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angeworben: Apfelkuchen überhaupt und Apfel-Sandkuchen nach Lafer

Sonntag, 22. Oktober 2017


Kann man zu viele Apfelkuchen-Rezepte haben? NEIN - niemalsnie! Aber am Schluß gibt es auch solche Ungeheuerlichkeiten wie Menschen, die keine Äpfel mögen...

Äpfel habe ich immer - und damit meine ich wirklich immer - im Haus. Sie sind für mich (so wie für den Habib Bananen) ein absolutes Grundnahrungsmittel, und sie wachsen zum Greifen nahe vor unserer Haustür. Jeder Tag beginnt mit einem Apfel - ein obligates MUSS in meinem begleitenden Obstsalat zum Porridge. Wie wir alle wissen, reicht bereits ein Biss aus, um aus dem Paradies vertrieben zu werden und nach englischem Volksmund schrumpft ein täglicher Apfel den medizinischen Doktorgrad zur Überflüssigkeit. 

Der Verzehr von Äpfeln erfrischt den Atem, vitalisiert das Nervensystem, beugt der Hautalterung ebenso entgegen wie jedem Anzeichen von Burnout und last but not least fördern die Inhaltsstoffe von Äpfeln das Wachstum von Gehirnzellen. Schön wärs, oder? Ich schaue mir ja von der Werbung ab, dass in diesem Métier die Produktgrenzen willkürlich gesprengt werden dürfen. Schaut euch mal diese Canon-Werbung an. Oder? Was soll das bitte für eine Message sein? Dass ich in dunklem Regenwetter neben Pferden auf der Koppel herrennen kann?

Mit der Großmutter habe ich manchmal - wenn ich das Wochenende bei ihr verbrachte - fern geschaut. So laut, dass die Nachbarn gegenüber wußten, was lief (die Oma hörte nicht mehr so). Da drehte sie sich in einer Werbeunterbrechung zu mir und frage nach einem Spot: *Und was hat das mit Butter zu tun*. Das bleibt mir ewig

Meine absolute Lieblingswerbung ist ja aktuell diese hier: der Wimpern Booster - der *stärkt das natürliche Wachstum der Wimpern*. Wer glaubt solch einen Schwachsinn? Wer? Und was, wenn das nachher so richtig funktioniert? Wie in dem *Asterix und Obelix* in dem der Trank von Miraculix das Haarwachstum der Römer beschleunigt. Nachher muß ich mir aus meinen Wimpernhaaren einen Dutt machen... Kinder, nein, nein, das ist keine Produktinformation, das ist haltlose Werbung.

Bei diesem Apfelkuchen bin ich mir nicht sicher, ob das bereits ein Blog-Buster ist. Gibt man ihn ein in die Suchmaschine, dann hat es fast den Anschein - tja und dann bräuchte er überhaupt keine Vermittlung mehr. Meine Ausgangsmuße ist Kathi und spätestens als sie von *Lieblingsapfelkuchen* spricht, bin ich angeworben. Ich kann nur bestätigen: ein ausgesprochen feiner Apfelkuchen, der mir am nächsten Tag - wenn er durchgezogen ist und der Boden dabei dennoch knusprig bleibt - besonders gut schmeckt.

Verwendet habe ich mein Lieblingsgewürz für süße Stücke, das ich mir erstmalig beim Zupf-Schuedi zusammen mahlte, um anschließend unzählig darauf zurückzugriffen.

Zutaten - Springform Ø 20cm/ Brownieform 28x18cm:

Mürbeteig:
80g Butter, weich
30g Rohrzucker (zu Staubzucker gemahlen)
1 TL Gewürz-Pulver
150g Weizenmehl (m: T55)

Sandmasse:
2 Eier
Prise Salz
150g Butter, weich
120g Rohrzucker (m: mit Vanille)
1/2 Zitrone, Abrieb davon
150g Weizenmehl (m: T55)
1 TL Backpulver (m: Weinstein)

Belag:
4-5 Äpfel
25g Butter, weich
2 EL Rochzucker
eine handvoll Mandelblättchen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen und eine Springform Ø 20cm oder eine Brownieform mit Backpapier auslegen.

Für den Mürbeteig Butter, Puderzucker, Gewürze und Mehl mit dem Knethaken oder per Hand zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in die Form geben und mit einem Löffel oder der Hand gleichmässig verteilen und glatt streichen. Die Form in den Kühlschrank geben.

Nun die Äpfel schälen, viertel, das Kerngehäuse entfernen. Die Oberseite mehrmals mit einem Messer fein einschneiden.

Für den Sandkuchen die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen, zur Seite stellen. Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, dann die Eigelbe nacheinander unterrühren. Ebenso die Zitronenzesten. Mehl und Backpulver vermengen und auf die Masse sieben, unterrühren. Nun ein Drittel des Eischnees per Hand unterrühren, den Rest vorsichtig unterheben. Die Form aus dem Kühlschrank holen und die Sandmasse auf dem Mürbeteigboden verteilen.

Die Äpfel nun gleichmässig auf der Sandmasse verteilen, leicht andrücken. Die Butter für den Belag zerlassen und die Äpfel damit bepinseln. Zucker über dem Kuchen verstreuen, optional auch die Mandelblättchen.

Den Kuchen im Ofen für etwa 45 min. backen, bis er goldbraun ist, Stäbchenprobe machen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und dann aus der Form holen. Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.

*Anmerkung m: Ich habe den Zucker in der Sandmasse etwas runtergekürzt - absolut süß genug für uns.



So viele Lieblinge. Auf meine Tarte Tatin bin ich besonders stolz, das wißt ihr. Aber auch die Tarte mit dem Lea-Linster-Karamell ist eine Bank, der Apfelkuchen mit Mohn zählt gar zu meinen meist geklicktesten Rezepten, und die Goldmarie-Variante mag ich auch sehr. Vier Rezepte sind mit meinem heißgeliebten Apfelmus - ihr seht: genug zu entdecken


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Mesclun mit Parmesanblinis und Granatapfelkernen

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Kaum fällt ein französisches Wort, klingt der simpelste Schnittsalat nach erlesenem Geschnipsel:  Mesclun - falls ihr vorhabt, mit verschiedenem Grün wuchtig zu tun.

Auch die Parmesanblinis sind vorallem Blendwerk - sie machen sich nebenher und sind dennoch eine hübsche Salatbeigabe. Mir ist lediglich etwas zu viel Mehl an den Teig geraten, weil ich die Menge nicht richtig im Kopf behielt. Dabei stellte ich fest, dass die Originalmenge für 4 Personen eh zu viel des Guten wäre - hier also die angepaßte Version (dafür mit etwas schiefen Zahlen). 

Der Spielfreude ist auch hier mal wieder keine Grenzen gesetzt, schließlich handelt es sich um ein schlichtes Grundrezept. Also wie wärs mit noch etwas Thymian in den Blinis? Oder Chili-Flocken? Oder Ras el Hanout? Oder Vollkornmehl?
Zutaten 4P:

50g Parmesan, frisch gerieben 
2 Eier 
2 1/2 EL Mehl 
1/2 TL Backpulver 
Salz, Pfeffer 
Öl zum Braten (oder Butterschmalz)

1/2 Granatapfel
2 EL Walnussöl
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Schalotte, fein gewürfelt
4 Hände Mesclum-Salat

Zubereitung:

Den Mesclun waschen und trocken schleudern. Die Granatapfelkerne aus der Schale lösen. Die Schalotte fein würfeln, mit Essig und Öl zu einer homogenen Vinaigrette verquirlen, salzen, pfeffern.

Den Parmesan reiben. Mit Ei, Mehl und Backpulver, sowie Salz und Pfeffer gut vermengen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und mittels einem kleinen Löffel den Teig in die Pfanne setzen und kleine Blinis goldgelb ausbacken.

Zusammen mit dem Salat anrichten und servieren.  
Quelle: Johann Lafer

Verfechten: Auberginen-Picatta auf Spaghetti mit Paprikasauce

Freitag, 26. August 2016

Heute mache ich es mir einfach. Ich nutze eine Art Feuerwehrleiter, in die ich mich einreihe und den Eimer einfach weiterreiche. Besser treffend wäre eigentlich das *Reise nach Jerusalem-Spiel*, denn ich saß bereits schon ganz am Beginn des Spiels auf einem Stuhl. Aber bevor ich es jetzt ins Komplizierte treibe, wo ich mich doch der Einfachheit verschreiben wollte (zu der man an schönsten Sonnentagen eh IMMER aufgerufen ist), greife ich zurück, auf das, was schon da ist. Der schöne Satz von Ulma, den Stepanini hochhält, gefallen in dem Interview bei Okka, für das ich wiederum Ulma bei Okka vorgeschlagen hatte, der da lautet:

„Muss ich jetzt mal anführen, dass freilich nicht immer alles eitel Wonne ist? Klar. Aber ich bin eine entschlossene Verfechterin der ganz bewussten Wertschätzung dessen, was gut ist. So einfach ist das.“

Ganz genau! Eine Aussage, die ich hiermit nochmals unterstreiche. Denn der Gedanke knüpft sich sowieso ganz hervorragend an diesen hier an. Das Gute ist meist so leise, so unauffällig, so selbstverständlich. Das Bewußtsein braucht für die Bewußtwerdung des Guten einen weit größeren Aufwand wie für das Schlechte, weil es oftmals aus sich selbst herraus das Gute erst ins Bewußtsein heben muß. Versteht ihr, was ich meine? Wenn dir jemand auf den Fuß steht und die Zehen brüllen, dann weiß das Bewußtsein gleich Bescheid. Wenn Dir jemand versucht, den Rücken frei zu halten, damit du mehr Luft für alles andere hast - registrierst du das im gleichen Augenblick? Man kann es also gar nicht oft genug betonen wie simpel man sich zur Zufriedenheit erziehen kann dank der *ganz bewußten Wertschätzung dessen, was gut ist!* Jawohl!

Und das kann so wenig sein und so einfach. Was ist eigentlich gut, fragt sich Katja gerade. Auf unseren Reisen läßt sich das oft auf ein minimalistisches Elaborat runterköcheln: schmerzfrei, satt, sauber, und ein sauberes Bett - so leicht kann der Himmel auf Erden sein. Auch auf Madagaskar.

Bei der Paprikasauce greife ich ebenfalls auf altbekanntes, die bereite ich immer wieder ähnlich zu, weil so gut und so einfach. Lediglich die Picatta nach Lafer sind brand new auf diesem Blog. Die Geschmackssinne lassen das Bewußtsein nie im Stich: sehr, sehr lecker diese Kombi, das sieht man sogar, oder?
Zutaten:

2 rote Paprikaschoten
Harissa
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
einige Thymianzweige
1 Schuß weißer Portwein
2 EL Olivenöl
250 ml Gemüsefond
150 ml Sahne (m: weniger)
etwas Zitronenschale
Salz, Pfeffer

1 große Aubergine
50 g Parmesan
2 Eier
Pflanzenöl zum Ausbacken

ca. 200 g Spaghettini
ca. 4 TL Basilikumpesto
Nach Belieben frittierte Basilikumblätter zum Garnieren
(m: letzteres weggelassen)

Zubereitung:

Paprika halbieren unter den heißen Grill legen bis die Haut schwarze Blasen wirft. In ein feuchtes Tuch einschlagen, abkühlen lassen, schälen und klein schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und mit den Paprikastücke sowie dem Thymian in heißem Olivenöl andünsten. Das Ganze mit einem guten Schuß Portwein ablöschen. Gemüsefond und Sahne angießen. Alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Min. köcheln lassen (m: gen Ende ein Stück Zitronenschale in die Sauce gegeben und ca. 4min mitköcheln lassen - dann entfernen). Danach die Soße fein pürieren, durch ein Sieb passieren (m: nicht gemacht) und mit Salz, Pfeffer kräftig abschmecken.

Aubergine waschen und in etwa 1 cm breite Scheiben schneiden. Diese von beiden Seiten salzen und ca. 20 Min. ruhen lassen.

Parmesan fein reiben und mit Eiern mixen. Auberginenscheiben nochmals halbieren, mit einem Tuch trocken tupfen, pfeffern und in etwas Mehl wenden. Dann durch die Eier-Parmesan-Mischung ziehen und in heißem Pflanzenöl in einer großen Pfanne von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Spaghetti in kochendem Salzwasser bissfest garen. Anschließend abschütten, jeweils eine Portion mit einer Gabel aufdrehen und in die Mitte von tiefen Tellern verteilen. Soße schaumig aufmixen (m: nicht gemacht), um die Nudeln gießen, gebackene Auberginen auf die Nudeln setzen. Etwas Basilikum-Pesto um die Nudeln träufeln und nach Wunsch mit frittierten Basilikumblättern garnieren.
Quelle: Johann Lafer

Aufheiterung: Erbsenravioli mit Zitronen-Kapernsauce

Freitag, 15. Juli 2016

Jeder hat seine eigenen Mittel, um sich seine Welt aufzuheitern, wenn Wolken eintrüben.

Stimmungskanone Nummero 1 ist für mich die Natur: sich in eine Wiese setzen, Weite um sich, Marienkäfer zugucken, den Geruch von Heu in der Nase, frische Luft zum Schnaufen - das hilft immer.

Im Winter in der Stadt habe ich mir früher oft meine beste Freundin geschnappt, bin mit ihr zum Frauenbadetag in die Sauna und wir haben auf Harem gemacht. Was wurde da immer geschnattert - der Herr Bademeister hatte keine Chance, Ruhe in die Aufgüße zu bekommen. Sehr entspannend das Ganze.

Oder der Garten. Die Zen-Station überhaupt. Eine Weile mit den Händen im Dreck wühlen und schon sind alle Sorgen dieser Welt auch nur Teil des Unkrauts.

Mit dem Habib über die Tiefen des Menschseins nachzudenken, über Abgründe, Krankheit, Werte, über das was gesund und heilig ist - ohja, das relativiert mir vieles.... auf wohltuende Art.

Manchmal betreibe ich gepflegten Eskapismus. Und niemand könnte mir dabei schneller weiterhelfen als Guido Maria Kretschmer und eine Runde Shopping Queen. Bagatelle vermengt mit Heiterkeit. Und Guido bringt mich immer zum Lachen! Mit dieser aktuellen Woche bin ich eh' überzeugt, dass Rostock zu den guten Städten zählt.

Die Musik lautstellen und eine Runde im Wohnzimmer um sich selbst drehen... 

Könnte ich mit dem Finger schnippen, dann würde ich mir einfach so eine Sommerwoche mit Alba wünschen (ein Link, der über Slomo zu mir gefunden hat). Was ein Sonnenschein! Wenn eine Tochter, dann eine wie Alba! Und mit der fröhlichen, dreijährigen Alba hier in den Flüssen planschen - herje, das wäre ein Spaß! Ach, alleine das Filmchen macht wunderbare Alba-Stimmung!

Kulinarisch gibts in puncto Erheiterungen Möglichkeiten wie Sand am Meer. Etwas Süßes macht keine Situation der Welt schlechter. Etwas mit Schokolade etwa. Oder mein Winterseelenschmeichler ein Grießbrei. Oder eine Suppe. Oder - absolute Allzweckwaffe - frische Pasta, bzw. die Steigerung davon *gefüllte, frische Pasta*. Da geht die Sonne auf am Eßtisch - wie auch nicht?
Zutaten 2P:

Nudelteig:
90g Mehl
70g Hartweizenmehl
1 Ei
2 Eigelb
1 El Öl
Salz

Erbsenfüllung:
120g Erbsen, tiefgefroren
2 Schalotten
30g Butter
Salz, Muskatnuss
Zucker

Sauce:
1 Schalotte
50ml Weißwein
50m Gemüsebrühe
100ml Sahne
100g Zuckerschoten
1/2 Zitrone, Abrieb davon*
1 EL Zitronensaft
1 EL Kapern
1 EL Petersilie, gehakt
1 EL Crème fraîche

Zubereitung:  

Mehl, Hartweizenmehl, Ei und Eigelb, Olivenöl und Salz zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde kühl stellen.

In der Zwischenzeit die Erbsen in kochendem Wasser ca. 2 Minuten blanchieren, abgießen und abschrecken. Die Erbsen in einem Küchentuch gut auspressen, damit die Füllung nicht zu feucht wird.

Die Schalotten schälen, in feine Würfel schneiden und in der Butter so lange braten, bis die Butter eine nussbraune Farbe hat. Die Erbsen mit den Schalotten und der Butter im Mixer pürieren, mit Salz, Muskat und Zucker abschmecken. Das Erbsenpüree durch ein feines Sieb streichen und kühl stellen. (m: nicht durch ein Sieb gestrichen).

Schalotte schälen, in feine Würfel schneiden und in der Butter glasig dünsten. Mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen. Die Sahne zugeben und die Sauce auf die Hälfte einkochen lassen.

Die Kapern, die Petersilie, den Zitronenabrieb und die Crème fraîche in die Sauce geben und diese zugedeckt warm halten.

Nacheinander den Nudelteig zu einer dünnen Teigplatte ausrollen. Das Erbsenpüree mit einem Teelöffel in kleinen Portionen im Abstand von ca. 5 cm auf die Teigplatte setzen. Das Ei verquirlen und den Teig zwischen den Häufchen damit bestreichen (m: restliches Eiweiß verwendet). Die zweite Hälfte des Nudelteigs ebenfalls dünn ausrollen, auf die vorbereitete Teigplatte legen und leicht andrücken. Mit einem Messer oder einem Teigrad Ravioli (mit 5 cm Kantenlänge) ausschneiden und die Ränder gut festdrücken. (m: vorneweg den Pastateig in Quadrate geschnitten und dann zu Ravioli verarbeitet). Die Ravioli in reichlich kochendes Salzwasser geben, die Hitze reduzieren und die Nudeln im leicht siedenden Wasser offen ca. 4 Minuten garen.

Zeitgleich die geputzten und je nach Größe halbierten oder gedrittelten Zuckerschoten in Salzwasser ca 3min garen und in kaltem Wasser abschrecken. Zur Sauce geben und erwärmen.

Die Ravioli herausnehmen, gut abtropfen lassen und mit den Zuckerschoten und der Zitronen-Kapern-Sauce servieren.

*Anmerkung m: Original gibt Lafer die filetierten Zitronenfilets einer Zitrone mit in die Sauce. Ich dachte, es würde uns zu sauer, aber im Nachhinein beurteilt paßt das bestimmt gut.
Quelle: Johann Lafer

Ein dreifaches Hoch auf die Apfelernte

Sonntag, 12. Oktober 2014

Was ist ein Garten ohne Apfelbaum? Von Paradieszeiten an gehört ein Apfelbaum zur Garten-Grundausstattung. Damit es bei Verführungen aller Art nicht am Apfel scheitert, stehen in unserem Garten sogar verschiedene Sorten. Diese bescherten uns dieses Jahr eine größere Ernte, als wir jemals verbrauchen können. Daher gilt: Nein, man kann unmöglich genügend Apfelkuchen-Rezepte haben. Oder überhaupt schöne Ideen rund um den runden Apfel.

Durch dreierlei Rezepte buk ich mich diese Saison bereits und *arbeite* die Hitliste von oben nach unten für euch ab. Beginnend mit dem Apfelstrudel nach Johann Lafer samt seiner Vanillesauce. Selbstredend ohne Rosinen - wer verdirbt sich denn diese knuspernde Köstlichkeit mit diesen Schrumpeldingern?
Damit die Äpfel nicht zu Mus zerfallen, gelten die gleichen Regeln wie für die Tarte Tatin. Mit diesen Äpfeln werdet ihr mit Sicherheit gut fahren. M. Lafer schlägt für seinen Apfelstrudel Boskop vor. Alors, ihr habt die Wahl.

Bei mir galt vorallem: Hauptsache Äpfel verschaffen, denn so vollbehangen wie die Bäume sind, so wurmstichig sind sie leider auch. Ach, es ist immer was. Daher wollten viele Äpfel so schnell wie möglich verbraucht werden und brachten mich in Zugzwang. Getrocknete Apfelringe mit Zimt etwa. Wieso habe ich nur derart lange damit gewartet. Der ausgewählte Apfel ist zwar elementar für den Genuß (nicht zu sauer, nicht zu süß), bestreut mit Zimt.... suppi! Logo, Apfelmus muß jedes Jahr sein. Aber da habe ich euch bereits unten meine einschlägigen Apfellieblinge rausgesucht. Und bitte gerne her mit euren liebsten Apfelrezepten... Ich kann unmöglich genug gute Anregungen haben!
Zutaten:

Vanillesauce
125ml Milch
125ml Sahne
50g Zucker
Mark 1 Vanilleschote
2 Eigelb

Für den Strudelteig:
200 g Mehl
2 EL Öl
120 ml Wasser
Salz

Für die Füllung:
1 kg Äpfel
1/2 Zitrone
60 g Mandelstifte (m: Blättchen)*
60 g Semmelbrösel
50 g Rosinen (m: weggelassen)
3cl Apfelbrand (m: Rum)
50g Butter
80 g Zucker (m: Rohrzucker)
1 TL Zimt

80 g Butter zum Bestreichen (m: weniger benötigt)

Zubereitung:

Für die Vanillesauce Milch mit Sahne, Zucker und Vanillemark aufkochen. Die Eigelbe in einer Schüssel verquirlen. Heiße Sahnemischung langsam unter ständigem Rühren zu den Eigelben gießen. Die Mischung wieder zurück in den Topf geben und bei schwacher bis mittlerer Hitze so lange rühren, bis die Sauce dicklich-cremig geworden ist. Durch ein Sieb passieren und zugedeckt abkühlen lassen. Im Kühlschrank vollständig erkalten lassen.

Für den Strudelteig aus dem Mehl, Öl, Salz und dem lauwarm erhitztem Wasser einen homogenen Teig herstellen - dabei sorgfältig geknetet (gerne bis 10min) . Den Teig zu einer Kugel formen, mit Öl bestreichen, abdecken und im Kühlschrank für ca. 2 Stunden ruhen lassen.

Währenddessen werden für den Apfelstrudel die Äpfel (am besten Boskop) geschält und und in dünne Scheiben (oder Stifte) geschnitten. Damit die Apfelscheiben nicht braun werden, diese mit Zitronensaft beträufeln. Die Rosinen (wer meint) mit Apfelbrand marinieren (m: etwa 2 EL Rum zu den Apfelschnitzen gegeben):

In einer Pfanne die Butter schmelzen, darin Mandelstifte und Semmelbrösel rösten. Am Schluß den Zucker darüber karamellisieren lassen. Mit Zimt würzen.

Den Backofen nun schon auf 200 °C vorheizen. Den gekühlten Strudelteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, dann über einem sauberen Küchentuch mit den Handrücken sehr dünn ziehen (das Tuch sollte durch den Teig sichtbar sein).

In einem Topf die Butter schmelzen und den Strudelteig dünn einstreichen. Die Semmelbrösel bis zur Hälfte auf dem Strudelteig verteilen. Dann die Mischung mit den Apfelscheiben auf den Teig geben und die Teigränder aussparen. Die Seitenränder ca. 3-4 cm einschlagen, damit die Apfelfüllung nicht auslaufen kann.

Jetzt den Strudelteig langsam einrollen. Dazu wird das Tuch am Rand leicht angehoben und der Teig von außen nach innen eingerollt. Der Apfelstrudel soll möglichst fest und kompakt werden. Den gerollten Strudel vorsichtig vom Tuch auf ein ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Der Apfelstrudel wird jetzt noch mit dem Rest der geschmolzenen Butter bestrichen. Anschließend den Apfelstrudel ca. 20 bis 25 Minuten backen auf der mittleren Schiene.

Der Apfelkuchen  mit Puderzucker bestäuben (wer mag), noch warm in Stücke schneiden und mit der kalten Vanillesauce servieren. Bon, Vanilleeis ginge auch - dieses etwa ...

*Anmerkung m: Mandelstifte sind die bessere Wahl, hatte ich aber nicht vorrätig...
Die Mädels von Valentinas Kochbuch wissen, wie man schwärmt. Ich habe direkt Feuer gefangen für den Apfelschichtkuchen nach Annik Wecker. Die Fränzis waren davon schwer beeindruckt: allein die Höhe! Was Könnerschaft. Da kommt die Tarte nicht mit. Meinten sie. Tja, aber geschmacklich erhält er von mir gerade mal mittelmäßige Noten: ein durchschnittlicher Omi-Apfelkuchen. Kann man auf jeden Fall mal backen, ich muß es aber kein zweites Mal tun. Daher wird er hier nur erwähnt. Den Zucker habe ich hälftig mit Vollrohrzucker und Rohrzucker ersetzt.

Viel mehr liegt mit diese einfache Tarte, die ich ähnlich schon öfters bei französischen Freunden gegessen habe. Ein Blätterteig (bien sûr hausgemacht), ein Glas Apfelmus (250g - das gute oftengeröstete), soviel Äpfel darauf geschnitzt wie sich nebeneinander reihen lassen, mit etwas Marmelade (m: Aprikose) bepinselt - und mehr brauchts weder an Zucker noch an Sonstigem...


Meine Bloglieblinge für süße Rezepte mit Apfel für euch zusammengekrustelt - gerne als Tauschangebot für eure Lieblinge:



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http://salzkorn.blogspot.fr/2013/05/schwing-in-den-tag-bircher-musli-ma.html

Schöner leben mit Pasta: Ratatouille-Maultaschen

Dienstag, 12. August 2014

Ratatouille ist lautmalerisch bereits ein wunderschönes Wort. Geht prima als Tiername durch (spätestens seit dem gleichnamigen Zeichentrickfilm), notfalls, aus Ermangelung besserer Ideen, vielleicht sogar als Kosename. Als Gericht ist es aufs engste mit dem Sommer verknüpft. Und genau dieses Sonnengemüse kann man natürlich - warum auch nicht - in Nudelteig verpacken. Das hat sich der Johann fein ausgedacht. Oberfein. Und weil Maultaschen die größten, gefüllten Nudeln sind, geht das Herstellen besonders schnell.

Eigentlich fällt mir auch gar nicht sehr viel mehr ein, was ich zu den Ratatouille-Maultaschen schreiben könnte. Jeder kennt schließlich Ratatouille. Vermutlich nur nicht als Maultaschen. So gings mir auch. Und genau so, genau nach diesem Rezept, wird das ein köstliches Essen. Ich könnte mich jetzt lediglich in einer Art Dauerschleife wiederholen: köstlich-köstlich-köstlich.

Ein Gericht, das man sich merken darf, wenn vegetarische Freunde zum Essen eingeladen sind. So geht kulinarisches Verwöhnen. Bei mir mit frischer Pasta ja prinzipiell und überhaupt ...
Zutaten:

Nudelteig
100g Weizenmehl
100g Dinkeldunst
2 Eier
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Füllung
2 kleine grüne Zucchini
1 Aubergine
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
2 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
(m: 5 Zweige Thymian)
30 ml Olivenöl
1 El Tomatenmark
Salz
Pfeffer 
Chili aus der Mühle (m: Harissa)
2 El Semmelbrösel
1 Ei (Kl. M)
1 Eigelb (Kl. M) zum Einstreichen
(m: Wasser benutzt)

Oliven-Schmelze
100 g Butter
50 g Semmelbrösel
50 g schwarze Oliven (ohne Stein)
(m: einige halbierte Kirschtomaten)

Zubereitung:

Die Zutaten für den Nudelteig wie üblich sorgfältig zu einem homogenen Teig, der nicht zu weich ist, verkneten und mindestens für 2 Stunden kalt stellen.

Das Gemüse Zucchini, Aubergine und Paprika waschen. Paprika halbieren, entkernen, und mit dem Sparschäler schälen. Zucchini ebenfalls schälen (m: nicht geschält, da aus dem Garten), von der Aubergine die Enden kappen. Nun alles Gemüse fein würfeln. Ebenso den Knoblauch schälen und fein würfeln. Rosmarinnadeln und Thymianblättchen ebenfalls fein hacken.

In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Gemüsewürfel zusammen mit dem feingehackten Gewürzen anbraten. Das Tomatenmark unterrühren und mit. mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Harissa abschmecken.

In eine Schüssel das Gemüse etwas abkühlen lassen, dann Semmelbrösel und Ei untermengen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Nudelteig (m: mit Hilfe meiner Marcato ausgerollt auf Stufe 6 von 7, dann von Hand weiter gearbeitet) auf Bahnen von 30 x 15 cm dünn ausrollen. Eigelb mit 2 El Wasser verrühren. Im Abstand von etwa 4 cm je 1 Eßlöffel der Gemüsefüllung setzen. Die Ränder mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und die beiden langen Seiten über die Füllung klappen (m: Wasser benutzt, dann muß aber äußerst sorgfältig gearbeitet werden, damit die Maultauschen auch wirklich verschlossen sind).

Den Teig zwischen den Füllungen mit einem Holzstiel oder den Fingern gut andrücken und die Maultaschen mit einem Teigrädchen trennen. Maultaschen mit der Hand etwas flachdrücken, damit die typische Form entsteht.

In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Maultaschen darin 8-10 Minuten ziehen lassen. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Semmelbrösel darin goldbraun anrösten.

Oliven hacken, unter die Semmelbrösel mischen und mit Salz würzen. Die Maultaschen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in der Schmelze  wenden.
Quelle: Johann Lafer - aus *Der große Lafer*

Ein Kürbis reicht für mehr: Kürbisgnocchi mit confierten Kirschtomaten und Salbei

Montag, 14. Oktober 2013

2013 ist für mich das Gnocchi-Jahr. Es gab sie dieses Jahr nun schon mit Bratkartoffeln, mit Erbsen, mit Süßkartoffeln, mit Basilikum und mit Rote Bete.

Mit Gnocchi und Nocken bin ich noch lange nicht durch - dafür esse ich sie zu gerne. Und stimmt das Rezept, ist aus dem Teig schnell zwei Stränge geformt, von denen man die Gnocchi abschneidet und ins Wasser wirft. Klingt wesentlich aufwendiger als es ist.

Kürbis-Gnocchi zählten allerdings zu genau der Sorte Gnocchi, mit denen ich meine schlechtesten Erfahrungen gemacht hatte. Ein Mal sind sie mir im Wasser einfach nur zu Suppe zerfallen. Ein anderes Mal wiederum waren es kleine, mehlige Gummibällchen.

Wie ich nun öfters verlautet habe, bin ich rundherum zufrieden mit dem Johann Lafer-Rezept. In all seinen Varianten - auch ohne zu zögern mit meinem angeschnittenem Kürbis. Achtet man darauf, dass man den Kürbis in wirklich wenig Wasser gart, braucht man ihn nicht zusätzlich in einem Tuch ausdrücken - ein guter Trick, wenn der Kürbis zu wässrig geraten sein sollte.

Mir hat dieses Essen ganz wunderbar geschmeckt. Kürbis, Salbei und Tomaten aus dem Garten, bzw. dem Gewächshaus und das verwandelt in einfache, selbstgemachte Hausmannskost. Könnte ich ständig essen.
Zutaten 2P:

Gnocchi:
150g Kartoffeln, mehligkochend
250g Kürbis (Muskat oder Hokkaido)
1 Eigelb
75g Mehl
25g Parmesan, frisch gerieben
Salz, Pfeffer
Muskat  

600g Kirschtomaten
einige Blätter Salbei
Oilvenöl
Parmesan, frisch gehobelt
Salz, Pfeffer 
1Pr Zucker

Zubereitung:

Ofen auf 150° Umluft vorheizen.

Die Kirschtomaten halbieren. In einer Gratinform die Kirschtomaten mit Olivenöl und dem kleingeschnittenem Salbei vermengen. Salzen und pfeffern.

Im vorgewärmten Ofen etwa 25min confieren.

Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Wasser knapp bedeckt aufsetzen. Die fertig gegarten Kartoffeln abgießen und noch heiß pellen. Die gepellten Kartoffeln zweimal durch eine Kartoffelpresse drücken.

Den Kürbis waschen, entkernen und grob würfeln. Einen Topf mit etwa 2cm hoch Wasser füllen, die Kürbiswürfel darin bei geschlossenem Deckel weich garen. Den Kürbis in ein tuch geben und gründlich auspressen (m: war bei mir nicht notwendig). Kürbisfleisch mit Hilfe einer Küchenmaschine fein pürieren.

Die durchgepressten Kartoffeln mit dem Kürbispüree, dem Mehl und dem Eigelb zu einem glatten Teig mischen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat abschmecken. Zuletzt den Parmesan untermischen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 2cm dicken Rollen formen. Mit eine Messer in 2cm lange Stücke schneiden. Wer mag formt nun noch nach mit den Händen zu kleinen Kugeln und drückt mit einer Gabel den Gnocchis ein Muster auf. Sie über ein geriffeltes Gnocchibrett zu rollen, wäre natürlich ebenfalls eine schöne Möglichkeit.

Die Gnocchis in leicht kochendes Salzwasser geben. Wenn sie nach oben steigen, mit einer Schöpfkelle herausheben und in kaltem Wasser abschrecken. Auf einem Teller zwischenlagern, bis alle Gnocchis fertig sind - dadurch leicht abtrocknen lassen.
Den Ofen auf 180° hochschalten, die Gnocchis auf die confierten Tomaten setzen, mit Parmesan überstreuen und nochmals solange in den Ofen stellen, bis der Parmesan geschmolzen ist.
Quelle: Kürbisgnocchi - Johann Lafer

Ausnahmsweise in passender Frist darf das bei Wolfgangs kugelrundem Event mitmachen:
Blog-Event XCII - Alles was rund ist (Einsendeschluss 15. Oktober 2013)

Die Giovanni-Johann-Kooperation: Basilikum-Gnocchi mit Kirschtomaten und weißen Bohnen

Montag, 2. September 2013

WAS, das gibts doch nicht, der Laffi kannte Gios Oma - war das erste, was ich spekulierte, als ich dieses Rezept im* Der große Lafer* sah. Wie klein die Welt doch ist und wie ähnlich viele Gerichte. Die Zutaten sind nahezu verwunderlich identisch (nur Kartoffeln anstelle von Pasta) und können also nur das gleiche, erfreuliche Geschmacksergebnis bringen.

Diese Lafer-Gnocchis sind schlicht wunderbar. Das schätze ich so am Nachkochen: ich kann geradeaus darauf losschwärmen. Das Rezept ist völlig gelingsicher, die kleinen Kugeln werden fest, ohne nur ansatzweise zu fest zu sein und weich geradezu fluffig, ohne die Form zu verlieren. Ich nehme völlig bedenkenlos das Wort *perfekt* in den Mund.

Auch halte ich dagegen, dass Gnocchis zu Recht den Ruf haben, kapriziös und extrem aufwendig in der Herstellung zu sein. Paßt das Rezept (und das von Lafer paßt zu 100%), mischt man den Teig, rollt dünne Stränge, von denen man kleine Stücke abschneidet, diese nach Laune nochmals in der Handfläche rollt und ins Wasser wirft. 

Fertig gekocht genießt man in vollen Zügen den Spätsommer: eine große Dosis frisches Basilikum und die süßesten Kirschtomaten des Jahres.
Zutaten 2P:

Gnocchi:
250g Kartoffeln, mehligkochend
1 Eigelb
125g Ziegenfrischkäse (original: Ricotta)
75g Mehl (evt. 25g plus)
25g Parmesan, frisch gerieben
Salz, Pfeffer
Muskat  
1 großer Bund Basilikum

100g weiße, getrocknete Bohnen
200g Kirschtomaten
(m: einige fêves)
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt (original: 1 rote Zwiebel)
Oilvenöl (oder Basilikumöl)
1-2 EL Aceto balsamico bianco
frische Basilikumblätter
Parmesan, frisch gehobelt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die weißen Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in reichlich Wasser (ohne Salz) bei milder Hitze in etwa 1 Stunde (evt. etwas länger) weich garen. Abgießen und auskühlen lassen. 

Den Knoblauch fein würfeln und die Tomaten halbieren.

Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Wasser knapp bedeckt aufsetzen. Die fertig gegarten Kartoffeln abgießen und noch heiß pellen. Die gepellten Kartoffeln zweimal durch eine Kartoffelpresse drücken
Die Basilikumblätter abzupfen und mit dem Ziegenrischkäse in einer Küchenmaschine fein pürieren. 

Die durchgepressten Kartoffeln mit dem Ziegenfrischkäse, dem Mehl, dem Eigelb und dem Parmesan zu einem glatten Teig mischen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat abschmecken. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 2cm dicken Rollen formen. Mit eine Messer in 2cm lange Stücke schneiden. Wer mag formt nun noch nach mit den Händen zu kleinen Kugeln und drückt mit einer Gabel den Gnocchis ein Muster auf. Sie über ein geriffeltes Gnocchibrett zu rollen, wäre natürlich ebenfalls eine schöne Möglichkeit (m: hier mit den Handflächen rundlich gerollt).

Die Gnocchis in leicht kochendes Salzwasser geben. Wenn sie nach oben steigen, mit einer Schöpfkelle herausheben und in kaltem Wasser abschrecken. Auf einem Teller zwischenlagern, bis alle Gnocchis fertig sind - dadurch leicht abtrocknen lassen.
Die Gnocchis zusammen mit den weißen Bohnen, dem Knoblauch und den Kirschtomaten in Olivenöl in einer Pfanne warm schwenken. Auf einem Teller mit Basilikum und Parmesan anrichten. Den Balsamico darüber träufeln, salzen und pfeffern.

Laffer serviert dieses Gericht kalt als Salat - bei uns gab es diese Gnocchis warm als Mittagessen.
Quelle: Johann Lafer *Der große Lafer*