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Donnerstag, 2. April 2026

Köstliches China: Geschmorter Wolfsbarsch mit Tofu in scharfer Bohnensauce

Bis zum 15. April könnt Ihr noch Eure Beiträge zum Blog-Event "Köstliches China" bei Zorra vom Blog Kochtopf einreichen. Mir macht das Event sehr viel Freude, weil ich meine alte Rezeptsammlung wieder neu entdeckt habe.

Vor vielen Jahren habe ich sehr viel chinesische Kochkurse bei einer Singapur-Chinesin gemacht. Und Frau Wolf-Yuen war immer sehr streng mit uns. Ich hoffe, sie findet nie heraus, dass ich bei diesem Gericht etwas verändert habe. Eigentlich gibt man die frittieren Tofu-Würfel wieder in die Sauce und kocht sie mit. Sie waren so schön knusprig, dass ich sie lieber über das fertige Gericht gestreut habe. Probiert es aus, was Euch besser schmeckt.


für 4 Personen
Beilage: Reis

Am einfachsten ist es, die einzelnen Komponenten vorzubereiten und dann das Gericht im Wok fertigstellen. Der Wok sollte so groß sein, dass der Fisch im Ganzen hinein passt.


1 Wolfsbarsch, küchenfertig, ca. 700 gr.
2 EL helle Sojasauce
Prise Pfeffer

Den Wolfsbarsch beidseitig diagonal einschneiden, damit große Würfel entstehen. Sojasauce mit Pfeffer verrühren und den Fisch mit der Hälfte begießen, wenden und mit der restlichen Sauce begießen. Für 10 Minuten marinieren lassen.


200 gr. Tofu
1/2 Flasche Rapsöl

Den Tofu trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Das Rapsöl in einem Wok erhitzen und die Tofuwürfel unter Rühren knusprig frittieren. Einen Teller mit Küchenpapier auslegen und die goldgelben Tofuwürfel herausheben und darauf abtropfen lassen.


100 gr. Schweinehackfleisch
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer, etwa in der Größe der Knoblauchzehe
2 EL scharfe Bohnensauce

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben. Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Gemeinsam mit der Bohnensauce zum Hackfleisch geben und alles gut vermengen.


300 ml Rinderbrühe
150 ml Wasser
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 EL helle Sojasauce
2 TL Sesamöl
Prise Pfeffer

Alle Zutaten zu einer Sauce vermischen.


2 EL Maisstärke
2 EL Wasser

Die Maisstärke in Wasser verrühren.


2 EL Shaoxing Wein
2 Frühlingszwiebeln

Den Wein bereitstellen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Vom Grün etwas für die Deko separat aufbewahren.


Fertigstellung:
Den marinierten Wolfsbarsch im heißen Öl des Woks auf beiden Seiten braten, bis er gar ist. Das dauert gute 5 Minuten. Den Fisch auf eine Servierplatte legen und warm stellen. Das Öl aus dem Wok in eine Schüssel gießen.

4 EL des Öls zurück in den Wok geben und das Schweinehack darin knusprig braten. Dann mit dem Shaoxing Wein ablöschen und mit der Sauce aufgießen. Alles bei mittlerer Hitze für 5 Minuten kochen lassen. Nun die angerührte Maisstärke einrühren und die Sauce damit binden. Zum Schluss die Frühlingszwiebeln dazugeben.

Die Sauce über den Fisch gießen. Die Tofuwürfeln darüber streuen und mit dem restlichen Grün der Frühlingszwiebeln garnieren. Sofort servieren.






Mein Beitrag zum Blog-Event:


Blog-Event CCXXVIII - Köstliches China (Einsendeschluss 15. April 2026)







Samstag, 21. März 2026

Köstliches China: Gebratenes Hühnerfleisch in Zitronensauce

Über die Einladung von Zorra, Gastgeberin beim nächsten Blog-Event in ihrem Blog "Kochtopf" zu sein, habe ich mich sehr gefreut. Das Thema habe ich sehr schnell gefunden. Es dreht sich alles um die chinesische Küche, die ich sehr schätze.

Sie ist von anderen asiatischen Küchen bei uns etwas in den Hintergrund verdrängt worden. Aber es lohnt sich, sich mir ihr zu beschäftigen. Ich habe einen großen Fundus an Rezepten, da ich vor einigen Jahren viele Kochkurse bei einer Singapur-Chinesin gemacht habe. Von dort kommt auch dieses gebratene Hühnerfleisch in Zitronensauce. Wer gerne Zitrusaromen in pikanten Gerichten mag, wird damit sehr glücklich sein. Es schmeckt einfach köstlich und passt also perfekt zum Motto "Köstliches China".

Eigentlich hätte ich damit auch bei dem Blog-Event von Susanne, vom Blog Magentratzerl mitmachen können. Der trug das Motto "Zitruszeit" und die Zusammenfassung ist gerade online gegangen.

Weitere Rezepte mit Zitrusfrüchten gibt es in der Rezeptsammlung #zitrusliebe.



für 4 Personen als Hauptspeise oder 8 Personen als Gang eines Menüs

Es empfiehlt sich alle Komponenten vorzubereiten und dann erst das Gericht zu kochen. Als Beilage passt am besten Reis.

2 Hühnerbrustfilets

Marinade:
1 Stück Ingwer, etwa halben Daumen groß
1 EL trockenen Weißwein
1 MSP Salz
1 MSP Zucker
1 TL Maismehl
1 TL helle Sojasauce

Finish:
1 Ei
1 Tasse Maismehl
Rapsöl

Das Innenfilet der Hühnerbrüste herausschneiden und, quer zur Faser, in feine Streifen schneiden. Die Hühnerbrust ebenfalls, quer zur Faser, in feine Streifen schneiden.

Den Ingwer schälen, fein würfeln und gemeinsam mit den anderen Zutaten der Marinade verrühren. Das Hühnerfleisch damit für 30 Minuten marinieren.

Das Ei in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel aufschlagen. Das Maismehl abmessen und die Hälfte auf einen Teller streuen. Das marinierte Hühnerfleisch zum Ei geben und vermengen. Die Hühnerstreifen portionsweise im Maismehl wenden. Sobald das Mehl aufgebraucht ist, neues Mehl auf den Teller geben.

In eine größere, beschichtete Pfanne Rapsöl bis zur halben Höhe geben und erhitzen. Die Hühnerstreifen darin unter Rühren knusprig braten. Einen Teller mit Küchenpapier auslegen, die Hühnerstreifen herausheben und abtropfen lassen.


Zitronensauce:
1 TL Weißwein
100 ml Wasser
2 EL Zucker
1 MSP Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL geröstetes Sesamöl

1 TL Maisstärke 
2 EL Wasser
2 EL Puderzucker
2 Zitronen
3 EL Weißweinessig
2 EL Rapsöl

Weißwein, Wasser, Zucker, Salz, Pfeffer und Sesamöl zu einer Sauce verrühren. 

Die Maisstärke in den 2 EL Wasser auflösen.

Puderzucker vorbereiten.

Den Saft der Zitronen auspressen und mit dem Essig verrühren.

Das Rapsöl in einem Wok erhitzen. Die Zitronensauce hineingeben und verrühren. Danach die Mischung aus Essig und Zitronensaft dazugeben. Puderzucker und aufgelöste Maisstärke in die Flüssigkeit geben und unter Rühren aufkochen lassen, damit die Sauce eindickt.


Anrichten:
1/2 Zitrone
1/2 Bund Petersilie

Die Zitrone in feine Scheiben schneiden und diese halbieren. Die Blätter der Petersilie abzupfen und in feine Streifen schneiden.

Die Hühnerstreifen marinieren. Die Zitronensauce kochen und warm stellen. Das Hühnerfleisch panieren und braten.

Das gebratene Hühnerfleisch auf einer Platte anrichten und mit der Zitronensauce begießen. Alles mit Zitronenscheiben und Petersilie garnieren. Sofort servieren. 


Blog-Event CCXXVIII - Köstliches China (Einsendeschluss 15. April 2026)







Samstag, 21. Februar 2026

#zitrusliebe - Thunfischsteak mit Zitrusfrucht-Salsa

Das ist doch mal ein toller Zufall. Vor ein paar Tagen habe ich eine Rezeptsammlung für Zitrusfrüchte veröffentlicht und mir vorgenommen, noch einige Rezepte dafür auszuprobieren. Und da entdecke ich, dass Susanne vom Blog Magentratzerl bei Zorra einen Blog-Event mit dem gleichen Thema veranstaltet. Darüber habe ich mich so richtig gefreut, dass ich unkompliziert ein paar schöne Gerichte beitragen kann.

In meiner umfangreichen Kochbuch-Sammlung stehen ein paar Bücher zum Thema Zitrusfrüchte. Mein absolutes Lieblingsbuch ist das "Zitrusfrüchte" vom Schweizer Koch Armin Zogbaum. Amazon ist ja unerbittlich, wenn ich das Buch aufrufe, dann steht da: gekauft am 20. Februar 2005. Wir haben also schon 20-jähriges, das Buch und ich. Ich habe viel daraus gekocht und dann längere Zeit nicht mehr. Deshalb habe ich mir dieses Rezept ausgesucht und wieder ein paar Dinge verändert, wie sie in meinen Notizen stehen.

Uns hat es sehr gut geschmeckt und ich bin froh, dass ich es in meiner Version nicht mehr suchen muss, sondern hier schnell finde.

Weitere Lieblingsrezepte mit Zitrusfrüchten gibt es in meiner Sammlung #zitrusliebe - direkter Link.

Rezeptsammlungen zu anderem saisonalen Obst und Gemüse gibt es auf dem gleichnamigen Reiter - direkter Link.


für 2 Personen

2 dicke Thunfischsteaks
Salz
Olivenöl

Marinade:
1/2 Limette
1 kleine Chilischote
1 EL Rapsöl
1/2 EL Rum
Prise Piment gemahlen

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Alle Zutaten der Marinade verrühren und die Thunfischsteaks von beiden Seiten damit einpinseln. Den Thunfisch bei Zimmertemperatur für 30 Minuten abgedeckt stehen lassen, damit die Marinade einziehen kann.

Zitrusfrucht-Salsa:
1 Grapefruit
1 Orange
4 Kumquats
2 - 3 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
4 Stiele Koriander
1/2 Limette
Prise Piment gemahlen
1 EL Olivenöl
Salz
Zucker

Koriander für die Garnitur

Grapefruit und Orange filetieren und in eine Schüssel geben. Die Kumquats in feine Scheiben schneiden und dabei die Kerne entfernen. Die Frühlingszwiebeln schräg in feine Scheiben schneiden (auch das Grün). Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Alles zu den Zitrusfrüchten in der Schüssel geben und vermengen.

Den Koriander mit den kleinen Stielen in feine Streifen schneiden und zur Seite legen.

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Mit Olivenöl verrühren und Piment, Salz und Zucker abschmecken. Die Salsa damit marinieren. Den Koriander erst kurz vor dem Servieren untermischen.

Die Thunfischsteaks aus der Marinade nehmen und trocken tupfen, leicht salzen. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Steaks von beiden Seiten kurz braten. Sie sollen innen roh bleiben. 

Die Zitrusfrucht-Salsa auf Tellern anrichten. Die Thunfischsteaks diagonal durchschneiden und auf die Salsa setzen. Mit Koriander garnieren.


Mein Beitrag zum Blog-Event "Zitrusfrüchte"

Blog-Event CCXXVII - Zitruszeit! (Einsendeschluss 15. März 2026)


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch




Samstag, 14. Februar 2026

Miesmuscheln im Tom Kha-Sud

In ihrem Kochbuch "Halb so wild: Richtig gute Rezepte mit und ohne Wild" zeigt Viktoria Fuchs, dass im Spielweg eben nicht nur Wild auf den Tisch kommt. Ihre Liebe zu asiatischen Aromen kommt besonders bei diesen Miesmuscheln zum Ausdruck. Da wir sehr gerne Muscheln essen, wollte ich dieses Rezept gerne ausprobieren.

Im Originalrezept werden die Muscheln in einem Pergamentpapier-Päckchen im Ofen gegart. Ich habe kein Papier gefunden, das groß genug war, um eine Portion Muscheln aufzunehmen. Also habe ich mich entschlossen sie lieber klassisch im Topf zu kochen. Auch das kleingeschnittene Zitronengras hat mich beim Essen gestört und würde es beim nächsten Mal ganz lassen.

Sobald man die Schneidearbeit bewältigt hat, geht es fix und die Muscheln stehen schnell auf dem Tisch. Sie schmecken ausgezeichnet und auch der Sud, den ich etwas kräftiger abgeschmeckt habe, ist sehr gut.

Für uns beide war die Portion von 1,5 kg Muscheln etwas zu groß (aber eine kleinere Menge konnte ich nirgendwo finden). Deshalb habe ich die übrigen Muscheln ausgelöst und am nächsten Tag im heißen Sud erwärmt.

P.S.
Ja, ich weiß, dass Tom Kha aus der thailändischen Küche stammt und das Geschirr aus China. Aber ich habe mir das erst vor kurzem zugelegt und finde es so hübsch. :-)


für 2 Personen

1,5 kg Miesmuscheln
2 frische Knoblauchzehen
2 Schalotten
3 cm frischer Ingwer
2 Stangen Zitronengras
1 rote Chili
10 Limettenblätter
Rapsöl
800 ml Kokosmilch
500 ml Geflügelbrühe
Meersalz
Fischsauce

Die Miesmuscheln aussortieren und Muscheln mit gebrochener Schale wegwerfen. Dann in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser aufgießen. Sie sollten bedeckt sein, für 30 Minuten stehen lassen.

Knoblauchzehen, Schalotten und Ingwer schälen. Knoblauch und Ingwer in feine Scheiben schneiden, die Schalotten in feine Ringe. 

Vom Zitronengras das äußerste harte Blatt entfernen und es vierteln. Die Viertel längs in feine Streifen schneiden. Wer sich beim Essen an den doch noch etwas harten Streifen stört, kann das nur das unterste Viertel abschneiden und am Vortag einfrieren. Das restliche Zitronengras mit dem Messerrücken anschlagen und ganz dazugeben. 

Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden. Die Limettenblätter ebenfalls in feine Streifen schneiden. 

Zwischenzeitlich die Muscheln abgießen und mit frischem Wasser wieder auffüllen.

In einer hohen Pfanne das Öl erhitzen und den Knoblauch, bei mittlerer Hitze, goldgelb braten. Die Schalottenringe dazugeben und ebenfalls anrösten. Mit Hühnerbrühe und Kokosmilch ablöschen. Ingwer, Zitronengras, Chili und Limettenblätter hinzugeben und einmal aufkochen lassen. Mit Salz und Fischsauce abschmecken.

Die Muscheln in ein Sieb abgießen und dann wieder in den Topf geben. Darauf achten, dass kein Wasser und ggf. kein Sand im Topf ist. Den heißen Ton Kha-Sud über die Muscheln gießen und die Muscheln, mit geschlossenem Topfdeckel, bei mittlerer Hitze, kochen bis sich alle Muscheln geöffnet haben. Muscheln, die nach dem Kochen geschlossen sind, wegwerfen. Zwischendurch immer wieder am Topf rütteln, damit sich die Muscheln durchmischen und gleichmäßig gegart werden.

Kurz vor dem Servieren etwas gefrorenes Zitronengras mit einer feinen Reibe direkt über die Muscheln reiben. Das gibt einen frischen Duft und guten Geschmack.


Eine Inspiration aus:



















Dienstag, 27. Januar 2026

Thunfisch im Sesam-Mantel mit Pilzen und Pak Choi

Wenn Thunfisch, dann am liebsten roh. So gebraten gibt es ihn sehr selten bei uns und wir bevorzugen ihn dann umhüllt von Sesam. Das hält ihn saftig und gibt noch einen tollen Geschmack. Dazu passen natürlich asiatische Aromen sehr gut. 

Das Gemüse mit Pilzen und Pak Choi ist schnell gemacht und ergänzt den Thunfisch perfekt. Ich kann mir dazu auch gebratenen Tofu oder Hühnerbrust vorstellen.



für 2 Personen

2 Thunfischsteaks, oder besser. 1 Thunfischsteak, dafür sehr dick
2 EL weißer Sesam
1 EL schwarzer Sesam
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer, etwa daumengroß
100 gr. wilder Pak Choi oder 2 kleine Pak Choi
1 EL Honig
2 EL Sojasauce
Sesamöl
Salz

Die Thunfischsteaks portionieren und leicht salzen. Den Sesam in einem tiefen Teller mischen und den Thunfisch von allen Seiten darin wälzen.

Knoblauch und Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden. Die Pilze zerteilen und den Pak Choi putzen. Honig und Sojasauce verrühren.

Das Sesamöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Thunfischsteaks von beiden Seiten darin anbraten. Der Sesam soll schön geröstet sein. Den Fisch herausnehmen und beiseite stellen.

Im restlichen Öl Knoblauch und Ingwer anbraten, dann die Pilze zugeben und alles leicht salzen. Das Gemüse durchschwenken und den Pak Choi dazugeben. Kurz anbraten und dann mit mit der Honig-Sojasaucen-Mischung ablöschen. Etwas einkochen lassen.

Das Gemüse auf Teller geben. Die Thunfischsteaks schräg durchschneiden und auf das Gemüse setzen. Sofort servieren.




Sonntag, 18. Januar 2026

Spaghetti mit Bottarga

Einfach ausgedrückt, ist Bottarga so etwas ähnliches wie Kaviar, nur einfacher. Bottarga ist getrockneter und gesalzener Rogen von Meeräschen und eine traditionelle sardische Delikatesse. Man kauft sie in kompakten Strängen und kann sie dann in dünne Scheiben schneiden oder über Gerichte reiben.

Ab und zu habe ich Lust etwas damit zu kochen, wobei mein Repertoire sehr klein ist. Ich mache damit eine feine Vorspeise mit Rote Bete (Link zum Rezept), diese Spaghetti und noch zwei Gerichte. Vielleicht schaffe ich es in der Zukunft auch andere Gerichte damit auszuprobieren.

Algennudeln mit Bottarga und Paprika-Algen-Salat

Gebratener und roher Fenchelsalat mit Orangen und Bottarga


für 2 Personen

250 gr. Spaghetti
1 Peperoncino
2 Knoblauchzehen
50 gr. Bottarga
Frühlingszwiebelgrün oder Schnittlauch
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Peperoncino längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Den Knoblauch schälen und fein Würfeln. Den Bottarga grob reiben. Das Grüne der Frühlingszwiebeln oder den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Zwei EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Peperoncino und Knoblauch darin anschwitzen, dabei leicht salzen. Die Hitze reduzieren und den Knoblauch goldgelb werden lassen.

Parallel einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Salz dazugeben und die Spaghetti darin etwas kürzer kochen, als auf der Packung angegeben.

Zwei bis drei Kellen Kochwasser der Nudeln abnehmen. Die fertigen Nudeln abgießen. Zwei EL Bottarga in die Pfanne geben und die Nudeln hineingeben. Ein bis zwei Kellen Nudelwasser und 2 EL Olivenöl dazu. Die Nudeln gut durchschwenken, damit sich eine gebundene Sauce ergibt und die Nudeln überzieht. Bei Bedarf noch etwas Wasser dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spaghetti auf zwei Teller verteilen, mit dem restlichen Bottarga und Frühlingszwiebel bzw. Schnittlauch bestreuen und sofort servieren.





Freitag, 2. Januar 2026

Chicken Ginger Curry

Als ich das Kochbuch "Shalom Kitchen" von Florian Gleibs zum ersten Mal in der Hand hatte, haben mich viele Rezepte begeistert und ich habe spontan auch einiges für meine Rezension (Link) ausprobiert. Jedes Rezept hat sich sehr gut umsetzen lassen und das fertige Gericht hat uns sehr gut gefallen.

Ich plane immer eine Woche im voraus mit dem, was ich kochen möchte, da wir dann gezielt einkaufen können. Als ich so gar nicht wusste, auf was ich Lust habe, fiel mir wieder ein, dass da noch vieles ausprobiert werden sollte. Als erstes entschied ich mich für ein Chicken Ginger Curry.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich unglaublich gerne Curry esse, da ich unglaublich gerne Reis esse. Der kommt bei mir noch vor Nudeln und Kartoffeln. Das einzige, was mich an Curry nervt, sind diese Currypasten. Irgendwie passt die Menge einer Packung nie zu meiner Planung. Entweder ich habe keine oder sie ist schon wieder schlecht geworden. Ich werfe sehr ungern Lebensmittel weg und deshalb liebe ich Curries die mit trockenen Gewürzen auskommen. Und das ist genau so ein Rezept, wie das Garnelencurry mit Kokos oder das Fisch-Curry mit Reis und frittierten Kichererbsen.

Dieses Chicken Ginger Curry ist schnell gemacht und man kann es auch sehr gut vorbeiten. Ich habe es bis zum Einrühren der sauren Sahne und der Gewürzmischen mittags fertig gekocht und erst am Abend Tomaten und Chili geschnitten und mit diesen servierbereit gekocht. Das hat alles sehr gut funktioniert. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man es bis zu diesem Punkt am Vortag fertig macht.



für 4 . 6 Personen /je nach Hunger)

2 rote Zwiebeln
4 - 6 Knoblauchzehen (je nach Größe)
frischen Ingwer (3 x daumengroß)
4 San Marzano Tomaten
4 Chili
1 Bund Koriander
2 Hühnerbrüste ohne Haut
Rapsöl
150 gr. Butter
200 ml passierte Tomaten
300 gr. saure Sahne
Salz

Gewürzmischung:
1 EL Salz
1 EL Kurkuma
1 EL Garam Masala
1 EL Ras el Hanout

Beilage:
Basmatireis

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Den Ingwer nicht schälen und in feine Streifen schneiden. Die Tomaten vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden. Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Die Korianderblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Die Hühnerbrust in ca. 2 cm große Würfel schneiden.

Die Zwiebelringe in 150 ml Wasser rund 20 Minuten sehr weich kochen und anschließend zu einer Paste pürieren, leicht salzen.

Die Gewürzmischung aus den vier Gewürzen vorbereiten. 

Parallel zur Fertigstellung des Curries den Reis kochen.

Das Rapsöl in einem Wok erhitzen und die Hühnerbrustwürfel darin rundum anbraten, dabei leicht salzen. Knoblauch, Ingwer (etwas für die Deko aufheben) und Butter dazugeben und alles gut verrühren. Dann die passierten Tomaten unterrühren und aufkochen lassen. Nun die vorbereitete Zwiebelpaste einrühren und erneut aufkochen lassen. Zum Schluss die saure Sahne und die Gewürzmischung dazugeben, gut verrühren und nochmals aufkochen lassen.

Nun die Tomaten- und Chilistreifen dazugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Danach abschmecken und den Koriander einrühren (etwas für die Deko aufheben). Mit Basmatireis servieren. Mit Koriander und den Ingwerstreifen dekorieren.

Eine Inspiration aus:










Link zum Buch


















Sonntag, 14. Dezember 2025

Spicy Tofu & Wakame

Ehrlich gesagt, bin ich kein großer Fan von Tofu. Aber, ich gebe ihm gerne eine Chance köstlich zu werden und das habe ich bei diesem Rezept aus dem Kochbuch von The Duc Ngo sofort vermutet, als ich das Rezept für die Sauce gelesen habe.

Und so war es dann auch. Der Tofu bekommt durch das Frittieren eine schöne Textur. Den Geschmack bringen die Butter-Soja-Sake-Sauce und die Toppings. Damit wird das ein tolles Gericht. Die Zubereitung ist gar nicht so schwierig und vermutlich gelingt die Sauce auch ohne Xanthan. Ich hatte das noch im Vorrat und habe es benutzt. Wenn man die Sauce fertig hat, die auch ein paar Tage vorher vorbereitet werden kann, steht es schnell auf dem Tisch.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.




für 2 Personen:

Butter-Soja-Sake-Sauce:
100 ml Sake
15 ml Mirin
1/2 TL getrocknete Steinpilze
1 sehr kleine Knoblauchzehe
1 kleiner Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
30 ml Sojasauce
15 ml Gemüsebrühe
115 gr. Butter, kalt aus dem Kühlschrank
1 Prise Xanthan
1 EL Wakame, küchenfertig
1 Thai-Chili

Sake und Mirin mit den Steinpilzen in einen Topf geben. Die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln, die Nadeln des Rosmarins abstreifen, beides mit den Thymianzweigen und dem Lorbeerblatt in den Topf geben und zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze 2 Minuten köcheln lassen.

Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb abseihen, Kräuter, Pilze und Knoblauch entfernen und die Flüssigkeit zurück in einen Topf geben. Sojasauce und Gemüsebrühe dazugeben und erneut aufkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und grob würfeln. Eine Prise Xanthan zur Flüssigkeit geben und mit dem Stabmixer einarbeiten. Dann die Butterwürfel dazugeben und mit dem Stabmixer die Sauce montieren und erneut aufkochen lassen.

Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden. Wakame und Chili zur Sauce geben und ggf. mit Salz abschmecken.


Tofu:
1 Liter Rapsöl
400 gr. Tofu
4 EL Maisstärke

Den Tofu mit Küchenkrepp trocken tupfen und in 10 bis 12 gleichgroße Würfel schneiden. Die Maisstärke auf einen Teller geben und den Tofu von allen Seiten darin wälzen.

Einen Teller mit Küchenkrepp auslegen.

Das Öl in einem Wok auf 180 Grad erhitzen und den Tofu portionsweise darin goldgelb frittieren. Herausheben und auf dem Küchenkrepp abtropfen lassen.


Anrichten:
Sauce
etwas Enoki-Pilze
etwas Salicornes
1/4 Bund Schnittlauch
1 EL weißer Sesam
1/4 Zitrone

Die Sauce erwärmen.
Die Köpfe der Enoki-Pilze abschneiden.
Salicornes in Stücke zupfen.
Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.
Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten.

Die Tofuwürfel kreisförmig auf den Teller leben und die Sauce darüber verteilen. Die Enokipilze in die Mitte geben, alles mit den Salicornes garnieren und Schnittlauch und Sesam bestreuen. Die Zitrone über den Tellern auspressen und sofort servieren.

Eine Inspiration aus:

Link zum Buch





Samstag, 6. Dezember 2025

Wok Fried Rice & Guanciale

Ich bin mir sicher, Fried Rice wurde erfunden, um übrig gebliebenen Reis zu verwerten. Mit Sicherheit finden sich in chinesischen Haushalten regelmäßig Reisreste und Fried Rice ist ein perfektes Reste-Essen. Kennen und lieben gelernt habe ich dieses Gericht vor rund 30 Jahren bei einem der vielen chinesischen Kochkurse, die ich besucht habe. Es war also Pflichtprogramm dieses Rezept für Fried Rice aus dem aktuellen Kochbuch von The Duc Ngo auszuprobieren.

Ich kann es gleich vorweg nehmen. Das fertige Gericht hat uns mehr als überzeugt. Die knusprig gebratenen Guanciale-Würfel sind eine geniale Ergänzung. Den Reis gart er im Reiskocher. Ich habe zwar auch einen, verwende ihn aber kaum. In einem anderen Kochkurs habe ich bei einer Koreanerin gelernt, Reis perfekt zu kochen. Ich wollte das Rezept schon lange einmal veröffentlichen, weil ich es dann auch besser "zur Hand" habe. Hier kommt also ein kleiner Exkurs - Reis kochen mit Frau Kohler:

Man rechnet 100 gr. Reis pro Person - die ideale Menge sind 300 - 400 gr. Reis

Den abgewogenen Reis in einen Topf geben und mit kaltem Wasser waschen. Das macht man ganz vorsichtig mit der Hand. Dann das Wasser wieder abgießen. Den Vorgang so oft wiederholen, bis das abgegossene Wasser klar ist. Nun so viel kaltes Wasser auffüllen, bis es 2 cm hoch über dem Reis steht. Wer das künftig ohne Lineal machen möchte, nutzt seinen Finger als Maß und merkt sich die Stelle. Bei mir ist das exakt das erste Fingerglied am rechten Zeigefinger.

Den Reis jetzt abgedeckt für 30 Minuten stehen lassen. Ab jetzt wird der Topfdeckel nicht mehr geöffnet, bis der Reis fertig ist.

Den Topf auf den Herd stellen und die Kochstelle auf die höchste Hitze einschalten (Achtung: Induktion heizt sich zu schnell auf - hier nur die drittgrößte Stufe nehmen, bei mir ist das 12). Sobald das Wasser kocht, also Wasserdampf aufsteigt, den Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten stehen lassen.

Danach den Topf nochmals auf den Herd stellen und bei 3/4 der maximalen Hitze den Reis zum Kochen bringen. (Achtung: Induktion noch niedriger schalten, bei mir ist das 8). Sobald der Reis erneut kocht abschalten und vom Herd nehmen. Der Reis ist jetzt fertig. Den Topf öffnen und den Reis etwas auflockern.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.


für 2 Personen

200 gr. Guanciale am Stück, ohne Schwarte
1 Knoblauchzehe
frischer Ingwer, etwa in der Größe von 2 Knoblauchzehen
3 EL Erbsen
1/2 Karotte
Weißkraut, in der Größe einer daumendicken Scheibe
15 Zuckerschoten
1 Frühlingszwiebel
10 Korianderstiele (Korianderblätter für die Deko verwenden)
200 gr. Jasminreis
2 Eier
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 EL Reiswein
1 EL Sesamöl geröstet
2 EL Sojasauce
2 EL Fischsauce
1/2 TL Zucker

Die Guanciale in Würfel von etwa 5 mm Kantenlänge schneiden. 

Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Die Erbsen kurz in Salzwasser blanchieren und dann kalt abschrecken. Sie sollten noch bissfest sein. Die Karotte schälen und sehr fein würfeln. Das Weißkraut ebenfalls sehr fein würfeln. Die Zuckerschoten und die Frühlingszwiebeln schräg in sehr feine Streifen schneiden. Etwas Grün der Frühlingszwiebeln für die Deko zur Seite legen. Die Korianderstiele in sehr feine Ringe schneiden. Das vorbereitete Gemüse in einer Schüssel mischen. 

Einige Korianderblätter in Streifen schneiden und für die Deko zur Seite legen.

Den Reis, am besten am Vortag, kochen und auskühlen lassen.

Die Eier in einer kleinen Schüssel aufschlagen, mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren.

Reiswein, Sesamöl, Sojasauce, Fischsauce und Zucker vermischen.

Die Guanciale-Würfel im Wok bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Zwischendurch immer wieder das ausgetretene Fett mit einem Löffel entnehmen und aufbewahren. Einen Teller mit Küchenkrepp auslegen. Die knusprigen Würfel herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Etwas Fett der Guanciale erhitzen und das verschlagene Ei in den Wok geben. Mit einem Spatel durchrühren. Sobald alles gestockt ist, das Ei in eine Schüssel geben.

Nochmals etwas Fett erhitzen und das vorbereitete Gemüse im Wok, unter rühren, braten. Sofort leicht salzen. Das Gemüse zum gebratenen Ei geben und alles gut vermengen.

Nochmals Fett erhitzen und den Reis darin knusprig braten. Dann Gemüse und Ei dazugeben, alles gut vermgen und nochmals kurz braten. Zum Schluss mit der vorbereiteten Sauce übergießen und gut durchrühren. Den fertig gebratenen Reis auf eine Platte geben.

Anrichten:
knusprige Würfel der Guanciale
Korianderblätter in Streifen geschnitten
Grün der Frühlingszwiebeln in Streifen geschnitten
2 EL Röstzwiebeln

Den Reis mit Guanciale-Würfeln, Koriander, Frühlingszwiebeln und Röstzwiebeln dekorieren und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:

Link zum Buch





Dienstag, 18. November 2025

Sardinen - im Ofen gebraten

Ich liebe Sardinen. Leider ist die Saison sehr kurz, in der man sie frisch bekommen kann. Da mir immer wieder ein Rezept mit Sardinen in die Finger kommt, das mich interessiert, kaufe ich sie auch TK. So schlummerte noch ein Rest-Beutel in meinem Tiefkühler und der musste jetzt endlich weg. 

Dank meiner großen Rezept-Datenbank wurde ich schnell fündig und ich war mir sicher, dass es gut schmecken wird. Das Rezept stammt aus einem meiner Alltime-Lieblingskochbücher "River Cafe Easy Kochbuch" von Rose Grey und Ruth Rogers, den Ausbilderinnen von Jamie Oliver.

Ein wenig habe ich es abgewandelt und statt der frischen Zitrone, Salzzitrone nach dem Rezept von Hans Jörg Bachmeier verwendet. Da wir ein paar Tage davor die letzten getrockneten Tomaten gegessen hatten, habe ich das Olivenöl verwendet, in dem sie eingelegt waren. Das hat einen sehr intensiven Geschmack von den Tomaten und Oliven und passte perfekt dazu.

Als ich mitten in den Vorbereitungen war, sind mir unsere winzigen Kartöffelchen eingefallen. Der Vorbesitzer unseres Hauses hatte eine sehr unterschiedliche Auffassung zur Gartennutzung, zu unserer. Mitten in der Wiese stand damals eine Art Sitz-Wurzel, ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben könnte. Als er mit der umgezogen ist, war die Wiese darunter kaputt. Mein Mann hat das liebevoll umgegraben und erstmal Kartoffeln angebaut, damit sich die Erde erholt. So konnten wir eigene Kartoffeln ernten und da waren sehr kleine dabei, die perfekt zu diesem Gericht gepasst haben. Etwas Weißbrot ist auch eine schöne Ergänzung.


Dieses Gericht lässt sich auch perfekt einen Tag vorher vorbereiten. Dazu einfach die Tomaten im Ofen garen. Die Kartoffeln dämpfen, die Salzzitrone schneiden. Dann muss man nur noch die Sardinen ausnehmen und kann alles in die Auflaufform geben und in den Ofen schieben. Die Zubereitung benötigt dann maximal 20 Minuten.


für 2 Personen

10 Sardinen
1 Rispe Cocktailtomaten
einige kleine Kartoffeln
eine Handvoll schwarze Oliven - entsteint
1/4 Salzzitrone mit Flüssigkeit
Olivenöl oder Öl eingelegter Tomaten
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tomaten rundum einstechen und in einer kleinen Schüssel mit Olivenöl gut vermischen. Dann in eine kleine Auflaufform geben, mit Salz und Pfeffer würzen und für 15 Minuten in den Ofen geben.

Die Kartoffeln 20 Minuten über Salzwasser dämpfen.

Die Salzzitrone in sehr kleine Würfel schneiden.

Die Sardinen ausnehmen und die Mittelgräte entfernen.

Eine Auflaufform in der passenden Größe sehr gut mit Olivenöl auspinseln. Die Sardinen hineinlegen und mit den Salzzitronen belegen. Tomaten, Oliven und Kartoffeln in den Zwischenräumen verteilen. Alles mit Salz und Pfeffer bestreuen und mit Olivenöl beträufeln und für 10 Minuten in den Ofen geben (200 Grad).

Sardinen und Gemüse auf Tellern anrichten, mit der ausgetretenen Flüssigkeit und etwas Flüssigkeit der Salzzitrone beträufeln. Sofort servieren.



Eine Inspiration aus:



















Montag, 10. November 2025

#zucchinischwemme - Zucchini-Mandel-Salat mit Iberico-Presa

In meinem Umfeld gibt es einige Menschen, die Zucchini nicht leiden können. Bis sie bei mir irgendetwas mit Zucchini essen. Für mich gilt grundsätzlich, es gibt keine schlechten Lebensmittel (o.k. Sauerkraut ausgenommen), es gibt nur schlechte Zubereitungen. 

Genau an das musste ich denken, als ich diesen ungewöhnlichen Salat auf den Tisch gebracht habe. Getoppt wurde er, im wahrsten Sinne des Wortes, von einem kurzgebratenen Iberico Presa. Und die beiden haben sich perfekt ergänzt.

Dieses Gericht würde ich jederzeit auch Gästen servieren. Es ist schnell gemacht und man einiges vorbereiten. Den Salat könnte man sogar komplett fertig machen, da er lauwarm und kalt schmeckt.

In meiner Rezeptsammlung #zucchinischwemme habe ich schon viele Zucchini-Rezepte veröffentlicht und dieses ist jetzt auch dabei.



für 2 Personen

2 Zehen Knoblauch
2 kleine rote Zwiebeln
4 kleine Zucchini (gerne gelb und grün gemischt)
4 EL Mandeln
Salz
Pfeffer
Apfelessig
Olivenöl
1 kleiner Bund Minze

dazu:
Iberico Presa
Salz
Olivenöl
Butter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salzflocken

Den Knoblauch schälen und in feiner Würfel schneiden. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und längs in feine Streifen schneiden. Die Zucchini in feine Scheiben hobeln.

Die Mandeln grob hacken. Aus Apfelessig, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Vinaigrette rühren.

Die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig schwitzen und zum Schluss den Knoblauch mitbraten, alles leicht salzen. Dann die Zucchini dazugeben, alles mit Olivenöl beträufeln und etwa 5 Minuten gar dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, aus der Pfanne heben und mit der Vinaigrette marinieren. Etwas durchziehen lassen. Zum Schluss die Mandeln untermischen.

In der Zwischenzeit die Minzblätter in feine Streifen schneiden und über den Salat streuen.

In einer Pfanne etwas Olivenöl und Butter erhitzen. Das Presa mit Salz würzen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten. Herausnehmen, kurz ziehen lassen, in Streifen schneiden und mit Pfeffer und Salzflocken würzen.


Eine Inspiration aus:






Donnerstag, 6. November 2025

#kürbiszeit - Kürbis-Frittata

Gegen Ende der Gartensaison, also zwischen Spätsommer und Herbstanfang, freue ich mich über Rezepte, die zur Rest-Ernte passen. Und genau das habe ich bei essen & trinken entdeckt. Da konnte einer der letzten Kürbisse, die vielen kleinen Kartoffeln, Petersilie und Rucola auf einmal verwendet werden. Perfekt!

Bereits beim Zubereiten hat mir die strukturierte Abfolge des Rezepts gefallen. Es lässt sich ziemlich schnell zubereiten, man könnte einiges sogar vorbereiten und das Ergebnis ist sehr schmackhaft.

Solche Rezepte suchen auch Adele und Lukas vom Blog Yummy Lavender. Sie wünschen sich für ihr Blog-Event bei Zorra Kochtopf Gerichte, die zum Thema Herbstgenüsse passen.

Weil es so gut zu meiner Rezeptsammlung #kürbiszeit passt, ist es jetzt auch dort zu finden.


für 2 bis 3 Personen als Hauptgericht (je nach Hunger)

250 gr. Kartoffeln, festkochend
200 gr. Kürbis
2 Schalotten
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 Eier (Gr. M)
50 ml Schlagsahne
Muskatnuss
60 gr. kräftiger Bergkäse
1 EL Butter
1 kleiner Bund Petersilie

dazu passt sehr gut ein Salat, wie
Rucola oder Feldsalat oder auch ein Tomatensalat

Die Kartoffeln schälen und in 5 mm breite Scheiben schneiden. Den Kürbis ebenfalls schälen und die Kerne mit einem Löffel herausschaben. Dann ebenfalls in 5 mm breite Scheiben schneiden. Die Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden.

Olivenöl in einer sehr großen beschichteten Pfanne erhitzen und die Schalotten darin anschwitzen. Die Hitze reduzieren und Kartoffel- und Kürbisscheiben dazugeben und mit etwas Olivenöl beträufeln. Alles gut durchrühren und für rund 15 Minuten weich garen. Immer wieder umrühren. Das Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

In der Zwischenzeit die drei Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Bergkäse reiben.

In einer ofenfesten Pfanne einen EL Butter schmelzen lassen und das gegarte Gemüse hineingeben und gleichmäßig verteilen. Die Eier-Sahne-Mischung darübergeben und bei kleiner Hitze etwas stocken lassen. Den Bergkäse darauf gleichmäßig verteilen und die Pfanne auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen geben. Die Backzeit ist 15 Minuten. Zum Ende noch kurz den Oberflächengrill einschalten, damit der Käse schön goldgelb wird.

Währenddessen die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und fein schneiden. Zum Servieren die Petersilie auf die Frittata streuen. 



Mein Beitrag zum Blog-Event "Herbstgenüsse"

Banner Blog-Event CCXXIV - Herbstgenüsse (Einsendeschluss 15. November 2025)




Donnerstag, 30. Oktober 2025

Krustenbraten vom Schwein mit Gemüse-Erdäpfel-Eintopf

Im neuen Kochbuch Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) vom Matthaes Verlag werden Gerichte von Spitzenköchen Österreichs vorgestellt. Als ich nach Rezepten gesucht habe, das ich für meine Rezension ausprobieren könnte, bin ich sofort bei diesem wunderbaren bodenständigen Gericht hängen geblieben. Ja, auch das kann Spitzenküche sein, wenn man hochwertige Zutaten nimmt und mit so viel Liebe zum Handwerk kocht, wie Jeremias Riezler.

Sein Hotel und sein Restaurant sind im Kleinwalsertal. Außerdem züchtet er dort auch Schweine und schlachtet eines im Jahr. Dann versteht man, wie kostbar so ein Schweinebraten ist und wie selten er ihn zubereitet. Die Zubereitung ist nicht schwierig, sie braucht nur Zeit. Aber ein Schritt nach dem anderen ist total schlüssig und sorgt dafür, dass am Schluss ein köstliches Gericht auf dem Tisch steht.

An einer Stelle musste ich etwas tricksen, da ich glutenfrei kochen muss. Also gab es ein glutenfreies Bier und dem fehlt etwas die geschmackliche Tiefe und Süße, wie es ein Dunkles hat. Beim nächsten Mal wurde ich dafür lieber einen Weißburgunder oder Silvaner nehmen.

Ansonsten hoffe ich sehr, dass wir es bald schaffen Jeremias zu besuchen. Persönlich kennengelernt haben wir ihn bereits letztes Jahr auf dem Genussfestival von Johannes Selmayer auf dem Huberhof in Airischwand.

Meine Rezension des Kochbuchs Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) ist hier zu finden: Link.


für 4 Personen

800 gr. Schweinbauch mit Schwarte
Salz
2 Zwiebeln
4 Karotten
2 Pastinaken
1 Lauch
1 Knoblauchknolle
1 Bund Thymian
2 EL Butterschmalz
500 ml Fleischbrühe
10 kleine Kartoffeln
500 ml dunkles Bier
1 TL schwarzer Pfeffer
1 TL Kümmel
1 Bund Petersilie

Die Schwarte des Schweinebauchs in Würfel mit ca. 1 x 1 cm Kantenlänge einschneiden. Die Schwarte soll bis in die Fettschicht eingeschnitten werden. Den Schweinebauch auf der Oberseite mit Salz einreiben. Dabei das Salz auch in die Schnittflächen einarbeiten. Die Unterseite wird nicht gesalzen.

Die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Die Karotten und die Pastinaken ebenfalls schälen und größere Stücke schneiden. Ideal ist der "energetische Schnitt". Den Lauch in daumendicke Scheiben schneiden. Die Knoblauchknolle quer halbieren. Den Thymian bereitlegen.

Den Backofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Gemüse darin goldgelb anschwitzen. Knoblauch und Thymian dazugeben und etwa 2 Minuten mitbraten. Alles leicht salzen. Mit der Fleischbrühe aufgießen.

Den vorbereiteten Schweinebauch mit der Schwarte nach unten auf das Gemüse legen. Den Bräter (ohne ihn abzudecken) für 3 Stunden in den Backofen geben. Ungefähr alle halbe Stunde den Schweinebauch herausheben, das Gemüse wenden und ihn dann zurück in den Bräter geben.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln über Salzwasser ca. 30 Minuten dämpfen und auskühlen lassen. Die kalten Kartoffeln längs halbieren.

Zum Ende der Garzeit den Bräter aus dem Ofen nehmen und den Schweinebauch herausheben. Die Kartoffeln unter das Gemüse mischen und mit Bier aufgießen. Kümmel und Pfeffer mahlen und die Unterseite des Bratens damit einreiben. Den Braten wieder, mit der Schwarte nach oben, auf das Gemüse setzen und den Bräter erneut für 30 Minuten in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Petersilienblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden.

Danach den Oberflächengrill einschalten. Die Schwarte sollte ungefähr 12 - 15 cm Abstand zum heißen Grill haben. Zuerst für 8 Minuten grillen. Die Schwarte sollte aufpoppen. Danach muss der Braten genau beobachtet werden, damit er gut aufpoppt, aber nicht verbrennt. Sobald die Schwarte schön knusprig ist, den Bräter herausnehmen.

Gemüse und Bratensaft mit Salz abschmecken und die Petersilie einrühren. Etwas für die Deko aufheben. Den Braten auf ein Schneidebrett legen und in Scheiben schneiden. Das geht am einfachsten, wenn man dies an den bereits eingeschnittenen Stellen tut.



Eine Inspiration aus:






Freitag, 24. Oktober 2025

Marinierte Goldforelle mit Tomaten-Kürbis-Salat

Es war ein lustiger Zufall, als ich mir zwei antiquarische Kochbücher gekauft hatte und beim Durchblättern zwei Rezepte entdeckt habe, die man wunderbar kombinieren könnte. Gerne kombiniere ich auch Kürbis und Tomaten. Nicht nur weil sie geschmacklich gut zusammen passen, sondern ich auch zum Saisonende Tomaten und Kürbis im Garten ernten kann.

Im Originalrezept wird der Salat mit Pinienkernen gemacht. Das habe ich auch so ausprobiert, aber geschmacklich hat es uns überhaupt nicht gefallen. Es nimmt einfach dem Salat die Frische. Da ich noch etwas vom Salat übrig hatte und gerade ein Weinbergspfirsich vom Baum gefallen ist, wurde der kurzerhand Bestandteil und das hat perfekt gepasst. 

Der Salat ist eine wunderbare Ergänzung für die beiden Rezeptsammlungen #tomatenliebe und #kürbiszeit.



für 2 Personen als Hauptgang, für 4 Personen als Vorspeise

Marinierte Goldforelle
1 Goldforellenfilet mit Haut - ca. 200 gr.
frischer Ingwer ca. daumengroß
1 Limette - etwas mehr, Reste vom Salat verwenden
1 EL rosa Pfefferbeeren
1/2 TL Salz
Olivenöl
Salzflocken

Das Fischfilet mit der Hautseite nach unten auf ein Brett legen und den Bauchlappen längs wegschneiden. Auf der anderen Seite ebenfalls einen schmalen Streifen entfernen. Nun mit einem Filetiermesser schräg dünne Scheiben des Fischfleischs von der Haut schneiden. (Ähnlich wie man geräucherten Lachs schneidet) Die Scheiben auf Tellern auslegen.

Den jungen Ingwer ungeschält in sehr feine Würfel schneiden. Die Schale der Limette abreiben und mit der restlichen Schale vom Salat ergänzen. Den Saft auspressen und mit dem restlichen Saft vom Salat mischen.

Die rosa Pfefferbeeren in ein Sieb geben. Das Sieb darf nicht zu engmaschig sein. Nun mit einem Löffel die Schale abreiben und in einer Schüssel auffangen. Dadurch hat man danach nur die feine Schale in der Sauce, die das Aroma mitbringt. Die übrig gebliebenen Pfefferbeeren sind ziemlich scharf und können in eine Pfeffermühle gegeben und normal wie schwarzer Pfeffer verwendet werden.

Limettensaft und -schale mit Ingwer, Pfefferschale und Salz verrühren. Olivenöl nach Geschmack dazugeben und alles zu einer Vinaigrette verrühren. Kurz vor dem Servieren die Vinaigrette auf den Fisch geben und mit dem Löffelrücken gleichmäßig verteilen und mit Salzflocken bestreuen.


Tomaten-Kürbis-Salat
1 kleiner Kürbis
3 San Marzano Tomaten
2 Weinbergspfirsich
1 Chili
1 kleiner Bund Basilikum
1 Limette
1 Zimtstange
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Den Kürbis schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Dann das Kürbisfleisch in mittelgroße Würfel schneiden. Die San Marzano Tomaten längs vierteln und in Scheiben schneiden. Die Weinbergspfirsiche halbieren, den Stein entfernen, schälen und ebenfalls würfeln. Alle Würfel sollten in etwa die gleiche Größe haben.

Die Chili längs halbieren, die Kerne herausschaben und in feine Streifen schneiden. Die Basilikumblätter in Streifen schneiden. Ein paar kleine Blätter für die Deko aufheben. Die Schale der Limette fein abreiben (für den Fisch aufheben) und den Saft auspressen. Auch vom Saft etwa ein Viertel für den Fisch aufheben.

Die Zimtstange mit dem Messer längs in kleine Spalten zersplittern. Die Kürbiswürfel über einem kochenden Wasser, das mit Zimt, Salz und Zucker aromatisiert wurde, für rund 10 Minuten dämpfen. Danach etwas abkühlen lassen.

Aus Limettensaft, Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren. Kürbis, Tomaten, Weinbergspfirsich und Chili in einer Schüssel mischen und mit der Vinaigrette marinieren. Kurz ziehen lassen und zum Servieren noch mit dem Basilikum mischen und dekorieren.

Marinierte Goldforelle - eine Inspiration aus:


















Tomaten-Kürbis-Salat - eine Inspiration aus:




















Montag, 20. Oktober 2025

Lamm | Gebrannter Lauch | Pilze | Pflaumen

Hier kommt ein Feldhase, als Lamm verkleidet. Beim ersten Gericht, das ich für die Rezension von Wolfgang Müllers aktuellem Kochbuch "Wild: Nose to Tail" gekocht habe, habe ich schon einige Zutaten ersetzt. Diesmal erforderte es einfach nur ein bisserl Mut. Mir war klar, dass ich keinen Feldhasen bekomme, aber ich habe das locker gesehen, weil es im Frischeparadies München immer, also wirklich immer Kaninchen gibt. Seltsamerweise war von einem Kaninchen nichts zu sehen, als ich einkaufen war. Also fiel meine Wahl auf Lamm und im Nachhinein denke ich, dass das eine gute Idee war.

Ansonsten mussten die Rolle der Pfifferlinge wieder die Kräutersaitlinge übernehmen. Mein letztes Glas Bärlauchkapern haben wir längst aufgegessen und heuer habe ich leider keine gemacht. Also habe ich von unserem Verveine Citronelle ein paar sehr junge Triebe abgeschnitten. Die waren nicht nur hübsch, sondern haben auch gut dazu geschmeckt.

Bei Wolfgang gibt es dazu noch eine Wildsauce. Auf die habe ich aus Zeitgründen verzichtet und einfach heimlich - nach dem Foto - etwas von dem Bratfett des Lammfilets aufgeträufelt. Hat auch sehr gut geschmeckt. Alles in allem war das ein tolles Gericht, das ich im Hinterkopf behalte, da man es immer etwas variiern kann und einen sehr feinen Geschmack hat.

Mehr zum Buch gibt es bei meiner Rezension zu lesen.




für 2 Personen

Lamm:
2 Lammfilets
Salz
1 EL Butter
Schuss Olivenöl
Olivenasche: 3 EL schwarze, entsteinte Oliven

Gebrannter Lauch:
2 Lauch
Olivenöl
1/2 Zitrone (Schale und Saft)
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Pilze:
2 Handvoll kleine Kräutersaitlinge
Butter
Salz

Pflaumen:
2 rote Pflaumen
1 EL Butter
3 EL Puderzucker
Prise Salz

einige junge Triebe Verveine Citronelle oder Bärlauchkapern (nach diesem Rezept)


Für die Olivenasche die Oliven aus dem Glas abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und auf Küchenkrepp trocknen. Dann für 8 - 10 Stunden in den Dörrautomat geben. Sie müssen sehr hart werden. Nach dem Dörren herausnehmen, auskühlen lassen und in der Moulinette fein hacken.

Vom Lauch den unteren Teil mit der Wurzel und den oberen grünen Teil (ab da, wo der Lauch mit Erde verschmutzt ist) abschneiden. Auf dem Grill oder einen anderen Feuerstelle eine Glut herstellen. Den Lauch ca. 10 Minuten in die Glut legen und immer wieder drehen, damit er rundum gegrillt ist. Dann für 20 Minuten in ein Küchentuch wickeln, damit er nachgaren kann. Anschließend herausnehmen, die oberste, schwarze Schicht abnehmen und längs halbieren. Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides über den Lauch geben, mit Salz und Pfeffer würzen und Olivenöl beträufeln.

Die Pilze putzen und ggf. längs halbieren. Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Die Pilze hineingeben, leicht salzen und bei mittlerer Hitze goldbraun braten.

Die Pflaumen vierteln und entkernen. Die Viertel nochmals vierteln. Butter und Puderzucker mit einem Schuss Wasser und einer Prise Salz schmelzen und karamellisieren lassen. Die Pflaumenstücke hineingeben und ein paar Minuten dünsten.

Die Lammfilets parieren und die Spitzen abschneiden und anderweitig verwenden. Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Lammfilets salzen und, bei mittlerer Hitze, rundum gut braten. Herausheben, etwas rasten lassen und in Stücke schneiden. Die Stücke in der Olivenasche wälzen.

Es empfiehlt sich die fertigen Komponenten, wie Lauch, Pilze und Pflaumen im Ofen warm zu stellen und dann mit dem Fleisch, das zuletzt gebraten wird, anzurichten.


Eine Inspiration aus: