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Sonntag, 29. März 2026

#zitrusliebe - Tussi-Teller Winter-Edition

Seit Eline vom wunderbaren Blog Küchentanz (den sie leider geschlossen hat) zum ersten Mal Mozzarella mit Tomate als Tussi-Teller bezeichnet hat, verwenden wir diesen Begriff nur noch dafür. Es ist ein sehr einfaches Gericht, aber es schmeckt sehr gut. Weshalb man es im Restaurant bestellt, wo man es doch in wenigen Minuten daheim machen kann, hat sich mir nie erschlossen.

Vor kurzem hatte ich ein paar Stangen Staudensellerie und einige Kumquats übrig, die weg mussten. Irgendwie drängte sich mir ein Salat-Topping für Mozzarella auf. Und das hat so gut geschmeckt, dass ich mir unbedingt einen "Merker" im Blog machen muss. Also, wer auch Spaß daran hat, es geht blitzschnell und schmeckt schön frisch.

Weitere Rezepte mit Zitrusfrüchten gibt es in meiner Rezeptsammlung #zitrusliebe.


für 2 Personen

2 kleine Mozzarella
6 Kumquat
2 - 3 Stiele Staudensellerie
5 Cocktailtomaten
Weißweinessig
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 - 3 Zweige Koriander, gerne auch die Wurzel verwenden

Den Mozzarella abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben fächerartig auf Teller platzieren.

Die Kumquat längs halbieren, die Kerne entfernen und dann in feine Scheiben schneiden.

Den Staudensellerie schälen und damit die Fäden entfernen. Dann diagonal in Streifen schneiden. Die breite Stelle unten vorher längs halbieren, damit die Stücke etwa gleichgroß sind.

Die Tomaten halbieren, den Strunk entfernen und dann fein würfeln.

Alles in einer Schüssel vermischen. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und den Salat damit marinieren. Kurz ziehen lassen.

Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Wenn der Koriander Wurzeln hat, diese schälen und fein würfeln. Die Korianderwürfel und die Hälfte der Korianderblätter mit dem Salat vermischen.

Den Salat auf den Mozzarellascheiben verteilen und mit dem restlichen Koriander bestreuen. Sofort servieren.









Mittwoch, 22. Oktober 2025

Craft Käse & Champagner Tasting bei Kustermann, München

Vor vier Jahren hatten drei junge Männer eine Vision. Sie wollten in München Käse produzieren und gründeten die Münchner Käse Manufaktur. Franz Stuffer hat als gelernter Käse-Meister bereits die Naturkäserei Tegernseer Land mit aufgebaut und bringt viel Erfahrung mit. Seine Freunde Johannes Klappacher und Sebastian Kreuels sind Quereinsteiger aber ebenfalls sehr käsebegeistert.

Anfangs haben sie Käse affiniert und viel Mühe in die Suche einer geeigneten Produktionsstätte gelegt. Über ein Jahr haben sie gesucht, bis sie geeignete Räumlichkeiten an der Prinzregentenstraße gefunden haben. Dort produzieren sie nun ihren eigenen Käse in einer "gläsernen" Käserei. Das bedeutet, dass Kunden sie auch besuchen und bei der Käseherstellung zuschauen können. Parallel dazu haben sie auch einen Verkaufsstand auf dem Viktualienmarkt eröffnet. Da hat sich natürlich eine Kooperation mit Kustermann angeboten.

Und so fand vor ein paar Wochen in den Event-Räumen von Kustermann das erste Craft Käse & Champagner Tasting statt. Johannes stellte persönlich die unterschiedlichen Käse vor und erläuterte das Pairing mit den Champagnern. Die hat Nicola Neumann von Champagne Characters beigesteuert.

Die Gäste hatten große Freude an dem kulinarischen Erlebnis und der schönen Location. 





Oida Topfen
Kuhrohmilch Frischkäse


Bergschaf
Schafsrohmilch Hartkäse mit rotgeschmierter Naturrinde, 1 Jahr affiniert


Münchner Mutschli
Halbfester Schnittkäse aus Kuhrohmilch, 5 Monate gereift


Gruyere20 AOP
Rohmilch Hartkäse mit Naturrinde, 16 Monate affiniert


Isarbazi
Kuhrohmilch Weichkäse, rot geschmierte Naturrinde, 4 Wochen gereift


Blau-Weißer Portugiese
Rohmilch, halbfester Schnittkäse mit Blauschimmel,
mit Vintage-Port affiniert, 11 Wochen gereift



Freitag, 4. Juli 2025

Gepickelte Lärchenspitzen

Nachdem wir unseren "Selbstmörderbaum" um die jungen Triebe beraubt haben, gab es zuerst Spaghetti mit dekonstruiertem Lärchenpesto. Aus dem gepflückten Rest habe ich dann diese gepickelten Lärchenspitzen gemacht. Das geht sehr schnell und dann muss man eben 4 Wochen warten, bis sie durchgezogen sind.

Ich habe mich sehr bewusst für eine kleine Menge entschieden, da ich nicht zu viel Vorrat haben möchte und nächstes Jahr lieber ein neues Pickle mache. Es ist aber kein Problem das Rezept zu vervielfachen. Meine Menge ergibt nur ein kleines Glas.

Der Einsatz ist vielfältig. Wir haben es mit Robiola (das ist ein italienischer Frischkäse) und Cocktailtomaten gegessen, aber auch einfach zu einer Birne mit Käse passt es gut. Zu Rindfleisch-Carpaccio und zu rohem Schinken habe ich es auch schon serviert.


Robiola zu Kugeln formen und auf Teller setzen, Cocktailtomaten vierteln und dazugeben. Alles mit den gepickelten Lärchenspitzen bestreuen und Olivenöl beträufeln.




Gepickelte Lärchenspitzen:
6 gr. Lärchenspitzen
50 ml Weißweinessig
20 gr. Zucker
5 gr. Salz
10 gr. gelben Senfsamen

Ein kleines Einmachglas (ca. 150 ml Inhalt) auskochen bzw. sterilisieren.

Die Lärchenspitzen so schneiden, dass sie nicht mehr zusammengehalten werden, sondern jede kleine Spitze lose ist. Die Lärchenspitzen in das Einmachglas geben.

Essig mit Zucker, Salz und Senf aufkochen und über die Lärchenspitzen gießen. Das Glas verschließen und vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort durchziehen lassen.














Freitag, 13. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Käseröllchen

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025

Es ist wirklich ewig her, dass ich diese Röllchen gemacht habe und hatte schon vergessen, wie köstlich sie sind. Gerade die Kombi mit den drei Käsesorten, geräuchertem Paprika und Muskat ergibt so einen tollen Geschmack. Das Salz im Rezept habe ich nicht vergessen, es ist nicht nötig.

Mein Mann darf sie leider nicht essen und das ist auch der Grund, weshalb es solche Gerichte bei uns nicht mehr gibt. Diesmal habe ich für ihn eine Alternative gemacht und dazu einfach glutenfreie Baguettescheiben in der Pfanne geröstet, mit der Käsecreme bestrichen und im Ofen überbacken. Ich glaube ich mache die Röllchen und das Baguette jetzt doch immer wieder einmal.




200 gr. Yufka-Teig-Dreiecke
(üblicherweise gibt es in türkischen Supermärkten 360 gr.-Pakete - 
evtl. doppelte Käsemenge machen)
100 gr. Greyerzer Käse
100 gr. Feta
50 gr. Bergkäse
1 Ei
geräuchertes Paprikapulver
Muskatnuss
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Rapsöl zum Frittieren

Die drei Käsesorten sehr fein schneiden und in ein hohes Bechergefäß geben. Alles mit dem Ei vermischen und mit dem Pürierstab zu einer dicken Creme mixen.

Mit geräuchertem Paprikapulver, Muskatnuss und schwarzem Pfeffer pikant abschmecken.

Die Käsecreme kann einen Tag vorher zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Verarbeiten sollte man sie ein paar Stunden vorher herausnehmen, damit sie weicher wird.

Das Yufkadreieck an der breiten Seite mit ca. 1 EL der Käsecreme bestreichen. Dann die beiden Längsseiten links und rechts ca. 1,5 cm breit einschlagen und aufrollen. Das kleine Dreieck am Schluss mit kaltem Wasser einstreichen und fertig aufrollen. So verkleben die Rollen und er Käse kann beim Frittieren nicht auslaufen.

Die fertigen Röllchen sollten frisch frittiert werden. Alternativ kann man sie auch einfrieren und dann gefroren frittieren.

Ausreichend Rapsöl erhitzen (ich mache das gerne in einem Wok) und die Käseröllchen darin goldgelb frittieren. Dazu regelmäßig wenden, bzw. mit heißem Öl übergiessen.





Samstag, 15. Juni 2024

#tomatenliebe - gefüllter Mozzarella mit Sardellen und Kirschtomaten

Mozzarella ist ein wunderbarer Begleiter zu Tomaten und wenn es mal schnell gehen muss, ist der "Tussi-Teller" schnell auf dem Tisch. Dabei kann Mozzarella sehr vielseitig sein. Vor ein paar Jahren habe ich ein ein Kochbuch zu Mozzarella rezensiert und ihn von einer anderen, sehr kulinarischen Seite entdeckt. (Link zur Rezension)

Deshalb hat mir dieses Rezept so gut gefallen, bei dem der Mozzarella in dicke Scheiben geschnitten, mit einer Paste aus Tomaten und Sardellen gefüllt und in Schinken gewickelt wird. Er muss ein paar Stunden in den Kühlschrank. Ich habe ihn sogar am Vortag gefüllt und über Nacht gelagert. Das macht mir immer Spaß, wenn man etwas vorbereiten und dann später schnell auf den Tisch bringen kann.

Zum gefüllten Mozzarella gibt es einen Salat und da ist vieles möglich. Bei mir war es eine Kombination aus Cocktailtomaten, Blutampferblättern und essbaren Blüten. Ich kann mir aber auch Blattsalat, einen Salat aus Antipasti-Gemüse wie Zucchini, Auberginen und Paprika vorstellen.



für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als sommerliches Hauptgericht


Füllung:
60 gr. Cocktailtomaten
1 Sardellenfilet
20 gr. entsteinte schwarze Oliven
1 Knoblauchzehe
1 kleiner Bund Petersilie
2 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Tomaten halbieren und Saft und Kerne herausdrücken, in ein hohes Becherglas geben. 
Sardellen und Oliven grob zerkleinern, den Knoblauch fein würfeln, die Petersilienblätter in Streifen schneiden und alles mit Olivenöl und den Gewürzen dazugeben. Mit dem Pürierstab zu einer feinen Paste pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Mozzarella:
4 kleine Kugeln Mozzarella (je 50 gr.)
8 Scheiben roher Schinken
Frischhaltefolie

Die Mozzarella-Kugeln in drei Stücke zerteilen. Auf die Schnittfläche je einen TL von der Paste geben und den Mozzarella dann wieder zusammensetzen. Je zwei Scheiben Schinken auslegen, damit eine große gleichmäßige Fläche entsteht. Den Mozzarella darin einwickeln. Anschließend in ein Stück Frischhaltefolie wickeln. Dabei die Enden zusammenzwirbeln, wie bei einem Bonbon, damit der Mozzarella stramm eingewickelt ist. Über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag aus der Folie wickeln und mit einem sehr scharfen Messer halbieren, damit man die Füllung sehen kann.


Anrichten:
Salat aus Tomaten oder Blattsalat
Antipasti-Gemüse
essbare Blüten

Einen kleinen Salat auf den Teller geben und mit Essig, Salz, Pfeffer und Öl marinieren. Die halbierten Mozzarellas daraufsetzen und mit essbaren Blüten dekorieren. Noch ein paar Kleckse der restlichen Paste auf den Teller geben.




Ich habe mit diesem Rezept noch etwas experimentiert und einen großen Mozzarella in fünf Scheiben geschnitten und mit der Paste gefüllt. Auf den Schinken habe ich verzichtet und in sehr fest in Frischhaltefolie gewickelt. Das funktioniert ebenfalls sehr gut, allerdings hat uns die Version mit dem Schinken besser geschmeckt.




Eine Inspiration aus:

      














Link zum Buch  













            




Samstag, 25. Mai 2024

Eingelegter Rhabarber

In den letzten Jahren mussten wir unseren Rhabarber dreimal umziehen und so langsam nimmt er uns das übel. Letztes Jahr hat er sich kaum blicken lassen und heuer waren zumindest eine Handvoll sehr dünner Stängelchen vorhanden. So richtig konnte ich damit nichts anfangen und war froh, dass ich ein passendes Rezept von Tanja Grandits im Kochbuch "Einfach Tanja" entdeckt habe.

Es hat nicht einmal für die einfache Menge des Rezepts gereicht, aber ungefähr die Hälfte an Rhabarber hatte ich. Ich war auch froh, dass das Rezept unkompliziert ist und sich schnell umsetzen lässt. Der eingelegte Rhabarber passt gut zu Käse und besonders gut hat er uns zu jungem Emmentaler geschmeckt. In Würfel geschnitten und mit Rhabarber belegt hat man so sehr schnell eine kleine Knabberei.







für ein Glas mit ca. 300 ml Fassungsvermögen

250 gr. Rhabarber
80 ml Wasser
40 ml Weißweinessig
20 ml Balsamico
1 EL Ahornsirup
2 Prisen Salz

Die Schale des Rhabarbers abziehen, ihn in ca. 5 cm lange Stücke schneiden und in das Glas geben.

Wasser, beide Essige, Ahornsiurp und Salz aufkochen und kochend über den Rhabarber gießen. Darauf achten, dass alles von dem Sud bedeckt ist. Das Glas mit dem Deckel zuschrauben und abkühlen lassen. Sobald alles erkaltet ist, in den Kühlschrank geben und eine Woche durchziehen lassen. Danach ist der Rhabarber genussbereit.

Das Glas im Kühlschrank aufbewahren.


Eine Inspiration aus:






























Sonntag, 7. April 2024

Kartoffel-Ziegenkäse-Auflauf mit Rosmarin-Tomaten

Ich probiere gerne etwas neues aus und diese Kartoffelmasse mit Ei hat mich ganz besonders interessiert. Eigentlich ist es ein Kartoffelbrei, der mit Aromen gewürzt und mit Ei "fluffig" gemacht wird. Das Ganze wird dann im Ofen gebacken und in der Mitte steckt ein junger Ziegenkäse, der Würze und Schmelz gibt. Für die Säure kommt noch ein Gemüse aus Tomaten mit Rosmarin dazu.

Es lässt sich in vernünftiger Zeit zubereiten und man könnte es bereits einen Tag vorher komplett fertig machen und dann nur noch in den Ofen schieben. Das Tomatengemüse lässt sich schnell nebenbei zubereiten.




für 2 Personen 
(die Masse ist passend für zwei kleine Töpfe von Le Creuset oder eine andere kleine Auflaufform mit 10 cm Durchmesser und 5 cm Höhe)

350 gr. mehlig kochende Kartoffeln
Meersalz
2 EL schwarze Oliven ohne Stein
1 kleine Knoblauchzehe
150 gr. Kirschtomaten
100 gr. Ziegenkäse in der Rolle
1 EL Butter
1 Ei
Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 kleine Zweig Rosmarin

Die Kartoffeln schälen und über kochendem Salzwasser für 25 Minuten dämpfen. Anschließend aus dem Topf nehmen und ausdampfen lassen.

In der Zwischenzeit die Oliven vierteln, die Knoblauchzehe in feine Würfel schneiden und die Kirschtomaten halbieren. Den Ziegenkäse halbieren, so dass er in die Förmchen passt.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Butter in einem kleinen Topf, bei geringer Hitze, schmelzen.

Das Ei trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. 

Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken, den Dotter, einen EL Olivenöl und die Oliven dazugeben. Alles schnell mit einem Holzlöffel vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Eiweiß mit einem Teigschaber nach und nach unterheben.

Die ofenfesten Förmchen mit der flüssigen Butter ausstreichen. Die Kartoffelmasse bis zur Hälfte einfüllen. Mit einem Esslöffel eine Kuhle machen, in die der Ziegenkäse passt. Den Ziegenkäse in das Förmchen stellen und die Kartoffelmasse dann so auffüllen, dass das Förmchen bis oben gefüllt und der Ziegenkäse eingeschlossen ist. Die Kartoffelmasse und den Ziegenkäse oben mit der restlichen flüssigen Butter einpinseln. Die Förmchen für 20 Minuten in den Backofen geben.

In der Zwischenzeit Olivenöl mit dem Rosmarinzweig in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin anschwitzen, dann die Tomatenhälfte dazugeben und alles leicht salzen. Gut durchrühren, dann die Hitze reduzieren und einen Deckel auflegen. Die Tomaten für ca. 5 Minuten sanft garen.





Dienstag, 12. September 2023

#tomatenliebe - warme Cocktailtomaten mit Ziegenkäse und Thymianöl

Unsere Tomaten im Garten sind immer noch sehr fleißig und ich hätte nie gedacht, dass es mir so viel Freude machen wird, nach neuen Rezept-Ideen zu stöbern. Bei der Auswahl achte ich darauf, dass die Tomate wirklich im Fokus steht und es darf sehr gerne vegetarisch oder vegan sein. Wichtig ist uns die Abwechslung, da wir inzwischen jeden Tag etwas mit Tomaten essen.

Dieses Rezept ist interessant, da die Tomaten ohne Salz zubereitet werden. Die salzige Komponente kommt ausschließlich über das Öl und die Kapern. Es macht etwas mehr Arbeit, da die Tomaten geschält werden müssen. Ich habe es auch einmal ohne Schälen zubereitet und musste feststellen, dass sich die Mühe schon lohnt.




für 2 Personen als Hauptspeise oder 4 Personen als Vorspeise

500 gr. Cocktailtomaten, ideal sind etwas größere wie Datteltomaten
4 EL Thymianblättchen
1 TL Salz
6 EL Olivenöl
1 EL flüssiger Honig
1 EL Butter
2 Ziegenfrischkäse oder 4 kleine, wie Picandou
2 EL Kapern

Die Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendem Wasser blanchieren, sofort in eiuskaltes Wasser geben, herausheben und die Haut abziehen. Die Tomaten etwas trocknen lassen.

In der Zwischenzeit Olivenöl, Salz und Thymianblätter mit dem Zauberstab in einem hohem Becherglas pürieren.

Den Honig in einem Topf erhitzen, Tomaten dazugeben und umrühren, bis sie vom Honig überzogen sind. Die kalte Butterin den Topf geben und die Tomaten darin schwenken.

Eine ofenfeste Form mit Backpapier auskleiden. Den Käse daraufsetzen und unter dem heißen Grill gratinieren, bis er oben leicht gebräunt ist. Herausnehmen und kurz warten, bis er etwas abkühlt, dann auf Teller geben.

Die Tomaten mit dem Sud auf dem Teller rund um den Käse verteilen. Alles mit Kapern bestreuen und dem Thymian-Öl beträufeln, sofort servieren.


Eine Inspiration aus:


Dienstag, 19. Mai 2020

Gurkentatar mit Ziegenfrischkäse und knusprigem Hafer aus Koch was draus! Was Spitzenköche aus 5 Zutaten zaubern von Stefanie Hiekmann

Obwohl ich mich schon mein ganzes Leben in meiner Freizeit intensiv mit kulinarischen Themen beschäftigt habe, fasziniert mich immer noch, wie Profi-Köche herangehen, wenn sie Zutaten haben und daraus etwas kochen sollen. Das ist, so ganz grob gesagt, das Thema des Kochbuchs von Stefanie Hiekmann Koch was draus! Was Spitzenköche aus 5 Zutaten zaubern.

Beim Nachkochen für die Rezension ging es mir eher darum, mich für einen Koch und seine Zutaten zu entscheiden. Meine Wahl fiel auf den sympathischen Sascha Stemberg, den ich virtuell kenne, und wie beide glauben fest daran, dass es auch mal "in echt" klappt. Saschas Zutaten waren Salatgurke, Gewürzgurken, Dill, Hafer-Crunchy und Ziegenfrischkäse. Daraus hat er diese Vorspeise "gezaubert" und noch mit Kaviar "gepimpt". Herausgekommen ist ein frisches und leichtes Gericht, dass sich gut vorbereiten lässt und sicher auch so manchen Gast überraschen kann. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Meine Rezension des Kochbuchs ist hier nachzulesen.



für 4 Personen als Vorspeise

1 große Salatgurke
2 mittelgroße Essiggurken
2 EL Wasser der Essiggurken
180 gr. Ziegenfrischkäse
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Zitronensaft
4 EL Hafer-Crunchy
1 Bund Dill
1 kleines Glas Saiblingskaviar

Die Gurke schälen, längs halbieren und mit einem Löffel das Kernhaus ausschaben. Dann die Gurke fein würfeln. Die Essiggurken abtropfen und ebenfalls fein würfeln. Alle Gurkenwürfel mit den 2 EL Essiggurkenwasser verrühren. Anschließend 30 gr. Ziegenfrischkäse in die Masse einrühren, damit sie gebunden wird und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Alles für etwa 10 Minuten ziehen lassen und in ein Sieb zum Abtropfen geben.

Den Hafer-Crunchy mit einer Prise Salz würzen und mittelfein mörsern. Die Spitzen des Dills abzupfen.

Zum Anrichten einen Servierring benutzen. Zuerst das Gurkentatar in den Ring geben und flach drücken. Dann das Tatar mit dem Hafercrunch bestreuen, den Ring abziehen und das Tatar rundum mit den Dillspitzen garnieren.

Den restlichen Ziegenfrischkäse zu vier Nocken abstechen und aufsetzen. Mit dem Kaviar dekorieren und sofrot servieren.

Sascha empfiehlt dazu einen Aquavit, was ich sehr spannend finde, aber ich hatte leider keinen.




Donnerstag, 12. März 2020

Piave-Crème, gegrillter Radicchio, schwarze Nüsse

Kaum ein Land verfügt über so ein enges regionales Geflecht, wenn es um Lebensmittel oder typische Gerichte gibt. Was an einem Ort seit vielen Generationen gilt, wie etwas gekocht oder schmecken muss, kann wenige Kilometer davon entfernt schon ganz anders aussehen. Und so gibt es für uns, die wir bevorzugt nach Italien reisen und die Küche lieben, noch ganz viel zu entdecken.

So ging es mir vor ein paar Monaten, als ich das erste Mal in Kontakt mit dem Piave Käse kam. Seinen Namen hat er von dem Fluss Piave und er wird nur mit Milch aus der Provinz Belluno, einem nördlichen Teil Venetiens, hergestellt. Seine Konsistenz ist fest, ähnlich Parmesan oder Pecorino, aber sein Geschmack ist ganz anders. Er ist nicht so salzig und hat einen sehr angenehmen, buttrigen Geschmack. Weshalb er sich sehr gut dafür eignet, ihn in eigenständigen Gerichten zu verarbeiten.

Es gibt ihn mit unterschiedlichen Reifegraden. Vom Frischkäse, der nur wenige Tage reift, bis zu einer Reifezeit von über 6 Monaten und über 12 Monaten ist er erhältlich. Ich hatte ein Stück Piave DOP Selezione Oro 6 Monate gereift, der ein feines mildes Aroma hat. Trotzdem ist es kräftig genug, dass man es bei der Crème und bei den Crackern noch gut herausschmecken kann.



für 4 Personen

Piave-Crème:
100 gr. Piave Käse
100 gr. Sahne
250 gr. Quark
1 Eiweiß
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Sahne sanft erwärmen und nicht kochen lassen. In der Zwischenzeit den Käse fein reiben und in der warmen Sahne unter Rühren auflösen. Die Masse in ein hohes Rührgefäß geben und abkühlen lassen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

Die Sahne-Käse-Mischung schlagen wie Sahne, allerdings wird sie nicht so steif. Den Quark zugeben und weiterrühren, bis sich alles gut vermengt hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vorsichtig den Eischnee unterheben. Die Mousse kann in einen Spritzbeutel oder in ein Glas gegeben werden, aus dem sie später gestürzt wird. Wer will kann sie auch in ein Gefäß geben und später Nocken abstechen. Sie muss im Kühlschrank aufbewahrt werden.


Piave-Cracker:
50 gr. Piave Käse

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Käse sehr fein reiben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Käse mit Hilfe von Anrichtringen rund auf das Backpapier geben. Dabei sollte der Käse ca. 2 cm hoch in den Ringen stehen. Die Ringe abziehen und das Blech für 5 Minuten in den Ofen schieben. Am Ende der Garzeit kontrollieren, ob der Käse überall geschmolzen ist und die Cracker einen goldgelbe Farbe haben. Evtl. noch eine Minute länger im Ofen lassen.


Radicchio:
2 kleine Radicchio Trevisano
2 Zweige Thymian
1 Knoblauchzehe
5 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Knoblauchzehe anschlagen und mit den Thymianzweigen zum Olivenöl geben und dies etwas ziehen lassen. Den Strunk des Radicchio längs halbieren und ihn dann auseinander ziehen, damit die Blätter ganz bleiben. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Radicchio mit der Innenseite nach oben darauf legen und mit dem Öl bepinseln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Blech für 10 Minuten in den Ofen geben. Den Radicchio wenden und mit dem restlichen Öl bestreichen und erneut mit Salz und Pfeffer würzen. Nochmals für 8 Minuten in den Ofen geben.

Wer mag, kann den Radicchio nach dem Garen noch mit etwas Sud der schwarzen Nüsse beträufeln.


schwarze Nüsse:
1 Glas schwarze Nüsse, z. B. nach diesem Rezept








Anläßlich der Produktvorstellung kochte Hans Jörg Bachmeier vom Restaurant Blauer Bock in München ein ansprechendes Menü mit dem unterschiedlich gereiften Piave-Käse.

Piave Vecchio: Trevisano | Fico
Piave Mezzano: Soufflé di Patate e Formaggio
Piave Selecione Oro: Vitello | Risotto Milanese
Gnocco di Marrone: Cioccolata | Gelato Mela di Forno