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Der Stern von Bethlehem

Donnerstag, 25. Dezember 2025

©Wolfram Bleul
 

Ist nur einer von 18 ooo ooo ooo, einer von achtzehn Milliarden! Unser Gehirn kann sich das nicht vorstellen, es kommt da (noch?) nicht mit. Derzeit UNVORSTELLBAR! So bleibt nur  STAUNEN und daraus werden Fragen (und wer keine Fragen mehr hat, ist innerlich leblos).

Ein Stern in einem begrenzten, unglaublich großen Raum. Das sichtbare Universum ist etwa 93 Milliarden LICHTJAHRE groß und dehnt sich ständig immer weiter aus.. Unser Gehirn kann das (noch?) nicht erfassen, derzeit UNVORSTELLBAR.

Die sichtbare Materie im Weltraum ist unermesslich schwer, sie schwebt frei und bricht nicht zusammen. Sie schafft konkrete Systeme zueinander, alles hängt zusammen und ist doch ständig in Bewegung ohne zu kollabieren. Unser Sonnensystem schwimmt im Weltraum und verändert dabei stetig ein wenig seine Position.  Und doch funktioniert alles auf seine Weise und hat einen Plan – da bleibt nur fassungsloses Staunen

Dieser fast unendliche  Raum besitzt das Gehirn und die Schaltzentrale für unsere sichtbare Welt im Allgemeinen, aber auch für uns, für unser Leben, für alles Leben auf der Erde  und ebenso für das Leben und den Ablauf im sichtbaren Weltraum. Alles nimmt Einfluss. UNVORSTELLBAR.

Die Steigerung von unvorstellbar, falls das jemand überhaupt erahnen kann aber ist, dass jedes Individuum auf der Erde von einer Macht individuell geführt und begleitet wird, entsprechend seinem Wesen. Und das bei derzeit mehr als 8,2 Milliarden Menschen. Jeder Einzelne für sich alleine hat einen Plan und eine Führung. UNFASSBAR !

Unser Gehirn besteht aus 16 Milliarden Zellen und es werden mehr. Unglaublich! Es Läuft der Entwicklung ständig hinterher! Und es gewöhnt sich nur sehr mühselig an jede kleine neue Veränderung. Aber wir Menschen haben verpflichtend die Aufgabe, uns selbst zu verändern, zu verwandeln. Uns selbst persönlich zuerst! Das Feld der neuen Zeitenwende stellt erneut dringlicher denn je die alten Fragen: woher kommen wir? Und nur wer sich bewusst macht, wo genau er gerade steht,  kann herausfinden, w o h i n  er will und kann sich entsprechend weiter schöpfen (menschliche Eigenschaft). Wir sind in der Lage, unsere Zukunft individuell mitzugestalten. In der polaren Welt (Materie) bedeutet jedes Annehmen des Gegenpols eine neue Konzeption – wodurch ein neuer Gegenpol entsteht. Immer wieder und wieder.

UND DAS IST V O R S T E L L B A R.

Unser individueller Geist schöpft uns ständig aufs Neue weiter. Von unserem jetzigen irdisch-materiellen Zustand aus sind andere verschiedenartige Räume zwangsläufig unsichtbar, sowohl jene, aus denen wir kommen als auch jene, die auf unseren jetzigen Zustand folgen. Nur der eigene, kontrollierte und entwickelte „Geist“ ist in der Lage, bedingt in andere Zustände zu wechseln und Kontakt mit bestimmten Räumen aufzunehmen. Es braucht immer Mut, sich Wandlung, Veränderung, Neuem, Großem, Übergroßem zu stellen. Aber nur Mut: jeder wird individuell geführt.

Um die alte Zeit zu überwinden, um sich selbst zu überwinden, um in neue Räume, um in ein neues „Zeitfeld“, um in neue Räume zu gelangen, bedarf es,

*dass wir uns bekennen zur natürlichen Welt. Die Irrlichter der künstlichen Welt lecken das Gold vom Allerheiligsten, ziehen weiter und verschwinden im Nichts. Siehe auch „Das Märchen“ von Goethe, Verständnis der Symbolsprache ist aber Voraussetzung.

* dass wir selbst viel, viel grösser denken und ängstliche Spaghetti-Gedanken aus unserem Gehirn werfen,

* dass wir selbst viel, viel mutiger und stiller werden, 

* dass wir individuell viel, viel mehr an uns selbst glauben,

* dass wir ständig, also täglich  mit dem Weltraum oder dem höchsten   Geist reden, uns dem Weltraum anvertrauen und uns auf diese Weise innerlich offen legen, dadurch uns über uns selbst bewusst werden (z.B. durch „formulieren“) und unser Herz erleichtern. Nur der, der sich sehnsuchtsvoll und oft auch in tiefstem Leid an seinen ihn führenden Geist wendet, erhält Antworten und kommt in die Zwiesprache. Ob in der Wüste oder auf hoher See, ob alleine im Bett oder an gewohnten und ungewohnten Orten, eine Verbindung ist fast überall möglich.

Nur der, dessen Herz "..leichter ist als eine Feder .." kann alte Räume überwinden und in neue Räume oder in andere Ebenen gelangen (altägyptisches Totenbuch).

 

Allen ein nachdenkliches und friedliches Weihnachtsfest 2025

Möge der Blick in den Nachthimmel Sehnsüchte in Euch wecken! Aber Friede kann nur individuell im  Inneren eines jeden Einzelnen beginnen. F.

Adventskalender♥️24♥️

Mittwoch, 24. Dezember 2025

 

An Weihnachten
auf Wein achten

las ich gestern die Werbung eines Weinguts.

Oh mann, dachte ich mir, thats the spirit! Was treibe ich denn da eigentlich mit meinem Adventskalender. Viel ernster ist er geworden, als er angedacht war. Musik soll schließlich die Stimmung heben.. Aber tja, für mich ist Liebe etwas Heiliges - wie dem anders begegnen als mit Ernst?!

Währenddessen sucht die große Mehrheit nach dem glatten Gegenteil: nach Tingeltangel, Ablenkung und Entertainment. Vor Weihnachten nimmt der ganze Konsumwahnsinn sowieso erst richtig an Fahrt auf. Wer hat da Sinn und Zeit, sich tiefere Gedanken zu machen. Mach ich mir nix vor: meine Ernsthaftigkeit steht diesem Strom wie polar gegenüber. Vielleicht mache ich den Geisterfahrer... auch okay.

Für das Türchen des Heiligen Abends meines Liebeslied-Adventskalenders habe ich das Adagio aus Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 herausgesucht. Ihr dürft nicht hingucken - versprecht es mir -  ihr müßt euch bitte unbedingt ganz aufs Hören konzentrieren. Dieses Adagio ist so zart und hingebungsvoll, dass es weh tut. Ich möchte behaupten, jeder erinnert sich an den Moment, an dem er es zum ersten Mal hörte. Eine Melodie, die bis ins Mark berührt. Beethoven war, als er es komponierte, bereits komplett taub. Beethoven - so begnadet, so gepeinigt. Diejenigen, die ähnlich empfindsam und einfühlsam wie der Habib sind, erkennen das Gebet hinter jeden Note Beethovens.

Aus Goethes Werk spricht genauso unverkennbar die Verbindung mit der geistigen Welt - für manches braucht es den Schlüssel eines gleichfalls Eingeweihten, um sich die verborgene Weisheit ganz zu erschließen. In *Die Bekenntnisse einer schönen Seele* gewährt Goethe ganz offen tiefe Einblicke, wie ein Draht zu *der unsichtbaren Welt* im Innersten zu knüpfen ist. Die Fäden dieses Bands bestehen aus Inbrunst, Sehnsucht, Hingabe, Fragen, Leid, Not, Urvertrauen...

Entsprechend liest sich auch das folgende Gedicht als Zeugnis eines freien Menschen, der Verbindung zu SEINEM Gott, wie auch immer man dieses höchste Wesen nennen will, pflegt und ein Loblied singt auf dessen Macht und Kraft und Herrlichkeit:


Das UNSER VATER, ein schön Gebet,
Es dient und hilft in allen Nöten,
Wenn einer auch VATER UNSER fleht,
in Gottes Namen, laß ihn beten.
....
Was wär ein Gott, der nur von außen stieße,
im Kreis das All am Finger laufen ließet!
Ihm ziemts, die Welt im Innern zu bewegen,
Natur in sich, sich in Natur zu heben,
so daß, was in Ihm lebt und webt und ist,
Nie seine Kraft, nie Seinen Geist vermißt.
....
Im Innern ist ein Universum auch,
Daher der Völker löblicher Gebrauch,
Daß jeglicher das Beste, was er kennt,
Er Gott, ja seinen Gott bennent,
Im Himmel und Erden übergibt,
Ihn fürchtet, und womöglich liebt.


****    Einen schönen heiligen Abend euch    ****


Adventskalender♥️23

Dienstag, 23. Dezember 2025

 

Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, dass wir hier nur auf Mars-Mission sind? Also besser gesagt: auf Erden-Mission. Ist das wirklich so schwer vorstellbar????

Schau dir den menschlichen Körper an und in welch verschiedenen Landschaften und Klimazonen er zurecht kommt: von ganz heiß, ganz kalt, ganz trocken, ganz feucht. Und? Dafür bleibt es sich trotzdem immer das gleiche Modell: bißchen kleiner oder größer, heller oder dunkler, mal ein paar mehr rote Blutkörperchen - aber die Anpassungen sind doch recht gering in Anbetracht der völlig unterschiedlichen Umgebungen. Viel mehr braucht es Wille, Mut, bref: den entsprechenden Geist um sich unwirklichen Lebensbedingungen zu adaptieren.

Zurück zu dem bereits veröffentlichten Bild: der Körper ist unser Raumschiff. 

Das Gefühl macht das Sonnensegel: es ist für die Strom-und Energieversorgung zuständig, dadurch funktioniert der Antrieb und das Raumschiff bewegt sich. Der Kopf und unsere mentalen Fähigkeiten repräsentieren den Bordcomputer: hier wird analysiert, gecheckt und neu berechnet.

Ideal wäre folgerichtig, dass ICH der Herrscher bin über meinen Körper (mein Raumschiff), meine Emotionen (meine Energieversorgung) und meine Gedanken (der Rechner). Erst wenn ich diese drei Dinge im Griff habe (Körper, Gefühl, Gedanken), dann erst bin ich SELBSTVERANTWORTLICHER Kapitän: - in aller Freiheit und in allen Abläufen. So habe ich mir mein Raumschiff zu eigen gemacht.

Und erst dann, wenn ich diese drei *Grundausstattungen* (Körper, Gefühl, Gedanken) beherrschend im Griff habe, bin ich überhaupt erst fähig, mit meinem Raumschiff Funkkontakt zur Bodenstation - zu unserer eigentlichen Heimat - aufzunehmen: als eigenständiges Wesen. Ich empfange Ideen, Anregungen, die mir helfen, die entsprechenden Erfahrungen zu machen um mich weiterentwickeln zu können. Aber: diese vier Wahrnehmungsebenen (Körper, Gefühl, Kopf, Spiritualität) wollen miteinander im Lot sein - sonst ist das seelische Gleichgewicht gestört und ICH nicht Kapitän des Raumschiffs. Der Weg dahin ist somit voller Fallstricke, weil das Gesunde immer aufs Messers Schneide steht.


Viele aberhunderte von Jahren hat sich die Evolution Zeit genommen, um den menschlichen Körper hervorzubringen, der exakt dafür entwickelt ist, um zu irdischen Bedingungen lebensfähig zu sein. Und zwar ausschließlich zu den Bedingungen dieses Planeten! Und? Was macht der Mensch damit?

Gleichzeitig ist dieses irdischen Leben jederzeit lebensgefährlich bedroht. Jeder von uns kann jederzeit sterben. Weder gibt es eine Garantie, nicht zu verunfallen noch alt zu werden. Aber wer macht sich schon Gedanken über den Tod? Oder das, was danach kommt?

Vielleicht regt euch eines der schönsten deutschen Liebeslieder dazu an, mal darüber nachzudenken (gefallen würde es mir) - Ohrwurm garantiert:


Adventskalender♥️22

Montag, 22. Dezember 2025

 

Gerade lese ich das Buch *Geboren mit Sand in den Augen* von Mano Dayak, welches von dem nomadischen Leben der Tuareg in der algerischen Wüste erzählt. Ich mag die erste Hälte sehr. Die Schilderungen stecken voller Weisheit. Den *größten aller verbotenen Gärten* nennt Mano Dayak seine Heimat, ein Ort, an dem das Leben ständig bedroht und *der Tod dem Augenlid näher als das Auge* ist. *Verlasse ja nie die Wüste, denn die Wüste reinigt die Seele... Fern von ihr bist du taub und blind*, schärfen die Tuareg-Mütter ihren Kindern ein. Der Habib kennt die beschriebenen Landschaften gut - vielfach kreuzte er alleine durch die endlosen Weiten der sich über gigantische 6000km erstreckende Wüste. Mit leuchtenden Augen schwärmt er bis heute von den nicht verblassenden Eindrücken.

Mano Dayak wird sich weit von seinem Geburtsort entfernen. Er lebt in New York, Paris, in der Hoffnung durch mehr Bildung irgendwann seinem vertriebenen und gedemütigten Volk helfen zu können. Dort, in den Großstädten, beobachtet er die Begegnungsunfähigkeit der Menschen. *Sie zeigen nur Geringschätzung und Gleichgültigkeit. Sie wissen nicht, dass das wahre Glück darin liegt, einem anderen Menschen zu begegnen und in seine Arme zu nehmen. Ihre Wüste macht mir Angst. Man muß sagen, daß sie keinen Orientierungspunkt haben. Die Sterne leuchten so selten am Himmel von Paris. Das macht die Menschen taub und blind.*

Wie poetisch und pathetisch formuliert. Es braucht den Ausblick in die Weite des Universums und seine Sterne, um sich orientieren zu können. Wer keinen Boden unter den Füßen hat, der hat auch keinen Himmel über sich , habe ich es genannt! Oder: Man muss immer wissen, wo man ist und wo man hin will, sonst geht man tot* lautet die Habib-Erkenntnis aus seinen Wüsten-Durchquerungen - etwas, das sich generell aufs Leben übertragen läßt.

Denn nur so ist man gerüstet, für ein weiteres, mystisches Paradox. Zuerst hat man sich selbst zu lieben, bevor man jemand anderen lieben kann. Man muß erst jemand sein, um überhaupt in Beziehung treten zu keinen. Es muß einen geben, es braucht einen Stand, eine Haltung, eine innere Feste, eine klare Ausrichtung -  dann erst kann man wirklich Kontakt zu einem anderen knüpfen. Man hat sich hinzuentwickeln zu einer einsamen Nomade im Weltraum, einem Einzelwesen, einem erstarkten Menschen mit Ichkraft, einem Freigeist ohne Ego, einem Menschen mit Ehrfurcht vor sich selbst aber ohne Dünkel und Selbstanmaßung (wie es Goethe formuliert), einem wahrhaftigen Individuum, dann, ja dann kann man hoffen auf echte, fruchtbare Verbindung. 

Auf dem Weg dahin lernt man neue Gefühle kennen, wie das von universeller Einsamkeit - aber auch von universeller Verbundenheit. Ich brauche nur den Blick in den Nachthimmel und sein Sternenzelt zu erheben, in die unermessliche Weite: alles hat seinen Platz, alles folgt einer Ordnung, alles steht in Zusammenhang untereinander. Und dann stellt sich bei mir tiefe Sehnsucht ein, meinen Platz und meine Verbindung in dieses große Ganze ebenfalls einnehmen zu dürfen. Dabei sing Marlene Dietrich, die mit einem meinen Literaten-Helden zusammen war, Erich Maria Remarque, für Türchen 22 meines Liebeslieder-Adventskalenders von ihrem Bezug zu sich selbst.


Adventskalender♥️♥️♥️♥️21

Sonntag, 21. Dezember 2025

 

Listen to your heart ♥️

Nur dein Herz kann dich führen. Nur dein Herz kann Kompass sein für den Irrgarten Erde. Nur das Herz kann dich leiten zu deinem Wesenskern. Wie die meisten tiefen Weisheiten klingt das kinderleicht. Stattdessen gelingt es wenigen, dem eigenen Herzen eine Stimme zu verleihen oder Zugang zu seinem Inneren zu finden. Das Herz spricht leise zu dir. Ohne dass man Ruhe und Friede schafft, sich der eigenen, inneren Welt zuzuwenden, um sein Inneres abzutasten, wird das Herz keine Richtung weisen. Immer grätscht der Kopf dazwischen, findet bald ein Argument für diese oder jene Seite, springt wie ein Affe im Käfig, fädelt ohne Unterlaß einen Gedanken an den nächsten - der Kopf zeigt endlos Perspektiven auf aber keine Lösung.

Es gilt, Kopf und Herz - dieses Paradox - zu vereinen. Zu viel Bauch macht gefühlsdusselelig, zu viel Hirn schreddert in Details. Dabei hat das Herz Gründe, die der Kopf nicht versteht. Das bedeutet, den Verstand wird lediglich dafür benötigt, um den Herz zu helfen, sich auszudrücken. Es braucht die Mithilfe des Kopfes um zu formulieren.  Wie fühle ich mich gerade? Wie ging es mir mit der Situation? Fand ich gut, wie ich das gemacht habe? Gewissenserforschung, abends im Bett: bin ich meiner Vorstellung von mir selbst gerecht geworden? Sein eigener Kritiker und Mentor zugleich sein, vor sich selbst bestehen können*Höher als alles Vielwissen stelle ich die Selbstkontrolle, die absolute Skepsis, sich selbst gegenüber*, nennt es Christian Morgenstern.

Wer zu lange als Kopffüßer unterwegs ist, wird vom Kopfdenken nicht mehr loskommen - affektgesteuert, triebgesteuert, egozentrisch, mechanisch, gefühlstot. Wer sich darin ein Mal verfangen hat, wird den Rückwärtsgang kaum noch finden. Wenn der Herzschlag zu lange nicht mehr wahrgenommen wurde, kommen die Impulse zum Handeln nicht mehr aus dem eigenen Inneren,

Für diesen Draht zu sich selbst und seinen Gefühlen, muss man etwas tun. Regelmäßigkeit - auch eines dieser Zauberworte - consistency. Jeden Tag einen Apfel zu essen, macht den Unterschied. Jeden Tag aufs Neue danach zu streben, sich und seinen Werten treu zu bleiben, vielleicht sogar einem höheren Ideal zu dienen. Es braucht den Wunsch, liebesfähig zu werden. Es braucht Herzensbildung. Diese als Schulfach zu etablieren, davon träumt der Dalia Lama und stellt mit diesem Wunsch Ethik über  Religion. Ziel sollte sein, sich mehr als Menschheitsfamilie zu begreifen: 

*Ob wir wollen oder nicht: wir müssen miteinander leben. Geschwisterlich zusammenleben ist der einzige Weg zu Frieden, Mitgefühl, Achtsamkeit, Furchtlosigkeit und mehr Warmherzigkeit. Wenn wir voller Hass, Angst und Zweifel sind, bleibt die Tür zu unserem Herzen verschlossen. In Unfrieden mit sich und anderen zu leben, ist weder intelligent noch gesund. Über die Entwicklung unserer inneren Werte besteht aber immer die Möglichkeit, dass wir glückliche Menschen werden, eine glückliche Beziehung haben und in einer glücklichen Gesellschaft leben.*

An diese Gedanken mag ich noch Schillers *der Schlüssel* hängen, der in einem so wunderbar prägnanten wie schlichten Zweizeiler zusammenfaßt, wie eine Herzenssprache zu entwickeln ist - für alle, die wie ich mit der Hand auf dem Herz verrecken wollen moi, j'veux crever la main sur le cœur (siehe meine Hymne von Zaz)

*Willst du dich selbst erkennen, so sieh, wie die anderen es treiben,
willst du die anderen verstehn, blick in dein eigenes Herz.*

(Schiller)


****     Schönen 4. Advent euch    ****


Adventskalender♥️20

Samstag, 20. Dezember 2025

 

Was wäre denn die Alternative, also die Entscheidung GEGEN Liebe. Dass man das triebhafte Tier lebt. Situationship oder so. Dass man sich selbst immer der Nächste ist. Jeder benutzt jeden. Dass man die Sexualität benutzt, um sich in der Karriereleiter nach oben zu bumsen. Dass man sich mit Emotionen, den Schaum auf der Welle begnügt und keine Ahnung hat von der Tiefe des Ozeans. Dass man sich auslebt, als gäbs kein Morgen, als gäbs niemand anderes auf der Welt... Dass Ernsthaftigkeit eingetauscht wird gegen kurzes Vergnügen. Dass man eigene Bedürfnisse befriedigt - unerkannt und ungesehen? Ich weiß es nicht... Liebe braucht Werte; das ist ihr Anker. 

Jetzt - mit der neuen Zeit - öffnen sich neue Möglichkeiten. Polyamor, offene Beziehung oder was noch alles an Vorschlägen auf dem Tisch liegt. Frau und Mann werden sich völlig frei basteln können, was für Konstellationen sie sich wünschen - und dann schauen können, ob sie damit besser fahren und glücklicher werden. Jeder macht die Erfahrung, die er sucht. 

Ihr wißt, wie könnte ich es verheimlichen, ziehe ich ja zu gerne meinen Goethe zu rate, der zu allem was Kluges beizutragen hat. Goethe ist ein strikter Befürworter der Ehe gewesen, spielte in Wahlverwandtschaften mit der Idee, dass das Eheversprechen alle 5 Jahre erneuert werden müßte, damit Paar gar nicht erst in Schieflage gerät wie siehe Türchen 18.

Immer mit der Einschränkung man hat eine gute Partnerwahl getroffen, immer das anständige Gegenüber vorausgesetzt, dann gibt es auch in meiner Vorstellung keine idealeren Bedingungen, um sich selbst immer besser kennenzulernen, um mehr und mehr sich selbst zu sein, um gemeinsam mit einem Anderen zu wachsen, zugebend, abgebend - stetig hinwärts strebend zu einer gewandelten, besseren Version seiner selbst.


*Die Ehe ist der Anfang und der Gipfel jeder Kultur. Sie macht den Rohen mild, und der Gebildetste hat keine bessere Gelegenheit, seine Milde zu beweisen. Unauflöslich muß sie sein; denn sie bringt so vieles Glück, daß alles einzelne Unglück dagegen gar nicht zu rechcnen ist. Und was will man von Unglück reden? Ungeduld ist es, die den Menschen von Zeit zu Zeit anfällt, und dann beliebt er sich unglücklich zu finden. Lasse man den Augenblick vorübergehen, und man wird sich glücklich preisen, dass ein so lange Bestandenes noch besteht. Sich zu trennen gibts gar keinen hinlänglichen Grund. Der menschliche Zustand ist so hoch in Leiden und Freuden gesetzt, daß gar nicht berechnet werden kann, was ein Paar Gatten einander schuldig werden. Ei ist eine unendliche Schuld, die nur durch die Ewigkeit abtragen werden kann. Unbequem mag es manchmal sein, das glaub ich wohl, und das ist eben reicht. Sind wir nicht auch mit dem Gewissen verheiratet, das wir oft gerne los sein möchten, weil es unbequemer ist, als uns je ein Mann oder eine Frau werden könnten?* (Goethe)

Türchen 20 meines Liebeslied-Adventskalenders mit Wohlfühl-Sade:


Adventskalender♥️19

Freitag, 19. Dezember 2025

©Insta -Eva Maria Berg
 

Sehnsucht - eines dieser tiefen Herzschmerz-Gefühlen. Ich kenns, ich fühls. Dieses Gefühl, sich nicht ganz zu fühlen ohne den anderen. Dieses unerfüllte Bedürfnis nach Nähe zu dem Geliebten.

Zwei Gedichte fallen mir zum Thema *Sehnsucht* ein. Zum einen *Ohne Dich* von Erich Fried, in dem der Schmerz so greifbar wird weil unvollständig ohne den anderen.


Nicht nichts 
ohne dich
aber nicht dasselbe
....
Nicht nichts
ohne dich
aber vielleicht weniger
....
Nicht nichts
aber weniger
 und weniger
....
Vielleicht nicht nichts
ohne dich
aber nicht mehr viel mehr
(Erich Fried)


Und das andere Gedicht ist das bekannte Gedicht von Goethe - mein Lieblingsliebesgedicht. Wie schön, wie durch und durch romantisch und wie eigentlich logisch diese Grundidee, dass Mensch in einer polar angelegten Welt als Duo angedacht ist, als Einheit in der Zweiheit.


Gingko Biloba
....
Dieses Baumes Blatt, der von Osten
meinem Garten anvertraut,
gibt geheimen Sinn zu kosten,
wie's den Wissenden erbaut
....
Ist es Ein lebendig Wesen,
das sich in sich selbst getrennt,
sind es zwei, die sich erlesen,
dass man sie als Eines kennt?
...
Solche Fragen zu erwiedern
fand ich wohl den rechten Sinn
fühlst du nicht an meinen Liedern,
dass ich Eins und doppelt bin.
....
(Goethe)




Adventskalender ♥️18

Donnerstag, 18. Dezember 2025



Der most underrated singer-songwriter in Deutschland ist für mich Reinhard Mey. Aus seinem Werk über mittlerweile beeindruckende 500 Liedern wird seit Jahrzehnten immer nur das eine *Über den Wolken* im Radio hoch und runter gespielt, so dass es jedem zu den Ohren rauskommt. Dabei ist Reinhard Mey ein Meister der leisen Töne und feinen Beobachtungen, ein Freigeist, ein Löwenherz mit festen Überzeugungen. Sich ganz alleine auf die Bühne zu stellen und so sein Inneres zu zeugen - dazu gehört schon was!

In meiner Jugend fand ich ihn extrem uncool - wir sind schließlich hauptsächlich mit englisch sprachiger Mucke groß geworden. Aber im Geheimen hatte ich damals schon den ein oder anderen Liebling. Wie etwa das Liebeslied *Sommermorgen* oder seine Liebeserklärung *Ich liebe dich*. Und was die Liebe zu seinen Kindern angeht, kann ich kein Lied ausmachen, das *Nein, meine Söhne geb ich nicht* übertrifft oder mich ähnlich anrührt wie *Zeugnistag*.

Für das 17. Türchen meines Liebeslieder-Adventskalenders habe ich *Wir* herausgesucht. Zum gleichen Thema war auch Charles Aznavour *Du läßt dich gehen* im Rennen, der auch um seine Liebe kämpft. An *Wir* gefällt mir besonders, wie gut Reinhard Mey den schleichenden Tod der Liebe beschreibt, weil man sich im Nebeneinander aus den Augen verliert. Immer und immer wieder Aufeinander zuzugehen ist in einer Beziehung absolut alternativlos. Und muss von beiden Seiten geschehen. Nur dann bleibt man sich körperlich und geistig nah. 

Außerdem glaube ich nicht, dass man einen anderen wirklich kennen kann. Man kennt sich ja selbst nicht bis in alle Tiefen... Immer bleibt ein offener Bruch, niemand läßt sich analysieren, so dass man sich stets neu entdecken muss. Auf diese Weise gesteht man dem anderen Raum zu, sich zu entfalten, läßt Möglichkeiten zur Veränderung und versucht zu trutzen gegen sich einschleifende Mechanismen.


*Du bist ein Rätsel mir von fremder Art.
Mit allen Sinnen suche ich deinen Sinn
und finde, dass ich selbst ein Rätsel bin,
gelöst vom Zauber deiner Gegenwart.*
(Rose Ausländer)


Adventskalender♥️17

Mittwoch, 17. Dezember 2025


 

Mit der Herzschmerz-Unterrubrik könnte man lässig eine eigene Serie machen: im Nachhinein erkennt man, was man verloren hat. Zu spät. Seltsame Erfindung, oder, dass man sich erst zeitversetzt über manches bewußt wird, sogar über so etwas Essentielles wie tiefe Gefühle.

Überhaupt seltsam, wie leicht man sich an Gutes gewöhnt. Das Gute wirkt schnell so, als wäre es schon immer da gewesen. Wenn es einem schlechter geht, das spürt man sofort. Aber etwas wie zum Beispiel Gesundheit nimmt man gerne als selbstverständlich. Das zählt einfach nicht. Was man hat, das hat man. Danach muss man nicht mehr jagen, das sitzt bereits zu hause. Aber reicht das aus? Ist das genug? Die Werbung suggeriert, dass man ständig etwas Neues braucht. Mehr ist mehr. Besser ist besser. Und das Andere, das Fremde, das kennt man ja noch nicht, kitzelt vielleicht wieder ein bißchen anders, neue Besen fegen besser...

Hinzu kommt: hundert Prozent gibt es nicht, die PERFEKTE Beziehung sprengt selbst Takkatukka. Zum Rosinenbrötchen gehört nun mal ebenso das Brötchen... Wo Menschen sind, da menschelt es. Beziehung heißt immer Auseinandersetzung. Das geht selbstredend mit Konflikten einher. Dann ist Mensch zudem so angelegt, dass zu jeder Gabe, Fähigkeit, Tugend ebenso eine Kehrseite der Medaille gehört. Jeder ist bestenfalls individuell und einzigartig - da reibt man sich automatisch.

Fasse ich also zusammen:  ganz realistisch, bodenständig und unverblümt gesehen, besteht die größte Magie darin, jemanden zu finden, den man aushält und erträgt - Tag ein, Tag aus. *Du bist mir recht*, *du reichst mir aus*, lautet folgerichtig das echteste Kompliment, das es gibt - mag der Sound noch so unpoetisch und nüchtern klingen (wir reden wohlbemerkt von echten Partnerschaften und nicht von kurzen Affären). 

Letztlich dreht sich alles um das Zauberwort Zufriedenheit, eine innere Haltung! Nahezu alle Märchen enden mit dem gleichen Satz: *und sie lebten glücklich und zufrieden*. Glück und Zufriedenheit gibt es nur als Duo. Beziehungsweise im Trio mit Frieden. Aber der Friede steckt ja bereits im Wort Zufriedenheit mit drin.

Es kommt selten etwas Bessers nach, sagt der Volksmund. Wer *gut* verschmäht, wird nicht mit *besser* belohnt. Das erkennt mein Türchen 17 des Liebeslied-Adventskalenders, Silmane, der sich durchgesetzt hat gegen Georg Myle *Keine ist wie du*, Labyrinth *Jalous*, Philipp Poisel *Ich will nur*, Bruno Mars *When I was your men* oderoder...  Selbst wer den französischen Liedtext vielleicht nicht versteht, spürt seine Trauer. Die Ex ist schon lange aus dem Leben und doch kann er sie nicht vergessen, die Neue schneidet im Vergleich schlechter ab, er leidet:  * je ne l'aime pas comme toi* - ich liebe sie nicht wie dich.


Adventskalender♥️16

Dienstag, 16. Dezember 2025

 

Manchmal hat man den Eindruck, dass eine glückliche Beziehung unmöglich ist. Schaut euch doch mal um: wo sind sie denn, die glücklichen Paare?! Im Grunde kann es gar nicht klappen, irgendwie zum Scheitern verurteilt: der Alltag, der Stress, der Existenzkampf, die Hormone, die Verführungen samt Möglichkeiten, die mitgebrachten Traumata (die Dämonen), die getriggerten Punkte, die Missverständnisse, die daraus entstehenden Zweifel, das Misstrauen - und so passiert es: man scheitert und kriegt es nicht hin, obwohl man sich eigentlich mag...

Dabei wäre es - rein theoretisch - gar nicht so schwierig. Zwei Dinge müssen aber unbedingt gegeben sein - sonst wirds nix. Man braucht ein Gegenüber, das anständig und aufrichtig ist. Man kann sich anstrengen, wie man will, aber mit einer Hyäne, einem Krokodil oder Chamäleon ist es vergebene Liebesmühe. Da fehlt der gegenseitige Respekt, das endet in Machtspielen und kultiviertem Gegeneinander. Ein Zusammenleben oder gar Gleichklang wird nicht Zustande kommen. *Trau, schau wem* - niemals entscheidender als in der Partnerwahl. 

Und der zweite Punkt ist: es braucht gemeinsame Werte, denen man sich gemeinsam unterstellt. Ein gemeinsames geistiges Dach, unter welches man unterschlupft. Ohne diesen Überbau geht es ebenfalls nicht, ohne die hat keine Beziehung Bestand, Fundament und Zukunft.

Ist das gegeben - eine gute Wahl sowie Werte - dann ist der Rest eine Geschichte, die derart einfach ist, dass man sie Kindern erklären kann. So getan von Saint Exupéry in *Der kleine Prinz*. Du hat dir jemanden vertraut gemacht - man hat sich kennengelernt, angenähert, angefreundet, angeglichen - und nun bist du auch verantwortlich für diesen Menschen. Wie ernsthaft, wie willensstark du bist - das wird immer abgefragt in einer Beziehung und ist untrennbarer Teil davon, gemeinsam durchs Leben zu wollen, gemeinsam sich immer wieder zu verändern und zu wandeln.


Adventskalender♥️15

Montag, 15. Dezember 2025

 

Vor fast 10 Jahren habe ich von dem Habib-Seminar zum Thema *Rose und Lavendel* erzählt, und dass es eine Dimension gibt, die die Grenzen der Sprache sprengt - more than words. Man kann sie die vierte Dimension nennen. Diese versucht eben jenen Kräften, Energien, Prozessen habhaft zu werden, die HINTER den Worten stehen. Der Begriff alleine reicht nicht aus, um seine Bedeutung zu tragen. Die kalte Definition alleine vermag sie nicht zu beleben. Sie lassen sich nur in ihrem *Wesen* erfahren.

Man mag Liebe dank Poesie in Worte kleiden, wie man will, aber jeder muss die Erfahrung selbst machen, wie es ist, zu lieben und geliebt zu werden. Die Liebe ist eine Erfahrung. Die Liebe ist ein Erlebnis. Die Liebe ist ein Gleichklang. Ein Miteinander-Schwingen - durch Höhen und Tiefen, im Guten wie Schlechten. Zwei Wesen, die sich nicht nur näher kommen sondern sich auf diese Weise auch immer ähnlich werden, einander angleichen.

Zwei Dichterfürsten, Goethe und Rilke, kommen eben zu dieser Erkenntnis - ebenso wie alle anderen, die diesen Gleichklang bereits erleben durften.

*Zwei liebende Herzen sind wie zwei Magnetuhren; was in der einen sich regt, muß auch die andere mitbewegen; denn es ist nur eins, was in beiden wirkt, eine Kraft, die sie durchzieht.* (Goethe)


*Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt. 
Wie soll ich sie hinheben über dich zu anderen Dingen?
Ach gerne möchte ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkeln unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt,
wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Seiten EINE Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
und welcher Geiger hat uns in der Hand?*
Oh, süßes Lied

(Rilke)


Adventskalender♥️♥️♥️14

Sonntag, 14. Dezember 2025

 

Geborgenheit zählt zu den richtig schönen, deutschen Wort, mit denen man im Ausland angeben kann. Im Französischen und Englischen übersetzt man Geborgenheit mit Sicherheit. Oder familiärer Kokon. Pfffhh, im deutschen Wort Geborgenheit steckt VIEL mehr als in der nüchternen Sicherheit. Etwa das nächste wunderbare, deutsche Wort Gemütlichkeit. Schon beim Aussprechen dieser beiden Worte, Geborgenheit und Gemütlichkeit, fühlt man direkt das Kuscheln, die Nähe, die Vertrautheit, die Wärme, das Beisammensein, dicht an dicht, im Geruch des anderen. Für Geborgenheit muss man sich mögen. Dafür muss es friedlich sein. Geborgenheit ist weich, gepolstert und beschützend. 

Geborgenheit kann man wohl zu ein elementares Grundbedürfnissen nennen - was nicht gleichbedeutend ist, dass alle damit groß werden. 

Halt mich nur ein bißchen, bis ich schlafen kann, ruft nach Geborgenheit: ein kindlicher Wunsch, das Bedürfnis eines jeden Kindes nicht alleine in die Nacht zu müssen. Halte mir die Kälte vom Leib, die Dunkelheit, den Alp und alle anderen Ungeheuer. Und später im Erwachsenenalter braucht es Geborgenheit, um sich fallen zu lassen, sich zu öffnen, um sich hinzugeben. Ohne Geborgenheit fehlt das *Haus* wie bei dem Kinderspiel Fangen, um sich auszuruhen und wieder Energie aufzutanken.

Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wann ich das Lied zum ersten Mal gehört habe. Morgens, vor der Schule als der Radio-Wecker anging. Unterstufe, um den Dreh. Und es machte Eindruck auf mich als junges, unerfahrenes Mädchen. Schon schnulzig, denke ich heute, und Grönemeyer ist eigentlich nicht wirklich meins. Aber es ist der Text, der mich immernoch die Treue halten läßt und daher Türchen 14 des Liebeslied-Adventskalenders.

*** Schönen dritten Advent euch!***


Adventskalender♥️13

Samstag, 13. Dezember 2025

 

I am a miner for a heart of gold

Ganz bei Niel Young - schon ein Lieblingslied seit meiner Jugend. Die Suche nach echter Herzlichkeit wird mich ein Leben lang begleiten .

Mit Niel Young läßt sich die Liebesthematik auch wunderbar mal ein gutes Stück tiefer aufhängen - so ganz alltagstauglich. Wie postulierte Martin Buber: *Alles wirkliche Leben ist Begegnung*

Und dafür braucht es im Grunde gar nicht viel. Nur ein echtes, fühlendes Gegenüber. Ein kleiner Wortwechsel, der aufeinander eingeht, zwei Blicke, die sich treffen, ein Lächeln, das geteilt wird, eine aufgehaltene Tür... Eine gute Gesinnung, die ebenfalls nicht an jeder Straßenecke lauert, benötigt noch weniger - da funktioniert das Miteinander ganz mühelos ohne Worte.

All diese kleinen Momente der Begegnung machen, dass sich das Leben wirklich, warm, lebendig anfühlt, dass man sich wahrgenommen und gesehen vorkommt. Leben im Jetzt und Hier. Zusammen mit einem anderen, menschlichen Wesen. Viel bedarf es wirklich nicht. Und gleichzeitig doch. Für Herzlichkeit braucht es zu aller erst Herz. Sowie Wahrhaftigkeit, Aufmerksamkeit, Empathie, Achtsamkeit, Präsenz, Friedfertigkeit - alles hängt mit allem zusammen. Nichts, was jedem innewohnt, nichts, was man sich einfach aus dem Ärmel schüttelt.

*Sodann aber verlangt es einen Mal um Mal, seinem Mitmenschen zu danken, selbst wenn er nichts Besonderes für einen getan hat. Wofür denn? Dafür, daß er mir, wenn er mir begegnet wirklich begegnet ist; daß er die Augen auftat und zuverlässig vernahm, was ich im zu sagen hatte; ja, dass er das auftat, was ich recht eigentlich anredete: das wohlverschlossene Herz* (Martin Buber)


Adventskalender♥️12

Freitag, 12. Dezember 2025

 

Keine rein französische Spezialität aber die Fränzis zeichnen sich definitiv mit hoher Expertise aus: für komplizierte Beziehungen und Liebesverwirbelungen aller Art. Viel Leidenschaft, viel Drama samt Hysterie, Kapriolen und Seitensprünge - das können sie gut.

Und doch wirbelt kaum eine Kraft die Menschen so durcheinander, bricht über sie hinweg gleich einer Naturgewalt wie die gegenseitigen Anziehung. Zärtlich und poetisch besungen von Vanessa Paradis als Ständchen für Jeanne Moreau in Le tourbillon de vie - der Strudel, der Wirbelwind, der Sog der Lebens. 

Der chanson erzählt die Geschichte zweier Liebenden, die einander vom Leben in die Arme getrieben werden, sich verlieren, trennen und wieder finden - leicht zusammenzufassen in die alte, deutsche Redensart: *Alte Liebe rostet nicht*. 

Eigentlich ein wunderschönes Zeugnis dafür, dass alles, was echt ist, auch Bestand hat. Ewigkeitscharakter. Nicht wieder aus der Matrix zu löschen ist, sondern untrennbar miteinander verknüpft. Wie eine Art Bestandsschutz. Selbst wenn man sich im Strudel des Lebens kurzzeitig aus den Augen verliert, bleibt ein Band. Da mag sich die Zeit ändern, der Ort, das Alter - aber die Verbundenheit überdauert: man erkennt sich immer wieder. Was zusammengehört, läßt sich nicht trennen.

*Magnetes Geheimnis, erkläre mir das!
kein größeres Geheimnis als Liebe und Haß!* (Goethe)


Adventskalender♥️11

Donnerstag, 11. Dezember 2025

 

*Like a soul without a mind
in a body without a heart*

Eigentlich genügt ein Blick auf das Thema häusliche Gewalt, physisch wie psychisch, und keiner wird mehr bestreiten, dass das Böse überall ist. Deshalb NEIN, es ist NICHT alles Liebe (dieses abgrundtief dumme Eso-Geschwätz). Menschen, die Unrecht tun, wissen, dass sie Unrecht tun: sie tun es trotzdem. Herzlose, gewissenlose, friedlose Menschen braucht man ihre Untaten nicht erklären. Wenn man einsehen muss, dass es von hier aus nicht weitergeht, bleibt nur die Trennung. Alles hat seine Grenzen. Liebe ist eben nicht grenzenlos. Liebe hat nicht alles zu ertragen und zu erdulden - sonst wäre sie Teil der Dummheit. In meiner Welt ist Liebe jedoch Teil einer höheren Weisheit.

Merke - kosmisches Gesetz: 

Das Gute hat immer sein richtiges Maß
Ein bißchen zuviel des Guten und schon kann sich Medizin zu Gift wandeln.

Das gilt auch für *Zwangsbeglückungen* aller Art. Natürlich kenne ich den Jungmädchentraum verstrickt in dem Irrglauben, man könne den bad boy mit seiner Liebe aus der Unterwelt retten. *Meine Liebe reicht für zwei*, heißt es dann gerne. Aber irgendwann hat man zu begreifen, dass das Böse nicht verwandelt werden will. Keiner will in einer Beziehung umerzogen werden. Liebe braucht Freiheit. Liebe braucht Aufrichtigkeit. Wer Gefahr läuft, sich selbst zu verlieren in einer Beziehung, wer den Eindruck hat, dass der andere versucht, Druck und Macht auszuüben, der liebt nicht - weder den anderen noch sich selbst. 

Hier wird leicht eine der größten Stärken der Menschen zum Fallstrick: seine Fähigkeit zur Anpassung. Selbst an lebensunwirklichen Orten kann sich Mensch adaptieren, ebenso sich in Beziehungen an grausame Verhältnisse gewöhnen. Veränderungen steht regelrecht die Physik im Weg mit ihrem Energie-Erhaltungssatz und der Trägheit der Masse: jede Energieform, jedes System ist auf Erhaltung aus, das bedeutet, die Hauptenergie jedes Systems fließt in den eigenen Systemerhalt.

Doch dem steht wiederum das Leben gegenüber, das alles in Bewegung hält, Wandlung und Veränderung fordert und den Menschen dazu anregt, sich ebenfalls zu wandeln. Nur so geht Entwicklung. Dafür stehen dem Menschen gar Superkräfte zur Verfügung, jene Kräfte, die ihn über das Tier hinausheben, jene Kräfte, die alle Ketten zu sprengen vermag: die der EIGENEN Wandelbarkeit. Wer sich ändert, verändert damit automatisch auch sein Umfeld.

Jeder der bereits eine schmerzhafte Trennung durchlitten hat, weiß, dass man sich anschließend wie neu zusammensetzen, neu erfinden muss. Aber man wächst daran, man geht gestärkt aus diesem Prozeß hervor. So weh es auch tut. Für mich war einer der zentralen Wendepunkte meines Lebens, dass sich meine genetische Verwandtschaft von mir abgewandt hat. Was eine Befreiung! Lieber ein Ende mit Schrecken! Viel lieber! Denn nun weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn dir Menschen aus dem nächsten Umfeld das Wasser abgraben. Oder aber wenn du jemand an deiner Seite hast, der dir Raum, Freiheit und Unterstützung zum Wachsen läßt. Nun habe ich die Erfahrung und mit ihr den Vergleich. Dieses Bewußtsein ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Nie wieder kommt in meinen inneren Kreis, wer sich mir gegenüber nicht anständig verhält.

*Like a soul without a mind
in a body without a heart*

Dann renn!

Adventskalender♥️10

Mittwoch, 10. Dezember 2025


You're so cool - true romance kann unmöglich fehlen in meinem Liebeslieder-Adventskalender

You're so cool. Viel mehr gibt es da nicht anzufügen. You're so cool.

ADORE - der schöne Ausdruck, den es in so vielen Sprachen gibt, aber ins Deutsche übersetzt irgendwie sprattelig klingt. ADORE wallt in meinem Blut, das brauche ich, um mich lebendig zu fühlen. Doch nichts leichter als den Menschen, in den man sich verliebt hat und mit dem man durchs Leben geht, anzuschwärmen. Warum habe ich ihn denn an meiner Seite? Warum ist das denn meiner? Weil er für mich der Tollste ist - drunter mache ichs nicht!

Und klar geht man sich zwischendrin tierisch auf den Sack, granatenmäßig - so geht nun mal Alltag! Aber deshalb vergesse ich doch nicht, dass you're so cool!


Adventskalender♥️9

Dienstag, 9. Dezember 2025

 

Für Tür 9 des Liebeslieder-Adventskalenders singt Hannes Wader einen Text von Bertold Brecht: die Ballade von der Hanna Cash. Die Ballade über unerschütterliche, bedingungslose Liebe, bis zum Tor der Hölle, auf Teufel komm raus. In aller Bescheidenheit, in aller Genügsamkeit, in Entbehrung, in felsenfester Treue, in voller Verantwortung für die ein Mal getroffene Wahl. Die härteste, die raueste, die rohste Form von Liebe: einer gibt alles für den anderen. Einer wirft alles in die Waagschale, gibt sein Leben um den anderen zu begleiten, um den anderen in seiner Entwicklung auf der Erde ein Stück nach vorne zu schubsen, ihn durchzutragen.

Von außen oft schwer zu verstehen. Manchmal auch schwer zuzusehen. Es geht um Aufopferung, es ist die Widmung aller Kraft für einen anderen. Manche wachsen dabei über sich hinaus, andere scheitern. Nonnen, so wie ich sie auf dem Dorf in meiner Kindheit noch erlebt habe, widmeten ihr Leben den Dienst am Nächsten. Dienend. Haushalten in Not griffen sie unter die Arme, halfen bei der Pflege von Angehörigen, bei Schicksalsschlägen, halfen Frauen im Wochenbett...

Man denkt schnell, das wäre ein typisches Frauenthema, diese Hingabe bis über alle Grenzen hinaus. Aber ich kenne auch Männer, die schonungslos sich selbst gegenüber alle Energie für ihre Familie geben. Ich denke, gefährlich wird es, wenn dieser Beistand bis zur *Selbstvergessenheit* geht.  Ab da wird es bedrohlich. Denn wer keinen Boden mehr unter den Füßen hat, der hat auch keinen Himmel mehr über sich. Wer sich selbst verliert, übertreibt seinen Einsatz und vergißt die erste aller Aufgaben: die der Selbstverantwortung, die Fürsorge für sich selbst. 

Gut veranschaulicht durch das Bild eines abstürzenden Flugzeugs. Die Sauerstoff-Masken fallen runter und zuallererst muß jeder selbst wieder sicher atmen, bevor er rechts und links Hilfestellungen leisten kann. Andererseits sind solche Geschichten auch oft verwoben mit Gepäck aus alten Leben, Mitgebrachtes, Familien-Karma... Urteilen darüber ist also kompliziert. Und wie so oft auf Erden liegt die Wahrheit auf Messers Schneide. Alles so leicht wackelig. Ich kenne Beispiele, die überragend leuchten, und welche, die das Fürchten lehren. *Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe* (Goethe).


Adventskalender♥️8

Montag, 8. Dezember 2025

 

*Ich habe das Gefühl, die Hälfte an Interessantem zu verpassen, weil sein doch anderer zusätzlicher Blick fehlt* befindet Inès aka Frau Kaltmamsell, die alleine auf Reisen ihren Herrn Kaltmamsell vermisst.

Eine Aussage, die ich so nachfühlen kann. Seit 25 Jahren erweitert der Habib meinen Blick auf die Welt. Viel mehr als nur eine zusätzliche Perspektive macht mir der Habib mit seiner ganz anderen Sicht sowie seinem außergewöhnlichen Erfahrungshorizont viel größeren Räume auf, die ich seither noch nicht einmal erahnt habe. Das Leben ist spannender geworden, forschender, ernster, strenger, sinnvoller, lichter, weiter, bedeutender... Homöopathische Menschenkunde hat überhaupt erst mit ihm begonnen. So hat sich an dem Reiz, zusammen mit ihm im Café zu sitzen und Menschen zu beobachten, in all den Jahren in keinster Weise abgeschliffen. Im Gegenteil. Je länger wir unsere Feldforschung zum Thema *Mensch* zusammen betreiben, umso fester wird die Erkenntnis der unterschiedlichen Geister. Das bleibt so faszinierend, großartig, vielfältig wie zu Beginn! Sämtliche *kosmischen Gesetze*, die ich in den letzten Tagen mit euch teile, leite ich nur weiter - von ihm zu euch. Kein Gespräch mit dem Habib, aus dem ich nicht einen erhellenden Gedanken mitnehme. Und wie immer, wenn man von jemanden die Augen geöffnet bekommt, blinzelt man erstaunt, dass man das Offensichtliche nicht schon viel früher gesehen hat.

So erging es mir eben, als wir über diesen Song geredet haben, der mich schon seit der Jugend begleitet - in der Version von Carole King. Erst dank dem Habib habe ich verstanden, worum es in dem Song eigentlich geht. Da ist das Thema der Ungewissheit: trägt die Nacht auch durch den Tag? Aber woher kommt die Unsicherheit? Man teilt einen intimen, tiefen Moment mit einem anderen, aber wie lange hält er an? Länger als der Rausch? Rausch - untrennbarer Teil meiner Jugend... 

Tja, ich hatte übersehen, dass die Illusion, die dem Alkohol zu eigen ist, der eigentliche Grund darstellt, an der Echtheit der Gefühle zu zweifeln. So erinnert mich dieser Song nun heute daran, wie froh ich bin, dank meinem Habib vom Alkohol weg zu sein. Definitiv einer der größten Wendepunkte in meinem Leben. Und ohne das Zusammentreffen mit dem Habib wäre ich vom Trinken wohl nicht wieder losgekommen - so wie alle anderen, die damit einmal angefangen haben. Nichts intensiviert das Leben mehr wie Nüchternheit. Und je länger ich ausnüchtere, umso mehr kann ich meiner Wahrnehmung trauen. Diese gewonnene Stabilität ist mir derart teuer, dass kein Rausch mehr locken kann.  


Adventskalender♥️♥️7

Sonntag, 7. Dezember 2025

 

Dieses Lied, bzw. dieses Cover, ist mir wieder in die Hände gefallen im Zuge meines Liebeslieder-Adventskalenders. Das hatte ich schon ewig nicht mehr gehört. Nahezu vergessen. Ich mag es so sehr, dass es den Platz des 2. Advents erhält. Wie schön ist der Text. Wie ungekünstelt.

Dein ist mein ganzes Herz
du bist mein Reim auf Schmerz

Direkt erste Assoziation ist das Zitat von Tolstoi aus *Krieg und Frieden*, welches mich seit diesem Jahr begleitet: Mit dir zu leiden soll mein größtes Glück sein - Ich schätze diese ganz andere Bewertung von Leid als unumgänglicher Teil des Lebens. Eben das glatte Gegenteil dieser absurden Fit-for-Fun-Mentalität. Mit festem Willen versuche ich Leid seither tapferer und klagloser zu tragen. Alle fühlenden Wesen haben auf der Erde damit umzugehen. Mit dieser Haltung meistert man zu zweit nahezu alles, denn

wir werden wie Riesen sein
uns ist die Welt zu klein

Zwei, die einander vertrauen, sind eine Superkraft! Die Kraft der zwei Herzen, Nährboden, Samenkorn, Keimzelle, Brandstifter für mehr Licht und Wärme, die sich von da aus weiter ausbreitet. Ganz ehrlich: was nimmt mehr Einfluß auf die Biographie eines Menschen als welchen Menschen man an seiner Seite hat. Wem der Himmel helfen will, dem hilft er durch die Liebe, heißt es. Dem richtigen Menschen zu begegnen, den man durchs Leben begleitet, eine gute Beziehung, einen Vertrauten als Ratgeber - was ist entscheidender als das? Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist (Goethe).

Und direkt landen wir bei einem weiteren kosmischen Gesetz:

Nur das harmonische Leben ist in der Lage, sich weiterzuentwickeln.

Das sollte jedem einleuchten, der bereit ist, darüber nachzudenken. Wer mit Bullshit abgelenkt ist, benötigt seine ganze Energie für eben diese Bewältigung. Da bleibt nicht viel übrig für Transformation, geistiges Streben, Selbstüberwindung, Selbstdisziplinierung, Willensstärkung, gemeinsames Wachstum... Aber wenn im inneren Kreis Friede und Harmonie herrscht, dann lernt man momenteweise fliegen!


Adventskalender♥️6

Samstag, 6. Dezember 2025

 

Laut einer Umfrage von Parship glauben zwei Drittel der Menschen an Liebe auf den ersten Blick, ein Drittel will es sogar selbst erlebt haben. Wobei ich das letzte Drittel für übertrieben halte. Ich glaube, dass die Liebesgeschichte von deutlich weniger Paaren auf diese Weise beginnt. Weil viel lebende Beispiele kenne ich nicht. Genau genommen ein einziges. Dabei sammle ich schon lange Kennenlerngeschichten - ihr wißt Bescheid! Aber ganz sicher träumen viele davon - Team Romantik definitiv! Mehr Magie geht wohl auch nicht. Beide erkennen sich im gleichen Moment auf den ersten Blick! Der ganz große Knall! Und ich halte dieses Erkennen für ein Wiedererkennen. Ein Wiedersehen. Weil ich von Reinkarnation ausgehe - alles andere macht keinen Sinn. Beide wissen auch im gleichen Moment um die Bedeutung und die Tiefe dieser Begegnung. Ohne jede Zweifel aneinander. Man knüpft an Früheres, Vorausgegangenes an. Funkelnder als so können zwei Menschen nicht starten, um gemeinsam durchs Leben zu gehen.  


Deine Seele, die die meine liebet,
ist verwirkt mit ihr im Teppich-Tibet
.
Strahl in Strahl verliebte Farben
Sterne, die sich himmellang umwarben
.
Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit
maschentausendabertausendweit.
.
Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron
wie lange küßt dein Mund den meinen wohl
und Wang die Wang bunt geknüpfte Zeiten schon?
     (Else Lasker-Schüler)


Den chanson  *les yeux revolver*  kennt in Frankreich wirklich jeder. Den können heute immer noch alle genauso mitsingen wie *La maladie d'amour* von Michel Sardou. Für Tür 6 des Liebeslieder-Adventskalenders hat *Les yeux revolver* den Vorzug bekommen:

 Sie hat Revolver-Augen, sie hat einen Blick der tötet, sie hat zuerst gezielt, ich bin getroffen, es ist um mich geschehen...

Hach, maximale Romantik!