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Sonntag, 13. Dezember 2020

Kleiner Kalbsbraten mit Topinambur

Das es Topinambur geben würde, stand fest. Ich hatte drei Wochen vorher Topinambur zum fermentieren in einer 3% Salzlösung angesetzt, zwei Wochen fermentieren und dann noch eine Woche im Kühlschrank nachziehen lassen. Zum fermentierten Topinambur gab es noch eine Topinamburcreme und frittierte Topinamburchips .  

Ich habe mich dann entschlossen dazu einen kleinen Kalbsbraten zu machen und habe  rund 700 g Kalb aus der Oberschale gekauft. 

 


 

Im Netz habe ich dann nach der notwendigen Kerntemperatur gesucht und Angaben zwischen 60° C und 78° C gefunden. Ich habe dann mein Stück bis zu einer Kerntemperatur von 70° C gezogen. Uns hat das Fleisch so gut gefallen, es war saftig und angenehm in der Konsistenz.




Zutaten für 2:


750 g Kalbsoberschale

Rapsöl

2 Zweige Rosmarin

4 Zweige Thymian


600 g Topinambur

50 g Butter

100 ml Sahne

Muskat

400 ml Öl zum frittieren

Fermentierter Topinambur

8 Walnüsse

Winterportulak

Salz




Zubereitung:


In einer großen Pfanne das Rapsöl erhitzen. Das Stück Kalb darin von allen Seiten bei mittlerer Hitze sorgfältig anbraten. 

Den Backofen auf 110° C heizen. Das gebratene Fleisch rundherum salzen und in eine feuerfeste Schale legen. Rosmarin und Thymian dazu legen und die Schale in den Backofen stellen. Solange garen lassen bis eine Kerntemperatur von 70° C erreicht ist. Dann das Fleisch entnehmen und noch 5 Minuten ruhen lassen.

 



Etwa 500 g Topinambur schälen und würfeln. Die Butter in einem Topf aufschäumen und die Topinamburwürfel darin 5 Minuten andünsten. Vorsichtig salzen, die Sahne zufügen und alles bei kleiner Hitze leicht köcheln lassen bis der Topinambur weich ist.

Die Garflüssigkeit abschütten und auffangen. Den Topinambur fein pürieren und wenn nötig nach und nach etwas von der Garflüssigkeit zufügen bis die Creme die gewünschte Konsistenz hat. Mit etwas Muskat und Salz abschmecken.


Die restlichen Topinamburen gründlich waschen und abbürsten. Gut abtrocknen und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln.

In einem kleinen, hohen Topf das Frittieröl auf 160° C erhitzen. Die Topinamburscheiben darin portionsweise goldgelb frittieren. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und leicht salzen.


Die Walnüsse knacken und die Walnusskerne fein hacken. Eine Pfanne erhitzen und die Walnusskerne darin kurz, ohne Fett,  anrösten.




Anrichten:

2 El Topinamburcreme in einen gut vorgewärmten flachen Teller setzen, dazu eine Scheibe Kalbsbraten legen. Den fermentierten Topinambur fein würfeln und einen El der Würfel zu der Creme legen. Dazu drei -vier frittierte Topinamburchips. Über alles etwas geröstete Walnüsse streuen. Auf das Fleisch einige Portulakblätter legen.


Montag, 13. April 2015

hausgebeizter Lachs, Spargelsalat mit Portulak und Queller



Der erste Frühlingssonntag, so wettertechnisch, war das gestern für uns. Die Sonne strahlte und wir haben auf der Terrasse zu Mittag gegessen.

Sparel-Queller-Salat gebeizter Lachs
Es gab einen kleinen Spargelsalat mit Queller und Portulak, denn wir wollen ja unser Sommergewicht erreichen. Dazu ein klein  wenig hausgebeizter Lachs, etwas Brot und wir waren zufrieden.
Das Rezept hat es auch in das Onlinemagazin  "Aromenspiele Frühling 2016" geschafft. Dort gibt es noch mehr Anregungen, nicht nur für Rezepte. 

Zutaten für 2:

200 g Lachs
2 El Wodka
2 El Salz
1 El brauner Zucker
1 Tl helle Senfsaat
1 Bund Dill

200 g Spargelspitzen
100 g Queller / Salicornes
100 g Portulak
50 g Rhabarber
2 El Weißweinessig
3 El Traubenkernöl
1/2 Tl braune Senfsaat
1Tl helle Sesamsaat
1 Tl dunkle Sesamsaat
1/2 Tl Schwarzkümmel
Pfeffer und Salz


Zubereitung:
Den Lachs etwa 24 Stunden vor dem Verzehr beizen. Dazu die Haut lösen. Den Wodka mit dem Salz, Zucker, Senfsaat und dem kleingeschnittenen Dill vermischen. Den Lachs von beiden Seiten damit bestreichen und in einen tiefen Teller legen. Mit einem Teller abdecken und im Kühlschrank etwa 24 Stunden beizen, nach der Hälfte der Zeit den Lachs einmal wenden. Nach etwa 24 Stunden die Lake mit den Gewürzen von dem Lachs abwaschen.

Die Spargelspitzen, wenn nötig schälen und abwaschen. In einem Topf Wasser erhitzen und salzen. Den Spargel in das kochende Wasser geben, einmal aufkochen, dann die Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren und den Spargel etwa 6-7 Minuten ziehen lassen.
Den Queller abwaschen und zwei Minuten vor Ende der Garzeit mit zum Spargel geben und weiter ziehen lassen.
Alles abschütten und sorgfältig mit kaltem Wasser abschrecken. Das Gemüse gut abtropfen lassen.
Den Portulak putzen, abwaschen und ebenfalls gründlich abtropfen lassen.
Spargel-Queller-Salat gebeizter Lachs

Die Sesamsaat (beide Sorten, also sowohl die helle als auch die dunkle) mit dem Schwarzkümmel in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten.

Für das Dressing den Weißweinessig, Traubenkernöl, Pfeffer und Salz mit der dunklen Senfsaat gut verrühren.

Den Rhabarber abwaschen und in etwa 1-2 mm dünne Scheibchen schneiden, in das Dressing geben und wenigstens 15 Minuten marinieren lassen.

Dann den Spargel mit dem Queller in die Schüssel füllen und 5 Minuten marinieren. Am Ende den Portulak unterheben.

Anrichten:
Den Salat auf zwei große Teller verteilen. Den Lachs aus dem Kühlschrank nehmen und leicht schräg in hauchdünne Scheiben schneiden. Auf jeden Teller drei bis vier Lachsscheiben auf den Salat legen. Die gerösteten Sesamkörner und Schwarzkümmel darüber streuen und servieren.

Freitag, 27. Juni 2014

tierfreitag: Pasta mit Hirschhornwegerich und Portulak


Tierfrei kochen und das dann auch noch gut und schmackhaft ist für mich nicht so einfach. Deshalb gab es jetzt auch schon länger kein Rezept für den Tierfreitag hier eingestellt. 
Gerade der Verzicht auf Milch und Milchprodukte fällt mir schwer.
Jetzt gibt es mal wieder ein Rezept. Pasta mit Gemüse. Hier auf Usedom gibt es nämlich einen Bauern, der wunderbares Gemüse und Salat hat, aus Bio-Anbau. Wenn ich es richtig im Kopf habe bestellt er seine Felder sogar noch mit einem Pferd.
Ich habe sonst kein Gemüse mit so viel Geschmack und Aroma bekommen, das unterscheidet sich deutlich von dem was ich sonst in Duisburg kaufen kann.

Pasta Trofie, Hirschhornwegerich, Portulak, Dicke Bohnen, Tomatenpesto
So habe ich dann am Mittwoch frische Dicke Bohnen, Portulak und Hirschhornwegerich gekauft. 
Dazu gab es Pasta Trofie und ein fertiges Tomaten-Nuss-Pesto. Das Pesto besteht nur aus getrockneten Tomaten,Walnüssen, Rapsöl, Knoblauch und Salz.


Das ergab dann ein schnelles Pastagericht mit viel Geschmack und schönem Aroma und dazu noch tierfrei. Wir hatten dabei nicht das Gefühl auf etwas zu verzichten.

Zutaten für 2:

160 g Pasta Trofie
Olivenöl
2 El Tomatenpesto mit Nüssen
200 g Dicke Bohnen, gepalt
50 g Hirschhornwegerich
50 g Portulak
Pfeffer und Salz

Zubereitung:
Die Nudeln in reichlich Salzwasser sehr knapp gar kochen und abschütten.
In der Zwischenzeit die dicken Bohnen kurz aufkochen, abschütten und abschrecken. Die Kerne aus den grauen Häuten drücken. Den Hirschhornwegerich und den Portulak gründlich putzen und waschen. Dann auf einen Küchenkrepp abtropfen lassen.

Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und erwärmen, die Bohnenkerne darin noch 3-4 Minuten andünsten.
Das Tomatenpesto und 2 El Olivenöl in einen Topf geben, vorsichtig erhitzen und gut miteinander verrühren.
Den Portulak mit dem Hirschhornwegerich in die Pfanne zu den Bohnen geben und vorsichtig wenige Minuten erwärmen, vom Herd nehmen bevor das Gemüse zusammen fällt. Das Gemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pasta Trofie,Hirschhornwegerich, Portulak, Dicke Bohnen
Die Pasta in den Topf mit dem Pesto geben und alles gut miteinander vermischen.

Die Nudeln auf zwei tiefe Teller verteilen, darauf das Gemüse legen und servieren.

Sonntag, 2. Februar 2014

kleine Vorspeise: Hering, Salat und Eingelegtes



Eine kleine Vorspeise habe ich ausprobiert. Wie ich ja berichtet hatte gab es selbst eingelegten Bismarckhering und den habe ich zu rheinischem Heringsstipp verarbeitet.

Zwei Bismarckheringe waren noch über und die wollte ich zu einer  kleinen, eher feinen Vorspeise verarbeiten. Der Hering bekommt seine klassischen Zutaten wie Rote Bete, Apfel und Gurke.
Rote Bete und Gurken sind ziemlich klein gewürfelt und bekommen eine einfache Vinaigrette. 
Dazu kam eingelegtes, nämlich weiße Zwiebeln und Senfkörner. Das Rezept für die Marinade ist aus dem Kochbuch Eleven Madison Park; wobei ich nur eine kleinere Menge gebraucht habe.

Aus dem Garten habe ich noch Borretschblüten und Winterportulak dazu gegeben. Der Borretsch blüht bei uns immer noch ab und an.


Zutaten für 4:

2 Bismarckheringe, mild eingelegt
420 ml weißer Balsamessig
45 g Salz
4 weiße Zwiebeln
2 El helle Senfkörner
1 El dunkle Senfkörner
1 kleiner runder schwarzer Rettich
1 grüner Apfel
Winterportulak
4 El Gurkensalat
4 El Rote Bete Salat
4 Tl Hering-Kaviar

Zubereitung:

Den Balsamessig mit der gleichen Menge Wasser und dem Salz vermischen und rühren bis sich das Salz aufgelöst hat.
Wie oben gesagt habe ich deutlich weniger gebraucht, etwa nur die Hälfte der Marinade.
Die Senfkörner mit 200 ml der Marinade in einen Topf geben und einmal aufkochen, abkühlen lassen.
Die weißen Zwiebeln schälen und längs achteln, die Zwiebeln auseinander zupfen. Zwiebeln und 200 ml Marinade in einen Topf geben und aufkochen, etwa 30 Sekunden kochen lassen, dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
Den Rettich schälen und fein reiben, mit etwas Salz abschmecken.
Aus dem Apfel mit einem Kugelausstecher kleine Kugeln ausstechen, ich habe die nach dem ersten Teller halbiert, da die mir zu groß erschienen. Die Apfel-Kugeln mit dem Gurkensalat in der Vinaigrette ziehen lassen.
Die Bismarckheringe filetieren und die Filets in je drei Teile schneiden.


Anrichten:

Die Heringstücke etwas versetzt auf einen Teller setzen. Die restliche Zutaten darum verteilen. Die Zwiebeln und die Senfkörner vorher etwas abtropfen lassen.

Montag, 9. Dezember 2013

für Weihnachten, ein Salat mit Taube



Mein Geflügelhändler hatte die in der Auslage liegen, einige Tauben. Ich kann da ja meist nur schlecht widerstehen und hab uns eine gekauft, ohne zu wissen was ich damit eigentlich mache, denn der Speiseplan fürs Wochenende stand schon.

Ich wusste was ich Samstag und Sonntag als Hauptgerichte koche, also blieb nur eine kleine Vorspeise mit der Taube.
Ich finde diese Vorspeise ist schon durchaus weihnachtstauglich und könnte auch als Vorspeise für einen der Festtage herhalten. Die Taube hat ja schon einen leichten Wildgeschmack und ich finde die hat was edles, aber das ist sehr subjektiv.


Ein kleiner winterlicher Salat ist am Sonntag es geworden, mit Pistazien dazu. Ein Gel habe ich aus den Pistazien gebastelt, mit Schafs-Joghurt und ein wenig klein gehackte Pistazien.

Zutaten für 2:

200 ml Gemüsefond
100 g  Pistazien
1/2 Tl Agar Agar
2 El Schafs-Joghurt

2 Taubenbrüste
Butterschmalz

50 g  Puy - Linsen
1 Handvoll Roter Feldsalat
1 Handvoll Winter - Portulak
2 El Granatapfelkerne
Schafgarbe 
Kleiner Wiesenknopf
5 El Rapsöl
2 El Weißweinessig
2 El Joghurt
Senf
Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Den Gemüsefond und 50 g Pistazien mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Dabei habe ich ein kleine Überraschung erlebt, denn die Mischung dickt an und wird cremig. Den Schafs-Joghurt unterrühren und mit Salz abschmecken, die Mischung durch ein sehr feines Sieb streichen. 
Das Agar-Agar in etwa 100 ml Wasser auflösen und unter ständigem rühren etwa 2 Minuten leicht kochen lassen unter die Pistazien-Joghurt- Mischung rühren und kalt stellen. 
Wenn das Pistazien-Joghurt-Gel fest geworden ist in einen Mixbecher geben und gründlich pürieren. In eine Spritzflasche füllen und kalt stellen.

Die Linsen in wenig Wasser etwa 20 Minuten bissfest garen. Wir mögen das wenn die noch wirklich leicht knackig sind.
Aus 2 El Rapsöl und 1 El Weißweinessig mit Pfeffer, Salz und ein klein wenig Senf einen Vinaigrette anrühren und die lauwarmen Linsen darin marinieren lassen.

Den Feldsalat und den Winter-Portulak, sowie die Kräuter waschen und trocken.

Die Taubenbrüste in etwas Butterschmalz 2 Minuten von jeder Seite anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und im Backofen bei 80°C etwa10 Minuten ziehen lassen
Aus dem restlichen Rapsöl, 2 El Joghurt mit dem Essig, Pfeffer, Salz und Senf ein Dressing anrühren.
Die übrigen Pistazien grob hacken.

Anrichten:

Den Feldsalat und Winter-Portulak auf 2 Teller verteilen. Dazu jeweils 2 El Linsen und 1 El Granatapfel-Kerne setzen. Die Taubenbrüste in die Mitte des Tellers legen. Einige Tropfen vom Pistazien-Gel auf die Teller setzen, die gehackten Pistazienkerne darüber streuen und die Kräuter. Etwas Joghurt-Dressing auf die Teller  verteilen und servieren.

Freitag, 21. Juni 2013

Urlaubsteller IV: Sommersalat mit Lamm


Ariane von Tra dolce ed amaro hat mich auf die Idee gebracht, einen schönen sommerlichen Salat mit Feige zu machen. Ihr Salat schaut richtig gut aus und hier auf Usedom waren es ja nun auch mal 27°C, also die richtige Temperaturen für einen sommerlichen Salat mit Feige und Lamm.
Beim türkischen Gemüsehändler gab es frische Feigen und Lamm bekomme ich in Heringsdorf beim Metzger auch schönes und das soll sogar von der Insel sein.
Beim Ökobauern habe ich dann noch Salat gekauft, Eichblatt, Portulak und Hirschhornwegerich.
Hirschornwegerich kannte ich bis dahin auch noch nicht, optisch hat er leichte Ähnlichkeit mit Rauke, schmeckt  salzig hier auf Usedom und säuerlich, ein wenig grasig.
Für die Vinaigrette habe ich ein ganz frische Passionsfrucht bekommen die noch glatt und sehr saftig war.

Überhaupt zeigte es sich wieder, dass es auf die Qualität der Zutaten ankommt, denn der Salat war richtig lecker, was einfach daran lag das ich richtig gute Zutaten bekommen habe.




Zutaten für 2

  • 500 g Lammkarree am Stück
  • Butterschmalz
  • 1 Kopf Eichlaubsalat
  • 100 g Portulak
  • 50 g Hirschornwegerich
  • 3 Feigen
  • 3 Frühlinszwiebeln
  • 2 Zucchini - Blüten
  • 1 Passionsfrucht
  • 1 El Balsamico Bianco
  • 3 El Sonnenblumenöl
  • 1 Msp. Dijon - Senf
  • Pfeffer und Salz


Zubereitung:
Das Lammkarree in heissem Butterschmalz etwa 8 Minuten von allen Seiten anbraten. Im vorgeheizten Backofen bei etwa 80°C nachziehen lassen.
Den Eichlaubsalat, Portulak und Hirschornwegerich putzen und waschen. Die Feigen abwaschen und in Achtel schneiden. Die Frühlingszwiebeln abwaschen und in dünne Scheiben schneiden.

Die Passionsfrucht halbieren und die Kerne in eine kleine Schüssel geben mit dem Fruchtmark. Den Essig dazugeben und verrühren, dass sich das Fruchtmark löst. Dann das Öl, ein ganz klein wenig Dijonsenf und Pfeffer und Salz zugeben und verrühren.

Das Lammkarre aus dem Ofen nehmen und in Scheiben schneiden. Mit Pfeffer und Salz würzen. Den Salat auf Teller verteilen, die Feigen und die Zucchini-Blüten dazu setzen und

 jeweils 2 Scheiben Fleisch. Den Salat mit der Vinaigrette beträufeln und servieren.

Montag, 20. Mai 2013

Onsen - Ei, confiert zum Spargelsalat



Für diesen Salat habe ich mehrere Anläufe gebraucht bis er so war wie ich den wollte. Frau K deutete schon vorsichtig an das es eigentlich nicht immer Spargelsalat mit Ei am Wochenende sein müsse.
Ich hatte mir aber in den Kopf gesetzt ein confiertes Onsen - Eigelb herzustellen.
Onsen- Eier sind Eier die bei Temperaturen zwischen 65 und 68°C gegart werden.
Was Onsen - Eier genau sind und wie die zubereitet werden ist bei Spiegel - Online anschaulich erklärt.
Spargel und Ei können es ja gut mit einander und so wollte ich ein cremiges Eigelb zum Salat.
Onsen Eier sind ja in den letzten Jahren ganz beliebt in den Blogs gewesen und es gibt da schöne Berichte. Ich hatte mir vorgenommen ein Eigelb in Öl zu confieren. Es hat mehrere Versuche gebraucht bis ich ein akzeptables Ergebnis erzielt habe.
Frau K mag es am liebsten wenn das Eigelb innen noch einen flüssigen Kern hat, der sich mit der Vinaigrette vermischt wenn man das Eigel ansticht.
Mir selbst gefällt es besser wenn das Eigelb insgesamt eine cremige Konsistenz hat.
So hat uns das Ergebnis gefallen:

Zutaten für 2 als Vorspeise:

  • 4 Eier
  • Reines Sonnenblumenöl
  • Grobes Meersalz


  • 4 Stangen weißer Spargel
  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 2 Bund Portulak
  • 50 g Zuckerschoten
  • 2 junge Zweige Bronzefenchel
  • 6 Blätter Blutampfer
  • 6 Blätter Kapuzinerkresse
  • 1 Zweig kleiner Wiesenknopf
  • 3 El Rapsöl
  • 1 El Mandelöl
  • 1 El Himbeeressig
  • Pfeffer und Salz



Zubereitung:
Den Backofen vorheizen, auf 70°C. Die brauche ich um im Backofen dann eine Temperatur zwischen 65 °C und 68°C zu erreichen.
In 4 Tassen etwas Öl geben, ausreichend das später das Eigelb mit dem Öl bedeckt wird. Das Öl im Backofen auf höchstens 68°C erhitzen. Bei höheren Temperaturen gerinnt das Ei und wird fest.
Eigelb und Eiweiß trennen und in jedes Gefäß ein Eigelb in das warme Öl gleiten lassen. Die Tassen mit dem Eigelb wieder in den Backofen stellen und etwa 1 Stunde bei 65-68°C garen. 

Nach etwa 45 Minuten hatten die Eigelb bei mir noch einen flüssigen Kern. Wie oben schon beschrieben gefiel das Frau K sehr. Nach einer Stunde hat das Eigelb eine leicht feste cremige Konsistenz, die jedoch keinesfalls mit einem üblichen gekochten Ei zu vergleichen ist.

Während das Ei im Backofen sich langsam erwärmt, den Spargel schälen und bissfest garen, abschrecken und auskühlen lassen. Die Zuckerschoten waschen und etwa 3 Minuten in Salzwasser blanchieren. Abschütten und abschrecken, ebenfalls gut abtropfen lassen.
Den Portulak und die Kräuter putzen und waschen, abtrocknen lassen.
Aus dem Öl mit dem Essig und Pfeffer und Salz ein Dressing anrühren.

Anrichten:
Die Eigelb vorsichtig mit einem Löffel aus der Tasse heben und in die Mitte der Teller setzen. Mit etwas Salz bestreuen. Den Spargel, den ich auf etwas Küchenkrepp trocken gelegt habe, in mundgerechte Stücke schneiden und um die Eigelb herum legen. Die Zuckerschoten in dünne Streifen schneiden und über dem Spargel verteilen. Am Ende den Portulak und die Kräuter dazu geben, jetzt alles mit der Vinaigrette beträufeln und servieren. 

Freitag, 15. Juni 2012

Markttag, Kohlrabi, Navetten, Portulak und Kotelett

Warum schreibe ich über Schweinekotelett mit Kohlrabi, ein Allerweltsessen. 
Wahrscheinlich wird es oft zubereitet in Deutschland und gehört in das Repertoire der meisten Familien.


Ich habe aber mal wieder erfahren das ein solches Essen eine ganz andere Qualität gewinnt  wenn man wirklich gute Zutaten hat, und diesmal war das Gemüse wirklich gut. 
Ich kann mich nicht erinnern einen vergleichbaren Kohlrabi oder vergleichbare Navetten irgendwo anders schon einmal bekommen zuhaben.


Diesmal war das Gemüse von einem Ökobauern der in Heringsdorf Mittwochs auf dem Markt steht.


Das ist kein großer Markt, eher ein kleiner mit drei oder vier Ständen. Einer davon gehört diesem Bauern der Gemüse und Salat aus kontrolliertem Anbau verkauft. 
Das ist noch keine Garantie für guten Geschmack, doch sein Gemüse hat diesen Geschmack. Die Kohlrabi sind roh schon lecker und haben einen kräftigen Geschmack, ohne penetrant nach Kohl zu schmecken.

Die Navetten die dort verkauft werden sind klein und schmackhaft. Das Gemüse habe ich gegart, in Butter geschwenkt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ich wollten den Geschmack möglichst erhalten. 

Der Portulak gab einen schönen, frischen „grünen“ Geschmack dazu nach Garten. Frau K fand den Portulak so sogar noch besser als im Salat.
Dazu gab es ein Kotelett vom örtlichen Metzger, der sagt er verkaufe nur Fleisch von der Insel Usedom, und auch die hatten Geschmack.
Zutaten für zwei:
  • 2 Kotelett ( insgesamt 650 g schwer)
  • 2 kleine Kohlrabi
  • 6 kleine Navetten
  • 1 Handvoll Portulak
  • Kartoffeln
  • Butter, Butterschmalz
  • Pfeffer und Salz

Zubereitung:
Die Kotelett in etwas Butterschmal anbraten und im Backofen bei 80°C warm halten.
Die Kartoffeln kochen und pellen.
Die Navetten schälen, wenn nötig vierteln und in Salzwasser bissfest garen, abschrecken.
Die Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden, ebenfalls in Salzwasser garen.
Den Portulak putzen und waschen.
Jetzt etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln, Navetten und Kohlrabi darin erwärmen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, dann den Portulak zugeben, ein bis zwei Minuten erhitzen und das Gemüse auf Teller verteilen, die Koteletts dazu legen.

Sonntag, 13. November 2011

aromatisch: Wintersalat mit Physalis - Vinaigrette

Frau K sagte eben, es sei für sie die Entdeckung des Jahres. Gemeint war Portulak. Den haben wir im Sommer auf Usedom das erste mal bekommen und durch Zufall habe ich Samen für Winter - Portulak  im örtlichen Raiffeisen - Markt in Moers gefunden. 
Das war Ende August oder Anfang September und ich habe den einfach in eine große Schale gesät und nun  wächst der sehr üppig, zu unserer Freude.


Der musste also in den Salat dieses Wochenende.  Vom Gärtnerblog gibt es dazu ein neues Kochevent Physalis, damit war eine weitere Zutat festgelegt. So habe ich also Salat gemacht und Frau K hat der sehr gut geschmeckt, das wäre was für Weihnachten, meinte sie; so etwas sagt sie nicht oft.


Zutaten für 2:


  • 3 El Olivenöl
  • 1 El Mandelöl
  • 1 El Marillen - Essig
  • 16 Physalis
  • 1 El Ahorn - Sirup (Grad A)
  • 1 El Pinienkerne
  • 100 g roter Feldsalat
  • 30 g Winter - Portulak
  • Pecorino
  • Pfeffer und Salz
Zubereitung:
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten. Die werden schnell zu dunkel und sind dann bitter.
Das Öl mit dem Essig in einen Becher geben, dazu den Ahornsirup und acht Physalis - Früchte,  Pfeffer und Salz und dann alles fein pürieren.

Den Feldsalat und den Portulak putzen , waschen, trocken schleudern und auf zwei Teller verteilen.

Die restlichen Physalis halbieren und über den Salat geben. Den Pecorino in dünne Streifen hobeln und ebenfalls über den Salat verteilen, dann alles mit der Physalis - Vinaigrette beträufeln und servieren.
Es gibt eine schöne, leichte Vorspeise mit viel Aroma