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Sonntag, 4. Oktober 2020

Wolfsbarsch, Pfifferlinge, Zucchini und ein wenig Kalb

Kalbsbrühe habe ich mir auf Vorrat gekocht, für viele Gerichte kann das ein Geschmacksverstärker sein oder Grundlage für eine Sauce. Deshalb habe ich meist etwas davon im Eis liegen.  

Nachdem die Brühe abgekühlt war habe ich sie entfettet. Das Fett aber nicht entsorgt sondern in den Kühlschrank gelegt. 

Ich wollte mal versuchen in diesem Fett etwas zu garen. Der erste Versuch waren die Pfifferlinge aus diesem Rezept und das hat sich gelohnt, denn die Pfifferlinge hatten ein sehr schönes kräftiges Aroma ohne das der Kalbsgeschmack in den Vordergrund trat.





Um dem Gericht auch etwas Säure zu geben habe ich eingelegte Zucchini dazu gegeben, was dann einen schönen Kontrast brachte. Frau K war erst skeptisch, aber nachdem sie probiert hatte war auch sie überzeugt.

Eingelegt hatte ich zwei sehr kleine Zucchini, die waren  etwa fingerdick und auch nicht viel länger als ein Finger.


Zutaten für 2:

150 g Wolfsbarschfilet

mildes Rapsöl

100 g Pfifferlinge

1 kleine Schalotte


30 g Kalbsbrühenfett

2 sehr kleine Zucchini

Essig, Salz, Zucker

Kapuzinerkresse




Zubereitung:

Die eingelegten Zucchini schmecken am besten wenn sie wenigsten zwei Tage ziehen können. Für den Sud habe ich 200 ml Weißweinessig, 150 ml Wasser, 10 g Salz, 20 g Zucker aufgekocht. Die Zucchini waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Zucchinischeiben in den kochenden Sud geben und den Topf vom Herd ziehen. Den Sud mit den Zucchini in ein Schraubglas umfüllen, verschließen und zwei Tage ziehen lassen.



Die Pfifferlinge gründlich putzen. Das Kalbsbrühenfett in einer Pfanne erhitzen und die Pfifferlinge darin 2-3 Minuten anbraten. Die Schalotte sehr fein würfeln. Die Pfifferlinge aus der Pfanne nehmen und die schalottenwürfel in der Pfanne 4-5 Minuten bei kleiner Hitze dünsten. Sie sollten nicht braun werden.


Das Wolfsbarschfilet teilen und den Fisch auf der Hautseite in etwas Rapsöl 2-3 Minuten  anbraten, dann wenden und nochmal 2 Minuten anbraten. Die Pfanne vom Herd ziehen und den Wolfsbarsch noch einige Minuten in der Pfanne ruhen lassen. Mit Salz würzen.


Vor dem anrichten die Pfifferlinge wieder in die Pfanne geben und kurz erwärmen, mit Liebstöckelsalz abschmecken.



Anrichten:

Die Pfifferlinge auf zwei kleine Schalen verteilen. Den Fisch auflegen. Die eingelegten Zucchinischeiben in einem Sieb abtropfen lassen und dann über das Gericht verteilen. Einige Blätter Kapuzinerkresse darüber verteilen.


Sonntag, 18. November 2018

Rote Bete | Sauerteig | Sauermilch

Seit Juli beschäftige ich mich auch damit zu backen, genauer Sauerteigbrot zu backen. Langsam mache ich Fortschritte. Um ein Sauerteigbrot zu backen benötigt man einen Sauerteiganstellgut und davon stehen gerade 2 in unserem Kühlschrank, einer mit Weizen und einer mit Roggen. Dieses Gericht ist quasi ein Ergebnis meiner Versuche  und ein Hinweis aus einem Brotbackbuch.
Die Idee ist aus dem Buch von Vanessa Kimbell „ Die Sauerteig Schule“.  

Rote Bete Sauerteig Sauermilch Zwiebel

 
Sie empfiehlt das Anstellgut mit Kräutern und Gewürzen zu vermischen und zu trocknen. Die Idee musste ich ausprobieren und so habe ich mein Roggen- Anstellgut mit Tomate und Chili gemischt. Dafür habe ich ein Tomatenpulver benutzt welches ich im Sommer aus frischen Tomaten selber hergestellt habe und dazu Piment de espelette. Das Ergebnis ist ein sehr würziger Chip und ein feines, ebenso würziges Pulver.
Im übrigen gab es dazu einmal gebackene Rote Bete und gepickelte Stiele der Roten Bete, rote Lauchzwiebel und Sauermilch. Frau K war ziemlich begeistert, und ich auch. 

Zutaten für 2:
100g Roggen-Anstellgut
2 Tl Tomatenpulver
1 Tl Piment de Espelette
Salz
1 Rote Bete
Meersalz
100g Stiele von der Roten Bete
50g Muscovado Zucker
15g Salz
50ml Schwarze Johannisbeere-Essig
150ml Wasser
6 Pfefferkörner
4 Wacholderbeeren
1 Gewürznelke
1 Lorbeerblatt, sehr klein
250ml Sauermilch
1 El frisch geriebener Meerrettich
1 Rote Lauchzwiebel
Salz


Zubereitung:
Mein Roggen-Anstellgut habe ich aufgefrischt und nach  etwa drei Stunden etwa 100g entnommen. Das Anstellgut habe ich dann mit dem Tomatenpulver, Piment de Espelette und einer Prise Salz gut vermischt. Das ganze habe ich dann auf ein Backpapier möglichst dünn ausgestrichen, auf ein Backblech gelegt und bei 50°C im Backofen gut getrocknet. 

Rote Bete Sauerteig Sauermilch Zwiebel
Das dauert etwa 3 Stunden. Von dem Papier habe ich einige Sauerteig-Chips abgehoben.  Den Rest habe ich in einer Moulinette sehr fein gemahlen.

Ein bis zwei Rote Beten abwaschen und abtrocknen. In eine feuerfeste Form auf ein Salzbett setzen und mit Salz bedecken. Die Rote Bete für 70 Minuten bei 160°C in den Backofen stellen.

Etwa 200-250ml Sauermilch 4-6 Stunden durch ein Tuch abtropfen lassen. Die Sauermilchcreme aus dem Tuch entnehmen und mit einer Prise Salz und einem Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich vermischen. Die Sauermilchcreme kalt stellen.

Die Blattstiele der Roten Bete von den Blättern trennen und die Stiele abwaschen und putzen. Etwa 100 g Stiele in 3cm lange Stücke schneiden.
50g Muscovado Zucker, 15g Salz, 50ml Schwarze Johannisbeere-Essig, 150ml Wasser, 6 Pfefferkörner, 4 Wacholderbeeren, 1 Gewürznelke und 1 Lorbeerblatt in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen.
Die Rote Bete Stiele in den Sud geben und 1,5-2 Minuten kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Sud abkühlen lassen.

Ein kleines Stück der roten Lauchzwiebel putzen und in sehr dünne Scheiben schneiden.


Anrichten:
Die Rote Bete aus dem Salz nehmen, schälen und vierteln. Ein bis zwei viertel in eine kleine Schale setzen.  Daneben einige eingelegte Rote Bete-Stiele legen. Über die Rote Bete einen Esslöffel Sauermilchcreme geben.

Die Zwiebelscheiben darüber verteilen. Einen Sauerteigchip dazu setzen und mit etwas Sauerteigpulver bestreuen.

Donnerstag, 23. März 2017

Pickles........und Ölsardinen

Schon seit längerem benutze ich bei meinen Gerichten sehr gerne eingelegte Senfsaat, säuerlich eingelegten Senf.
Andererseits essen wir , Frau K und ich sehr gerne Ölsardinen, gerne auch gute Jahrgangsölsardienen und dazu schmeckt eine sauer eingelegte Beilage sehr gut, also habe ich mich ein wenig mit diesem Thema beschäftigt.
Tim Raue macht es sich in seinem neuesten Kochbuch  „My Way“ recht einfach mit dem Rezept für Ölsardinen: zur geöffneten Dose Ölsardinen gibt es ein Stück geröstetes Roggenbrot und eine viertel Limette, das wars.

Ich bin mir sicher das das gut ist, aber ich wollte ja eine eigene Variante.
Um etwas sauer einzulegen benötigt man einen geeigneten Sud, oder eine Beize. Ich habe ein Rezept bei Humm „Nomad“ gefunden, einfach und gelingsicher:

500 g weißer Balsamessig
200 g Zucker
200 g Wasser
50 g Salz


Alles in einen Topf geben, und einmal aufkochen, dabei gelegentlich mit einem Schneebesen umrühren bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben. Die Beize soll sich im Kühlschrank in einem Glas etwa 2 Wochen halten. Ich weiss nicht ob das stimmt, den bei mir ist die schneller verbraucht.

In dieser Beize lege ich auch die Senfkörner ein. Dazu kommen 4 El helle Senfsaat, oder, wer es kräftiger mag nimmt drei El helle und einen El dunkle Senfsaat, mit etwas Wasser in einen Topf und werden einmal aufgekocht. Durch ein Sieb abschütten und die Senfkörner mit kaltem Wasser abschrecken.
Jetzt etwa 150-200ml Beize aufkochen und die Senfkörner zugeben, etwa eine Minute köcheln lassen und dann den Topf vom Herd ziehen. Die Senfkörner mit dem Sud in ein Glas geben, verschließen  und abkühlen lassen. 
Ich finde die Senfkörner schmecken am besten wenn die  wenigstens einen Tag ziehen durften.



Die Kartoffeln oben auf dem Bild sind ebenfalls in dem Sud eingelegt. Dazu werden zwei Drillinge gründlich abgebürstet. Dann schneide ich die mit einem Hobel in sehr dünne Scheiben. Die Beize einmal aufkochen und heiss über die Kartoffel geben und wenigstens 6 Stunden ziehen lassen.
Ein bis zwei Ölsardinen auf einen Teller geben, einige Scheiben eingelegte Kartoffel dazu und einen El Senfkörner, mehr braucht es nicht. 


Auf dem zweiten Teller habe ich Rettich eingelegt.  Etwa 100 g Rettich sehr dünn aufschneiden und mit der kalten Beize bedecken. Den Rettich 2-3 Stunden ziehen lassen. Dazu geröstetes Roggenbrot und obenauf Porree-Sproßen.



Für den letzten Teller habe ich dünn aufgeschnittene weiße und rote Radieschen in dem kalten Sud kurz eingelegt. Dazu kleine Salatgurken in dünnen Scheiben, allerdings alles getrennt um Verfärbungen zu vermeiden. Dazu noch eingelegte Kartoffeln, frische Kräuter aus dem Garten, zwei El  Nordseekrabben und man hat einen kleinen Salat als Vorspeise.