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Sonntag, 7. Februar 2021

Entenbrust mit Apfel und Kürbis

Es ist mal wieder Zeit für eine Entenbrust. Aus welchen Gründen auch immer, wir essen mehr Ente im Herbst und Winter als in den wärmeren Jahreszeiten. 

Da aus unserer Sicht Ente gut mit Obst harmoniert habe ich es diesmal mit Apfel probiert und das war gut. Es gab ein Apfelmus mit etwas Crème fraîche und in Cidre bissfest gegarte Apfelkugeln. 

Etwas Butternusskürbis gab es auch dazu, nämlich eine gebratene Scheibe Kürbis und eingelegter Kürbis mit Senf. Für den eingelegten Kürbis habe ich das Rezept aus dem letzten Beitrag benutzt, nur habe ich den Anteil an Senfkörnern verdoppelt.





Zutaten für 2:

2 Entenbrüste (weiblich)

500 ml Entenfond

200 ml Sahne

750 ml Cidre

1 Butternusskürbis

1 El Butter

2 El eingelegter Kürbis mit Senfsaat

3 Äpfel (Elstar)

1 El Crème fraîche

Rapsöl

Salz




Zubereitung:

Den Entenfond mit 350 ml Cidre in einen Topf geben und alles auf 200 ml einkochen, dann die Sahne zufügen und nochmal um etwa 100 ml einkochen. Wenn nötig die Sauce mit Salz abschmecken. 


Den restlichen Cidre auf zwei kleinere Töpfe verteilen. Die Äpfel schälen und entkernen. Mit einem Kugelausstecher 12 kleine Kugeln ausstechen und in einen der Töpfe geben. 

Den Rest der Äpfel klein schneiden, in den zweiten Topf geben und bei mittlerer Hitze schön weich kochen bis der Cidre eingekocht ist. Abkühlen lassen und einen El. Creme fraîche unterrühren, mit einer Prise Salz abschmecken.



Den oberen Teil des Kürbis schälen und in dünne Scheiben scheiden. Mit einem Ausstecher 6 Scheiben ausstechen.

Etwa 75g  Kürbisfleisch fein würfeln und für den eingelegten Kürbis nach diesem Rezept verwenden.


Die Entenbrüste auf der Hautseite rautenförmig einschneiden. In einer Pfanne von beiden Seiten je etwa 2 Minuten anbraten. Die Brüste aus der Pfanne nehmen, auf einen vorgewärmten Teller legen und im Backofen bei 80°C auf eine Kerntemperatur von 65°C ziehen lassen.


In einer Pfanne die Butter erhitzen und braun werden lassen, dann die Hitze deutlich reduzieren und die Kürbisscheiben von beiden Seiten anbraten. Mit Salz würzen.

Die Apfelkugeln die in dem Cidre liegen unmittelbar vor dem anrichten nur kurz erwärmen.



Anrichten:

Das Fleisch in Scheiben schneiden und aufrecht in die Mitte eines Tellers stellen. Einen El Apfelmus und drei Apfelkugeln dazu setzen. Eine gebratene Kürbisscheibe dazu legen. Au die Kürbisscheibe etwas von dem eingelegten Kürbis und die Senfkörner platzieren. Die Sauce mit einem Pürierstab aufschlagen und um das Fleisch verteilen.


Dienstag, 3. November 2020

Kalbsleber "Berlin"

Wenn es Kalbsleber bei meinem Metzger gibt, dann kaufe ich die, oft hat er Kalbsleber nicht, meist muss ich die vorbestellen. Jetzt habe ich wieder Kalbsleber bekommen und habe sie in Anlehnung an ein Rezept von Tim Raue aus dem Buch „Deutsche Weine Deutsche Küche“ zubereitet.  

Tim Raue nennt sein Rezept „Berliner Leber“. Es hat die klassischen Zutaten Kalbsleber, Zwiebel, Apfel und Kartoffel. Dabei werden die gerösteten Zwiebel in der Sauce versteckt. 




Frau K und ich waren uns einig das es eines der besten Kalbslebergerichte war welche ich bisher gemacht habe. 

Die Aromen harmonieren sehr gut miteinander und es ergibt sich ein sehr schöner Geschmack.  


Wir haben es als Vorspeise gegessen.



Zutaten für 2:


150 g Kalbsleber ( zwei Scheiben)

Mehl

1 Apfel (Elstar)

50 g brauner Zucker

450 ml Apfelsaft ( Elstar)

1 Lorbeerblatt

1 Gewürznelke

5 Rote Perlzwiebeln

50 ml Himbeeressig

100 ml Balsam Apfelessig

50 ml Wasser

1 Zwiebel (Rose de Roscoff)

200 ml Kalbsfond

200 ml Sherry

Grüner Tabasco

2 größere Kartoffeln

Butter

Salz


Zubereitung:

Die Apfelkugeln und die Zwiebeln sollen etwa 24 Stunden marinieren, also einen Tag vorher anfangen.


Die Zwiebeln schälen und längs in Streifen schneiden. Den Himbeeressig, Balsam Apfelessig und das Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Die Zwiebelstreifen zufügen und noch eine Minute köcheln lassen. Dann abkühlen und etwa 24 Stunden marinieren. 

Den braunen Zucker in einem kleinen Topf schmelzen bis er goldbraun ist. Dann mit 250 ml Apfelsaft ablöschen, das Lorbeerblatt und die Nelke zufügen und kochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. 

Ich habe dafür reinsortigen Elstar Apfelsaft Jahrgang 2019 genommen.

Den Apfel schälen und mit einem kleinen Kugelausstecher möglichst viele Apfelkugeln ausstechen und zu dem heissen Apfelsaft geben. Den Topf vom Herd nehmen und auskühlen lassen.




Für die Sauce die Zwiebel schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. In einer Sauteuse etwas Butter schmelzen. Die Zwiebelscheiben in der Butter goldbraun anbraten. Dann mit je 200 ml Kalbsfond, Apfelsaft und Sherry ablöschen. Die Sauce auf 300 ml einkochen und dann durch ein Sieb abseihen. Nach Geschmack binden.  Mit Salz und etwas grünem Tabasco abschmecken.


Die Kartoffeln schälen und mit dem Kugelausstecher kleine Kugeln ausstechen. In einem kleinen Topf etwas Butter schmelzen, die Kartoffelkugeln und eine Prise Salz zufügen . Den Deckel auflegen und die Kartoffeln etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel garen, dabei ab und an den Topf vorsichtig schütteln um die Kugeln zu bewegen.


Die Leber leicht mehlieren und salzen. Vorsichtig in etwas Butter anbraten bis sie innen noch leicht rosa ist.




Anrichten:

Zwei El Sauce in eine Schale geben. Darauf je ein Stück gebraten Kalbsleber setzen. Darum herum die Kugeln vom Apfel und der Kartoffel platzieren. Einige Streifen eingelegte rote Perlzwiebel dazu legen.


Sonntag, 9. Februar 2020

Kalbstatar, lauwarm und Apfel-Gurken-Relish

Frau K und ich, wir lieben Tatar, als ich dieses Rezept für ein lauwarmes Kalbstatar in einem Kochbuch gefunden habe, da stand schnell fest das wir das ausprobieren. Dazu kommt ein kühles Gurken-Apfel-Relish aus dem gleichen Kochbuch.
Das Kalbs-Tatar ist lauwarm, genau das ist der Clou bei diesem Rezept. Das Tatar wird zu einem Patty geformt und kommt für 60 Sekunden in die heisse Pfanne. So bekommt man ein lauwarmes Gericht. Das Fleisch habe ich auf eine geröstete Scheibe von meinem Roggen-Mischbrot angerichtet.

Kalbstatar auf Brot Mayonnaise Apfel-Gurken-Relish


Es passte gut zusammen, die Säure des Relish und die Cremigkeit des lauwarmen Tatars ergänzen sich gut. Eine schöne, kleine Vorspeise die Appetit macht.

Das Gericht habe ich angerichtet auf zwei Brettchen die „Spessartbrett“ nach meinen Wünschen hergestellt hat.

Zutaten für 2:
100 g Kalbfleisch aus der Oberschale
Mildes Rapsöl
2 Tl Senf
1 Tl Worcestershire Sauce
2 Eier
1/2 Bund Schnittlauch
1/2 säuerlicher Apfel
1 kleine Salatgurke
2 El Zitronensaft
1 Tl Rotiseur-Senf
1 Tl Rieslingsenf
1 Tl Honig
Dill
1 Scheibe Roggenbrot
Salz



Zubereitung:
Das Kalbfleisch für eine Stunde in den Tiefkühler legen, dann mit dem Messer in sehr kleine Würfel schneiden. Mit 1El Rapsöl, 1Tl Senf und Worcestershire-Sauce  und einer Prise Salz vermischen. Die Masse teilen und je einen Patty formen. Die Pattys kalt stellen.
Ein Ei hart kochen und abschrecken.

Aus 1 Eigelb, Rapsöl, 1 Tl Senf, 1 Tl Worcestershire-Sauce und etwas Salz eine Mayonnaise rühren.

Kalbstatar auf Brot Mayonnaise Apfel-Gurken-Relish

Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.

Für das Apfel-Gurken-Relish den Apfel schälen und sehr fein würfeln. Mit dem Zitronensaft in eine kleine Schüssel geben und gut vermischen. Die kleine Salatgurke schälen, entkernen und sehr klein würfeln. Die Gurkenwürfel mit dem Rotiseursenf, Rieslingsenf, Honig und einer Prise Salz zufügen. Bis auf ein paar schöne Dillspitzen den Dill klein schneiden. Den Dill unterheben und alles kalt stellen.

Die Scheibe Brot in einer Pfanne leicht anrösten. Mit einem Ring zwei Scheiben ausstechen.
In einer kleinen Pfanne Öl hoch erhitzen und die Patty von jeder Seite 30 Sekunden anbraten.


Anrichten:
Die Pattys auf die Brotscheiben setzen. Mit einem El Mayonaise bedecken. Das hart gekochte Eigelb zerbröseln und darüber streuen. Dann den Schnittlauch. Den Relish auf zwei kleine Schalen verteilen und dazu stellen. Mit etwas Dill dekorieren.


In Anlehnung an Rezepte aus dem Kochbuch „BEEF RAW“

Sonntag, 8. Dezember 2019

Sauerkraut mit Kalbsleber

Mein Gemüsehändler auf dem Markt verkauft auch selbst hergestelltes Sauerkraut. Das ist fein geschnitten und hat eine sehr angenehme Säure, wir essen das sehr gerne.
Heute habe ich ein Rezept für eine Vorspeise mit Sauerkraut. Das wollte ich unbedingt mal ausprobieren und das Sauerkraut leicht und nicht so fettig zubereiten. Wenn man das Sauerkraut eher klassisch zubereitet  bekommt es ja ordentlich Fett ab und Rauchgeschmack.
Sauerkraut mit Kalbsleber


Heute bekommt das Sauerkraut kein Fett, sondern nur reichlich Riesling.  Dazu ein kleines Stück Kalbsleber, gebratenen Apfel und gedünstete Zwiebel. Mir hat das gut gefallen, Frau K war nicht so angetan von diesem Gericht. Mir hat gerade die Kombination des leicht saueren Gemüses mit dem Kalbfleisch sehr gefallen, dazu die leichte Süße des Rieslingsuds. Ich fand das gut.

Zutaten für 4:
4 Scheiben Kalbsleber je 100g
Neutrales Öl
300 g Sauerkraut
1 Flasche Riesling, halbtrocken/feinfruchtig
400 ml Hühnerbrühe
1 Rose de Roscoff
1 kleiner Apfel
Butter

Zubereitung:
Das Sauerkraut einmal kurz abwaschen, dann sehr gründlich ausdrücken. Das Sauerkraut mit 350 ml Riesling in einen Topf geben und bei geschlossenem Deckel kurz (3-5 Minuten) kochen. Mit Salz abschmecken.

Sauerkraut mit Kalbsleber
Die Hühnerbrühe und den restlichen Riesling in einen Topf schütten und auf etwa 300 ml einkochen. Der Sud war so würzig das ich den nicht mehr gesalzen habe.

Die Zwiebel schälen und längs in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebelstreifen die letzten 5 Minuten in dem Rieslingsud mit kochen, dann herausnehmen.

Den Apfel schälen, entkernen und fein würfeln. Die Apfelwürfel in wenig Butter kurz anbraten.

Die Kalbsscheiben in heissem Öl von jeder Seite 1 Minute anbraten, dann noch ein paar Minuten in der Pfanne abseits vom Herd ziehen lassen. Die Kalbsleber vorsichtig etwas salzen.



Anrichten:

Das Sauerkraut auf 4 Schalen verteilen. Auf das Sauerkraut ein paar Apfelwürfel legen, darauf die Kalbsleber. Auf die Kalbsleber einige Streifen Zwiebel und etwas Apfelwürfel legen. Den Rieslingsud angiessen.

Sonntag, 10. November 2019

Schweineschwanz mit Kohlrabi und Apfel

Eine Vorspeise mit Fleisch, allerdings mit sehr wenig Fleisch gibt es heute. 
Jetzt im Herbst / Winter hat mein Metzger wieder geräucherte Schweineschwänze an der Wand hängen. Die sehen schon ein wenig seltsam aus, werden aber gerne gekauft. Die ältere Generation packt die Schweineschwänze in die Erbsen- oder Linsensuppe. 

Schweineschwanz Kohlrabi Apfel


Ich habe einige Stücke von dem Schweineschwanz getrocknet und für diese Vorspeise schön fein geraspelt.
Als Kontrast gab es etwas Apfel und Kohlrabi. Beides roh und nur wenig mariniert. Zusammen war das eine gute Kombination, leicht aber aromatisch.


Zutaten für 4:
150 g Schweineschwanz, geräuchert
1 Kohlrabi
1/2 Apfel
2 El nussiges Rapsöl
1 El Apfelessig
300 ml Cidre secco
100 ml Sahne
Pimente de Espelete 
Salz


Zubereitung:
Ein schönes, fleischges Stück Schweineschwanz in 4-5 Teile schneiden und dann trocknen. Da ich kein Dörrgerät besitze trockne ich das Fleisch im Backofen bei 70°C. Das Fleisch benötigt so etwa 6 Stunden. Aufpassen, dass das Fleisch nicht zu trocken wird, dann lässt es sich auch mit einer Microplane nur noch mühsam reiben. Deshalb immer mal wieder prüfen wie fest die Fleischstücke schon sind.

Schweineschwanz Kohlrabi Apfel
Die Kohlrabi schälen, holzige Stellen weg schneiden und die Kohlrabi halbieren. Mit der Aufschnittmaschine 6 möglichst dünne und lange Scheiben abschneiden. Die Scheiben aufeinander legen und je nach Breite noch längs halbieren oder dritteln um schmale Kohlrabistreifen zu erhalten. Die Streifen in eine kleine Schale geben, leicht salzen und vorsichtig vermischen. Im Kühlschrank wenigstens eine Stund ziehen lassen.

Aus dem Rapsöl und dem Essig mit einer Prise Salz eine Marinade anrühren. Den halben Apfel schälen, fein würfeln und in die Marinade geben. Eine etwa gleich große Menge Kohlrabi ebenfalls fein würfeln und zufügen.
Für die Sauce den Cidre und die Sahne auf 200 ml einkochen und mit Salz abschmecken.



Anrichten:

Je einen Esslöffel Kohlrabi-Apfel-Salat in eine Schale geben. Darauf die Kohlrabistreifen verteilen. Jetzt über jede Schale etwas von dem Schweineschwanz reiben. Die heisse Sauce mit einem Pürierstab schaumig aufschlagen. In jede Schale zwei Esslöffel Sauce geben. Mit etwas Piment d’Espelette bestreuen.

Sonntag, 10. Februar 2019

Iberico Presa Bellota, Apfel, Kartoffel und Roggensauer

Ein schönes Stück Fleisch gab es: Iberico Presa Bellota. Das kann ich hier nicht beim Metzger kaufen sondern habe es im Onlinehandel bestellt. Ein ganzes Probierpaket vom spanischen Iberico-Schwein.
Das Presa ist ein Stück aus dem Schweinenacken, schön gemasert und kräftig im Geschmack. 
Das Fleisch wird wohl gerne zum grillen genutzt, ich habe es einfach in der Pfanne gebraten und im Backofen auf 62°C nachziehen lassen.

Iberico Presa Bellota Apfel Kartoffel Roggensalz
Gewürzt ist das Fleisch mit Roggensauer-Salz, das ist Salz, das mit Fleur de Levain vermischt ist. Fleur de Levain ist ein Pulver aus geröstetem Sauerteig.
Dazu gab es einen Apfelkompott mit Zwiebeln und ein Kartoffelpüree.

Das ganze Stück Presa haben wir an einem Abend nicht aufgegessen. Das gab es dann am nächsten Tag kalt aufgeschnitten, und auch das war lecker.

Zutaten für 2:
1 Stück Iberico Presa Bellota ( etwa 500g )
Traubenkernöl
60 g Roggenanstellgut
40 g Roggenvollkornmehl
2 El grobes Meersalz
200 g Apfel
1 Zitrone
100 g Schalotten
1 El Honig
500 ml Cidre secco
Salz
Kartoffelpüree 




Zubereitung:
Mit dem Fleur de Levain, oder Sauerteigpulver habe ich angefangen.
Das Roggenanstellgut mit dem Vollkornmehl verrühren. Etwas Wasser zugeben bis die Masse eine cremige Konsistenz hat die man gut ausstreichen kann.
Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Roggensauerteig darauf dünn ausstreichen. Den Backofen auf 190°C vorheizen und das Backblech im unteren Drittel einschieben und etwa 15 Minuten trocknen lassen. Dabei aufpassen wie dunkel der Teig wird und das Blech rechtzeitig entnehmen. Ich habe den Teig etwa mittelstark gebräunt, so das ich schöne Röstaromen  an dem Pulver hatte. 
Wenn der Teig getrocknet ist, grob zerbröseln. Eine Hälfte in der Moulinette fein mahlen und durch ein Sieb streichen.
Die andere Hälfte mit etwa der gleichen Menge groben Meersalz vermischen und dann ebenfalls in der Moulinette fein vermahlen. Durch ein Sieb in ein Glas streichen. So erhält man ein Roggensalz mit Röstaromen.

Iberico Presa Bellota Apfel Kartoffel Roggensalz
Das Fleisch eine Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Mit wenig Salz einreiben und ruhen lassen.
In einer Pfanne etwas Traubenkernöl erhitzen und das Fleisch von jeder Seite etwa 2 Minuten kräftig anbraten.
Den Backofen auf 80°C vorheizen und das Fleisch dort nachgaren bis eine Kerntemperatur von 62°C erreicht ist. Das waren bei mir etwa 40 Minuten.
In der Zwischenzeit für das Apfelkompott den Cidre in einem Topf auf 200 ml einkochen. 200 g geschälten und gewürfelten Apfel,100 g gewürfelte Schalotte und den Honig zufügen, gut umrühren und bei kleiner Hitze cremig einkochen lassen.

Anrichten:

Das Fleisch aus dem Backofen holen, auf ein Schneidebrett legen, mit Alufolie abdecken und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Das Fleisch in dünne Scheiben aufschneiden und je 3-4 Scheiben leicht versetzt auf einen vorgewärmten Teller legen. Mit dem Roggensalz bestreuen. Auf jeden Teller jeweils einen bis zwei Esslöffel Apfelkompott und Kartoffelpüree setzen, vorsichtig mit Fleur de Levain bestreuen.


Sonntag, 30. Dezember 2018

Forelle in ihrem Sud

Ein kleines Kochbuch über Brühen habe ich mir vor ein paar Wochen gekauft. „Brühen vom feinsten“ von Susanne Walter.


Eines der Rezepte war für eine (geräucherte) Forelle in ihrem Sud. Die Idee Forelle in ihrem Sud zu machen hat mir besonders gefallen. 
Ich habe das Rezept nach meinen Vorstellungen deutlich abgewandelt, da ich etwas mehr Schärfe an dem Rezept haben wollte.  So habe ich die Radieschen durch schwarzen Rettich ersetzt und die Elemente aus der japanischen Küche habe ich weggelassen, dafür den Sud mit Cidre secco zubereitet.
Forelle Apfel Rettich
So gab eine sehr schmackhafte kalt/warme Vorspeise, passend zum Winter, fruchtig und schön leicht.

Zutaten für 2:
1 geräucherte Forelle
1 Schalotte
1/2 Stange Lauch
300 ml Cidre secco
1 kleiner Schwarzer Rettich
1 Apfel
Salz
Schnittlauch
Winterportulak


Zubereitung:
Von der geräucherten Forelle den Kopf abtrennen und entsorgen. Die Filets von den Gräten lösen und aus der Haut trennen. Die Gräte in 3 kurze Stücke teilen.

Die Schalotte putzen und vierteln, den Lauch waschen und in dünne Streifen schneiden. Beides mit der Forellengräte und Haut in einen Topf geben mit 200 ml Cidre auffüllen und mit 400 ml Wasser. Einmal aufkochen und dann etwa 20 Minuten leise köcheln. Durch ein feines Sieb  abgießen ( ich habe das noch mit einem Tuch ausgelegt) und den Sud auf etwa 200 ml einkochen. Mit wenig Salz abschmecken.

Den Apfel schälen, halbieren und entkernen. Eine Hälfte in feine Stifte schneiden, die zweite Apfelhälfte vierteln. Den restlichen Cidre in einem kleinen Topf erhitzen, die Apfelstifte und die Stücke in dem Cidre bissfest garen.

Forelle Apfel Rettich

Den Schwarzen Rettich gründlich unter fliessendem Wasser mit einer Gemüsebürste reinigen. Auf einer Gemüsereibe fein raspeln.

Den Schnittlauch waschen und klein schneiden. Den Winterportulak putzen und kurz waschen.


Anrichten:

Die Apfelstifte in einen tiefen Teller geben, ein Forellenfilet auflegen. Dazu ein Apfelstück legen und etwas von dem geraspeltem Rettich. Mit Schnittlauch und Winterportulak bestreuen. Etwas vom dem Forellensud angießen.

Sonntag, 4. März 2018

Hausmannskost,Schweinesteak mit Sauerkraut, Apfel und Kartoffelstampf

Ein Schweinerückensteak habe ich gemacht, also was eher altmodisches. Aber dafür war es ein ganz besonderes Fleisch, nämlich von einem ungarischen Mangalitza Schwein, oder auch Wollschwein. 


Mangalitza Sauerkraut Kartoffelstampf Apfel
Eine alte Schweinerasse die vom aussterben bedroht war, jetzt aber wieder gezüchtet wird. Das Fleisch ist fettiger als das handelsübliche Schweinefleisch, das sorgt dafür das es saftig ist. Auf den Bildern unten schaut das Fleisch etwas faserig aus, es war aber saftig und hatte einen wunderbaren Geschmack.

Dazu gab es einen einfachen Kartoffelstampf mit Zwiebeln, Sauerkraut und Apfel. Das Sauerkraut ist nicht so deftig zubereitet, also ohne Schmalz und Speck. Ich habe an das Sauerkraut nur etwas Schalotte und Apfel getan und es dann in Cidre gegart. Das war gut und passte wunderbar zum Mangalitza-Steak,
Die angegebene Menge für das Sauerkraut ist natürlich für zwei zu viel, aber man kann das gut einfrieren.

Zutaten für 2:
2 Mangalitza-Rückensteak (je 250g)
1 kg Sauerkraut
4 Schalotten
2 Boskop-Äpfel
1 Flasche Cidre  trocken)
500g festkochende Kartoffeln
Salz
Butter, Butterschmalz

Zubereitung:
Das Mangalitza-Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und abgedeckt etwa 1 Stunde stehen lassen.
Das Sauerkraut einmal kurz abwaschen und gut abtropfen lassen. Zwei Schalotten schälen und in Ringe schneiden. In einem Topf etwas Butterschmelzen, die Schalottenringe darin glasig dünsten. Einen Boskop schälen, entkernen und grob würfeln, in den Topf zu den Schalotten geben. Etwa 500 ml Cidre zuschütten , einmal aufkochen und dann das Sauerkraut und etwas Salz zufügen. Alles einmal gründlich umrühren und dann etwa 45 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Ab und an mal umrühren damit das Sauerkraut nicht dunkel wird.
Mangalitza Sauerkraut Kartoffelstampf Apfel

In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen. Die Schweinesteaks von allen Seiten salzen. Die Steaks mit der Speckseite nach unten in die Pfanne stellen, so das sie quas aufrecht stehen. So die Speckseite etwa 2 Minuten anbraten. Dann von jeder Seite  einmal 1,5 Minuten anbraten. Den Backofen auf 60°C erwärmen und die Pfanne mit dem Fleisch für 30 Minuten in den Backofen stellen.

Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser weich kochen, pellen und mit einem Stich Butter grob stampfen, wenn nötig noch salzen. Die Kartoffeln warm halten.

Die restlichen beiden Schalotten schälen und fein würfeln, die Schalottenwürfel in etwas heisser Butter leicht bräunen.

Einen kleinen Boskop schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Den restlichen Cidre in einen Topf füllen, aufkochen und die Apfelspalten einlegen, etwas 4-5 Minuten köcheln lassen.


Anrichten:

Das Fleisch in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf einen gut vorgewärmten Teller legen, daneben je einen Esslöffel Kartoffelstampf und Sauerkraut, dazu ein bis zwei Apfelspalten. Auf das Kartoffelstampf einen Löffel braune Zwiebeln verteilen.

Sonntag, 21. Januar 2018

Entenbrust mit Möhre, Apfel und Topinambur

Entenbrust wollte ich mal wieder machen, mit Apfel als Topping. Normalerweise bevorzuge ich die kleineren weiblichen Entenbrüste, dann bekommt jeder seine eigene Brust auf den Teller.
Leider hatte mein Händler aber nur noch die schweren männlichen Entenbrüste, die habe ich dann eben aufgeschnitten und so bekam jeder ein paar Scheiben Entenbrust .

Ente Möhre Apfel Topinambur


Dazu gab es lauwarme Apfelwürfel mit Schnittlauch, Topinamburpüree und Möhre. Die Möhre ist in Butter gebraten, dazu ein Möhrengel und Möhrenpulver. Uns hat das gut gefallen.

Zutaten für 2:
1 Entenbrust (400g)
Butterschmalz

500 g Möhren
30 g Ingwer
3 g Agar Agar

4-6 kleine Bundmöhren
Butter
1 El Möhrenpulver

200 g Topinambur
80 g Kartoffel
1/2 Zitrone
80 g Creme fraiche

800 ml Entenfond
200 ml Noilly Prat
2 El Aceto Balsamico de Modena
dunkle Mehlschwitze
Salz, Pfeffer

1 grüner Apfel
1/2 Bund Schnittlauch

Butter







Zubereitung:
Die 500 g Möhren abwaschen und gemeinsam mit dem geschälten Ingwer entsaften. Es sollten sich etwa 250 ml frischer Möhrensaft ergeben. Den Saft mit einer Prise Salz abschmecken. Agar-Agar mit dem Saft verrühren und in einem kleinen Topf etwa 2 Minuten sprudelnd kochen, dabei häufig umrühren.
Den Möhrensaft in eine flache Schüssel füllen und kalt stellen. Wenn der Saft fest ist in einen Becher geben und gründlich pürieren, in eine Spritzflasche abfüllen und kalt stellen.

Ente Möhre Apfel Topinambur
Den Entenfond mit dem Noilly Prat oder einem anderen trockenen Wermut in einen Topf geben und auf etwa 250 ml einkochen. Mit etwas dunkler Mehlschwitze binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Entenbrust trocken tupfen, von beiden Seiten salzen und die Hautseite rautenförmig einschneiden. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne wenig erwärmen, dann die Entenbrust mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen. 
Die Temperatur eher auf mittlerer Hitze halten , so dass das Fett aus der Haut sich schön lösen kann. Sobald das Fett ausgebraten ist die Entenbrust wenden und bei höherer Hitze etwa 2 Minuten anbraten. Wenn die Hautseite nicht braun geworden ist, die Brust nochmal wenden und auch die Hauseite schön braun anbraten. 

Den Backofen auf 70°C vorwärmen und die Pfanne mit der Entenbrust für etwa 30 Minuten im Backofen nachgaren lassen. 

Den Topinambur und die Kartoffel schälen und grob würfeln. Beides in einen Topf mit Salzwasser geben und ein wenig Zitronensaft zufügen damit der Topinambur nicht dunkel wird. Alles etwa 20 Minuten kochen lassen bis das Gemüse schön weich ist. Den Topf abschütten und ausdämpfen lassen. Die Creme fraîche und etwas Salz zugeben. Mit dem Pürierstab den Topinambur sehr gründlich pürieren und warm halten. Wenn nötig nochmal mit etwas Salz abschmecken.

In der Zwischenzeit die Möhren schälen und in einer Pfanne in Butter anbraten, nach 5 Minuten einen Deckel auflegen und die Möhren noch etwa 15 Minuten schmoren lassen.

Den Apfel teilen, eine Hälfte schälen und schön klein würfeln, mit Zitronensaft beträufeln. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. In einer kleinen Pfanne etwas Butter erhitzen und die Apfelwürfelchen darin 2-3 Minuten schwenken bis sie leicht warm sind, dann den Schnittlauch zufügen und gut verrühren, vorsichtig warm halten.

Anrichten:
Die Entenbrust aus dem Backofen nehmen und 5 Minuten in Alufolie ruhen lassen, dann die Entenbrust in etwa 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Jeweils 2-3 Scheiben in die Mitte eines gut vorgewärmten Tellers legen. Auf die Entenbrustscheiben je einen Esslöffel Apfelwürfel verteilen.
Oberhalb der Entenbrust einen Esslöffel Topinambur platzieren, unterhalb einen Kreis Möhrengel aufspitzen. Daneben ein bis zwei Möhren legen. 
Das Möhrenpulver in eine feines Sieb geben und einen Streifen Möhrenpulver über den Teller verteilen.  
Zum Abschluss noch einen Esslöffel Sauce neben das Fleisch setzen.