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Sonntag, 8. März 2015

Brokkoli-Pakora mit Kokos-Raita
aus Jetzt! Gemüse von Sebastian Dickhaut

An Rezepten mit Kichererbsen-Teig bin ich immer interessiert und habe mich sehr gefreut, dass Sebastian Dickhaut in seinem neuen Kochbuch "Jetzt! Gemüse"  den Brokkoli so frittiert. Teige in dieser Art probiere ich oft aus. Nicht alle funktionieren und das ärgert mich immer, weil gerade Kichererbsenmehl eine sehr gute und schmackhafte glutenfreie Variante ist. So war das letzte Rezept für meine Rezension festgelegt.

Dieser Teig ist nicht ganz einfach handzuhaben, aber letztendlich funktioniert er. Das Kichererbsenmehl zieht gerne an und der Teig wird dann zu dick. Ich bin deshalb in Etappen vorgegangen und habe nach der ersten Hälfte noch etwas Wasser zugegeben.

Hilfreich war es auch, die Röschen und Stücke des Stiels auf Holzspieße zu stecken und so durch den Teig zu ziehen, abtropfen zu lassen und dann in das Frittierfett geben. So kann das Gemüse auch gedreht werden und man braucht nicht so viel Frittierfett. Ich bin damit immer geizig, weil ich nicht so gerne große Mengen Öl entsorge.

Das Gemüse war schön knusprig und hat uns sehr gut geschmeckt. Den Kokosgeschmack der Raita mochte Herr bushcook nicht so gerne - irgendetwas ist ja immer..... :-)




2 - 3 Personen

Kokos-Raita:
1 Gurke
6 Stiele Minze
150 gr. Joghurt
100 gr. Kokosmilch
1/4 TL Garam Masala
Meersalz

Brokkoli-Pakora:
100 gr. Kichererbsenmehl
1/2 EL Kurkuma
Meersalz
125 ml zimmerwarmes Sprudelwasser
500 gr. Brokkoli
Rapsöl zum Frittieren

Die Gurke schälen, längs vierteln und die Kerngehäuse wegschneiden. Dann in feine Scheiben schneiden. Die Minzblätter abzupfen und in mittelbreite Streifen schneiden.

Joghurt mit der Kokosmilch verrühren, Gurkenstreifen und Minzblätter zugeben und mit Garam Masala würzen. Abgedeckt eine Stunde ziehen lassen und dann vor dem Servieren mit Salz abschmecken.

Den Brokkoli in Röschen teilen, den restlichen Stiel schälen und in Stücke schneiden.

Kichererbsenmehl mit Kurkuma und Salz mischen, dann mit dem Sprudelwasser glatt rühren. Wenn der Teig zu dick wird, einfach nochmals Wasser einrühren.

Das Rapsöl auf 175 bis 180 Grad erhitzen. Die Brokkolistücke auf Holzspieße stecken und durch den Teig ziehen. Etwas abtropfen lassen und dann knusprig frittieren. Fertige Röschen auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Wenn das Frittieren zu lange dauert, kann man die fertigen Stücke im Ofen bei 100 Grad warm halten.




Samstag, 7. März 2015

Möhren im Papier mit Senfbutter
aus Jetzt! Gemüse von Sebastian Dickhaut

Für meine Rezension von Sebastian Dickhauts neuem Kochbuch "Jetzt! Gemüse!" wollte ich neue Dinge ausprobieren. Da kam mir dieses Rezept für Karotten, die im Papier gegart werden, gerade recht. Das ist ideal, wenn man schnell etwas auf dem Tisch haben will. Die Karotten und die Senfbutter können vorbereitet werden. Dann geht das Einpacken und Garen im Ofen ganz schnell. Die Senfbutter war eine Überraschung für mich. Ich hatte nicht gedacht, dass der Senf so gut zu Karotten schmeckt. Unbedingt mal ausprobieren!

Damit es noch eine Kleinigkeit dazu gibt, habe ich auch noch schnell meine Neuentdeckung, Papadam aus der Mikrowelle, gemacht. Die Packung Papadam war schon über eine Woche geöffnet und sie waren etwas trocken geworden. Deshalb habe ich sie einfach kurz unter den laufenden Wasserhahn gehalten und dann bei 600 Watt für 2 mal 2 Minuten in die Mikrowelle gegeben. Nach der Halbzeit drehe ich sie gerne einmal um. Die waren genauso gut, wie die aus der frisch geöffneten Packung.





2 Personen

300 gr. Karotten, ca. 4 Stück
Meersalz
Zucker
30 gr. weiche Butter (rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen)
1 EL körnigen scharfen Senf
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Schuss Tamari
1 Schuss Weißweinessig
Backpapier
Küchengarn

Die Karotten schälen und dann mit dem Sparschäler weiter schälen, damit man dünne Streifen bekommt. Die Karottenstreifen mit etwas Salz und Zucker in einer Schüssel gut mischen und marinieren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

In der Zwischenzeit die weiche Butter in eine kleine Schüssel geben und mit dem Senf mit einer Gabel vermengen. Mit Salz, Pfeffer und je einem Spritzer Tamari und Weißweinessig abschmecken.

Von der Backpapierrolle so viel abreißen, dass ein Quadrat entsteht. In die Mitte ein "geballtes" Häufchen Karottenstreifen geben und obenauf die Senfbutter geben. Mit der zweiten Portion genauso verfahren. Alle vier Ecken des Backpapiers nach oben ziehen und mit dem Küchengarn zu einem "Bündel" schnüren.

Die beiden Pakete in eine ofenfeste Form geben und 15 bis 20 Minuten in den Ofen schieben. Verschlossen auf Tellern servieren.



Freitag, 6. März 2015

Rote Linsencreme aus Jetzt! Gemüse
von Sebastian Dickhaut

Das Thema Dip oder Aufstrich wird bei uns eher sträflich vernachlässigt. Dabei wäre das ideal für mich, da ich mir mein Mittagessen immer ins Büro mitbringe. Oft scheitert das auch am Brot, mit dem man es dippen könnte. Bereits letztes Jahr habe ich eine sehr gute glutenfreie Alternative entdeckt. Es gibt von Männl glutenfreie Brotchips, die sehr gut schmecken und schön knusprig sind. Die kann ich sehr empfehlen und zu dieser schön würzigen Linsencreme von Sebastian Dickhaut aus seinem neuen Kochbuch Jetzt! Gemüse passen die mit Karotte besonders gut. Da war das erste Rezept für meine Rezension bereits ein Volltreffer.

Ich habe nur die halbe Menge gemacht und ein paar Kleinigkeiten geändert. Sonst habe ich mich streng an das Rezept gehalten. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Arbeitsschritte nicht nur bis ins kleinste Detail beschrieben wurden, sondern auch erklärt wurde, weshalb das so funktioniert. Da kann man immer wieder dazu lernen.




2 Portionen

75 gr. Rote Linsen
25 gr. Rosinen
1 Schalotte
1 Lorbeerblatt
2 EL Butterschmalz
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 kleines Stück Zimtstange
2 EL Currypulver
200 ml Gemüsebrühe
50 gr. Joghurt
2 EL Fruchtchutney (ich habe Marillen genommen)
Meersalz

Linsen und Rosinen in ein Sieb geben und mit kalten Wasser abspülen - gut abtropfen lassen. Die Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden.

Das Butterschmalz in einem Topf erhitzen und bei kleiner Hitze Schalotte, Kreuzkümmel, Lorbeerblatt und Zimtstange hineingeben. Einmal umrühren und dann mit geschlossenem Topfdeckel sanft glasig dünsten. Danach den Deckel abnehmen und die Schalotte unter ständigem Rühren bei starker Hitze leicht bräunen.

Den Curry einrühren, aufschäumen lassen und sofort mit der Brühe ablöschen. Die Linsen und Sultaninen zugeben und - erneut mit geschlossenem Deckel - bei kleiner Hitze für 20 Minuten garen, bis die Linsen bissfest sind und die Brühe aufgesogen ist.

Zum Schluss Joghurt und Chutney einrühren, mit Salz abschmecken und noch kurz köcheln lassen.



Donnerstag, 5. März 2015

Rezension: Jetzt! Gemüse von Sebastian Dickhaut

Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 stellte Sebastian Dickhaut mit einer sehr launigen Kochshow sein neues Buch "Jetzt! Gemüse" vor. Er zauberte aus dem Handgelenk eine Lauchbutter hervor und bat danach große Teile des Publikums zum Schälen und Schnibbeln von Gemüse auf die Bühne. So entstand in kürzester Zeit eine große Portion Wunderrüben, von der jeder Zuschauer eine Portion bekommen hat. Nachzulesen ist das hier. Ein Kochbuch, das so präsentiert wird, hat es auf jeden Fall verdient auch rezensiert zu werden.

Sebastian Dickhaut ist gelernter Koch und hat irgendwann den Spitzen-Restaurants den Rücken gekehrt und zu schreiben begonnen. Er schreibt als Food-Journalist, Kochbuch-Autor und Food-Blogger. Sein Koch-Know-How gibt er im Münchner Hukodi bei Kochkursen und beim Echtzeitkochen in Kabel 1 weiter. Seit Jahren ist er fester Bestandteil der Küchengötter und wer ihn einmal persönlich erleben will, dem empfehle ich seine Veranstaltungen im Hukodi. Mich freut es sehr, dass ich ihn schon ein Weilchen persönlich kenne und lese sehr gerne seine charmant-witzigen Beiträge über twitter und instagram. Neben der Kochleidenschaft verbindet uns beide auch sehr die Liebe zu "Giasing", einem Ur-Münchner-Stadtteil. (Noch ein kleiner Hinweis: Sebastian ist nicht bei facebook. Es gibt dort einen sehr netten Herren gleichen Namens, der immer freundlich zurück schreibt, dass er NICHT der Koch ist :-) )




"Jetzt! Gemüse" ist im südwest-Verlag erschienen und hat etwas, was mich mehr in Verzückung geraten lässt, als ein Lesebändchen. Es hat ein "Einmerkerl" mit Gummiband und lässt das etwas DIN A4 große Buch wie ein Notizbuch erscheinen. Auf der Rückseite des Lesezeichens sind praktischerweise die Saison-Gemüse für alle 4 Jahreszeiten vermerkt.

Ich kenne alle seine Kochbücher und in diesem ist es, meiner Meinung nach, am besten gelungen seine Persönlichkeit und seinen Spirit einzufangen. Sebastian ist grundsätzlich sehr entspannt, das mag an seinem langen Aufenthalt in Australien liegen und er denkt gerne "um die Ecke". Das kann er sehr witzig veröffentlichen und damit zum Nachdenken anregen. Es rüttelt aber in keinster Weise an seiner hohen fachlichen Kompetenz. In diesem Stil ist auch das Buch, charmant, witzig, bunt, modern und mit viel Koch-Kenntnis.

Auch das Inhaltsverzeichnis ist konsequent nach diesem Stil ausgerichtet. Nach ein bisserl "Vorgeplänkel" mit Sachkunde, die mundgerecht serviert wird, kommen die Rezepte in den Kategorien
- Gemüse auf die Hand
- Gemüse pur
- Gemüse bunt
- Gemüse satt
- Gemüse für immer
- Die Speisekammer.

Die Sachkunde am Anfang ist allgemein verständlich geschrieben und mit Fotos aufgelockert. Wir erfahren, wie wir am besten frisches Gemüse einkaufen und wie wir es am besten zubereiten. Da werden schon ganz viele Zubereitungsarten erklärt. Wer die verstanden hat und umsetzen kann, der ist schon sehr gut gerüstet. Fast spielerisch gibt es Informationen über die Herkunft und die botanische Zuordnung von Gemüse. So viel Theorie auf kleinem und unterhaltsamen Raum tut gut.

Bei den Rezepten hat man die übliche Darstellung auf Doppelseiten mit der Beschreibung und den Zutaten auf der einen Seite und dem Rezeptbild auf der gegenüber liegenden Seite gewählt. Neu ist die hervorgehobene Kurzbeschreibung des Rezepts, mit der man schnell entscheiden kann, ob das Gericht passend ist. Grob geschätzt sind 1/5 der Rezepte ohne Bild, dafür finden wir die Bemerkungen der beiden Gemüseverkäufer "die Wagners". Die Gerichte sind Alltagsgerichte, die meiner Meinung nach auch sehr gut ohne Foto nachgekocht werden können. Viel wichtiger erscheint mir die Qualität der Rezepttexte. Da ist jeder Arbeitsschritt detailliert und verständlich beschrieben. Es wird auch erklärt, weshalb das so notwendig ist. Dadurch wird man nicht nur angeleitet, man erweitert auch sein Koch-Wissen.

Sehr gut gefällt mir das Kapitel Speisekammer. Dort ist zu jeder Gemüsesorte beschrieben, wann man sie am besten kauft, wie man sie lagert und welche Zubereitungsart sich am besten für sie eignet. Zusätzlich gibt es einen Hinweis auf die passenden Rezepte im Buch. Abgerundet werden die vielen Informationen mit einem alphabetischen Rezept- und einem Gemüse-Register.

Für meine Rezension habe ich einfach im Buch geblättert und Rezepte ausgewählt mit Zutaten, die ich im Vorrat hatte oder bei denen Winter-Gemüse verarbeitet wurde. Ich bin da sehr schnell fündig geworden und hätte noch viel mehr gefunden. Für mich ist es auch immer interessant glutenfreie Varianten zu kochen. Auch mit diesem Blick war es einfach Gerichte auszuwählen. Alle drei Rezepte haben sich sehr gut umsetzen lassen und uns sehr gut geschmeckt.



 Rote Linsencreme
 Möhren im Papier mit Senfbutter
Brokkoli-Pakora mit Kokos-Raita














Fazit:
Jetzt! Gemüse ist ein sehr informatives Buch über Gemüse mit vielen alltags-tauglichen Rezepten. Besonders gut geeignet ist es für Koch-Anfänger, weil die Rezepte sehr gut beschrieben sind. Die Zutaten sind im Supermarkt einfach zu bekommen. Wer mehr über Gemüse in der Küche wissen möchte oder Inspiration für alltägliche Gemüseküche sucht, der wird mit diesem Buch sehr glücklich.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Premiere: Besuch der Frankfurter Buchmesse - das wurde aber auch Zeit!

Niemand hat so lange gebraucht, um endlich einmal die Frankfurter Buchmesse zu besuchen, wie ich. Heuer war es endlich soweit. Mit Claudia von Dinner um Acht machte ich mich auf den Weg und nach einer unkomplizierten Anreise blieb gleich noch ein halber Tag, um ihn auf der Messe zu verbringen.



Es ging gleich gefährlich los: bei Ulmer entdeckte ich ein sehr interessantes Buch vom österreichischen Tomatenpabst. Leider wurde es sooo weit oben positioniert, dass nicht einmal ich es aus dem Fach nehmen konnte, und ich bin groß. Die Mitarbeiter am Stand waren auch alle in Gesprächen gebunden und auf den ersten Blick kleiner als ich. Vermutlich war der Plan, dass man es nur ehrfurchtsvoll von unten bewundern sollte. Schade! Bei Dorking Kindersley war das viel besser organisiert und der Besucher konnte ganz leicht mit einem Griff ins Regal eine große Auswahl aus dem Programm betrachten. Nach meinem ersten Orientierungslauf erfuhr ich von einem Geheimtipp, beim Vielflieger Verlag gibt es finnische Getränke. Lieber Felix, wirklich ganz großes Kino - ich freue mich schon nächstes Jahr auf indonesische Getränke. Die Spezialität des Verlags sind Kinderbücher und es gibt ein Kochbuch und das ist eher, naja, sagen wir mal nicht kinder-tauglich. :-)



Für den ersten Abend habe ich bei Sebastian Ziese einen Tisch reserviert. Ich wollte unbedingt sein neues Restaurant Carte blanche kennen lernen, das er erst vor 8 Tagen eröffnet hatte. Wir haben es natürlich geschafft, exakt um 18.55 Uhr die Messe zu verlassen. Diese Idee hatten ungefähr 100.000 andere Besucher auch. Also gab es kein einziges Taxi, dafür eine ellenlange Warteschlange am Taxistand. Wir nahmen einfach die U-Bahn und liefen den Weg von der U-Bahnstation ins Restaurant zu Fuß. Die ganze Gegen war völlig taxifreie Zone. Blöderweise regnete es heftig und wir kamen wie zwei getaufte Mäuse an, waren aber gleich versöhnt von dem besonders netten Empfang und dem schönen Ambiente des Lokals. Nach dem schönen Auftakt mit einem Quittensecco und einem Thunfisch-Crostarde auf Wakamesalat mit Radieschenschaum waren wir zwar immer noch nass, aber glücklich.


Wir entschieden uns für das 3-Gang-Überraschungsmenü. Der Name von Sebastians Restaurant ist Programm. Es gibt keine Karte, der Küchenchef zaubert aus seinen Einkäufen feine Gerichte und dazu kann man auch eine Weinbegleitung. Im Einkaufskörbchen waren Tomahawk-Steaks und die vielen anwesenden Herren im Lokal bestellten reichlich. Wir genossen unser Menü mit gebratenem Seeteufel, Avocado-Mango-Salat und gebratener Avocado, Rinderfilet, Ochsenschwanzrolle, Hokkaidokürbis und Kartoffelpüree. Zum Dessert gab es eine Birne Helene 2014. Und dann durften wir noch das Mispelsche ausprobieren. Den Kult-Absacker in Frankfurt kannte ich bisher noch nicht, aber ich habe mich gleich mit ihm angefreundet.


Neuer Tag - neues Glück. Es ist mir gelungen, mich völlig anti-zyklisch zu bewegen. Bereits 5 Minuten vor Beginn, war ich Dank meiner Presse-Akkreditierung in der Halle und die Gänge waren wunderbar leer. Bei GU konnte ich in den Weinbars in Venedig blättern, die mich schon lange interessieren. Beim BLV-Verlag entdeckte ich das Bierbuch von Bernd Arold und drücke ihm fest die Daumen, dass er seinen Gesellschaftsraum bald wieder aufmachen kann.



Es blieb weiter sehr gefährlich. Neben dem neuen Fleischbuch von Ludwig Maurer, gibt es bei Matthaes auch ein sehr schönes Dessertbuch. Beim Fackelträger Verlag bekomme ich sowieso immer leuchtende Augen und bin schon sehr gespannt auf Roh von Hubertus Tzschirner und Prodigy von Kevin Fehling. In der Gourmet Gallery stolperte ich dann über die Himmlischen Küchengelüste von den engagierten Schweizer Jungs des Kochclubs El Tipico.


Weiter ging es zum Stand des AT-Verlags, sehr, sehr gefährlich... Dort gab es gleich eine Reihe von Büchern, für die ich mich interessiert habe. Bei Herrn Dollase bin ich noch mit mir uneins, ob ich es haben möchte. In der neuen persischen Küche entdeckte ich eine Anleitung zum Granatapfel schälen, wie ich es auch mache. Das musste ich natürlich sofort posten und entfachte damit eine lustige Diskussion unter Köchen und Hobbyköchen mit Meinung und Gegenmeinung. Ausgerechnet in dem Buch, für das ich im Vorfeld kein Interesse hatte, entdeckte ich einen sehr guten Satz von Mike Süsser: "Kochen fängt tatsächlich da an, wo ein Rezept aufhört" Vielleicht sollte ich meine Meinung noch überdenken. Die beiden Kochbücher zur französischen Landhausküche und venezianischen Küche treffen genau meinen Geschmack.



Die kluge Frau baut ja vor, bevor ihr die Füsse abfallen und so habe ich mir im Restaurant vom Tre Torri Verlag einen Tisch zum Lunch reserviert. Das war eine ganz tolle Idee von mir. Wir sassen am Fenster mit Blick auf den Messeturm und ich bestellte mir fish & chips, der aus einem heimischen Zander im Bierteig mit Schnittlauchsauce und Pommes bestand. Und weil wir so schön sassen und der Andrang nicht so groß war, gab es zum Dessert noch eine Crème brûlée mit Heidelbeeren.


Gut gestärkt und erholt ging es gleich nach dem Lunch zum Hädecke Verlag. Dort wartete schon mein kleiner Freund Genusshasi auf mich. Die Blogger-Kollegin Margit Kunzke stellte ihr neues Buch Tapas Vegetarisch vor. Ich hatte Glück und erwischte gerade noch zwei Kostproben. Etwas später gab es noch verschiedene Kokos-Knabbereien, die Genusshasi fest im Blick hatte. An den Rum durfte er nicht heran, aber wir und so konnten wir mal richtig #rumposten.


Spätestens jetzt war ich sehr froh, dass ich so früh aufgestanden bin. Alles war erledigt und die Füsse platt. Jetzt war ich bereit für zwei weitere Highlights, die glücklicherweise im Sitzen erledigt werden konnten. Auf der Bühne der Gourmet Gallery sollten zwei tolle Show-Acts stattfinden. Den Anfang machte Sebastian Dickhaut, der sein neues Buch Jetzt! Gemüse mit einer Aufsehen erregenden Show präsentierte. Die Zuschauer unterstützten ihn mit Leibeskräften und mindestens die Hälfte aller Zuschauer fand sich auf der Bühne wieder. Die erste Gruppe schälte, die zweite Gruppe schnibbelte, die dritte Gruppe strich Butterbrote, Lauchbutterbrote, um genau zu sein. Und Sebastian redete sich um Kopf und Kragen und den Zuschauern die Lachtränen in die Augen.


Aber Sebastian war praktisch nur die Vor-Boy-Group für den Top-Act des Tages. Claudia und Claudia kochen mit Wodka, die männlichen Foodblogger fotografieren wild und die weiblichen Foodblogger sitzen kreischend im Publikum. Dazu gibt es Wodka-Gelee und wem das nicht reicht auch Wodka im Glas.

Aber von Anfang: Claudia von Dinner um Acht veranstaltet jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Gourmet Gallery einen Wettbewerb. Der Gewinner, das war dieses Jahr Claudia von food with a view, kocht mir ihr das Sieger-Gericht auf der Buchmesse. Bevor ich es vergesse, dass Siegergericht waren diesmal Waldpilzbällchen mit Lakritz-Wodka-Sahne-Sauce und Brombeerchutney.

Die Claudias waren so klug, sich die Pilze und Kartoffeln vorbereiten zu lassen. Und dann ging es los, die Pilze braten, das Chutney einkochen, die Sauce ansetzen, die Kartoffeln zerdrücken. Die Töpfe dampften und die Damen hatten alles im Griff, schließlich mussten sie zwischendurch auch noch einen Wodka kippen, diesen verflixten Wasserhahn bedienen und das Publikum charmant unterhalten. Nach eigenen Aussagen, waren sie im Boost-Modus oder war das doch der Herd? Völlig verständlich, dass sie das Schild des Technikers "Noch 20 Minuten" nicht mehr im Auge hatten. Der Ärmste wurde immer nervöser und wedelte fröhlich mit seinem Warnhinweis. Irgendwann konnte er sich bemerkbar machen und die Damen gaben noch mehr Gas. Perfekt getimt, zeitgleich mit der Durchsage: "Liebe Besucher, die Messe schließt in wenigen Minuten..." verteilten die Köchinnen die Probe-Portiönchen auf kleine Teller. Super hat es geschmeckt und ganz viel Spaß hat es gemacht.


Weitere Berichte bei:
Dinner um Acht
Moderne Topfologie
Mizzis Küchenblock



Freitag, 11. Oktober 2013

Deutschland Vegetarisch - Schatzsuche mit Katharina Seiser, Stevan Paul und Sebastian Dickhaut

Als Katharina Seiser zum ersten Mal öffentlich verkündete, dass demnächst das neue Buch Deutschland Vegetarisch erscheinen wird, kommentierte der erste Leser: "Hast Du es übersetzt?"

So abwegig war die Frage nicht. Es gibt Kochbücher, die in einer deutschen und einer österreichischen Ausgabe erschienen sind. Bei Deutschland Vegetarisch ist das Konzept gleich geblieben, der Inhalt aber ganz neu. Katharina Seiser musste nicht lange nach einem Autor für das neue Buch suchen. Bereits mit seiner liebevollen Vorstellung von typisch deutschen Gerichten im  der Effilee-Bookazine "Herr Paulsens Deutschstunden", hat sich Stevan Paul dafür qualifiziert.

Kochbuch-Präsentationen machen immer besonders viel Spaß, schließlich muss das Buch "erschmeckt" werden. So hat der Christian Brandstätter Verlag in das hukodi eingeladen und Sebastian Dickhaut stand gemeinsam mit Stevan Paul am Herd, um uns die neu entdeckten vegetarischen Schmankerl aus Deutschland näher zu bringen. Zu meiner großen Freude war auch Katharina Seiser anwesend.

Katharina Seiser, Sebastian Dickhaut und Stevan Paul - die strahlenden Gastgeber
Bildnachweis: esskultur.at

Launig ging es zu und Katharina und Stevan erzählten einige Anekdötchen rund um die Arbeit an dem Buch. Die Idee hinter Österreich Vegetarisch ist ganz einfach. Es sollte ein Buch geben, mit ganz traditionellen österreichischen Alltagsgerichten, die ohne Fleisch auskommen. Mit dem Bewusstsein über die Vielfalt der bayerischen Küche, war ich damals schon sehr gespannt auf die vorgestellten Gerichte. Vegetarische Küche bedeutet eben nicht nur Fleisch mit anderen Produkten zu ersetzen oder nach Asien zu schielen. Österreich Vegetarisch hebt den Schatz unserer eigenen Küchenkultur aus einer Zeit als es noch den Sonntagsbraten gab.

Stevan Paul musste kurz nachdenken, als das Angebot von Katharina Seiser kam. Heute ist er sehr glücklich über die Zusage. Ich stelle mir seine Recherchen für das Buch auch sehr spannend und vielfältig vor. Zu Hilfe kamen ihm seine süddeutschen Wurzeln und seine angeheiratete norddeutsche Großmutter. Und so ist auch Deutschland Vegetarisch eine wunderbare Sammlung fleischloser Küchenschätze. Da entdecke ich auch die berühmte Salatmarinade mit Kondensmilch, wie sie meine Mutter und meine Oma machten. Und die scheint wirklich ein deutsches Phänomen zu sein, die österreichischen Gäste an diesem Abend waren erstaunt darüber. Viele Gerichte sind völlig neu für mich, da sie aus Norddeutschland stammen und zum Einstieg ins Menü durfte ich gleich den Großen Hans kennenlernen. Ein köstlicher Geselle - nicht süß, nicht salzig und vermutlich passt er zu allem.


Berliner Soleier mit Kleinigkeiten vom Großen Hans


Wickelklöße mit Spinat und Haselnuss-Bröselbutter
Kopfsalat mit Kondensmilch
Bildnachweis: Dinner um Acht


Welfenspeise mit Fliederbeer-Apfel-Suppe
Waffelherzen

Nach "getaner Arbeit" wurde es noch gemütlicher und es wurde noch lange erzählt und gelacht. Stevan und Sebastian haben uns wunderbar bekocht und so sassen wir noch ein bisserl länger in schöner Runde zusammen. Danke Euch allen, für diesen wundervollen Abend.


Für alle Daheimgebliebenen gibt es die beiden sehr schönen Bücher mit vielen köstlichen Rezepten:




Montag, 29. April 2013

Mit Stevan Paul und Sebastian Dickhaut im Schlaraffenland

Mein Wunsch ging in Erfüllung: Stevan Paul liest und Sebastian Dickhaut kocht. Bei seiner letzten Lesung in München traf ich Stevan im Literaturhaus Moths. Es war ein schöner Abend und machte große Lust zwischen den gelesenen Geschichten auch die passenden Gerichte zu probieren. Das sollte diesmal im Hukodi realisiert werden. Mit meinem Wunsch war ich nicht allein und die Veranstaltung war in kürzester Zeit ausverkauft. Damit noch mehr Fans glücklich gemacht werden konnten, rückten wir kuschlig zusammen und bekamen unser Menü in Schalen und Tellern "auf die Hand".

Im Fokus: Schlaraffenland. Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst ein Linsengericht zu kochen und die Unwägbarkeiten der Liebe

Es war fast schon ein großes Familientreffen und jeder kannte so ungefähr ein Viertel der Teilnehmer, die wieder andere kannten und es gab ein großes Hallo und gegenseitiges Vorstellen.

Sebastian stimmte uns auf die bevorstehende "Rock-Star-Lesung mit anschließendem Stage-Diving" ein :-).
Stevan nahm auf der "Bühne" Platz und hatte einen schönen Rundum-Blick ins Publikum.

Traditionell begann Stevan mit der schönen Geschichte eines Restaurantleiters, der seinen Job liebt und die Gäste als lästiges Übel sieht und deren Abend nach seinem Gutdünken gestaltet. Sein "Gegenspieler" ist ein ruppiger Küchenchef, dessen Kraftausdrücke Stevan mit Inbrunst und lauter Stimme vorgelesen hat. Bei offener Tür schallte dies quer über die Kreuzung zu einer größeren Gruppe von Männern. Sie standen vor einer Sportsbar und warteten auf die Übertragung des Champion-Leagues-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid und wunderten sich, was bei uns wohl los ist.

Gleich nach der ersten Geschichte legte Sebastian los und zauberte virtuos unzählige Tellerchen mit dem passenden Gericht zur Geschichte: Jakobsmuschel auf Gurken-Knusper-Salat
Zum Hauptgang gab es die Geschichte über den ambitionierten, allzeit weltrettenden und gut vernetzten, modernen Menschen.  Sehr amüsant und nachdenkenswert gleichzeitg.

Beim Hauptgang präsentierte sich Sebastian als Weltmeister im Ochsenbäckchen-Bräter-Stapeln und jeder bekam eine reichliche Portion geschmorte Ochsenbacke mit Polenta in einer wunderbaren Rotweinsauce.
Aus traurigem aktuellen Anlass las Stevan zum Dessert eine andere Geschichte als geplant. Seinem kurz zuvor verstorbenem Lehrherrn Albert Bouley  war die charmante Erzählung über einen Koch-Bewerber, einen Küchenchef und das perfekte Linsengericht gewidmet. Zum ersten Mal habe ich Stevan in seinem schwäbischen Heimatdialekt gehört.
Unermüdlich füllte Sebastian den Milchreis in die Schälchen und krönte ihn mit
 indonesischem Wunderzucker und Fruchtsosse.

Es war ein ganz zauberhafter und charmanter Abend, Danke an Stevan und Sebastian.
Wer nicht dabei sein konnte und die schönen Geschichten von Stevan selbst lesen möchte, dem empfehle ich das Buch Schlaraffenland.



Mittwoch, 13. Februar 2013

Fröhlicher Samstag im Hukodi

Das Hukodi hat sich verändert und besteht eigentlich nur noch aus dem "di". Die beiden Damen von Caramel und ihre feinen Produkte aus der Provence sind nur noch online erreichbar. Geblieben ist Sebastian Dickhaut und nutzt nun die gesamten Räumlichkeiten als "kulinarische Buch- und Filmwerkstatt, die immer wieder gerne zum Gasthaus, Kochstudio" und Eventlocation wird.

Für das Faschingswochenende lud Sebastian zum fröhlichen Samstag ein. Was macht so einen Faschingsmuffel wie mich fröhlich? Richtig: ein Kochbuchmarkt mit vielen alten Schätzchen! Von 11 - 11 gab es ein buntes und fröhliches Programm, das mit dem Kochbuchmarkt und dem Marktcafé mit selbst gebackenem Kuchen startete.



Getreu dem Motto, der frühe Vogel fängt den Wurm, stand ich um 10.59 Uhr vor Sebastians Tür. Weil es so kalt war, durfte ich gleich hinein. Der Kochbuchmarkt entsprach exakt meinen Erwartungen und ich habe so einige ganz wunderbare Schätzchen entdeckt, die perfekt in meine Sammlung passen. So konnte ich ein paar meiner alten Kochbuchserien ergänzen.

Sebastian Dickhaut berät eine Kochbuch-Liebhaberin

Inzwischen waren noch weitere Kochbuch-Liebhaberinnen angekommen und bei Cappuccino und einem wunderbaren weißen Schokoladenkuchen kamen wir ins Plaudern. Der umgestaltete ehemalige Feinkostladen ist ein sehr angenehmer Raum mit viel Charme geworden. Ein Ort zum Wohlfühlen. Ich wäre sehr gerne länger geblieben, aber meine Zeit war an diesem Tag leider ziemlich verplant.

Das neugestaltete Foyer (hier war früher der Feinkostladen)
Auch im früheren Herzstück des Hukodi gab es Veränderungen. Hier steht jetzt ein größerer Tisch und bietet mehr Platz für Koch- und Eßbegeisterte. An diesem Samstag gab es noch viele interessante Programmpunkte, die ich leider nicht miterleben konnte. Aber ich kann mir gut vorstellen, daß sie viel Spaß gemacht haben und der Samstag ganz besonders fröhlich war.



Wer mehr wissen will, oder regelmäßig über Sebastian Dickhauts Veranstaltungen informiert werden will, schreibt bitte eine E-Mail an:

hukodi(AT)sebastian-dickhaut(PUNKT)de
(Bitte die Klammern entsprechend in Zeichen umsetzen)

Lieber Sebastian, ich wünsche Dir viel Erfolg und Freude mit Deinem neuen Konzept und ich glaube, ich muß mal wieder auf ein Mittagessen vorbei kommen.

Ihr findet das Hukodi jetzt auch in meiner google-map Genussregion München auf dem Reiter Genussregionen.

Donnerstag, 5. April 2012

"Blogger-Gipfel" - Anke Gröner liest bei Sebastian Dickhaut

Aus Neugierde und Blogger-Solidarität habe ich mich bei der Lesung von Anke Gröner angemeldet. Sie wollte aus ihrem neuen Buch Nudeldicke Deern lesen und Sebastian Dickhaut hat ein passendes Nudel-Menü dazu gekocht.

Irgendwie habe ich ja ein besonderes Händchen für öffentliche Verkehrsmittel und es gab eine große Störung bei der U-Bahn. In der letzten Sekunde erreichte ich das hukodi und da stand sogar noch der letzte Stuhl für mich bereit. Also doch wieder Glück gehabt.

Die entspannte und fröhliche Stimmung dort hat mir schon immer gefallen. Die beiden kleinen Räume waren voll mit Menschen in gespannter Erwartung und alles war sehr unkompliziert. Ich glaube Anke war ein bißchen nervös. Das konnte ich gut nachvollziehen, denn ihre Rahmenbedingungen waren nicht einfach. Sie saß sozusagen auf dem "Präsentierteller" in der Tür zwischen Laden und Kochstudio.

Gestartet wurde mit Vorspeise und Hauptgang, dann las Anke einige Passagen aus dem Buch. Nach dem Dessert wurde die Lesung fortgesetzt und danach entstand eine interessante Diskussion. Da fiel mir wieder ein, daß man mit leerem Magen sprechen soll. Das habe ich einmal bei einem Seminar mit dem ehemaligen Chefsprecher des Bayerischen Rundfunks gelernt. So konnte ich Ankes klare und laute Stimme nur bewundern.


Süßscharfer Salat aus Gurken, Mango, Garnelen und Reisnudeln

Dampfnudeln alla mamma - pikant gefüllt mit einem Ragu aus
Salsiccia, Aubergine und Frühlingszwiebeln

 Handgewutzelte Mohnnudeln mit Schoko-Flash

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Freitagsküchenmenü bei Sebastian Dickhaut

Was für ein schöner entspannter Freitagabend. Sebastian Dickhaut hat sich wieder an den Herd im hukodi gestellt und ein Menü vor den Augen seiner Gäste gezaubert. Die kleine Gruppe sitzt gemütlich an einem großen Tisch und bekommt jeden Schritt mit, wie aus frischen Lebensmitteln ein wunderbares Menü gekocht wird. Da begreift man den Begriff frische Küche richtig.


Feiner bunter Teller
Grüne Wintersalate mit roten Zwiebeln und Blutorangen in einem Sumach-Zitrus-Dressing, dazu gibt’s “Duck Candy” - knackige Entenbrust-Bonbons



Kartoffelschaumsuppe mit Shiitake Hoch2
Eine leichte Suppe aus aromatischen Erdäpfeln, aromatisiert mit
getrockneten und vollendet mit frischen Shiitake



Das Gute vom Ammerseesaibling
serviert mit einem Artischockensud, provencalischem Linsengemüse und Safranspätzle - Südfrankreich trifft Süddeutschland


Tarte Passion
Knusprig-buttriger Mürbeteig gebacken mit einer Creme aus Frischkäse, Ei und Passionsfrucht, geschmückt mit weiteren Exoten

So ein Essen ist natürlich auch eine schöne Basis für gute, interessante Gespräche. Obwohl sich die Gäste nicht kennen, entstand sofort eine nette, lustige Stimmung. Wir fühlten uns dort sofort sehr wohl.

Lieber Sebastian, ganz vielen Dank auch für Deine sympathischen und witzigen Erinnerungen an Deine Anfangszeit als Kochbuchautor. Wir haben alle sehr herzlich gelacht. 

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Die wunderbaren Ferien des Monsieur Löffel....

Ich lag so gemütlich mit meinen Brüdern und Schwestern in einem kuscheligen Beutel, bis wir jäh getrennt wurden. Einfach in alle Winde zerstreut und verteilt unter Food-Bloggern. Seitdem wohne ich ungemütlich in einer Handtasche mit einer Kamera zusammen.

Bald erlebte ich die ersten Ausflüge und ich durfte einige Köche kennenlernen. Das hat Spaß gemacht, sie haben mich gebissen oder durch die Luft gewirbelt oder komisch angelächelt.

Stefan Marquard


Shane McMahon


Sebastian Dickhaut


Olaf Baumeister


Jean-Marie Dumaine und die Köche des Vieux Sinzig

Jetzt habe ich es auch verstanden, seit meine neue Chefin im Fernsehen war, glaubt sie, daß man dann prominent ist. Und ich soll ja bei einem Blog-Event von Arthurs Tochter mit Prominenten posen. So ein Koch wird also prominent, wenn er im Fernsehen kocht oder Kochbücher geschrieben hat. Noch besser und viel prominenter ist es natürlich im Fernsehen zu kochen und Kochbücher zu schreiben.

Jetzt bin ich schon ein bißchen aufgeregt und werde bestimmt mit meinem Beitrag zum Event auch ganz prominent.


Prominenter Löffel mit Stefan Marquard, Shane McMahon, Olaf Baumeister,
Sebastian Dickhaut, Jean-Marie Dumaine und den Köchen des Vieux Sinzig

Weil ich mich bei den ersten Aufnahmen so geschickt angestellt habe, durfte ich auch auf eine wunderbare Genußreise durch Deutschland gehen. Darüber wird meine Chefin in der nächsten Zeit noch sehr ausführlich berichten. Im weltbekannten Auerbachs-Keller in Leipzig freundete ich mich schnell mit einer Gabel und einem Löffel an.

Löffel im weltbekannten Auerbachs Keller in Leipzig

Die vielen schönen und aufregenden Tagen in Deutschland haben mich total begeistert und trotzdem wollte ich am Schluß nur noch nach Hause.....


Verrückter Löffel mit Heimweh

Das sind sie also jetzt, unsere drei Beträge zum Kochlöffel-Event. Ich bin schon so gespannt, was meine Geschwister alles erlebt haben.


Ein Löffel geht auf die Reise. Verrückt. Weltbekannt. Prominent.