Posts mit dem Label Cashews werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Cashews werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Fundstücke: vegane Kartoffel-Mais-Chowder

Dienstag, 15. Oktober 2024

 

Wer bei uns urlaubt, den verweise ich immer auf die Wochenmärkte hier. Und wenn man nur eine Woche hat: zumindest einer der Märkte ist Pflicht. Hier findet für mich das konzentrierte, französische Landleben statt, das ganze Savoir-Vivre an einem Ort. Wie an den Marktständen die Bauern mit ihren Kunden plaudern, wie die Marktbesucher mit Genuss Obst und Gemüse wählen und erlesen, die Cafés drumherum, von denen das ganze Geschehen beobachtet werden kann, während man entspannt an einem Croissant knabbert... das alles ist für mich durch und durch Südfrankreich.

Hinzu kommt die Fruchtbarkeit der Drôme, die sie ihrem mediterranen und alpinen Mischklima verdankt - was mit einer Fülle und Vielfalt an unterschiedlichen Produkten einher geht, für die die Drôme Anbaugebiet ist. Viel Obst und Gemüse ist daher nicht nur sonnengeküßt, sondern hat auch nie eine Kühlkette gesehen: und das schmeckt man.

Der dritte Faktor, der einen Marktbesuch unumgänglich macht, sind die Kleinerzeuger hier. Einzelkämpfer, manchmal als Team zu zweit, manchmal auch als Lebensgemeinschaft bieten an ihren Tischen das an, was sie kultivieren - das ist übersichtlich, das ist Bio, von bester Qualität und an Frische nicht zu toppen. Unnötig zu erwähnen, dass ich immer bei den gleichen einkaufe...

Regelmäßig wie ein Uhrwerk besuchen der Habib und ich mindestens 2 Märkte pro Woche. Ich liebe die Marktbesuche. Ich liebe es, mit diesen hochwertigen Lebensmitteln zu kochen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht allen ganz genauso geht...



Was nur noch selten zu finden ist bei diesen Ständen ist Mais. Bei unserem Erdbeer-Dealer - der mit den Mara de Bois - habe ich Glück. Die ersten bereite ich ganz schlicht zu: kochen und dann knabbern mit etwas Butter und Salz.

Spätestens mit der Ottolenghi Polenta aus frischem Mais sollte man den Riesen-Unterschied entdeckt haben zu frischem Mais und Dosenmais. Und gleiches gilt auch für diese Chowder. Man sollte zwingend frischen Mais dafür verwenden - das macht diesen Eintopf um ein Vielfaches besser.

Cremig wird er zum einen durch die eingeweichten und pürrierten Cashews,zum anderen weil ein Drittel des gegarten Gemüses ebenfalls püriert wird. Das mag ich, weil man beides zugleich hat: was zum Beißen und trotzdem Suppen-Feeling. Dazu gab es einen Brotkeeper: Marlas Herbstlaib

Ein dickes Merci geht raus an Sabine für die Inspiration - das war nun eines der ersten Rezepte, die ich auf ihre Empfehlung nachkochte... weitere folgen. Es zeigt sich immer wieder, dass wem es an meinem virtuellen Tisch schmeckt, bei dem schmeckt es mir umgekehrt auch :)


Zutaten 2P:

2 frische Maiskolben
2 Karotten (m: teils Kürbis-Rest)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Kartoffeln (m: Mona Lisa)
1 Stück Sellerie
Gemüsebrühe
50g Cashews (über Nacht eingeweicht)
2 Lorbeer-Blätter
Salz, Pfeffer
Pimenton de la vera
Apfel-Esssig
Tamari Soja-Sauce
Sonnenblumen-Öl
Petersilie

 

Zubereitung:

Mit einem großen, scharfen Messer die Maiskörner vom Kolben runterschneiden. Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Ebenso die Karotten und die Sellerie. Petersilie von den Stielen befreien und die Blätter fein wiegen, die Stiele zur Seite legen.

Die eingeweichten Cashews abtropfen lassen und in der Küchenmaschine dann zu feinem Mus pürieren.

Die Zwiebel fein würfeln und den Knofi fein hacken. In Sonnenblumenöl zuerst die Zwiebel glasig dünsten, dann den Knofi zufügen. Nun das restliche Gemüse zufügen, Lorbeer-Blätter untermischen und mit Gemüsebrühe knapp bedecken. An den Rand (fürs spätere leichtere Entfernen) die Petersilien-Stängel auflegen. Etwa 15 - 20 min köcheln lassen..

Lorbeer-Blätter entfernen, ebenso die Petersilien-Stängel. Etwa einen Drittel des Eintopfs in den Blender geben und pürieren.

Jetzt alles vermengen: Cashew-Mus, pürierte Suppe zum Eintopf geben. Salzen, pfeffern, abschmecken mit Tamari und Apfelessig.

Zum Servieren mit Petersilie und Pimenton de la vera bestreuen.

 

Inspiration: Sarahs vegan Kitchen

 

WG-Eis... oder so

Donnerstag, 26. Juli 2018


Hätte ich ein Kind haben wollen, dann hätte ich mir alle Daumen gedrückt, dass mir ein solches wie der Sohn von Ute und Achim zugeteilt wird. Eines, das mit roten Backen zuhört, wenn etwas erklärt wird oder sich mit großer Begeisterung auf die Vogelwelt stürzt und Fragen über Fragen hat... Ich bin eindeutig verknallt.

In Beschäftigung mit ihrem Buch habe ich mich quer auf dem Insta-Kanal von *Nordisch Roh* durchgeklickt - etwas was ich äußerst selten mache (bekanntermaßen bin ich auf den Social-Media-Kanälen nicht aktiv). Das konnte meine Faszination für das Leben der beiden als Kleinfamilie nur verstärken. Gerade erst gaben sie ihre wunderhübsche Dorfschule auf, um sich ins Abenteuer Leben zu stürzen auf der Suche nach gemeinschaftlichem Leben mit anderen. Mir wurde dabei bewußt, dass ich als Kinderlose mit dem Thema *Zukunft* anders umgehe. Mit Kindern streckt man seine Fühler zu einer weiterreichenden Horizontlinie, sucht Perspektiven ganz anderer Art. Nicht alle, bien sûr, aber manche...

Der Habib und ich haben uns friedlich, natürlich und zurückgezogen eingerichtet und solange wir zwei miteinander so gut sind, gibt es keinerlei Gründe, irgendetwas ändern zu wollen... bis ans Ende unserer Tage quasi. Obwohl wir durchaus - und zwar bishin zu sehr konkreten Überlegungen - den Gedanken durchgespielt hatten, eine Lebensgemeinschaft zu gründen.

Wie schnell man an den Rande einer Gesellschaft gedrückt wird, ist mir klar geworden, seit ich keinen Alkohol mehr trinke - wohl bemerkt weder aus Gründen der AA, einer Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme sondern rein aus der konsequenten Entscheidung heraus, ohne Rauschmittel durchs Jetzt und Hier tingeln zu wollen (den Artikel dazu schiebe ich schon so lange - zu gut weiß ich, dass ich mir damit genau zero Sympathiepunkte einfange...). Hinzu kommt unsere Hinwendung zur Homöopathie, die mit einer eigenen Art des Denkens einher geht - aber deshalb noch lange nicht zu einem Schulterschluß mit anderen Homöopathen führt, denn darunter gibt es (leider) entschieden zu viel Scharlatanarie, Halbwissen und Wichtigtuer! Und dann kommt noch unser unübersehbarer Altersunterschied und unsere vielen Auslandsaufenthalte. Bißchen viel *unkonventionell* was wir anderen zumuten... iss klar.

Fakt ist, dass wir mittlerweile unser ganz eigenes Modell von Lebensvorstellung verwirklichen konnten,  was ich für einen großen Segen halte. *Distanz schafft klare Gedanken* heißt es und ich möchte behaupten, die haben wir sowohl zu Gesellschaft, Kultur und dem Zeitgeist. Selbstgewählt und eben als Außenseiter. Dabei wird Systemkritik leichter und scheint gar notwendig. Kapitalismus, Materialismus und Stress sind (für mich) keine guten Ingredienzien für ein anständiges Leben. Das aber gibt der Mainstream so vor. Im übrigen - das wollte ich schon immer mal loswerden - gibt es überall Spinner, Extremos und Orthodoxe - themen-, alter-, herkunftsunabhängig. Aber finden sich die meisten Radikalen nicht gerade in der Mitte des Mainstreams, weil sie sich im ganz großen Maßstab bestätigt fühlen? Eine Randgruppe braucht vorneweg Toleranz - die weiß, dass sie nur eine Minderheit ausmacht...

Nun, wir sind weiterhin überzeugt, dass eine Lebensgemeinschaft eine gute Möglichkeit ist, nach selbstgewählten Werten zu leben. Und vielleicht wird eine solche Nische sogar die einzige Alternative, sich in Zukunft den Vorgaben der Masse entgegen zu stellen. Ein Verbund mit anderen bringt viele Vorteile mit sich, von denen man als Einzelkämpfer nur träumen kann. Allerdings bleibt es eine große Herausforderung - und das meine ich nicht nur mit meinen Jahren WG-Erfahrung im Nacken. Es braucht eine Vision und die richtigen Menschen dafür... Ute und Achim haben viel in die Waagschale geworfen und ich wünsche ihnen nicht nur das Beste - ich bin sehr gespannt, wie ihr Weg weitergeht. Vielleicht begegnen wir uns ja mal...

Und nun noch ein paar Zeilen zum Rezept - obwohl man dem Eis ja bereits ansieht, dass es super schmeckt. Ich habe hierfür zwei Rezepte zusammengesetzt: *das Vanille-Eis* und *das Erdbeer-Vanille-Eis am Stiel*. Den Mixer habe ich nach Zubereitung für das Vanille-Eis genauso ausgeschleckt wie die Kinder auf dem kürzlich verlinkten Bild. *Probier' mal*, bin ich damit (brav teilend) zum Habib, *schmeckt das nicht köstlich?!*



Zutaten - 8 Eis à ca. 80ml Füllmenge (zwei 4er Eis-am-Stiel-Formen):

2 kleine, reife Bananen*
(ca. 250g mit Schale)
200g Aprikosen
200g Erdbeeren
200g Cashew-Kerne, 2 Stunden eingeweicht*
30g Ahornsirup
(plus 1 EL)
Vanille-Pulver
(m: noch aus Madagaskar)

Zubereitung:

Die Cashew mit der Vanille und 30g Ahornsirup pürieren. Früchte vorbereiten (entstrunken, entsteinen). Je kleingeschnittenen Erdbeeren und kleingeschnittene Aprikosen mit jeweils 2 TL von dem Cashew-Mus pürieren. Die Aprikosen brauchten bei mir noch etwas Süße - ihnen fügte ich den Eßlöffel plus Ahornsirup zu). Den Rest des Cashew-Muses mit der Banane pürieren (m: ich habe mit dem Pürieren der Banane begonnen, damit mir die anderen Fruchtmuse nicht *verfärben*). Dann abwechselnd in die Eis-Form schichten und in der Tiefkühltruhe gefrieren lassen.

*Anmerkung m: Man kann die Bananen dafür auch einfrieren - dann geht es mit der Eisherstellung schneller; so braucht es dafür allerdings einen Hochleistungsmixer (den ich ja - noch - nicht habe).

Zum Umgang mit Nüssen gibt es ein eigenes Kapitel in dem Buch - die müssen bei einem so gesteigerten Verzehr wie in der Rohkosternährung nämlich stets eingeweicht und wieder zurückgetrocknet werden: um Phytinsäure abzubauen - näheres dazu s. *Rohkostlady*.

Quelle: *Was dein Herz begehrt* von Ute Ludwig und Achim Sauerberg aka *Nordisch Roh*


Bugs Bunny's Energie Balls

Sonntag, 17. Juni 2018


Nicht, dass ich den Eindruck hätte, Bugs Bunny würde an Energienot leiden, aber wenn - einfach mal angenommen - dann wären diese Häppchen mit Sicherheit die Droge seiner Wahl. Wobei sie nicht ganz so üppig sind (kalorientechnisch) wie der Titel verspricht. Aber hey, den Hasen will ich sehen, der nicht auf Karotte anspringt!

Nicht selten geht ja ein Hauen und Stechen los, wenn man ein vegetarisches - hier gar ein veganes - Gericht mit *falschen Namen* betitelt. Ach, wären doch alle Streitereien so unbedeutend wie eben solche Auseinandersetzungen - man würde sich ja regelrecht bemühen, sich mit anderen in die Wolle zu bekommen. Sich ein bißchen kitzeln und dann gegenseitig mit Karotten-Falafel oder Möhren-Bällchen füttern. Zum Runterkommen oder weitermachen.... je nach dem... Weitermachen könnte man - by the way - ganz fantastisch in beiderlei Hinsicht mit den herrlichen Möhren-Krokketen... nur damit die Munition nicht ausgeht.

Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen, diese Bugs Bunnys. Ich habe sie nun bereits zum zweiten Mal zubereitet, weil ich sie so köstlich finde. Und auch kalt kann man sie sich in den Mund schieben ganz in der Manier der Raffaelo-Werbung. Gut, etwas angezogener ginge auch. Aber durchaus mit einem einzigen Happs. Lecker! Mit dank an Charlotte für die Inspiration!


Zutaten - ca. 24 Stück:

2 Schalotten
1 Frühlingszwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 EL Öl
4-5 mittelgroße Möhren (m: ca 450g)
100 g Haferflocken oder Semmelbrösel
(m: 60g Haferflocken/ Haferkleie, ca. 30g Semmelbrösel
50 g Cashewkerne
1 EL Paprikapulver
1 EL Koriander
1 EL Kreuzkümmel
1/2 EL Rohrzucker
1/2 EL Salz
1/2 EL Pfeffer
Piment d'Espelette
2 EL fein gehackter frischer Koriander

Sesamsauce
2 EL Tahini
2 EL Wasser
ein Spritzer Olivenöl
etwas Zitronensaft
1 Prise Salz

Zubereitung:

Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln. Möhren schälen und grob raffeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin andünsten. Karottenraffeln zugeben und unter Rühren einige Minuten mitschwitzen.
Haferflocken und Cashews in einem Alleszerkleinerer geben und nicht zu fein mahlen. In eine Schüssel geben und mit Möhrenmix und Gewürzen vermengen. Masse mit dem Pürierstab etwas zerkleinern, anschließend mit feuchten Händen etwa golfballgroße Kugeln formen und auf das Backblech setzen. Im Ofen 15 – 20 Minuten backen, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Inzwischen Zutaten für Sesamsauce in einer Schüssel verrühren und z. B. einen grünen Salat vorbereiten – hier mit gebratenem Tofu - den braucht es nicht dazu, der mußte aber weg

Quelle: Charlotte aka Milchmädchen (nach Mia Frogner *Green Bonanza*)