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Donnerstag, 8. August 2024

#tomatenliebe - Tsatsikimousse mit lauwarmen Anis-Tomaten

Es sieht aus, als ob wir wochenlang nur Tomaten gegessen haben. Dieser Eindruck täuscht nicht. Unsere Tomatenpflanzen waren so fleißig und wir konnten täglich ernten und somit auch viele neue Rezepte ausprobieren. Da ich einiges an Rezepen zusammengetragen habe, wollte ich künftig schneller darauf zugreifen. So ist die Rezeptsammlung #tomatenliebe entstanden. Auch dieses Rezept ist dort geliestet.

Link zur Rezeptsammlung #tomatenliebe


für 4 Personen als Vorspeise

Tsatsikimousse:
2 Blatt Gelatine
1 Gurke
Meersalz
200 gr. griechischer Joghurt
2 EL Olivenöl
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Ouzo
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Gurke schälen, längs vierteln und die Kerne wegschneiden. Anschließend grob raspeln, mit Salz bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen.

Den Joghurt mit Olivenöl verrühren. Die Knoblauchzehe schälen und fein würfen, unter den Joghurt rühren.

Den Ouzo in einem kleinen Topf mit kleiner Hitze erwärmen. Die Gelatine gut ausdrücken und im Ouzo auflösen. Den Topf vom Herd nehmen und 3 EL der Joghurtmasse unterrühren. Die Gurke mit dem Saft mit der restlichen Joghurtmasse vermischen und danach die Masse mit der Gelatine gut darin verrühren. Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Tsatsikimousse in vier Gläser füllen und abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank geben, damit es fest wird.

Anistomaten:
250 gr. kleine Cocktailtomaten
1 EL Anissamen
4 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zitronensaft

Die Tomaten halbieren. Den Anissamen in einer trockenen Pfanne rösten, bis er duftet, dann das Öl zugeben und für 10 Minuten ziehen lassen.

Die Tomatenhälften in das aromatisierte Öl geben und mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Anrichten:
essbare Blüten

Die Tomaten auf das Mousse in die Gläser geben und mit Blüten dekorieren.


Eine Inspiration aus:




Donnerstag, 6. April 2023

Rezension: Die neue griechische Küche von Christina Mouratoglou und Adrien Carré

Jahrelang haben wir die griechische Küche vernachlässigt. Dann kam eines zum anderen. Beim Umzug tauchten zwei alte Flaschen Wein auf und fast zeitgleich habe ich an einer Veranstaltung mit griechischem Wein teilgenommen. Und plötzlich hatte ich so eine Lust, wieder eine eine gute Flasche Retsina zu trinken und griechisch zu kochen. Da kam mir das Kochbuch "Die neue griechische Küche" gerade recht und es hat mir viel Freude bereitet.

Die ganze Geschichte kann mit diesem Link nachgelesen werden.


Die Autoren Christina Mouratoglou und Adrien Carré leben in London und betreiben seit 2012 das Restaurant Mazi in Notting Hill. Die Griechin Christina kam nach London um Kommunikationswissenschaft zu studieren. Trotz des Abschlusses des Studiums siegte ihre Liebe zur Kulinarik und sie eröffnete ein Feinkostgeschäft in Chelsea. Adrien wurde in Frankreich geboren, wuchs aber in London auf. Er hat viele Jahre in der Gastronomie gearbeitet und immer von einem eigenen Restaurant geträumt. Ihre Vision war es, die griechische Küche zeitgemäß zu präsentieren und dies konnten sie erfolgreich verwirklichen.

Die Rezeptkapitel sind aufgebaut wie ein Menü. Es geht los mit "Amuse Shots", wo ein paar ungewöhnliche Aperitifs vorgestellt werden. Danach folgt "Brot und Pikantes" mit klassischen Broten, Brotgerichten und Aufstrichen. Eine witzige Idee ist es, "Vorspeisen im Glas" zu servieren, wie das Kapitel heißt. Dort sind jede Menge altbekannter und neuer griechischer Vorspeisen zu entdecken, die eben im Glas serviert werden und so unkompliziert kombiniert werden können.

Im Kapitel "Salate & Rohes" findet man natürlich den klassischen griechischen Salat, aufgepeppt mit Radieschen, aber auch ganze Gerichte, wie den eingelegten Fisch mit Blumenkohlsalat und das Meerbrassen-Tatar, die ich ausprobiert habe. In den Kapiteln "warme Gerichte" und "Klassiker" (des Restaurants Mazi) gibt es reichlich Anregungen für warme Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichte und Beilagen. Da waren besonders einige Lammgerichte dabei, die ich noch ausprobieren möchte. Bei meiner Auswahl war ich sehr auf den Retsina als Weinbegleitung fixiert und habe sie deshalb auf später verschoben. Zum Abschluss des Menüs steht natürlich etwas Süßes auf dem Programm und die passenden Rezepte gibt es im Kapitel "Desserts". Das Buch endet, wie es angefangen hat, mit Getränken und zwar "Cocktails".

Das alphabetische Register listet sowohl die Rezeptnamen, als auch Zutaten auf.ß´´

Die Rezepte sind gut und verständlich beschrieben. Meist sind sie für 4 oder 6 Personen gedacht. Die Zutaten sind nicht zu exotisch. Natürlich wird der Fischküche Griechenlands Rechnung getragen und die Auswahl ist reichlich. Man kann aber auch einmal einen Fisch austauschen, wie ich es gemacht habe, da ich das erforderliche Makrelenfilet nicht bekommen habe. Die meisten Rezepte haben auch ein Rezeptbild. Nur vereinzelt wurde darauf verzichtet, dafür ist das Gericht zusammen mit einem anderen Rezept abgebildet und es gibt einen Querverweis auf die Seite.

Das Ausprobieren der Rezepte und das Kombinieren mit griechischem Wein hat mir sehr viel Freude gemacht. Alles was wir auf dem Teller hatten, hat ausgezeichnet geschmeckt, wie beschrieben griechisch mit einem modernen Touch. Daraus habe ich nicht zum letzten Mal gekocht. Es sind noch einige Rezepte dabei, die ich ausprobieren möchte.

Meerbrassen-Tatar mit Avocadocreme
Gebratene Jakobsmuscheln mit schwarzem Quinoa und Roter Bete
Salat mit Chicorée, Dill und Frühlingszwiebeln
Eingelegter Knurrhahn mit Blumenkohlsalat
Fazit:
"Die neue griechische Küche" von Christina Mouratoglou und Adrien Carré ist ein Kochbuch, das große Lust macht diese Länderküche neu zu entdecken. Die Rezepte sind nachvollziehbar und gut beschrieben. Das fertige Gericht ist optisch und geschmacklich sehr ansprechend. Die Zutaten sind gut erhältlich. Bei den Fischgerichten macht es Sinn einen Fischhändler oder einen Supermarkt mit sehr guter Fischtheke aufzusuchen.



Sonntag, 2. April 2023

Eingelegter Knurrhahn mit Blumenkohlsalat

Bei unserem Umzug tauchten plötzlich zwei alte Flaschen mit griechischem Wein auf. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mich intensiver mit griechischen Weinen und griechischer Küche beschäftigt. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, klickt bitte auf diesen Link

Natürlich wollte ich dann auch moderne griechische Gerichte kochen und habe mich von dem Kochbuch "Die neue griechische Küche" inspirieren lassen. Mehr zu diesem Buch gibt es bei diesem Link.

Eigentlich wird für dieses Gericht Makrele verwendet. Leider hatte das Frischeparadies München, wo ich am liebsten Fische kaufe, keine mir wurde Knurrhahn empfohlen. Ich möchte es aber nochmal mit Makrele kochen. Das Besondere ist, dass der Fisch in Zitronensaft eingelegt und somit kalt gegart wird. Ich habe ihn noch leicht abgeflämmt, das muss aber nicht sein. Der Blumenkohlsalat macht etwas Arbeit, die sich lohnt, weil er sehr gut schmeckt. Aus den Strünken habe ich noch eine Art Blumenkohlstampf gemacht.



für 2 Personen als Hauptgericht

Knurrhahn:
2 Knurrhahnfilets mit Haut
1/2 TL Meersalz
schwarzer Pfeffer
2 Zitronen
1 Bund Dill

Die Fischfilets in Portionen schneiden und mit der Hautseite nach oben in eine Schüssel legen, salzen und pfeffern. Den Saft der Zitronen auspressen und über die Fischstücke gießen. Darauf achten, dass alles bedeckt ist. Die Dillspitzen abzupfen und die Fische damit bedecken. Einen kleinen Teller auf die Fische legen, damit sie beschwert sind. Die Schüssel abdecken und für 3 - 4 Tage in den Kühlschrank geben.

Vor dem Servieren die Fischstücke aus dem Sud nehmen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Wer mag, kann sie noch auf der Hautseite abflämmen.

Blumenkohlsalat:
1 kleiner oder 1/2 Blumenkohl
1/2 Bund Schnittlauch
2 - 3 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Petersilie
1 EL Rosinen
1 Orange
Meersalz
1/2 Bund Dill

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und im Mixer zerkleinern, bis die Konsistenz ähnlich ist, wie Couscous. Die Strünke schälen und für ein Püree oder eine Suppe verwenden.

Den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Petersilie von den groben Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Kräuter, Frühlingszwiebelnund Rosinen mit dem Dressing zum Blumenkohl geben und alles gut vermengen. Den Salat mit Salz und abgeriebener Orangenschale abschmecken. Die Dillspitzen abzupfen und fürs Anrichten vorbereiten.

Dressing:
1 EL Honig
3 EL Weißweinessig
6 EL Olivenöl
Meersalz

Wenn man keinen flüssigen Honig hat, dann den Honig in einem kleinen Topf erwärmen. Essig, Olivenöl und Salz dazugeben und gut verrühren.

Anrichten:
Den Blumenkohlsalat auf Teller geben und mit den Dillspitzen garnieren. Die Fischstücke anlegen. Bei mir war noch eine kleine Deko aus Blumenkohlröschen und etwas Blumenkohlstampf dabei.




Dazu hat uns ein Retsina vom Weingut Edanos sehr gut geschmeckt. Nach einigem Ausprobieren war unser Lieblingsglas dazu ein Rieslingglas.


Donnerstag, 30. März 2023

Salat mit Chicorée, Dill und Frühlingszwiebeln

Bei unserem Umzug tauchten plötzlich zwei alte Flaschen mit griechischem Wein auf. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mich intensiver mit griechischen Weinen und griechischer Küche beschäftigt. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, klickt bitte auf diesen Link.

Natürlich wollte ich dann auch moderne griechische Gerichte kochen und habe mich von dem Kochbuch "Die neue griechische Küche" inspirieren lassen. Mehr zu diesem Buch gibt es bei diesem Link.

Wir essen sehr gerne Blattsalate und haben vor einiger Zeit schon die kompakten Salatherzen für uns entdeckt. Sie müssen keine Beilage sein, wir schätzen sie als eigenständiges Gericht. Deshalb haben wir uns auf diesen Salat sehr gefreut und sind nicht enttäuscht worden. Er schmeckt als eigenständiges leichtes Gericht mittags, aber auch als kreative Ergänzung zu gegrilltem Fisch oder Fleisch.



für 2 Personen als Mittagessen oder Beilage für gegrillten Fisch oder Fleisch

Salat:
1 großes oder zwei kleine Romana-Herzen
1 Chicorée
zwei Frühlingszwiebeln
2 Zweige Dill
Meersalz

Den Romanasalat in große Blätter zerteilen. Wenn er vom Waschen noch feucht ist, mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Blätter auf zwei Tellern auslegen.

Den Chicorée längs halbieren und dann in feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, mit dem Chicorée mischen und alles leicht salzen. Mit dem Dressing vermengen und über den Salatblättern verteilen.

Die Dillspitzen von den Stängeln zupfen und den Salat damit garnieren. Sofort servieren.


Dressing:
1 EL Honig
3 EL Weißweinessig
6 EL Olivenöl
Meersalz

Wenn man keinen flüssigen Honig hat, dann den Honig in einem kleinen Topf erwärmen. Essig, Olivenöl und Salz dazugeben und gut verrühren.



Dazu gab es bei uns einen leichten Retsina Omikron vom Weingut Zachariás. Wir haben den Retsina mit verschiedenen Gläsern probiert. Am besten geschmeckt hat er uns in einem Rieslingglas.

Sonntag, 26. März 2023

Gebratene Jakobsmuscheln mit schwarzem Quinoa und Roter Bete

Bei unserem Umzug tauchten plötzlich zwei alte Flaschen mit griechischem Wein auf. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mich intensiver mit griechischen Weinen und griechischer Küche beschäftigt. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, klickt bitte auf diesen Link

Natürlich wollte ich dann auch moderne griechische Gerichte kochen und habe mich von dem Kochbuch "Die neue griechische Küche" inspirieren lassen. Mehr zu diesem Buch gibt es bei diesem Link.

Ich habe mich selbst darüber gewundert, dass ich ein Gericht mit Quinoa gekocht habe, weil ich Quinoa ungern esse. Dafür gibt es bei uns sehr gerne Rote Bete und Jakobsmuscheln. Also habe ich meine Abneigung überwunden und wurde mit dem besten Quinoa-Gericht belohnt, das ich je gegessen habe. Die Reste gab es am nächsten Tag ohne Jakobsmuscheln. Und auch das ist sehr gut und ich kann es wirklich empfehlen, falls man keine Muscheln essen möchte. Damit wird es sogar vegetarisch. Wer den Honig in der Vinaigrette weglässt, kann es auch vegan gestalten.




für 2 Personen:

Jakobsmuscheln:
4 Jakobsmuscheln
Olivenöl
Meersalz

Die Jakobsmuscheln in Olivenöl braten und mit Salz würzen.

Quinoa:
150 gr. schwarzer Quinoa
5 breite grüne Bohnen
Meersalz
Zucker
Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Dill
1/2 Bund Schnittlauch

Den Quinoa in ein feines Sieb geben und mit kaltem Wasser gründlich durchspülen. Dann in einen Topf geben und mit reichlich Wasser aufgießen. Das Wasser zum Kochen bringen und bei mittlerer Temperatur ca. 10 - 15 Minuten weich kochen. In einem Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Die breiten Bohnen in sehr feine Streifen schneiden und in einem Topf mit Salz und Zucker mischen. Stehen lassen, bis die Bohnen Wasser ziehen. Etwas Olivenöl dazugeben und die Bohnen bissfest garen.

Die Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden. Die Petersilie und den Dill von den Stängeln zupfen und in feine Streifen schneiden. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.

Etwas von den Frühlingszwiebeln und den Kräutern für die Deko aufheben.

Den abgekühlten Quinoa in eine Schüssel geben und mit Bohnen, Frühlingszwiebeln, Kräutern und dem Dressing vermengen. Mit Salz abschmecken.

Dressing:
1 EL Honig
3 EL Rotweinessig
6 EL Olivenöl
Meersalz

Wenn man keinen flüssigen Honig hat, dann den Honig in einem kleinen Topf erwärmen. Essig, Olivenöl und Salz dazugeben und gut verrühren

Rote Bete:
1 mittelgroße Rote Bete
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer
Kümmel
Rapsöl
Alufolie

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Rote Bete waschen und darauf achten, dass die Haut nicht beschädigt wird. Die Gewürze mischen und mit etwas Rapsöl verrühren. Ein Stück Alufolie abtrennen, das reicht, um die Rote Bete einzuwickeln.

Die Rote Bete auf die Alufolie setzen und rundum mit dem Gewürzöl bepinseln. Dann in die Alufolie einwickeln und das Paket in eine Auflaufform setzen. Bei 200 Grad für 90 bis 120 Minuten garen lassen.  Danach herausnehmen, aus der Folie auswickeln und etwas auskühlen lassen. Die Rote Bete vierteln und die Schale entfernen.

Für 2 Personen wird für dieses Gericht nur eine Rote Bete benötigt. Sinnvoller ist es mehrere Rote Beten so zu garen und anders zu verwenden. Sie kann auch kalt gegessen werden. Sehr gut schmeckt sie auch mit einem angemachten griechischem Joghurt.

Anrichten:
Den Quinoa auf Tellern verteilen, mit Kräutern und Frühlingszwiebeln dekorieren. Wer mag kann auch noch Kresse oder Microgreens verwenden. Die Jakobsmuscheln und Rote Bete daraufsetzen und sofort servieren.




Dazu gab es bei uns einen leichten Retsina Omikron vom Weingut Zachariás. Wir haben den Retsina mit verschiedenen Gläsern probiert. Am besten geschmeckt hat er uns in einem Rieslingglas.

Donnerstag, 23. März 2023

Meerbrassen-Tatar mit Avocadocreme

Bei unserem Umzug tauchten plötzlich zwei alte Flaschen mit griechischem Wein auf. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mich intensiver mit griechischen Weinen und griechischer Küche beschäftigt. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, klickt bitte auf diesen Link.

Natürlich wollte ich dann auch moderne griechische Gerichte kochen und habe mich von dem Kochbuch "Die neue griechische Küche" inspirieren lassen. Mehr zu diesem Buch gibt es bei diesem Link.

Den Auftakt meiner kleinen griechischen Reihe macht dieses Meerbrassen-Tatar mit Avocadocreme. Seit ich Avocados aus heimischem Anbau kaufen kann, verwende ich sie sehr gerne. Gerade die Kombination von Fisch-Tatar mit Avocado essen wir sehr gerne und das war eine sehr schöne Alternative zum Lachs-Tatar. Ein schönes frisches Gericht, das schnell gemacht ist und für ein Mittagessen genauso passt, wie für eine schöne Vorspeise in einem Menü.




für 2 Personen

Meerbrassen-Tatar:
2 Meerbrassenfilets ohne Haut (Doradenfilets)
3 Stiele Koriander
1 kleine rote Chilischote
1 kleine Schalotte
Olivenöl
1/2 Limette
Meersalz
schwarzer Pfeffer

Den Fisch in kleine Wüfel schneiden und in eine Schüssel geben. Die Korianderblätter und einen Teil der Stiele in feine Streifen schneiden. Die Chili längs halbieren, die Kerne auskratzen und in feine Streifen schneiden. Die Schalotte in feine Würfel schneiden. Die Schale der Limette fein abreiben. Alles mit den Fischwürfeln vermengen.

Den Saft der halben Limette auspressen und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einer Marinade verrühren. Das Tatar damit anmachen und bei Zimmertemperatur stehen lassen bis die Avocadocreme fertig ist.


Avocadocreme:
1 reife Avocado
1/2 kleine rote Chilischote
3 Stiele Koriander
1/2 Limette
Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aushöhlen. In einer Schüssel das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, bis es cremig ist. Die Chili entkernen und in feine Streifen schneiden. Die Korianderblätter und einen Teil der Stiele in feine Streifen schneiden. Beides mit Limettensaft und Olivenöl unter die Avocadocreme rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Anrichten:
Die Avocadocreme auf zwei Teller kreisrund aufstreichen. Das Tatar darauf geben und sofort servieren.




Dazu hat uns ein trockener griechischer Wein aus der autochthonen Rebsorte Moscofilero vom Weingut Skouras sehr gut geschmeckt.

Sonntag, 19. März 2023

Griechischer Wein und neue griechische Küche

Unser Umzug brachte so einiges ans Licht, von dem mein Mann und ich uns versichert haben, dass wir das nie im Leben vorher gesehen haben. Darunter waren auch zwei Flaschen Mavrodaphne aus dem Jahr 1994, die keiner von uns gekauft hat. Nach kurzer Diskussion ist uns eingefallen, dass wir einmal eine sehr schöne Reise durch Griechenland gemacht haben.  Natürlich musste er gleich verkostet werden und, mal abgesehen davon, dass er sehr süß ist, hat er sich durchaus frisch präsentiert. Der Korken war nicht mehr so frisch und ist gleich gebrochen.



Griechischer Wein ......., ja es ist blöd, aber mir fällt da zuerst auch immer nur das Lied von Udo Jürgens ein. Den Mavrodaphne haben wir natürlich bald probiert und ich muss sagen, das war ein sehr angenehmer Dessertwein. Eigentlich ist Mavrodaphne eine autochtone rote Rebsorte, die zu Süßwein ausgebaut wird und, nach eigener Erfahrung, auch sehr lange gelagert werden kann.

Mir macht es große Freude, mich mit kulinarischen Themen zu beschäftigen, die es mir so zufällig ins Leben spült. Und so ging es mir mit dem Thema griechischer Wein. Meine Erinnerungen kreisten um schöne Abende mit Freunden in griechischen Restaurants mit Retsina und gutem Essen. In meinem Münchner Heimatstadtteil Giesing gab es das Orama am Walchenseeplatz, einen Griechen, in dem wir fast jede Woche waren. Der Betreiber war für mich der Inbegriff von Fleiß. Tagsüber arbeitete er bei "der Agfa", dessen Hochaus das Tor zu Giesing war. Abends führte er mit seiner Familie das Lokal. Nach ihm wurde ein bayerisches Gasthaus daraus und nun ist wieder ein griechischer Wirt eingezogen. Es reizt mich sehr, dem Mystikon einen Besuch abzustatten.

So kreisten meine Gedanken um Wein und Essen aus Griechenland. Da flatterte mir eine Einladung zu einem Dinner mit griechischen Weinen, ausgesucht von der von mir sehr geschätzten Sommelière Romana Echensperger in die Mailbox. In der Münchner Weinbar Lump, Stein und Küchenmeister im Alten Hof kombinierte sie zu jedem Gang im Menü zwei unterschiedliche griechische Weine. Das war ein sehr schöner Anlass wieder einmal die griechische Weinwelt zu entdecken.



Nach diesem Abend war bei mir der Wunsch geweckt, die griechische Küche wieder einmal auf den Tisch zu bringen. Auch hier kam mir der Zufall zur Hilfe, als ich auf das Kochbuch "Die neue griechische Küche"aufmerksam wurde. Jetzt passte alles zusammen. Von der Weinveranstaltung konnte ich mir eine Flasche Weißwein mitnehmen, der mir besonders gut geschmeckt hat. Ein Einkaufszettel zu den besonders ansprechenden Rezepten aus dem Kochbuch war schnell geschrieben. Dann fiel mir noch ein, dass es bei Spyridoula Retsina gibt und ich habe mir gleich zwei verschiedene bestellt. So war ich gut gerüstet für mein kleines Griechenland-Special. 

Wir haben die Weine mit unterschiedlichen Weißweingläsern verkostet und am besten gefallen hat er uns in einem Rieslingglas.


Rezept: Meerbrassen-Tatar

Donnerstag, 11. August 2016

Zu Gast in Griechenland:
Langsam geschmorte Lammkeule

Wenn ich an griechische Küche denke, dann spukt in meinem Kopf als erstes eine Lammkeule herum. Warum das so ist, kann ich gar nicht sagen. Dabei gibt es so viele andere Klassiker, wie Tzatziki oder Moussaka. Nein, ich dachte fest an eine Lammkeule, als ich in dem neuen Kochbuch "Zu Gast in Griechenland" blätterte, auf der Suche nach Rezepten für meine Rezension. (Die Rezension ist hier nachzulesen).

Ich war sehr froh, dass ich genau so ein Rezept entdeckt habe, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine langsam geschmorte Lammkeule, die mit den Beilagen im Backofen gemacht wird. Langsam schmoren ist ideal, da das Fleisch schön rosa und saftig bleibt. Die Beilagen gleich dazu ist ebenfalls sehr praktisch, wenn man wie ich im Moment extrem wenig Zeit hat. Und dann ist es ein Glücksfall, wenn das Rezept für mehrere Personen ist, weil man es dann an den nächsten Tagen kalt essen kann und etwas Zeit sparen kann.

So eine Lammkeule ist ein Festtagsschmaus und dazu darf es eine schöne Flasche Rotwein sein. Eine Empfehlung dazu habe ich Euch mitgebracht.


8 Personen

1 Lammkeule ohne Knochen ca. 2 kg (mit Knochen ca. 3 kg)
1 ganze Knoblauchknolle
125 ml natives Olivenöl
3 EL Rapsöl
2 TL Meersalz
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
2 rote Zwiebeln
5 Zweige frischer Thymian
2 Zweige frischer Rosmarin
2 TL getrockneter Oregano
3 Lorbeerblätter
125 ml trockener Weißwein
Saft von 1 Bio-Zitrone
1 kg Kartoffeln

Den Backofengrill auf 230 Grad vorheizen.

Von der Lammkeule die dicke Fettschicht entfernen und mit einem Messer kleine Einschnitte rundum in die Lammkeule machen. Die Knoblauchknolle in Zehen teilen, diese schälen und in grobe Stifte schneiden. In jeden Einschnitt einen Knoblauchstift stecken.

Das Rapsöl mit Meersalz, Pfeffer und Paprikapulver verrühren und die Lammkeule rundum damit einpinseln. In einen Bräter legen, in den die Keule gut hineinpasst. In den Ofen schieben und für 10 bis 15 Minuten kräftig anbräunen lassen, danach die Keule wenden und von der zweiten Seite ebenfalls 10 bis 15 Minuten bräunen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und vierteln. Die Zitronenschale mit einem Sparschäler dünn abziehen und den Saft auspressen. Den Bräter aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 180 Grad herunterschalten. Die Zwiebelviertel um den Braten verteilen, Zitronenschale, Thymian, Rosmarin und Oregano sowie alle übrigen Knoblauchstifte dazugeben. Den Wein, das Olivenöl, den Zitronensaft und schließlich soviel Wasser in den Bräter gießen, dass die Lammkeule zu einem Drittel in der Flüssigkeit liegt.

Den Bräter verschließen und die Lammkeule zwei Stunden im Ofen garen, dabei nach einer Stunde mit dem Fond aus dem Bräter beschöpfen. Die Lammkeule wenden, falls notwendig weiteres Wasser zufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Bei geschlossenem Deckel noch etwa eine Stunde schmoren, bis das Fleisch schön weich ist. Aus dem Ofen nehmen, nochmal mit dem Schmorfond übergießen und ruhen lassen.

Während die Lammkeule schmort, die Kartoffeln schälen und vierteln. In einem Topf mit Salzwasser etwa 15 Minuten dämpfen. Wenn das Fleisch gar ist, die Kartoffeln in den Bräter geben und mit dem Schmorfond vermischen. Für rund 10 Minuten im Ofen lassen.

Dazu darf es ein kräftiger Rotwein sein. Wie der Name Carnivor schon sagt, passt dieser kalifornische Wein besonders gut zu Fleisch.



Dienstag, 9. August 2016

Rezension: Zu Gast in Griechenland

In meiner umfangreichen Kochbuch-Sammlung ist die griechische Küche kaum vertreten. Weshalb das so ist, weiß ich selbst nicht. Dabei gibt es einige griechische Gericht, die ich sehr gerne esse. Allen voran gefüllte Weinblätter (vorzugsweise in Zitronensauce) und Pulpo in allen Variationen. Da kam es mir gerade recht, dass in dem neuen Kochbuch-Programm von teNeues auch ein griechisches Kochbuch erschienen ist.


"Zu Gast in Griechenland" ist mehr als nur ein Kochbuch. Prinzessin Tatiana von Griechenland hat, gemeinsam mit Diana Farr Louis, der Gründerin von BOROUME, viele Prominente gewinnen können, griechische Rezepte zu veröffentlichen. BOROUME ist eine Nichtregierungsorganisation und ist die einzige gemeinnützige Hilfsorganisation in Griechenland, die sich dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung und Mangelernährung verschrieben hat. Alle Gewinne aus dem Verkauf dieses Buches werden an BOROUME gespendet.

Über dreißig Persönlichkeiten aus der ganzen Welt haben ihre griechischen Lieblingsrezepte für dieses Buch zur Verfügung gestellt. So ist eine buntes Mischung aus traditionellen und modernen, sowie einfachen und anspruchsvollen Rezepten entstanden. Mir ist sofort aufgefallen, dass viele, sehr unterschiedliche, Pulpo-Rezepte dabei sind. Und zu meiner großen Freude gibt es auch ein Rezept für gefüllte Weinblätter mit Zitronensauce.

Die beteiligten Prominenten werden kurz mit Foto, Lebenslauf und drei Fragen rund um Griechenland vorgestellt. Gleich im Anschluss daran kommen die beigesteuerten Rezepte. Das können bis zu drei Rezepte sein. Durch diese Struktur wird man zum Blättern und Schmökern angeregt. Eine gezielte Suche nach Zutaten, Zubereitungsmethoden oder Art des Gerichts ist so nicht möglich, wird aber sehr gut durch den Index am Schluss des Buches ersetzt.

Die Rezepttitel sind in deutsch und griechisch angegeben. Es wurde sogar darauf geachtet, den griechischen Titel in lateinischen Buchstaben anzugeben. Das ist hilfreich, wenn man die griechische Schreibweise nicht lesen kann, es aber trotzdem griechisch aussprechen möchte. Zu jedem Rezept gibt es eine kleine Geschichte, die Zutatenliste mit Personenangabe und die Zubereitungsschritte auf einer Seite. Die Rezepttexte sind klar strukturiert und gut zu verstehen. Nicht jedes Rezept ist mit einem Foto illustriert. Hier bleibe ich bei meiner Meinung: das ist auch nicht immer notwendig.

Bei der Auswahl der Rezepte zum Nachkochen für die Rezension, wollte ich der Rezeptvielfalt gerecht werden. Deshalb habe ich ein eher traditionelles Rezept, ein modern interpretiertes und ein sehr einfaches ausgesucht. Alle drei haben sich unkompliziert kochen lassen und sind sehr gut gelungen.

Besonders interessant fand ich die kleine Geschichte zum Fenchelrezept. Marathon bedeutet übersetzt "Fenchelfeld" und in der Region rund um diesen Ort wächst sehr viel Fenchel.


Gebackener Fenchel

Das Rezept ist einfach, aber sehr wirkungsvoll. Der Fenchel wird mit Balsamico und Olivenöl mariniert und im Backofen gebacken.
 Langsam geschmorte Lammkeule
Smoothie à la Baklava

Die Aromen des Baklava in einem Smoothie. Das schmeckt zum Frühstück, oder als leichtes Dessert im Sommer. Verschiedene Nüsse und Honig werden mit Buttermilch und Joghurt gemixt.












Fazit:

"Zu Gast in Griechenland" bietet auch für weniger erfahrene Hobbyköche schöne Anregungen für die griechische Alltagsküche. Auch die etwas anspruchsvolleren Rezepte lassen sich gut umsetzen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Zutaten im normalen Supermarkt gut erhältlich. Das Buch lädt zum Lesen und zum Nachkochen ein.


Prinzessin Tatiana von Griechenland hat vor ein paar Wochen das Kochbuch selbst in München präsentiert. Die Küche des Charles Hotels hat dazu einige Kleinigkeiten aus dem Buch gekocht. Hier sind ein paar Impressionen von der Veranstaltung.