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Traute/r: veganer Bananenkuchen

Sonntag, 8. Juni 2025

 

Gerade wurde mir wieder vor Augen geführt, wie gestärkt jemand ins Leben startet, dessen Eltern sich wirklich mochten. Aus der Pool-Position quasi - mit der Extra-Portion Urvertrauen. Mama Erde trägt dich, Papa Himmel bläst dir Rückenwind. Kinder, die so aufgewachsen stolpern weniger über ihre eigenen Füße, sorgen sich nicht, dass immer was passieren kann, die trauen sich was, die lassen sich nicht so leicht entmutigen. Viel zu selten hört man den Satz: ich hatte eine glückliche Kindheit! Gut, wo soll sie herkommen auf einem Kontinent, über den zwei Weltkriege hinweggefegt sind (Das also ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortwährend immer neue Kinder muss gebären. Schiller) Traumata vererben sich weiter - das weiß man heute.

Als Kind lebt man vor allem in Atmosphäre, in Stimmungen. Und diese Eindrücke gehen viel tiefer als die eigentliche Erziehung à la *sitz gerade, schmatz nicht oder mache die Tür hinter dir zu...*.

Eltern, die sich gern haben, vertrauen einander. Und lassen sich frei. Etwas, das immer Hand in Hand geht. Ich hatte es auf Insta mal davon. Das Faszinierende ist, dass das Gute wie ein einziges Häkelwerk verkettet und miteinander verwoben ist. Keine Hingabe ohne Mut, kein Mut ohne Vertrauen, kein Vertrauen ohne Ehrlichkeit, keine Ehrlichkeit ohne Offenheit, keine Offenheit ohne Aufrichtigkeit, keine Aufrichtigkeit ohne Anständigkeit, keine Anständigkeit ohne Werte, keine Werte ohne innere Orientierung uswusf...

Früher, als junges Mädchen, bin ich immer davon ausgegangen, dass alle Paare gleich begonnen haben. Ihr wißt schon: verliebt, verlobt, verheiratet. Aber auch davon hatte ich es bereits - falsch gedacht

Es braucht neben echter Zuneigung eben auch zwei Menschen, die beziehungsfähig sind. Als erwiesen kann man annehmen, dass Kinder ab einem gewissen Alter alle Streitigkeiten auf sich beziehen mit der Folge, dass sie sich dafür verantwortlich und schuldig fühlen. Das wird kein einfaches Unterfangen, solche Mechanismen später abzulegen. Frei aufzuspielen kann man auf diese Weise in Partnerschaften bestimmt nicht. Weil ja das Vertrauen fehlt. Eben auch in sich selbst. Und gespiegelt wird von seinem Gegenüber.

Nur vertrauenswürdig sollte der Gefährte/ die Gefährtin halt schon sein. Trau-schau-wem! Denn wem willst du vertrauen, wenn nicht deinem Allernächsten. Demjenigen, mit dem du durchs Leben gehst, mit dem du dir Tisch und Bett teilst? Lieber deinem Nachbar, der Politik, einem x-beliebigen Fremden? Wahrlich, ein Hauptgewinn, wer eine Traute, einen Trauten hat... 

Ohne Vertrauen, ohne Freiheit, ohne Frieden - ist alles nix. Auch Mut gehört zur Grundausstattung um lebenstüchtig zu sein. Wer all das nicht von Haus aus mitbekommen hat, sollte sich im Wandeln, Emanzipieren, Überwinden üben. Oberste Aufgabe - vor allem anderen -  bleibt nun mal die Selbstverantwortung: sich selbst stabil auf zwei Beine zu stellen. Wie sagte es der kleine, krebserkrankte Junge, den ich immer wieder zitiere: *Mutig sein, an sich glauben und jeden Tag beten.* Das dürfen auch jene nicht aus den Augen verlieren, die von der Pool-Position aufs Gas drücken, die Geburtsstarken. Die laufen nämlich leicht Gefahr, sich im Dienst für andere zu übernehmen...



Es gibt bereits einen Bananenkuchen auf diesem Blog: der purbeste Bananenkuchen

Heute zeige ich euch einen einfachen Bananenkuchen, der schnell zusammengerührt ist und mir wirklich gut geschmeckt hat. Dabei könnt ihr euch aussuchen, welche Konsistenz ihr bevorzugt. Noch lauwarm angeschnitten, ist es fluffig. Aus dem Kühlschrank genommen wird die Krume deutlich fester. Ich mochte beides gern.

Ach, und da der Kuchen auf einem Blumenbild gebettet ist: was meint ihr, wieviel Wildblumen kennt ein Deutscher durchschnittlich. Also inklusive Löwenzahn, Gänseblümchen und Brennessel? Und was würdet ihr tippen? Nun, es sind sieben. Wieviel Blumen kennt ihr par coeur (vom Herzen wie der Fränzi so hübsch sagt, wenn er auswenig meint)? 


Zutaten - eine kleine Kastenform:

feuchte Zutaten
2 reife Bananen
120ml Ahornsirup
4 EL Kokosöl
5 EL pflanzliche Milch
(m: 1 EL davon Mandelmus)
....
trockene Zutaten
70g zarte Haferflocken
170g Mehl (m: 70g Einkorn-VK, 100g D1050)
Walnüsse (m: 70g Mandeln/ Haselnüsse)
1 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
(plus m: 1/2 TL Sugar Spice)
1 Pr Salz

Zubereitung:

 Ofen auf 180°C vorheizen & eine 20 cm Kastenform einfetten - m: mit Backpapier ausgelegt

Bananen zerdrücken und mit den feuchten Zutaten vermengen.

Walnüsse grob hacken und mit den trockenen Zutaten unter die feuchten Zutaten unterrühren. Teig in die Form geben, glatt streichen & ca. 35 Minuten backen.


Gastbeitrag von Hannah: „Snickers“ Eiscrème ZweiPunktNull

Samstag, 27. Juni 2020


Eines vorneweg: Das Rezept, was ich hernach vorstelle, hat von den Inhaltsstoffen absolut nichts mit dem nährwerttechnisch eher bedenklichen Schokoriegel eines amerikanischen Lebensmittelgiganten zu tun.

Aaaber - mit eben jener industriezucker- und fettreichen Riegelbombe verbinden sowohl mein Mann als auch ich Grenzerfahrungen und in genau diesen kam uns der erste Biss in die Schokoummantelung, hindurch durch nussig, klebrig süße Karamellschicht einfach gigantisch gut vor. Das Phänomen dabei: Nie mehr schmeckte uns ein „Snickers“ wieder so gut und nie mehr sonst haben wir das Bedürfnis nach einem „Snickers“ gehabt außer in diesen Situationen: Bei meinem Mann war es eine Reise nach Nepal mit Trekking zum Mount Everest Base-Camp, und nachmittags ein obligatorisches „Snickers“ an einem der Kiosks auf dem Weg. Bei mir war es der Biss in ein Snickers, auf einer Skihütte erstanden, bei der ich auf einer Skitour ankam, durchgefroren und ausgehungert, unendlich glücklich und dankbar diese im Schneesturm gefunden zu haben und nun in einen Schokoriegel beißen zu dürfen.

Die Phase der Suche nach Grenzerfahrungen liegt bei uns beiden schon eine Weile zurück und so brauchen wir auch kein „Snickers“ mehr. Was wir aber nach wie vor lieben, ist die Kombination aus (Erd)nüssen und Schokolade. Dass diese auch gesünder geht, liegt auf der Hand - im „echten Snickers“ sind vermutlich verhältnismäßig wenig Nüsse und noch weniger Kakao – dafür in diesem Eis umso mehr. Fix gemacht, eine gute Verwertung von in der Sommerwärme schnell nachgereiften Tigerbananen und einfach lecker, ist es bei uns im Sommer eigentlich immer vorhanden. Nicht zuletzt, weil es DAS „Slokoslakeeneis“ unserer Tochter ist.


Bei den meisten „Nicecreamrezepten“, die man im Internet findet, wird das Obst zuerst tiefgefroren und dann verarbeitet. Hat zwar den Vorteil, dass man dann gleich eine (eis)kalte Masse hat, die man gleich essen kann, mir war das aber irgendwie zu unpraktisch und zu wenig flexibel. So habe ich einfach mal probiert die Bananen direkt zu verwenden, also ohne sie vorher zu gefrieren. Hat den Vorteil, dass man für diese Variante auch nicht unbedingt einen extrem leistungsstarken Mixer benötigt. Eine Eismaschine braucht man im Übrigen für dieses Eis auch nicht. Es ist auf jeden Fall cremig und ohne lange Kristalle. Lediglich leicht antauen sollte man es vorm Genießen.

Zutaten:

2 gut reife Bananen
200 ml Kokosmilch (Dose)
75 g weiche Medjool Datteln*, entsteint gewogen
50 g + 25 g Erdnuss Mus „Crunchy“**
25 g Edel Kakao Pulver, ungesüßt
1 El Hanfsamen, geschält

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf 25 g des Erdnussmus‘ mit einem Standmixer oder leistungsstarken Pürierstab sehr gut pürieren.
Masse in eine Gefrierbox geben und nun die restlichen 25 g Erdnussmus in Tropfen draufgeben und ganz leicht einrühren.
Im Tiefkühler gefrieren.

* Wer keine weichen Datteln bekommt, nimmt die härteren und weicht sie 30 Minuten in etwas heißem Wasser ein. Die Datteln dann kurz abtropfen lassen und wie oben verwenden.

** Ich verwende stets ungesüßtes Erdnuss Mus. Gerne die leicht gesalzene „Crunchy“ Variante. Alternativ geht auch feines Erdnussmus ohne Salz, dann einfach eine Prise Salz zugeben.

Varianten mit zusätzlichen gerösteten Nüssen, Kakaonibs, Schokostückchen… alles lecker.
Statt der Kokosmilch kann auch die gleiche Menge süße Sahne verwendet werden, oder halb, halb...


©Hannah Nußbaumer, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ettenheim, wo sie mit viel Leidenschaft einen Bio-Laden betreiben. Hannah liebt als Gartenarchitektin das Leben mit und im Garten, das Sammeln, Ernten und Kochen. Ohne ihre beiden Herzensmenschen um sich herum wollte sie nicht sein, und ohne schöne (Kinder)Bücher, Stifte und der Möglichkeit sich draußen zu bewegen würde ihr etwas fehlen. Das Binden von Blumenkränzen, das Herstellen eines Hefeteiges sowie das (Er)kennen der uns umgebenden Umwelt sollte ihrer Meinung nach den gleichen Stellenwert haben wie Algebra und Grammatik.

Aus alt mach neu: Bananen-Haselnuss-Muffins

Freitag, 28. Februar 2020


Als ich nach Frankreich zog, konnte ich nicht kochen. Meine Homies kennen die Geschichte (Küchentrauma und so...). Aber ich war ambitioniert, ich war lernwillig. Hey, schöne Küche, toller Garten, charmanter Mitesser - eine Kombi, aus der sich doch was machen lassen sollte. 

Zuerst sammelte ich Rezepte wie eine Bekloppte - um schnell festzustellen, dass wahrlich nicht alle gelingsicher waren. Egal ob eine schicke Hochglanzzeitschrift oder das Kochbuch eines Sternekochs. Schon gar nicht für einen Anfänger wie mich: ohne praktische Vorkenntnisse lediglich mit Erfahrung im Rührei verquirlen und Nudeln abkochen. Ich war einfach darauf angewiesen, dass die Zubereitung funktioniert wie beschrieben. Und zwar exakt so. Ich brauchte Verlässlichkeit. Doch mal stimmten die Garzeiten nicht oder die Mengenangaben oder es wurde ein Arbeitsschritt vergessen. Mängel, die mein Grün hinter den Ohren nicht ausgleichen konnte.

Bis ich im WorldWideWeb auf Kochblogs stieß. Und mit ihnen begannen meine Erfolgserlebnisse. Dort konnte ich darauf gehen, dass die Gerichte so hinhauten wie angegeben und selbst bei mir am Ende in etwa dem abgebildeten Foto glichen. Aus dem schlichten Grund weil normale Menschen in normalen Küchen unter normalen Bedingungen normale Portionen kochen für das normale Leben. Soweit man eben Menschen normal findet, die ihr Essen fotographieren...

Zu meinen Lieblingsblogs zählte auch schon damals Alexandra von foto e fornelli, die heute sehr leider nicht mehr bloggt. Später habe ich in den Interviews daraus keinen Hehl gemacht. Alexandra ist für mich die Poetin unter den Food-Fotographinnen. Zudem ist ihre Art zu fotographieren einfach unverwechselbar. Und wie zeitlos ihre Bilder sind, sieht man an dem heutigen Bananen-Muffins, die ich von ihr übernommen habe und welche sie bereits vor 8 Jahren verbloggte. Die sehen doch aus, als hätte sie sie erst gestern gebacken, oder?

Nun, durch die Masse der Rezepte, die ich veröffentliche, sowie dem Anspruch, mein eigenes Essen selbst ebenfalls warm zu essen, bin ich, was das Fotographieren angeht, recht pragmatisch. Bei Backwerk - das ja ausgekühlt sein darf - nehme ich mir manchmal etwas mehr Zeit. Aber alles in allem schätze ich es, wenn das Foto schnell im Kasten ist. Gut aussehen solls natürlich trotzdem. Wenn man nicht sieht, dass etwas richtig lecker geschmeckt hat, nützt das schönste Rezept nix. Was nicht immer gelingen will - Food-Fotographie kann heimtükisch sein. Fakt ist aber - und darauf wollte ich hinaus - dass ich mich für ein Blog-Layout mit Hochkant-Fotos entschied aufgrund meines Vorbilds Alexandra. Ich mochte von Anfang an, wie sie Natur-Fotos mit Essen kombiniert und inszeniert. Bis heute.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich es hasse, Essen wegzuwerfen. Und da gilt es durchaus, sich mal an die eigene Nase zu fassen: die mit Abstand am meisten weggeschmissenen Lebensmittel landen in der privaten Tonne. Nach und nach hatte ich drei überreife Bananen eingefroren - und genau die verwendete ich nun für die Muffins. Bref: aus alt mach neu, das gibt Lieblingsmuffins: schnell zusammengerührt, schön gatschig und dank der Nüsse mit Biss. Tippitoppi!



Zutaten - 12 Muffins:

330g Mehl (m: D630)
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1/8 TL Nelke, gemahlen
1/8 TL Muskatblüte
1/4 TL Zimt
1/2 TL Kardamom
140g weiche Butter
120g Rohrzucker (m: 100g)
2 Eier
240ml Bananenpüree
(3 mittelgroße Bananen)
70g grob behackte Walnüsse (m: geröstete Haselnüsse)

Zubreitung:

Die weiche mit zusammeen mit dem Zucker und den Gewürzen hell-cremig aufschlagen. Ein Ei nach dem anderen hinzufügen und jeweils schön unterrühren. Das Bananen-Pü hinzugeben (Achtung, es dürfen keine Bananenstücke darin sein). Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron) mischeen und zu den restlichen Zutaten geben.

Mit einem Holzlöffel oder Gummispachtel zusammenmischen, sodass sie sich eben gerade verbinden - nicht den Handmixer verwenden (m: den Handrührer verwendet). Nüsse untermischen. Den Teig gleichmäßig in die ausgebutterten Muffinsformen (m: ungebutterte Papier-Förmchen) verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 190°C ca. 18min backen - Garprobe mit Zahnstocher

Anmerkung m: teils mit einigen Blaubeeren verziert



WG-Eis... oder so

Donnerstag, 26. Juli 2018


Hätte ich ein Kind haben wollen, dann hätte ich mir alle Daumen gedrückt, dass mir ein solches wie der Sohn von Ute und Achim zugeteilt wird. Eines, das mit roten Backen zuhört, wenn etwas erklärt wird oder sich mit großer Begeisterung auf die Vogelwelt stürzt und Fragen über Fragen hat... Ich bin eindeutig verknallt.

In Beschäftigung mit ihrem Buch habe ich mich quer auf dem Insta-Kanal von *Nordisch Roh* durchgeklickt - etwas was ich äußerst selten mache (bekanntermaßen bin ich auf den Social-Media-Kanälen nicht aktiv). Das konnte meine Faszination für das Leben der beiden als Kleinfamilie nur verstärken. Gerade erst gaben sie ihre wunderhübsche Dorfschule auf, um sich ins Abenteuer Leben zu stürzen auf der Suche nach gemeinschaftlichem Leben mit anderen. Mir wurde dabei bewußt, dass ich als Kinderlose mit dem Thema *Zukunft* anders umgehe. Mit Kindern streckt man seine Fühler zu einer weiterreichenden Horizontlinie, sucht Perspektiven ganz anderer Art. Nicht alle, bien sûr, aber manche...

Der Habib und ich haben uns friedlich, natürlich und zurückgezogen eingerichtet und solange wir zwei miteinander so gut sind, gibt es keinerlei Gründe, irgendetwas ändern zu wollen... bis ans Ende unserer Tage quasi. Obwohl wir durchaus - und zwar bishin zu sehr konkreten Überlegungen - den Gedanken durchgespielt hatten, eine Lebensgemeinschaft zu gründen.

Wie schnell man an den Rande einer Gesellschaft gedrückt wird, ist mir klar geworden, seit ich keinen Alkohol mehr trinke - wohl bemerkt weder aus Gründen der AA, einer Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme sondern rein aus der konsequenten Entscheidung heraus, ohne Rauschmittel durchs Jetzt und Hier tingeln zu wollen (den Artikel dazu schiebe ich schon so lange - zu gut weiß ich, dass ich mir damit genau zero Sympathiepunkte einfange...). Hinzu kommt unsere Hinwendung zur Homöopathie, die mit einer eigenen Art des Denkens einher geht - aber deshalb noch lange nicht zu einem Schulterschluß mit anderen Homöopathen führt, denn darunter gibt es (leider) entschieden zu viel Scharlatanarie, Halbwissen und Wichtigtuer! Und dann kommt noch unser unübersehbarer Altersunterschied und unsere vielen Auslandsaufenthalte. Bißchen viel *unkonventionell* was wir anderen zumuten... iss klar.

Fakt ist, dass wir mittlerweile unser ganz eigenes Modell von Lebensvorstellung verwirklichen konnten,  was ich für einen großen Segen halte. *Distanz schafft klare Gedanken* heißt es und ich möchte behaupten, die haben wir sowohl zu Gesellschaft, Kultur und dem Zeitgeist. Selbstgewählt und eben als Außenseiter. Dabei wird Systemkritik leichter und scheint gar notwendig. Kapitalismus, Materialismus und Stress sind (für mich) keine guten Ingredienzien für ein anständiges Leben. Das aber gibt der Mainstream so vor. Im übrigen - das wollte ich schon immer mal loswerden - gibt es überall Spinner, Extremos und Orthodoxe - themen-, alter-, herkunftsunabhängig. Aber finden sich die meisten Radikalen nicht gerade in der Mitte des Mainstreams, weil sie sich im ganz großen Maßstab bestätigt fühlen? Eine Randgruppe braucht vorneweg Toleranz - die weiß, dass sie nur eine Minderheit ausmacht...

Nun, wir sind weiterhin überzeugt, dass eine Lebensgemeinschaft eine gute Möglichkeit ist, nach selbstgewählten Werten zu leben. Und vielleicht wird eine solche Nische sogar die einzige Alternative, sich in Zukunft den Vorgaben der Masse entgegen zu stellen. Ein Verbund mit anderen bringt viele Vorteile mit sich, von denen man als Einzelkämpfer nur träumen kann. Allerdings bleibt es eine große Herausforderung - und das meine ich nicht nur mit meinen Jahren WG-Erfahrung im Nacken. Es braucht eine Vision und die richtigen Menschen dafür... Ute und Achim haben viel in die Waagschale geworfen und ich wünsche ihnen nicht nur das Beste - ich bin sehr gespannt, wie ihr Weg weitergeht. Vielleicht begegnen wir uns ja mal...

Und nun noch ein paar Zeilen zum Rezept - obwohl man dem Eis ja bereits ansieht, dass es super schmeckt. Ich habe hierfür zwei Rezepte zusammengesetzt: *das Vanille-Eis* und *das Erdbeer-Vanille-Eis am Stiel*. Den Mixer habe ich nach Zubereitung für das Vanille-Eis genauso ausgeschleckt wie die Kinder auf dem kürzlich verlinkten Bild. *Probier' mal*, bin ich damit (brav teilend) zum Habib, *schmeckt das nicht köstlich?!*



Zutaten - 8 Eis à ca. 80ml Füllmenge (zwei 4er Eis-am-Stiel-Formen):

2 kleine, reife Bananen*
(ca. 250g mit Schale)
200g Aprikosen
200g Erdbeeren
200g Cashew-Kerne, 2 Stunden eingeweicht*
30g Ahornsirup
(plus 1 EL)
Vanille-Pulver
(m: noch aus Madagaskar)

Zubereitung:

Die Cashew mit der Vanille und 30g Ahornsirup pürieren. Früchte vorbereiten (entstrunken, entsteinen). Je kleingeschnittenen Erdbeeren und kleingeschnittene Aprikosen mit jeweils 2 TL von dem Cashew-Mus pürieren. Die Aprikosen brauchten bei mir noch etwas Süße - ihnen fügte ich den Eßlöffel plus Ahornsirup zu). Den Rest des Cashew-Muses mit der Banane pürieren (m: ich habe mit dem Pürieren der Banane begonnen, damit mir die anderen Fruchtmuse nicht *verfärben*). Dann abwechselnd in die Eis-Form schichten und in der Tiefkühltruhe gefrieren lassen.

*Anmerkung m: Man kann die Bananen dafür auch einfrieren - dann geht es mit der Eisherstellung schneller; so braucht es dafür allerdings einen Hochleistungsmixer (den ich ja - noch - nicht habe).

Zum Umgang mit Nüssen gibt es ein eigenes Kapitel in dem Buch - die müssen bei einem so gesteigerten Verzehr wie in der Rohkosternährung nämlich stets eingeweicht und wieder zurückgetrocknet werden: um Phytinsäure abzubauen - näheres dazu s. *Rohkostlady*.

Quelle: *Was dein Herz begehrt* von Ute Ludwig und Achim Sauerberg aka *Nordisch Roh*


Der purbeste Bananenkuchen

Montag, 24. August 2015

*Pffffhhhh* schnaubt ihr jetzt wahrscheinlich, *bester Bananenkuchen. Die hat hier gerade mal einen Bananenkuchen vorgestellt und der schmeckt mindestens genauso sosehr nach Quitte wie nach Banane. Und beim zweiten redet se schon vom weltbesten.* Jaha, Freunde: langsam, langsam mit dem Urteilen. So weit so richtig. ABER: unterwegs zählt Bananenkuchen zu den Kuchen, die besonders gerne den Touris angeboten werden. Ob Guatemala, Indien, Sansibar (uswusf.). Will heißen: als Bananenkuchen-Esser dürft ihr mich als äußerst erfahren bezeichnen.

Nur zuhause backe ich tatsächlich selten welchen. Braune Bananen kommen in diesem Haushalt nicht vor. Mit Müsli PLUS einem leidenschaftlichen Bananen-Snacker (dem Habib) erreichen die Bananen bei uns diesen Zustand schlicht nie. Außer in diesem Wüsten-Sommer.

Ich habe noch hin und her überlegt, ob mit oder ohne Schokolade (Rezept von Nigel Slater oder Dan Lepard), aber mich dann für pur entschieden. Nicht ohne dabei das allerbeste aus dem Lepard-Rezept rausgeholt zu haben. Trick 17: ich habe die Butter vorher gebräunt (Nicky zeigt schön, wies geht). Und das Mark einer Vanille-Schote dazugeben. Saftiger und buttriger und feiner kann kein Bananenkuchen werden. In diesem Universum.
Zutaten - 20cm-Kastenform:

200g Butter, gebräunt
175g Vollrohrzucker (= Muscovado)
250g Mehl 
3 TL Back-Pu
4 Eier
1 Zitrone, Abrieb und Saft
1 Vanilleschote, das Mark davon
200g reife Bananen

Zubereitung:

Die Kastenform mit Backpapier auslegen.

Butter, Zucker und 100g des Mehls schaumig rühren. Das Vanillemark dazugeben. Die Eier einzeln und nacheinander gründlich unterrühren. Die Bananen mit einer Gabel mittelfein bis grob zerdrücken und unter den Teig heben.

Das restliche Mehl mit dem Backpulver vermischen und den Teig nochmals gut verrühren.

Den Kuchen bei 160° (O/U-Hitze) 60min backen. Gegebenenfalls gegen Ende den Kuchen etwas abdecken, sollte er zu dunkel werden (Stäbchenprobe).
Inspiration: Tina von Lunch for One

TIPP für alle Gartenliebhaber: die kleingeschnittene Bananenschale dient als wunderbarer Dünger. Ich gebe sie bevorzugt an unsere hundertundeins Rosenstöcke. Und so verwertet man die Banane in schönster Indianer-Marnier!

Der Morgen macht den Tag

Sonntag, 16. August 2015


Die Werbung weiß, wie man Satzköder unter Gehirnwindungen schwimmen läßt. Die ziehen ihre Fische damit an Land - nur keine Sorge. Und die ganz verflixten verhäckeln sich sogar mit tiefer Wahrheit.  

*Und was die Mitte bringt ist offenbar: das was zu Ende bleibt und anfangs war* sagt der Goethe. Daher alle Sensoren auf maximale Leistung hochgefahren, wenn es um *erstes Date*, *ersten Arbeitstag*, *erstes Mal* usw. geht. Ab da sind die Weichen gestellt. Das haut bereits für einen einzigen Tag hin. So in etwa ungefähr.

Zumindest wenn ich auf meine bescheidene Erfahrung von ca. einem dreiviertel Jahr zurückgreife, kann ich beispielsweise bestätigen: Beginnt man mit einem anständigem Essen morgens, dann kommt das einem Motivations-Startblock für den ganzen Tag gleich. Wir springen mit schönem, geschmeidigem Köpfer in das Becken der guten Vorsätze.

Bon, vielleicht sind der Habib und ich auch lediglich hängengeblieben bei diesem Müsli. Denn es vereint drei äußerst vereinnahmende Prinzipien: es schmeckt uns, es tut uns wohl, es hält uns bis zum Mittagessen satt. Seit ich mit dem Müsli begonnen habe, kann man die Tage zählen, an denen der Habib und ich stattdessen Brot samt Frühstücksei vorzogen. Das finde ich mächtig erstaunlich. Vorallem weil ich unsere Frühstücksgewohnheiten kenne - aus erster Hand.

Dabei wurde das Müsli schlichter und schlichter gestaltet, bis nur noch Porridge und Obstsalat übrig blieben. Was damit zusammenhängt, dass wir den Winter über die Walnüsse in bester Nager-Großsippen-Manier vertilgten: stattliche 15 Kilo.

Tja, so herrliche kann gesunde Ernährung sein. Mit den reifen Pfirsichen, Aprikosen und den Mara de Bois empfinde ich dieses Müsli sogar als schwelgen im Luxus.

Kinners und wenn schon so einen Nutella-Quatsch, dann bitte auf diese Weise. Also wenn ich da was mitzureden hätte... 

Zutaten 2P*:

4 EL Haferflocken
2 EL Haferkleie
300ml Hafermilch*
2 kleine EL Joghurt (optional)*
2 TL Ahornsirup (optional)
3 EL gehackte Nüsse (m: Winter Walnuss/ Sommer Mandeln)
2 TL Ceylon-Zimt
Obstsalat (m: Winter 1 Apfel, 1 Banane, 1/2 Birne/ Sommer: was der Garten, die Region hergibt)

Zubereitung:

Die Obst für den Obstsalat klein schneiden.

Die Haferflocken zusammen mit der Kleie mit der Hafermilch und ca. 250ml Wasser (hängt mit von der verwendeten Hafermilch ab) aufkochen. Eventuell Wasser nach und nach zugeben. Porridge gehört zu den Gerichten, bei den die richtige Konsistenz eine GANZ entscheidende Rolle spielt: es darf weder zu flüssig noch zu fest geraten (kühlt es aus, dickt es übrigens wieder ein). Solange köcheln lassen, bis sich das Porridge verdoppelt hat.

Nun auf zwei Müsli-Schalen verteilen (im Winter habe ich die Schalen mit heißem Wasser vorgewärmt), Joghurt (wer mag) dazu geben, ebenso Zimt darüber streuen und gehackten Nüsse. Wer mag süßt mit etwas Ahornsirup. Getoppt wird alles mit den kleingeschnittenen Früchten.

Wohl bekomms!

Edit 2018: Mittlerweile mische ich uns ein Glas mit Flocken und Kleie etwa im Verhältnis 5:3/ den Zimt gebe ich direkt mit den Flocken in die Hafermilch (1l Hafermilch reicht uns drei Tage - also für 3x2 Porridge), beim Kochen gebe ich nach und nach Wasser dazu (insgesamt etwas mehr als Hafermilch). Fertig ist das Porridge, wenn der Brei anfängt, aufzuwallen und hochkommt wie kochende Milch. Für mich gibts 1 EL geschrotete Leinsaat darüber, dann gibts jeden Morgen für jeden 2-3 Walnüsse dazu (unser schöner Luxus im Anbaugebiet von Grenobler Nüssen zu leben - so haben wir eine gute Bezugsquelle), eine große Schüssel Obst (je nach Saison) und nun eben Honig und kein Ahornsirup (weil ersteres - warum auch immer - uns einfach näher liegt...


Kommen wir nun zu dem Kalkül hinter dem Müsli. Die Ingredienzien wurden durchaus mit Verstand gewählt: Hafer zu 2/3, Haferkleie zu 1/3 - Hafer ist besonders reich an Vitaminen, Mineralen und Aminosäuren, in der Haferkleie versteckt sich davon nahezu 80% des ganzen Haferkorns. 

Den Zimt verwendete ich ausnahmsweise in erster Linie als Heilmittel und nicht als Gewürz. Zimt gilt als kleines Wuntermittel: er wirkt unter anderem entspannend, entzündungshemmend und blutdrucksenkend, regt die Fettverbrennung an und besitzt hohe Mengen an Antioxidanzien. Ich kaufe ausschließlich Ceylon-Zimt und nicht den Cassia-Zimt wegen dessen deutlich höhrem Cumarin-Gehalt (eine gute Erklärung etwa hier).

Die Entscheidung für Hafermilch fiel aufgrund des vegangen Einsteigs. Grundeigentlich bin ich ja ein Milchmädchen (ich liebe sämtliche Milchprodukte). Für Hafermilch spricht etwa der bereits verwendete Hafer im Müsli. Wer allerdings an anständige Kuhmilch kommt - bitte sehr. Zum Thema *Milch* komme ich aber nochmals gesondert. Verwenden wir Joghurt, dann mache ich ihn selbst.

Nüsse - das wissen wir alle - nennt man gerne Nervennahrung. Nur 20g Mandeln am Tag vermindert angeblich Herz-Kreislauferkrankungen um stattliche 50%. Walnüssen sagt man nach, dass sie die Konzentration verbessern und das Immunsystem stärken.

Ahornsirup zog ich dem Honig vor, weil ihm bluthochdrucksenkende Wirkung nachgesagt wird und er weniger Kalorien hat und reicher an Mineralien ist.

Weihnachtsbäckerei... los gehts mit Lebkuchenschnitten

Sonntag, 30. November 2014

Die Statistik redet unmissverständlich: ihr seid sowas von bereit fürs Plätzchenbacken. Die Aufrufzahl meiner Kekse & Plätzchen - Seite hüpft sprunghaft nach oben. Also los gehts mit der munteren Weihnachtsbäckerei.

Diese Lebkuchen-Rauten überzeugten mich beim ersten Backen derart, dass ich eine zweite Edition anschloß. Dabei reduzierte ich die Zuckerbeigabe erneut und lackierte mit Schoko. Wenn man so will, dann kann man fastbeinahe von gesunder Schleckerei reden - ohne Mehl und Butter, und gezuckert mit Vollrohrzucker und Banane. Immer mal wieder bin ich doch tatsächlich auf Bananen-Verweigerer gestoßen. Für die ist diese Lebkuchen-Variante nix, da man die Banane durchaus rausschmeckt.

Der Habib und ich wiederum mögen genau diese Saftigkeit mit Bananen-Untermalung besonders. Und den beherzten Griff in die Weihnachts-Gewürzkiste. Original geht das Rezept von einem 1/4 Teelöffel Lebkuchengewürz aus. Aber mit den größten Spaß an der Plätzchenproduktion, nämlich den des Gewürzmischens, den lasse ich mir nicht nehmen.

Die langjährige Leserschaft wird erkannt haben: sie hat sich wieder ein Mal erfolgreich ums Ausstechen gedrückt. Genau. Die Motivation hebe ich mir für meine liebsten Weihnachtsplätzchen auf: die linzigen Spitzbuben von Hilda. Kleiner Haken an den Lebkuchen: sie bleiben nach dem Schneiden etwas krümelig. Dickes Pro: sie sind ultrasaftig. Ich rate euch damit gleich zur doppelten Menge. Und wünsche euch einen schönen ersten Advent!
Zutaten - für nicht ganz ein 1/2 Blech:

100g geschälte, gehackte Mandeln*
50g Orangeat, fein gehackt
100g Bananenchips
1-2 reife Bananen (ca. 150g)
1 EL Zitronensaft
1Msp Hirschhornsalz
140g gemahlene Mandeln
2 Eier (Gr. M)
120g Vollrohrzucker**
1 Pr Salz

1/2 TL Zimt, gemahlen
2 Kardamomkapseln
1 Msp Nelke, gemahlen
1/2 Muskatblüte
2 Msp Piment
2 Zacken Sternanis
1 Msp Ingwer, gemahlen

geschmolzene Schokolade

Zubereitung:

Die Bananenchips im Blender mahlen. Die Banane zusammen mit dem Zitronensaft mit dem Zauberstab pürieren. Das Hirschhornsalz in einem Eßlöffel lauwarmen Wasser auflösen. Die Gewürze in einem Mörser fein zermahlen (m: dafür einen EL Zucker mit verstoßen). Die gemahlenen Mandeln mit dem zuvorgenannten Zutaten in eine Schüssel geben.

Die Eier gemeinsam mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig rühren (ca. 5min). Den Schüsselinhalt (Nüsse, Bananen ect...) untermengen und 30min ruhen lassen.

Den Backofen auf 180° (O/U-Hitze) vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig ca. 1cm dick auf dem Blech verstreichen, auf der 2.Schiene von unten für ca.18-20min backen.

Auf dem Backblech vollständig auskühlen lassen (wer mit Puderzucker überziehen will, der mische 80g Puderzucker mit 4 EL Zitronensaft und steiche diesen auf den noch HEISSEN Lebkuchen). Ich habe etwas Schokolade (Zartbitter) geschmolzen und den gebackenen Teig damit überzogen. Dann trocknen lassen, in 3cm breite STreifen schneiden und schräg dazu in Rauten. In einer Keksdose mit Backpapier dazwischen lagern (hälte ca. 3-4 Wochen).

TIPP: Nicht mit anderen Plätzchen in eine Dose aufbewahren, da die Lebkuchenrauten sehr feucht sind und zuviel davon an andere Plätzchen abgeben würden.

*Anmerkung m: *beim ersten Backen nahm ich Macademianüsse, die Originalnüsse sind Pecannusskerne/**ursprüngliche Zuckermenge ist 150g und weißer Zucker
Inspiration: Essen und Trinken 11/2014

Saftig und frisch: Bananen-Quitten-Kuchen

Sonntag, 29. September 2013

Saftig und erfrischend hatte Paule ihren Bananenkuchen bezeichnet und beim ersten Blick auf ihre Bilder wußte ich, dass ich mich davon selbst überzeugen muß.

Gut vorstellen konnte ich mir aufgrund von Paules Bemerkung, dass mir der Kuchen mit einem Touch Quitte (Paule verwendete Quittenmus) ebenfalls besser schmeckt als pur mit Banane.

Bananen zählen ja zu den absoluten Lieblingsfrüchten meines Habibs. Kein Tag ohne Banane. Also wenn er mich sosehr wie Bananen mögen würde, wäre ich damit mehr als zufrieden. Bon, Erdbeeren mag er auch, wer nicht. Aber ihr ahnt, worauf ich hinaus will... soll ja ein bißchen plastisch werden, wie tief diese Zuneigung geht.

Ebenso wie Paule habe ich den Kuchen in kurzer Zeit zwei Mal gebacken, dazu gedichtet wurde eine schöne Kardamomnote und etwas Crunch dank der Pistazien. Außerdem habe ich deutlich grundiert mit Quitte (die habe ich glücklicherweise griffbereit, weil ich diese Tarte so mag).

Schnell zu backen, schön in kleine Stücke zu schneiden und am zweiten und dritten Tag fast noch besser. Dabei fruchtig und frisch. Mehr kann ein Rührkuchen nicht.
Zutaten:
für eine rechteckige, ca. 21×18 cm Backform

200 g Weizenmehl Type 550
40 g Speisestärke
2 Teelöffel Weinsteinbackpulver
1/2 Teelöffel feines Salz
40 g Butter
2 Esslöffel neutrales Pflanzenöl
140 g Rohrzucker
1 Vanillestange
4 Kardamomkapseln, die zerstoßenen Kerne davon
3 grosse Bio-Eier
2 grosse, reife Bananen
150g Quitte, gekocht wie hier
Abrieb von 1 Zitrone
2 Esslöffel Zitronensaft
50 ml Milch, eventuell auch weniger

für die Glasur:

100 g Puderzucker, z.B. aus Rohrohrzucker
Zitronensaft nach Belieben, 2-3 Esslöffel
gehackte Pistazien
Zubereitung:

Zuerst die Quitte wie hier beschrieben garen.

Backform mit Backpapier auskleiden oder einfetten und mit Mehl bestäuben.

Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz vermischen und beiseite stellen.

In der Küchenmaschine Butter, Öl, Zucker und Vanillemark ca. 5 Minuten zu einer hellen Masse schlagen. Ein Ei nach dem anderen unterrühren.

Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Bananen mit einer Gabel zermanschen und mit Zitronenabrieb und Saft vermischen. Auf kleinster Stufe die Hälfte der Mehlmischung unterrühren zusammen mit der gekochten Quitte, dann die Bananen und die Hälfte der Milch und zum Schluss das restliche Mehl. Nicht zu lange rühren. Ist der Teig noch zu zäh, die restliche Milch zugeben.

Anschliessend den Teig in die vorbereitete Form füllen und 35-40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Aus dem Ofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.

Für die Glasur, Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben. Zuerst nur 1-2 Esslöffel Zitronensaft zufügen und gut verrühren. Nach Bedarf noch etwas Saft zugeben. Auf dem abgekühlten Kuchen verstreichen und trocknen lassen.
Geniessen!
Schmeckt frisch genau so gut wie am 2. und 3. Tag. Zugedeckt und kühl aufbewahren.
Quelle: Paules Kitchen