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Kulinarischer Adventskalender: Linzerschnitten

Samstag, 1. Dezember 2012

Wie schön, den Kulinarischen Adventskalender dieses Jahr eröffnen zu dürfen. Ich freue mich sehr, bei diesem traditionellen - und für mich schönstem aller - Events den Anfang zu machen.

Kulinarischer Adventskalender 2012 mit voll vielen Gschänkli - Türchen 1Wer liebt schließlich keine selbstgebastelten Adventskalender? Oder kann man dem Spaß daran tatsäschlich entwachsen? Also für mich rangiert der von Hand gewirkte Adventskalender direkt nach der extra für mich selbstgemixten Musik-CD. Und nichts anderes ist und will der Kulinarische Adventskalender unter der charmanten Schirmherrschaft von Zorra. Die bastelt quasi die Säckchen und wir Blogger füllen sie für euch Leser (abgesehen von den viele zu gewinnenden Geschenken, die es ja auch noch gibt)

Entschieden habe ich mich für mein Türchen für Plätzchen - ganz klassisch. Noch stehen wir schließlich ganz am Anfang der Adventszeit und voll in den Startlöchern für die Weihnachtsbäckerei. Kein geringeres als das Rezept für eine meiner Lieblingsplätzchen halte ich für euch parat. Binnen kürzester Zeit waren sie weg und ich mein bester Kunde gewesen. Zum Verschenken muß ich sie glatt nochmals backen.

Ich stehe ja total auf Linzertorte in den Wintermonaten. Habe ich einen Plätzchenteller mit verschiedenen Plätzchen zur Auwahl vor mir, greife ich IMMER zuerst nach den saftig, mit Marmelade gefüllten. Wer nicht? Nur sind diese hier wesentlich lässiger zu produzieren (viel lässiger als ich dachte) als die meisten anderen gefüllten, denn man schneidet sie einfach aus einer einzigen Platte mit dem Messer zu. 

Beachten solltet ihr, dass ihr den Teig genügend durchgekühlt habt. Außerdem hilfreich war für mich, mir die Maße des fertigen Teigs mit einem Bleistift auf dem größeren Backpapier anzuzeichnen. Bevor ich den Teig zur endgültigen Größe ausgewellt habe, wurden die Ränder von mir begradigt und die Abschnitte mit etwas Wasser in die Mitte geklebt - und dann fertig ausgerollt. Was soll ich noch weiter sagen als: BEST OF - FÜR EUCH VON MIR!

Alors, liebe Leser, ich wünsche euch ein schönes erstes Adventswochenende, viel Freude am Kulinarischen Adventskalender und eine friedvolle und stimmungsreiche Adventszeit!
Zutaten:

350 g Mehl
200 g gemahlene Haselnüsse
120 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 große Msp Nelke, gemahlen
2 Msp Zimt
1 große Msp Kardamom 
2 EL Kirsch
250 g weiche Butter
250 g Konfitüre (Himbeer, rote Früchte oder Johannisbeergelee
m: Himbeer-Johannisbeermarmelade)
Mehl zum Ausrollen
1 Eigelb
2 EL Puderzucker zum Bestäuben

Zutaten

Mehl, Haselnüsse, Zucker, Ei, Salz, Gewürze, Kirsch und Butterflöckchen erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teig halbieren und jede Portion in Frischhaltefolie einwickeln. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Aus Backpapier zwei Bögen à 30 x 36 cm zuschneiden. Die Teigportionen nacheinander auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rechtecken von 20 x 25 cm Größe ausrollen. Die Teigplatten auf die Papierbögen legen und den Teig weiter, möglichst in der Größe des Backpapiers ausrollen. Eine Teighälfte mit dem Backpapier auf ein Backblech ziehen, mit der Gabel mehrmals einstechen und mit der Konfitüre bestreichen. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die zweite Teighälfte genauso ausrollen und auf dem Backpapier ebenfalls ca. 20 Minuten kalt stellen (eher länger). Den Backofen auf 200 Grad (180°C Umluft) vorheizen.

Aus dem zweiten Teigboden mit einem sehr kleinen Plätzchenausstecher (hier Sterne) kleine Formen ausstechen (m: nicht zu dicht/ nochmals 10 Minuten kalt gestellt). Diese Teigplatte mit dem Backpapier umgedreht auf den mit Konfitüre bestrichenen Teig legen und das Backpapier vorsichtig abziehen. Die gelochte Teigoberfläche mit Eigelb bestreichen und mit den ausgestochenen Teigstückchen (hier Sterne) belegen. Die gefüllte, doppelte Teigplatte im Backofen auf der untersten Schiene ca. 16-18 Minuten goldbraun backen.  Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und in ca. 4 cm große Quadrate schneiden. In einer Dose aufbewahren.
Quelle: leicht abgewandelt nach Brigitte Pläztchen-Heft 2011/ auch zu finden bei der zauberhaften Alex

Einweihung zum 4.Advent

Sonntag, 18. Dezember 2011

 
Heute werdet ihr in mein Linzer-Geheimnis eingeweiht. Ich sags lieber gleich: NICHT original. Also alle in Linz Geborenen mit Rezept noch von der Uroma dürfen diesen Kuchen gerne anders bezeichnen...

Wie ja bereits erwähnt bin ich jetzt nicht die Anmutigste unter den Geduldigen. Daher liegt es nun rein gar nicht in meiner Natur eine Linzertorte zu backen, die dann irgendwann nach Tagen der Lagerung nicht mehr im Mund staubige Brösel hinterläßt. Und nichts schlimmer als eine trockene Linzer. Nein, ich habe getüffelt, nennt mich Jean Pütz (ja immer noch ein potenter Mann ;O) und hier ist sie, die Linzer, die so aus dem Ofen kommt, wie ich sie haben wollte: schön feucht oder gatschig. So bezeichnet es ein Auslandsdeutscher-Freund von uns, der zwei Täler weiter wohnt und dessen Mutter Konditorin ist. Und genau der meint zu dieser Linser: Fies! Und kann davon drei Stück hintereinander vertilgen (der kann aber auch allgemein viel Süß - daher sind die drei Stück in Klammern).

Mich erinnert meine Linzer an den Film *Scarface*, in dem als oberste Maxime eines jeden Dealers gilt: Konsumiere deinen eigenen Stoff nicht! Bei diesem Kuchen führe ich mich regelmäßig an der Nase herum, und schneide in kleinen, dünnen Stücken doch mehr am Tag runter, als mir lieb ist. Wie die Rouge-Trinker aus den winzigen Weingläsern, die am Ende des Abends vergessen haben mitzuzählen, aber ja nur kleine Gläser getrunken haben. Obacht, Kinners, ich sag nur Obacht!

Natürlich dürft ihr euch auch um den Clou berrauben und den Kuchen einfach durchbacken - dafür 5-10 Minuten länger im Ofen stehen lassen.
 
 
Zutaten:

250g Mehl
250g gemahlene Nüsse
(m: halb Haselnuss, halb Mandel)
250g Zucker*
250g Butter, kalt
1 Ei
2 EL Kakao-Pulver
1/2 TL Nelke, gemahlen
1 TL Zimt
2-3 EL Kirschwasser
1 Prise Salz
1 EL Öl (Sonnenblume)

4 EL Marmelade
(m: Johannisbeer-Himbeer)**

1 Eigelb, eine Prise Salz, etwas Milch 
 
 
Zubereitung:

Ofen auf 170°C (Umluft) vorheizen.

Aus allen Zutaten zügig einen homogenen Knetteig herstellen (mithilfe des Knethakens der Küchenmaschine), dabei die Butter in Flöckchen einarbeiten - den Teig nicht überkneten! Dann den Teig in Folie wickeln und kalt stellen.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten. 2/3 des Teige ausrollen in Größe des Bodens. Diesen auschneiden und in die Form legen - ein Rand wird nicht hochgezogen. Den Boden mit Marmelade bestreichen.

Nun den restlichen Teig ausrollen, etwa 1/2 cm dick und Kreise ausstechen. Aus den Kreisen jeweils mit dem gleichen Ausstecher drei Kreissegemente ausstechen (s. Bild) und die Mann-Mobilia-mäßig auf dem Kuchen anordnen. Für den Rand die gleichen Kreissegmente dachziegelartig hintereinander weg auflegen. Man kann natürlich auch Gitter legen, Sterne oder Herzen ausstechen und damit verzieren...

Das Eigelb mit Salz und etwas Milch bestreichen und die Oberfläche der Linzertorte damit bestreichen. Auf der zweiten Schiene von unten bei 170° (Heißluft) - 35-40 Minuten backen.
 
Tipp: Aus dem Restverschnitt lässt sich manchmal ein kleines Tartelette backen.

*Edit 2014: Zucker nehme ich mittlerweile 220g Rohrzucker und ein Glas Marmelade à 200g 
 
Quelle: eigenes Rezept - und ja, man wills kaum meinen, die Engelchen wurden seinerzeits von meinen eigenen Händen mit Liebe gewirkt und zu Weihnachten verschenkt.

Heute wie stets wird mit den Süßen der IS der Sonntag versüßt - heute sammelt Nina aka Fräulein Text, und alle Köstlichkeiten vereint hier