In ihrem ersten Kochbuch "Abenteuer Geschmack" geht es Antje de Vries darum, Lebensmitteln ein Geschmacksportrait zu zuordnen und daraus die geschmacklich idealen Rezepte zu entwickeln. Für den Kürbis hat sie vier unterschiedliche Geschmacksbilder identifiziert. Und so könnte man ihn perfekt ausbalanciert, süß-würzig, sauer oder röstig-würzig auf den Tisch bringen. Ich habe mich für die süß-würzige Variante entschieden. Diese Zubereitung ist ein herzhaftes Gericht, bei dem Antje auch eine Tipps für eine Variation beim Würzen parat hat, um es als Dessert zu servieren.
Es ist nicht nur optisch sehr attraktiv, auch der Geschmack hat uns sehr gut gefallen. Im Zusammenspiel mit Joghurt, Sanddorn und Haselnuss entsteht ein tolles vegetarisches Gericht, bei dem man kein Fleisch vermisst. Den letzten Kick bringt das Kürbiskernöl. Hier konnte ich das ausgezeichnete Öl von Gabi Stranzl erstmals ausprobieren.
Meine Rezension ist hier nachzulesen.
1 kg Muskatkürbis
100 gr. Haselnüsse
1/2 Vanilleschote
1 kleine Zimtstange
4 Sternanis
3 Nelken
2 grüne Kardamomkapseln
1 TL Cayennepfeffer
100 gr. Butter
Meersalz
1/2 Bund Zitronenmelisse
300 gr. griechischer Joghurt
Sanddornmark
Kürbiskernöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen.
Den Kürbis schälen, entkernen und in ca. 1 cm dicke Spalten schneiden. Die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und zum Rösten für ca. 10 Minuten in den Ofen geben.
In der Zwischenzeit, die Vanilleschote in kleine Stücke schneiden. Die Zimtstange längs halbieren und etwas auseinander brechen. Die Kardamomkapseln öffnen und die kleinen Kerne heraus holen. Vanille, Zimt, Sternanis, Nelken und Kardamom in eine Moulinette geben und gut zerkleinern. Es sollte kein Pulver entstehen, aber die Stücke sollten so klein werden, dass man sie angenehm mitessen kann.
Die Butter schmelzen und die Gewürze einrühren. Die Haselnüsse aus dem Ofen holen und auf einen Teller geben. Die Kürbisspalten auf dem Blech verteilen und auf beiden Seiten großzügig mit der Gewürzbutter einpinseln. Sollte ein Rest bleiben, diesen einfach über den Kürbissen verteilen. Den Kürbis für ca. 45 Minuten auf 180 Grad garen, bis er weich ist.
Die abgekühlten Haselnüsse portionsweise im Mörser anstossen, damit sie in grobe Stücke brechen. Die Zitronenmelisseblätter abzupfen und in sehr feine Streifen schneiden. Den Joghurt glatt rühren. Wer es etwas aromatisieren möchte, gibt noch wenig Salz und Olivenöl dazu.
Joghurt dekorativ auf den Tellern verteilen. Kürbiskernöl und Sanddornmark ebenfalls verteilen. Die Kürbisspalten auflegen. Mit Haselnüssen und Zitronenmelisse bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Sofort servieren.
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Montag, 3. Februar 2020
Samstag, 1. Februar 2020
Erbsenpesto fürs Brot aus Abenteuer Geschmack von Antje de Vries
Erbsen haben eine wunderschöne grüne Farbe. Leider verlieren sie diese sehr schnell, wenn sie zu heiß werden. Wer kennt sie nicht, diese traurigen grau-grünen Erbsen aus der Dose. Diese sollte man für dieses blitzschnelle Rezept auf keinen Fall verwenden. Perfekt wären natürlich junge Erbsen, die man im Frühjahr bekommt und dann aus der Schale löst. Das macht aber einerseits viel Mühe und andererseits kann man dann diesen feinen Brotaufstrich nur selten genießen. Es funktioniert mit TK-Erbsen auch ganz wunderbar. Man sollte nur daran denken, dass man sie rechtzeitig zum Auftauen auf ein Sieb gibt, damit sie abtropfen können.
In ihrem ersten Kochbuch "Abenteuer Geschmack" ordnet Antje de Vries der Erbse die Geschmacksbilder kräuterfrisch, bodenständig, not very british und indisch würzig zu. Ihr ahnt es schon, hier wurde es kräuterfrisch. Beim Anrichten habe ich diesmal zwei völlig unterschiedliche Teller verwendet, um zu zeigen, dass sich dieses Gericht sowohl elegant, als auch rustikal präsentieren lässt.
Meine Rezension ist hier zu finden.
für 4 Personen
100 gr. Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Kräuter (das können sein Minze, Estragon, Petersilie, Kerbel, Dill)
75 gr. griechischer Joghurt
300 gr. grüne Erbsen
80 ml Olivenöl
75 gr. Parmesan
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Bauernbrot in Scheiben
Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten. Zum Auskühlen auf einen Teller geben und einige für die Garnitur abnehmen.
Die Knoblauchzehen schälen und in feine Scheiben schneiden. Einige kleine Blätter von den Kräutern abzupfen und für die Garnitur zur Seite legen. Den Rest in feine Streifen schneiden.
Erbsen und Joghurt in ein hohes Bechergefäß geben. Ein paar Erbsen für die Garnitur aufheben. Pinienkerne, Knoblauch, Kräuter, 40 ml Olivenöl und je eine große Prise Salz und Pfeffer dazu geben und fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Brot (mit etwas Olivenöl) in einer Pfanne rösten und das Erbsenpesto darauf verteilen. Den Parmesan fein darüber hobeln und mit Erbsen, Kräutern und Pinienkernen garnieren. Zum Schluss noch mit Olivenöl, Salz und Pfeffer toppen.
Das Erbsenpesto kann auch mit Nudeln oder Gnocchi serviert werden.
Donnerstag, 30. Januar 2020
Rezension: Abenteuer Geschmack von Antje de Vries
Ich bevorzuge es Obst und Gemüse saisonal einzukaufen. In der Saison einer Gemüsesorte probiere ich gerne unterschiedliche Gerichte aus, um herauszufinden, welche Zubereitungsart uns am besten schmeckt. In ihrem ersten Kochbuch "Abenteuer Geschmack" geht Antje de Vries dem Geschmack und unserer Fähigkeit zu schmecken auf den Grund. Dazu stellt zu einzelnen Produkten verschiedene Rezepte vor, die den natürlichen Geschmack unterstreichen. Das hat mich interessiert.
Bereits als Kind war Antje de Vries von Kochen und Essen fasziniert. So war es selbstverständlich, dass sie eine Ausbildung als Köchin in einem Bremer Gourmet-Restaurant machte. Danach studierte sie Ernährungsökonomie und arbeitete parallel in der Gastronomie. Mit dem Rüstzeug einer guten Ausbildung sammelte sie danach unterschiedliche berufliche Erfahrungen, in der Gastronomie und der Hotellerie. Sie war aber auch im Marketing von Produzenten oder als Projektleiterin tätig. Seit 2015 ist sie freiberuflich tätig und berät Restaurants oder entwickelt Konzepte. Dabei ist sie nicht ortsgebunden. Ihre Aufträge bringen sie in die ganze Welt. So ist es nur konsequent, dass sie keinen festen Wohnsitz hat, sondern mit leichtem Gepäck reist und immer offen für neue Erfahrungen ist.
Den Auftakt macht ein Theorieteil, in dem es darum geht, Geschmack zu verstehen. Antje beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln, zu jeder Facette gibt es einen einseitigen Text mit illustrierendem Foto. Dabei achtet sie stets auf den Praxisbezug und so manche Erkenntnis kann man durch ein eigenes Experiment durchaus nachempfinden.
Der überwiegende Teil des Buches ist dem Kochen & Experimentieren gewidmet, sprich: hier sind die Rezepte zu finden. Im Fokus steht immer ein Gemüse, das zuerst im Geschmacksportrait vorgestellt wird. Zu jedem Gemüse gibt es vier sehr unterschiedliche Rezepte, die die unterschiedlichen Geschmackswelten des Produkts hervorheben. Mit zwei "Geschmacks-Insights" geht es erneut in die fachliche Tiefe und man erfährt Interessantes über das Gemüse.
Die Rezepte sind nicht ausschließlich vegetarisch. Das Gemüse wird auch mit Fisch und Fleisch kombiniert und die Rezept-Ideen stammen aus dem weltweiten Erfahrungsschatz von Antje. Dabei ist nichts kompliziert, die Zutaten sind gut erhältlich und die Darstellung ist gut strukturiert und nachvollziehbar. Ergänzt werden die Rezepte von einem sehr umfangreichen und vorbildlichen Rezeptregister. So ziemlich jede Zutat, die in diesem Buch vorkommt wird aufgeführt und darunter die Rezepte gelistet. Das ist ideal, wenn man ein Rezept sucht, um eine Zutat zu verbrauchen. Zusätzlich finden sich noch die Fachbegriffe in einem alphabetischen Sachregister.
Zwei Rezepte habe ich ausprobiert. Es musste wieder einmal etwas mit Kürbis sein, da unser Anbau im Garten letztes Jahr sehr erfolgreich war. Für das Erbsenpesto habe ich mich entschieden, weil ich einfach Lust darauf hatte. Beides war ganz einfach nachzukochen und hat uns sehr gut geschmeckt. Die schönen Rezeptfotos stammen von der wunderbaren Münchner Fotografin Vivi D'Angelo und die Optik ist so natürlich und ansprechend. Das hat mir beim Anrichten auch geholfen und so bin ich mit der Optik meiner Gerichte auch zufrieden.
Erbsenpesto fürs Brot
Ofenkürbis mit Haselnuss, Joghurt und Sanddorn
Fazit: "Abenteuer Geschmack" von Antje de Vries ist viel mehr als ein saisonales Kochbuch für Gemüse. Die Rezepte sind inspirierend und gut um zu setzen. Darüber hinaus vermittelt es kurzweilig sehr viel neues und interessantes Wissen über Geschmack im Allgemeinen und Geschmack der vorgestellten Gemüse im Speziellen.
Im Anschluss habe ich Euch noch ein paar Bilder von der Kochbuch-Präsentation in München mitgebracht. Die kluge und charmante Antje hat uns die Augen verbunden, um uns ganz in die Welt des Geschmacks einzelner Gemüse zu führen. Im Anschluss daran hat sie uns noch mit einem Menü, mit Rezepten aus dem Buch, verwöhnt.
Bereits als Kind war Antje de Vries von Kochen und Essen fasziniert. So war es selbstverständlich, dass sie eine Ausbildung als Köchin in einem Bremer Gourmet-Restaurant machte. Danach studierte sie Ernährungsökonomie und arbeitete parallel in der Gastronomie. Mit dem Rüstzeug einer guten Ausbildung sammelte sie danach unterschiedliche berufliche Erfahrungen, in der Gastronomie und der Hotellerie. Sie war aber auch im Marketing von Produzenten oder als Projektleiterin tätig. Seit 2015 ist sie freiberuflich tätig und berät Restaurants oder entwickelt Konzepte. Dabei ist sie nicht ortsgebunden. Ihre Aufträge bringen sie in die ganze Welt. So ist es nur konsequent, dass sie keinen festen Wohnsitz hat, sondern mit leichtem Gepäck reist und immer offen für neue Erfahrungen ist.
Den Auftakt macht ein Theorieteil, in dem es darum geht, Geschmack zu verstehen. Antje beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln, zu jeder Facette gibt es einen einseitigen Text mit illustrierendem Foto. Dabei achtet sie stets auf den Praxisbezug und so manche Erkenntnis kann man durch ein eigenes Experiment durchaus nachempfinden.
Der überwiegende Teil des Buches ist dem Kochen & Experimentieren gewidmet, sprich: hier sind die Rezepte zu finden. Im Fokus steht immer ein Gemüse, das zuerst im Geschmacksportrait vorgestellt wird. Zu jedem Gemüse gibt es vier sehr unterschiedliche Rezepte, die die unterschiedlichen Geschmackswelten des Produkts hervorheben. Mit zwei "Geschmacks-Insights" geht es erneut in die fachliche Tiefe und man erfährt Interessantes über das Gemüse.
Die Rezepte sind nicht ausschließlich vegetarisch. Das Gemüse wird auch mit Fisch und Fleisch kombiniert und die Rezept-Ideen stammen aus dem weltweiten Erfahrungsschatz von Antje. Dabei ist nichts kompliziert, die Zutaten sind gut erhältlich und die Darstellung ist gut strukturiert und nachvollziehbar. Ergänzt werden die Rezepte von einem sehr umfangreichen und vorbildlichen Rezeptregister. So ziemlich jede Zutat, die in diesem Buch vorkommt wird aufgeführt und darunter die Rezepte gelistet. Das ist ideal, wenn man ein Rezept sucht, um eine Zutat zu verbrauchen. Zusätzlich finden sich noch die Fachbegriffe in einem alphabetischen Sachregister.
Zwei Rezepte habe ich ausprobiert. Es musste wieder einmal etwas mit Kürbis sein, da unser Anbau im Garten letztes Jahr sehr erfolgreich war. Für das Erbsenpesto habe ich mich entschieden, weil ich einfach Lust darauf hatte. Beides war ganz einfach nachzukochen und hat uns sehr gut geschmeckt. Die schönen Rezeptfotos stammen von der wunderbaren Münchner Fotografin Vivi D'Angelo und die Optik ist so natürlich und ansprechend. Das hat mir beim Anrichten auch geholfen und so bin ich mit der Optik meiner Gerichte auch zufrieden.
Erbsenpesto fürs Brot
Ofenkürbis mit Haselnuss, Joghurt und Sanddorn
Fazit: "Abenteuer Geschmack" von Antje de Vries ist viel mehr als ein saisonales Kochbuch für Gemüse. Die Rezepte sind inspirierend und gut um zu setzen. Darüber hinaus vermittelt es kurzweilig sehr viel neues und interessantes Wissen über Geschmack im Allgemeinen und Geschmack der vorgestellten Gemüse im Speziellen.
Im Anschluss habe ich Euch noch ein paar Bilder von der Kochbuch-Präsentation in München mitgebracht. Die kluge und charmante Antje hat uns die Augen verbunden, um uns ganz in die Welt des Geschmacks einzelner Gemüse zu führen. Im Anschluss daran hat sie uns noch mit einem Menü, mit Rezepten aus dem Buch, verwöhnt.
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