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Mme Pic & la Foire aux Fruits d'Hiver à Saoû

Dienstag, 18. November 2014

Die obersten Instanzen schenkten gestern zum ersten Mal diesem Markt ein Lächeln in Form von Sonnenstrahlen, die sich einen Weg durch die Wolken bahnten - und das durchaus überraschend, denn die Drôme und die Ardèche hätten die letzten Tage gute Gründe gehabt, sich über den Bau der Arche Noah Gedanken zu machen. Es muß wohl mit der Schirmherrin zusammen hängen...

Der Markt im wunderschönen Saoû zeigte wieder sein buntes Angebot um Marronen, Nüsse, Äpfel, Kürbisse, Oliven, Lavendel, Bäume, Marmeladen, Pasteten, Schafswolle, Ziegenkäse uswusf. Und wir sind wieder genüßlich darüber geschlendert - bevor es uns vor zu viel Menschen wimmelte. Mit Crêpes und Eselreiten wurden die Kleinen in Stimmung gebracht. Und unser Interesse zog eine kunstfertige Korbflechterin auf sich, weshalb wir ein grobes Rendez-Vous für einen Atelierbesuch ausmachten. Auch ein Nussbaum schaffte es ins Auto mit nach Hause.

Höhepunkt war dieses Jahr allerdings Mme Anne-Sophie Pic, die in Bewegung und in Echt ihrem Bild aus dem Internet standhielt, vielleicht sogar erhöhte mit einer natürlichen Freundlichkeit, fernab jeder Allüre oder Arroganz. Ja, ich staunte über ihre Feinheit, Zartheit gepart mit dieser verblüffenden Bescheidenheit - was ich von jemandem, der so hoch dekoriert ist, nicht erwartet hätte.

Markt der Winterfrüchte

Mittwoch, 27. November 2013

Ja, so langsam nimmt das Bloggerleben tagebuchähnliche Formen an. Denn bereits 2011 und 2012 waren wir alle zusammen in Saoû. Und die Fête de Picodon dort haben wir uns auch nicht entgehen lassen.

Für meinen Geschmack darf es genauso weitergehen, denn Saoû ist immer wieder ein Besuch wert. Ich mag nicht nur das bildhübsche Dorf, ich mag auch die Stimmung dort, die handgemachte Musik, die vielen Kinder, das gemischte Publikum, schlicht das ganze Drumherum.

Mitgenommen haben wir einen Nussbaum und einen schönen Heidelbeerstrauß. Erst dieses Frühjahr hat der Habib das Torfbeet erweitert. Und neben Erdbeeren und Himbeeren kann man genausowenig niemalsnie genügend Blaubeeren haben.

Das war vor dem Wintereinbruch. Mittlerweile ist schon wieder der Herbst zurück hergestellt. Die Sonne lacht und die Bäume leuchten im bunten Blättergewand. Da soll einer mitkommen...

blumiger (Floh-) Markt

Freitag, 24. Mai 2013

Mit dem Frühling finden viele Pflanzen- und Flohmärkte aller Ortens statt. Um mal wieder ein bißchen mit euch durch die Drôme zu spazieren, habe ich euch ein buntes Pottpourri der letzten Märkte zusammengestellt.

Für die Pflanzenmäkte haben wir jedes Frühjahr feste Termine - selbst wenns Hunde und Katzen hagelt - wir lassen sie nicht aus. Das Angebot ist dort stets toll: eine unglaubliche Auswahl an Blumen, Bäumen oder Tomatensorten. Und unser Herz begehrt ständig in diese Richtung - und wenn es erst direkt vor dem zu ergatternden Pflänzchen heftig zu schlagen beginnt.

Der letzte Pflanzenmarkt unserer Fix-Visiten ist gleichzeitig Flohmarkt. Darüber schlendere ich zwar lieber als der Habib, aber der hats ja auch nicht so mit altem Geschirr. Teller etwa kann ich immer einen finden, den ich noch sehr gut brauchen könnte. Überhaupt habe ich einen Hang zu alten (schönen) Dingen mit Geschichte, die handgemacht sind und nicht aus Plastik. Dieses Mal habe ich aber nur eine Blechdose mitgenomment. Der Geschirrschrank ist ja auch eigentlich (*hüstel*) voll.

Aber das ist der Garten auch - und dennoch findet sich immer wieder ein Platz für einen Neuzugang.

Und habt ihr die Eichhörnchen-Geschmacklosigkeit gesehen. Ich mußte ja zwei Mal gucken. Nee, Sachen gibts, tsss...

Foire aux fruits d'hiver a Saoû zum Zweiten

Dienstag, 20. November 2012

Auf den Winter-Markt in Saoû habe ich euch letztes Jahr schon mitgenommen. Klar, dass wir den dieses Jahr auch nicht ausgelassen haben - auch wenn Saoû einen der grauen Mützen-Tage erwischt hat, ein Tag später lachte wieder die Sonne.

Den ein oder anderen Stand und das dazugehörige Gesicht kennt man bereits von den Jahren davor. Ein Liebling von mir, der Olivenbaum-Verkäufer (den findet ihr: der mit der blauen Mütze und der Brille) war ebenfalls wieder anzutreffen. Überhaupt wurde der Markt wieder bestens angenommen trotz einsetzenden Nieselregens, und zwar nicht nur zum Schlendern, sondern viele waren mit ihren obligaten Hinterherschleifwägen unterwegs und kauften beispielsweise stiegenweise Äpfel. Auch die Baum-Setzlinge fanden guten Absatz.

Und klar, die Einheimischen kamen genauso zum Essen auf den Markt, der fließend übergeht in ein Straßenfest. Crêpes aus Kastanienmehl (Stand im Wohnwagen), geröstete Marroni, Liebesapfel und allerlei Süßkram waren geboten. Witzig fand ich den Mann, der Clairette (= der Sekt der Drôme) zum Verkosten ausschenkte und bereits morgens tüchtig einen im Tee hatte. Auch ein Buvette stand bereit und schüttete Glühwein (*grusel*) aus. Echt Splatter fand ich die Live-Demonstration, wie frisch die Boudin noir (Blutwürste) sind. Und ihre Suppe aus den zwei Riesenkesseln war definitiv was für Rustikale.

Wir tranken unseren ptit crème in dem zauberhaften Café-Resto *l'oiseau sur sa branche* (der Vogel auf seinem Zweig), das drinnen urig-kurios ist und wo man im Sommer draußen auf dem Dorfplatz neben dem Brunne unter Platanen sitzt. Wie charmant doch auch der Bereich gleich beim Eintreten: neben der Tür steht ein Napf mit Wasser für Hunde bereit, ein paar Boulekugeln zum Ausleihen und ein Schirmständer, der nur halb gilt.

Auf dem Sommerfest von Saoû waren wir dieses Jahr übrigens ebenfalls gemeinsam. Und den Briefkasten vom letzten Bild habe ich längst in meiner Sammlung...