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Freitag, 7. Februar 2020

Rezension: Grundkurs Wein von Jens Priewe

Was ich mir bei guten Kochbüchern öfters wünsche, passiert aktuell im ZS-Verlag mit den Weinbüchern von Jens Priewe. Er überarbeitet sie und sie werden neu aufgelegt. Mich freut das sehr, da ich seine Bücher sehr schätze.

Letztes Jahr ist "Grundkurs Wein" neu aufgelegt worden. Ein Jahr hatte er sein Standardwerk "Wein - Die große Schule" völlig überarbeitet. Meine Rezension dazu ist hier zu finden.



Die beruflichen Anfänge von Jens Priewe gingen in eine ganz andere Richtung. Er studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Philosophie und Soziologie in Hamburg und promovierte. Den Themenschwerpunkten Bildungspolitik, Ökologie und Wirtschaft widmete er sich als Redakteur bei verschiedenen Wochenzeitungen und Nachrichtenmagazinen. Die Weinwelt entdeckte er durch Zufall, als er einen Auftrag für eine Weinreportage erhielt. Sein erstes Weinbuch "Italiens große Weine" erschien 1987 nach einem Studienaufenthalt in Florenz. Das Thema Wein hat ihn nie wieder losgelassen und seit 1992 schreibt er ausschließlich über Wein. Er gilt als einer der renommiertesten Autoren zu diesem Thema in Deutschland und betreibt mit Kollegen auch das Magazin weinkenner.de im Internet.

Alles was man über Wein wissen sollte, lautet der Untertitel und sicherlich ist man bestens informiert, wenn man das Buch "durch gearbeitet" hat. Dies ist aber gar nicht der Ansatz, wie man es verwenden sollte. Die Vielfalt des Wissens über Wein ist sehr gut strukturiert und in gut portionierten Häppchen aufbereitet. Grob gesagt geht es um allgemeine Theorie, die in den Kapiteln "Wein verstehen" und "Allgemeinwissen" abgehandelt wird. Wer etwas lernen möchte, wie Wein überhaupt entsteht, kann sich in den drei Kapiteln mit den Schwerpunkten "Rebenkunde", "Der Weinberg" und "Die Kellerarbeit" informieren. Über "Praktisches Weinwissen", wo es um Korken, Lagerung und Gläser geht, nähern wir uns dann der "Sensorik des Weins", also riechen und schmecken und somit dem Trinkgenuss. Jetzt fehlen nur noch "Die Weinbauländer" und hier werden nicht nur die klassischen Anbaugebiete in Europa, sondern auch Exoten wie Großbritannien oder China vorgestellt.

Egal, um welches Thema es geht, es wird auf einer Doppelseite behandelt. Die Texte sind kurzweilig zu lesen und sehr verständlich. Zusätzlich werden sie mit Fotos oder Grafiken illustriert. Man kann also ein Thema gezielt nachschlagen und sich in kürzester Zeit informieren. Alternativ regt es auch zum Blättern an und man entdeckt so interessante Themen. Für die schnelle Suche gibt es ein Register und ein Glossar, beide sehr ausführlich und alphabetisch.

Fazit:
 "Grundkurs Wein" von Jens Priewe richtet sich an Weintrinker, die anfangen möchten ihr Wissen zu erweitern. Dabei ist es besonders gut für unerfahrene Weininteressierte geeignet, da es sehr verständlich geschrieben und nie abgehoben ist. Auch für die unkomplizierteste Art Wein zu kaufen, im Supermarkt, gibt es gute Anregungen.


Letztes Jahr stellte Jens Priewe sein Buch in der Münchner Weinhandlung Garibaldi vor. Dazu hatte er auch einige Kostproben aus seinem Weinkeller mitgebracht.




Montag, 11. Juni 2018

Rezension: Wein - Die große Schule von Jens Priewe

Das Buch "Wein - Die große Schule" des renommierten Wein-Journalisten Jens Priewe ist erstmalig 1997 erschienen und gilt als Standardwerk. Es steht bei vielen Wein-Fachleuten und -Liebhabern im Bücherregal. Für eine Neuerscheinung ist es komplett neu geschrieben und erweitert worden und kann somit neu entdeckt werden.



Die beruflichen Anfänge von Jens Priewe gingen in eine ganz andere Richtung. Er studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Philosophie und Soziologie in Hamburg und promovierte. Den Themenschwerpunkten Bildungspolitik, Ökologie und Wirtschaft widmete er sich als Redakteur bei verschiedenen Wochenzeitungen und Nachrichtenmagazinen. Die Weinwelt entdeckte er durch Zufall, als er einen Auftrag für eine Weinreportage erhielt. Sein erstes Weinbuch "Italiens große Weine" erschien 1987 nach einem Studienaufenthalt in Florenz. Das Thema Wein hat ihn nie wieder losgelassen und seit 1992 schreibt er ausschließlich über Wein. Er gilt als einer der renommiertesten Autoren zu diesem Thema in Deutschland und betreibt mit Kollegen auch das Magazin weinkenner.de im Internet.

Wie es sich für ein Standardwerk gehört ist "Wein - Die große Schule" ein großformatiges, dickes und schweres Buch. Das gilt nur für den haptischen Eindruck, auch als Laie muss man keine Angst davor haben. Im Gegenteil, durch eine sehr filigrane Gliederung ist es gelungen das umfangreiche Fachwissen so zu portionieren, dass auf einer Doppelseite ein Thema umfassend und doch kompakt darzustellen. Die Texte sind informativ und kurzweilig zu lesen. Aufgelockert werden sie noch mit Fotos und erläuternden Zeichnungen.

Wein ist ein sehr spannendes Getränk, das immer mehr Spaß macht, je mehr man darüber weiß. Natürlich ist das Wichtigste, dass der Wein schmeckt. Trotzdem lohnt es sich, sich mehr Wissen anzueignen. Plötzlich schmeckt man andere Dinge oder kann Weine vergleichen. Dabei kann dieses Buch gut unterstützen. Es geht nicht darum, sich ins Bockshorn jagen zu lassen, wenn die selbsternannten Weinexperten mit Fachbegriffen um sich werfen. Weinwissen ist kein Wettbewerb, sondern man sollte sich darauf einlassen und neugierig darauf werden, etwas Neues zu entdecken.

Gleich zum Einstieg gibt es Antworten auf 20 Fragen rund um den Wein aus dem Alltag. Die ersten beiden Kapitel "Wein geniessen" und "Wein verstehen" sind ebenfalls praxisorientiert und beleuchten Themen rund um das Wein trinken. Dabei geht es u. a. um die Farbe des Weins, das Riechen und Schmecken, aber auch ganz banale Dinge wie die richtigen Gläser oder den Korkenzieher, die Weintemperatur und wie man richtig einschenkt.

Die Kapitel "Die Weinrebe" und "Vielfalt der Rebsorten" beleuchten den Rohstoff, aus dem Wein gemacht wird. Damit aus der Weintraube Trinkgenuss wird, sind umfangreiche Arbeiten im Weinberg und im Keller zu leisten. Darüber informieren die Kapitel "Die Arbeit im Weinberg" und "Weinbereitung" und dabei wurden auch die neuesten Erkenntnisse und Techniken berücksichtigt. Auch an die Vorstellung von besonderen Weinen wurde im Kapitel "Schaumweine, Port, Sherry und andere Spezialitäten" gedacht.

Rund die Hälfte des Buchs ist den Weinregionen der Welt gewidmet. Jedes Weinland wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt, wobei man bei der übersichtlichen Darstellung eines Themas auf einer Doppelseite geblieben ist. Somit können die einzelnen Anbaugebiete der Länder näher kennen gelernt werden. Neben den klassischen Ländern wie beispielsweise Deutschland, Österreich, Frankreich oder Italien sind auch die neue Welt u. a. mit Australien, Südafrika oder Südamerika zu finden. Inzwischen tut sich auch einiges in Ländern, bei denen man nicht gleich an Weinbau denkt, wie Georgien, Libanon oder China und Japan. Auch darüber informiert das Buch.

Abgerundet wird das Ganze mit einem Glossar, in dem man schnell einmal einen Fachbegriff nachlesen kann und einem sehr umfangreichen alphabetischen Register, zum Auffinden der gewünschten Stelle im Buch.

Fazit:
"Wein - Die große Schule" ist eine Schule die Spaß macht und das enorme Wissen rund um den Wein häppchenweise und informativ aufbereitet. Es ist als Nachschlagewerk für den gut informierten Weinliebhaber genauso geeignet, wie für Weintrinker, die noch wenig Erfahrung haben und ihr Wissen vergrößern möchten.


Jens Priewe mit seinem aktuellen Buch