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Sonntag, 17. September 2017

vom Bauernhuhn: Hühnerfrikassee

Zwei bis dreimal im Jahr habe ich die Möglichkeit frische Hühner vom Bauern zu bekommen. Jetzt war es wieder soweit und ich habe drei Hühner mit einem Gesamtgewicht von rund 12 kg bekommen, also ein Huhn hat etwa 4 kg Gewicht. Damit bekomme ich die  Hühner nicht als Ganzes in meinen Tiefkühler. 
Halbieren hilft auch nicht, denn gebratene halbe Hähnchen essen wir nicht so gerne und selbst ein halbes Huhn wäre für uns zwei ja noch viel zu viel.
Hühnerfrikassee 



Also habe ich die Hühner am Dienstag zerlegt. Die Keulen ausgelöst und paarweise eingefroren. Die Brüste habe ich auch ausgelöst, da wog eine Hälfte schon 500 g, also bei weitem ausreichend für eine Mahlzeit für uns zwei. Dann habe ich auch noch die Pfaffenschnittchen ausgelöst. Die Flügel habe ich daran gelassen an den Karkassen, weil ich ja noch Fleisch für ein Hühnerfrikassee haben wollten und eine kräftige Brühe. Also sind zwei Karkassen in einen großen Topf gekommen, mit etwas Suppengemüse und Lorbeerblatt. Die habe ich eine gute Stunde leicht köcheln lassen, so hatte ich dann eine kräftige Brühe. Das restliche Fleisch habe ich dann, nachdem die Karkassen abgekühlt waren vom Huhn gezupft, so ergab sich nochmal rund 900g Fleisch. Die dritte Karkasse habe ich für einen dunklen Hühnerfond den ich für einige Rezepte benötige, erst im Backofen angebraten und dann wurde  auch die ausgekocht. So habe ich dann noch einige Liter hellen und dunklen Hühnerfond erhalten.

Aus dem abgezupften Fleisch habe ich dann ein Hühnerfrikassee gemacht. Wenigstens wird das Gericht meist so genannt eigentlich ist es aber kein Frikassee, sondern richtigerweise ein Blankett vom Huhn. Allerdings hat sich die Bezeichnung Frikassee so für das Gericht eingebürgert das ich es auch so nenne.
Frau K war von dem Gericht ziemlich begeistert, und meinte das sie dafür viele Schäumchen stehen lassen würde. Es zeigt sich an diesem Gericht wie sehr der Geschmack eines Gerichtes von der Qualität der Zutaten abhängt und diese Hühner haben viel Geschmack. Ich kenne diesen Geschmack eigentlich nur noch aus meiner Kindheit vor mehr als 50 Jahren.

Zutaten:
Für 6 Portionen Frikassee
900 g gekochtes Hühnerfleisch
1 L Hühnerbrühe
400 ml Weißwein
100 g Butter
1,5 El Mehl
250 ml Sahne
2 Eigelb
Salz, weißer Pfeffer

Gemüse für 2 Portionen 
150 g TK-Erbsen
200 g Knackerbsen
250g weiße Champignons
Rapsöl
80 g Basmati-Reis
Butter

Zubereitung:
Die Hühnerbrühe mit dem weißen Wein auf etwa 600 ml einkochen. In einem größeren Topf die Butter zerlassen, das Mehl einrühren. Die Mischung dünsten dabei häufig umrühren bis sie schön goldgelb ist. Jetzt die reduzierte Hühnerbrühe und etwa 150 ml Sahne zufügen, gut verrühren. Es sollen ja keine Mehlklumpen verbleiben. Die Mischung  vorsichtig auf etwa 500ml einkochen. Dabei sollte dieses Sauce etwa 20 Minuten leise köcheln um den Mehlgeschmack zu vertreiben.

Die beiden Eigelbe mit der Sahne verrühren und in die Sauce geben, unter häufigem  rühren erwärmen, aber aber nicht kochen, so bindet die Sauce weiter ab. Die Sauce mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Das Hühnerklein in die Sauce geben und vorsichtig darin erwärmen. Wie gesagt es darf nicht mehr kochen sonst gerinnt das Eigelb und der Sauce fehlt ihre Bindung.

Hühnerfrikassee

Den Reis etwa 10 Minuten in Salzwasser garen lassen, abschütten. In den Topf etwas Butter geben, den Reis wieder einfüllen, gut verrühren und auf der ausgeschalteten, warmen Herdplatte noch 5 Minuten ziehen lassen.

Die TK-Erbsen in einem Topf mit reichlich Salzwasser etwa 5 -6 Minuten köcheln lassen, nach 2 Minuten die Knackerbsen zufügen und mit köcheln lassen. Abschütten und warm halten.
Die Champignons mit einem Pinsel oder Tuch soweit nötig säubern. Die Stiele heraustrennen und die Köpfe vierteln. Bei mir waren die Pilzköpfe recht groß, deshalb habe ich die geviertelt, wer schöne kleine  Köpfe bekommt kann die natürlich ganz lassen.
In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen bis es anfängt zu qualmen, dann sofort die Pilzköpfe in die Pfanne geben. Die Champignons etwa 3-4 Minuten  anbraten, dabei ab und an die Pfanne kräftig schwenken. Die Pfanne besiegte stellen und die Champignons leicht salzen.

Anrichten:

Den Reis auf zwei Teller verteilen und so ausstreichen das er fast ganz den Teller bedeckt. Auf den Reis 2-3 El Hühnerfrikassee verteilen. Am Schluss das Gemüse und die Champignons zugeben.

Freitag, 3. Februar 2017

Vadouvanreis, Skrei und Curry

Das ist nicht der Versuch „indisch“ zu kochen, sondern nur ein Gericht mit Gewürzen die ihren Ursprung in Indien haben.
Mein Schwager arbeitet für ein indisches Unternehmen, ist ab und an dort in Indien und hat die Küche schätzen gelernt. So haben wir dann mal ein Familienessen gemacht und ich bin auf den Geschmack gekommen. Wer häufiger meine Rezepte liest wird feststellen das ich mich meist auf wenige Gewürze beschränke. 

Vadouvanreis Skrei Curry


Hier bei diesem Gericht habe ich aber ordentlich Gewürzmischnungen verarbeitet, nämlich zwei Currymischungen, Vadouvan und Melange Blanc, alles vom Alten Gewürzamt. Ich schreibe das dazu weil ich glaube das dieses Gericht sehr stark auch von der Qualität der Gewürze abhängt und ich glaube das die Qualität dort sehr gut ist. Nur zur Klarstellung ich bin nicht gesponsert!
Zu den Gewürzen gab es ein Stück Skrei, Nordseekrabben, etwas Gemüse und Reis.

Zutaten für 2:

350 g Skrei auf der Haut
Mélange Blanc
Butter

1 Schalotte
200 ml Fischfond
100 ml Noilly Prat
200 ml Weißwein
Curry Anapurna 
Curry Mumbai 
Kurkuma
2 El Crème fraîche
Salz

100 g Basmati-Reis
2 kleine Möhren
1 kleine Zucchini
1 Stange Lauch
Vadouvan
Butter
50 g Nordseekrabben

Zubereitung:
Den Basmatireis nach Packungsanweisung garen und abschütten.
Den Fisch in zwei etwa gleich große Teile schneiden. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen. Den Backofen auf 60°C vorwärmen.
Den Skrei gut salzen und auf der Hautseite etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze in der Pfanne braten. Auf jedes Stück Skrei eine dünne Scheibe Butter legen und die Pfanne in den Backofen schieben und dort etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Vadouvanreis Skrei Curry
Die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden, die Würfel in einer Pfannen in etwas Butter andünsten. Von dem Mumbai-Curry einen Tl zufügen, kurz mit andünsten und dann mit dem Wein, Fischfond und Noilly Prat auffüllen und die Sauce gründlich auf etwa 300 ml einkochen. Die Crème fraîche unterrühren und mit Salz, Kurkuma und den beiden Curry-Mischungen abschmecken. Die Sauce warm halten.
Die Möhren schälen, längs vierteln und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Zucchini abwaschen längs in  dünne Scheiben schneiden und diese dann quer in Scheiben schneiden. Die Stange Lauch putzen und in dünne Scheiben schneiden, den grünen Anteil zur Seite legen.
In einer Pfanne etwas Butter schmelzen und etwa einen El Vadouvan anschwitzen. Das Gemüse zufügen und gut verrühren, das Gemüse etwa 4-6 Minuten andünsten bis es schön weich ist. Jetzt den gegarten Reis mit in die Pfanne geben und alles erwärmen, noch einmal mit Vadouvan und Salz abschmecken.
Den grünen Lauch in einer Pfanne mit etwas Butter kurz erwärmen, er sollte noch ein wenig knackig sein, leicht salzen.

Anrichten:

Den Skrei auf zwei, gut vorgewärmte Teller setzen, mit wenig Melange Blanc bestreuen. Jeweils 2 El Vadouvan-Reis dazu setzen. einige Löffel der curry-Sauce dazu geben. Die Nordseekrabben kurz abwaschen und dazu verteilen. Auf jedes Stück Skrei einen El grüne Lauchringe setzen.

Sonntag, 3. Januar 2016

Perlhuhn in zwei Gängen, Teil 2

Nun also der zweite Gang von unserem Perlhuhn. Diesmal gibt es die Brust mit einem Fenchelreis der noch etwas Gewürzfenchel abbekommen hat. Der Gewürzfenchel hält sich nämlich immer noch auf der Terrasse. 

Perlhuhnbrust Quatre Epices
Gewürzt wird die Perlhuhnbrust mit Quatre Epices, einem französischem Gewürz aus ursprünglich wohl 4 Gewürzen.  Weißer Pfeffer, Ingwer, Muskat und Gewürznelken. Ich habe mir die Mischung nicht selber gemacht, sondern es beim Alten Gewürzamt erworben. Dort sind es dann aber insgesamt 9 Zutaten. Der Perlhuhnbrust gibt das Gewürz jedenfalls einen sehr schönen Geschmack. 



Zutaten für 2:

2 Perlhuhnbrüste mit Haut
1 Tl Quatre-Épices
Butterschmalz

1 Knoblauchzehe
2 Schalotten
1 Fenchelknolle
1 Lorbeerblatt
100 g Risotto-Reis (Arborio)
500 ml Perlhuhnbrühe
Gewürzfenchel
Butter
Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Die Perlhuhnbrüste mit einem Tl Quarte Épices und Salz von allen Seiten einreiben. Etwa 20 Minuten ruhen lassen.
Die Perlhuhnbrüste in etwas Butterschmalz von allen Seiten anbraten und etwa 15 Minuten im Backofen bei 60°C nachziehen lassen.

Inzwischen die Schalotten und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Die Fenchelknolle waschen und ebenfalls würfeln.
Perlhuhnbrust Quatre epices
Etwas Butter in einem Topf erwärmen und  Schalotte, Knoblauch und Fenchel in der Butter andünsten. Den Reis mit dazugeben und gut verrühren, nochmal 2-3 Minuten dünsten. 
Den Perlhuhnfond erhitzen und etwa 300 ml in den Reistopf schütten, durchrühren und leise köcheln lassen bis der Reis gar ist. Ab und an mal umrühren, es sollte nichts am Boden ansetzen. Wenn nötig nochmal etwas Fond zugeben.

Anrichten:
Den Gewürzfenchel auseinander zupfen und unter den Fenchelreis rühren. Die restlichen Perlhuhnbrühe erhitzen.
Den Fenchelreis auf zwei gut vorgewärmte Teller verteilen. Die Perlhuhnbrüste auf den Reis setzen. Auf jeden Teller noch 2-3 El Perlhuhnbrühe geben und servieren.



Montag, 14. Dezember 2015

Ibericofilet | Pilzreis | Senf

Mit Schweinefleisch koche ich nicht ganz so oft, nicht zuletzt auch weil gutes Schweinefleisch hier nicht so ganz einfach zu bekommen ist. Allerdings kann ich in der City Fleisch vom Iberischen-Schwein bekommen, aber nur wenige Teile. Leider gibt es lange nicht alles zu kaufen was das Schwein zu bieten hat. Diesmal habe ich Filet gekauft, ich wollte mal was besonderes machen. 

Ibericofilet Pilzreis Senf
Dazu gab es einen leichten Pilzreis mit Röstzwiebeln und eine Senfsauce. 
Mir ist aufgefallen das ich Senf gerade häufiger benutze, aber wir mögen den Geschmack einfach gerne und ich finde bei diesem Rezept passt er ganz besonders gut.

Zutaten für 2:

350 g Schweinefilet

400 ml Kalbsfond
1 El Rotisseur-Senf
1 Tl helle Senfsaat
1Tl dunkle Senfsaat

100 g Reismischung ( mit Wildreis und rotem Reis)


150 g Braune Champignons
150g Shiitake-Pilze
3 Schalotten
Rote Rettich Kresse
Butter
Butterschmalz
„Sieben“ von Altes Gewürzamt
Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 100°C vorheizen. Das Schweinefilet von allen Seiten sorgfältig salzen und in heissem Butterschmalz anbraten. Das dauert etwa 4-6 Minuten, dann kommt das Filet für etwa 30 Minuten in den Backofen.

Den Reis nach Packungsanweisung gar kochen, das dauerte bei mir immerhin 35 Minuten.

Den Kalbsfond in einen kleinen Topf geben und auf die Hälfte reduzieren. Dann den Rotisseur-Senf und die Senfsaat zufügen und nochmal etwa 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Senfkörner schön weich werden und nur noch leichten Biss haben.

Ibericofilet Pilzreis Senf 

Die Schalotten schälen in Scheiben schneiden und in Butterschmalz schön goldbraun rösten.

Die Pilze putzen und die Champignons vierteln, die Shiitake-Pilze in Scheiben schneiden. Die Schalotten-Ringe aus der Pfanne nehmen, wenn nötig noch etwas Butterschmalz in die Pfanne geben, erhitzen und die Pilze darin vorsichtig etwa 4-6 Minuten anbraten. Dabei häufiger wenden, die Pilze dürfen nicht zu dunkel werden, sollten aber schon etwas geröstet sein.

Anrichten:

Das Schweinefilet aus dem Ofen nehmen und in etwas Alufolie 5 Minuten ruhen lassen.

Den Reis zu den Pilzen in die Pfanne geben und gut vermischen. Mit etwas Salz und „Sieben“ abschmecken. Den Pilzreis auf zwei Teller verteilen. Je zwei Esslöffel Senfsauce auf die Teller geben. Das Fleisch  mit „Sieben“ bestreuen und in Scheiben schneidend zu dem Reis setzen. Die Kresse abschneiden und über den Teller streuen, ebenso die gerösteten Schalotten-Ringe.

Mittwoch, 18. März 2015

laffe Krankenhauskost, sagt eine Kritikerin zu meinem Hühnerfrikassee



Das Gericht mit dem Hühnerfrikassee hatte ich als Bild schon bei facebook eingestellt und als Kritik kam unter anderem diese:
„es sieht eben laff wie Krankenhaus-Kost aus: Ein paar Pilze in Flüssigkeit mit drögem Reis“

Gut es kamen dann auch noch einige freundlichere Kritiken, aber, die obige habe ich schon als ziemlich heftig empfunden. Das Beispiel zeigt wieder einmal wie sehr unterschiedlich Gerichte bewertet werden. Ich hoffe das Gericht gefällt der Mehrzahl meiner Leserinnen und Leser.

Hühnerfrikassee

Ein Hühnerfrikassee wollte ich machen, ich schaue dann erstmal was in anderen Blogs zu finden ist und musste lernen das es zwei grundsätzlich unterschiedliche Zubereitungen gibt. Der Rezeptor-Blog der Zeit erklärt das gut.

Das, was meist als Hühnerfrikassee angeboten wird ist ein Banquette, weil das Huhn gekocht wird und aus der Brühe wird die Sauce gemacht.
Bei einem Frikassee wird das Fleisch hell angedünstet, mit Mehl bestäubt und aufgegossen und in der entstehenden Sauce gegart.

Ich habe mein Hühnerfrikassee auf beide Arten zubereitet. 

Warum mache ich mir diese Mehrarbeit?

Wenn man ein Huhn kocht im ganzen ist die Brust bereits trocken und fasrig, bevor die Keulen hinreichend gar sind. So bekommt man ein sehr fasriges, ausgekochtes Brustfleisch. Also habe ich die Brüste von meinem Huhn ausgelöst und nur den Rest mit Suppengrün ausgekocht. Die Brust habe ich leicht angedünstet und nur 10 Minuten in der Brühe ziehen lassen, da war die dann noch recht saftig.

Leider habe ich am Ende vergessen die Sauce noch mal mit einem Eigelb zu binden, wodurch tatsächlich etwas Bindung fehlte. Was nicht fehlte war Geschmack, der war reichlich daran.


Zutaten für 6:

1 Huhn, etwa 1800 g schwer
2 Möhren
2 -3 Schalotten
1 Petersilienwurzel
150 g Sellerie
2 Lorbeerblätter
2 Nelken
10 Pfefferkörner

300 g kleine, braune Champignons
1 geh. El Mehl
500 g Spargel
250 ml Sahne
50 ml  trockener Sherry
1 Eigelb
200 g Reis
Butter
Pfeffer und Salz

Zubereitung:
Für die Zubereitung nehme ich mir zwei Tage Zeit, denn am ersten Tag koche ich nur das Huhn und das soll gut abkühlen. 

So habe ich also am Abend wie oben beschrieben aus dem Huhn die Brüste ausgelöst und in den Kühlschrank gestellt. Das restliche Huhn kommt in einen passenden Topf und wird mit Wasser aufgefüllt das es so gerade bedeckt ist. 
Jetzt den Topf langsam  zum kochen bringen und das Huhn ganz leise köcheln lassen. Insgesamt etwa 90 Minuten. Die Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel und die Schalotten putzen und grob zerteilen. Mit den Kräutern und Gewürzen in den Topf geben und  mit garen lassen. Am Ende der Kochzeit den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Das ist der Teil für den ersten Tag.
Am zweiten Tag die Brühe mit dem Huhn abschütten. Die Brühe aber auffangen. Die Haut vom Huhn ziehen und das Fleisch vorsichtig ablösen und wenn nötig zerpflücken.
Von der Brühe brauchen wir später etwa einen Liter. Den Rest habe ich eingefroren, der wird später verwendet.

Hühnerfrikassee
Nun reichlich Butter in einen Topf geben und erhitzen, aber nicht braun werden lassen. Die Hühnerbrüste, die ja noch roh sind in mundgerechte Stücke würfeln und vorsichtig in der Butter andünsten. Die Champignons mit einem Pinsel säubern und halbieren oder vierteln, wenn sie zu groß sind. Zu den Hühnerbrüsten in den Topf geben und mit andünsten. Den Spargel schälen und längs halbieren, in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. 
Einen El Mehl über dem Topf verteilen und kurz mit dünsten, dann mit dem Liter Hühnerbrühe auffüllen und einmal kurz aufkochen lassen. Jetzt die Spargelstücke dazu geben und alles etwa 10 Minuten ganz sanft sieden lassen, es soll nicht sprudelnd kochen, das ist nicht nötig. 
Nach 10 Minuten alle Zutaten mit einem Schaumlöffel  aus der Brühe nehmen. Etwa 200 ml Sahne angießen, sowie den Sherry. Die Brühe auf etwa 2/3 einkochen lassen. Es sollten am Ende ruhig 700 ml verbleiben. Die restliche Sahne mit dem Eigelb verrühren und unter die Sauce rühren. Dadurch bekommt die Sauce etwas mehr Bindung als auf meinen Fotos zu sehen ist.
Nun das gesamte Fleisch und den Spargel und die Champignons wieder in die Sauce füllen und vorsichtig erwärmen, nicht mehr kochen lassen, sonst gerinnt die Sauce. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
In der Zwischenzeit den Reis kochen abschütten, wenn es denn nötig ist und ein kleines Stück Butter unterrühren.
Das  Hühnerfrikassee mit dem Reis auf Teller verteilen und servieren.

Freitag, 16. Januar 2015

Freitagsfisch: Skrei, Risotto, Radicchio und Spargel



Die dunkle Jahreszeit, wie jetzt im Januar mag ich, genauer gesagt mag ich die bis etwa Weihnachten / Sylvester, dann finde ich ist es genug mit der Dunkelheit. Zum Glück ändert sich das ja auch gerade ganz langsam, jeden Tag wird es 3-4 Minuten länger hell.
Beim Essen geht es mir ähnlich, ich mag die ganzen Wintergemüse, doch so langsam  freue ich mich auf den Frühling und die neuen , frischen  Sachen.  
Mit dem Rezept für den Skrei versuche ich den Frühling ein wenig zu locken, denn das Gericht enthält Spargel, kleinen dünnen Spargel, der hier meist als so genannter Thai-Spargel verkauft wird. 
Den habe ich schon für das Blog - Event der Berliner Speisemeisterei verarbeitet und nun gibt es den auch im Januar. Zum Skrei, denn ich finde der passt dazu und auch zu einem Risotto mit Radicchio. Beide Gemüse ergänzen sich gut, meint auch Frau K.

Skrei Risotto Radicchio Spargel
Angeblich ist Skrei, oder Winterkabeljau ja nur eine gelungene Marketingidee die gut angekommen ist. Mir ist es egal, denn wir mögen Kabeljau, Winterkabeljau oder Skrei einfach sehr gerne. 
So gab es dann bei uns letzten Freitag den ersten Skrei mit einem Radicchio-Spargel- Risotto. Das war gut und erinnerte ein klein wenig an den Frühling und seine Genüsse.


Zutaten für 2:

2 Kabeljau- oder Skreifilets zu je etwa 150 g
1/2 Zitrone

Für den Risotto:
4 Frühlingszwiebeln
1 /2 Knoblauchzehe
100 g Risottoreis
50 ml Noilly Prat
100 ml Weisswein
500 ml Gemüsefond
1 kleiner Kopf Radicchio
200 g Thai-Spargel
1 El Mascarpone

Für die Sauce:
200 ml Fischfond
50 ml Noilly Prat
100 ml Weisswein
100 ml Sahne

Butter, Olivenöl
Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Die Skreifilets kurz unter kaltem Wasser abwaschen, dann leicht von beiden  Seiten salzen und mit wenig Zitronensaft beträufeln. Die Skreifilets in Klarsichtfolie einwickeln und im Kühlschrank etwa 40 Minuten ziehen lassen. 
Den Backofen auf 70°C vorwärmen, heizen wäre ja zu viel gesagt. Den Fisch aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 20 Minuten lang Zimmertemperatur nehmen lassen, dann in den Backofen geben und 15 bis 20 Minuten im Backofen bei 70°C erwärmen.

Zwischenzeitlich wird der Risotto vorbereitet. Den Spargel und halbieren, die unteren Teile mit dem Gemüsefond in einen Topf füllen und etwa 15 Minuten köcheln lassen, dann abschütten und den Spargel- Gemüsefond auffangen.

Die Frühlingszwiebeln teilen und die weissen Stängel in dünne Scheiben scheiden.
Etwas Butter und Olivenöl in einem Topf erwärmen. Die Frühlingszwiebelscheiben und die klein geschnittene Knoblauchzehe darin etwas andünsten. Den Reis in die Mischung geben und etwa 3-4 Minuten andünsten. Jetzt den Wein und Noilly Prat zufügen und gut umrühren. 

Den Radicchio in dünne Streifen schneiden.

Für die Sauce den Fischfond, Noilly Prat und den Weisswein in einem kleinen Topf erhitzen, aufkochen und etwa auf 200 ml einkochen lassen. Dann die Sahne in den Topf schütten und alles noch einmal auf etwa 2/3 einkochen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Sauce warm halten.

Zu dem Risotto nach und nach den Spargel-Gemüsefond zugeben , häufig verrühren und die Flüssigkeit immer wieder einkochen, das benötigt etwa 20 Minuten. 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Hälfte der Radicchiostreifen unter den Risotto heben.

Skrei Risotto Radicchio Spargel

In einer kleinen Pfanne etwas Butter bräunen und darin die Spargelspitzen etwa 3-4 Minuten anbraten.

Die grünen Hälften der Frühlingszwiebeln ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und ganz am Ende mit der Mascarpone unter den Risotto heben. Den Risotto mit etwas Pfeffer und Salz, sowie mit einigen Tropfen Zitrone abschmecken.

Anrichten:
Einen El Butter in einer Pfanne anbräunen. Die Fischfilets aus dem Backofen nehmen, die Folie abtrennen und die Filets auf der Hautseite 2-3 Minuten in der Butter anbraten.

Den Risotto in zwei gut vorgewärmte Teller verteilen. Auf jeden Teller zwei bis drei El Sahnesauce um den Risotto geben. Dann jeweils ein Skrei-Filet auf den Risotto setzen. Den Spargel verteilen, den restlichen rohen Radicchio darüber streuen und servieren.

Freitag, 18. April 2014

vegetarisches für den Karfreitag: Spargelrisotto




Da ist nicht nur Spargel darauf, da ist auch Spargel darin, in diesem Risotto.

Grünen Spargel habe ich am Wochenende gekauft, aber nicht verarbeitet und am Mittwoch hatte der Spargel im Kühlschrank schon ein klein wenig gelitten. Ich wollte den Spargel trotzdem verarbeiten und habe in dem Kochbuch von Locatelli „ Made in Italy“ ein schönes Rezept für einen Spargelrisotto gefunden. 


Das Rezept taugte sehr gut um den Spargel noch schmackhaft zu verarbeiten. Dabei wird alles von Spargel verarbeitet, was mir gefällt

Ich habe mich nicht streng an das Rezept gehalten, denn ich brauche ja nur die Menge für 2 Personen, da reichen etwa 100 g Reis und es sind nicht 400 g erforderlich wie im Rezept. Dafür ist mein Spargelanteil ein wenig höher. 

Frau K hatte 5 gebratene Garnelen dazu und auch diese Kombination hat gut geschmeckt, allerdings ist der Risotto auch ganz alleine mit dem Spargel wirklich sehr schön im Geschmack, da braucht es nicht wirklich etwas dazu. Ein Gericht, nur aufs Wesentliche reduziert.

Zutaten für 2:

12 Stangen grüner Spargel
Butter
Olivenöl
4 Schalotten
100 g Risottoreis
100 ml Weißwein
2- 3 El Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer


Zubereitung:

Den Spargel waschen und soweit nötig schälen, die harten, holzigen Enden abschneiden. Den „Abfall“ aus Schalen und holzigen Enden aufbewahren.

Für die Brühe zwei Schalotten schälen und fein würfeln, in etwas Olivenöl anschwitzen. Die „Spargelabfälle“ dazu geben und etwas mit anschwitzen, den Deckel auf den Topf setzen und alles rund 5 Minuten ziehen lassen. Mit etwa einem Liter Wasser auffüllen und 25 Minuten köcheln lassen.








Alles durch ein Sieb abschütten und das Gemüse gut ausdrücken, die Brühe aufbewahren

Die verbliebenen Spargelstangen noch einmal zerteilen, nämlich die Spitzen auf etwa 5 cm abschneiden und dann längs halbieren, diese Spitzen beiseite legen.

Die verbliebenen Spargelstiele ebenfalls längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Etwas Butter in einem Topf erwärmen, eine Schalotte schälen, würfeln und in der Butter einige Minuten andünsten, dann die Spargelscheiben zufügen und etwa 7-8 Minuten weich dünsten. Die Hälfte der Masse fein pürieren, alles wieder vermischen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Nun erst beginnt man den eigentlichen Risotto zuzubereiten. 

Die Spargelbrühe noch einmal kurz aufkochen, leicht salzen und warm halten.
Die letzte Schalotte schälen, fein würfeln und in etwas Butter und Olivenöl bei geringer Hitze weich dünsten. Den Risottoreis, bei mir war das Arborio zugeben und anschwitzen bis der Reis leicht glasig wirkt. Mit dem Weißwein auffüllen und unter häufigem rühren den Wein einköcheln lassen. Nach und nach von der heissen Brühe zugeben und immer wieder unter rühren einkochen lassen.
Nach etwa 10 Minuten die Spargelwürfel mit dem Spargelpüree zu dem Risotto geben und mit köcheln lassen, wenn nötig weiter von der heissen Spargelbrühe zugeben.

Die Spargelspitzen in die verbliebene Spargelbrühe geben und etwa 5 Minuten, nur ganz leise köchelnd, ziehen lassen.

Den Risotto unter häufigem Rühren, kochen lassen bis der Reis weich, im Kern aber noch bissfest ist, dann sollte auch die Flüssigkeit vollständig verdunstet sein. 

Nun etwa 40 g Butter unterheben und frisch gerieben Parmesan. Noch einmal alles mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Anrichten:
Den Risotto auf zwei Teller verteilen und mit den Spargelspitzen belegen. Wer mag reibt sich noch etwas Parmesan darüber.

Ein Gericht auf die Grundzutaten reduziert, aber extrem lecker.