig, denn zwei Schweinefilets wogen 502 g, und ich fand's doof, die Verkäuferin anzuweisen, 102 g abzuschneiden.

Am Vorabend fragte der Gatte noch, was es denn zu Gemüse und Fleisch gäbe. Während mir das völlig ausgereicht hätte, bestand der Gatte auf Reis als Beilage. Da ich keine Lust zum Reiskochen hatte und eh' beim Bäcker war, kaufte ich Meterbrot. daruf hätte ich verzichten können, denn beim Durchsehen des Videos stellte sich heraus, dass Marquard einen Rest Nudeln vom Vortag mit dazu gibt. Wäre schön, wenn das auf der Zutatenliste gestanden hätte!

Während ich mein Schweinefilet wie im Rezept vorgesehen dünstete, grillte der Gatte seines. Für ihn gibt es anscheinend keine andere Fleischzubereitung mehr.

Das Gericht schmeckte gut! Ich war zudem froh über das Brot, mit dem wir die leckere Sauce tunkten. Besonders gefiel mir, dass wir das mediterrane Gemüse mit Schweinefilet, das übrig blieb, am nächsten Tag auch noch kalt als Vorspeise zu einem Grillmenü essen konnte. Gut durchgezogen schmeckte es am nächsten Tag fast noch besser als frisch zubereitet.

Morgen gibt's mein Fazit zu den KüchenQuickies.

Dienstag, 23. Juli 2013

KüchenQuickies mit Stefan Marquard: Nudeln mit Tomatensauce / Butterlachs auf Rahmgurken und Kräuterbrot

Tomatensauce mit Nudeln nach Stefan Marquard.
"Schatz, komm' nörgeln, Essen is' fertig!" - "Wie? Schon?" - "Ja, die Gerichte sollen in 15 Minuten fertig sein. Das ist jetzt. Also essen wir."

Zum Auftakt meiner Woche mit den KüchenQuickies von Stefan Marquard gab's Tomatensauce mit Nudeln. Anders als beim kochenden Duracell-Hasen war die Zubereitung sehr entspannt. Ich vermute, selbst mit wenig Kocherfahrung ist das Gericht in annähernd 15 Minuten zu schaffen, vorausgesetzt, man zählt erst dann, wenn das Wasser schon kocht. Also weist Marquard zu Beginn darauf hin, dass er auf Induktion kocht. Wer das nicht macht, muss halt die Platten voll aufdrehen. Ich half zusätzlich nach, in dem ich heißes Wasser in den Nudeltopf gab.

Ich habe brav alle Tipps beherzigt wie zum Beispiel das Stück Ingwer im Nudelkochwasser. Während ich meine, dass die Konsistenz der Nudeln tatsächlich schöner war, sieht der Gatte das anders. Meine Frage: "Schatz, merkst du was an den Nudeln?" beantwortete er knapp mit "Ja, sie sind hart!" Wie gut, dass ich Marquards Tipp, Nudeln immer eine Minute kürzer als auf der Packung steht zu kochen, nicht beherzigte, weil ich schon dachte, dass das beim Gatten nicht gut ankommt.

Und natürlich war dem Gatten auch die Sauce viel zu wenig - bei Marquard bleibt noch welche übrig ...

Tomatensauce mit Nudeln ist schnelle, leckere Feierabendküche - gefällt mir!

Butterlachs, Rahmgurken und Kräuterbrot nach Stefan Marquard.
Beim nächsten Gericht, Butterlachs auf Rahmgurken mit Kräuterbrot, brauchte ich mehr als die sechs Minuten, in denen Marquard fertig ist, auch mehr als 15 Minuten, aber die Zubereitung war dennoch entspannt. Der Lachs wird bei 65°C im Ofen gegart, eine Zubereitung, die ich inzwischen bei Fisch sehr schätze, die aber absolut nicht gattenkompatibel ist. Dementsprechend wurde des Gatten Portion gebraten.

Der Gatten war mit dem Gericht überhaupt nicht zufrieden. Die Menge, die laut Marquard für 4 Portionen reicht, machte ihn nicht satt. Okay, ich vertrug auch noch eine zweite Portionen, während ich sonst abends nur eine esse, aber ich hatte tagsüber auch nur Melone. Der Gatte grumpfelte, er koche morgen selber und fahre jetzt noch zu Lidl, sich eine Pizza holen ... Letzteres tat er dann aber doch nicht.

Von der Kräuterbutter machte ich wie von Marquard vorgeschlagen gleich mehr - wir grillen momentan so oft, dass ich mich über einen Vorrat freue.

Mal schauen, ob der Gatte morgen noch mitisst. Es gibt Huhn. Das sollte ihn eigentlich fröhlich stimmen.

Montag, 22. Juli 2013

KüchenQuickies mit Stefan Marquard: Der erste Eindruck

Die Frage, ob ich bereit wäre, die KüchenQuickies von Stefan Marquard zu testen, habe ich spontan bejaht, ist Marquard doch einer der wenigen Köche, der auch gattenkompatibel ist. Dann dauerte es allerdings einige Zeit, bis ich dazu kam, mich mit dem Portal zu beschäftigen.


KüchenQuickies ist ein Online-Video-Kochkurs. Alle Gerichte sollen in maximal 15 Minuten zubereitet sein. Insgesamt umfasst der Kurs 30 Gerichte, die nach und nach online gehen, und kostet 59 Euro.

Bevor man sich anmeldet, kann man ein Gratisrezept anfordern und so testen, ob der Kochkurs zu einem passt.

Dazu gibt es jede Menge Küchentipps, Kochtricks und Infos. Alle Gericht können in Echtzeit mitgekocht werden, aber es gibt natürlich auch eine Pausentaste, falls man nicht so schnell ist wie der Profi.


Leider muss man sich auch durch die Gratisrezeptanforderung arbeiten, wenn man schon weiß, dass man den Kurs kaufen möchte. Das fand ich etwas umständlich, und am für mich frühen Sonnabend Morgen, vor dem zweiten Kaffee, machte es mich etwas unleidlich.

Schließlich war dann aber die Anmeldung geschafft, und ich konnte mit der Wochenplanung loslegen.


Der Wochenplan war ratzfatz erstellt. Die Zutaten für die ausgewählten Gerichte landeten auf einem Einkaufszettel, den ich ausdruckte. Jetzt noch das streichen, was im Vorrat ist, und das dazu schreiben, was wir sonst noch für die Woche brauchen, und es kann losgehen.

Wie es sich mit den Quickies kocht, erfährst Du ab morgen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Kochclub für Ambitionierte am 16. Oktober 2011

Notiz vom Gatten: Köchelt seit 17 Uhr. Gemeint ist der Fond.
Irgendwie doof, wenn der Kochlehrer Dich fragt, was Du eigentlich noch lernen willst, weil er findet, Du kannst doch schon alles ...  Soll heißen: Beim Kochclub für Ambitionierte ist für mich momentan die Luft raus, wenngleich aus anderen Gründen als bei der vermutlich immer noch schnappatmenden Frau Küchenlatein.

Das Grundgerüst ist jetzt da, vieles mache ich inzwischen, ohne groß nachzudenken, und dass ein Gericht nicht schmeckt oder richtig misslingt, kommt nur noch selten vor. Nach oben hin ist aber noch viel Luft, nur dafür brauche ich anscheinend einen anderen Lehrer.

Irgendwie doof.

Natürlich habe ich auch heute wieder was gelernt. Zum Beispiel, dass es geräucherte Blutwurst gibt. Oder wie man Strudelteig macht. Und nicht das Handtuch in den Strudel einrollt. Ob ich das zu Hause auch schaffe?

Aber irgendwie fand ich es diesmal nur noch anstrengend - und das lag nicht nur daran, dass mein Navi mich von Iserbrook nach Barmbek über Hadersleben führen wollte. Und überhaupt: Ich habe Migräne.

Ob ich mit dem Kochclub weiter mache, weiß ich noch nicht. Momentan habe ich das Gefühl, ich möchte die restlichen Kurse stornieren. Ich freue mich mehr auf das Italien-Kochtreffen in Bad Honnef, und vermute inzwischen, da lerne ich auch mehr. Und ich freue mich wie verrückt auf das nächste Hamburg kocht-Treffen, weil Jutta und Bushi kommen. Freue ich mich auf den nächsten Kochclub? Momentan eigentlich nicht.

Ich wiederhole mich: Irgendwie doof.   

Vielleicht kommt verschärfend hinzu, dass ich momentan auch nichts anderes mache als zu arbeiten, zu kochen, zu Trainingszwecken eine bestimmte Kochsendung intensivst zu sehen, und, von den Kollegen mal abgesehen, auch nur von Leuten umgeben bin, die kochen. Vielleicht habe ich einen Koch-Overflow. Dabei koche ich zurzeit weniger als sonst, weil ich immer noch Überstunden mache und der Gatte sich ganz viele neue Kochbücher kaufte und die gerade durchkocht.

Ach, ja, klar, es gab beim heutigen Kochclub nicht nur Sinnkrisen, sondern auch was zu essen. Nur keine Fotos. Zwei Kameras zickten. Na ja, ein Foto kam immerhin bei rum.

Es gab
Papaya mit Kokos-Sambal

Gebratenen Apfel mit geräucherter Blutwurst


Pflaumenstrudel mit Pflaumenkomplett aus der Lamäng und Vanillesauce

Zu Hause angekommen, duftete es köstlich. Der Gatte hatte die Küche geputzt, Gemüse geschnippelt und zwei große Töpfe Fond angesetzt. Ohne Glutamat, Hefeextrakt und sonstiges Gedöns. Das kocht jetzt langsam vor sich hin, so bummelig bis morgen früh. Im Kühlschrank ist noch eine weitere Ladung Gemüse, für Brühpulver. Mache ich morgen.

Tja, und falls Du ein Profi bist und hier mitliest, Dir denkst, ich könne noch was lernen, und wenn Du dann auch noch Lust hast, mir das, was ich noch nicht kann, beizubringen: Melde Dich.

Dienstag, 28. Juni 2011

Kochkurs: Klassiker der schwedischen Küche

Nach den drei Treffen des Kochclubs für Ambitionierte freute ich mich auf den Kochkurs "Klassiker der schwedischen Küche". Eigentlich wollte ich zwischendrin auch noch einen Kurs zur Frühlingsküche besuchen, aber das wäre dann doch ein bisschen viel geworden. Es gibt ja schon Menschen, die sich fragen, ob ich auch noch andere Interessen als Kochen habe (ja, klar: Essen).

Wir kochten diesmal in der Schule Wielandstraße. Die Schulküche mit 4 Kochinseln (jeweils Gas und Elektro) wünschte ich mir auch für unsere Treffen, aber die Schulen hier sind ja leider so unflexibel und vermieten nicht ... Wie gut hat es da die Münchner Forschungsgruppe um bushcook *seufz*

Wir begannen mit Gravad Lax auf Knäckebrot mit Apfel-Mayonnaise. 
Der Gravad Lax wird aufgeschnitten.

Nachdem der Meister zeigte, wie's geht, durften wir selbst Hand anlegen.
Knäckebrot mit Gravad Lax und Apfel-Mayonnaise

Weiter ging's mit einer Flusskrebspastete, deren Teig u.a. aus Haferflocken und Leinsamen bestand.  
Flusskrebspastete
Irgendwann zwischendrin wurde das Renntier Rentier gebändigt.

Rentier-Bondage. Und der Meister vergaß das Handtuch unter dem Brett *tststs* ;o)

Rentierbraten mit püriertem Wurzelgemüse
Zum Abschluss gab's Sauermilch mit Moltebeeren, Rhabarber und Erdbeeren.
Moltebeeren, ganz groß. Gibt's in der finnischen Seemannskirche.
Es war ein entspannten Koch-Abend in netter Gesellschaft. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung des Kochclubs im Herbst.

Freitag, 17. Juni 2011

Kochclub für Ambitionierte am 8. Mai 2011

Bedingt durch Urlaub und den Lauf der Zeit kommt mein Bericht über das vorerst letzte Treffen des Kochclubs für Ambitionierte in der VHS Barmbek ein wenig spät. Außerdem ist er kurz, der Bericht. Da ich vormittags die kulturelle Bordsteinschwalbe für Gäste der Queen Mary gab und um 5 Uhr aufstand, wollte ich gegen 14.30 Uhr, als ich zum Kochkurs kam, nur noch schlafen. Da mir der Kurs so viel Spaß machte, wollte ich ihn aber auch nicht ausfallen lassen. Leider waren von den ursprünglich 12 Teilnehmern nur noch 5 übrig geblieben. Schade, vor allem, wenn die nicht absagen, demzufolge für sie mit eingekauft wird.

Ursprünglich wollten wir Fisch und Ravioli machen, aber da uns beim letzten Treffen schon die Zeit davon lief und wir nur so wenige waren, verzichteten wir auf die Ravioli. Wie beim letzten Mal die Rote-Bete-Sprossen brachte Volker auch diesmal etwas besonderes mit: Süßholz. Mir war's fast schon peinlich, dass ich auch damit (wie mit den Sprossen) nicht zu überraschen war. Ich hatte mir Süßholz schon mal für die Tätigkeit als kulturelle Bordsteinschwalbe gekauft, wusste aber außerhalb des Jobs nicht so wirklich etwas daraus zu machen. Die Idee, es als Spieße zu nutzen, war klasse und wurde von mir schon ein paar Mal nachgemacht. Außerdem lernte ich den Schmetterlingsschnitt für Garnelen. Den gebratenen Radicchio machte ich auch schon nach - Salat zu braten, erschien mir bis dahin immer etwas merkwürdig. Aber es schmeckt.

Und so sah das Menü des Mai-Kochclubs aus:  
Rote Bete-Suppe mit Garnelen und Schmand

Zander-Süßholz-Saté mit gebratenem Radicchio, Kartoffelwürfeln und Zwiebelschaum

Gegrillte Ananas mit Mangosorbet und gebackenen Bananen

Zanderfilet und Süßholz

Da so viele nicht kamen und nicht absagten, fielen die Portionen etwas üppiger aus ...
Eigentlich wollte ich auch den Kurs zur Frühlingsküche mitmachen, aber der kollidierte mit meinen Sporttagen. Dafür buchte ich den Kurs "Klassiker aus der schwedischen Küche" und bin schon sehr gespannt. Und momentan reitet mich ein kleines Teufelchen mit der Idee, den Kurs "Jamies 30 Minuten Menüs" zu buchen und zu gucken, ob ich es unter professioneller Anleitung schaffe, ein Menü rechtzeitig auf den Tisch zu bringen. Beim Kochbuchtest klappte es ja nicht. Dass der Profi für jeden Kurstag jeweils 5 x 45 Minuten veranschlagt, hat bestimmt damit zu tun, das genügend Zeit für Geselligkeit bleiben soll ;o) Auf jeden Fall werde ich im Herbst mit dem Kochclub für Ambitionierte weitermachen und bin gespannt, was mich da erwartet.

Sonntag, 17. April 2011

Kochclub für Ambitionierte am 10. April 2011

Letzten Sonntag trafen wir uns zum zweiten Mal zum "Kochclub für Ambitionierte" in Barmbek. Für Dozent Volker Werth sind wir die Anfänger - er hat nämlich noch einen zweiten Kurs, in dem richtige Kochkönner sind. Puh, was bin ich froh, dass ich nicht da landete. Aber da einer der Jungs aus dem Könnerkurs hier mitliest, ohne sich bislang zu mucksen, sende ich dorthin mal viele Grüße ;o) Als die Bezeichung "Anfänger" fiel, war die eine oder der andere in unserem Kurs in ihrer, seiner Ehre geknickt. Ambitioniert sei man doch auch, wenn man an etwas viel Interesse zeige, nicht, wenn man häufig und gut koche. Nun ja ... Jedenfalls verlangt unser Kurs dem Dozenten viel ab, damit das Ergebnis stimmt. Ich fand's wieder rundum gelungen und finde es schade, dass der Kurs mit dem nächsten Treffen schon wieder vorbei ist.

Der Blick auf die Tafel zeigt wieder mal deutlich, was uns erwartete: Sauce Hollandaise à la Tim Mälzer, Carpaccio, Aufbau eines Filet Wellingtons, Anweisungen zum Risotto-Kochen, Anweisungen zum Wasserbad, das Aussehen eines Soufflés, Anweisungen zum Filetschneiden, Anweisungen zum Blanchieren und Auskühlen im Eiswürfelbad - und was war das ganz unten rechts in der Ecke? Eier haben wir doch gar nicht gekocht *grübel*
Los ging's mit einer Einführung ins Messerschärfen. Endlich bin ich nicht mehr auf diese blöden Batteriedinger, die der Gatte immer anschleppt, angewiesen, sondern kann den Wetzstahl nutzen. Okay, ich bin noch sehr langsam. Aber es wird. Dann lernten wir Fleisch zu parieren - ich konnte bislang nur massakrieren. Außerdem gab's Warenkunde über Koch- und Backschokolade, Rindfleisch, Ahornsirup und wieder jede Menge kurzweilige Erzählungen aus Profiküchen.

Wie beim letzten Mal war mein Part das Dessert. Mit dem Kochkollegen klappte es diesmal bestens. "Du kochst auch öfter, oder?" - "Hm." Der Kollege trifft sich alle zwei, drei Monate mit Freunden zum Kochen, weiß also, was er tut. Abgesehen davon backt er. Sein erstes Machwerk war eine Schwarzwälder Kirschtorte. Kurz danach kam eine mehrstöckige Hochzeitstorte für Freunde. Er hat ein Gefühl für Soufflé. Wäre ich nicht bemannt, ich würde schwach.
Rinderleber für die Farce des Filet Wellingtons wird gehackt.
Das wird ein Schokoladensoufflé.
Wenn der Profi eine Vanilleschote auskratzt, bleibt nicht mehr viel übrig.
Das Soufflé könnte dann in den Ofen.
Ha, ich wusste es: Filet Wellington kann man so machen, dass es innen noch rosa ist!
Und dieses Menü war dann der Lohn für die Arbeit:
Rote Bete-Salat
Risotto alle milanese.

Filet Wellington mit Ofenkartoffel und brauner Sauce und Brokkoli mit Hollandaise.
Ein Schokoladensoufflé, das sogar den Lehrer verblüffte. Im nächsten Kurs lernen wir dann, die Förmchen zu säubern, bevor wir sie in den Ofen stellen. Serviert sich dann hübscher.

Beim nächsten Mal lernen wir Ravioli und Fisch. Ravioli fallen bei mir immer noch in die Kategorie Desaster Cooking. Das Ergebnis ist zwar lecker, aber ich brauche einen ganzen Tag und einen Nervenzuammenbruch, um die Dinger zu produzieren. Und Fisch stirbt bei mir immer mehrere Tode, bis er auf dem Tisch steht. Ich bin also gespannt!

Sonntag, 6. März 2011

Kochen entspannt? Alles Lüge! Kochen ist Stress pur!

„Meine Rede seit Jahren, suche Dir einen netten, normalen Koch und mache Kurse zu vernünftigen Preisen“, meint Bushi, als ich ihr begeistert vom Auftakt des „Kochclubs für Ambitionierte“ erzählte, an dem ich in den nächsten drei Monaten in der VHS Barmbek teilnehme.

Im Vorfeld hatte ich mir einige Gedanken gemacht. Bin ich schon reif für einen Club ambitionierter Hobbyköche? Ich, die ohne Rezept noch nicht mal Wasser kochen kann? Von Fleisch, Fisch und so ziemlich allem anderen mal ganz abgesehen. Was ist ein ambitionierter Hobbykoch? Also, unter Küchenschlacht-Gewinner geht da mal nichts, das war klar für mich. Na gut, die Teilnahme am perfekten Dinner ließe ich notfalls noch gelten – wenn’s damals war, in der Frühphase, als es den Teilnehmern noch ums Kochen ging und nicht um die Selbstvermarktung. Oder das wöchentliche Absolvieren von Kochkursen bei Sterneköchen. Trifft alles nicht auf mich zu. Gehöre ich also schon in so einen Kurs? Nach einigen schlaflosen Nächten kam ich zu dem Ergebnis, irgendwann mal anfangen zu müssen … Also habe ich allen Mut zusammengenommen und mich angemeldet. Und bin auf der Warteliste gelandet.

Na gut, sollte halt nicht sein. Suche ich mir halt was anderes … Gwexens Ostermenü-Vorkochen in Neumarkt zum Beispiel. Oder eines der legendären Kochtreffen in Bad Honnef , in das man einheiraten muss und mindestens zwei Teilnehmer mit gutem Leumund als Bürgen braucht. Und schwupps landete ich auf den nächsten beiden Wartelisten.

Dann ging’s Schlag auf Schlag. Kaum rückte ich von Gwexens Warte- auf die Teilnehmerliste, geschah das Gleiche beim Kochclub für Ambitionierte. Okay, kochen wir also Sonnabend in Franken der Oberpfalz und Sonntag in Hamburg … Mit 'nem Flieger ist das zu schaffen, und irgendjemand würde mich schon vom / zum Münchner Flughafen shutteln … Aber was ist, wenn die Piloten streiken? Es schneit? Kann ja im März durchaus passieren. Die Sonne eruptiert? Ist vielleicht doch zu riskant … Also sagte ich Gwex schweren Herzens ab.

Tja, und kaum zurück vom ersten Kochclubtreffen, erwarteten mich nicht nur geschmacksfädenziehende Fotos und begeisterte Berichte aus Neumarkt, sondern auch die Nachricht, dass ich in Bad Honnef mit dabei bin. Ich werd’ nicht mehr! Wo ist der Schnaps? Wehe, im April streiken Piloten, fallen Schneeflocken oder eruptieren Sonnen! Nix da! Sonnabend koche ich in BH und Sonntag in HH. Basta! Und Montag falle ich ins Koma! Zwischendrin blogge ich … Bei beiden Events habe ich übrigens noch viel mehr Muffensausen, ob mein Kochkönnen überhaupt reicht. Aber bei beiden weiß ich auch, dass Spülhilfen und Postenputzer gebraucht werden. Abwaschen und Posten putzen kann ich sehr ambitioniert.

Und in den nächsten Wochen bin ich damit beschäftigt, die diversen Kochtreffen abzuarbeiten … Beginnen wir mit dem heutigen Kochclub für Ambitionierte unter der Leitung von Volker Werth in der VHS Hamburg-Barmbek. Da wurde ein anderes Tempo vorgelegt als bei unseren gemütlichen Kochtreffen, galt es doch, zwischen 14.00 Uhr und 17.45 Uhr vier Gänge zuzubereiten. Also nichts mit langsamem Einfinden in Küche und Lebensmittel, mit dem Klönschnack, dem Diskutieren der Rezepte … Nee, hier ging’s Schlag auf Schlag. War für mich anfänglich ein wenig irritierend, ist aber nur logisch, denn anders ist das Menü in der Kürze der Zeit nicht zu schaffen. Zwischendrin gab’s Tricks und Kniffe zum richtigen Grillen im Backofen; lernten wir Kartoffeln kochen; eine Masse zur Rose abziehen, Pfannen so zu schwenken, dass Frauen beeindruckt sind; Zwiebeln schneiden und diverse Schnitttechniken; das Bändigen des Dressiersacks; Warenkunde und dass Schokolade besser mit einem Stich Butter geschmolzen wird; hörten Erfahrungen und Anekdoten aus dem Alltag eines gestandenen Profikochs … Der Rest war wie bei unseren Treffen: Man puzzelt so vor sich hin, und plötzlich schreit’s von Irgendwoher: „Essen ist fertig!“ Hier allerdings ergänzt um „Wo ist der Service? Und warum steht Ihr alle hinter dem Pass?!“

Ein rundum gelungener Nachmittag, der viel zu schnell um war. Ich freue mich schon auf das nächste Mal und bin gespannt auf das Menü. Es gibt Filet Wellington und irgendwas mit Roter Bete, das habe ich mir gemerkt. Ansonsten habe ich mich schon für den nächsten Kurs bei Volker angemeldet, denn wie sagt Bushi: „Freu Dich, dass Du einen kompetenten Dozenten gefunden hast, der Dir liegt. Der wichtige erste Schritt liegt hinter Dir, und künftig wird einfach das VHS-Programm nach seinem Namen selektiert …“

Ich hoffe, der arme Kerl bekommt jetzt keine Angst …

Und jetzt buche ich einen Flug für Bad Honnef ... Und kümmere mich um die Einkaufsliste unseres nächsten Kochtreffens …

Aber vorher gibt es für Euch die Foto-Impressionen des ersten Treffens des Kochclubs für Ambitionierte:

Nein, das ist nicht die Aufstellung, mit der Pauli den Klassenerhalt schaffen will. Das sind Erläuterungen zum richtigen Grillen im Backofen, zum richtigen Kartoffelkochen, zum Anordnen des Hauptganges auf dem Teller und eine Endivie. Später kam noch eine Artischocke dazu.


Birnen-Gorgonzola-Salat mit Parmesansegel (und, nicht im Bild, eine Allergietablette für mich ;o))

Gratinierte Miesmuscheln - die Allergietablette hat sich gelohnt *g*

Rouladen von Hähnchenbrust mit Petersilien-Farce, Herzoginkartoffeln und Marsala-Möhren. Die Petersilien-Ölflecken-Deko stammt übrigens von mir. Vielleicht lerne ich es in diesem Kurs ja doch noch mal, so anzurichten, dass man sich nicht automatisch an einen Autounfall erinnert fühlt ...

Tiramisù mit selbstgemachter Schokoladendeko, Rotweinbirnen und schokolierter Physallis. Und ich schreibe hundert Mal an die Tafel: Erst die Eigelb-Zucker-Masse zur Rose abziehen, dann Mascarpone, Gelatine und Eischnee unterziehen … Weiß ich doch eigentlich von meinem eigenen Tiramisù-Rezept, auch wenn das ohne Wasserbad und Gelatine auskommt … Aber ich musste meinem Nick mal wieder alle Ehre machen … Lecker war’s trotzdem, obwohl der Fluff-Faktor fehlte …