Posts mit dem Label Blinis werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Blinis werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mesclun mit Parmesanblinis und Granatapfelkernen

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Kaum fällt ein französisches Wort, klingt der simpelste Schnittsalat nach erlesenem Geschnipsel:  Mesclun - falls ihr vorhabt, mit verschiedenem Grün wuchtig zu tun.

Auch die Parmesanblinis sind vorallem Blendwerk - sie machen sich nebenher und sind dennoch eine hübsche Salatbeigabe. Mir ist lediglich etwas zu viel Mehl an den Teig geraten, weil ich die Menge nicht richtig im Kopf behielt. Dabei stellte ich fest, dass die Originalmenge für 4 Personen eh zu viel des Guten wäre - hier also die angepaßte Version (dafür mit etwas schiefen Zahlen). 

Der Spielfreude ist auch hier mal wieder keine Grenzen gesetzt, schließlich handelt es sich um ein schlichtes Grundrezept. Also wie wärs mit noch etwas Thymian in den Blinis? Oder Chili-Flocken? Oder Ras el Hanout? Oder Vollkornmehl?
Zutaten 4P:

50g Parmesan, frisch gerieben 
2 Eier 
2 1/2 EL Mehl 
1/2 TL Backpulver 
Salz, Pfeffer 
Öl zum Braten (oder Butterschmalz)

1/2 Granatapfel
2 EL Walnussöl
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Schalotte, fein gewürfelt
4 Hände Mesclum-Salat

Zubereitung:

Den Mesclun waschen und trocken schleudern. Die Granatapfelkerne aus der Schale lösen. Die Schalotte fein würfeln, mit Essig und Öl zu einer homogenen Vinaigrette verquirlen, salzen, pfeffern.

Den Parmesan reiben. Mit Ei, Mehl und Backpulver, sowie Salz und Pfeffer gut vermengen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und mittels einem kleinen Löffel den Teig in die Pfanne setzen und kleine Blinis goldgelb ausbacken.

Zusammen mit dem Salat anrichten und servieren.  
Quelle: Johann Lafer

Frau Holle - Spargel mit Orangensauce und Kräuter-Kartoffel-Blinis

Montag, 27. Mai 2013

Ich bin keines der Mädchen, denen oft Märchen vorgelesen wurde. Manchmal von der Großmutter. Aber viel häufiger von der Frau oder dem Mann in der Schallplatte oder der Kassette, deren Stimmen mir heute noch in den Ohr klingen. Die gesammelte Grimmsche-Märchen-Schallplatten-Edition konnte ich quasi mitsprechen.

Im Moment fühle ich mich, wenn ich durch den Garten laufe, an Frau Holle erinnert. Nee, nicht weil es hagelt, sondern ich denke an die Stelle, wie die Goldmarie an dem Apfelbaum vorbei kommt, der über und über voller reifer Äpfel hängt und ihr stöhnend (auf der Platte fast jämmerlich) unter dem Gewicht zuruft: "Schüttel mich, schüttel mich, meine Äpfel sind schon alle reif." Was tat mir der Baum als Kind leid...

Und mir raunen von allen Ecken des Gartens nun die Kräuter zu: *Ernte und koste uns, bevor wir blühen*. Da bin ich gefordert, jedem Kraut seine Aufmerksamkeit Teil werden zu lassen. Also rupfe ich hier und dort, bis ich ein schönes gemischtes Büschel zusammen habe. Heute habe ich sie für Kartoffelblinis verwendet - ein puffiges Lafer-Rezept. Die Blinis plustern sich in der Pfanne regelrecht auf (bereits ohne Backpu, das ich vergessen habe). Macht die nur nach und ich werde in Zukunft nicht mehr auf die Gelinggarantie von Lafer-Rezepte hinweisen müssen.

Und jetzt schüttel mal endlich jemand Frau Holle - so kanns doch nicht weitergehen. Oder Melanie muß wieder ran....
Zutaten:

Kartoffelblini *:
250g Kartoffeln
75ml lauwarme Milch
120g Mehl
1 TL Backpulver (m: weggelassen vergessen)
10g Hefe
3 Eier
Öl
Muskat
Salz, Pfeffer

2 EL gemischte, frische Kräuter
(Kerbel, Salbei, Schnittlauch, Borretsch, Petersilie, Thymian)

Spargel:
800g weißer Spargel
1 Orange (Abrieb, Saft)
30ml Weißwein
1 kleiner Zweig Estragon, fein geschnitten
1 kleine Schalotte, fein gewürfelt
50ml Sahne
30g Butter
1 1/2 EL Mehl
1 EL braune Butter
Zubereitung:

Kartoffel kochen. Die gegarten Kartoffeln schälen und fein zerstampfen oder reiben. Die Eier trennen. Mehl, Hefe, Backpulver, Milch, Eigelbe und die Kartoffeln zu einem glatten Teig vermischen. Die gehackten Kräuter untermegen. Das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. An einem warmen Ort 30 Minuten (m: eine gute Stunde, Teig sollte sich mehr als verdoppelt haben und sehr luftig sein) gehen lassen.

Die Spargel schälen und das holzige Ende abschneiden. In kaltem Wasser mit einer guten Prise Zucker und einem kleinen Schuß Weißweinessig aufsetzen und mindestens 20 min köcheln lassen. Den Spargelsud abseihen und darin den Spargel in 10-15 Minuten je nach Dicke garen.

Derweil runde Blinis aus dem Teig formen und in einer Pfanne in Öl herausbacken - die fertigen Blinis warm stellen.

Den Saft der Orange, Weisswein, die Schalotte, Estragon, die Hälfte des Orangenabrieb und ein paar Körner zerdrückten Pfeffer aufkochen und langsam auf etwa 40 ml einreduzieren. Absieben.

Die Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl zufügen und etwas rösten ohne dass es Farbe annimmt. Unter Rühren mit dem Schneebesen etwas Spargelsud zufügen, ebenso die Sahne und die Orangen-Weißwein-Reduktion. Mit dem Spargelsud die gewünschte sämig-cremige Konsistenz bestimmen. Abschmecken mit brauner Butter, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker. Den restlichen Orangenabrieb unterrühren.

*Anmerkung m: Die Blinis auf die Menge von 2 Eiern runtergerechnet - ergibt etwa 12 Stück, reicht so für 3 Personen
Quelle Blinis: Johann Lafer/ mitgenommen bei Uwe von Highfoodalitiy und Inspiration Orangensauce: Robert von Lamiacucina

Süßkartoffel-Blinis mit Räucherforellen-Tatar

Dienstag, 27. September 2011

Es gibt nicht vieles was ich verschmähe - ich bin ja ein appetitlicher Mensch - aber Dill geht gar nicht. Es dauert mich auch keine Sekunde, dass Dill zu den ganz kapriziösen Gewürzen zählt und bei uns nur im Treibhaus gedeiht. Selbst wenn er sich dann entschieden hat, groß und püschelig zu werden, wird er von mir gnadenlos ignoriert. Wer ißt schon Dill?

Meiner Abneigung treu bleibend habe ich also den Dill halb mit Zitronenverbene halb mit Petersilie ersetzt. Ein kleiner Geniestreich von mir. Der Räucherforellen-Tatar war köstlich. Überhaupt ein schönes Gericht. Allerdings hat mir in den Blinis die Hefe zu sehr vorgeschmeckt. Da ich Blinis zum ersten Mal zubereitet habe, war ich mir nicht sicher, ob ich die Hefemenge reduzieren kann. Sollte ich keinen Tipp von euch bekommen, werde ich das beim nächsten Mal - was kommen wird - einfach ausprobieren. Am besten aber hat mir der Tatar gefallen. Den merke ich mir für Buffet-Gelegenheiten.

Zutaten für vier Personen:

400 g Süßkartoffeln
20 g Hefe
75 ml Milch, lauwarm
120 g Mehl
3 Eier
200 g Forellenfilet, geräuchert
2 Schalotten
8 EL Olivenöl
1 Limette, unbehandelt
20 g Ingwer
1 Bund Dill (m: halb Verbene/ halb Petersilie)
100 g Rucola
1 Avocado
2 EL Balsamico, weiß
1 TL Senf, mild
1 Muskatnuss
50 g Butterschmalz
Salz
Pfeffer, schwarz, aus der Mühle
Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
 
Die Süßkartoffeln waschen, in eine ofenfeste Form geben und im Backofen etwa 45 Minuten weich garen. Anschließend herausnehmen, halbieren, das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen und fein zerdrücken. Die Hefe in der Milch auflösen und mit dem Mehl unter die Kartoffeln mischen. Drei Eier trennen und die Eidotter in die Kartoffelmasse geben. Das Eiweiß von zwei Eiern aufheben! Das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und alles glatt rühren.
 
Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig und gleichmäßig unter die Kartoffelmasse heben. Den Teig nun für 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.
 
Das Forellenfilet in kleine Würfel schneiden. Die Schalotten abziehen und fein würfeln. Den Ingwer schälen und fein reiben. Beides mit den Forellenwürfeln mischen. Die Limettenschale fein abreiben und die Limette entsaften. Vier Esslöffel Olivenöl, die abgeriebene Limettenschale und den Limettensaft zu dem Fisch hinzufügen. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Verbene und die Petersilie fein hacken und zuletzt unter das Tatar mischen.
 
Aus dem Süßkartoffelteig im heißen Butterschmalz kleine Blinis ausbacken.
 
Den Rucola putzen, waschen und trocken schleudern. Die Avocado halbieren, entkernen und in Spalten schneiden. Den Balsamico, Senf und das restliche Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren. Den Rucola und die Avocado damit marinieren.
 
Das Forellentatar mit Kartoffelblinis auf die Teller geben. Den Salat außen herum verteilen und mit dem restlichen Dressing beträufeln. Das Ganze servieren.
Quelle: Johann Lafer