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DUBB, Crossover und Zucchini-Köfte zu indischer Tomatensauce

Mittwoch, 23. August 2017

 
Von dem Traum, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, hat mich das Leben geheilt. Die Erfahrung, wie es ist, sein Lebensunterhalt hinter dem Herd zu verdingen, hatte ich bereits während meines Studiums (hier bei DEM Schoko-Kuchen schrieb ich schon mal darüber). Und das lediglich in der Light-Variante, denn das Konzept des kleinen Resto hing an seiner Frühstückskarte und seinem Mittagstisch (abends wurde bereits um 18 Uhr geschlossen). Also eigentlich sehr angenehme Eckdaten. Aber wie so vieles ist die Vorstellung von etwas im Abgleich mit der Wirklichkeit wie zwei Paar Stiefel. 

Ob es mir mit Phantasien rund um ein eigenes Kochbuch nicht genauso erginge? Klar, so etwas *eigenes* aus Papier in Händen halten, etwas selbst Geschaffenes, das nicht nur virtuell vorhanden ist, sondern greifbar wird, eingeschlossen zwischen zwei Buchklappen - das hat schon was. Da flackert in meinen Augen die Eitelkeit auf.

Aber wieviel Arbeit würde ich reinstecken. So ein Buch, das sollte ja was von Dauer sein. Das kleine Vermächtnis einer (meiner) Epoche, die ich gerne am Herd verbrachte. Aber realistisch betrachtet: wie kurzlebig sind heutzutage Kochbücher! Im besten Fall wird ein Sommer lang darüber gesprochen und wenig später verschwindet es wieder in der Versenkung - nicht unwesentlich länger als die Blütezeit einer Jungfer im Grünen. Am Schluß wäre der Hauptantrieb doch Selbstverliebtheit...

Hey, und selbstverständlich würde ich mich für ein Buch aus meinem Fundus bedienen. Ich bitte euch. Ich würde das Rad doch nicht neu erfinden. Selbstredend würde ich Lieblingsrezepte zusammen suchen. Insofern wäre nicht viel Neues für Euch drunter. Ihr müßtet euch nur gut hier auskennen, dann würdet ihr von ganz alleine bei meinen DUBBs landen.

Wie bei meinem heutigen DUBB bleibt meine Begeisterung ungebrochen: das Sansibar-Chapati. Das war und ist einfach der Hit und das weltbeste Chapati. Mittlerweile mache ich die Chapati allerdings etwas kleiner: aus 80g Mehl pro Fladen - das ediere ich dann dort im Rezept.

Und hätte ich ein Resto, dann würde dieses Gericht auf der Karte landen. Schon länger spukt mir eine vegetarische Variante für Chicken Tikka Masala im Kopf herum - bis ich über Susannes Köfte stolperte und direkt geistig kombinierte. Ein Gericht, das übrigens auch unter meine geschätzte Rubrik *aus Versehen vegan* fällt.

Ach, manchmal ist mit einer Idee spielen fast genau so gut, wie die ausgeführte Tat. Was habe ich als Kind gerne Kaufladen gespielt: was aus dem Regal greifen, in die Kasse einhacken, einpacken, über die Ladentheke reichen. *Bitte schön, die Dame, bitte schön, der Herr*. Sogesehen ist Foodbloggen fast das identische Spiel...


Zutaten 2 P:

Zucchini-Köfte:
120g Kartoffeln 
250g Zucchini (m: gelb/ grün)
2-3 EL Mehl (m: Dinkel-VK)
Salz, Pfeffer
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund Koriandergrün
Piment d'Espelette
Rapsöl zum Braten

Sauce:
500g Tomaten, gehäutet
1/2 Paprika, mit dem Sparschäler gehäutet
1 kleine, rote Zwiebel
1 handvoll Mandelblättchen
ca. 2 EL Rosinen
1/2 TL Garam Masala
Harissa
Salz, Pfeffer
50ml Kokosmilch
Kokosfett

Zubereitung:


Die Kartoffeln in der Schale gar kochen.

Die Zucchini putzen und reiben. Dann in einem Sieb mit 1 TL  Salz vermischen und 20 min Wasser ziehen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Koriander zupfen, Blättchen und dünne Stiele hacken.

Für die Sauce in einem kleinen Topf Zwiebel, Paprika, Mandelblättchen und Rosinen ca. 10min braten. Kurz vor Ende das Garam Masala und das Harissa mitrösten. Dann die in Stücke geschnittenen Tomaten zufügen, Deckel auflegen und etwa 8min köcheln lassen. Die Kokosmilch anschütten und nochmals etwas bei offenem Deckel einköcheln lassen. Vom Herd ziehen, mit dem Zauberstab fein pürieren, abschmecken mit Salz und Pfeffer und warm stellen.

Die Kartoffeln abgießen, schälen und grob reiben. Die Zucchini portionsweise ausdrücken und zu den Kartoffeln geben. Koriander, Frühlingszwiebeln, fein gehackten Knoblauch und Mehl dazugeben, alles mit Salz, Pfeffer und Piment würzen und mit den Händen gut vermischen. Aus der Masse 8 längliche Bällchen formen.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zucchini-Köfte darin von allen Seiten goldbraun ausbraten.

Das weltbeste Chapati macht sich hervorragend dazu. Alternativ ginge auch Reis als Begleitung.
 
Inspiration Köfte: Susanne von Magentratzerl

Vorbereitetes Fast-Food: Flammkuchen mit Muhammara, Artischocken und Ziegenfrischkäse

Dienstag, 26. Mai 2015

Der Mai gehört zu den arbeitsintensiven Monaten im Garten. Im besten Fall wächst alles - im Guten wie im Schlechten. Wie eine indische Gottheit könnte ich mehrere Arme gebrauchen, die gleichzeitig jäten, umtopfen, aussäen, pikiieren, hacken, gießen, mähen, Erdbeeren pflücken,  Tomaten ausgeizen und anbinden,  Setzlinge auspflanzen und immer wieder endlos jäten.

Ein Pizza-Service, ein Falafel um die Ecke wären manchmal nicht unpraktisch. Und SEHR verführerisch. Da aber auf der französischen campagne solche Ausfallschritte nicht möglich sind, zwingt mich meine Umgebung vielleicht auch mit zur selbstinszenierten Ernährung. Zumindest ein bißchen. Also habe ich vorgesorgt, wenns schnell gehen muß, das sogenannte *vorbereitete Fast-Food* (ja, ich weiß, das geht Richtung schwarzer Schimmel): den Flammkuchenteig nach Marlene, der im Kühlschrank auf seinen Einsatz wartet, die bereits gehäuteten Paprika in der Tiefkühltruhe und confierte Artischocken im Glas. So wird aus diesem Essen echtes *Fast Food* - eben auf dem Land und mit Köpfchen. Und mit vollem Genuß-Potenial.
Zutaten 2 P:*


2 rote Paprika
40g Walnusskerne, grob gehackt
2 TL Tomatenmark
1 EL Olivenöl
1 TL Harissa
Salz, Pfeffer
1 Msp Zimt
1 Pr Zucker
2 TL Zitronensaft
1-2 EL Semmelbrösel

einige grüne Oliven
1 Ziegenfrischkäse (ca. 140g)
Zitronenthymian

Zubereitung:

Den vorbereiteten Flammkuchenteig rechtzeitig - also ca. 2 Stunden vorher - aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Ofen mit einem Stein zusammen erhitzen (m: 240).

Für die arabische Paprika-Walnuss-Paste die Paprika-Hälften unter den heißen Grill (240°) legen und einige Minuten braten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Für einige Minuten in ein feuchtes Geschirrtuch einwickeln. Dann die Haut abziehen. Die Paprika in grobe Würfel schneiden. Alle Zutaten für das Muhammara in ein hohes Gefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren.

Den Flammkuchen-Teig halbieren und nacheinander sehr dünn auswellen. Mit der Paprikapaste bestreichen. Die Artischocken (geviertelt) darauf verteilen, ebenso die Oliven, den Zigenkäse in Stücken und den Zitronenthymian.

Die Flammkuchen nacheinander backen, bis der Boden schön knusprig ist.

*Anmerkung m: Auch mit anderem Gemüse belegt, wie etwa vorgegartem Brokkoli schmeckt dieser Flammkuchen sehr gut. Vielleicht auch Artischocken-Böden aus dem Glas?

Arabischer Linsensalat im französischen Marmeladenglas

Freitag, 25. Juli 2014

Meine Küche paßt sich den Temperaturen an. Keine Küchenorgien. Auf keinen Fall mittags. Leichtes Essen, leichtes Zubereiten. Und es muß - spontan - mitnehmbar sein zum Draußen-Essen. Den Sommern muß man leben, so lange er dauert (Glückskeksspruch des Tages ;).

Hektische Bewegungen sollten ebenfalls vermieden werden: Linsen habe ich dank Günther im Vorrat. Für mein erstes Alb-Leisa-Gericht hatte ich die große verwendet - bereits ein voller Erfolg - nun kam die dunkelgrüne Alb-Linse zum Einsatz. Wieder nur feine Erfahrungen zu vemelden. Die Alb muß Geschmack haben.

Der Rest gibt der Garten her: ordentlich Kirschtomaten, tüchtig frische Kräuter - fertig. Es sei noch festgestellt, dass die Linse und Ras el Hanout wieder zu einem dieser Pas de Deux-Paare verschmelzen, auf die ich öfters zurück greifen werde (in der Warteschleife wartet bereits das nächste Beispiel). Und zur Salzzitrone kommen wir bei anderer Gelegenheit erneut...

Wer nun lüstern auf die hübschen, alten, französischen Marmeladengläser linzt, die ich vom Flohmarkt habe, den schicke ich umgehend ins geschmackvolle (UND käuflich zu erwerbende) Gold&Zierrat - Sammelsurium der Mlle Texte.

Zutaten 3P:

150g Linsen (m: die dunkelgrüne Alblinse*)
350g Kirschtomaten
1/2 Salatgurke
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1/2 Salzzitrone, in feine Streifen
1/2 Zitrone (Saft davon)
1 TL Ras el Hanout
1 TL Kreuzkümmel
4 EL Petersilie, mittelfein gehackt
3 EL Minze, mittelfein geschnitten
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
etwas Einlegewasser der Salzzitrone 
Zubereitung:

Die Linsen in mindestens doppelt soviel kaltem Wasser aufstellen und OHNE Salz gar kochen (dauert etwa 20min). 

Währenddessen die Gurke in Würfel schneiden, die Kirschtomaten halbieren. Kräuter waschen und hacken. Von der Salzzitrone das Fruchtfleisch entfernen und entsorgen und die Schale in sehr feine Streifen schneiden. Aus den restlichen Zutaten ein Dressing herstellen.

Die gargekochten Linsen abschütten und sofort mit der Marinade vermischen und mindestens 15min ziehen lassen.
*Anmerkung m: die dunkelgrüne Alblinse kann man hier bestellen.

De plus vegan: marokkanischer Kichererbsensalat

Freitag, 16. Mai 2014

Die besten veganen Gerichte sind meiner Meinung nach die, die keine sein wollen. Welche, die quasi *aus Versehen* ohne tierischen Zutaten auskommen und der Koch sich nicht Quadrillien dachte, wie nun dieses Essen *auf vegan* umzubasteln ist. Gutes Beispiel ist dieses Kartoffelstampf, bei dem seither das Wort *vegan* noch nicht einmal in den Mund genommen wurde. Allerdings ist mein Fundus im Umwursten auf Vegan nicht größer wie eine Blechdose. 

Ich halte jedoch die Gefahr recht groß, dass man auf Ersatzprodukte zurück greifen muß, die mit hoher Wahrscheinlichkeit *industrielle Zusatzstoffe* als Beifahrer haben (wie zu meinem Ärger etwa hier). Bei Kathas Event müssen die leider draußen bleiben - und in in meiner Küche prinzipiell ebenfalls.

Diesen marokkanischen Salat mit Salzzitrone habe ich bei Robert mitgenommen, obwohl die eigentliche Verursacherin Margit heißt. Sie singt dabei ein Loblied auf die schöne, schnörkellose Schlichtheit der marokkanischen Küche, in das ich gerne einfalle. Marokko ist ein Zauberwort für mich (hier ein wenig beschrieben) und irgendwann werde ich wieder dorthin MÜSSEN - von diesem Land geht ein Zauber aus und ist doch von uns lediglich eine Fahrt über das Meer entfernt.

Den Salat mache ich nun zum zweiten Mal (ich finde die Fotos nicht mehr von der Premiere - wen wunderts, ich ertrinke in Essensbildern ;) und habe ihn minimal verändert. Schön auch die vielen, firschen Kräuter in dem Salat - mit Garten eigentlich so unverzichtbar wie köstlich.

Klar, kann man auch Kichererbsen aus der Dose nehmen, aber frisch gekocht ist ihre Konsistenz einfach knackiger. Dafür muß man die getrockneten Erbsen allerdings abends zuvor in Wasser legen. Oder ist das für euch bereits zuviel der Vorausplanung?
Zutaten 2P:

150 g Kichererbsen, getrocknet
1/4 eingelegte Salzzitrone
1 TL von dem sirupartigen Salzsaft
1/2 rote Zwiebel
1/2 Bund glatte Petersilie
2 EL Olivenöl, das gute
Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Zitronenthymian
ein paar Schnittlauchhalme
½ TL Raz el Hanout
Piment d'Espelette
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Die Kichererbsen am Abend zuvor in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abschütten und in neuem Wasser zum Kochen aufsetzen und ca. 20 min (habe nicht auf die Uhr geschaut, evt, länger) kochen, bis sie weich sind.

Die halbe Zwiebel fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Von dem Stück der eingelegten Salzzitronen das Fruchtfleisch entfernen. Die Zitronenschale in ganz feine Streifen (Julienne) schneiden. Petersilie nicht zu fein wiegen. Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden.

Die noch warmen Kichererbsen mit allen Zutaten, ausser Petersilie und Schnittlauch, in einer Salatschüssel vorsichtig vermischen und eine halbe Stunde marinieren. Vor dem Servieren die grob gehackte Petersilie (meine war eher fein gehackt) und den Schnittlauch untermischen.
tierfreitag

Ejji - Fritatta mit Petersilie auf libanesisch

Sonntag, 30. März 2014

Das Erste, was der Garten nach dem Winterschlaf wieder frisch und zart anbietet ist *Grün* - also sprießende Kräuter überall. Besonders üppig zeigt sich das Petersilienbeet. Petersilie ist übrigens 2jährig. Dieses Jahr wird das Beet Samen machen und will dann wieder an einen neuen Ort ausgesät werden. Nur um erneut mit einem Garten-Vorurteil aufzuräumen, etwa dass viele Kräuter so robust seien - viele, aber eben nicht alle. Überhaupt dünkte mir fast alles robust, was ich anpflanzte und ausäte. Wenigstens das meiste. Was ENORM praktisch wäre. Jetzt aber mal ehrlich: ist doch ziemlich zimperlich von der simplen Petersilie, nach zwei Jahren bereits ein neuen Heimatort zu beanspruchen, oder?

Der Garten bleibt mir ein Gebiet, auf dem ich jedes Jahr Neues erschließe. Sei es Nachbarschaften (welche Pflanze besser neben welcher gedeiht), die Mondphasen oder wer, wann mit was gedüngt werden will - eine zu erkundende Galaxie.

Bon, dieser Petersilienkuchen schmeckte ob seiner ungewöhnlichen Gewürze wirklich überraschend. Überraschend gut, auch dank der beiden Saucen, mit dem ich ihn begleitet habe: ein Mal die Tahini-Sauce und zum Zweiten das Gemüseconfit. Den Petersilienkuchen servierte ich lauwarm, dafür erhitze ich das Gemüseconfit richtig und die Sesamsauce gabs natürlich kalt dazu. Warum die Zubereitung etwas anders von statten geht (bisserl Mehl hin oder her) als die klassische Frittata oder Tortilla, erschließt sich mir nicht - zielführend bleibt beides.

Man könnte dieses Essen unter *low carb* taggen, aber da gehe ich ganz mit Steph: gruselige Bewegung...
Ejji (Peter­si­li­en­ku­chen) - Zuta­ten für 1 Spring­form (26 cm)*:

3 Bund Peter­si­lie, sehr fein gehackt
10–15 Blät­ter Minze, fein gehackt
4 Zwie­beln, sehr fein gehackt
1 Tasse Sonnenblumenöl (m: weniger)
1 EL Kari­sik Baha­rat 

(Piment, Zimt, Mahlab, Nelke, Pfef­fer, Ing­wer, Muskat)
1 TL Vanillezucker
1 Tasse Mehl **
13 Eier
1 Tasse Pinienkerne
2 Knob­lauch­ze­hen, zerdrückt
2 unge­spritzte Zitronen
Salz
ca. 5 EL Sesampaste
1 EL Joghurt (10 % Fett)

Gemüseconfit

Zubereitung:

Peter­si­lie und Minze ver­men­gen. Zwie­beln in 1 Tasse Son­nen­blu­menöl gla­sig düns­ten. Peter­si­lie, Minze, etwas Salz und Kari­sik Baha­rat dazu­ge­ben, umrüh­ren. Bei mitt­le­rer Hitze kochen, bis die Kräu­ter weich sind.
 
Vanil­le­zu­cker, Mehl, Eier und etwa ein Drit­tel der Pini­en­kerne hin­zu­ge­ben und mit einem Schnee­be­sen gut durch­rüh­ren. Wenn das Ei ganz leicht zu sto­cken beginnt, in eine aus­ge­fette Spring­form fül­len und den Rest der Pini­en­kerne auf dem Kuchen ver­tei­len. Bei 200 Grad Ober– und Unter­hitze ca. 15 Minu­ten backen.
 
Für die Sauce Knob­lauch mit dem Saft der bei­den Zitro­nen, 1 Ess­löf­fel Salz und etwa 5 Ess­löf­feln Sesam­paste mischen. Die Sauce sollte dünn, aber leicht cre­mig sein. Wenn die Sauce zu flüs­sig ist, noch etwas Paste hin­zu­fü­gen. Was­ser angie­ßen und mit dem Joghurt verrühren.
 
Nach 15 Minu­ten auf 150 Grad Ober­hitze stel­len und den Kuchen so lange wei­ter backen, bis er oben rot­braun ist. Mit der Sauce warm oder kalt servieren.


*Anmerkung m: die Hälfte der Zutaten genommen und eine 16er Form verwendet - für das nächste Mal lieber auf eine größere Form gehen - 18er oder 20er
** 2 kleine Eßlöffel Mehl reichen bei der Hälfte völlig aus

Quelle: Effilee

Karotten-Favoriten-Spezial und Vegie-Schnitzel mit orientalischem Karottenpü

Montag, 4. November 2013

Nach zwei Jahren Bloggerei liege ich ja kulinarisch offen wie ein Buch vor euch. Längst kann ich meine Liebe zu Karotten nicht mehr verheimlichen. Ihr wißt alle, dass für mich Karotten zu den Zutaten zählen, die nahezu jedes Essen aufwerten. Ein echter Gerichte-Veredler. Möglicherweise mein Lieblingsgemüse.

Nimmt man noch die Gerichte dazu, die man mit sog. Wurzelgemüse anröstet und peppt, muß man doch feststellen, dass Karotten völlig unverzichtbar sind. Völlig.

Bei Mme Schnürschuh habe ich mir das orientalische Karottenpüree mitgenommen, das eigentlich von Frau Bushcook stammt. Fast hätte ich es ganz alleine aufgegessen  - direkt aus dem Topf.

Und weil mir dabei meine Karottenzuneigung mal wieder ganz und gar bewußt wurde, habe ich euch ein kleines Best of Karotte dieses Blogs zusammen gefaßt. Karotte als Sauce, als Krokette, als Pesto aus Karottengrün, als Suppe, als Salat, als... na, vielleicht ist auch was für euch dabei.

Zutaten:

4 mittlere Navets
1 Ei
Salz, Pfeffer
2 EL Mehl
ca. 40g Semmelbrösel (m: halb Panko)
Öl

500 gr. Karotten
Olivenöl
Meersalz
Zucker
2 TL Cumin
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL getrockneten, gemahlenen Chili
1 Orange
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 EL Quark
1 Knoblauchzehe 
1 TL Senf
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Navets schälen und in 1-2cm dicke Scheiben schneiden. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Navet-Scheiben 1-2min garen. In kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen und salzen.

Das Ei verquirlen und leicht salzen. Die Scheiben zuerst in Mehl wenden, etwas abklopfen und in dem Ei drehen. Nun in dem Paniermehl wenden und dieses gut andrücken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzelchen nacheinander bei mittlerer Hitze etwa 3min braten bis sie schön goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtrofpen lassen. 

Für das Karottenpü die Karotten waschen, schälen und in feine Scheiben schneiden. Mit Salz und Zucker marinieren und stehen lassen, bis sie Wasser gezogen haben. Mit etwas Olivenöl bei kleiner Hitze und geschlossenem Topfdeckel weich dünsten.

Den Cumin in einer trockenen Pfanne rösten, etwas auskühlen lassen und fein mahlen. Cumin, Zimt, Kurkuma und Chili mischen.  Den Saft der Orange auspressen.

Die weichen Karottenscheiben und den Orangensaft mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Die Gewürzmischung unterrühren, mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Aus Quark, feingehacktem Knoblauch, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer einen Dipp dazu rühren.


Karotten-Favoriten-Spezial:


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Feuer-Alarm oder Tiefenschärfe: Harissa

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Meine beiden liebgewonnenen und geschätzen Blogger-Kolleginnen Sabine und Britta haben dieses Jahr ihre Harissa-Rezepte vorgestellt. Ich bin ein großer Harissa-Fan und würze meist lieber mit Harissa als mit Chili-Pulver, Chili-Flocken oder frischer Chili. Harissa läßt sich prima dosieren und schärft ein Gericht vorallem, aber eben nicht nur.

Es verleiht dem Essen einen Faktor X, eine Tiefenschärfe, die man nicht hervorschmeckt, aber Saucen oder Gemüsegerichte um eine Nuance berreichert. Dass Harissa traditionell ein Gewürz der orientalischen Küche ist, finde ich zweitrangig. Nicht, dass ich nicht gerne arabisch esse, ganz im Gegenteil, aber Harissa als Gewürz ist in meiner Küche zu Zeiten der Globalisierung voll angekommen und wird nahezu universell eingesetzt.

Habe ich sonst auf Harissa in der Tube zurück gegriffen, haben mich Sabine und Britta natürlich angestachelt, die Zöglinge meines Habibs - und wir sehen auf eine fulminante Ernte zurück - neben dem klassischen Trocknen derart zu verarbeiten. Dabei habe ich mir von Beiden Ideen aufgegriffen, allerdings mit starker Schlagseite zu Sabine.

Scharf, gut scharf sind unsere Chilischoten. Wobei das größte Feuer nicht in den Kernen, sondern in den Scheidewänden der Schote sitzen soll. (Wers anders weiß, darf das gerne laut machen - ich weiß nämlich gerade meine Quelle zu diesem Wissen nicht mehr). Sicherheitshalber habe ich beides, Kerne wie Wände zu 98% entfernt. Beim Fingerabschlecken des Zauberstabs nach dem Pürieren war das gut so - wäre dem nicht so gewesen, hätte ich einfach noch etwas von meinen *Abschnitten* unterpüriert.

Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis, seufze aber gleichzeitig innerlich leicht: nun fällt ein weiteres Fertigprodukt weg und ich muß selbst ran - man ist ja nach hauseigener Produktion versaut...
Zutaten:

15g getrocknete Chilischoten, in kochendem Wasser eingeweicht
27 frische Chilis, rot, klein gehackt (150g - m: mit Handschuhen gearbeitet)
4 Knoblauchzehen, geschält
1 EL Rotweinessig
2 EL grobes Meersalz
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
2 EL gemörserter Koriander
1 TL Ras El Hanout
Olivenöl

Zubereitung:

Chili und Knoblauch fein hacken, mind. 30 min bei aufgelegtem Deckel schmoren (sollte das Einweichwasser zu sehr verdunsten, etwas Wasser nachgießen), gegen Ende mit dem Pürierstab fein zu einer Paste zerkleinern, in ein Gefäß geben und und mit Olivenöl bedecken. Im Kühlschrank hält sich das Harissa gut einige Wochen.

Anmerkung m: ich habe es in kleine Frühstücks-Café-Marmeladengläser gefüllt, werde diese aber im Kühlschrank aufbewahren.
Quelle: Sabine von Bonjour Alsace und Britta von Kamafoodra

Bessara - mein erstes Ma(h)l

Donnerstag, 5. Juli 2012

Nata hat sich mit ihrem Event *Das erste M(a)hl* ein wunderschönes Thema ausgedacht, das nicht nur durch sein Wortspiel besticht, sondern ermuntert, eine Geschichte zu einem Rezept zu erzählen. Parallel und passend dazu hat Inés aka Frau Kaltmasell die Tage für sich festgestellt, wie für sie viele Gericht mit einer Person oder einem Ereignis verbunden sind. Das geht mir ähnlich.

Als kochaffiner Mensch lese ich vorallem bei Blogs gerne den persönlichen Bezug, den jemand zu einem bestimmten Rezept hat. Daher freue ich mich auf all die Geschichten, die mir mit Natas Aufforderung Preis gegeben werden.

Das erste Essen, das mir zu Natas Event-Idee eingefallen ist, war sofort *Bessara*. Die Geschichte dazu habe ich sogar schon sehr oft erzählt. Einfach weil sie sich in meine Erinnerung tief eingedrückt hat. Ihr bekommt die ausführliche Version:

Es war die erste Reise gemeinsam mit meinem Habib, der nicht nur ein vielgereister Habib, sondern zudem ein Abenteuer-Habib ist mit passendem Abenteuer-Auto, das von Sandblechen (für die Wüste) über Dachzelt alles hat, was Erlebnisse abseits der Routen und Pisten möglich macht. So ausgerüstet (für den Habib gings anschließend ohne mich weiter nach Schwarzafrika) sind wir mit der Fähre von Sète nach Tanger (eine Fahrt von 30 Stunden) übergesetzt. Geparkt im Hafen führte uns unser erste Weg in die Medina von Tanger. Für mich mein erster Besuch in arabischen Länder hätte der Eindruck nicht tiefer sein können. Ich klaue mir als Beschreibung den Satz einer Bekannten, der meine Empfindungen bei meinen ersten Schritten durch Nordafirka in einem Satz bündelt: *Ich fühlte mich wie mitten in einem Dokumentarfilm*.

Der Habib, der Marokko bereits oft durchquert hat auf dem Weg in die Wüste, lief wie ein Local voraus. In einem schlichten Resto in der Altstadt hob er die Deckel der Töpfe um zu sehen, was heute im Angebot ist. Und mein erstes Essen war dann eine Bessara. Überwältigt von der Fremde, war es mir bis zum letzten Löffel unmöglich zu sagen, ob mir diese Suppe nun schmeckt oder nicht.

Bessara haben wir während unserer Zeit in Marokko noch oft gegessen. Und nicht nur die Suppe habe ich am Ende der Reise geschätzt. Das ganze Land hat mich bis heute in einen tiefen Bann geschlagen. Heute für Nata , für euch und für uns die erste Bessara nach unsere Marokko-Reise, die schon viele Jahre zurück liegt.
Zutaten:

1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
300g Fêves, frisch, geschält
(oder 150g getrocknete dicke Bohnen, über nacht eingeweicht, abgetropft und abgespült)
150g Erbsen, frisch
300ml Gemüsebrühe
etwas frischer Koriander
etwas frische Petersilie
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Koriander, gemahlen
1 Spritzer Zitronensaft

gutes Olivenöl

Zubereitung:

Die Schalotte und den Knoblauch fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen. Die gemahlenen Kräuter kurz mitrösten, dann die Brühe angießen und das Gemüse beifügen. Etwa 35 Minuten kochen lassen (Bei getrockenten Bohnen die Garzeit verdreifachen). Dann pürieren. Eventuell mit etwas heißem Wasser zur gewünschen Konsistenz bringen.

Mit Olivenöl, einem Spritzer Zitronensaft und einer Prise Paprika servieren.
Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)

Wunschperpeduum Mobile und Couscous-Curry mit Möhren, Nüssen und Merguez

Donnerstag, 12. Januar 2012

Wenn alle  Rezepte so sind wie dieses und jenes, na dann muss ich das von Herr Paulsen empfohlene (UND sein eigens geschriebenes) Kochbuch (chapeau!) auch noch in meinem Besitz wissen (das vegetarische, das er an selber Stelle hochhält, finde ich ebenfalls interessant ;).  *Der schnelle Teller* macht keine falschen Versprechungen, hier wird ganz wahr gemacht, was der Buchtitel verspricht: unkompliziert, schnell zubereitet und délicieux!

Da muß ich gerade mal innehalten und wieder über meine Wunschkochbuchliste, das Kuriosium, staunen: wie ich oben was wegstreiche, hängt sich unten wieder etwas an. Ein Wunschperpeduum Mobile.

Zum gleichen Urteil hat man in der Bloggerwelt bereits vor mir gefunden und zwar hier und hier und hier. Also, ihr wißt nicht, was nach der Arbeit noch geschwindig an Köstlichkeit zubereiten: voilà, violà! Der von mir allseits und immer geliebte Essensaufwerter Karotte ist zudem darin enthalten. Mir hats gefallen. So gut, dass ich es wiederkochen werde.

Zuta­ten für 4 Personen:

1 Bund Möhren
(m: bunte)
2 rote Zwiebeln
1 rote Pfefferschote
(m: Harissa)
1 Knob­lauch­zehe
8 Back­pflau­men
4 EL Olivenöl
1 EL Cur­ry­paste oder Currypulver
400 ml Gemüsebrühe
Saft einer Orange
150 g Bul­gur (7-Minuten-Bulgur)
Salz
8 Merguez-Bratwürste
4 EL Öl
2 Zweige Petersilie
100 g gesal­zene, gerös­tete Nüsse
(m: Mandelstifte)
Zubereitung:

Möh­ren schä­len und schräg in dünne Schei­ben schnei­den, Zwie­beln in Spal­ten schnei­den. Pfef­fer­schote in Ringe schnei­den, Knob­lauch in Schei­ben, Back pflau­men hacken. Alles in einem Topf im hei­ßen Oli­venöl andüns­ten. Cur­ry­paste zuge­ben, mit Brühe und Oran­gen­saft auffüllen.

Den Bul­gur ein­rie­seln las­sen. Auf­ko­chen, sal­zen und zuge­deckt 8 Minu­ten bei mil­der Hitze zie­hen las­sen. Merguez-Bratwürste im hei­ßen Öl 8 Minu­ten bra­ten, dabei öfter wenden.

Peter­si­lie und Nuss­mi­schung hacken, über den Möhren-Bulgur streuen. Mit Mer­guez servieren

    Tajine 'Adess Bil Gar'a Hamra - Pikante Linsen mit Kürbis

    Donnerstag, 5. Januar 2012

    Ihr wißt ja bereits um meine arabisch angehauchte Seele. Gerade wenns draußen unfreundlich und grau ist, dann suche ich gerne Zuflucht im Arabischen. Dann lege ich gerne *Arabie* von Serge Lutens auf - ein Geruch, der für mich diese arabische Tiefe hat, verbunden mit heimeliger Verruchtheit.

    Ich habe einige Zeit gebraucht, das arabische Wesen etwas besser zu verstehen. Sie wirken spröde, die verhüllten Frauen auf den Straßen, wenn man nicht auf die Augen achtet. Und dann verliefen wir uns in den Tiefen eines kairoschen Souks und waren weit entfernt von den Touri-Meilen. Dort gab es neben Parfüm-Ständen (ich hatte mir ein Fläschchen Amber-, Ceder- und Ingwer-Parfüm mitgenommen) auch Dessous-Stände, über die ich bass gestaunt habe. Bis ich verstanden habe, dass wir weißen Frauen uns gerne für die Straße aufmöbeln während Frivolität und schicke Klamotten im traditionell-arabischen Raum für den Einen zuhause aufgehoben wird. Exklusivrecht, sozusagen. Da ich romantisch veranlagt bin, kann ich dieser Haltung viel abgewinnen.

    Dieses Gericht hat mich wie jedes arabisch-gewürzte Gericht nicht entteuscht. Und da wir Kürbisse im Garten haben, freue ich mich immer über schöne Essen, in denen ich etwas von der reichen Ausbeute verarbeitet bekomme. Die Tomate habe ich durch 2 EL ofengeröstete Tomaten ersetzt - gerade ist eine Zeit, in der ich keine frische Tomaten kaufe.

    Zutaten
    4-6 Personen

    275g grüne Linsen
    2 Tomaten
    600g Kürbis (vorzugsweise: Butternut)
    3 EL Olivenöl
    1 Zwiebel, fein gehackt
    3 Knoblauchzehen
    1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
    1/2 TL gemahleneer Kurkuma
    1 Prise Cayennepfeffer oder
    1 TL Harisse
    1 TL Paprikapulver
    3 TL Tomatenmark
    1/2 TL Zucker
    1 EL fein gehackte glatte Petersilie
    2 EL gehacktes Koriandergrün 
    (m: 1/2 TL gemahlener Koriander)
    1 TL Salz
    Pfeffer
    Zubereitung:

    Linsen verlesen, in ein Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen. In einem Topf mit 1 l kaltem Wasser zum Kochen bringen und aufsteigenden Schaum abschöpfen, dann Deckel auflegen und bei schwacher Hitze 20 Minuten köcheln lassen. 

    Inzwischen die Tomaten quer halbieren, die Samen herzausdrücken. Grob in eine Schüssel raspeln. Die Haut wegwerfen. Geraspelte Tomate beiseite stellen. Kürbis schälen, Samen entfernen, dann in 3cm große Würfel schneiden. Beiseite stellen.

    Das Öl in einem großen Topf bei niedriger Temperatur erhitzen und die Zwiebeln darin glasig braten.Knoblauch hinzufügen, kurz mitbraten, dann Kreuzkümmel, Kurkuma und Harissa einrühren. Kurz mitgaren, danach Paprika, Tomate, Tomatenmark, Zucker, jeweils die Hälfte von Petersilie und Koriander, Salz und Pfeffer hinzufügen.

    die Linsen und den Kürbis zugeben, gut umrühren, dann Deckel auflegen und beides in etwa 20 Minuten weich köcheln. Abschmecken und in eine Servierschüssel füllen. Mit restlicher Petersilie und Koriandergrün bestreuen und heiß oder warm mit knusprigem Brot servieren.

    Quelle: Food and Travel, bzw. die Küche Marokkos

    Süßkartoffel-Sticks mit Blumenkohl-Raz-el-Hanout

    Donnerstag, 22. Dezember 2011

    An der Blumenkohl-Raz-el-Hanout-Crème doktere ich ja schon eine zeitlang rum. Die war im Fontaine ja sowas von köstlich. Und so unerwartet. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was ich da gerade esse. Und mußte direkt nachfragen. Denn der Blumenkohl funktioniert so ungefähr wie Eis am Stiel. Der Blumenkohl ist in dieser Crème lediglich der Stiel, der Geschmacksträger und verschwindet im Prinzip in der Bedeutungslosigkeit. Und genau das macht diese Crème so spannend - man erkennt den Blumenkohl nicht mehr. Durch das Verstärken des Raz-el-Hanout mit der Mischung der Gewürze für die Mühle plus der zusätzlichen Cremigkeit der Sahne bin ich schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

    Bei den Sticks habe ich mich an Claudias Ratschlag gehalten und die Süßkartoffel sehr fein (wie ich finde) geschnitten. Ich bin gut damit gefahren. Tatsächlich sind die Sticks zu ihren Spitzen hin knusprig, was mich überrascht hat, denn die Süßkartoffel neigt im Ofen eher das Gegenteil zu werden: matschig. Super Kombi und ganz einfach zuzubereiten.

    Zutaten:

    2 Süßkartoffeln
    2 EL Olivenöl
    1/2 TL Salz (m: fleur de sel)
    1TL Koriander, frisch zermörsert

    1/2 Blumenkohl
    1 TL Nussbutter
    3 EL Sahne
    1 1/2 EL Raz-el-Hanout
    Mischung aus 1 TL Koriander, 1/4 TL Fenchel, 1/4 TL Bockshornkleesamen
    Salz

    2 Lammkotletts, mariniert mit Knoblauch und Rosmarin

    in Pfanne von beiden Seiten kräftig anbraten (ca. 5min), bis es innen noch rosé ist - kurz vor Ende noch etwas kleingeschnittenen Knoblauch und Rosmarin dazugeben. Salzen, pfeffern.

    Zubereitung:

    Süßkartoffeln:

    Ofen auf 200° vorheizen.

    Süßkartoffeln schälen und in 1/2cm dünne Sticks schneiden. In einer Schüssel Öl mit Gewürzen mischen und die Sticks damit gut vermengen. Die Sticks mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen - 2 Süßkartoffeln passen genau auf ein Backblech. 20-25 Minuten braten bis die Ecken und Enden leicht gebräunt sind.Nach Wunsch noch etwas nachsalzen.

    Blumenkohl:

    Den Blumenkohl in Röschen teilen und über Wasserbad garen bis er sehr weich ist. Mit einem Pürierstab/ Zauberstab cremig pürieren, dabei die Gewürze sowie Butter und Sahne dazugeben. Mit Salz gut abschmecken, der Blumenkohl schluckt viel Gewürz!
    Quelle Süßkartoffelsticks: Claudia von foolforfood