Posts mit dem Label Pfeffer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pfeffer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Ni l'un ni l'autre - gepfefferte Feigenmarmelade mit Thymian

Sonntag, 27. Oktober 2013

Ein Feigenbaum im Garten fordert. Marmeladenmäßig habe ich einiges ausprobiert, aber nichts wollte mir so richtig gefallen. Zitrone verfälscht mir den Geschmack der Feige zusehr und Kardamom fand ich nicht schlecht, aber steuert nun auch nicht dagegen, dass Feige vorallem süß, lieblich und damit leider langweilig schmeckt.

Als Senf mag ich Feige hingegen schon. Aber damit erntet man keinen Baum ab. Nun habe ich eine Zubereitung gefunden, mit der ich sehr zufrieden bin: es ist weder wirklich eine Marmelade noch ein echtes Chutney - es hängt irgendwo dazwischen, allerdings mit Schlag zur Marmelade.

Einsetzbar und kompatibel ist sie mit dieser Qualität zu nahezu allem. Sie schmeckt mir zu einem mit Münster überschmelztem Crossini genausogut wie (erwärmt) zu einem Vanilleeis mit frischem Lorbeer (hier mal ausporbiert - hey, das mache ich demnächst zum Verbloggen) und zu einem Schokoküchlein oder als Beilage zu Pilzen oder Fleisch.

Der Clou ist dabei die Balsamico-Orangen-Reduktion, die mir genau die Tiefe einbrachte, die mir bisher immer fehlen wollte. Der Pfeffer und der Thymian reihen sich ein und runden ab.

Also solltet ihr wie ich zuviele Feigen haben, dann ist diese gepfefferte Feigenmarmelade eine nahezu universelle Idee (universell einsetzbar ;), um Feigen in ein paar Gläser zu bannen - ohne diese im Vorratsraum links liegen zu lassen.
Zutaten:

750g Feigen, klein geschnitten (m: Honigfeigen)
4 TL Thymian, fein gehackt
200g Gelierzucker 2:1*
1 Pr Salz
1 TL weißer Pfeffer, frisch gemörsert

Zubereitung:  

Feigen je nach Sorte schälen oder nicht und klein schneiden. Den Thymian waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den weißen Pfeffer frisch mörsern. 3 Gläser à etwa 250ml mit Deckel sterilisieren, indem man sie mit kochendem Wasser ausspült.

In einem Topf die Feigen mit dem Zucker, der Prise Salz, dem Thymian und dem Pfeffer  aufkochen und so lange köcheln lassen, bis die Feigen anfangen einzudicken. Dann die Balsamico-Reduktion unterrühren. Nochmals abschmecken und gegebenenfalls mit etwas Pfeffer oder Reduktion nachwürzen.

Heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, zuschrauben und für 3min auf den Deckel drehen. Hält sich so bestimmt einen guten Monat. Wer die Gläser länger aufbewahren möchte, weckt sie beispielsweise ein wie hier beschrieben.

Anmerkung m: Ich nehme fast für alle Marmeladen einen rein pflanzlichen Rohzucker-Gelierzucker, den ich hier in F bekomme, der sehr schmeckt und sehr gut geliert.
Die Zusatzfrage (Achtung schwierig und nur etwas für Garten-Cracks): den Samen welcher Pflanze, der kurz vor seiner Reife steht, habe ich als Deko auf Bild 1 verwendet?

Pilz-Parmesankekse

Dienstag, 8. November 2011

Diese Kekse haben uns bei einem Apéro, zu dem wir eingeladen waren, viele Sympathiepunkte wie von alleine knabbernderweise zugespielt.

Für das Stelldichein habe ich Christinas Bäumchen (die mir ja ihrerzeits SOFORT ins Auge gesprungen sind) Gastgeber-themenbezogen zu kleinen Pilzchen verwandelt. Das Paar hat Trüffel als Leidenschaft und ganze Wälder in der Gegend zur Trüffelsuche gepachtet. Und vor ihrem Haus haben sie einen riesigen Acker voller winzige Eichen, die mit Trüffeln geimpft sind, angelegt. Man redet bereits darüber, was allein der Zaun gekostet haben muss, der sie schützt vor zum Beispiel asenden Gemsen.

Gut, dass ich mit meinen (Fliegen)Pilzen darauf anspielen wollte, wurde nicht gleich erkannt. Zum Ausgleich habe ich ihre zwei Lagotto für komische Pudel gehalten. Hatte ich ja noch nie von gehört, von extra-Trüffelhunden. Sie sollen aber leichter zu steuern sein als Schweine. DAS wiederum hat mir sofort eingeleuchtet.

Geschmacklich finde ich die Kekse ja vorallem frisch ein echter Leckerbissen und auch für jedes Buffet nicht nur ein Knabberspaß, sondern durch die wandelbare Form ebenso ideal für jede Mottoparty. Schöne Anregung, Christina, vielen Dank!

Parmesankekse
Zutaten (für ca. 40 Stück)
Teig:
200g Mehl
1/2 TL Salz
Pfeffer
100 g frisch geriebener Parmesan
125g Butter
1 Ei
Außerdem:
2 EL getrocknete rosa Pfefferbeeren
2 EL gehackte Rosmarinnadeln
1 Eigelb
etwas Wasser
Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig gut verkneten und abgedeckt für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Teig ca. 4 mm dick ausrollen und mit einer Form Tannenbäumchen ausstechen. Diese nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Das Eigelb mit etwas Wasser verrühren und auf die Bäumchen pinseln. Die rosa Pfefferbeeren etwas zerdrücken und mit den Rosmarinnadeln vermischen, die Mischung auf die Bäumchen streuen. Nun im vorgeheizten Backofen 15-20 Minuten backen. In Dosen verpackt und gekühlt halten sich die Plätzchen ungefähr 2 Wochen.