1999 reisten wir durch den Jemen. Damals war der Bürgerkrieg seit 10 Jahren Geschichte und der Nord- und der Südjemen feierten die Wiedervereinigung nur wenige Monate nach der Bundesrepublik Deutschland mit der DDR. Wir haben uns damals alle unsterblich in dieses schöne Land und seine Menschen verliebt. Wir haben auf dem Land in vielen sehr einfachen Restaurants und bei Einladungen von Einheimischen gegessen und immer eine grandiose Küche erlebt. Hauptsächlich gab es Gemüse und Hülsenfrüchte. Wenig Fleisch, meist war es Huhn und an der Küste natürlich auch Fisch. Immer serviert wurde dazu ein knuspriger Fladen, der in hohen Ofen an der Innenseite der Wände gebacken wurde. Die Aromatik würde ich als eine Mischung aus arabischer und indischer Küche beschreiben.
Trotz dieser vielen schönen Erlebnisse war die Reise durch den Jemen nicht unproblematisch. Es gab Gegenden, wo wir strikt auf einem schmalen Pfad bleiben mussten, weil das Gebiet immer noch vermint war. Alle paar Kilometer passierten wir Straßensperren, wo wir uns ausweisen mussten. In manchen Gebieten konnten wir nur im Konvoi fahren, unter dem Schutz einer Flak auf einem Begleitfahrzeug. Wichtig war immer die Achtung der Stämme und die Einhaltung gewisser Rituale. Unser Reiseleiter war Mitglied des jemenitischen Hochadels und sprach fließend deutsch, da er eine Ausbildung in der DDR gemacht hatte. Die Verbindung unserer beider Länder war damals sehr intensiv. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützte im Rahmen der Entwicklungshilfe sehr intensiv den Nordjemen. Die DDR tat das Gleiche im Südjemen. Wir befuhren perfekt ausgebaute Straßen, mitten in einer sehr bergigen Landschaft. Alle bezahlt und gebaut von den Deutschen. Wir waren im Jemen sehr beliebt und die Leute haben sich immer sichtlich gefreut, wenn wir erzählten, dass wir aus Deutschland kommen.
Sehr traurig haben wir damals den Jemen in dem Bewusstsein verlassen, dass dieses Land untergehen wird. Die wenigen Abauflächen im Jemen wurden fast ausschließlich für den Anbau von Kaffee, Tee und Rauschgift (Kath) verwendet. Ab Mittag war kaum mehr ein erwachsener Mann normal ansprechbar. Alle hatten sich die Backen dick mit diesen Blättern zugestopft und waren berauscht. Kaffee und Tee wurden exportiert. Bereits damals kamen 90 % aller Lebensmittel mit dem Schiff aus dem Ausland. Und dies führt aktuell zu dieser unvorstellbaren Hungerskatastrophe, da es einfach ist den Zugang vom Meer zu sperren.
Seit dem Ausbruch des neuen Bürgerkriegs habe ich immer wieder recherchiert um Meldungen zu finden. Es gab kaum welche. Wer aufmerksam ist, wird auch feststellen, dass es keine Flüchtlinge aus dem Jemen gibt. Die Menschen dort können nicht einmal fliehen und es ist für mich kaum vorstellbar, wie man helfen kann, solange der Krieg andauert.
Es ist schwer, jetzt die Kurve zu einem Rezept für eine Gewürzmischung zu bekommen. Entdeckt habe ich Hawaij in dem wunderschönen Buch "Basar der Düfte" aus dem Knesebeck Verlag. Für meine Rezension (hier der Link) wollte ich eine Gewürzmischung ausprobieren und habe mich für diese entschieden, um wenigstens an dieses Land zu erinnern.
Ich habe im Buch keine Erläuterung zur Aussprache oder zur Bedeutung des Wortes Hawaij gefunden und meine facebook-Kontakte um Hilfe gebeten. Dank meiner Berliner Blog-Freundin Doc Eva, bekam ich einen Kontakt zu Omar, einem Berliner Gastronom, der Muttersprachler ist. Er war so lieb mir zu erklären, dass es "Gewürzmischung" bedeutet und man es "Hawaesch" ausspricht. Er hat mir sogar eine Sprachnachricht mit der genauen Aussprache geschickt. Wenn ich wieder einmal in Berlin bin, möchte ich ihn in seinem Restaurant Cèdre Blanc besuchen.
Hawaij ist eine aromatische und sehr würzige Mischung, die nicht scharf ist. Den Geschmack habe ich gleic wieder erkannt und mich gefreut, dass es so typisch schmeckt. Man kann sie sehr vielfältig verwenden. Sie eignet sich als trockener Rub für Grillfleisch oder zu Schmorfleisch, passt aber auch zu Fisch und Gemüse. Sie wird aber auch über Reis, Suppen und Eintöpfe gestreut. Ich habe sie bereits öfters verwendet, um gedämpfte Kartoffeln zu würzen oder mit Schmand einen würzigen Dip zu machen.
Die Zubereitung ist denkbar einfach und geht sehr schnell. Hawaij ist auch ein schönes kulinarisches Geschenk, vielleicht in Kombination mit einer Gewürzmühle.
2 EL schwarze Pfefferkörner
1 EL Cumin
1 EL Koriander
2 TL grüne Kardamomkapseln
1/2 TL Nelken
1 EL Kurkuma
Die Gewürze (ohne Kurkuma) in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis sie anfangen zu duften. Die Gewürze aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Dann in einer Gewürzmühle (ich verwende dafür gerne die neue Mühle von Microplane) mahlen und mit dem Kurkuma mischen.
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Montag, 12. November 2018
Sonntag, 1. Februar 2015
Sabah al cher! - Sabah al nur!
In meiner Küche habe ich einen ganz alltäglichen Gegenstand, den ich mit großer Freude benutze. Sobald ich ihn in die Hand nehme denke ich an eine große Reise durch eines der schönsten Länder, in denen ich jemals war: Jemen!
Nach einer sehr staubigen Tagesfahrt über das Hochplateau des Jol erreichten wir den Rand des Plateaus und blickten wir in das trockene Band des Wadi Hadramauts. Die Orte sind wie auf einer Perlenschnurr aufgereiht. Einer davon ist Shibam. Unsere Fahrt ging erstmal weiter ins Wadi Doan. Das mussten wir im Morgengrauen des nächsten Tages unter dramatischen Umständen verlassen. Irgendwo hatte es geregnet und in kürzester Zeit war das Wadi geflutet. Wir haben es buchstäblich in letzter Sekunde noch geschafft herauszukommen. Das Wasser stand so hoch, dass es bereits unten an den Autotüren ins Wageninnere kam. Sogar auf das Frühstück haben wir damals verzichten. Nur schnell weg, war die Devise. Diese halbe Stunde für das Frühstück hätte uns wahrscheinlich gezwungen in Doan zu bleiben, bis sich die Fluten wieder aufgelöst haben. Wie lange so etwas dauert kann schlecht vorher bestimmt werden und hätte die gesamte Reise auf den Kopf gestellt.
Am nächsten Tag ging es nach Shibam, das an diesem Tag seinem Ruf als "Manhatten der Wüste" alle Ehre machte. Die Häuser der "Skyline" sind bis zu 25 Meter hoch und aus Lehm gebaut. Einige von ihnen stammen noch aus dem Mittelalter und der Baustil hat sich nie verändert. Die UN hat die Altstadt von Shibam berechtigterweise in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Vom ersten Moment an hat mich diese Stadt in ihren Bann gezogen. Ich bin in einigen Häusern bis ins letzte Stockwerk geklettert und durch die schmalen Gässchen gelaufen.
Wie sieht es heute in Shibam aus? Ich weiß es nicht, die Situation ist unübersichtlich. Bereits bei unserer Reise 1999 wussten wir, dass dieses Land im Chaos versinken wird. Bei wikipedia habe ich gelesen, dass 2008 einige Häuser durch starken Regen eingestürzt sind. Das würde ich sehr bedauern und ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Wiederaufbau geben wird. So ist diese wunderbare Stadt dem Untergang geweiht.
Am Morgen nach unserer Übernachtung in Shibam mussten wir sehr früh losfahren und unser Guide Aisch, der übrigens fließend deutsch sprach, begrüßte uns mit "sabah al cher" und lernte uns die Antwort "sabah al nur". "Guten Morgen mit Licht" und "Guten Morgen mit Rosen", das sind die traditionellen arabischen Grußformeln früh morgens.
Diese Worte, viele kleine Details und große Eindrücke fallen mir immer sofort ein, wenn ich einen meiner jemenitischen Teelöffel in die Hand nehme. Gekauft habe ich sie in Shibam auf dem kleinen Marktplatz und ich verwende sie sehr gerne, manchmal auch völlig unsinnig, weil ich sie einfach gerne verwende.
Warum erzähle ich Euch das? Weil ich schon mal vorbereiten möchte, in Euren Küchenschubladen zu wühlen, ob da nicht ein schöner Gegenstand ist, den ihr im Urlaub erworben habt und heute noch gerne in der Küche verwendet. Vielleicht ist es ja auch eine besondere Zutat oder ein Gewürz, mit dem ihr eine schöne Reisegeschichte verbindet. Schon bald gibt es mehr Details. Also, haltet Eure Fundstücke schon mal gut fest.
Nachsatz:
Diesen Beitrag habe ich im Dezember 2013 konzipiert und geschrieben. Bis zur Veröffentlichung hat sich, nach meiner Einschätzung, die Situation im Jemen durch den Putsch und die Attentate in Paris wesentlich verschlimmert. Im Jahr 1999 waren überall noch die Spuren von Krieg und Zerstörung gesehen. Das Land hat damals eine Phase des Wiederaufbaus gestartet, aber rückwirkend betrachtet ging es immer weiter bergab.
Nach einer sehr staubigen Tagesfahrt über das Hochplateau des Jol erreichten wir den Rand des Plateaus und blickten wir in das trockene Band des Wadi Hadramauts. Die Orte sind wie auf einer Perlenschnurr aufgereiht. Einer davon ist Shibam. Unsere Fahrt ging erstmal weiter ins Wadi Doan. Das mussten wir im Morgengrauen des nächsten Tages unter dramatischen Umständen verlassen. Irgendwo hatte es geregnet und in kürzester Zeit war das Wadi geflutet. Wir haben es buchstäblich in letzter Sekunde noch geschafft herauszukommen. Das Wasser stand so hoch, dass es bereits unten an den Autotüren ins Wageninnere kam. Sogar auf das Frühstück haben wir damals verzichten. Nur schnell weg, war die Devise. Diese halbe Stunde für das Frühstück hätte uns wahrscheinlich gezwungen in Doan zu bleiben, bis sich die Fluten wieder aufgelöst haben. Wie lange so etwas dauert kann schlecht vorher bestimmt werden und hätte die gesamte Reise auf den Kopf gestellt.
Am nächsten Tag ging es nach Shibam, das an diesem Tag seinem Ruf als "Manhatten der Wüste" alle Ehre machte. Die Häuser der "Skyline" sind bis zu 25 Meter hoch und aus Lehm gebaut. Einige von ihnen stammen noch aus dem Mittelalter und der Baustil hat sich nie verändert. Die UN hat die Altstadt von Shibam berechtigterweise in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Vom ersten Moment an hat mich diese Stadt in ihren Bann gezogen. Ich bin in einigen Häusern bis ins letzte Stockwerk geklettert und durch die schmalen Gässchen gelaufen.
Wie sieht es heute in Shibam aus? Ich weiß es nicht, die Situation ist unübersichtlich. Bereits bei unserer Reise 1999 wussten wir, dass dieses Land im Chaos versinken wird. Bei wikipedia habe ich gelesen, dass 2008 einige Häuser durch starken Regen eingestürzt sind. Das würde ich sehr bedauern und ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Wiederaufbau geben wird. So ist diese wunderbare Stadt dem Untergang geweiht.
Am Morgen nach unserer Übernachtung in Shibam mussten wir sehr früh losfahren und unser Guide Aisch, der übrigens fließend deutsch sprach, begrüßte uns mit "sabah al cher" und lernte uns die Antwort "sabah al nur". "Guten Morgen mit Licht" und "Guten Morgen mit Rosen", das sind die traditionellen arabischen Grußformeln früh morgens.
Diese Worte, viele kleine Details und große Eindrücke fallen mir immer sofort ein, wenn ich einen meiner jemenitischen Teelöffel in die Hand nehme. Gekauft habe ich sie in Shibam auf dem kleinen Marktplatz und ich verwende sie sehr gerne, manchmal auch völlig unsinnig, weil ich sie einfach gerne verwende.
Warum erzähle ich Euch das? Weil ich schon mal vorbereiten möchte, in Euren Küchenschubladen zu wühlen, ob da nicht ein schöner Gegenstand ist, den ihr im Urlaub erworben habt und heute noch gerne in der Küche verwendet. Vielleicht ist es ja auch eine besondere Zutat oder ein Gewürz, mit dem ihr eine schöne Reisegeschichte verbindet. Schon bald gibt es mehr Details. Also, haltet Eure Fundstücke schon mal gut fest.
Nachsatz:
Diesen Beitrag habe ich im Dezember 2013 konzipiert und geschrieben. Bis zur Veröffentlichung hat sich, nach meiner Einschätzung, die Situation im Jemen durch den Putsch und die Attentate in Paris wesentlich verschlimmert. Im Jahr 1999 waren überall noch die Spuren von Krieg und Zerstörung gesehen. Das Land hat damals eine Phase des Wiederaufbaus gestartet, aber rückwirkend betrachtet ging es immer weiter bergab.
Freitag, 30. März 2012
Koch den Vinz - Dorade jemenitisch
Am 28. Januar habe ich "Den Vinz gekocht" und hatte viel Spaß daran. Damals habe ich mir vorgenommen, ein Gericht pro Monat zu kochen - Pustekuchen. Irgendwie waren da soviele andere tolle Erlebnisse oder Gerichte.
Jetzt war ich ein bißchen streng zu mir und habe gleich noch das zweite Rezept aus dem wunderbaren Buch Wielandshöhe gekocht. Geschmeckt hat es wunderbar, beim Essen waren wir sehr nachdenklich. Wie geht es Aisch, Saleh und Abdul? Im Jemen spielt sich eine Tragödie ab und die Welt schaut weg.
für zwei Personen
1 Dorade
1 Bund Lauchzwiebeln
1 TL gemahlenen Cumin
je 1 MSP gem. Kurkuma, Cayenne, Kardamom und Piment
1 kleines Stück Ingwer
2 EL Noilly Prat
2 EL Butter
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Basmati-Reis
Die Dorade entschuppen und filetieren, die Gräten sorgfältig ziehen.
Basmati-Reis kochen.
Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln, mit den gemahlenen Gewürzen mischen. Die Frühlingszwiebeln schräg in Ringe schneiden und in 1 EL Butter anschwenken, etwas salzen. Die Gewürze dazugeben und kurz anrösten. Mit dem Noilly Prat ablöschen. Das Gemüse herausnehmen und warm stellen.
Die Filets trockentupfen, salzen und pfeffern und in 1 EL Butter auf der Hautseite bei kleiner Hitze langsam braten. Sobald die Ränder auf der Fleischseite verfärbt sind, wenden und kurz auf der Fleischseite braten.
Jetzt war ich ein bißchen streng zu mir und habe gleich noch das zweite Rezept aus dem wunderbaren Buch Wielandshöhe gekocht. Geschmeckt hat es wunderbar, beim Essen waren wir sehr nachdenklich. Wie geht es Aisch, Saleh und Abdul? Im Jemen spielt sich eine Tragödie ab und die Welt schaut weg.
für zwei Personen
1 Dorade
1 Bund Lauchzwiebeln
1 TL gemahlenen Cumin
je 1 MSP gem. Kurkuma, Cayenne, Kardamom und Piment
1 kleines Stück Ingwer
2 EL Noilly Prat
2 EL Butter
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Basmati-Reis
Die Dorade entschuppen und filetieren, die Gräten sorgfältig ziehen.
Basmati-Reis kochen.
Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln, mit den gemahlenen Gewürzen mischen. Die Frühlingszwiebeln schräg in Ringe schneiden und in 1 EL Butter anschwenken, etwas salzen. Die Gewürze dazugeben und kurz anrösten. Mit dem Noilly Prat ablöschen. Das Gemüse herausnehmen und warm stellen.
Die Filets trockentupfen, salzen und pfeffern und in 1 EL Butter auf der Hautseite bei kleiner Hitze langsam braten. Sobald die Ränder auf der Fleischseite verfärbt sind, wenden und kurz auf der Fleischseite braten.
Den Fisch mit Reis und Gemüse anrichten.
Samstag, 28. Januar 2012
Koch den Vinz - Lachem Surah
Petra hat zum Ganzjahres-Blog-Event aufgerufen: Koch den Vinz. Tolles Thema. Vincent Klink ist ein wunderbarer, gradliniger Koch und ich war froh, daß ich "geschubst" worden bin.
Eine meiner Lieblingskochbuch-Reihen sind die alten Bücher aus dem Hugendubel-Verlag. Glücklicherweise besitze ich hier auch das Buch Wielandshöhe. Das hatte ich bei unserem Besuch bei Vincent Klink dabei, um es mir signieren zu lassen. Und es passierte das, was immer passiert, wenn ich mit einem alten Buch komme. Der Autor lächelte glücklich. Otto Koch hat mir das einmal erklärt: "So ein Kochbuch macht soviel Arbeit und wenn jemand mit einem alten Buch kommt, dann weiß man, daß die Arbeit geschätzt wird und nicht umsonst war.."
Im Buch ist mir aufgefallen, daß da zwei jemenitische Gerichte beschrieben waren. Dazu muß man wissen, daß jemenitische Rezepte so selten sind, wie ein 6er im Lotto. Das hat mich sehr neugierig gemacht und ich fragte Herrn Klink, wie es dazu kam. Er lächelte noch mehr und verschwand. Wenige Minuten später kam er zurück und gab mir seine kulinarischen Reisebeschreibungen mit den Worten: "Ich war im Jemen. Da steht alles drin, das schenke ich Ihnen."
Dieses Buch möchte ich Euch sehr ans Herz legen, einfach wunderbar zu lesen. Ich habe es im Zug nach Salzburg auf einen Rutsch gelesen und mußte immer so laut lachen, daß alle anderen Reisenden schon belustigt geguggt haben.
Lange Rede, kurzer Sinn: mein Beitrag zum Blogevent kann ja nur ein jemenitisches Rezept von Vincent Klink sein. Ein paar winzige Kleinigkeiten habe ich verändert, weil mein Herd einfach nicht die Hitze bringt, die dafür erforderlich wäre. So ist es in der Haushaltsküche gut kochbar und es schmeckt köstlich. Und jemenitische Küche kommt einfach auf den Teller, also unprätensiöses Anrichten.
Für 4 Personen
500 gr. schieres Lammfleisch aus Keule oder Rücken
2 Schalotten
2 Stangen Staudensellerie
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Gewürzmischung:
2 TL Kreuzkümmel
1 TL Bockshornklee
1 TL Damaszenerkümmel, ich habe bayerischen genommen - geht auch :-)
1 TL Kurkuma
1/2 kleine Chilischote fein gemörsert
Die Schalotten und Knoblauchzehen würfeln. Von dem Staudensellerie die Fäden ziehen und dann in Scheiben schneiden.
Die Gewürze, den Pfeffer ebenfalls, mörsern.
Das Fleisch sehr sorgfältig parieren. Es sollte keine Sehnen, Fett etc. haben. Anschließend in feine Streifen schneiden.
Das Olivenöl im Wok erhitzen, dann die Gemüsewürfel zugeben und anschwitzen, leicht salzen und zuckern. Den Wok so heiß wie möglich erhitzen, dann das Fleisch zugeben und pfannenrühren. Das Fleisch sollte ca. 5 Minuten gebraten werden, dabei leicht salzen und zuckern.
Danach die Gewürze zugeben und kurz mitrösten. Von der Hitze nehmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dies ist ein jemenitisches Abendgericht, zu dem es üblicherweise Fladenbrot gibt. Die Fladen im Jemen sind so sensationell köstlich und hier nicht nachproduzierbar, daß ich es gar nicht versucht habe. Bei uns gab es Reis dazu, lila Reis, wegen dem Vorratsschrank. Aromatisiert habe ich ihn mit Orangenzesten, weil da noch ein paar übrig waren von der Pralinenproduktion.
Eine kurze Beschreibung:
Butter im Topf erhitzen, die Orangenzesten und eine Tasse Reis zugeben, salzen und gut rühren. Mit zwei Tassen warmen Wasser aufgiessen, aufkochen lassen. Auf kleinster Stufe mit geschlossenem Deckel ca. 20 bis 25 Minuten weich garen.

Eine meiner Lieblingskochbuch-Reihen sind die alten Bücher aus dem Hugendubel-Verlag. Glücklicherweise besitze ich hier auch das Buch Wielandshöhe. Das hatte ich bei unserem Besuch bei Vincent Klink dabei, um es mir signieren zu lassen. Und es passierte das, was immer passiert, wenn ich mit einem alten Buch komme. Der Autor lächelte glücklich. Otto Koch hat mir das einmal erklärt: "So ein Kochbuch macht soviel Arbeit und wenn jemand mit einem alten Buch kommt, dann weiß man, daß die Arbeit geschätzt wird und nicht umsonst war.."
Im Buch ist mir aufgefallen, daß da zwei jemenitische Gerichte beschrieben waren. Dazu muß man wissen, daß jemenitische Rezepte so selten sind, wie ein 6er im Lotto. Das hat mich sehr neugierig gemacht und ich fragte Herrn Klink, wie es dazu kam. Er lächelte noch mehr und verschwand. Wenige Minuten später kam er zurück und gab mir seine kulinarischen Reisebeschreibungen mit den Worten: "Ich war im Jemen. Da steht alles drin, das schenke ich Ihnen."
Dieses Buch möchte ich Euch sehr ans Herz legen, einfach wunderbar zu lesen. Ich habe es im Zug nach Salzburg auf einen Rutsch gelesen und mußte immer so laut lachen, daß alle anderen Reisenden schon belustigt geguggt haben.
Lange Rede, kurzer Sinn: mein Beitrag zum Blogevent kann ja nur ein jemenitisches Rezept von Vincent Klink sein. Ein paar winzige Kleinigkeiten habe ich verändert, weil mein Herd einfach nicht die Hitze bringt, die dafür erforderlich wäre. So ist es in der Haushaltsküche gut kochbar und es schmeckt köstlich. Und jemenitische Küche kommt einfach auf den Teller, also unprätensiöses Anrichten.
Für 4 Personen
500 gr. schieres Lammfleisch aus Keule oder Rücken
2 Schalotten
2 Stangen Staudensellerie
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Gewürzmischung:
2 TL Kreuzkümmel
1 TL Bockshornklee
1 TL Damaszenerkümmel, ich habe bayerischen genommen - geht auch :-)
1 TL Kurkuma
1/2 kleine Chilischote fein gemörsert
Die Schalotten und Knoblauchzehen würfeln. Von dem Staudensellerie die Fäden ziehen und dann in Scheiben schneiden.
Die Gewürze, den Pfeffer ebenfalls, mörsern.
Das Fleisch sehr sorgfältig parieren. Es sollte keine Sehnen, Fett etc. haben. Anschließend in feine Streifen schneiden.
Das Olivenöl im Wok erhitzen, dann die Gemüsewürfel zugeben und anschwitzen, leicht salzen und zuckern. Den Wok so heiß wie möglich erhitzen, dann das Fleisch zugeben und pfannenrühren. Das Fleisch sollte ca. 5 Minuten gebraten werden, dabei leicht salzen und zuckern.
Danach die Gewürze zugeben und kurz mitrösten. Von der Hitze nehmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dies ist ein jemenitisches Abendgericht, zu dem es üblicherweise Fladenbrot gibt. Die Fladen im Jemen sind so sensationell köstlich und hier nicht nachproduzierbar, daß ich es gar nicht versucht habe. Bei uns gab es Reis dazu, lila Reis, wegen dem Vorratsschrank. Aromatisiert habe ich ihn mit Orangenzesten, weil da noch ein paar übrig waren von der Pralinenproduktion.
Eine kurze Beschreibung:
Butter im Topf erhitzen, die Orangenzesten und eine Tasse Reis zugeben, salzen und gut rühren. Mit zwei Tassen warmen Wasser aufgiessen, aufkochen lassen. Auf kleinster Stufe mit geschlossenem Deckel ca. 20 bis 25 Minuten weich garen.
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