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Donnerstag, 5. Mai 2016

Gut Sonnenhausen:
Schwelgerei im Kochstall mit Reinhard Angerer

Meinen Geburtstag plane ich normalerweise nicht sehr lange voraus. Doch heuer entdeckte ich rund um diesen Tag so schöne Veranstaltungen und beschloss, obwohl es kein besonderer Geburtstag war, ihn mehrere Tage zu feiern.

Los ging es gleich am Vorabend auf Gut Sonnenhausen. Das ist das Schwestergut von dem bekannteren Gut Herrmannsdorf. Beide Güter erwarb Karl-Ludwig Schweisfurth, als er erkannte, dass die industrielle Fleischverarbeitung nicht der richtige Weg ist. Er verkaufte Hertha und begann, in der Nähe von Glonn, Tiere nach ökologischen Kriterien zu halten. Die beiden Güter werden inzwischen von seinen Söhnen Georg und Karl Schweisfurth geleitet.

Gut Sonnenhausen ist ein Bio-Tagungshotel, kann aber auch für Veranstaltungen gebucht werden. Immer wieder werden auch kulinarische Highlights geboten. Das sollte man ruhig nutzen, da das Restaurant normalerweise nur den Tagungsgästen zur Verfügung steht. Viele der Lebensmittel, die dort verarbeitet werden stammen vom Gut Sonnenhausen selbst oder aus den Genuss-Werkstätten von Herrmannsdorf. Alles andere wird in Bio-Qualität zugekauft.


Letztes Jahr wurde in einem der ehemaligen Ställe eine schöne Event-Küche eingebaut und der Kochstall war geboren. In schöner Regelmäßigkeit finden dort die Schwelgereien statt. An einer langen, gedeckten Tafel treffen sich Genussmenschen, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Auf Platten kommen die Köstlichkeiten auf den Tisch und jeder nimmt sich so viel und so lange er mag. Wer neugierig ist, kann jederzeit zu den Köchen an den Herd kommen und mit ihnen fachsimpeln. Wer  die ausgesuchten Bio-Weine oder das Bier vom Herrmannsdorfer Schweinsbräu ohne Reue genießen will, der kann sich auch ein Zimmer reservieren und am nächsten Tag am reichhaltigen Frühstücksbuffet stärken. Selbstverständlich ist auch dort alles bio.

Wurstauswahl, aus den Herrmannsdorfer Landwerkstätten

angemachter Käse
Pastete
Gemüse und Pilze
Kutteln mediterran mit Polenta
Hochrippe mit Mayonnaise, Jus, gefülltem Gemüse und Kartoffeln

Tartes, Schokomousse und frisches Obst

Samstag, 6. Juni 2015

Ein Menü von Reinhard Angerer in der Offenen Gutsküche von Gut Sonnenhausen

Einmal im Monat ist das Restaurant von Gut Sonnenhausen auch für Gäste geöffnet, die nicht im Hotel übernachten. Nach meinem Geschmack könnte das ruhig öfters möglich sein, da ich sehr gerne zu diesem wundervollen Gut im Münchner Süd-Osten fahre. Kurz vor Glonn biegt man ab und fährt durch einen Wald. Sobald man ihn durchquert hat, macht die Straße eine leichte Rechtskurve und dann liegt es vor unseren Augen: Sonnenhausen, das vor über 30 Jahren von Karl-Ludwig Schweisfurth, zusammen mit Gut Herrmannsdorf, übernommen wurde.

Damals änderte er radikal seine Meinung über Haltung und Schlachtung von Tieren. Er verkaufte Herta, das damals das größte fleischverarbeitende Unternehmen Europas war, und begründete in Herrmannsdorf einen Vorzeigebetrieb für ökologische Tierhaltung. Zu seiner unternehmerischen Leistung gehört auch, dass seine beiden Söhne die Güter in seinem Sinne fortführen. Karl übernahm Herrmannsdorf und sein Zwillingsbruder Georg Sonnenhausen.

Gut Sonnenhausen ist heute ein Bio-Hotel und steht für einen Ort zum Wohlfühlen. Dazu tragen nicht nur das unter Denkmalschutz stehende Ensemble und die vielen Kunstwerke bei. Auch die feine Küche von Reinhard Angerer hat einen großen Anteil daran. Der Küchenchef ist seit letztem Jahr im Team und hat große Erfahrung als Bio-Koch. An seiner neuen Wirkungsstätte schöpft er aus dem vollen, da viele Lebensmittel direkt von den beiden Gütern stammen.





Direkt neben dem Haupthaus liegt die Gutsküche. Bei schönem Wetter kann man auch draußen im Innenhof oder hinter dem Haus, im schönen Garten sitzen. Bei unserem Besuch war es leider noch zu kalt dazu. Unsere kleine, Genuss-Gruppe belegte also einen Tisch in dem liebevoll eingerichteten Restaurant. Die Karte las sich so vielversprechend, dass wir gar nicht anders konnten und alle 5 Gänge des Menüs wählten. Da wir uns teilweise auch noch unterschiedliche Gerichte ausgesucht haben, konnten wir auch noch kreuz und quer probieren. Geschmeckt hat uns alles sehr gut. Kein Wunder, da hier nur beste Lebensmittel in Bio-Qualität in die Küche kommen und dort mit viel Kompetenz und Aufmerksamkeit behandelt werden.


Tatar vom Weiderind auf Staudenselleriesalat und Pecorino

Frischer Burrata mit Mispelragout
Geeistes Gurken-Dill-Süppchen mit gebeiztem Lachs
Brennesselsuppe mit geräuchertem Forellenfilet

Spargelrisotto mit "Altem Herrmannsdorfer"
Rosa Gebratenes vom Tafelspitz mit Thymiankartoffeln und Spargelgemüse
Sonnenhauser Erdbeer-Tiramisu

Wir sind noch lange gesessen und haben uns unterhalten und gut amüsiert. Vielen Dank an Georg Schweisfurth und Reinhard Angerer für den schönen und genussvollen Abend. Die fleißigen Mitarbeiter im Service haben zwischenzeitlich schon wieder alles für die nächsten Frühstücks-Gäste eingedeckt. So lange wollten wir dann doch nicht bleiben, obwohl es sich für dieses Frühstück gelohnt hätte.



Dienstag, 6. Januar 2015

Stimmungsvolle Silvester-Konzertnacht
auf Gut Sonnenhausen

Silvester feiern wir gerne aushäusig und für den Jahreswechsel von 2014 auf 2015 haben wir uns etwas ganz Besonderes vorgenommen. Wir haben an der ersten Silvester-Konzertnacht auf Gut Sonnenhausen teilgenommen. Sonnenhausen ist das "Kleine-Schwester-Gut" von dem sehr bekannten Gut Herrmannsdorf und wird von Georg Schweisfurth geleitet.




Die historische Reithalle aus dem Jahre 1900 ist eine perfekte Location für ein schönes Fest und da Sonnenhausen eigentlich ein Bio-Veranstaltungshotel ist, haben wir uns auch noch ein Gästezimmer reserviert. So konnten wir uns schon im Vorfeld sehr entspannt auf das Fest einstimmen.




Das war auch genau die richtige Stimmung, in der wir angekommen sind. Die Sitzgruppe vor dem Zimmer war schon mit zwei sehr entspannten Katzen belegt und die schöne Feuerschale vor dem Haus steigerte unsere Vorfreude. Die Reithalle war festlich dekoriert und die Gäste wurden gleich mit einem Mondino-Spritz empfangen.




Zur Einstimmung auf das Menü gab es verschiedene Brote mit Griebenschmalz und Lachs auf einem kleinen Blini. Der erste Gang des Silvestermenüs nannte sich "WASSER & ERDE" - Zweierlei von der Bachforelle an Rote Bete-Confit. Dahinter verbarg sich ein Mousse und ein Tartar von der Bachforelle auf gegarten Rote Bete-Scheiben. Attraktiv umrahmt war das Gericht von Olivenöl mit Spinat und Kurkuma. Das war ein gelungener Start in den Abend.




Danach ging es beschwingt mit dem Musikprogramm los. Georg Schweisfurth führte charmant durch den Abend und stellte uns die drei jungen Musiker der Band Levantino vor. Die mitreißende Mischung von unterschiedlichen Musikstilen wie Gypsy, Klezmer, Jazz und Filmmusik brachte die ersten Gäste schon zum Mitwippen.




Im Menü ging es mit dem Hauptgang "LAND & GARTEN" weiter: Geschmortes vom Weiderind auf Selleriemousseline und glasierten Karotten. Da spürte man nicht nur das große Engagement der Köche, sondern auch der Mitarbeiter von Sonnenhausen und Herrmannsdorf. Das Fleisch kam aus eigener Zucht und auch die meisten Gemüse wurden auf den Gütern geerntet.




Das war natürlich jetzt der richtige Zeitpunkt, dass uns Georg Schweisfurth zwei der Mitarbeiter von Gut Sonnenhausen vorstellte. Man spürte die Beigeisterung, mit der sie von ihrer Arbeit und den Schafen auf dem Gut sprachen. Hier geht es eben um ein ganzheitliches Konzept, bei dem die Tiere ein gutes Leben haben sollen und geschlachtete Tiere voll verwertet werden. Dazu gehören auch Mitarbeiter, denen Raum gegeben wird, sich zu entfalten, um gute Arbeit machen zu können.




Die zweite Band des Abends Le Bang Bang wurde als Minimal-Orchester angekündigt. Und das trifft es wohl am besten. Eine Sängerin und ein Bassist reichen aus, um das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen.




Auch kulinarisch wird zum Dessert "VON KALT BIS HEISS" ein Feuerwerk abgefeuert. Noch im alten Jahr steht ein Dessertbuffet bereit, das alle süßen Vorlieben abdeckt.




Neben verschiedenen Obstsalaten, Törtchen, Mousse, Panna Cotta und Cake-Pops fanden die Crepes und die Rohrnudeln mit Vanillesauce begeisterte Abnehmer.




So kurz vor Mitternacht freute sich das engagierte Küchenteam um den Küchenchef Reinhard Angerer (links im Bild), dass alles so gut geklappt hat. Um 170 Gäste zu verwöhnen hat die kleine Crew drei Tage mit viel Engagement und Leidenschaft gekocht und alles bestens vorbereitet. So war es nur selbstverständlich, dass Georg Schweisfurth die Köche genauso vorstellte, wie die Service-Crew. Der Service war sehr aufmerksam und ganz besonders freundlich. Auch so etwas gehört zu einer guten Stimmung und einem runden Abend.




Pünktlich um Mitternacht ging es nach Draußen, um mit einem Glas Prosecco anzustoßen und einem Feuerschlucker bei seiner Show zuzusehen. Ein bisschen Funkenflug kam auch noch dazu und es war eine ganz neue, aber sehr angenehme, Erfahrung den Jahreswechsel ohne Krach zu erleben. Die Katzen haben es uns gedankt und waren immer noch ganz entspannt, wie die Gäste, die jetzt zu tanzen begannen.




Ein wundervolles, ruhiges und glückliches Jahr, wünsche ich Euch. Mir würde es gut gefallen, wenn ich die Stimmung dieses Abends so lange wie möglich ins Neue Jahr mitnehmen kann.