Posts mit dem Label Wochenmarkt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wochenmarkt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 22. November 2025

Wochenplan in KW 47/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCVII

Den großen Wocheneinkauf erledigte ich am Freitag, nachdem ich Tante und Schwiegermutter zurück nach Hamburg gebracht hatte. Sie waren ein paar Tage zu Besuche wegen der Trauerfeierlichkeiten für den Gatten.

Es ging zum kleinen Aldi-Edeka, in den Baumarkt und in den Drogeriemarkt. Im Drogeriemarkt war ich im Laufe der Woche öfter, ebenso beim Bäcker, in der Trafik und beim Grönhöker. Ich war auch auf dem Wochenmarkt, wo die Blumen frischer und günstiger sind als beim Floristen. 

Ich versuche weiterhin, möglichst viel aus dem Vorrat zu verwenden. Dadurch beschränken sich die Lebensmitteleinkäufe auf Gemüse, Obst, Joghurt, Milch und Butter und sind relativ günstig.

Mein Plan für die dritte Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Ich schwächelte bei der Pizza beim Lieblingsitaliener und ließ mir die Reste einpacken. Sonnabend gab's daher nochmal Pizza Parma.

Im Hamster-Vorrat des Gatten war noch Hühnerfrikassee. Das gab's Sonntag mit Reis.

In meinem Hamster-Vorrat waren noch Tortellini. Die waren immer praktisch, wenn wir spät von langen Arztterminen zurückkamen. Aus dem letzten Paket wurden am Montag Tomaten-Mozzarella-Tortellini.

Dienstag gab's wieder Hühnerfrikassee mit Reis.

Mittwoch gab's wieder Tomaten-Mozzarella-Tortellini. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler. So wird der niemals leer, ich weiß. 

Donnerstag hatte ich lieben Tee-Besuch, der bis spätabends blieb. Über Plaudern und Stricken vergaßen wir total das Abendessen. Es wäre Baked Feta Pasta mit Kürbis gewesen.

Die Woche ist Pasta-lastig, aber unser unendlicher Nudelvorrat muss ja auch mal abgebaut werden. Freitag gab's Linsen-Lasagne mit Wintergemüse. Lasagneplatten, Käse zum Überbacken und eine Dose Linsen kamen aus dem Vorrat. 

Da Besuch kam, wurde endlich mal wieder gebacken. Es gab einen veganen Schokoladenkuchen, für den ich Hafermilch-Kakao und Schokoladen aus dem Vorrat verwenden konnte. Über Too good to go holte ich wieder mal nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 9. Oktober 2021

Wochenplan in KW 40/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXII

Für diesen Wocheneinkauf schafften wir es endlich mal wieder auf den Wochenmarkt! Außerdem war ich tatsächlich mal wieder auf einem Blogger-Event - zum ersten Mal seit Mai 2019! Dadurch wurde unser Wochenplan ein wenig durcheinander gebracht. Außerdem waren wir beim neuen Fairteiler im Stadtteil und brachten vieles aus dem Vorratsschrank dort hin. Mitgenommen wurde nichts außer einer Handvoll Radieschen, denn sonst hätten wir den Plan umwerfen müssen. 

Ich schlug dem Gatten vor, zukünftig regelmäßig am Fairteiler vorbeizuschauen und unsere Wochenplanung entsprechend des Angebots dort zu machen, aber dazu hat er keine Lust. Muss ja auch nicht sein, denn der Fairteiler wird gut frequentiert, wurde rasend schnell angenommen. Neben Fächern für Brot, Obst und Gemüse sowie Trockenvorräte gibt es auch einen Kühlschrank und einen Tiefkühler. 

Unseren Wochenplan schrieben wir schon letzten Dienstag. Da sah er noch so aus:

Unser Wochenplan im ersten Entwurf.

Dann bekam der Gatte auf dem Wochenmarkt nicht nur die gewünschte Steckrübe, sondern auch Suppengrün, und damit das nicht verdirbt, stellten wir den Wochenplan um:

Unser Plan für die erste Oktoberwoche.

Schließlich kam dann noch die Einladung zum Blogger-Event, so dass sich der Gatte am Freitag selbst versorgen musste. Das kann er zum Glück wieder. Ich schwelgte währenddessen in Pecorino und Wein. 

Außer auf dem Wochenmarkt ging's zu Discounter und Supermarkt, in den Getränkemarkt, mehrfach zum Bäcker, zur Apotheke und natürlich zur Packstation, denn der Gatte kauft weiterhin das Internet leer. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spitzpaprika, gefüllt mit Schafskäse und Couscous. Die Paprika waren vom Sauerkraut-Hack-Topf übrig.  

Sonntag eröffneten wir die Kürbissaison mit einem Kürbis-Curry mit Rindergeschnetzeltem

Montag kochte der Gatte Steckrübeneintopf. Es ist so schön, ihn wieder in der Küche zu sehen!

Dienstag gab's wieder Kürbis-Curry. Zwei Portionen wurden eingefroren. 

Mittwoch gab's Steckrübeneintopf. Fünf Portionen wurden eingefroren. Mudderns freut sich schon auf ihre. 

Donnerstag machte ich Cannelloni mit Kürbisfüllung. Die wird's auch heute geben. Ich machte reichlich von der Kürbisfüllung und fror genug ein, um entweder nochmal Cannelloni oder eine Lasagne zu machen. 

Freitag genoss ich Pecorino Romano in Variationen, während sich der Gatte sein geliebtes Hühnerfrikassee machte.

Aus dem Vorratsschrank kamen diesmal keine Zutaten. Zu den Kürbiscannelloni sollte es ein Tomatenconfit geben, aber das versteckte sich leider. Dafür war die Woche ziemlich vegetarisch, endlich mal wieder. Außerdem gab's einen Brotaufstrich aus Frischkäse und Rauke, die von den Ofen-Ravioli übrigblieb. 

Da ich aktuell krankgeschrieben bin, bis geklärt ist, ob die beiden Tumore nicht vielleicht doch gutartig sind (die Chancen sind gering) bzw. wie die Behandlung weitergeht, hatte ich Zeit zum Backen. Es gab einen Aprikosenkuchen mit Kompott und Früchten aus dem Tiefkühler. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 7. November 2020

Wochenplan in KW 45/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXXII

Vor diesem Wocheneinkauf hatte ich einigen Respekt, denn den machte ich einen Tag, nachdem die neuen Corona-Maßnahmen verkündet wurden, und vor einem Feiertag. Dementsprechend rechnete ich mit vielen Hamsterer und den normalen Feiertagspanikern. Zudem musste ich auch noch alleine in einem unbekannten Supermarkt einkaufen, weil ich die Zeit nutzen wollte, während der Gatte im Krankenhaus behandelt wird.  

Der Einkauf war entspannter als befürchtet. Im Supermarkt war's zwar proppenvoll, was ich schon ahnte, als ich auf dem riesigen Parkplatz kreiseln musste, um einen Platz zu bekommen, und Mindestabstand war im Laden kaum möglich, aber es war unglaublich viel Personal eingesetzt, dass pausenlos neue Ware in die Regale räumte. So bekam ich dann alles, was ich brauchte - inklusive Klopapier und Ravioli in Dosen. Einzig carragenfreie Sahne gab's nicht, weil nicht im Sortiment, und Kuchengabeln waren vergriffen. 

Während ich mich langsam als mobiles Hindernis von Regal zu Regal bewegte, um meinen Zettel abzuarbeiten, hörte ich zwangsläufig die Unterhaltungen der Angestellten, die einiges auszuhalten hatten: Da gab's Kunden, die spukten, pöbelten, schlugen ... Alle bekloppt!

Im Laufe der Woche ging's dann noch mehrfach zum Bäcker, außerdem zum Schlachter, zum Grönhöker, zum Discounter, zur Apotheke, zur Metro (endlich Kuchengabeln!), in den Drogeriemarkt. Viele Touren übernahm meistens der Gatte, der wesentlich lieber einkauft als ich. Angesichts der vielen Risikobegegnungen, die mir die Corona-Warn-App anzeigt, obwohl ich im Gegensatz zum Gatten kaum draußen bin, wäre es mir lieber, er nutzte endlich sein Smartphon und installierte die App, aber nun ja.  

Ursprünglich wollten wir diese Woche hauptsächlich den Tiefkühler leer essen, aber das klappte nicht. Zu Beginn des Corona-Gedöns' hatte ich den ja gut gefüllt, falls wir in Quarantäne müssen, aber die ist uns bislang Gott sei Dank erspart geblieben. Also wird der Tiefkühler langsam geleert, auch, weil wir eine neue Kühl-Gefrier-Kombi kaufen werden. Und dann ist da noch der volle Tiefkühler im Keller, den wir von Schwiegermutter übernahmen - samt Inhalt. 

Das Leeren des Tiefkühlers klappte auch deswegen nicht, weil der Gatte dachte, zum Schweinefilet gäbe es Pilze und beim Grönhöker Champignons kaufte. Die mussten natürlich verarbeitet werden. Und aus der Vorwoche war noch sein Zwei-Kilo-Wurzeln-Schnäppchen da, das zu Salat wurde, der für eine Kompanie reichte. Also umdisponieren.

Umdisponieren hieß es auch, als ich die Diagnose der Endokrinologin bekam mit u.a. dem Ergebnis, dass ich mich ketogen ernähren soll. Na, Prost Mahlzeit! Idealerweise verzehre ich also 0 % Kohlenhydrate, 70 % Fett und 30 % Eiweiß, heißt, ich muss Fleisch, Fett, Milchprodukte, Soja und Eier essen. Verboten sind Hülsenfrüchte, Getreide und Obst (bis auf Sommer-Obst, aber momentan ist Herbst). Gemüse geht, sofern es über der Erde wächst und kein Mais, Butternuss oder Hokkaido ist. Statt Chips esse ich Salz pur oder schmelze Käse. Rotwein oder Schokolade ersetze ich durch Brokkoli. Zum Frühstück soll ich Kaffee mit einem Löffel Butter und einem Löffel Kokosöl trinken und dazu beispielsweise ein Omelett aus 5 Eiern und 3 Eiweiß essen.

Ganz ehrlich, das ist keine Ernährungsform, das ist eine Essstörung.

Dusseligerweise habe ich auch eine Östrogendominanz. Daher soll ich auf Fleisch, Fett, Eiweiß, Soja und Milchprodukte verzichten, viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte essen. Kurz dachte ich, okay, dann die nächsten Wochen halt nur Wasser und sonst nix, aber das geht auch nicht, weil ich täglich mindestens 1000 Kalorien zu mir nehmen und die Medikamente zu Mahlzeiten einnehmen muss.

Das war der Moment, in dem mein Hirn implodierte.

Das Corona-Gedöns belastet mich seit acht Monaten, jetzt kommt auch noch der Keto-Krams dazu. Das überfordert mich total. Kalorien zähle ich ja eh schon automatisch seit Jahrzehnten, aber jetzt habe ich mir dafür tatsächlich eine App geholt, weil die zusätzlich die Kohlenhydrate ausweist - und mir täglich zeigt, dass ich scheitere, weil ich einfach nicht auf Null komme. Dafür ist meine Kalorienbilanz absolut vorbildlich, aber dass ich insgesamt nicht zu viel esse, wusste ich ja schon vorher. 

Wenn ich mich wirklich ketogen ernähre, kann ich mich zudem schneller von meinen guten Blutfettwerten verabschieden, als mir lieb ist. Und auch ohne Ketose bin ich aktuell ein ständiger Quell schlechter Laune, denn mir fehlen Brot zum Frühstück, Haferflocken zu Mittag und Obst als Zwischenmahlzeit, ich habe ständig Magenschmerzen, weil ich lange Pausen zwischen den maximal drei Mahlzeiten, die ich darf, machen soll, und habe, warum auch immer, diese Woche kräftig zugenommen. 

Natürlich weiß ich inzwischen, dass es für Nudeln, Brot etc. ketogenen Ersatz gibt, aber um Kempowski sinngemäß zu zitieren: Ersatz ist nicht das Original. Warum soll ich für Nudeln Frischkäse, Leinsamen, Flohsamenschalen, Eier und Käse zusammenpampsen, wenn Mehl und  Eier reichen?! Warum soll ich Knäckebrot mit Palmfett essen, wenn es auch ohne geht?! Und wie zur Hölle kommt irgendjemand darauf, dass diese ganzen Pülverchen, die unzähligen Ersatzstoffe, die man braucht, um den Pamps zu binden, natürliche Lebensmittel sein könnten, wie Keto-Fans behaupten?! Natürliche Lebensmittel kommen nicht aus dem Labor.

Immerhin habe ich es gestern tatsächlich geschafft, ketogen zu frühstücken. Es gab ein Omelett aus vier Eiern, Paprika, Petersilie und Tomate. Ich brauchte 'ne gute Stunde, bis ich das auf hatte - und nach 'ner weiteren Stunde hatte ich wieder Hunger. Meine Kalorienzähl-App, die ich nur nutze, um Kohlenhydrate zu zählen, blinkte angesichts der Fett- und Eiweiß-Mengen hektisch. Das war der Moment, in dem ich beschloss, mich weiterhin mit gesunder Vollkost zu ernähren, aber der Endokrinologin nichts davon zu erzählen. Klappte beim Gatte schließlich auch. Und ich habe keinen Heißhunger auf Süßigkeiten oder Chips wie in dieser Woche, in der ich versuchte, mich ketogen zu ernähren. 

In dieser Woche sollte es viel aus dem Tiefkühler geben.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Schweinefilet aus dem Rosmarinrauch und Apfelrahmkraut.

Sonntag gab's Wurzelsalat mit Klopsen. Geplant waren eigentlich Schmorgurken mit Fleischbällchen

Montag gab's Schweinefilet aus dem Rosmarinrauch und Apfelrahmkraut. Geplant war Nudelauflauf

Dienstag sollte es Cidre-Hähnchen geben. Es gab Bohnensuppe

Mittwoch sollte es Nudeleintopf geben. Es gab Hack mit Champignons - und einem wirklich ketogenen Butterverbrauch des Gatten für das Anbraten des Hacks in einer beschichteten Pfanne. Während ich das fettfrei schaffe, brauchte der Gatte fast ein Viertelpfund ... 

Donnerstag sollte es Bohnensuppe geben. Es gab Schmorgurken mit Fleischbällchen.

Freitag gab's Lachs auf Avocado-Basilikum-Nudeln.

Gebacken wurde auch: Apfel-Mohn-Streuselkuchen. Teile davon wären sogar ketogen ... 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 17. Oktober 2020

Wochenplan in KW 42/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXIX

Diese Woche kamen wir endlich mal wieder auf den Wochenmarkt, wo Fleisch, Eier, Honig und Gemüse gekauft wurden. Außerdem waren wir beim Bäcker, mehrfach, denn der Gatte besorgte auf dem Rückweg aus dem Büro neben Brot auch immer wieder Kuchen. Ansonsten ging's noch in den Discounter, mehrfach, denn er liegt auf dem Arbeitsweg des Gatten, der sich da gerne Zwischendurchfutter kauft, und in den Supermarkt. Der Gatte war außerdem immer mal wieder im Baumarkt und bei Ikea, denn so ganz ist die Wohnung seiner Mutter noch nicht eingerichtet.

Unseren Wochenplan wirbelten wir wieder mal kräftig durcheinander. Der Gatte besteht auf das nachmittägliche Teetrinken nach meinem Feierabend, zu dem es auch immer Kuchen gibt. Nur leider hatte ich diese Woche oft erst so spät Feierabend, dass die Teezeit fast schon Abendbrotzeit war. Anglophil, wie wir sind, wurde aus der Teezeit diese Woche High Tea - weniger posh: Es gab Tee, Kuchen und Schnittchen zum Abendessen.

Unser Wochenplan in der Theorie.

Aber im Einzelnen:

Sonnabend gab's Abendbrot. Wir waren morgens bei Mudderns, wo's einen sehr guten Bäcker gibt, und nahmen für abends Brötchen mit.

Sonntags isst der Gatte abends zu Hause, denn in der Wohnanlage seiner Mutter ist um 18:30 Uhr Zapfenstreich. Das ist eine ganz schöne Umstellung, denn zwanzig Jahre lang hatte ich den Sonntagabend in aller Regel für mich, machte mir selten Gedanken ums Abendessen und genoss einen langen Krimi-Abend. Nun muss abends wieder gekocht werden. Ich versuche, es so einrichten, dass ich etwas koche, was vor dem Beginn von "Inspector Morse" fertig ist und Warmhalten verzeiht. Dann kann jeder essen, wenn er mag. Perspektivisch wird auch der Gatte sonntags Küchendienst übernehmen. Sonntag gab's Nudeleintopf.

Montag sollte es Fischstäbchen mit Rahmspinat und Kartopffelstampf geben, aber wir hatten viel zu viel Brot, also gab's Abendbrot. Der Gatte reicht gerne eine Suppe aus seinem unerschöpflichem Dosenvorrat dazu. Die bräuchte es für mich nicht.

Dienstag sollte Nudeleintopf geben. Es gab Abendbrot.

Mittwoch sollte es Wiener Schnitzel mit Petersilienkartoffeln geben. Es gab Nudeleintopf.

Donnerstag wollte ich Apfelklöße machen. Es gab Abendbrot.

Für Freitag war ein Adzukibohnen-Curry geplant, aber wir hatten eher Appetit auf Apfelklöße. Nur: Dem Gatten schlugen seine Medikamente mal wieder auf den Magen, da ist süßes Abendessen schlecht. Es gab magenfreundliches Hühnerfrikassee.

Gebacken wurde auch, trotz des vielen Kuchens, den der Gatte mitbrachte: Dulce de Leche Brownies.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 22. August 2020

Wochenplan in KW 34/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXIII

Auch in dieser Woche erledigten wir den Einkauf am Sonnabend wieder vor Tau und Tag. Diesmal verbanden wir ihn mit einem Besuch bei Mudderns. Auf dem dortigen Wochenmarkt war's so leer, dass wir noch nicht mal beim Schlachter anstehen mussten. Anschließend ging's zum Discounter und, wieder zurück in Hamburg, in zwei Drogeriemärkte. Bereits am Vortag war der Gatte schon im Supermarkt, um Vorräte aufzufüllen. Aus unbekanntem Grund hatten wir nur noch Asia-Nudeln ... Da muss ich mal gezielt nach Rezepten suchen. Wie üblich, besorgte der Gatte im Laufe der Woche immer mal wieder Vergessenes und erledigte auch mal wieder den Wocheneinkauf für seine Mutter.

Ich war drei Tage im "echten" Büro und brauchte etwas für die Mittagspause. So gab's die letzten Erdbeeren der Saison und Bickbeeren mit Joghurt, außerdem übriggebliebene Avocado-Lachs-Wraps, die ersten Tomaten aus eigener Ernte und Bananen-Quark. Da ich zurzeit sehr früh im Büro bin, kam das Mittagessen dort noch einigermaßen kühl an. Bei späterem Dienstbeginn an heißen Tagen war das in den letzten beiden Jahren problematisch, weswegen ich mir dann lieber etwas vom Bäcker holte. Für die Brotdose habe ich ein Kühlakku, denn bei frühem Dienstbeginn frühstücke ich im Büro.

Die ersten Tomaten aus eigener Ernte mit Za'atar*.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's wieder mal Tapas, bei uns Synonym für eine bunte Auswahl mediterraner Köstlichkeiten vom Wochenmarkt. 

Sonntag isst der Gatte seit Schwiegermutters Umzug in die Seniorenwohnanlage abends zu Hause. Das ist nach 20 Jahren eine Umstellung, nicht nur für mich. Bislang hatte ich den Sonntagabend nämlich meistens für mich. Jetzt muss ich mir wieder Gedanken darüber machen, was es zum Abendessen gibt. Mir langten bislang meistens Reste, Pellkartoffeln mit Quark oder ein Bütterken - was halt gerade so da war. Diesmal gab's die Reste vom mallorquinischen Kartoffeltopf.

Montag gab's Schmorgurken mit Fleischbällchen. Zwei Portionen und eine Mini-Portion für Mudderns wanderten in den Tiefkühler. 

Dienstag standen Avocado-Lachs-Wraps mit Dill-Dip auf dem Plan. 

Mittwoch gab's mit Hack gefüllte Schmorgurken. Ich habe keine Ahnung, was mit der Schmorgurke los war, denn die verweigerte sich hartnäckig dem Garprozess, auch nach über einer Stunde im Ofen.

Für Donnerstag setzte ich Reste auf den Plan. Das hat sich bewährt, denn durch die Kurzarbeit des Gatten braucht er kein Büro-Mittagessen mehr, und bei den aktuellen Temperaturen isst er so wenig, dass es selbst dann Reste gibt, wenn ich nur zwei Portionen zubereite. Wenn es Gerichte sind, die sich gut einfrieren lassen, wandern Reste für Mudderns in den Tiefkühler, aber das war in den letzten Wochen selten der Fall. Diesmal gab's die Schmorgurken vom Vortag, die selbst beim langsamen Erwärmen immer noch nicht richtig gar wurden.

Vor einigen Monaten empfahl ich Schwiegermutter das Diabetes-Kochbuch der "Ernährungs-Docs"*, das sie sich prompt kaufte. Als wir ihr Haus ausräumten, fanden wir es bei den Dingen, die sie in ihrer Verwirrtheit als Sperrmüll ansah. Inzwischen ist sie zwar wieder klarer, besteht aber darauf, das Kochbuch gehöre nicht ihr. So zog es bei uns ein, und Freitag gab's daraus mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurkenquark.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

*Affiliate link

Samstag, 15. August 2020

Wochenplan in KW 33/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXII

Angesichts der Hitze der letzten Tage waren wir letzten Sonnabend schon vor Tau und Tag auf dem Wochenmarkt, im Discounter und im Supermarkt. Gegen neun Uhr waren es schon über 30 Grad; und ich war froh, für alle Frischwaren TK-Akkus und Kühltaschen eingepackt zu haben. Als Lohn für das frühe Unterwegssein konnten wir mit frischen Brötchen und Ochsenherztomaten auf der noch einigermaßen kühlen Terrasse frühstücken. Was mich allerdings ritt, ganze sechs Paprika zu kaufen, ist mir ein Rätsel - drei wären völlig ausreichend gewesen. Und wenn davon dann auch noch zwei grün gewesen wären, nicht nur eine, wäre es optimal gewesen. So wurde das Essen etwas bunter, und zum Glück lassen sich die Schoten auch zwischendurch knabbern.

Diese Woche klappte es erstaunlich gut mit uns und dem Wochenplan.

Im Laufe der Woche besorgte der Gatte immer noch mal das eine oder andere, insbesondere Klopapier, für den Fall, dass wir nach unserem Urlaub tatsächlich in Quarantäne müssen oder die Hamsterer wieder zuschlagen. Außerdem war er beim Bäcker, versorgte uns mit Brot und Kuchen. 

Das Thema Quarantäne wurde plötzlich sehr aktuell: Im Kollegenkreis gab's einen Corona-Verdachtsfall. Ich dachte bis dahin, bis zur Vorlage eines negativen Testergebnisses müssten auch Erst-Kontakt-Personen in Quarantäne und sich vorsorglich testen lassen, aber dem scheint nicht so zu sein. Gott sei Dank war der Test negativ, also vermutlich, denn Infos gab's nicht, und die Person arbeitet wieder. 

Bei der Erstellung des Wochenplans orientierte ich mich daran, was auf dem Balkon und im Garten geerntet werden muss. Das sind aktuell Borretsch, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Petersilie und Rauke. Der Dill ist durch. Der Neuseeländer Spinat wächst nach und kann bald wieder geerntet werden.

Saltimbocca und mediterrane Köstlichkeiten vom Markt.

Eigentlich wollte ich auch das Kasseler Strünkchen schon verarbeiten, aber dem kann ich noch etwas Zeit geben. Das wurde also nur umgetopft. Tomaten und Zucchini lassen ebenfalls noch auf sich warten, und bei beiden bin ich gespannt, ob ich etwas ernten kann. Bislang hatten wir weder Tomaten- noch Zucchiniglück. Außerdem wollte ich mit dem Wochenplan ein wenig unser Mallorca-Weh bekämpfen. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machten wir wieder einen Tapas-Abend auf der Terrasse. Der Gatte briet dazu Saltimbocca, denn er findet, er bekommt momentan zu wenig Fleisch. Immerhin war's in der letzten Woche drei Mal vegetarisch ...

Der Gatte is(s)t sonntags immer öfter zu Hause, schließlich kann Schwiegermutter noch nicht den Herd in ihrer neuen Wohnung bedienen. Seitdem eine Bewohnerin die halbe Anlage abfackelte, wurden alle Herde erneuert und bekamen eine Touchzone, die für Schwiegermutter zu kompliziert ist. Ich vermute, das ist Absicht. Schließlich verdient die Anlage kein Geld mit Bewohnern, die sich selbst versorgen. Wir müssen ihr mal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung machen, die sie sich über den Herd hängen kann.  

Sonntag sollte es also Salade niçoise geben, aber vom Vortag waren noch Saltimbocca und Tapas da. Kopfsalat, Gurken und Tomaten wurden im Lauf der Woche bei Sandwiches verarbeitet.

Montag machte ich Sommergemüse mit Borretsch und Petersilie.

Dienstag stand Pasta Toscana Style für die Reihe "Kochen ohne Tüte" auf dem Plan. 

Mittwoch tat ich was gegen das Mallorca-Weh und kochte Cassola de patata a la abuela, einen vegetarischen Kartoffeleintopf. 

Für Donnerstag standen Reste auf dem Plan.

Freitag sollte es Muschelnudeln mit Garnelen in Dillsauce geben.

Gebacken wurde auch: Apfel-Bickbeer-Kuchen mit Mandelstreuseln.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 8. August 2020

Wochenplan in KW 32/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXI

Langsam ordnet sich nicht mehr alles Schwiegermutters Haushaltsauflösung unter, denn die Schlüssel für ihr Haus wurden inzwischen an die Käufer übergeben. Der Gatte ist aber immer noch mit ihrem Umzug beschäftigt. Dennoch wird es etwas ruhiger, können wir uns wieder etwas mehr mit dem Kochen beschäftigen. In den letzten drei Wochen mussten wir zu oft auf Fertigfutter und Lieferdienste zurückgreifen.

Endlich kamen wir mal wieder auf den Wochenmarkt! Dort fehlen noch immer viele Stände, sei's wegen Urlaubs oder weil wegen Corona nur Waren für den täglichen Bedarf zugelassen sind. Es sind aber wieder deutlich mehr Non-Food-Stände da als bei unserem letzten Marktbesuch. Und es war ziemlich leer, was durch die Schlangen nicht sofort auffiel.

Nach dem Wochenmarkt ging's zu Discounter und Supermarkt. Im Laufe der Woche war ich noch im Drogeriemarkt und im Supermarkt, fuhr der Gatte in den Getränkemarkt und besorgte immer mal wieder Kleinigkeiten, wenn er ohnehin unterwegs war. Aus dem Garten wurden Neuseeländer Spinat und Borretsch verarbeitet.
Unser Plan für diese Woche in der Theorie.

Ich war zum ersten Mal seit Anfang März wieder drei Tage in Folge im echten Büro, was heißt, dass ich wieder etwas für die Mittagspause mitnehmen musste. Die fiel seit Beginn der Kurzarbeit des Gatten aus, selbst an unseren zwei Bürotagen pro Woche, denn wir gewöhnten uns an, nachmittags gemeinsam Tee zu trinken, dazu ein Stück Kuchen zu essen. Da musste ich auf's Mittagessen verzichten, damit meine Kalorienbilanz stimmt.

Der Gatte, der inzwischen im fünften Monat in Kurzarbeit ist, aß auch diese Woche wieder mittags zu Hause. Für mich gab's im echten Büro Overnight Oats mit Erdbeeren und weißer Schokolade bzw. mit Bickbeeren und Kokos.

Bei uns steht der lang ersehnte und dringend notwendige Jahresurlaub an. Wir hoffen, dass wir fahren können, dass wir auch wie geplant zwei Wochen bleiben können, stellen uns aber sicherheitshalber auf zwei Wochen Quarantäne nach der Rückkehr ein und beginnen schon mal damit, die Vorräte aufzufüllen. Wir haben bislang nicht gehamstert und hamstern auch jetzt nicht, aber ich will genug im Hause haben, um notfalls zwei Wochen zu Hause bleiben zu können. Wobei wir auch im Normalfall auch ausreichend Vorräte für diesen Zeitraum haben, aber Artikel wie Mineralwasser und andere Getränke sowie Körperpflegeprodukte haben wir selten in größeren Mengen vorrätig (außer zu Beginn der Hamsterei Klopapier, aber das war Zufall). Bei frischen Lebensmitteln wird's schwierig, aber da muss es dann notfalls auch mal so gehen.
Mediterrane Köstlichkeiten auf der Terrasse.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend genossen wir einen lauen Sommerabend auf der Terrasse bei Rotwein und mediterranen Köstlichkeiten. Zusätzlich zu den gekauften machte ich Pimientos mit mariniertem Serrano-Schinken, getrockneten Tomaten und Mandeloliven.

Sonntag gab's die vom Freitag übriggebliebenen Nudeln mit Fertigsauce.

Montag sollte es Lachs in Teriyaki-Sauce geben. Das Gericht wurde durch Tapas-Reste vom Sonnabend ersetzt.

Das Linsen-Shakshuka entwickelt sich langsam zum Running Gag, so oft, wie es schon vergeblich auf dem Speiseplan stand. Dienstag wurde es endlich zubereitet.

Mittwoch sollte es erst Muschelnudeln mit Garnelen in Dillsauce geben, dann Lachs in Teriyaki-Sauce. Es gab Linsen-Shakshuka.

Donnerstag wollte ich nochmal den gelben Erbsen, die ich beim Aufräumen des Vorratsschranks fand, zu Leibe rücken. Statt Erbsen-Dal und mit Buttergewürz gratiniertes Hähnchenbrustfilet gab's allerdings Pellkartoffeln mit Quark.

Freitag wollte der Gatte Klopse mit Kartoffelstampf zubereiten. Vom Vortag waren noch Pellkartoffeln und Eier übrig, also ersetzten wir den Kartoffelstampf durch einen Kartoffelsalat und die Klopse durch Bratwurst.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 30. Mai 2020

Wochenplan in KW 22/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XI

Den Wocheneinkauf erledigte der Gatte netterweise am Freitag alleine. Mittwoch waren wir dann noch gemeinsam auf dem Wochenmarkt, und der Gatte besorgte im Laufe der Woche immer mal wieder Vergessenes auf seinen Wegen zwischen Schwiegermutters Haus, Lagerraum, Bau- und Möbelmärkten.

Ich bin froh, dass der Gatte mir oft Einkäufe abnimmt, denn mich strengt das noch mehr an als sonst.

Unser Wochenplan für die letzte Maiwoche.
Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spargel-Auflauf.

Sonntag aßen wir bei Schwiegermutter. Es gab Cordon Bleu.

Montag machte ich das mehrfach verschobene Brathuhn. Mittwoch gab's die Reste.

Dienstag gab's Gemüsesuppe aus dem Tiefkühler.

Donnerstag sollte es Spargel geben. Es gab Essen vom Asia-Lieferdienst.

Freitag sollte es Nudeln mit Garnelen in Dillsauce geben. Es gab den Spargel vom Donnerstag.

Gebacken wurde auch: Cornish Clotted Cream Cake. Außerdem brauchte ich zwei Büro-Mahlzeiten. Es gab Erdbeer-Joghurt-Kuchen und Erdbeeren.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Samstag, 9. Mai 2020

Wochenplan in KW 19/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten VIII

In dieser Woche klappte es endlich mit dem Verbrauch des Vorrats: Aus dem Tiefkühler kamen die Bolognese und das Fleisch für's Rindercurry, aus dem Vorratsschrank die Bohnen für das Rindercurry. Der Gatte räumte zudem ganz tapfer den Vorratsschrank auf und fand ein Döschen Spargelpaste. Ich habe keine Ahnung, was uns ritt, die zu kaufen, aber ich bin tapfer und bereite heute damit den Spargel zu.

Unser Wochenplan - und der Spiegelblick zeigt die griffbereiten Masken an der Haustür.
Wir waren diese Woche also total im Plan:

Sonnabend gab's Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln, Schinken und Hollandaise.

Sonntag gab's fremdgekochtes Rinderfilet mit gebratenen Drillingen und Alibi-Gemüse.

Montag und Mittwoch gab's Spaghetti Bolognese.

Dienstag und Donnerstag gab's Rindercurry.

Unser Lieblings-Schnitzel-Restaurant ist situationsbedingt zurzeit geschlossen, weswegen es Freitag zu Hause Wiener Schnitzel mit Spargel geben sollte. Das essen wir sonst mindestens einmal pro Saison in besagtem Lokal. Wir sollten allerdings langsam mal den Freitag zum Junk-Food-Tag erklären, denn wir waren zu schlapp zum Kochen. Es gab Pizza.

Mittags gab's entweder Milchreis mit Erdbeeren oder Kuchen. Gebacken wurde diese Woche nicht.

Der Einkauf war im Prinzip schnell erledigt. Sonnabend waren wir im Supermarkt, wieder jeder mit eigenem Einkaufswagen. Die Regel "Ein Einkauf pro Person" ist zwar gelockert worden, aber je nachdem, wer an der Tür steht, muss man darüber diskutieren, und dazu hatte ich keine Lust.

Mittwoch hatten wir Glück und bekamen einen der raren Parkplätze am Wochenmarkt. Der Markt war für die momentane Situation ziemlich voll, wobei das Schlangestehen mehr Kundschaft vortäuscht, als tatsächlich da ist, aber einiger der gewohnten Stände fehlten, wie die Geflügel- und Kartoffelbäuerin. Dafür waren wieder mehr Non-Food-Stände da. Zuverlässig da ist der Blumenhändler.

Für den Einkauf beim Schlachter brauchten wir zwei Anläufe, denn Mittwoch nach dem Markt war dort kein Parkplatz zu bekommen. Donnerstag klappte es dann.

Der Gatte kümmerte sich außerdem um Einkäufe im Getränke- und Drogeriemarkt sowie beim Discounter. Außerdem bestellten wir endlich wieder Wein bei August Eser - Weißwein fehlte schon länger im Weinregal, aber wir kamen einfach nicht dazu, welchen zu bestellen.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Samstag, 25. April 2020

Wochenplan in KW 17/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten VI

Durch meine meistens flexible Heimarbeit und die Kurzarbeit des Gatten sind wir zum Einkaufen nicht mehr hauptsächlich auf den Sonnabend angewiesen. So machten wir den Großeinkauf für diese Woche schon letzten Freitag.

Sonnabend zog der Gatte dann noch mal los, um für seine Mutter einzukaufen. Mittwoch schließlich waren wir gemeinsam auf dem Wochenmarkt, Donnerstag dann beim Discounter. Unsere Fähigkeit, einen kompletten Einkaufszettel für den wöchentlichen Großeinkauf zu schreiben, ist gerade sehr eingeschränkt - Corona-Demenz. Da wir aber aktuell Zeit haben, der Gatte anders als ich gerne durch Läden butschert, ist das nicht so tragisch.

Dadurch, dass wir momentan in anderen Läden einkaufen können als sonst, fallen mir die unterschiedlichen Rationierungen auf - und wie entspannt es in unserem Stammsupermarkt im Gegensatz zu den Discountern ist. Dort ist es eng, sind viele Kunden nörgelig und schlecht gelaunt. Der Gatte meint, beim Discounter jenseits der Stadtgrenze, wo er auf dem Heimweg einkauft, wäre es anders.

Ich brauchte für den Tag im "echten" Büro ein Büro-Mittagessen, das aus Joghurt mit Bananen und Orangen bestand, und das gab's auch in den Heimarbeitsmittagspausen, wenn kein Kuchen als Mittagessen da war.

Der Wochenplan in der Theorie.
Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend wünschte sich der Gatte Spaghetti Cabonara. Die gab's tatsächlich schon länger nicht mehr.

Sonntag stand wie meistens "Was da ist" auf meinem Speiseplan. Diesmal war's fertiger Kartoffelsalat, übrig geblieben von einem Mittagessen des Gatten, mit Wiener Würstchen. Der Gatte war bei seiner Mutter und brachte beiden etwas vom Chinarestaurant mit, da sie krankheitsbedingt gerade eingeschränkt ist.

Montag und Mittwoch gab's Scotch Eggs mit Salat.

Dienstag und Donnerstag sollte es Rindercurry mit roten Bohnen geben - der Hülsenfrüchtevorrat muss ja noch immer reduziert werden, aber es waren so viele Spaghetti übrig, das wir Dienstag nochmal Spaghetti Cabonara aßen. Außerdem beschloss der Gatte, Gemüsesuppe als Mittagessen für sich zu kochen. Die gab's dann auch Donnerstag als Abendessen.

Freitag gab's wie geplant Spargel.

Aus dem Vorrat wurde eine Schokokuchen-Backmischung verbraucht, und für Mudderns buk ich Kranbeeren-Schoko-Kekse, die hoffentlich den Versand gut überstehen.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Samstag, 18. April 2020

Wochenplan in KW 16/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten V

Wir haben brav die Aufrufe befolgt, möglichst nicht Gründonnerstag oder Karsamstag einzukaufen, um Wartezeiten vor den Läden zu vermeiden. Der Gatte machte mittags die eine oder andere Besorgung auf dem Heimweg, und ich war Mittwoch auf dem Markt, aber den großen Wocheneinkauf am Sonnabend ersparten wir uns.

Unser Wochenplan der 16. Kalenderwoche.
Im Gegensatz zum letzten Mittwoch war's diese Woche auf dem Markt so leer, dass ich einen Parkplatz am Markteingang bekam und nach 15 Minuten durch war, obwohl ich erst fast eine Stunde nach Marktöffnung da war. Es fehlten nicht nur Kunden, sondern auch viele Händler - ein ungewohntes, bedrückendes Bild.

Sonnabends schreiben wir ja immer den Einkaufszettel für gesamte Woche. Diesmal stand stand nur "Spargel und Schnittlauch oder 1 Bund Wurzeln mit 3 Bund Petersilie) darauf, je nachdem, was ich auf dem Markt bekommen würde.

So sah unser Wochenplan dann in Theorie und Praxis aus:

Sonnabend gabs' Schälerbsen-Mango-Suppe - die Reduzierung des Hülsenfrüchtevorrats, Du erinnerst Dich.

Ostersonntag gab's Kassler im Brotteig bei Schwiegermutter, und Ostermontag aßen wir dementsprechend die Reste. 

Dienstag verarbeiteten wir den ersten Schwung Ostereier zu Eiern mit Grüner Sauce. Die Saucenkräuter waren diesmal getrocknet, kamen aus dem Persienhaus der Frankfurter Kleinmarkthalle, ein Mitbringsel vom letzten Yarncamp. Eier mit Grüner Sauce hätte es auch Donnerstag geben sollen, aber dann kam der Gatte mit dem restlichen Kassler von Ostern von Schwiegermutter heim, und so gab's Bratkartoffeln, Kassler und Grüne Sauce.

Mittwoch musste ich lange auswärts arbeiten und wusste, danach habe ich abends keine Lust zum Kochen. Der Gatte wusste, er würde lange mit Schwiegermutters Haushaltsauflösung beschäftigt sein und auch keine Lust zum Kochen haben. Auf dem Heimweg ist ein guter Grieche, bei dem ich Essen abholte. Was ich nicht wusste: Beim Termin wurde ich mit ausgesprochen leckeren Dal verköstigt. Da passte abends eigentlich kein Gyros mehr, aber wenn man sich Mühe gibt ...

Freitag sollte es Kummerower Möhren in Eiersauce geben, aber ich bekam ja Spargel auf dem Markt, und daher gab's Ofen-Spargel mit Bozner Sauce. Der Spargel war übrigens super regional: Er kam aus Wedel. Ich wusste gar nicht, dass dort Spargel angebaut wird. Bislang gab's bei uns normalerweise welchen aus Niedersachsen.

Außerdem machte ich Magnolienblütensirup - zum letzten Mal mit den Blüten aus Schwiegermutters Garten.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Samstag, 11. April 2020

Wochenplan in KW 15/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten IV

Dieser Wocheneinkauf begann nervig, aber am Schluss hatten wir dann doch alles, was wir brauchten.

Nervig, weil der Gatte trödelte, wir erst eine Stunde vor Ladenschluss beim Schlachter waren, der Gatte da eine halbe Stunde in der Schlange stand, eine Viertelstunde für den Einkauf brauchte, weswegen wir es nicht mehr zum Markt schafften.

Nervig, weil Schwiegermutter für Kassler im Brotteig für Ostersonntag eine Brotbackmischung benötigt, die sie schon in zwei Supermärkten nicht fand und nach der wir deswegen auch guckten. Während der Gatte in der Schlachterschlange stand, gab ich die Osterpäckchen für Mudderns und Tante ab und inspizierte die beiden Drogeriemärkten im Dorf - alles abgegrast.

Ich fragte eine Kassiererin, die lakonisch meinte, es sei nichts mehr da, "auch keine Hefe". Als ich antwortete, davon hätte ich genug, zwar mit MHD aus dem letzten Jahrzehnt, aber das wäre der Trockenhefe ja egal, lachte sie.

Beim Dorf-Supermarkt ging die Schlange einmal ums Haus rum, also versuchte ich es da gar nicht erst. In den Drogeriemärkten gab's übrigens wieder kein Klopapier, dafür sah's beim Waschmittel besser aus als vor drei Wochen. Ich bin gespannt, wann ich wieder Handdesinfektionsmittel, das ich im Büro gelegentlich brauche, bekomme, aber solange ich überwiegend zu Hause arbeite, ist es nicht so dringend.

Der Schlachter warb im Wochenblatt damit, Karfreitag geöffnet zu haben, und ich wunderte mich beim Lesen der Anzeige, was in Coronazeiten plötzlich alles möglich ist. Allein: Das Ordnungsamt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Also alles wie immer. Die vorbestellte Kassler holte der Gatte am Donnerstag ab.

Da es inzwischen für den Wochenmarkt zu spät war, fuhren wir gleich zum Supermarkt, wo auch eine lange Schlange auf Einlass wartete. Wir überlegten erst, ob ich Montag vorm Büro alleine einkaufen fahre, aber der Gatte weiß, dass mich das anstrengt, und so waren wir beide froh, dass es schnell vorwärts ging.

Wie letzten Sonnabend schoben wir mit zwei Einkaufswagen los - und hatten Glück mit Schwiegermutters Brotbackmischung: Versteckt hinter dem Infozettel, dass nur zwei Packungen pro Haushalt abgegeben werden, fand sich noch eine für Bauernbrot! Das Osteressen ist also gerettet! Natürlich hätte ich ihr auch einen Brotteig gemacht, aber momentan kann ich Schwiegermutter wieder mal nichts recht machen, und so wäre das sicher falsch gewesen.

Eine Überraschung gab's beim Eierregal: In den Vorjahren war das kurz vor Ostern gähnend leer, in diesem Jahr allerdings gut gefüllt. Der Gatte fand sogar weiße Eier zum Färben. Andernfalls hätte ich die Mittwoch auf dem Markt geholt.

Eine zweite Überraschung gab's an der Kasse: Ich legte die bei uns monatsüblichen vier Pakete Butter auf's Laufband, durfte aber nur zwei mitnehmen. Ich hatte am Butterregal keinen Hinweis auf eine Rationierung gesehen, wäre auch nicht auf die Idee gekommen, dass es eine geben könnte, denn das Butterregal war in den letzten Wochen immer voll.

Ansonsten war's im Supermarkt entspannt. Die Kassiererinnen nahmen sich sogar Zeit zum Klönen und shakerten mit dem Plüschhasen, den der Gatte kaufte.

Der Gatte besorgte unter der Woche immer mal wieder das eine oder andere, vor allem Brot vom Bäcker und Zucker. Der ist rationiert, aber ich möchte Sirup machen, und da brauche ich nun mal vier Kilo. Außerdem musste er noch Mandeln, Puderzucker und Marzipanrüebli für eine Aargauer Rüeblitorte kaufen. Schwiegermutter war pikiert, weil sie von diesem Rüebli-Kuchen nichts abbekam - und da wusste sie noch gar nicht, dass Tante welchen bekommen würde. Damit der Haussegen nicht vollends schief hing, buk ich extra für sie.

Außerdem verarbeitete ich eine Backmischung für Wurzel-Cupcakes, die der Gatte anschleppte, und wusste wieder mal, warum ich normalerweise keine Backmischung kaufe, denn um aus der Mehl-Zucker-Zimt-Mischung tatsächlich Cupcakes zu machen, brauchte es noch Butter, Eier, Wurzeln, Frischkäse und Milch. Immerhin waren Muffinförmchen dabei - und in diesen verrückten Zeiten, in denen es an Mehl mangelt, sind Backmischungen dann auch wieder ganz praktisch, denn da ist immerhin das Mehl enthalten, wenn auch in dieser Form sehr teuer.

Ich war Mittwoch auf dem Markt, damit wir Karsamstag nicht einkaufen müssen, und damit Schwiegermutter Hornveilchen bekommt. Die wollte der Gatte eigentlich Sonnabend im Baumarkt besorgen, aber die Schlange ging einmal um den Parkplatz herum ...

Auf dem Wochenmarkt sah's Mittwoch allerdings nicht viel besser aus: Als ich zehn Minuten nach Marktöffnung kam, waren nicht nur alle Parkplätze besetzt, sondern warteten Autos in Doppelreihe - schlimmer als auf einem Sonnabend! An den Marktständen waren lange Schlagen, vieles war schon abgegrast - wie gesagt: Zehn Minuten nach offizieller Marktöffnung! Ich hatte Glück und ergatterte für Schwiegermutter die letzten beiden Stiegen mit Hornveilchen.

Ich guckte auch schon mal nach Spargelpreisen. Aktuell ist er nur moderat teurer, liegt das Kilo bei ca. 15 Euro. Mal schauen, wie's nach Ostern aussieht. Ein Schnäppchen wäre ein Spargelbeet beim Lieblings-Spargelhof: Eine Reihe kostet 222 Euro und bringt 100 bis 150 kg. Da wir zu zweit sind, wäre dass dann doch ein wenig viel Spargel.

Auf dem Rückweg hielt ich noch schnell beim Drogeriemarkt, um Zahnbürsten zu besorgen. Es war voller als Sonnabends, und Klopapier gab's noch immer nicht (wir haben zum Glück noch genug). Dafür war das Seifenregal noch gefüllt, aber der Markt war auch gerade mal 45 Minuten geöffnet.

Vorm Drogeriemarkt steht jetzt ein Schild, dass maximal 46 Kunden Zutritt haben. Angesichts der geringen Marktgröße möchte ich mir das lieber nicht vorstellen. Da fängt die Kassenschlange dann auf dem Parkplatz an.

Wochenplan mit Schreibfehler. Diese Woche war's sehr fleischlastig.
So sah unser (sehr fleischlastiger) Wochenplan dann in Theorie und Praxis aus:

Sonnabend gabs' Hähnchenbrustfilet mit Ofen-Spitzkohl und Ofen-Kartoffeln.

Sonntag aß ich eine vom Freitag übriggebliebene Portion Bangers and mash.

Montag und Mittwoch gab's Cannelloni Bolognese.

Dienstag und Donnerstag gab's Chili con pollo - der Hülsenfrüchtevorrat muss schließlich leer werden.

Karfreitag besteht der Gatte auf Fisch, was schwierig ist, da er keinen Fisch mag. Der diesjährige Kompromiss waren Fischstäbchen mit Ofen-Kartoffeln.

An einem Tag brauchte ich ein Büro-Mittagessen, aber das ist zurzeit unspektakulär und kommt aus dem Vorrat: Quark mit TK-Obst aus dem letzten Dänemark-Urlaub.

Der Hülsenfrüchtevorrat ist voller Überraschungen. Neben Linsen und weißen Bohnen, die der Gatte regelmäßig verkocht, fand ich ein halbes Pfund halbe gelbe Schälerbsen, vermutlich von diesem Rezept oder von der Gul split ærtesuppe med grønne lager übriggeblieben, und ein Pfund ganze gelbe Schälerbsen. Bis zum Herbst möchte ich sie nicht liegenlassen, aber alle Rezepte, die ich bislang fand, passen eher in den Herbst und Winter. Mal schauen, was mir einfällt.

Ansonsten ist unser kleiner Tiefkühler inzwischen so gut gefüllt, dass wir nicht nur 14 Tage Corona-Quarantäne überstünden. Dass er so voll ist, liegt auch daran, dass diverse Beutel mit Ein-Personen-Gerichten für Mudderns darin sind. Sie sehe ich ja sonst mindestens alle zwei Wochen, aber jetzt sahen wir uns seit Mitte Februar nicht mehr. Zum Glück haben wir noch einen kleinen Tiefkühler im Keller, den wir notfalls anwerfen können.

Da ich auch viel Zeit habe, um nach Rezepten für unsere Vorräte zu suchen, könnte ich momentan auch locker Pläne für das kommende Vierteljahr machen ... Was ich an Rezepten finde, kommt erstmal an eine Klammer am Kühlschrank und wird dann Stück für Stück abgearbeitet.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Samstag, 4. April 2020

Wochenplan in KW 14/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten III

Eigentlich wollte der Gatte ja unter der Woche einkaufen, aber wir schafften dann doch das meiste wie üblich am Sonnabend.

Der Plan für die Kalenderwoche 14.
Erst ging's zum Schlachter, wo sich vor der Tür das Schlangestehen mit Abstand schon eingespielt hat. Es dürfen maximal vier Kunden in den Laden. Öffnungszeiten und Sortiment sind leicht eingeschränkt. So gab's kein Fleisch für Gyros (wir bekamen es dann später beim Schlachter im Supermarkt). Vorbestellungen wurden schon letzte Woche nicht mehr angenommen, sonst hätten wir Schweinerücken vorbestellt un dim Laufe der Woche abgeholt.

Verderbliche Waren wie Hack werden vakuumiert verkauft. Wir haben jetzt zwei Halb-Pfund-Rollen Mischhack im Tiefkühler. Mett war letzte Woche schon nur vakuumiert zu haben. Ansonsten brauchten wir neben Currywurst nur ein bisschen Aufschnitt.

Auf dem Wochenmarkt war's proppenvoll, aber nicht so ausverkauft wie in den letzten beiden Wochen. Sogar die Geflügelfrau hätte noch Fleisch gehabt, nur brauchten wir keines. Einige Stände fehlten - seit letzten Sonnabend dürfen ja nur noch Lebensmittel verkauft werden. Zum Glück dürfen noch Blumen verkauft werden, was der Gatte reichlich nutzte. Die wöchentlichen Blumensträuße für Schwiegermutter und mich fielen üppiger aus als sonst. Stiefmütterchen für den Balkon gab's auch.

Im Supermarkt gab's 'ne Neuerung: Es gibt nur noch einen Eingang (letzte Woche waren es noch zwei), und der Sicherheitsdienst greift hart durch: Es darf nur noch jeweils eine Person mit einem Einkaufswagen in den Markt. Selbst Paare, also gemeinsame Haushalte, dürfen nicht mehr zusammen in den Supermarkt, ganze Familien erst recht nicht.

Da weder der Gatte noch ich Lust hatten, alleine in den Markt zu gehen, schoben wir mit zwei Einkaufswagen los. An der Kasse fragte ich, ob ich die Einkäufe aus beiden Wagen zusammen zahlen dürfe, was möglich war. Die nette Kassiererin entschuldigte sich für die Umstände und erzählte, Hintergrund für das harsche Durchgreifen sei, dass es Anfang der Woche ganze Familienparties im Markt gegeben hätte, und dem Markt deswegen die Schließung angedroht worden sei. Deswegen griffe man nun durch - verständlicherweise.

Einige Regale waren nach wie vor abgegrast, aber nicht so hirnlos wie in den Vorwochen, wo die Mehl- und Nudelregale komplett leer waren - inklusive Nudeln oder Mehl aus Kichererbsen, Teff, Linsen und ähnlich exotischen Sorten. Wir haben allerdings genug Nudeln (und nach Mehl, Reis, Hefe oder Klopapier guckte ich nicht, weil wir davon noch genug haben - ohne zu hamstern).

Der Gatte besorgte unter der Woche das eine oder andere wie frisches Brot oder Wurzeln, weil ich spontan beschloss, für Mudderns und Tante, die wir Ostern nicht sehen werden, Wurzelkuchen im Glas zu backen. Ich musste Mittwoch zu einem Büro-Termin und besorgte auf dem Weg ein paar Kleinigkeiten im Drogeriemarkt und Mittagbrötchen beim Bäcker.

Im Drogeriemarkt musste ich zwangsläufig durch den ganzen Laden, bis ich meinen Krams zusammengesucht hatte, und stellte dabei fest, dass Seife fast komplett ausverkauft und Klopapier noch immer Mangelware ist. Inzwischen bin ich mir sicher, dass diejenigen, die nicht an einem Corona-Impfstoff aus Klopapier, Nudeln, Reis, Hefe, Mehl und Sterillium arbeiten, sich zu Hause als Mumie verkleiden. Anders ist dieser hirnlose Klopapierkauf nicht zu erklären. Viele haben auch herausgefunden, dass es in den Drogeriemärkten auch Reis, Mehl und Nudeln gibt: Die Regale waren ebenfalls leer gefegt.

Beim Bäcker waren zwar Brot, Brötchen und Gebäck reichlich vorhanden, zumindest morgens vor Tau und Tag, als ich da war, aber dort, wo normalerweise belegte Brötchen in der Kühlvitrine liegen, liegen jetzt die Zutaten dafür. Brötchen und Brote werden bei Bedarf frisch belegt - klar, so muss man abends weniger wegwerfen.

Spannend finde ich die Synergieeffekte, die sich aktuell ergeben. So verkauft der Blumenladen im Dorf jetzt auch Kartoffeln. Einmal auf der Ecke, guckte ich nach unserem Stamm-Griechen in der Hoffnung, er habe auf Lieferdienst / Abholung umgestellt, aber das Lokal ist ganz geschlossen. Ich hoffe, die Inhaber kommen gut durch die Corona-Krise.

Ein paar Einkaufsbilder gibt's im Gedöns-Blog zu sehen, denn der 28. März war Picture my Day-Day. 

So sah unser Wochenplan dann in Theorie und Praxis aus:

Sonnabend gab's Currywurst und Pommes frites.

Sonntag koche ich ja meistens für mich alleine und esse, was da ist. Auf dem Markt fand ich Rhabarber aus den Vier- und Marschlanden, also aus Hamburg, und machte mir einen Rhabarberauflauf.

Montag und Mittwoch gab's Gyros mit Reis, Weißkohlsalat, Knoblauchcreme und Tsatsiki.

Dienstag und Donnerstag gab's Asiatische Bohnensuppe - ich fand im Vorrat Azukibohnen*.

Freitag gab's das öfter verschobene Bangers and mash.

Neu ist, dass der Gatte seit Mittwoch in Kurzarbeit ist, also mittags zu Hause isst. Mal gucken, wie sich das einspielt, denn er hätte gerne eine komplette Mahlzeit, während mir Joghurt und Obst reicht, wenn ich zu Hause bin. Aber er ist ja schon groß und kann sich selbst bekochen.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

*Affiliate link

Samstag, 28. März 2020

Wochenplan in KW 13/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten II

Seitdem ich überwiegend zu Hause arbeite und, wenn ich ins Büro muss, mit dem Auto fahre, spare ich jeden Tag zwei bis drei Stunden Fahrzeit. Das ist doof für das Projekt Verspätungsschal, aber irgendwas ist ja immer. Dafür habe ich mehr Kraft zum Kochen und mache mich langsam daran, unseren Vorratsschrank aufzuräumen. Außerdem koche ich öfter vegetarisch, meistens zum Unmut des Gatten.

Unser Plan für die vierte Märzwoche in der Theorie.
In dieser Woche machten wir den Wocheneinkauf noch am Sonnabend, aber im Supermarkt war das ziemlich nervig, so dass wir zukünftig öfter unter der Woche einkaufen werden. Im Supermarkt war jede dritte Kasse geöffnet - Mindestabstand gut und schön, aber so knubbelten sich die wenigen Kunden an den wenigen Kassen. Ansonsten waren die Regale immer noch ziemlich leer, aber da wir weder Klopapier noch Hefe, Reis, Mehl oder Nudeln brauchten, war uns das egal.

Der Gatte beschloss, künftig unter der Woche das auf dem Heimweg einzukaufen, was wir nicht auf dem Markt oder beim Schlachter bekommen. Ich könnte den Einkauf auch übernehmen, aber solange er noch jeden Tag ins Büro muss, muss so nur einer von uns jeden Tag raus. Verringerung des Ansteckungsrisikos und so.

Gestern war ich dann noch mal kurz einkaufen, weil Toast für das Wochenende fehlte. Die Parkplatzsituation im Dorf war so wie sonst auch unter der Woche, und der kleine Dorf-Rewe war sehr voll. Die Hinweisschilder zum Mindestabstand waren gut und schön, aber in Gängen, die kaum zwei Meter breit sind, 150 cm Abstand zu halten, ist einfach nicht drin. Die Regale waren allerdings voll. Okay, ich hab' jetzt auch weder nach Mehl oder Reis, Nudeln, Hefe, Klopapier gesucht, sondern nur Toast und Milch gekauft - und Kümmelbrötchen. Seitdem ich öfter unter der Woche zum Bäcker komme, schwelge ich in Kümmelbrötchen.

Beim Schlachter, wo sich letzte Woche noch dicht an dicht Familien, die aus den Ferien zurückkamen, drängten, achtete man jetzt darauf, nur einen Kunden pro Verkäuferin einzulassen. Der Rest wartete mit gebührendem Mindestabstand draußen. Das mit dem einen Kunden pro Verkäuferin nahm man übrigens wörtlich: Gatten bzw. Gattinnen mussten draußen bleiben.

Eine alte Dame randalierte in der Warteschlange, schlug um sich, wehrte sich gegen ihre Betreuerin, die sie begleitete, und marschierte krückstockbewehrt in den Laden, denn "Man kennt mich hier! Man kann mich hier nicht warten lassen!" Sie wurde aus dem Laden gebeten - und warf erst mal ihren Krückstock in die Warteschlange. Leute gibt's.

Die Stimmung unter den Verkäuferinnen war bedrückt, denn sie wissen nicht, ob sie weiter geöffnet haben, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten, denn weniger Kunden bedeuten weniger Umsatz.

Auf dem Wochenmarkt war die Stimmung ebenfalls gedrückt, denn die Händler, die keine Lebensmittel verkaufen, erfuhren, dass sie vorerst Marktverbot haben. Außerdem war drei Stunden vor Marktende schon wieder vieles ausverkauft. Ein Händler meinte, es kämen weniger Kunden, aber dafür kämen alle früher.

Diese Woche klappte es ganz gut mit dem Wochenplan. Sonnabend gab's Pizza - der Tag ist bei uns meistens Fast Food-Tag. Sonntag machte ich mir klassisches Abendbrot. Montag und Mittwoch gab's Kartoffelcurry. Der Gatte langte mehr zu als bei einem vegetarisch-veganen Gericht gedacht, so dass es Mittwoch noch etwas Salat von Dienstag dazu gab. Der Salat war zwar nicht saisonal, aber solange wir noch Gelegenheit haben, knackig-frisches Gemüse zu bekommen, wollte ich was knackig-frisches. Donnerstag und Freitag gab's Schichtkohl. Davon wanderte auch wieder etwas in den Tiefkühler. Außerdem gab's für mich ein Luxus-Frühstück unter der Woche: Banana pancakes. Es waren wieder mal überreife Bananen da.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Samstag, 21. März 2020

Wochenplan in KW 12/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten I

Zurzeit bin ich weitgehend in Heimarbeit, währen der Gatte weiterhin jeden Tag ins Büro fahren muss und auf Kurzarbeit wartet. Als wir letzten Freitag und Sonnabend den Wochenplan machten, war noch nicht klar, ob ich zu Hause arbeite oder nicht, weswegen ich den üblichen Mittagspausensalat einplante.

Unser Wochenplan für die dritte Märzwoche in der Theorie.
Freitag bestellten wir bei Asia-Lieferdienst. Das machen wir seit einiger Zeit gerne freitags, wenn wir beide erschöpft von der Woche sind. Sonnabend gab's die Reste, denn zusammen mit der Vorspeise reichen die Portionen tatsächlich für zwei Mahlzeiten. Vermutlich war das die letzte Bestellung für eine lange Zeit, je nachdem, wie sich das mit Ausgangsbeschränkungen, Quarantäne usw. entwickelt.

Sonnabend waren wir auf dem Wochenmarkt und beim Schlachter, mit dem Hintergedanken, dass die Hamsterer da wohl eher nicht einkaufen würden, sondern in den Supermärkten, wo alles doch so hygienisch in Plastik verpackt ist. Tscha nun.

Der Schlachter war pickepackevoll. Urlaubsrückkehrer deckten sich mit Fleisch und Aufschnitt ein. Verrotzten, hustenden Kindern wurde die Fleischwurst auf der Fleischgabel über den Tresen gereicht. Die griffen ihn mit den Patschhändchen, die gerade die Rotznase abgewischt hatten - und dann ging's die Fleischgabel in den Aufschnitt des nächsten Kunden. Große Klasse.

Wir kauften Brathuhn und Hack für den Vorrat und Aufschnitt für die kommende Woche. Kurz überlegte ich, auch Kartoffeln und Suppengrün mitzunehmen, tat es aber nicht, weil wir ja noch zum Markt wollten.

Auf dem Markt war's genauso voll wie sonst in den Ferien, aber die Leute kauften ohne Sinn und Verstand. Kartoffeln waren nur noch mit Mühe zu bekommen - am xten Stand ergatterte der Gatte die letzten fünf Pfund. Die Zutaten für Suppengrün kauften wir später einzeln im Supermarkt, anders ging's nicht.

Nach dem Markt ging's zum Discounter, wo die Regale leer waren. Ich bekam immerhin noch Gurke und Tomate. Auch im Supermarkt gab's nichts mehr an Reis, noch nicht mal irgendwelche exotischen Sorten. Gleiches galt für Mehl. Sogar Teff, Erbsen-, Kichererbsen-, Linsen, Kokos- und sonstige Spezialmehle waren ausverkauft. Nudeln waren auch aus, aber die brauchten wir nicht.

Wir wollten nicht hamstern, brauchten schlichtweg Reis für die kommende Woche und 2 Kilo Mehl, weil's aufgebraucht war, nur: Es gab nichts. Der Gatte befürchtete schon, ich würde ihn auf Couscous oder Bulgur umstellen, fand dann aber noch Reis und Mehl, als er im Laufe der Woche auf dem Heimweg einkaufte.

Sonntags habe ich meistens keine Lust mehr, zu kochen, insbesondere, wenn ich mir Salat für die ganze Woche schnibble. Deswegen steht meistens "Was da ist" auf dem Wochenplan. An diesem Sonntag waren es Kartoffeln und Rote Bete, im Ofen gebacken, mit einer Kelle Bolognese, die beim Einfrieren des Vorrats übrig blieb. Es war so viel, dass ich noch eine Portion für die Mittagspause am Montag hatte.

Montag machte der Gatte Spinat und Kartoffeln mit Mozzarella und Ei, im Ofen gebacken. Das reichte auch für zwei Mittagessen.

Dienstag ergatterte der Gatte Mehl, Reis, Gurke und Paprika. "Wieso Paprika?", fragte ich. "Na, für deine Happy Drinks!" "Ich soll Paprika in den Gin Tonic tun?!" "Nee, du machst doch immer Smoothies." Schon, aber darin hat Gemüse nichts zu suchen ... Abends gab's wie geplant Hühnerfrikassee mit Reis - und Gurkensalat, denn Gurke hatten wir jetzt reichlich.

Mittwoch gab's statt Würstchen und Pü Nudeln mit Rauke-Pesto. Die Rauke war genau wie die Gurke, die's am Vortag gab, eigentlich für den Mittagspausensalat gedacht. Zwei kleine Portionen blieben übrig und wurden für Mudderns eingefroren (das ist nicht optimal, aber besser als die Fertiggerichte, die sie sonst isst).

Donnerstag gab's wie geplant Pellkartoffeln mit Quark.

Freitag machte ich statt des Brathähnchens gefüllte Paprikaschoten mit Tomatensauce und Reis. Eine bleib übrig, wurde halbiert und mit Tomatensauce für Mudderns eingefroren. So hat sie zwei Mittagessen (Reis macht sie sich entweder aus der Dose oder aus dem Kochbeutel dazu - nun ja).

Bleibt gesund und passt auf eure Lieben auf.

Freitag, 29. Mai 2015

Die Kleinmarkthalle in Frankfurt / Main

Während einer seiner Wochenend-Shopping-Streifzüge durch Frankfurt entdeckte der Gatte die Kleinmarkthalle und berichtete mir ganz begeistert davon. Als ich ihn aus Bad Nauheim abholte, fuhren wir eines Nachmittags hin, damit ich sie auch sehen kann.

Eingang in die Frankfurter Kleinmarkthalle von der Hasengasse aus.
In Hamburg sind zwar noch einige Gebäude ehemaliger Markthallen erhalten, aber sie werden inzwischen anders genutzt. Die Markthalle im Ottensener "Mercado" ist für mich auch kein adäquater Ersatz.

Gleich am Eingang war ich kaum von "Samen Herzing" herauszubekommen. Leider weigerte sich der Gatte, sein Gepäck aufzugeben, damit ich auf der Rückreise Pflanzen im Auto unterbringen kann.
Fette Beute.
Zwar ist die Frankfurter Kleinmarkthalle auch nicht mehr in ihrem ursprünglichen Neorenaissance-Zustand von 1879 erhalten, sondern wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und neugebaut, aber man merkt, dass Halle und Händler in den letzten Jahren miteinander verwachsen sind.

Unter der Woche werden keine Lebendfische verkauft, sind die Becken leer.
Die Schlachter verkaufen so ziemlich jedes essbare Teil der Tiere. Am späten Nachmittag war natürlich schon vieles aus. 
Es gibt nicht nur Fleisch als Gemüse.
Exotische Genüsse.
Mediterrane Köstlichkeiten.
Eine Ahle Wurscht musste mit nach Hause. 
Es macht Spaß, durch die Halle zu schlendern, zu gucken und zu kaufen. Einzig die persischen Händler waren mir viel zu aufdringlich. Ich hätte gerne in Ruhe geschaut, ob ich was brauche, aber die wollten mir allesamt partout getrocknete Mango aufschwatzen ... So machte dann Karl Müller ein Geschäft mit mir.

Der gut sortierte Stand von Karl Müller. 
Und nochmal der Stand von Karl Müller.
Eigentlich brauchte ich ja nichts. Aber dann fiel mir ein, dass Cajun Seasoning und Jerk alle sind.Und der Rest wollte dann einfach auch noch mit. 
Die Kleinmarkthalle ist schon länger baufällig, soll modernisiert und privatisiert werden. Ich hoffe sehr, dass sie dadurch nicht ihren Charme verliert.

Wandbild am Eingang der Kleinmarkthalle.
Detail des Wandbildes.
Noch ein Detail.
Zweimal monatlich, am zweiten und vierten Sonnabend um 10 Uhr, gibt es Führungen durch die Kleinmarkthalle, Häppchen inklusive. Die nächste ist morgen. Alle Termine gibt es hier. Auf dieser Seite gibt es weitere Informationen und Impressionen.