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Sonntag, 13. Januar 2019

würzig, Entenkeulen und Graupen-Pilaw

Geschmorte Entenkeulen hatte Frau K sich gewünscht und die sollte sie natürlich bekommen. Was macht man  zu geschmorten Entenkeulen dazu? 
Ich habe in meinen Kochbüchern geschaut und bei Wolfram Siebeck den Hinweis gefunden das zu Ente gut ein Pilaw passt. Er beschreibt dieses Gericht ziemlich kurz als Reis mit Gemüse.  

Entenkeule Graupen-Pilaw

Also habe ich mich da ein wenig schlau gemacht. Nach Wiki ist „Pilaw ein ursprünglich orientalisches Reisgericht. Es wird traditionell aus langkörnigem Reis, Zwiebeln, Brühe sowie eventuell Fleisch, Fisch oder Gemüse zubereitet. Pilaw zeichnet sich durch eine besonders lockere und körnige Struktur aus.“

Wichtig sind wohl auch die Gewürze, die aber von Land zu Land unterschiedlich sein können. Es werden aber auch Lorbeer und Nelken genannt. Ausserdem habe ich Hinweise gefunden das Pilaw nicht nur mit Reis hergestellt wird, sondern z.B. auch mit Hirse oder Bulgur und ich habe auch ein türkisches Rezept mit Gersten-Graupen gefunden. Also gab es bei uns zu den Entenkeulen einen Graupen-Pilaw.

Zutaten für 2:
2 Entenkeulen
Butterschmalz
1 große Zwiebel
1 Möhre
1 El Tomatenmark
200 ml Weißwein
50 ml Wermut
400 ml Entenfond
2 Lorbeerblätter
2 Gewürznelken
Orangenmarmelade
Salz, Mélange Noir

Butter
1 Chilischote
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
80 g Graupen -mittel-
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
Thymian
400 ml Gemüsebrühe
2 Möhren
2 El Paprikaflocken



Zubereitung:
Die Entenkeulen von allen Seiten mit Salz einreiben. Die Möhre schälen und klein schneiden, die Zwiebel schälen, vierteln und in Scheiben schneiden.
Den Backofen auf 140°C vorheizen. In einem Bräter etwas Butterschmalz erhitzen und die Entenkeulen darin von allen Seiten bei mittlerer Hitze langsam anbraten. Die Keulen aus dem Bräter nehmen. Das Gemüse mit dem Tomatenmark in den Bräter geben und anbraten. Den Wermut und Wein zufügen und auf die Hälfte reduzieren, dann den Entenfond, Lorbeerblätter und die Nelken zufügen. Alles einmal aufkochen, die Entenkeulen wieder in den Bräter legen. Den Deckel auflegen und den Bräter in den Backofen stellen. Die Entenkeulen etwa 90 Minuten schmoren lassen.

Entenkeulen Graupen-Pilaw
Die Entenkeulen entnehmen und etwas abkühlen lassen.
Den restlichen Inhalt des Bräters durch ein Sieb abschütten und den Sud auffangen. Den Sud entfetten, in einen Topf geben und reduzieren. Mit Salz und Mélange Noir abschmecken und noch mit etwas Orangenmarmelade verfeinern. Falls  nötig die Sauce leicht binden.

Nachdem die Entenkeulen so abgekühlt sind das man sie anfassen kann, die Haut abziehen. Die Keulen in der Sauce warmhalten. 
Die Haut in Streifen schneiden und in Butterschmalz kross ausbraten, leicht salzen.

Für den Pilaw die Graupen mehrfach in kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt. In einem Topf etwas Butter aufschäumen. Die Schalotten und die Knoblauchzehe schälen, die Chilischote abwaschen und die Kerne entfernen. Alles sehr fein würfeln und in der Butter einige Minuten andünsten, dann die Graupen zufügen und kurz mit dünsten. Die Brühe zufügen und das Lorbeerblatt, zwei Gewürznelken und etwas Salz.  Alles etwa 20-25 Minuten leise köcheln lassen.
Die Möhren schälen und fein würfeln. Zehn Minuten vor Ende der Garzeit die Möhrenwürfel und die Paprikaflocken mit zu den Graupen geben. Wenn nötig nochmal salzen.


Anrichten:

Je zwei Esslöffel Pilaw auf die vorgewärmten Teller geben. Eine Entenkeule dazu legen. Die Sauce mit einem Löffel über die Keulen verteilen. Auf jede Entenkeule etwas von der gerösteten Entenhaut streuen.

Montag, 24. März 2014

ostertauglich: Lammkarree, Pilaw, Tomaten und ein Tzatziki nach D. Humm



Lamm wollte ich machen am Sonntag. Lamm ist ja auch was für den Ostersonntag und so wollte ich ausprobieren was ich denn kochen könnte für diesen Tag.
Ich mag am liebsten ein Lammkarree, weniger gerne die Keule und die kleinen Filets. Die mag Frau K ganz besonders, doch die sind ja auch in der Zubereitung nicht so ganz unproblematisch.
Was macht man dazu? Das Kochbuch „I love NY“ von D. Humm und W. Guidara gibt eine einfache Antwort, nämlich Gurkenjoghurt. Ich würde den auch Tzatziki nennen. 

In dem Kochbuch von Wolfram Siebeck habe ich eine weitere Anregung gefunden, denn Herr Siebeck mach zu Lammnieren einen Pilaf. Zu dem Pilaw findet sich sowohl bei wiki als auch bei essen&trinken einige Informationen. 
So einen Pilaw habe ich noch nicht gemacht, also musste ich das ausprobieren. 
Ich habe das Rezept ergänzt durch einige Gewürze und ordentlich Kräuter. Wir fanden das das schon ganz ostertauglich war, mal schauen was die Familie sagt.

Das Gericht ist auch ein Beitrag zu bushcooks Blogevent, denn für mich war das Soulfood. 
Warum?  Ich habe manchmal schon im Kopf einen bestimmten Geschmack und ein Bild von dem Gericht was ich zubereiten möchte vor Augen, also eine ziemlich konkrete Vorstellung von dem wie ein Gericht schmecken soll und wie es  auf dem Teller ausschauen soll. Bei diesem Gericht sind meine Erwartungen voll und ganz erfüllt worden, und es hat auch noch wirklich gut geschmeckt. So etwas mag ich und das ist dann für mich ja durchaus auch Soulfood.

Zutaten für 4:

2 Lammkarree jedes  etwa 400 g
1 Tl Bergpfeffer

360 g griechischer Joghurt
2 Gurken
1Tl Salz
2Tl Zitronensaft
1 El Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 1/2 El gehackter Dill

12 Kirschtomaten
Olivenöl
Thymian

2 Schalotten
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Butter
150 g Basmatireis
600 ml Geflügelfond
Kreuzkümmel
Koriandersaat
150 g Buschbohnen
4 Tomaten
4 Frühlingszwiebeln
1 El glatte Petersilie, fein gehackt
1 El Koriandergrün, fein gehackt
1 El Dillspitzen, fein gehackt
Zitronensaft
Pfeffer und Salz


Zubereitung:
Ein Sieb mit einem Passiertuch, vierfach gefaltet, auslegen. Den Joghurt darauf gießen und über einer großen Schüssel 48 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. Ich habe mich mit 24 Stunden begnügt. Die Gurken schälen und fein reiben. Mit dem Salz vermischen und eine Stunde über einem feinen Sieb abtropfen lassen. Joghurt und Gurke mit dem Öl, Zitronensaft, Knoblauch und Dill vermischen, mit etwas Salz abschmecken und kalt stellen.

Die Lammkarrees von allen Seiten gut salzen. Den Backofen auf 80°C vorheizen. Die Lammstücke in einer Pfannen von beiden Seiten in heissem Öl etwa 2 Minuten anbraten, dann in den Backofen stellen und etwa 30-40 Minuten nachziehen lassen. Wenn die Stücke länger im Backofen bleiben sollen würde ich nach 30 Minuten die Hitze auf 60-70°C reduzieren.

Die Schalotten, Chilischote und Knoblauchzehe putzen und fein würfeln. In einem Topf in etwas Olivenöl und Butter 5-6 Minuten weich schmoren. Den Reis gründlich abwaschen und abtropfen lassen, dann in den Topf geben und einige Minuten mit dünsten, mit 400 ml Geflügelfond auffüllen und einmal aufkochen. Mit ein klein wenig gemörsertem Kreuzkümmel und Koriandersaat würzen. Den Deckel auf den Topf setzen und den Reis etwa 10 Minuten leise köcheln lassen; wenn die Flüssigkeit zu wenig wird mit dem restlichen Fond nach und nach auffüllen. Am Ende sollte die Flüssigkeit vollständig verschwunden sein.

Die Bohnen waschen und in etwa 2-3 cm lange Stücke schneiden, in reichlich Salzwasser etwa 10 Minuten bissfest garen, abschütten und abschrecken.
Die großen Tomaten entkernen und würfeln. Die Frühlingszwiebeln waschen und in dünne Scheiben schneiden .
Das Gemüse zum Reis geben und kurz erwärmen, am Ende die gehackten Kräuter unterheben. 
Den Pilaw mit etwas Salz, Pfeffer und wenn nötig mit Kreuzkümmel und Koriandersaat abschmecken.

Die Kirschtomaten in etwas heissem Olivenöl mit dem Thymian in einer Pfanne schwenken bis sie warm sind, mit wenig Zucker und etwas Salz würzen.

Anrichten:
Das Fleisch aus dem Backofen nehmen und einige Minuten abgedeckt ruhen lassen, dann an den Knochen entlang in Scheiben schneiden. 
Auf jeden Teller zwei Scheiben Fleisch in die Mitte legen. Den Bergpfeffer fein mörsern ( das muss ich noch üben) und das Fleisch damit bestreuen. Dazu 2-3 heisse Kirschtomaten setzen und je 2 El Pilaw. 
Jeweils pro Teller einen El Gurkenjoghurt verteilen.
3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood