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Wiederkehrer: Mexican Street Pasta Corn Salad

Sonntag, 22. Juni 2025


Für die Wissenschaftsgläubigen muss es ein riesiger Schock sein, wenn sie im Sterbemoment feststellen müssen, dass nur der Körper vergeht nicht aber der Geist. In ihrer Vorstellung ist mit dem Tod alles aus und vorbei: ausgelöscht wie eine Lampe, die man ausschaltet. Das mag vor allem dann eine beruhigende Vorstellung sein, wenn man sich ungern Gedanken macht über die Auswirkung seines eigenen Denken, Reden und Tuns. Aber so ist es nicht. Lediglich der Körper stirbt, das Bewußtsein bleibt genau so bestehen.

Tsss, schnauben die wissenschaftliche Anhängerschaft, alles Mutmaßungen. Wir ziehen es vor uns an Fakten zu halten. Keine Sorge, ich will niemanden missionieren. Jeder muss ganz allein - und zwar wirklich ganz alleine - seinen spirituellen Weg finden. Aber ganz ehrlich: ich kann wenig Unterschiede darin entdecken, den aktuellen Forschungsstand für das Evangelium zu nehmen oder von einer unbefleckten Empfängnis auszugehen. Jeweils volle Glaubensideologie. Gut, die Konfessionellen bestreiten das wenigstens nicht. Dabei müsste eigentlich klar sein, dass wissenschaftliche Forschung lediglich eine Momentaufnahme darstellt. Sogenannte Fakten können von heute auf morgen bereits überholte Resultate sein.

Ich gebe euch ein Beispiel. Ähnlich  der Bibel-Geschichte mit Saulus und Paulus - nur genau andersherum. Wieder komme ich zurück auf die Arte Doku  *Insektenkiller - Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören*, eine Reportage, die mich nachhaltig beeindruckt. Für DDT, eines der ersten Insektizide, bekam der Entdecker den Nobelpreis verliehen. Mittels DDT wurde in Europa und den USA die Stechmücken ausgerottet, die den Malaria-Erreger übertrugen. 30 Jahre später wurde DDT weltweit verboten, weil DDT (nun nachweislich)  auf den Menschen krebserregend und reproduktionstoxisch wirkt. Die Beurteilung von menschlicher Forschung bleibt fragil - dafür sind zu viele der großen Fragen offen und Zusammenhänge unergründet.

Stur besteht Team wissenschaftliche Besserwisser auf den Mikroskop-Beweis, oder so, und klammert sich an die Aussage: bisher ist noch keiner wieder von den Toten auferstanden. Da hilft es auch nicht zu erwidern, doch, ich kenne jemand, der Zeugnis ablegen kann. Bewußtsein, Seele, Liebe und Mitgefühl all das wird sich nie wissenschaftlich dingfest machen lassen. Der Wissenschaft bleibt nur das Angeln im Trüben, im Grenzbereichen der Phänomenologie.

In der Geo bin ich über diesen Artikel gestolpert (leider hinter einer Bezahlschranke), den ich mit euch teilen wollte. An der Universität Virginia untersucht ein Forscherteam vermeintliche Fälle von Wiedergeburten. Manche Berichte sind zu präzise um sie als Phantasie abzutun. Typischerweise im Alter von zwei bis sechs Jahren behaupten einige Kinder, schon ein mal ein anderes Leben gelebt zu haben. In manchen Fällen können sie sich sogar überaus präzise an Umstände und Details, ja sogar an ihr einstiges Sterben erinnern.

So, jetzt habt ihr davon auch mal gehört. Nur mal so als Gedankenanregung. Nur mal so, was wäre wenn... 



Das Wetter läd dazu ein, sich an einem Salat satt zu essen. Einem unkomplizierten Salat. Zu warm für Küchen-Orgien. Die Zutatenliste reicht für zwei Personen, wenn er als komplettes Essen dienen soll - als Beilage zum Grillen reicht er für mehr.

Ich habe ihn schon mit selbstgemachten Cavatelli zubereitet so wie außerdem mit kleinen Hörnchen. Kleinförmige Pasta macht sich hier besonders gut. Schwarze Bohnen passen prima. Ich habe bequem auf Kidney-Bohnen aus der Dose zurückgegriffen. Und original nimmt man frischen, gegrillen Mais - auch da bin ich auf Dose ausgewichen. Der Cotji-Käse sagt mir gar nix, da habe ich einen mittelreifen Picodon-Käse vom Markt als Ersatz herangezogen. Frische Kräuter sind Pflicht: beides gut, Petersilie wie Frühlingszwiebeln. Tja, was soll ich sagen: lecker. Der Salat kann gut mithalten mit den Bestands-Nudelsalaten!


Zutaten 2P:

150g Pasta
1 Dose Mais (Abtropfgewicht, ca. 270g)
1 Dose Kidney-Bohnen (Abtropfgewicht, ca. 270g)
1 rote Zwiebel
1 Avocado
2 EL Petersilie (oder Grün von Frühlingszwiebeln)
100 fester Ziegenkäse (original: Cotija/ oder Feta)
...
2 EL Majo
150g griechischer Joghurt
1 Limette, Saft und Zesten
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
geräuchertes Paprika-Pulver
Harissa (original: 1 jalapeño)





Zubereitung:

Pasta nach Anleitung al dente kochen und abtropfen lassen. 

Rote Zwiebel fein schneiden, Avocado würfeln und die Kräuter fein wiegen. Den Käse kleiner krümmeln.

Aus Majo, Joghurt, Limette, Knoblauch ein Dressing mischen. Salzen, pfeffern und mit Pimenton de la vera und Harissa würzen.

Alle Zutaten, Pasta, Mais, Bohnen, Zwiebeln, Avocado und Käse mit dem Dressing mischen und die Kräuter untermischen.


DUBB: Zucchini-Döner-Wrap

Sonntag, 1. Juni 2025


 

Eigentlich braucht es nur gute Ideen für ein leckeres Essen. Keine große Kocherfahrung, kein ausgeklügeltes Handwerk, keine fancy Küchengeräte. Einen Gurkenhobel hat man in aller Regel - wobei ich ja großer Fan bin von der Börner-Reibe. Aber dass ich den hype, wird wohl auch meinem Naturell geschuldet sein. Wenn ich mit etwas zufrieden bin, sehe ich überhaupt keinen Grund, Neues oder Anderes auszuprobieren. Never change a winning system habe ich verinnerlicht und lebe es...

Jedenfalls leistet dieser Hobel gute Dienste für das Zucchini-Wunderrezept von Robert, das hier in neuem Glanz erstrahlen darf. Als Doppel-Dupp quasi. Roberts Zucchinimatte ist ja bereits erklärter Blog-Buster und so gesehen in meinem Blogistan ein alter Hut. Brandnew für mich, ist diese Art Tofu zuzubereiten. Und dieser Döner-Tofu schafft es ohne weitere Umwege in den kulinarischen Olymp. So simpel wie gut - derlei Rezepte liebe ich ja.



Auf das Wesentliche reduziert zeige ich euch heute zwei Ideen, die sich vielfach anders kombinieren lassen. Den Zucchini-Käse-Wrap kann man mit anderer Rohkost füllen. Oder mit diesen Linsen-Bällchen - euch fällt bestimmt was ein.

Gleiches gilt für diesen Döner-Tofu. Natürlich passt der klassisch ebenso gut in einen Yufka gewickelt. Oder in diese Ofenbrote. Oder in einen Burger. Oderoder...

Hier zeige ich euch einfach diese Variante und dann werdet ihr das Prinzip schon nach eurem Gusto adaptieren! Wir fanden es beide absolut wiederholenswert!


     

        


Zutaten - ein Wrap/ 2P:

1 größere oder 2 kleinere Zucchini
Olivenöl
Oregano
Salz, Pfeffer
ca.100g Käse, geraspelt (m: Comté)
...
200g Räuchertofu (m: Taifun *Black Forest*)
2 EL Soja-Sauce
Sonnenblumen-Öl
...
schnelle Guacamole aus 1 Avocado
1 Stück Salatgurke
etwas Rotkohl-Salat
2 Frühlingszwiebeln


Zubereitung:

Den Ofen auf 220° (Umluft) vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bestreichen. Zucchini in sehr dünne Scheiben hobeln. Dicht an dicht dachziegelartig auf dem Backpapier in voller Größe des Backblechs schichten. (das sieht mehr aus, als es ist, die Zucchinischeiben *fallen* aber das Confieren deutlich zusammen). Salzen, pfeffern, den Oregano darüber streuen und mit Olivenöl besprenkeln.

Für insgesamt 25min in den Ofen geben - nach 15 min den Käse darüber verteilen und weiteren 10 min backen.

Während dessen den Tofu mit dem Sparschäler/ Gemüsehobel oder wie ich mit einem Messer der Höhe nach (also von der dünnsten Seite) in dünne, etwas ungleiche Streifen schneiden. In einer Pfanne bei kräftiger Hitze braten, bis der Tofu kross wird - dabei mit Soja-Sauce würzen. Zur Seite stellen.

Eine schnelle Guacamole herstellen aus der Avocado, 2 Knoblauchzehen, 1 EL Joghurt, 1 EL Majo, Salz, Pfeffer und Zitronensaft.

Den Rotkohl-Salat hatte ich noch über vom Vortag: Rotkohl in feine Streifen geschnitten, mit Salz geknetet, simpel gewürzt mit Apfelessig, Rapsöl, Ahornsiurp, Salz, Pfeffer.

Wenn die Zucchinimatte fertig gebacken ist, ein weiteres Blatt Backpapier auflegen und die Matte drehen, damit die Käse-Seite nun unten ist. Nun belegen: beginnend mit der Guacamole, der in feine Scheiben geschnittenen Gurke, Rotkohl-Salat, Tofu und zuletzt bestreut mit 2 Frühlingszwiebeln. Nun von der breiten Seite einrollen. Wer mag, ist den Wrap aus der Hand, wer nicht setzt ihn - etwa auf etwas Rucola - auf einen Teller

Anmerkung m: Veganer ersetzten den Käse durch veganen Kunst-Käse, mehr Käse als 100g geht natürlich auch


Orchideen: salade aux fenouils, anis et pamplemousse

Dienstag, 14. März 2023

 

Früher - mindestens schon eine Dekade her - stellten Orchideen für mich der Inbegriff des Spießbürgertums dar. Da blüht diese zierlich verästelte, zarte Pflanze mit fast schon unnatürlicher Schönheit in den Fenstern zur Straßenseite und dahinter, hinter Blume und dem drappierten Vorhang-Gazé tobt Krieg: Ehepaare, die sich gegenseitig zu leid leben, Eltern, die ihren Kindern das Leben zu Hölle machen und Geschwister, die in Hauen und Stechen verstrickt sind. Aber das ist egal, wichtig ist der schöne Schein, versteckt hinter einer feengleichen, exotischen Plfanze.

Der angepasste Bürger, dem das Ansehen der Gesellschaft so wichtig ist, dass er dafür bereit ist, alle Energie für den äußeren Anstrich aufzuwenden, wird im Zuge dessen bei größtmöglicher verblendeter Selbstgerechtigkeit seine Innerlichkeit ebenso einbüßen wie einen gesunden Selbstbezug. Beeindruckend beschrieben von Leo Tolstoi in *Der Tod des Iwan Iljitsch*, ein Buch, das bei der Zusammenstellung II *Bücher meines Lebens* bestimmt nicht fehlen wird.

Für mich war das damals ein wesentlicher Gründe, warum ich mich so jung habe tätowieren lassen. Tattoos eigneten sich wunderbar als Rebellion gegen dieses verlogene Fassadentum. Ich dachte mir, wer sich an der angemalten Haut stört, weil seine Beurteilungskriterien derart oberflächlich sind und er nicht bereit ist, etwas genauer zu schauen, der sortiert sich doch dann idealerweise von alleine aus. So jemand brauche ich nicht in meinem Umfeld. Jugend halt. Alles mit großen Ausrufezeichen versehen, alles Statement! Und weil ich mich in der Künstlerwelt bewegte, begegneten mir zu meinem Erstaunen kaum Resentiments: den Künstlern billigt der Spießer mehr Freiheiten zu.

In der Jugend kann man sich schwer vorstellen, dass sich Dinge ändern, dass die Zeit weiterzieht und vergeht und mit ihr die ein oder andere Einstellung. Keiner konnte ahnen, dass sich die Haltung zu Tattoos derart drehen würde. Mittlerweile sind bald mehr Menschen tatöwiert wie nicht. Und die Tattoo-Fans leben heute genau das, was meinen Widerwillen einst erweckt hatte: die dekorierte Äußerlichkeit bzw. die Huldigung des Körpers.

Tja und etwas anderes hat sich ebenfalls gedreht: ich mag die Orchidee. Hier im ländlichen Frankreich sieht man die Blume seltener als Fensterschmuck und der Habib und ich wohnen eher ohne Zimmerpflanzen. Die machen mit großem Garten keinen wirklichen Sinn. Stattdessen gehört meine eigentliche Leidenschaft den heimischen Wildorchideen. Die sind weniger üppig wie ihre tropische Verwandtschaft aber bei genauerer Betrachtung nicht minder schön. Ein bißchen nerdig finde ich mein Hobby schon, oder? Aber meine Begeisterung hängt ganz entschieden mit der Drôme zusammen. Hier ist die Flora Obelix-gleich in den großen Orchideen-Topf gefallen. Felderweise stehen sie dicht an dicht und färben ganze Wiesen mit ihren Farben. Man muss schon sehr dump sein, um sich nicht an dieser Wildblume erfreuen zu können. Mehrfach habe ich euch an meiner Passion hier schon teilhaben lassen. Auf unserer Homepage *Sonne und Lavendel* erhielten sie eine eigene Seite.

Mit dem Riesenknabenkraut, auch Roberts Mastorchis genannt (oder...) beginnt jeden Frühling aufs Neude die Wildorchideen-Saison und meine Vorfreude auf ihr Blühen. Jedes Jahr aufs Neue bin ich gespannt, ob ich eine *neue Orchidee* erbeuten kann und habe die Hoffnung auf einen Frauenschuh seither noch nicht aufgegeben.

 


Am Ändern ist sich außerdem meine Haltung zu Pampelmoussen. Diese Frucht hat der liebe Gott nicht für mich erfunden. Ich laufe an ihnen vorbei, ohne sie zu bemerken. Ich übersehe sie, sie fallen mir einfach nie auf zwischen Orangen, Mandarinen und Zitronen. Es bedarf dann schon einer weiteren Inspiration von *les petits fournaux* um hier das welterste Rezept mit Pampelmousen vorzustellen. Ich mochte die Kombi von Fenchel, Anis und Pampelmusen sehr, ja, es war als würde ich damit ein kleines unbekanntes Geschmacks-Universum entdecken, eines, das sich lange vor mir versteckt hielt.


Salat 2P:

1 Fenchel (ca. 200g)
1 Pampelmuse
1 TL Anis
2 EL Olivenöl
1 EL Walnussöl
2 TL Ahorn-Sirup
1/2 TL Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
1 Avocado
optional: einige Wildkräuter (zur Dekoration)

Zubereitung:

Fenchel rüsten, halbieren, vom Kern befreien und in feine Streifen hobeln.

Die Pampelmuse schalen und filitieren - dabei den Saft über einer Schüssel auffangen und den restlichen Saft in eben diese Schüssel pressen.

Das Olivenöl erhitzen und den Anis darin kurz rösten, bis er beginnt zu duften, dann den gehobelten Fenchel darin kurz wenden, dabei mit Piment würzen, salzen und pfeffern.

Den Fenchel in den Zitrus-Saft geben, mit den Früchten mischen und mit Ahorn-Sirup abschmecken. Etwas abkühlen lassen, dann das Nuss-Öl zufügen. Kurz vor dem Servieren die klein geschnittene Avocado sowie mit den Wildkräutern dekorieren. Idealerweise mariniert der Salat mindestens eine halbe Stunde.

Anmerkung m: Original war der Salat ohne Avocado - schlichter ist auch lecker


 

Prima Gelegenheit, mal wieder Pamplamoose einzuspielen, die ich euch schon 2x angeprießen habe - und zwar hier zum Szegediner Grünkern-Gulasch und zum Schokoladenkuchen mit Maronen und Haselnüssen - weil der Spaß am Musikmachen so herrlich rüberkommt und das eine sehr smoothe Covernummer von Red Hot Chili Peppers ist...


Geschichtenerzähler - Ofen-Linsenbällchen mit Petersilie

Montag, 10. Oktober 2022


In einem Sammel-Pickup, in dem man mehr gequetscht übereinander als nebeneinander saß, ging es über Stock und Stein. Das große Vollmondfest zu Fuße einer heiligen Höhle fand fernab jedes Dorfes statt, kein Hotel, keine Übernachtungsmöglichkeiten, kein Weg zurück... egal. Yair - meine israelische Reisebegleitung für einige Zeit durch Myanmar - und mich beunruhigte diese Tatsache gekonnt abwechselnd - und als wir abgelenkt von dieser Großveranstaltung gar nicht mehr daran dachten, fand sich wie von alleine eine Art Sammelunterkunft für die wenigen Pilger, Händler, Besucher, die nicht einfach unter freiem Himmel schliefen. Der eigentliche Höhepunkt begann nämlich erst, als die Nacht bereits tiefschwarz eingebrochen war: eine Theateraufführung auf einer Freilichtbühne. Unzählige, birmesische Familien richteten davor auf Decken ihr Nachtlager ein. Natürlich verstand ich nur die grobe Geschichte. Doch was ein Zittern und Erschaudern ging durch alle Generationen als *der böse Geist* die Bühne betrat. Und ich war beeindruckt, wie zartfühlend, zartbeseitet die Burmesen sind, und was aufmerksame Zuseher.

Ebenso mußte ich auf dem Djeema el fna in Marrakesch an diese Episode denken, als eine Gruppe ausgewachsener, marokkanischer Männer mucksmäuschenstill und mit teils offenen Mündern einem professionellen Geschichternerzähler lauschten. Warum hören in den Industrieländern nur noch Kinder auf diese Weise zu?

*Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuhören. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig* schreibt Michael Ende in *Momo*. Erinnert sich jemand an das Kinderbuch Momo

Vielleicht suchen weiterhin ein paar wenige nach den Lagerfeuer-Momente, in denen ein Austausch stattfindet auf einer ganz und gar zugewandten Ebene. Aber machen wir uns nix vor: sie sind selten geworden diese Momente. Und wie entstehen heute noch Gelegenheiten, wirklich ins Gespräch miteinander zu gelangen - ohne dass die Unterhaltung verkommt zu einem Selbstdarstellungsspiel, in der das Ego glänzen will?

Ist die Fähigkeit, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, nicht eine der größten Brücken der Menschlichkeit.

Sich gegenseitig offen und berührbar zu machen für die Erlebnisse und Erfahrungen eines anderen, seinem Gegenüber zuzuhören aus echtem Interesse, so geht doch menschlicher Seelenbalsam. Alleine manche Dinge mal laut auszusprechen und zu formulieren, kann innere Prozesse lostreten, je nach Gegenüber sogar Wandel in sich tragen. Und manchmal reicht alleine die Faszination an der Einzigkartigkeit des Individuellen, des Anderen, um ein Gespräch spannend zu finden. Aber wer redet denn heute noch miteinander. Und ich meine damit noch nicht einmal Fremde. Wieviel Paare tauschen ihre Gedanken, Beobachtungen, Gefühle miteinander aus?

All diese Filme, in denen Menschen sich Grausamkeiten antun, all die Krimis, Thrillers, Horrorfilme, die uns abstumpfen, unser Gemüt ledern machen oder auf Erbsengröße schrumpeln lassen. Wann wird denn mal die Sehnsucht der anderen befriedigt, die sich lieber vom Guten inspirieren lassen wollen, jene, die angezogen werden von Größe, Tiefe, Bedeutung, Wahrhaftigkeit?

Tja, dann mach ich das halt - 10 Minuten Kurzfilm, die das Herz berühren -  unten eingestellt für *uns* - und von vielen anderen bereits vor mir entdeckt...



Und nein, das will ich sauber getrennen voneinander wissen: Hörspiele, die von einem Apparat wiedergegeben werden, gelten nicht. Denn eine Geschichte verändert ihren Charakter durch jenen, der sie vorträgt. Das ist wie beim Kochen. Ein und dasselbe Rezept schmeckt anders, je nach dem, wer es kocht. Ja, ein Gericht verändert sogar den Geschmack, wenn es an unterschiedlichen Orten gegessen wird. Die Sinne und die Wahrnehmung, Baby, die gilt es zu schärfen - dann wird Leben ein Erlebnis! So schwer ists doch eigentlich nicht.

Meine Veggie-Küche rüsche ich gerne auf mit Bällchen. Habt ihr vielleicht mitbekommen.

Bei Linsenbällchen bin ich schnell misstrauisch, weil die so leicht trocken sind. Aber nein, das kann man diesen Bällchen nicht vorwerfen. Klar, Sauce brauchts dazu, aber in dem Chili waren sie wirklich ein Genuß und eine echte Bereicherung. Und gut zusammen halten sie auch, fettig sind sie nicht dafür knusprig - bref:  die gibt es wieder!

 

 Zutaten 24 Stück/ 4P:

30g Leinsaat (m: Goldleinsaat), fein gemahlen
60g Wasser
150g Linsen (m: grüne)
550g Wasser
2 Lorbeerblätter/ 1 Stück Kombu-Alge
1 kleine Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 Zehe Knoblauch, in feine Würfel geschnitten
75g Haferflocken, fein gemahlen
2 EL Senf, scharf
1 EL Paprika
1 TL Paprikapulver, geräuchert, mild
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Pfeffer/ Salz
1/2 Bund Petersilie
2 EL Olivenöl

 

Zubereitung:

Leinsaat und Haferflocken getrennt von einander im Hexler fein mahlen. Gemahlene Leinsamen in den 60g Wasser einweichen und beiseite stellen. Die Linsen samt Lorbeerblätter und Kombu-Alge in ausreichend Wasser (hier mit 550g angegeben) fast gar kochen und anschließend weitere 10 Minuten quellen lassen. Gegebenenfalls überschüssiges Wasser abgießen und Linsen abtropfen lassen. ( Die Garzeiten der Linsen kann je nach Sorte varieren). Die fein gehackte Zwiebel samt Knofi und Petersilie in Olivenöl glasig dünsten.

Backofen auf 200 °C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Gegarte Linsen, eingeweichte Leinsaat und alle anderen Zutaten mit den Händen zu einer Masse verkneten.Mit dem mittleren Eisportionierer Bällchen (m: mit eingeölten Händen) formen und auf dem Backpapier verteilen.

Die Linsenbällchen bei 200 °C etwa 20 – 25 Minuten backen.

Anmerkung m: wer mag kann noch Champignons untermengen - 75g Champignons, ohne Fett gebraten, fein gehackt, gebraten gewogen /bei uns gabs dazu ein Chili aus Paprika, Zucchini, Süßkartoffel, rote Zwiebel, ein paar gekochte Bohnen und Maiskörner und Ofentomaten sämig gebunden durch Tahini.

 

Frühlingserwachen: Frühlingssalat mit Löwenzahn und Quinoa

Sonntag, 7. März 2021


*Warum fotographierst du eigentlich nie den Salat?* fragte der Habib schon oft, weil Salat gibt es fast täglich bei uns. Tja, mache ich ja manchmal. Bei all den Salat-Plus-Gerichten etwa. Aber so riesig unterschiedlich sind meine Salate nicht. Vermutlich lenke ich den Fokus deshalb selten darauf.

Der heutige Salat soll euch in erster Linie dazu animieren, vor die Haustür zu gehen und euch quer Feld ein durch die Natur zu schlagen - viel mehr darf man ja gerade eh nicht machen. Wobei mancherorts jetzt bereits der Wald wohl schon Schaden nimmt durch die vermehrten Ausflügler und Stadtbesucher während des Lockdowns. 

Kinners, ihr solltet euch wirklich konzentrieren aufs Atmen und Arbeiten. Und Überleben und Totstellen. Jetzt auch noch den Wald kapputttrampeln - also ehrlich!

Sorry, aber irgendwie greifen bei mir all Durchhalte-Parolen gerade nicht mehr. Und ich wünschte, ich würde zu all jenen zählen, die an die Allheilsversprechungen der Massenimpfungen glauben können. Aber woher sonst das Lichtlein nehmen? Im Gegenzug würde ich euch ja gerne erzählen, dass sich die Natur dank Lockdown sichtbar erholt. Dann hätte der ganze Mist ja eine positive Kehrseite. Aber zumindest was die Vögel betrifft, kann ich das leider überhaupt nicht behaupten. Und meine Beobachtungen - immerhin aus Frankreichs größtem und ältesten Naturschutzpark -  werden unterstützt von NABU (via Petra). Es zwitschert auffallend weniger in diesem Frühling. Klingt irgendwie symbolisch, oder? Immerhin hört man die Verbliebenen besser, denn es ist nachwievor stiller im Tal als sonst/ früher.

Also legen wir das Augenmerk aufs Unkraut - darauf wollte ich hinaus. Unkraut vergeht schließlich nicht. Und Löwenzahn schießt jetzt allerortens wie Unkraut aus dem Boden. In Frühjahreskuren - schreibt eines meiner Lieblingskräuterbücher *Heilpflanzen der traditionellen Europäischen Medizin* (coucou Robert) darf der Löwenzahn nicht fehlen. Er ist ein Universalreiniger der Bauchorgane, der die Säfte wieder zum Fließen bringt, der die Bauchspeicheldrüse reinigt, Pestizidbelastungen entgegenwirkt und Fettsucht bekämpft. Sprich: bei Winterfettpölsterchen an Hüfte, die man einer Leber/Galle-Schwäche verdankt, ist Löwenzahn die Pfanze der Wahl. Und ich vermute, dass die Leber so mancher diesen Winter mehr zu tun hatte...

Mein Youtube-Algorithmus (Super Sache das) hat mich auf folgenden Kanal aufmerksam gemacht: Buschfunkistan - samt deren neuesten Film *Frühlingserwachen der Wildkräuter*. Mit denen lasst sich doch hervorragend durchs Unterholz robben. Vielleicht reicht euch ja bereits die Theorie. Wenn nicht: Löwenzahn sollte auch an weniger *populären Ausflugsorten* wachsen (also für alle Städter). Alle anderen dürfen mit dem Messerchen gen Garten wackeln und sich selbst davon überzeugen, wie Frühlingserwachen schmeckt.

 

Zutaten 2P:

80g Quinoa
200ml Gemüsebrühe
1 kleiner Kopf Römersalat
1/2 Bund Radieschen
einige Blätter Radieschen-Grün
Ruccola
Löwenzahn
Pimpinelle
1 Avocado*
3 EL Olivenöl
2 EL Rotweinessig
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker
 
 Zubereitung:

Den Quinoa in der kochenden Gemüsebrühe aufsetzen und ca. 12-15min sanft köcheln lassen - dabei immer wieder umrühren. Flamme ausstellen und weitere 10min quellen lassen.

Den Salat und die Salatkräuter waschen und trocken schleudern. Salat und Salatkräuter gegebenenfalls etwas kleiner rupfen/schneiden.

Avocado halbieren, entkernen, schälen und klein würfeln. Die Radieschen waschen und auf einem V-Hobel in feine Scheiben schneiden. Salat, Salatkräuter, Avocado und Radieschen miteinander vermengen. Ebenso den Quinoa zufügen

Aus den letzten vier Zutaten eine Vinaigrette rühren und den Salat damit marinieren.

Anmerkung m: ersatzweise Petersilie, Koriander, Minze... - was euer Garten hergibt/ Avocado ist mittlerweile eine der Früchte, die man (leider) nicht zu oft konsumieren sollte: ihr Anbau erfolgt sehr oft unter fragwürdigen Bedingungen.

Inspiration: Essen und Trinken

 

bald auch eine kleine Sensation weil so selten geworden: die Hummel
 

der Hitze geschuldet: der RBTAPMK-Salat

Dienstag, 28. Juli 2020


Die Hitze, die sich über Südfrankreich legt, drückt uns in eine Form der Ergebenheit, die einem Dämmerzustand sehr ähnlich ist. Hinter heruntergelassenen Rollläden, zugezogenen Gardinen und verschlossenen Klappläden wartet man, bis die Sonne sich wieder mehr der Horizontlinie nähert. Alles geht vorbei - irgendwann beugt sich der Tag vor der Nacht und umgekehrt, das ist eins, was sicher ist. Mit Geduld und Spucke...

Und irgendwie passt das Leben im Halbdunkeln bei gleichzeitigem gleißenden Licht gut zu den letzten Wochen. Alles da, es kommt nur darauf an, wer oder was gerade die Hauptrolle übernehmen darf. Bei uns ist es eben jetzt la canicule, die in astreiner Primadonna-Manier alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wo sie ist, ist jetzt der Hotspot. Selbst die Aeorosole verlieren da etwas an ihrer flinken Übergriffigkeit. Und vor den Sonnenschein-Superspreadern schützt der Schatten immernoch am besten. Für Schutzmaßnahmen jeglicher Art sind wir doch gerade sensiblisiert, oder? Ja, Abstand halten hilft auch hier. Oder besser noch: AHA. Meint seit diesem Jahr nicht mehr die schwedische Pop-Band, sondern die *Abstand-Hygiene-Alltagsmaske*-Regel.

Eine Art von Kürzel, für welches die Franzosen einen ausgesprochen großen Faibel hegen. Das kann man sogar testen. An der Stelle sei euch nämlich mal der Tipp gegeben, dass ihr genau aus diesem Grund jede Ansammlung, die in einem Scrabbel-Spiel mit einem Fränzi enden könnte, meiden solltet. Also sicherheitshalber! Denn keine Chance, da als Sieger rauszugehen. Es sei denn, ihr gehört nicht zur Hochrisikogruppe der nicht muttersprachlich sprechenden Franzosen. Und/ oder ihr erweitert die Spielregeln und kürzt die Kürzel radikal als verboten raus. In Frankreich - gerade in der Bürokratie - hat die Aneinanderreihung von Großbuchstaben pandemischen Ausmaße. Für diese Geheimsprache fehlt sowohl Verschwörungstheoretikern wie Regierungstreuen außerhalb Frankreichs schlicht der Schlüssel.

Wenn ihr bei euch also die klassischen Hitze-Symptome - Dösigkeit, Badelust und Durst- verspürt, dann handelt verantwortlich, ergreift die entsprechenden Maßnahmen, verordnet euch eine Zwangspause, macht lediglich leichte Lockerungsübungen: nehmt euch Zeit für eine Siesta, erfrischt euch, trinkt was Kühles und überlasst hektische Bewegungen den Surfern, die keine Welle auslassen können...

In dieser Situation ist der Heißhunger auf leichte Kost regelrecht ansteckend - und Beschränkungen braucht man sich hierbei keine auflegen. Bewährt haben sich für die akute Phase Rezepte, die aus vielen frische Zutaten bestehen. Salat etwa. Mit Salat impft man sich hervorragend gegen das Risiko noch mehr in die Hitzeträgheit zu rutschen...


Zutaten 4P
für den Rote-Bete-Tomate-Avocado-Pfirsich-Melone-Kräuter-Salat:

2 Rote Beete (m: gelbe Rote Bete)
1 TL Fenchel, geschrotet
1 TL Anis, geschrotet
Salz (m: fleur de sel)
2 EL Olivenöl

1 Avocado
1 Stück Melone
1 Pfirsich (m: weißer)
5-6 Tomaten (m: bunte)

je 1 EL fein geschnittene
frische Minze
Basilikum
Petersilie

4 EL Olivenöl
2 TL Tahini
1 1/2 EL Tamari-Sauce
Saft einer halben Zitrone, eventuell mehr
(Limettensaft - ebenfalls gut)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180° (Umluft) vorheizen.

Rote Bete schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel die 2 Eßlöffel Öl mit Fenchel, Anis und dem Salz mischen, dann die Bete-Scheiben darin gut marinieren und nebeneinander auf das Backblech legen. Für ca. 25min in den Ofen schieben. Etwas abkühlen lassen und dabei gleich mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Aus den letztgenannten Zutaten eine Vinaigrette mischen. Die frischen Kräuter hacken.

Dann den Strunk der Tomaten entfernen und in Stücke schneiden. Pfirsich entkernen, Melone schälen und beides in Stücke schneiden. Kurz vor dem Servieren ebenfalls die Avocado zerkleinern.

Nun alle Zutaten (außer einem Teil der frischen Kräuter) am besten in einer großen Schüssel (breiten Schale) vorsichtig mischen, und zwar derart dass dabei die Avocado nicht zu Mus zerdrückt wird. Mit den zurückgehaltenen Kräutern bestreuen - fertig!


Lebensreise: Paprika-Flan

Montag, 19. November 2018


Die grosse Unbekannte, oder ihren Gatten Faktor X, die mögen wir nicht. Der wird die Tür vor der Nase zugeschlagen wie unliebsamem Überraschungsbesuch. Außerdem passt die in unseren gut organisierten, durchstrukturierten, vorausdurchdachten Alltag so gar nicht hinein. Durcheinander und Chaos, wo eben noch Ordnung herrschte (zumindest ungefähr), kann keiner wollen. In Zeiten von Handy gibt es zudem keinerlei Gründe, sich vorher nicht anzumelden. Wirklich nicht. *Zufällig in die Gegend verirrt und dann einfach geklingt* - das passiert heute keinem Menschen mehr. Einfach so. Bref: es kann nur als astreines Assi-Indiz bewertet werden

Komischerweise ist es beim Reisen gerade das, was nachher wie Junk die Blutgefäße durchströmt: die Ungewissheit. Ja, ich behaupte: die besten Momente ereignen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit dann, wenn man null Erwartungen hat und die Dinge einfach geschehen lässt. Nicht, dass ich das sofort gekonnt hätte. Oder immer könnte. Bei meiner allerersten Reise, bei der ich drei Monate alleine unterwegs war, gelang mir das gerade einmal eine handvoll Tage. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich die besonders intensiv im Gedächtnis habe. Und weil ich generell eher der Typ bin, der gerne stets ein Tag im voraus informiert wäre. Um die Zahnbürste noch einpacken zu können... oder so. Für Spontanität im Hause Falk ist der Habib zuständig.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass in unseren Breitengraden dem Leben nach aller Regel der Kunst aus dem Weg gegangen wird. Wir dünken uns in Sicherheit, wenn nur alles geregelt ist. Je größer wir den Bogen um Lebendigkeit ziehen, umso mehr hoffen wir, so ungeschoren wie möglich davon zu kommen. Dabei wissen wir ganz genau, dass wir uns in die Tasche lügen, dass wir einer  - weit verbreiteten - Illusion unterliegen. Das ist nicht die Wirklichkeit. Und der Preis, den wir dafür bezahlen ist hoch: das Glitzern in den Augen geht verloren.

Machen wir uns nichts vor: Das Leben ist lebensgefährlich. Und es endet tödlich. Lässt sich nicht ändern. Habe ich selbst mal um die Ohren gehauen bekommen, als junges Mädchen von einer Zufallsbegegnung im Zug. Joh, keine Erkenntnis für die man länger meditieren müsste, aber damals für mich ein Knüllersatz. Und im richtigen Moment. 

Trotzdem gewinnt die Angst vor Fremden gerne die Oberhand. Auf der ganzen Welt scheint *das Andere* bedrohlich. Das dachte ich, als ich auf dem empfehlenswerten Blog *Outthere* am Ende dieses Posts las, wie sie die Gefahren ihrer Reise erlebten. Im Gespräch mit anderen nämlich vorallem als deren Vorurteile!! Super gefiel mir auch der tolle Bericht ihres Amazonas-Abenteuer, insbesondere dem Abschnitt *Am Rande der Komfortzone*, in dem sie eben den Mehrwert so schön schildern. Was keiner nachvollziehen kann, der es nicht selbst erlebte. Für mich hatte da Madagaskar viel zu bieten. Mit dem Durchstehen von Entbehrungen und Unwohlsein stellt sich im Nachhinein eines ein: Angst baut sich ab und Welt wird größer. Ich nennt es ja Ambrosia. (By the way gleiches Prinzip gilt für diesen erstaunlichen Erfahrungsbericht = Durchstehen mit erstaunlichem Effekt... als weiterer Mutmacher).

Um eine letzte Perle zum Thema anzureihen, passt dazu ein Schatzmoment der letzten Tage: ich wachte auf, nachdem die ganze Nacht ein Sturm um das Haus peitschte. *Fühlst du dich eigentlich immer behütet und geborgen*, fragte ich an den Habib gekuschelt. *Hmmm*, murmelte der noch halbschläfrig, *es kann halt so viel passieren.* *EBEN!* antwortete ich aufgeraut von dem brausenden Wind. *Dann passiert es halt* sagte mein weiser Habib...

So, Vorspeise, liebe Leserschaft. Zurück zum Fundament eines Foodblogs und hier zu einem bevorzugten Start in ein Menu, dem Flan. Mit Erbsen habe ich ihn zuerst gezeigt, mit Blumenkohl, Karotten, Spargel - und jetzt mit Paprika. Es wurde direkt nach dem Rezept gefragt. Was hiermit erfüllt ist...


Zutaten 4 Stück:

175g Paprika, rot
2 Eier
100ml Sahne
1/2 TL Paprika, rot
1 Msp Pimenton de la verra
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer

1 Avocado
1/2 Mango
1/2 Limette, Saft davon
2 Spritzer Workchester-Sauce
Salz, Pfeffer
1 Bund Schnittlauch
2 EL Chicorée, fein geschnitten

Zubereitung:

Paprika unter den Grill legen, bis die Haut schwarze Blasen wirft, dann häuten. 

Den Ofen auf 150° (Umluft 130°) vorheizen

Die Eier mit der Sahne und der Paprika fein pürieren. (wer darauf achten will, dass die Flans eine feine, glatte Struktur bekommen, der rühre nur mit einer Gabel glatt (nicht den Pürierstab), damit sich kein Schaum bildet. Mit den Gewürzen abschmecken.

Vier ofenfeste Förmchen großzügig ausbuttern, (m: Boden mit kleinen, runden Backpapier-Schalonen ausgelegt - dann klappt das Stürzen auf jeden Fall) damit die Flans sich später gut stürzen lassen.

Die gefüllten Förmchen in ein tiefes Backblech (m: rechteckige Backform) stellen und so viel kochendes Wasser dazugeben, dass sie zu etwa zwei Drittel darin stehen. Die Flans etwa 45min im Wasserbad garen (Stäbchenprobe). Vor dem Stürzen 5-10min ruhen lassen. Mit dem Messer vom Rand lösen (m: nicht nötig gewesen) und lauwarm oder kalt servieren

Für den toppenden Salat Avocado und Mango in Würfel von etwa 1/2cm schneiden, Schnittlauch in Röllchen und den Chicoree in feine Streifen (auf dem Foto vergessen ;). Alles miteinander vermengen und mit Limettensaft, Workchester-Sauce und Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Hilfe eines Servierrings auf den gestürzten Flans anrichten. Wer mag serviert noch etwas grünen Salat dazu... Bei mir gabs als Boden aus der letzten Garten-Aubergine eine Art Auberginen-Kichererbsen-Humus angelehnt an diese...


sonnige Rouladen = Sommerrollen

Montag, 30. Juli 2018


Je älter meine Großmütter geworden sind, um so mehr einte sie eine Beschäftigung: in dem Ortsblättchen ihres jeweiligen Heimatdorfes, in dem sie beide von Kindheit an lebten, studierten sie mit größtem Interesse die Todesanzeigen. Mit wem zusammen war man nach wie vor am Start und wer überlebt wen - schien mir damals einigermaßen skurril...

So den ersten Hauch von Vorstellung, wie sich das anfühlen könnte, bekomme ich nun in meinem achten Bloggerjahr... Immer deutlicher wird mir, dass von meiner ursprünglichen Foodblog-Gang, mit der ich mal zusammen angetreten bin, kaum noch jemand bloggt. Lediglich eine kleine handvoll davon ist übrig geblieben. Was bin ich froh, dass meine Säulenfiguren Petra und Robert wenigstens fest stehen - ohne die ginge mir wohl die Orientierung in Foodistan verloren! Ansonsten kann ich gerade zusehen, wie mein Foodie-Hausen an schleichender Abwanderung leidet, ausdünnt, aufgibt, aufhört und ein kärglicher Rest das Rad von heimischen Online-Rezepten versucht weiterzudrehen. Mein Blogroll besteht hauptsächlich aus Foodblogs, die nicht mehr aktiv sind. Wenn das nicht nostalgisch macht...

Klar, nachgewachsen sind genügend andere. Vielleicht sollte ich nicht so fremdeln. Hierzu passt hervorragend dieser Artikel zur Einwanderung, der mit viel positiver Energie aufzeigt, dass nun die Chance besteht, Deutschland, pfffhhh... Europa ganz neu zu denken. Alles auf Neustart - man muß nur mit der Zeit gehen...

Fürs Bloggen bedeutet das für mich, dass ich mich wohl wieder öffnen sollte für neue Foodblogs - auch wenn ich meine alten Homies vermisse.... Habt ihr Ideen und Vorschläge, wem ich mehr auf den Teller schauen sollte? Mein Klausel ist: so wenig Werbung wie nur möglich - dafür lese ich nunmal keine Blogs, meine Zeit möchte ich mit anderen Inhalten und Anregungen füllen...

Weiterhin gilt für mich (Gruppe hin oder her): Social Media ist nicht mein Kontent. Die müssen dort ohne mich klarkommen. Aber ich spiele mit einer Veränderung (nach der Datenreform). Ich überlege nämlich, die Kommentarfunktion abzuschalten. Zum einen wäre ich damit rechtlich auf der sicheren Seite - ich hab's satt, mich für derlei technischen Firlefanz um die Hilfe anderer zu mühen, die mir bei der Umgestaltung helfen müssten (jaja: jedem seine Demütigung). Zum anderen nimmt die Kommentarlust sowieso exponentiell ab... Tja, und grundeigentlich kann man mich ja weiterhin über Mail  (salzkorn@email.de) erreichen für alle Korrekturen, Nachfragen, Anregungen, für jedes von mir so geschätzte Feedback und bereichernde Weiterdenken meiner Gedanken. Auch zu diesem Thema hätte ich gerne eure Meinung: was sagt ihr?

Passend zu der Dauerhitze gibt es ein weiteres schönes Sommeressen. Ich aß die Salatrollen, die in Reispapier eingewickelt sind, zum ersten Mal in Kambodscha. Und gar nicht viel später fand ich allerortens Rezepte dazu. Meine Variante ließ sich sehr von les Gourmandises vegetariennes inspirieren - seit jeher ein Blog mit vielen tollen Rezept-Ideen... auch wenn sich Melissa ebenfalls sehr rar macht.


Zutaten 2P:

6 runde Blätter Reispapier
6 (kleine) Blätter Blattsalat 

plus etwas Salat in Streifen
Koriander
Gurke, in Stiften
Karotte, in dünnen Stiften

(m: Karotten in allen Farben)
Kohlrabi, in dünnen Stiften
Avocado, in Streifen
Thai-Basilikum

weitere Möglichkeiten:


50g Glasnudeln, nach Packungsangabe zubereitet und abgeschreckt 
ca. 150g Tofu (hier: bereits marinierter)
kurz gedünstetes oder gebratenes Gemüse
wie Brokkoli, Zucchini, Paprika
Sprossen aller Art
Mango, in Stiften
Chinakohl/ Weikohl/
Rotkohl in Streifen - mit etwas Salz weichgeknetet
Frühlingszwiebeln
Minze


Zubereitung:

Zuerst all die Rohkost als mise en place richten. Dann das Reispapier kurz rundherum in lauwarmes Wasser tauchen (auch wenn es sich noch nicht richtig weich anfühlt, reicht es das Papier in 2 Umdrehungen zu befeuchten). Dann idealerweise das Reispapier glatt auf ein Holzbrett auslegen. (ganz mit Melissa: das Brett saugt noch etwas Flüssigkeit auf und verhindert so, dass das Papier zu weich und damit rissig wird.)

Belegt wird lediglich die untere Hälfte - dabei die Ränder frei lassen. Melissa verlinkte für die Technik dieses Video (durchaus hilfreich für all jene, die zum ersten Mal wickeln). Ich habe als verstärkende Unterlage mit einem Stück Salatblatt begonnen - zur Zierde bereits darunter etwas Koriander oder Borretschblüten. Dann all die klein geschnittenen Rohkost darauf setzen und dabei achten, die Rolle nicht zu überfüllen. Das Reisblatt samt Füllung eng bis zur Mitte wickeln, dann beide Seiten zur Mitte einschlagen und fertig rollen.


Sauce:

2 EL Sojasauce (m: Tamari)
2 EL Wasser
2 TL Limettensaft
1 TL Wasabi
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt


Quelle: Melissa aka les gourmandises vegetariennes




Europas einziger ursprünglicher Wildwasserfluß: la Drôme

Grundsätzlich: Rote Bete Gazpacho

Dienstag, 24. Juli 2018


Eigentlich muß man es doch faszinierend finden - so von außen betrachtet - dass einem menschlichen Körper die Zufuhr von Rohkost ausreicht, um die Maschinerie in Bewegung zu halten.

Derlei Probleme wie Menschen, die zuviel verarbeitetes Fleisch zu sich nehmen, sollten die Rohköstler schon mal definitiv nicht haben (und gerade das dabei hervorgehobende Problem des menschlichen Körpers mit Nitrat ist zeitgleich auch ein Problem des Grundwassers... ich wollte es nur angemerkt haben).

Mir fällt ja direkt als prominentes Beispiel Nena ein, die bekennende Rohköstlerin ist. Und die sieht lässig hundert Jahre jünger aus als sämtliche ihrer Altersgenossinnen. Bon, glatt übertrieben, ich gebs ja zu. So wie es eben auch viele für übertrieben halten, nur um dem Faltenwurf der Haut zu trotzen, lediglich noch eine handvoll Nahrungsmittel zu essen. Älter werden trotzdem alle - so oder so. Die Frage bleibt das Wie.

Mir leuchtet es durchaus ein, dass so weit als möglich frische, unverarbeitete und pflanzliche Nährstoffe zu sich zu nehmen, der Gesundheit nicht abträglich sein können. Für den Gedanken muß wohl kaum jemand tiefer in sich gehen und meditieren. Das liegt auf der Hand. Bücher, wie das von Dr. Bruker versuchen aufzuzeigen, wie sehr unser Essen unser Leben bestimmt. Es gibt sogar Untersuchungen, die soweit gehen wollen, dass eine bestimmte Ernährung im Krankheitsfall durchaus als (begleitende) Therapie funktionieren kann - wie beispielsweise das Buch *Krebszellen mögen keine Himbeeren*.

Das uralte Sprichwort *Du bist, was du ißt* klingt in meinen Ohren bei Rohkost in besonders hellen Tönen. Wir sind uns bestimmt einig, dass dieser Satz nicht nur auf Äußerlichkeiten abzielt. Schon allein beim Kauen wird eine Substanz in ihre größtmöglichen Einzelteile zerlegt. Dabei vergrößert sich die Oberfläche - ein äußerst spannendes Phänomen, das Prinzip der Oberflächenvergrößerung, auf welches übrigens auch die Homöopathie zurückgreift. Mit der Vergrößerung  der Oberfläche verstärkt sich gleichzeitig die Wirkung. Aus homöopathischer Sicht kann man dieses Sprichwort also nur unterstreichen.

Bref, nur weil ich mal einen Smoothie getrunken habe, maße ich mir - logo - nicht an, eine echten Ratschluß zur Rohkosternährung fällen zu können. Dafür fehlt mir schlicht die Erfahrung.  Aber ich bin angefixt. Ich habe mir fest vorgenommen, mal im Selbstversuch 10 Tage roh-vegan zu essen. Mal schauen, was für Eindrücke mir das bringt...

Zur Gazpacho, dem ersten Rezept aus *Was dein Herz begehrt*, muß ich bestimmt nicht viel mehr zu sagen: ein schönes, frisches Sommeressen, dass gerade wenn es so heiß ist wie zur Zeit in jeder Hinsicht befriedigt: schnell auf dem Tisch gebracht, ohne schwer im Magen zu liegen samt dem Gefühl, genug Energie für einen Sonnentag zu haben....


Zutaten 2P:

300g Tomaten
1/2 Paprika (m: rot)
1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe (m: zwei)
1 mittelgroße Rote Bete
2 EL Olivenöl
1 Avocado
1 handvoll Pekannüsse (m: Pinienkerne), gehackt

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer homogenen, cremigen Masse verarbeiten. Auf zwei Schüsseln verteilen und nach Geschmack verzieren. (m: mit Salz und Pfeffer sowie etwas Chili abgeschmeckt) 

Quelle: *Was dein Herz begehrt* von Ute Ludwig und Achim Sauerberg aka *Nordisch Roh*

einer meiner liebsten Gartenblumen: la rose trémière/ die Stockmalve

Individualität: Kräuter-Couscous mit grünem Spargel

Montag, 14. Mai 2018


Selten, dass ich mich für ein Buch entscheide auf Grund der kurzen Rezensionen der Klappenseiten. *Wahnsinnig und ergreifend wie Dostojewski oder Dickens. Besser geht's nicht* SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Oder *Philip Roth ist schlicht und einfach der größte Romancier, der heute in englischer Sprache schreibt* FAZ. Zwei herausgegriffene Mini-Lobeshymnen. Nun, ich kannte Philip Roth nicht und dementsprechend das Buch *Der menschliche Makel* ebenso wenig. In einem Bücherregal in einem finnisch-thailändisch betriebenen Resto in Thailand mit überwiegend finnischen Büchern fischte ich mir dieses heraus. BÄM - was ein Buch! Fette Beute. Aber sowas von!

Zu Beginn jedoch war ich kurz vor Aufgabe (ihr erinnert euch an meine neue Striktheit), denn mein Eindruck der ersten Seiten war, dass mir diese Geschichte zu amerikanisch sowie zu vulgär wird. Nach Überwindung des Anfangs inhalierte ich. Ein Minus bleibt (das einzige Minus), dass die geschilderte Sexualität überhaupt nichts mit meiner Erlebniswelt zu tun hat - aber darüber konnte ich gut hinweg lesen. 

Was ein kluges Buch! Klug im Sinne von durchdacht. Klug im Sinne von gebildet. Selten - eine weitere Außergewöhnlichkeit - dass ich nach Abschluß des Buches derart viele Fragezeichen an die Seitenränder gemalt hatte. Bei griechischen Dramen tun sich bei mir bedauerlicherweise (!) schwarze Löcher auf. Doch wie wundervoll bohème lässt sich damit anspielen und kunstvoll Bögen schlagen. Ich war mächtig beeindruckt. Wie überhaupt von dieser von Philip Roth entworfenen Biographie, die zu keiner Zeit künstlich wirkt, oder eben erfunden, weil zu sehr *ausgeklügelt*. 

Philip Roth spielt die Idee durch, wie radikal man Selbstverwirklichung treiben kann und beschäftigt sich somit mit einem meiner liebsten Themen, das der Individualität. Sein Hauptprotagonist ist Coleman, *der größte der großen Pioniere des Ichs.* In erfrischender Lebendigkeit der Sprache plus einigen Nebenschauplätzen zur amerikanischen Zeitgeschichte wie Rassentrennung oder Kriegsveteranen geht es um das ganz große Thema der Menschwerdung.  Zu tiefst faszinierend wirft Philip Roth einen kunterbunten Regenbogen an Fragen auf:

Wie geht freie Lebensführung? Wie sehr hindert Zeitgeist oder Gesellschaft? Wie sehr lassen wir uns davon einengen? Haben wir überhaupt eine Vision für unser Leben? Wie sehr wird unser Leben bestimmt durch Prägung im Elternhaus, Bildung, Konventionen, Neigungen, Erfolg, Talent? Wie gehen wir mit Hindernissen um? Wie sehr wollen wir Teil der Gesellschaft samt deren Gesetze sein? Schöpfen wir unser Potenial aus? Geht es darum? Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen für unsere eigene Vorstellung von Leben und Freiheit? Anständigkeit, Schicklichkeit, Ehrlichkeit, Sittlichkeit - sind das Richtlinien? Wer legt fest, was das ist? Wie gut kennen wir uns selbst? Wie gehen wir mit Begierde/ Sexualität um? Gibt es Schicksal? Etwas, das uns zum Spielball macht, selbst wenn wir uns für den Spielführer halten? Kann man der Gesellschaft, dem Diktat von *wir*, überhaupt entrinnen? Welche Kraft braucht es dazu?

Und für mich die große Stärke dieses Buches, die unterschwellig wiederkehrende Frage: Stolpert man nicht so oder so immer wieder über sich selbst?

Auch erinnerte ich mit an einen Goethe-Satz aus *Die Wahlverwandtschaften*: *Man nimmt in der Welt jeden wofür er sich gibt; aber er hat sich auch für etwas zu geben.*

Ich könnte noch fort- und fortfahren mit meiner Begeisterung. Also kürze ich ab mit einem laut ausgerufenem LESEN! und einem Textauszug, um euch ein Beispiel zu geben für Roths Sprache: *Ihr Haar war spektkulär, ein labyrinthischer, wuchender Kranz aus Locken und Spiralen, so wirr wie ein Fadenknäuel und ausladend genug, um daraus eine Weihnachtsdekoration zu basteln. Alle Unruhe ihrer Kindheit schien sich in den Windungen dieses undurchdringlichen Haardickichts niedergeschlagen zu haben. Ihr unbezähmbares Haar. Man hätte Töpfe damit putzen können, ohne dadurch seine Beschaffenheit zu verändern - als wäre es etwas aus den tintendunklen Tiefen des Meers, eine Art drahtiger, riffbildender Organismus, eine lebendige, üppig sprießende, onyxfarbene Hybride aus Staude und Koralle mit möglicher pharmazeutischen Eigenschaften.*

Unangezweifeltes Fazit für mich: MEHR Philip Roth.

Gegessen wird dazu ein frisches Mai-Couscous mit grünem Spargel. Das Pesto - dieses Mal wieder nur fein gehackt - hatte ich einst als royal bezeichnet und ich bleibe dabei. Mir dünkte, als ob ich eine zu große Menge gekocht hätte, allein: es wurden keine Reste gelassen.
 

Zutaten 2P:

130g Couscous, grob
130ml Wasser
Salz

500g grüner Spargel
1 Pr Zucker
1 Bund Koriander
einige Stiele Minze
einige Stiele Basilikum (m: vietnamesisch)
1 Avocado
2-3 TL Tahini (Sesampaste)
Limettensaft
Salz, Pfeffer
2 EL geröstete Pinienkerne
Olivenöl

Zubereitung:

Die frischen Kräuter sehr fein hacken. Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne rösten und zur Seite stellen.

Das untere Drittel des grünen Spargels putzen und die Enden abschneiden. In mundgerechte Stücke schneiden. 

Den Spargel in etwas Olivenöl anrösten und den Zucker darüber karamellisieren lassen. Salzen, pfeffern, 2-3 EL Wasser zufügen, Deckel auflegen und bissfest garen (dauert etwa 7min).

Couscous in die gleiche Menge kochendes und gesalzenes Wasser geben, Deckel auflegen und ca. 5min quellen lassen. Parallel dazu die Tahini-Sauce anrühen - dafür die Sesampaste mit Zitronensaft, etwas Wasser, Salz und Pfeffer anrühren. Die Sauce zusammen mit dem Kräutern unter das Couscous heben, ebenso den fertig gegarten Spargel und die Pinienkerne. Zuletzt die klein geschnittene Avocado untermengen und direkt servieren.


schon wieder verblüht: der wunderbar duftende Goldlack