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Dienstag, 2. Juli 2024

Metzgerstück mit Salat und Kartoffeln

 Wir waren dieses Jahr wieder auf Usedom wie schon viele Jahre zuvor. 

In Heringsdorf gibt es dort Mittwochs einen kleinen Markt, auch mit einem Bauern der Obst und Gemüse aus biologischem Anbau verkauft. Diese Jahr gab es eine Veränderung, denn auf diesem Mark gibt es jetzt auch einen Stand des Hofs am Mühlenbach.  




Sie verkaufen dort hochqualitatives Bio-Rind und Schweinefleisch. Wir haben es probiert und waren ziemlich begeistert. Natürlich haben wir auch Fleisch mit nach Hause genommen. 

Dabei auch ein Metzgerstück vom Rind. Ein Stück aus der Schulter, das auch Teres Major, Petite Tender oder flaches Filet genannt wird. Es hat einen kräftigeren Geschmack und ein wenig Biss. Kein Fleisch das mit dem Löffel gegessen werden kann, aber trotzdem zart. Uns hat es begeistert. 

Dazu gab es einen Salat mit Roter Bete, Feldsalat, Rauke und lauwarmen, gebratenen Kartoffeln.


Zutaten für 2:

1 Metzgerstück vom Rind

2 Zweige Rosmarin

1 Kl. Bund Thymian

2 Rote Bete (etwa 300g)

1 Rote Zwiebel

250 ml fermentierter Rote Bete Saft 

250 ml Portwein

150 g griechischer Joghurt

1 Bio Zitrone

Frischer Meerrettich

Piment d’ Espelette

50 g Feldsalat

20 g Rauke

200 g Kartoffel, fein gewürfelt.

Bio-Rapsöl

Salz und Kerala-Pfeffer

Zitronenthymianblüten und Basilikumblüten




Zubereitung:

Das Metzgerstück gut 90 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, abwaschen und trocken tupfen, mit Salz würzen. Das Fleisch abdecken und bei Zimmertemperatur ruhen lassen.


Die Rote Bete in Salzwasser etwa 35 Minuten gar kochen, je nach Dicke auch mehr. Die Bete abschrecken und schälen.


In einer Sauteuse etwas Rapsöl erwärmen. Eine Rote Zwiebel fein würfeln und bei niedriger Hitze einige Minuten schmoren. Etwa 100 g der Roten Bete fein würfeln und zu der Zwiebel geben. Einige Minuten mit andünsten. 

Dann mit dem fermentierten Rote Bete Saft und dem Portwein auffüllen und auf die Hälfte einkochen. Mit einem Pürierstab gründlich aufschlagen, mit wenig Salz und Kerala-Pfeffer abschmecken. 

Die restliche Rote Bete in schmale Spalten schneiden.


Den Joghurt in eine kleine Schüssel geben. Etwa einen Tl. Meerrettich frisch darüber reiben und unterrühren. Die Schale von einer halben Bio-Zitrone abreiben und mit dem Saft zufügen. Mit Salz und einer guten Prise Piment d’ Espelette abschmecken. Den Joghurt kühl stellen.


Den Backofen auf 60°C vorwärmen. In einer Pfanne Rapsöl erhitzen. Bei mir war das Stufe 7 von 9 Stufen. Das Fleisch in dem heissen Öl von jeder Seite etwa 90 Sekunden anbraten, mit dem Pfeffer beide Seiten würzen. Rosmarin und Thymian zufügen und im Backofen etwa 40 Minuten ziehen lassen.




Die gewürfelte Kartoffel in einer kleinen Pfanne knusprig anbraten. Am Schluss  ein wenig salzen.


Den Feldsalat und die Rauke putzen, waschen und trocken schleudern.


Das Fleisch aus dem Backofen nehmen und in Alufolie etwa 5 Minuten ruhen lassen.



Anrichten:

3-4 Spalten Rote Bete auf den Teller stellen. Mit der Rote-Bete-Sauce beträufeln. Etwas Feldsalat und Rauke dazwischen verteilen. Von dem Joghurt 3-4 Tl. dazu geben.

Das Fleisch in Scheiben schneiden und je 3 Scheiben auf den Teller legen.

Alles mit den den Kartoffeln bestreuen. Mit den Blüten garnieren.


Sonntag, 13. November 2022

Zander, Berglinsen, Brokkoli und Buttermilchsauce

 „Das war gut“ sagte Frau K am Samstag, nachdem sie das Gericht gegessen hatte. Das war Hausmannskost und gut, da waren wir uns einig. 

Es gab ein Stück gebratenen Zander, auf einem  Gemüse aus Bio-Berglinsen, Brokkoli und ein klein wenig Rote Bete. Dazu eine Sauce aus meinem Garnelenfond und Buttermilch.  






Zutaten für 2:

300 g Zanderfilet

100 g Berglinsen

100 g Brokkoli

1 kleine Rote Bete

1 Schalotte

300 ml Garnelenfond

200 ml heller Gemüsefond

300 ml Buttermilch

Butter

Rapsöl

1/2 Zitrone

Salz




Zubereitung:

Ein Sieb mit einem Seihtuch auslegen und die Buttermilch darin 3-4 Stunden abtropfen lassen.

Die Berglinsen nach Packungsanweisung bissfest garen.


Die Rote Bete in Salzwasser etwa 30-35 Minuten kochen. Dann etwas abkühlen lassen und in kleine Würfel schneiden.


Den Brokkoli in sehr kleine Röschen zerteilen und waschen.

Das Zanderfilet abwaschen, trocknen und in vier gleiche Teile schneiden, leicht salzen.


Den Garnelenfond (hier gibt es das Rezept) mit dem Gemüsefond in eine Sauteuse geben und auf etwa 250 ml reduzieren.




In einer Pfanne etwas Rapsöl und einen Stich Butter erwärmen. Die Schalotte schälen, klein schneiden und in der Pfanne einige Minuten vorsichtig dünsten. Den Brokkoli zufügen und beides etwa fünf Minuten weiter dünsten lassen.


In dieser Zeit in einer weiteren Pfanne Rapsöl erhitzen und den Fisch von beiden Seiten 2 Minuten anbraten. Den Zander dann bei 50°C im Backofen noch etwa 10 Minuten ziehen lassen.


Die Linsen zum Brokkoli in die Pfanne geben, gut umrühren und nur noch erwärmen. Am Schluss die Rote Bete Würfel unterheben. Mit Salz abschmecken und warm halten.


Die abgetropfte Buttermilch und etwa 30 g Butter zu dem eingekochten Fond geben und erhitzen. Mit Salz und etwas Zitrone abschmecken. Mit dem Pürierstab aufschlagen.




Anrichten:

Das Gemüse in die Mitte einer flachen Schale geben, jeweils ein Stück gebratenen Zander darauf setzen. Die aufgeschäumte Sauce darum verteilen.


Montag, 23. November 2020

Rote Bete Tatar, Nordseekrabben und Senf

Eine recht einfache und schnell gemachte Vorspeise mit Rote Bete gab es, die trotzdem besuchertauglich ist.

Rote Bete gehört für mich, warum auch immer, zu den eher winterlichen Zutaten und so gibt es die bei uns meist im Herbst/Winter. 

Irgendwo hatte ich von einem Rote Bete Tatar gelesen und wollte es natürlich auch ausprobieren.

Letztendlich habe ich ein Tatar aus  gekochter, weicher Rote Bete gemacht, die Frau K sehr fein gewürfelt hat.

 



Dazu mit einigen typischen Zutaten für ein Rindertatar. Darauf dann Nordseekrabben, die wir einfach gerne essen, Ei und eingelegter Senf. Eine kalte Vorspeise die schön leicht ist und delikat schmeckt. Frau K meinte ich dürfte die nochmal machen.



Zutaten für 2:

2 Rote Bete (etwa 150g)

1 El mildes Rapsöl

2 Cornichons

1 El Worcestershire Sauce

1 Tl Senf

Schwarzer Pfeffer

1 Ei

80 g Nordseekrabben

2 Tl eingelegte Senfsaat

Schnittlauch

Salz

Liebstöckelpulver



Zubereitung:


Die Rote Bete in Salzwasser ziemlich weich kochen, es soll ja ein Tatar werden. Die Rote Bete abkühlen lassen, dann schälen und wirklich fein würfeln, so das es schon optisch ein wenig an Rindertatar erinnert.

Die Cornichons fein würfeln.

 


 

Einen El neutrales ÖL, die Worcestershire-Sauce, den Senf, die gewürfelten Cornichons, frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und eine Prise Salz zum Tatar geben und alles gründlich vermischen, eine Stunde bei Zimmertemperatur ziehen lassen. 

Danach nochmal abschmecken und, wenn nötig nachwürzen.

Da Ei hart kochen, abschrecken und schälen. 

Die Nordseekrabben kurz abwaschen und abtropfen lassen.

Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.



Anrichten:

Das Rote Bete Tatar mit Hilfe eines Servierrings in die Mitte eines kleinen flachen Tellers platzieren. Darauf die Krabben verteilen. Eigelb und Eiweiß trennen und das Eigelb über die Krabben zerbröseln. Je einen Tl eingelegte Senfsaat darüber geben und etwas von dem Schnittlauch. Auf dem Teller zwei Prisen Liebstöckelpulver verteilen.


Sonntag, 1. November 2020

fermentiertes Gemüse, Saibling und Senf

Gemüse habe ich fermentiert. In der Vergangenheit hatte ich das schon einmal gemacht, die Ergebnisse haben uns damals aber garnicht überzeugt. 

Jetzt habe ich es etwas anders gemacht als damals. 

Ich  habe Rote Bete, Kohlrabi. Zwiebeln und Radieschen fermentiert. Bis auf die Radieschen habe ich alles recht fein geschnitten. Dann habe ich es nur etwa 6 Tage fermentieren lassen und dann für wenigstens eine Woche in den Kühlschrank gestellt. In der Vergangenheit waren die Fermentationszeiten deutlich länger. 



Mit der kürzeren Fermentation hat uns es deutlich besser geschmeckt. Leider sind die Radieschen total misslungen, die habe derartig gestunken das wir die nicht essen wollten.


Es gab dann am Samstag eine Vorspeise für uns aus dem fermentierten Gemüse, dazu gebeizter Saibling, eine Kräutercreme und eingelegter Senf. 

Uns hat das gut geschmeckt.



Zutaten für 2:


fermentierte Kohlrabi

fermentierte Rote Bete

fermentierte Zwiebel

200g Seesaibling

30g Salz

20g brauner Zucker

1 Bund Dill

100ml Weißwein

80g Crème fraîche

80g Saure Sahne

3 El Kräuteröl

Liebstöckelsalz

2 Tl eingelegte Senfsaat





Zubereitung:

Das Stück Saibling gründlich abwaschen. In einer flachen Schale den Wein, Zucker und Salz gut vermischen. Von dem Dill einige kleine Zweige beiseite legen, den Rest klein schneiden und ebenfalls in die Schale geben. Alles gut vermischen. Das Stück Saibling in die Schüssel legen und mit der Dillbeize bedecken, etwa 4-5 Stunden im Kühlschrank beizen.

Dann den Saibling gründlich abwaschen und kalt stellen.




Für die Kräutercreme die Crème fraîche, Saure Sahne, 3 El Kräuteröl und Liebstöckelsalz miteinander verrühren. Die Creme in eine Quetschflasche füllen und kalt stellen. 

Das Kräuteröl habe ich aus biologischem Sonnenblumenöl, Liebstöckel und Schnittlauch selber gemacht.



Anrichten:

Den Seesaibling in dünne Streifen schneiden und in der Mitte eines flachen Tellers platzieren. Daneben zwei Scheiben Kohlrabi legen. Auf die eine Hälfte etwas von der Kräutercreme spritzen. Dann die Scheibe zusammenklappen das eine Art Ravioli entsteht.  Dazu 2-3 Scheiben Rote Bete legen. Auf dem ganzen einige Zwiebelspalten und jeweils ein Tl eingelegter Senf verteilen. Drei-fünf Tupfen Kräutercreme dazu setzen. Mit etwas Dill dekorieren.


Sonntag, 25. Oktober 2020

Lamm, fermentierte Rote Bete, Rote Bete Relish, Butternusskürbis

Wir haben lange kein Lamm gegessen, also gab es letztes Wochenende ein kleines Stück ausgelösten Lammrücken. Ich hatte zwar ein Lammkarree gekauft, habe aber das Fleisch ausgelöst und hatte so die Knochen und Parüren für die Sauce.

Da wir ja nun mitten im Herbst sind gab es Kürbis dazu und Rote Bete. Ein Teil der Roten Bete habe ich kurz fermentiert. 

Im letzten Jahr habe ich mich schonmal ans fermentieren ran getraut, das aber letztendlich wieder gelassen. Dieses Jahr mache ich einen neuen Versuch und habe Rote Bete, Kohlrabi, Zwiebel, Radieschen  und Senfsaat fermentiert und bin gespannt was daraus wird.




Frau K fand das Gericht ganz gelungen und hat noch eine zweite Portion genommen. Das Gericht benötigt aber recht viel Arbeit und man sollte schon einen Tag vorher anfangen. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht.


Zutaten für 2:

1 Lammkarree 600g

1 Schalotte

400 ml dunkle Kalbsbrühe

200 ml Rotwein

200 ml Noilly Pratt

6 Scheiben fermentierte Rote Bete

2 kleinere Rote Bete

1 Apfel

30 g eingelegte Senfsaat

Kräuteröl

Himbeeressig

700 ml neutrales Öl

1 Butternusskürbis

100 ml Sahne

Mildes Rapsöl

Thymian

Rosmarin

1 Lorbeerblatt

4 Knoblauchzehen

Wacholderbeeren

Pfeffer

Kapuzinerkresse



Zubereitung:


Das Stück Lammrücken in eine flache Schale geben, von einem Zweig Rosmarin die Nadeln abzupfen und in die Schale legen, dazu 4 Zweige Thymian, 2 geschälte und zerdrückte Knoblauchzehen und einige Pfefferkörner. Mit Öl auffüllen. Die Schale mit einem Deckel verschliessen und für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Das Lamm ab und an in der Zeit mal wenden. Etwa 90 Minuten vor dem braten das Stück Lamm, entnehmen, die Kräuter entfernen  und das Fleisch bei Zimmertemperatur ruhen lassen.


Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die drei Rote Bete abwaschen und in eine gusseiserne Pastetenform legen. Auch hier wieder Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Pfefferkörner zugeben, aber auch einen Tl Salz. Mit Öl auffüllen bis alles bedeckt ist und für 2 Stunden in den Backofen stellen. Nach dem Ende der Backzeit die Rote Bete entnehmen und abkühlen lassen.


Den Backofen weiter bei 160°C lassen. Von dem Butternusskürbis das obere schmalere Teil abschneiden und längs halbieren. Den Kürbis mit den Schnittfläche nach oben auf ein, mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Schnittstellen mit Öl einpinseln und mit Salz bestreuen. Etwas Thymian auf den Kürbis legen. Im Backofen dann etwa 55 Minuten backen. Den Kürbis entnehmen und etwas abkühlen lassen.





Für die Sauce die Schalotte in dünne Scheiben schneiden und in etwas Öl vorsichtig goldbraun anrösten, dann die Kalbsbrühe zugeben und die zerteilten Knochen und Parüren vom Lamm. Den Deckel auflegen und die Brühe 2 Stunden köcheln lassen.

Den Fond dann durch ein Sieb abschütten und auf die Hälfte einkochen lassen. Jetzt den Rotwein und den Noilly Prat zugeben und alles auf 300 ml reduzieren. Wenn nötig die Sauce etwas binden. Mit Salz abschmecken.


Für das Relish die gegarten Rote Beten schälen und zwei etwa 3 mm dicke, möglichst große Scheiben heraus schneiden. Von der restlichen Rote Bete etwa 80g sehr fein würfeln. 40 g geschälten Apfel ebenfalls würfeln. Beides in eine kleine Schale geben und 20 abgetropfte Senfsaat, 2 El Kräuteröl, 1 El Himbeeressig und etwas Salz zugeben und alles gut vermischen. Das Relish wenigstens 30 Minuten ziehen lassen.


Mit einem Löffel aus den abgekühlten Kürbishälften das weiche Fruchtfleisch herauskratzen und in einen kleinen Topf geben, etwas von der Sahne dazugeben und den Kürbis gründlich pürieren, durch ein Sieb streichen und warm halten.


Das Lamm in heissem Öl von beiden Seiten etwa 1,5-2 Minuten anbraten. Aus der Pfanne auf einen vorgewärmten Teller legen und von beiden Seiten sorgfältig salzen. In den auf etwa 60°C vorgewärmten Backofen stellen. Es wird für lamm eine Kerntemperatur von 55°C empfohlen, wir essen es lieber wenn es eine Kerntemperatur von 57°C gerade erreicht hat. Das Lamm dann aus dem Backofen nehmen und in Alufolie noch 5 Minuten ruhen lassen.



Anrichten:

Auf zwei flachen Tellern in der Mitte je 2 El Sauce rund ausstreichen. Das Lamm einmal quer und einmal längs halbieren. Je einen Streifen Lamm links neben die Sauce setzen. Dazu drei Scheiben fermentierte Rote Bete setzen. Einen El Kürbispürree dazu. Daneben eine Scheibe Rote Bete legen, darauf einen El Rote Bete Relish setzen. Auf das Relish noch etwas eingelegte Senfsaat. Zu den fermentierten Rote Bete Scheiben noch einige Blätter Kapuzinerkresse legen.


Sonntag, 12. Januar 2020

Rind, Ei und Zwiebel

Seit ein paar Wochen habe ich ein neues, empfehlenswertes Kochbuch:

von Gero von Randow

Er bereitet Omeletts anders zu als gewohnt. Eiweiß und Eigelb werden getrennt schaumig geschlagen, dann wieder zusammengeführt und das Omelett dann in mehreren Schichten gebacken. Mir ist es bisher trotz einiger Versuche noch nicht gelungen ein solches Omelett optisch ansprechend zuzubereiten, aber ich übe weiter und irgendwann werde auch ich es schaffen.

Tatar Ei Zwiebel


Allerdings fand ich schon die Zwischenstufe gut wenn zwei Schichten in der Pfanne sind hat man eine schön goldgelbe Schicht und wenn man, wie ich nicht  richtig aufpasst wird sie sogar leicht knusprig. 
Da habe ich dann gedacht das man damit doch auch was anfangen könnte und das Ergebnis gibt es heute. Ein dünner leicht knuspriger Eifladen, dazu Rind, Zwiebel und Mayonnaise 
Durch das Kochbuch habe ich auch zwei Würzmittel für mich wiederentdeckt, nämlich Tabasco und Worcestershiresauce. Die benötigt man auch für mein Rezept. 
In Zeiten wo viele Gerichte großzügig mit Miso, Sojasauce, Mirin und Reisessig gewürzt wird kann man auch mal wieder auf die beiden Klassiker zurückgreifen. Letztens habe ich sogar ein Rezept für  Spaghetti Carbonara gesehen die mit Miso und Sojasauce gewürzt wurden?¿

Zutaten für 2:
3 Eier Größe L
3 kleinere Schalotten
Tabasco
Worcestershiresauce
Butter
100 ml neutrales Öl
1 Tl Senf
100 ml Riesling
100 g Rinderhüfte
Salz und weißer Pfeffer
Rote Bete Blätter



Zubereitung:
Mit der Mayonnaise fange ich ein. Ein Eigelb nach und nach mit dem Öl verrühren. Dabei mit sehr wenig Öl anfangen. Wenn das gesamte Öl mit dem Eigelb cremig verrührt ist die  Mayonnaise mit etwas Senf, Tabasco, Salz und frisch gemahlenem Weißem Pfeffer würzen und kalt stellen.

Für das Tatar die Rinderhüfte mit einem großen Messer schön klein schneiden. Wer mag kann das Fleisch natürlich auch durch einen Wolf drehen. Das Fleisch mit Salz, Worcestershiresauce und Tabasco abschmecken und ebenfalls kalt stellen.

Tatar Ei Zwiebel
Etwas Butter in einer Pfanne aufschäumen. 2 Schalotten schälen und längs halbieren. Mit der Schnittseite nach unten in die Pfanne legen und 2-3 Minuten anbraten, dann mit dem Riesling auffüllen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Die Schalotten herausnehmen, abtropfen und abkühlen lassen. Dann die Schalen auseinander zupfen.

Etwas Butter in einer großen Pfanne vorsichtig bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Die letzte Schalotte schälen und sehr fein würfeln. In die Pfanne geben und bei niedriger Stufe weich dünsten.
Die beiden Eier trennen. Eiweiß und Eigelb mit einem Schneebesen leicht schaumig schlagen. Eiweiß und Eigelb zusammen gießen, mit wenig Worcestershiresauce, Tabasco und Salz würzen. In die Pfanne etwas weißen Pfeffer mahlen. Jetzt eine Kelle Ei in die Pfanne geben und bei sehr kleiner Hitze fest werden lassen. Dann die zweite Kelle zufügen und wieder bei kleiner Hitze garen. Das Ei darf nicht braun werden. Wenn das Ei leicht knusprig ist aus der Pfanne nehmen.



Anrichten:

Das Ei mit einem großen Ring ausstechen und auf zwei Teller verteilen. Auf das Ei das Rindertatar verteilen, auch da habe ich einen Anrichtering, allerdings etwas kleiner, zu Hilfe genommen. Auf das Tatar je drei Stücke von der Schalotte setzen und diese mit Mayonnaise füllen. Einige Rote Bete Blätter abwaschen, trocknen und zum Tatar geben.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Seeteufel, Rote Bete, Algensalz

Schon wieder ein Fischgericht, irgendwie lande ich in der letzten Zeit häufiger bei Fischgerichten.  Heute Lotte oder Seeteufel auf Rote Bete. Eigentlich wollte ich dieses Gericht auf dem Grill zubereiten. Da haben mir aber letzte Woche die ergiebigen Regenfälle einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Seeteufel Rote Bete Algensalz 


Also kam der Fisch auf die Grillpfanne und die Bete wurde gekocht. Das war natürlich nicht das gleiche, aber trotzdem hat es uns geschmeckt. 
Seeteufel und Rote Bete harmonieren gut mit einander. Die Bete ist einmal warm und in Butter geschwenkt, dann noch  mariniert und kalt und es gibt noch gewürzten Saft von der Bete dazu. Alles abgeschmeckt mit wunderbarem französischem Algensalz.

Zutaten für 2:
200 g Seeteufel
4 Rote Bete
1 El Apfelessig
1 El Aceto Balsamico di Modena
Salz
1 Tl Honig
2El nussiges Rapsöl
Algensalz


Zubereitung:
Zwei Rote Beten schälen und entsaften. Eine Rote Bete schälen und mit der Aufschnittmaschine in sehr dünne Scheiben schneiden.
Den Rote Bete Saft in einen Topf geben, dazu den Apfelessig und den Aceto Balsamico di Modena, eine Prise Salz und einen Tl Honig. Den Saft aufkochen, dann den Topf vom Herd ziehen und die rohen Scheiben in den heissen Saft legen und wenigsten 2 Stunden marinieren lassen.
Seeteufel Rote Bete Algensalz
Die verbliebene Rote Bete mit Schale in Salzwasser gar kochen, abkühlen lassen und schälen. Dann aus der Bete zwei dicke Scheiben herausschneiden.

Das Stück Seeteufel hatte mein Fischhändler schon von der dunklen Haut befreit, es war nur noch eine dünne feste Haut um den Fisch, aber auch die muss runter, es darf keine Haut mehr auf dem Fischfleisch sein. Das Stück also sorgfältig von jeder Haut befreien. Dann wenig salzen und eine Stunde wieder kühl stellen.

In eine kleinen Pfanne einen El nussiges Rapsöl geben und darin die Rote Bete Scheiben erwärmen.

Eine Grillpfanne mit Rapsöl einpinseln und den Seeteufel von beiden Seiten 3 Minuten anbraten. Die Pfanne vom Herd ziehen und den Fisch noch 5 Minuten nachziehen lassen.


Anrichten:

In die Mitte zweier Schalen oder tiefer Teller je ein Scheiben Rote Bete legen. Diese Scheiben mit je drei Scheiben der marinierten Bete bedecken. Darauf ein Stück Seeteufel setzen. Etwas von der Marinade anschütten. Alles mit ein wenig Algensalz bestreuen.

Sonntag, 18. November 2018

Rote Bete | Sauerteig | Sauermilch

Seit Juli beschäftige ich mich auch damit zu backen, genauer Sauerteigbrot zu backen. Langsam mache ich Fortschritte. Um ein Sauerteigbrot zu backen benötigt man einen Sauerteiganstellgut und davon stehen gerade 2 in unserem Kühlschrank, einer mit Weizen und einer mit Roggen. Dieses Gericht ist quasi ein Ergebnis meiner Versuche  und ein Hinweis aus einem Brotbackbuch.
Die Idee ist aus dem Buch von Vanessa Kimbell „ Die Sauerteig Schule“.  

Rote Bete Sauerteig Sauermilch Zwiebel

 
Sie empfiehlt das Anstellgut mit Kräutern und Gewürzen zu vermischen und zu trocknen. Die Idee musste ich ausprobieren und so habe ich mein Roggen- Anstellgut mit Tomate und Chili gemischt. Dafür habe ich ein Tomatenpulver benutzt welches ich im Sommer aus frischen Tomaten selber hergestellt habe und dazu Piment de espelette. Das Ergebnis ist ein sehr würziger Chip und ein feines, ebenso würziges Pulver.
Im übrigen gab es dazu einmal gebackene Rote Bete und gepickelte Stiele der Roten Bete, rote Lauchzwiebel und Sauermilch. Frau K war ziemlich begeistert, und ich auch. 

Zutaten für 2:
100g Roggen-Anstellgut
2 Tl Tomatenpulver
1 Tl Piment de Espelette
Salz
1 Rote Bete
Meersalz
100g Stiele von der Roten Bete
50g Muscovado Zucker
15g Salz
50ml Schwarze Johannisbeere-Essig
150ml Wasser
6 Pfefferkörner
4 Wacholderbeeren
1 Gewürznelke
1 Lorbeerblatt, sehr klein
250ml Sauermilch
1 El frisch geriebener Meerrettich
1 Rote Lauchzwiebel
Salz


Zubereitung:
Mein Roggen-Anstellgut habe ich aufgefrischt und nach  etwa drei Stunden etwa 100g entnommen. Das Anstellgut habe ich dann mit dem Tomatenpulver, Piment de Espelette und einer Prise Salz gut vermischt. Das ganze habe ich dann auf ein Backpapier möglichst dünn ausgestrichen, auf ein Backblech gelegt und bei 50°C im Backofen gut getrocknet. 

Rote Bete Sauerteig Sauermilch Zwiebel
Das dauert etwa 3 Stunden. Von dem Papier habe ich einige Sauerteig-Chips abgehoben.  Den Rest habe ich in einer Moulinette sehr fein gemahlen.

Ein bis zwei Rote Beten abwaschen und abtrocknen. In eine feuerfeste Form auf ein Salzbett setzen und mit Salz bedecken. Die Rote Bete für 70 Minuten bei 160°C in den Backofen stellen.

Etwa 200-250ml Sauermilch 4-6 Stunden durch ein Tuch abtropfen lassen. Die Sauermilchcreme aus dem Tuch entnehmen und mit einer Prise Salz und einem Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich vermischen. Die Sauermilchcreme kalt stellen.

Die Blattstiele der Roten Bete von den Blättern trennen und die Stiele abwaschen und putzen. Etwa 100 g Stiele in 3cm lange Stücke schneiden.
50g Muscovado Zucker, 15g Salz, 50ml Schwarze Johannisbeere-Essig, 150ml Wasser, 6 Pfefferkörner, 4 Wacholderbeeren, 1 Gewürznelke und 1 Lorbeerblatt in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen.
Die Rote Bete Stiele in den Sud geben und 1,5-2 Minuten kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Sud abkühlen lassen.

Ein kleines Stück der roten Lauchzwiebel putzen und in sehr dünne Scheiben schneiden.


Anrichten:
Die Rote Bete aus dem Salz nehmen, schälen und vierteln. Ein bis zwei viertel in eine kleine Schale setzen.  Daneben einige eingelegte Rote Bete-Stiele legen. Über die Rote Bete einen Esslöffel Sauermilchcreme geben.

Die Zwiebelscheiben darüber verteilen. Einen Sauerteigchip dazu setzen und mit etwas Sauerteigpulver bestreuen.