Posts mit dem Label Riesling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Riesling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Februar 2018

Skrei, Muschel und Wurzelgemüse

Diesmal habe ich das Rezept für den Skrei ganz einfach gehalten. Nur ein Muschel-Riesling-Sud, Muscheln und ein wenig Gemüse.
Die Grundidee ist aus einem neueren Kochbuch, von dem ich ganz angetan bin.  Es heisst „Maaemo“ und ist von Esben Holmboe Bang, einem besternten skandinavischen Koch. 
Sein Rezept für Kabeljau ist noch deutlich reduzierteres meine Version, aber die Idee mit der Muschelbrühe musste ich ausprobieren. Die ist nämlich ganz einfach, 3 kg Miesmuscheln und 750ml Wein, mehr braucht es nicht.

Skrei Muschel Wurzelgemüse
Bei mir kommen ein paar Muscheln zum Fisch dazu und auch ein einfaches Gemüse. So schlicht, so einfach und so gut.

Zutaten für 2:
350 g Skreifilet
1 kg Miesmuscheln
750 ml trockener Riesling
Steckrübe 
Sellerie 
Pastinake 
Möhre
Porree
Rauke-Sprossen
Butter
Salz

Zubereitung:
Das Skreifilet abwaschen und in zwei bis drei Stücke aufteilen. Nebeneinander in eine Schüssel legen. Etwa 500ml Wasser mit 50g Salz verrühren und über den Skrei gießen bis dieser komplett mit der Salzlösung bedeckt ist. Im Kühlschrank wenigstens eine Stunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit das Gemüse putzen, schälen und in dünne Streifen, sogenannte Julienne, schneiden. Es sollten am Ende etwa 300 g Gemüsestifte sein.

Die Muscheln wasche ich in einer Schüssel mit Salzwasser ab und entsorge die noch geöffneten. Den Riesling in einen Topf füllen und einmal aufkochen. Die Muscheln in den Riesling schütten und etwa 3 Minuten kochen lassen. Dann durch ein Sieb abschütten, aber den Sud auffangen. 

Skrei Muschel Wurzelgemüse
Wenn die Muscheln etwas abgekühlt sind das Muschelfleisch entnehmen.

Den Skrei aus der Salzlake nehmen und vorsichtig trocken tupfen, den Backofen auf 60°C erwärmen. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen und die Skreifilets darin auf der Hautseite etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Den Skrei immer wieder mit der heissen Butter begießen. Den Skrei dann in den Backofen stellen und etwa 30 Minuten nachziehen lassen.

In einem Topf etwas Butter auslassen und die Gemüsestifte in der Butter einige Minuten schwenken, eine Kelle Muschelsud zugeben und alles einmal aufkochen und bei geschlossenem Topf kochen bis die Gemüsestifte bissfest weich sind. Das Muschelfleisch zu dem Gemüse geben und kurz mit erwärmen. Mit etwas Salz abschmecken.


Anrichten:

Den Muschel-Riesling-Sud einmal aufkochen. Das Gemüse in einen tiefen Teller oder eine Schüssel geben, dazu einige Muscheln. Den Skrei auf das Gemüse setzen und auf den Skrei einige Rauke-Sprossen verteilen. Dann mit einer Kelle Muschelsud auffüllen und servieren.

Sonntag, 30. Juli 2017

Entenbrust, Pfirsich und saures Kartoffelpüree

Entenbrust gab es, mit Pfirsich der in einem Riesling Kabinett ziehen durfte. Dazu habe ich ein saures Kartoffelpüree gemacht sowie eingelegte Perlzwiebeln.
So hatte ich süße und sauere Komponenten auf dem Teller die sich schön ergänzten.

Entenbrust Pfirsich Saure Kartoffeln Perlzwiebel
Das war ein einfaches und leichtes Gericht, das auch schön sommerlich war. 

Zutaten für 2:
2 weibliche, kleine Entenbrüste 
1 gelber Pfirsich
500 ml Riesling Kabinett



400 g Kartoffeln
2 El Verjus
50 ml Schwedenmilch
eingelegte Perlzwiebeln
Salz
Mélange Blanc

Zubereitung:

Die Hautseite der Entenbrüste vorsichtig rautenförmig einschneiden. Dabei darauf achten das tatsächlich nur die Haut eingeschnitten wird. Ich mache das mit einem medizinischen Skalpell das klappt am besten. Ein solches Skalpell bekommt man in jeder Apotheke.
Den Backofen auf 80°C vorheizen. In eine Pfanne etwas kaltes Wasser geben, so das der Boden gerade bedeckt ist. Die beiden Entenbrüste mit der Hautseite nach unten in die kalte Pfanne legen. Die Pfanne auf den Herd setzen und die Herdplatte auf höchste Stufe stellen. Wenn das Wasser verdampft ist die Hitze etwas reduzieren. Die Entenbrüste braten bis die Haut schön goldbraun ist. Die Entenbrüste wenden und noch einmal drei Minuten braten lassen. Von beiden Seiten salzen und mit der Pfanne für 30 Minuten in den Backofen stellen.

Den Pfirsich kurz blanchieren und abschrecken, dann schälen und halbieren. In einen kleinen Topf den Riesling geben, etwas Salz und eine Msp. Mélange Blanc. Den Wein einmal aufkochen, dann die Pfirsichhälften einlegen und noch einmal kurz aufkochen. Dann den Topf vom Herd nehmen und die Pfirsiche 15 Minuten in dem Wein ziehen lassen. Die Pfirsichhälften entnehmen und den Wein etwas einkochen lassen.

Entenbrust Pfirsich Saure Kartoffel Perlzwiebel 

Die Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser schön weich kochen. Die Kartoffeln abschütten und in dem warmen Topf einige Minuten ausdämpfen lassen. Dann die Schwedenmilch und 2 El Verjus, eine Prise Salz und eine Prise Mélange Blanc zugeben. Die Kartoffeln gründlich stampfen, wenn nötig noch etwas Schwedenmilch zufügen.

Die Pfirsichhälften in den Wein zurück geben und im Wein kurz erwärmen.

Anrichten:
Die Pfanne mit den Entenbrüsten aus dem Ofen nehmen und die Brüste etwa 5 Minuten abgedeckt ruhen lassen, dann längs halbieren. Je eine Hälfte in die Mitte eines Tellers setzen.

Die Pfirsichblüten aus dem Wein nehmen und in Spalten schneiden. Drei bis vier Pfirsichspalten neben die Entenbrust platzieres, dazu eine Nocke vom sauren Kartoffelpüree. Zwei El vom Weinsud über die Pfirsiche geben.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Klassiker, Huhn in Riesling



Nun ist es da , das Jahr 2013 und schon wieder fast zwei Tage alt. 

Allen Lesern wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2013, Gesundheit und auch sonst alles Gute.

Ich wollte diese Jahr mit einem Klassiker aus der Küche beginnen  und so gab es Coq au Riesling mit selbst gemachten Bandnudeln und Champignons nach einem Rezept von Wolfram Siebeck am Neujahrstag



Coq ist ja eigentlich ein Hahn, doch genommen wird dafür ein Huhn, nicht zu leicht, ich hatte 1850 g, das reicht dann locker für 4 Portionen.

Für den Geflügelfond habe ich Hühnerklein gekauft, das wird auf dem Mark für 1 € das Kilo verschleudert. Da habe ich dann fast ein schlechtes Gewissen, doch das sorgt für ordentlich Geschmack.


Zutaten für 4:

1 Huhn 1600 - 2000 g
1000 g Hühnerklein
1 kleines Stück Sellerie
1 Möhre
1 Stück Porree
4 Schalotten
100 g Champignons
2 Zweige Thymian
1/2 Zitrone
1 Flasche Riesling
200 ml Sahne
Butter, Butterschmalz
Pfeffer und Salz


Zubereitung:
Ich habe die Zubereitung auf zwei Tage verteilt, am ersten Tag wird das Huhn zerlegt. Also die Keulen ausschneiden und die Brüste abtrennen. Wobei ich den Brustknochen nicht mit abtrenne. Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die verbleibende Karkasse, in kleine Teile hacken. Etwas Butterschmalz in einer Reine schmelzen, da kommen die Karkasse und das Hühnerklein rein. Nun die Karkasse mit dem Hühnerklein im Backofen vorsichtig von allen Seiten bräunen, mehrfach umrühren dass die Teile nicht zu dunkel werden. 
Möhre, Sellerie, Porree  und zwei der Schalotten grob würfeln.

Die gebräunten Hühnerteile habe ich in einen Schmortopf umgefüllt, das Gemüse kommt hinzu und  250 ml Riesling. Das wird nun erstmal eingekocht, wenn der Wein fast verkocht ist kommen 250 ml Wasser dazu, nun kocht noch einmal alles ein. 
Jetzt mit Wasser auffüllen und alles leise köcheln lassen. Siebeck schreibt wenigsten 1 Stunde, ich habe es 2,5 Stunden schmurgeln lassen. 
Am nächsten Tag habe ich den Fond durchgesiebt und auf etwa 400 ml eingekocht. Siebeck reduziert den Fond auf 250 ml. Es ergibt sich jedenfalls ein schöner dunkler Fond.

Nun werden die restlichen beiden Schalotten geschält und fein gewürfelt, die werden in dem Schmortopf in Butter langsam glasig angeschwitzt. Die Schalotten mit etwas Riesling ablöschen und einköcheln lassen.

Die Hühnerteile, also die Bruststücke und die Keulen enthäuten und nochmals teilen, so ergeben sich 8 Teile, für jede Portion ein Stück Brust und ein Stück von der Keule.
Die Teile werden enthäutet und dann vorsichtig in Butter angebraten, die Butter sollte keinesfalls schwarz oder braun werden beim anbraten. Siebeck empfiehlt die Butter dann zu wechseln und bei kleinerer Hitze weiter zu braten.

Wenn die Hühnerteile rundum schön braun angebraten sind kommen diese zu den Schalotten in den Schmortopf. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Das Fett aus der Pfanne abgießen und den Bratensaft mit dem restlichen Riesling ablöschen, etwas reduzieren und in den Schmortopf schütten. Alles mit etwas Zitronensaft, Thymian, Salz und Pfeffer würzen.

Den Topf auf den Boden des Backofens stellen und 30 - 35 Minuten schmoren lassen, nach etwa 10 Minuten die Bruststücke entnehmen.
Den Schmortopf aus dem Backofen nehmen und die restlichen Fleischteile entnehmen, den verbleibenden Fond mit Sahne und dem entfetteten Fond des Vortags sämig einkochen.

In der Sauce dann die Hühnerteile erwärmen. Dazu gab es selbst gemachte Bandnudeln und Champignons. Das war richtig lecker und ein schöner Einstieg ins Jahr 2013.