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gewußt wie - Zwiebelgratin best ever

Samstag, 5. November 2011

Bei Nata habe ich die Tage kommentiert, dass ich das ja irgendwie witzig an dem Jamie finde, dass in seinen Rezeptetiteln die Wertung seines Gerichtes und wie man das zufinden hat, gerne gleich mit drinne ist. So ambivalent die Haltungen zu Jamie sind, finde ich sein Engagement für *Hey, Leute, kocht doch einfach selbst* RIESIG! Und ich bin mir sicher, wir, Jamie und ich, würden uns im echten Leben gut verstehen. Schon allein, weil ich mit seiner Frau gut könnte. Eine, die ihre Kinder nach einem ganzen Blumenfeld nennt, sucht keinen Streit. Und ich bin ebenfalls friedliebend, solange man mir nicht blöd kommt. Und Blumen mag ich :)!

So unrecht hat er ja nicht, der Jamie. Machen wir uns nichts vor, wir sind Verkäufer. Ein lasches: *ich hab da ein Rezept mit Zwiebeln, finde ich voll lecker*, Kinners, das wird ein Ladenhüter. So wird das nichts. Ich halte es da mit Jamie und lasse meine ganze Flohmarkt-Erfahrung in meinen Blog mit einlaufen ;O). Was einem selbst gefällt (oder mal gefallen hat - Beispiel Flohmarkt), hat man auch zu loben. Und wenns mir am Tisch schmeckt, dann steckt das meist genauso an wie kichern und gähnen... Daher: voilà - le meilleure gratin aux oignons nach diesem hier, bei uns prima kombiniert mit Kartoffelpü und einem bunten Salat.
Zutaten:

4 rote Zwiebeln, geschält, geviertelt
(oder auch gemischt mit anderen Zwiebelsorten)
Olivenöl
Salz/ Pfeffer
8 Thymianzweige, die abgezupften Blätter
2 Knoblauchzehen, geschält in Scheiben geschnitten
1 kleines Weinglas Weißwein
4 EL Crème fraîche
50g Gryère (m: Comté) gerieben
50g Parmesan, gerieben

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Zwiebelviertel aufblättern und in eine etwa DIN-A4-große Gratinform füllen. Mit einigen Schuss Olivenöl beträufeln, mit 1 Prise Salz und Pfeffer würzen, dann den Thymian und den Knoblauch hinzufügen. Gründlich durchmischen und den Weißwein dazugießen.

Die Form mit einem Stücl doppelt gelegter Alufolie fest verschließen und für 45 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben. Herausnehmen und die Folie entfernen, anschließend die Form für weitere 15 Minuten in den Offen schieben, bis die Zwiebeln leicht karamelisieren und ein helles Goldgelb annehmen.

Jetzt die Crème fraîche unterziehen und den Gruyère und den Parmesan über die Zwiebeln streuen. Die Ofentemperatur auf 180° herunterschalten und das Gratin einfach noch etwa 15 Minuten in Ruhe lassen, bis es golden schimmert. Genial! Sie können es gleich essen oder auch abkühlen lassen und später kurz unter dem Grill aufwärmen.
Quelle: Jamie Oliver - Besser essen mit Jamie

Blattgemüse nach ...

Freitag, 1. Juli 2011

... Jamie Oliver. Bei Katha von esskultur wurde durch das Küren von Lieblingskochbüchern auch eine Disksussion über Jamie Oliver losgetreten. Nun habe ich über den ja auch schon gefrozzelt. Sehr gut hat mir Kathas Haltung zu ihm gefallen. Viele von Jamies Rezepten sind sicher kein Geniestreich, sondern schon ultra schlichte Küche. Wenn unser eins sich aber bereits über die ein oder andere Seite in Kochbüchern von Jamie wundern muß, was wird der sich erst anhören müssen von gelernten Köchen! 

Insofern muß ich mich für soviel Eigensinn begeistern. Sich derart gegen das Degenerieren und das Entfernen von der Natur zu stellen, das hat was von Don Quijote - une âme rebelle. Denn auch ich denke, dass es Jamie eher darum geht, zu zeigen, dass ein bißchen Schnippeln und Rühren jeder kann, und es keinen Grund gibt, sich von der Industrie ernähren zu lassen.

So könnte ich euch locker den ein oder anderen Schwank erzählen, von Menschen, die wir im Garten stehen hatten, die Tomatenpflänzchen für Unkraut und Wirsing für Salat gehalten haben. Das soll nicht schnippisch sein; bis vor einiger Zeit kannte ich Melde zum Beispiel auch nicht, das meint nur: Ohne etwas Naturkunde wird Kochen schwierig.

Daher zeige ich heute dieses in seiner Purheit durchaus als mutig zu bezeichnende Rezept von Jamie (das Kochbuch aus dem es ist, bekommt von mir allerdings keine Kaufempfehlung - da hat die Gegenfraktion in ihrem Argumenten ja recht -  auch wenn seine Frau Jools dort auf einigen Bildern sehr süß aussieht ;)
Zutaten:

2 große Hand voll Mangold
2 große Hand voll Chicoree oder anderes Blattgemüse
m: Roten Beten-Blätter, Melde, Spinat
Olivenöl
2 große Knoblauchzehen, geschält, in feine Scheiben
Salz, Pfeffer
2 große Hand voll Rucola (m: 1 kleine Hand voll)
1/2 Zitrone 

Zubereitung:

In einem großen Topf Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen bringen. Die gewaschenen Blätter in zwei-drei Minuten al dente kochen, dann in einem Sieb abgießen.

In einem ordentlichen Schuß Olivenöl die Knoblauchscheiben knusprig braten. Nun den gekochten Mangold und das andere Blattgemüse dazugeben. Würzen, umrühren, bis das Gemüse ganz von dem würzigen Öl umhüllt ist.

Nach einer Minute von der Kochstelle nehmen, Rucola dazugeben und Zitronensaft hineinpressen. Erneut abschmecken und sofort servieren.
Bocksriemenzunge - eine der letzten blühenden Wildorchideen
Quelle: Genial Kochen mit Jamie Oliver - Besser Kochen mit Jamie gefällt mir um einiges besser

Süße Kirschtomaten und Würste aus dem Ofen

Sonntag, 19. Juni 2011

Klingt schwer rustikal, oder? Klar, SO kochen Engländer! Vor vielen vielen Jahren war ich mit einer Freundin im südlichen England. Dort haben wir entdeckt, dass man nach einer halben Packung hiesigen Toastbrotes auch locker noch die andere Hälfte davon packen kann, dass Majo in JEDEN Salat muss und das Karaoke kein mögliches Abendprogramm ist, sondern zur Kultur gehört. Muss ich erwähnen, dass es in zwei Wochen dort 14 Tage geregnet hat. WIE kann man in einem solchen Land leben??? Aber bevor ihr nun anfängt, mit Tomaten auf mich zu werfen, kochen wir lieber damit. Und zwar nach einem Rezept von Jamie Oliver. Der ist Engländer und kann trotzdem kochen - grobes Späßken ;o)! 
 
In Jamie Oliver würde ich mich jetzt nicht verlieben (gibts überhaupt so richtig adrette Fernsehköche?), aber ich habe festgestellt, dass der Jamie eigentlich ganz zünftig kocht. Also mit relativ wenig Zutaten und diese auch gerne schmort. Voll mein Geschmack! Da seh ich großzügig drüber hinweg, dass er Engländer ist. Jaaaa, ich hör ja schon auf... ist wirklich nur gekitzelt ;o)! Schließlich wollte ich mir auch nicht vorstellen, dass es keine Essigchips geben könnte - Essigchips *seufzz* - wo bekomme ich die nur mal wieder her?? Oder eine Malerei ohne Präraffaeliten oder die wunderbare englische Gartenkunst mitsamt ihren traumhaften englischen Rosen...
Die Tomatenmenge habe ich halbiert, die Gewürze aber gleich belassen. Zur Mengenangabe von Olivenöl und Balsamico äußert sich Jamie nicht genau, ich habe angegeben, wieviel ich verwendet habe. Ein schönes, schnelles Schmorgericht, das genügend Platz für unseren vielen kleinen Tomaten bietet.Bei uns gabs die Rosmarinpolenta in der ungebratenen Fassung von mipi dazu. 
Zutaten: 
1kg reife Kirschtomaten (wenn möglich in verschiedenen Farben) 
je 2 Zweige Rosmarin, Thymian und Lorbeer 
1 EL getrockneter Oregano
3 Knoblauchzehen
6 würzige grobe Schweinswürste (m: 3 Chipolatas, 3 Mergues) 
3 EL Olivenöl+ 
11/2 EL Balsamico 
Salz, Pfeffer 

Zubereitung 

Den Ofen auf 190° vorheizen.

Die Tomaten in einen Bräter geben, in dem sie dicht an dicht zusammensitzen. Die Kräuterzweige, das Oregano, den Knoblauch und die Würste dazugeben und alles großzügig mit Olivenöl und Balsamico-Essig übergießen - gründlich durchmischen. Nach dem Mischen sollen die Würste auf den Tomaten liegen und eine halbe Stunde im Ofen backen.

Nun den Bräter rütteln, die Würste umdrehen und weitere 15-30 Minuten backen - je nach gewünschter Bräune der Würstchen.

Sind die Würste gar, hat sich eine würzige, tomatige Sauce gebildet, die man noch auf dem Herd einköcheln kann, wenn sie für den eigenen Geschmack zu dünnflüssig ist (dazu die Würste solange entfernen).

Dazu paßt Baguette, Reis, Kartoffelbrei oder Polenta.


Als Tip gibt Jamie: sollten Reste übrig sein, kann man die hacken und als dicke Pastasauce verwenden.