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Donnerstag, 18. Dezember 2025

Thailändischer Weißwurstsalat

Es ist mir ein Rätsel, wie dieses Rezept zu mir gekommen ist. Ich würde wirklich gerne die Quelle angeben, aber ich habe es in meinem Download-Ordner entdeckt und ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wie es da hingekommen ist. Es handelt sich um ein Foto eines handgeschriebenen Rezepts. Dazu habe ich noch ein zweites Foto vom fertigen Gericht. 

Anfangs dachte ich noch, das geht sowieso nicht, weil für eine echte Münchnerin ist es natürlich ein Frevel, eine Weißwurst anders, als traditonell auf den Tisch zu bringen. Dann ist mir eingefallen, dass ich schon einmal eine Weißwurst, eher ungewöhnlich, als weihnachtliche Suppe vorgestellt habe. Um so länger ich darüber nachgedacht habe, um so neugieriger war ich auf diesen Weißwurst-Salat in einer thailändischen Variante.

Ich habe etwas recherchiert und herausgefunden, dass es in der Thai-Küche einen Wurstalat namens Yam Mhu Yor gibt, für den man eine spezielle thailändische Wurst braucht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Thai versucht haben diese Wurst zu ersetzten, in einer Zeit, als es in Deutschland kaum asiatische Zutaten zu kaufen gab. Also, warum nicht?

Schließlich war es in meiner Familie immer schon Tradition, am Heiligen Abend Weißwürste zu servieren. Es sollte etwas geben, das unkompliziert ist und schnell geht. Diesmal halt in einer ganz anderen, asiatischen Variante und damit fülle ich sehr gerne ein Türchen bei Zorras kulinarischem Adventskalender. Das ist mir mittlerweile eine liebe Tradition geworden. Schaut unbedingt bei ihr vorbei, da sie auch viele schöne Dinge mitgebracht hat, die sie verlost.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, das Experiment gewagt zu haben. Der Wurstsalat geht schnell und schmeckt ausgezeichnet. Den gibt es heuer bei uns am Heiligen Abend. Ich kann mir dazu auch sehr gut eine kleine Portion Reis vorstellen. Brot würde ich dazu nicht servieren. Als Getränk passt sehr gut ein Bier oder ein feinherber Riesling.



für 2 Personen - die Menge kann unkompliziert vervielfältigt werden

4 kleine Weißwürste
6 Cocktailtomaten
1/2 Gurke oder eine kleine Landgurke
1 Lauchzwiebel
1 kleine Schalotte
1 kleiner Bund Koriander
1 Thai-Chili
1 Limette
2 EL Fischsauce
1 EL brauner Zucker
Prise Salz

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Hitze sehr reduzieren, dass das Wasser nur noch leicht köchelt und die Weißwürste hineingeben. Ohne Deckel für rund 8 Minuten erhitzen. Dann herausheben, die Haut abziehen und längs halbieren. Die Weißwursthälften in Scheiben schneiden.

Die Cocktailtomaten halbieren und die Hälften nochmals vierteln. Die Gurke schälen, längs vierteln und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Die Gurkenstücke sollten ungefähr die Größe der Tomatenstücke haben. Die Lauchzwiebel längs halbieren und in Streifen schneiden. Die Schalotte schälen, vierteln und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Etwas für die Deko zurückbehalten.

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen.

Die Thai-Chili längs halbieren, die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch fein hacken. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Alles zusammen mit Fischsauce, braunem Zucker und Salz zu einer Vinaigrette rühren.

Der Salat und das Dressing können vorbereitet werden. Der Salat sollte erst kurz vor dem Servieren mariniert werden. Am besten schmeckt er mit Zimmertemperatur.

Mein Beitrag zum kulinarischen Adventskalender 2025 von Zorra.












Mit diesen Beiträgen durfte ich in den letzten Jahren bei ihr zu Gast sein:






















Freitag, 17. Juli 2020

Feiner bayerischer Wurstsalat

Wann ist ein Gericht fein? Diese Frage ist schwierig zu beantworten und die Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich. Für mich sind auch einfache Gerichte fein, wenn man sich Mühe bei der Zubereitung gibt und die Zutaten sorgfältig auswählt. Da kann auch ein ganz einfacher bayerischer Wurstsalat zu einem feinen Gericht werden.

Die Idee zu diesem Rezept begann für mich, als ich im Bio-Markt keine Cornichons, sondern nur große Gewürzgurken bekommen habe. Ich esse die nicht gerne, das ist mein Problem, das weiß ich. Trotzdem habe ich einen Wurstsalat damit gemacht, aber ich war nicht glücklich damit, obwohl die anderen Hauptzutaten ganz toll waren. Für das große Glas Gurken hat sich mein Mann geopfert. Der isst sie gerne.

Ein paar Wochen später habe ich wieder diese wunderbaren Regensburger der Ebersberger Metzgerei Schauberger bekommen. Eine der ganz wenigen Metzgereien in der Region, die noch selber schlachten und egal ob Wust oder Fleisch, die Qualität ist bemerkenswert. Zusätzlich hatte ich noch das hochwertige Sonnenblumenöl von meinem Bloggerkollegen Sascha, der im Ruhrpott mit viel Liebe zum Detail Öle presst. Passend nennt er seinen Betrieb Pottmühle.

Im Biomarkt gab es leider immer noch keine Cornichons und diesmal wollte ich keine Gewürzgurken kaufen, die ich nur sehr ungern esse. Aber, meine Gurkenpflanze im Garten hatte die erste Mini-Gurke. Das erschien mir eine ganz tolle Alternative. Jetzt gab es einen Wurstsalat nach meinem Geschmack und mir ist es immer wichtig, dass die Zutaten in einem Salat eine ähnliche Größe haben. Das gibt einen guten Biss und schmeckt einfach besser. Ehrlich gesagt schneide ich gerne und mir macht es nichts aus, Zutaten besonders fein zu schneiden. Es lohnt sich geschmacklich immer.



Feiner bayerischer Wurstsalat
für 2 Personen

2 Regensburger scheiben streifen
2 kleine Schalotten Scheiben essig z
1 kleine Gurke 14 längs, Kerne, würfeln s z
Apfelessig
Sonnenblumenöl
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Garnitur: Schnittlauch

Die Schalotten schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Eine Prise Zucker in etwas Apfelessig verrühren und die Schlottenringe darin einlegen, damit sie die Schärfe verlieren und weicher werden.

Die ungeschälte Gurke längs vierteln und das Kernhaus wegschneiden. Die Gurke in feine Würfel schneiden und mit Salz und einer Prise Zucker marinieren.

Von den Regensburgern die Haut abziehen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben in schmale Stifte schneiden.

Wurst, Gurken und Schalotten in einer Schüssel mischen. Aus Apfelessig und Sonnenblumenöl eine cremige Vinaigrette rühren und den Salat damit anmachen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer mag kann den Wurstsalat mit etwas Schnittlauch dekorieren.





Freitag, 30. August 2019

Salsiccia aus dem Ofen mit Kartoffeln aus Sizilien in meiner Küche von Cettina Vicenzino

Heute gestehe ich mal, dass ich ein ganz großer Liebhaber von Bratwürsten bin, am liebsten fränkische Schweinsbratwürstel oder die italienische Variante Salsiccia, oder Lammbratwürstel oder Wildbratwürstel und so weiter.... Es gehört auch zum guten Ton, wenn man "Nose to Tail" gut findet, Bratwüstel zu essen, weil in so ein Bratwürstel ganz viel reinkommt, was man sonst nicht so gut verwerten könnte. Am allerliebsten habe ich sie vom Grill und ziehe sie einem Stück Fleisch vor. Wenn es daheim schnell gehen muss, dann gibt es bei uns öfters mal Bratwürstel aus der Pfanne. Die Beilage variiert. Das kann ein Salat sein, oder eine Polenta oder nur ein Brot. Neu war mir, dass man die Salsiccia auch im Ofen garen kann. Dieses Rezept habe ich im aktuellen Kochbuch "Sizilien in meiner Küche" von Cettina Vicenzino entdeckt. Ich wusste, dass man diese fetten Würste einstechen soll (das mache ich mit den fränkischen Bratwürsten auch so), damit sie sozusagen im eigenen Fett garen und insgesamt etwas trockener werden. In diesem Fall gibt das Fett seinen wunderbaren Geschmack an das Gemüse ab und so gibt es einen wunderbaren runden und deftigen Geschmack.

Übrigens auch ein ganz tolles Essen zum Vorbereiten. Die Portion ist für 4 Personen ausgelegt und ich habe sie auf zwei GN-Bleche aufgeteilt. Eines davon habe ich früher aus dem Ofen genommen und das zweite fertig gegart. Das erste musste ich am nächsten Tag nur nochmal in das Rohr schieben und in 15 Minuten, ohne Arbeit, stand ein feines Mittagessen auf dem Tisch.

Meine Rezension ist hier nachzulesen.


für 4 Personen

600 gr. festkochende Kartoffeln
1 große rote Zwiebel
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
8 Salsicce mit Fenchel
10 Kirschtomaten
1 Zweig Salbei
2 Zweig Rosmarin

Die Kartoffeln schälen, längs halbieren und dann in walnussgroße Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und längs in Streifen schneiden. Kartoffelwürfel und Zwiebelstreifen in eine Schüssel geben, salzen und mit Olivenöl beträufeln. Alles gut durchmischen, damit alles mit dem Olivenöl überzogen ist. Die Salsicce rundherum mit einer Gabel einstechen. Die Kirschtomaten vierteln. Die Salbeiblätter abzupfen und groß zerreißen. Die Rosmarinnadeln abstreifen. Kirschtomaten, Salbei und Rosmarin in einer Schüssel mischen und zur Seite stellen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech leicht mit einem Pinsel mit Olivenöl einstreichen. Die Kartoffeln-Zwiebel-Mischung darauf geben und die Salsicce am Rand dazu legen. Das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen geben. Die gesamte Garzeit beträgt rund 40 Minuten. Nach 10 Minuten die Kartoffeln und Zwiebeln durchmischen, damit sie von allen Seiten garen. Nach weiteren 10 Minuten diesen Vorgang wiederholen und die Würste umdrehen.

Nach weiteren 10 Minuten Kartoffeln und Zwiebeln erneut wenden und die Tomaten-Kräuter-Mischung leicht salzen und auf das Blech geben. Alles nochmals rund 10 Minuten garen lassen.

Kartoffeln und Würste sollten eine leicht goldbraune Kruste haben. Dann kann alles herausgenommen und auf Teller verteilt werden.



Freitag, 21. Dezember 2018

Weihnachtliche Weißwurstsuppe

Wer kennt noch die alte Tradition, dass es am Heiligen Abend nur etwas einfaches zu essen gibt? Bei uns war das so und ich kann das immer noch nachvollziehen. Schließlich hat das Schmücken des Christbaums viel Zeit in Anspruch genommen und an den beiden folgenden Weihnachtsfeiertagen sollte es noch reichlich Köstlichkeiten zu essen geben.

Traditionell brachte meine Mutter am Heiligen Abend Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Anscheinend gab es aber auch die Münchner Wurstspezialität Weißwurst mit Brez'n. Das war mir gar nicht mehr so bewusst, aber vor kurzem entdeckte ich ein altes Foto, auf dem die Terrine genau zu sehen war und meine Mutter gerade mit der Wurstzange eine Wurst heraus holte. So eine Weißwurst ist einfach zuzubereiten, aber auch sensibel. Wenn das Wasser zu heiß wird, dann platzt sie auf und das Brät verteilt sich im Topf. Das sieht nicht schön aus und es schmeckt auch nicht. Wenn das passiert spricht man von einer Weißwurstsuppe.

Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich auch heuer wieder von Zorra eingeladen wurde, einen Beitrag zu ihrem schönen kulinarischen Adventskalender beizusteuern. Mich freut es sehr, dass ich das Türchen 21 sein darf. Inzwischen sind viele solcher Adventskalender zu finden, aber Zorra war die erste, die das ins Leben gerufen hat und ist für mich damit auch der schönste Adventskalender. Sie bietet nicht nur eine große Vielfalt an weihnachtlichen Rezepten und Geschichten, sie hat auch immer schöne Preise dabei. Wer das noch nicht kennt, für den empfehle ich diesen Link.

Auch dieses Jahr wollte ich gerne etwas beisteuern, dass zum Thema passt und eine kleine kulinarische Überraschung ist. Und so kam ich auf die Idee, wirklich einmal eine Weißwurstsuppe zu machen, die man auch essen kann und die optisch ansprechend ist. Zugegeben, sie macht etwas Arbeit. Man kann aber einiges vorbereiten und ich beschreibe auch noch eine schnelle Alternative.



für 4 Personen:

1 Liter Hühnerbrühe
4 Weißwürste, am besten noch ungebrüht
2 Eier
Blätterteig etwa in der Größe eines DIN A 4-Blatts
1 Bio-Zitrone
Muskat

2 Karotten
1 Urmöhre, sie färbt leider sehr aus und man muss sie gesondert behandeln, alternativ 3 Karotten
1 kleiner Kohlrabi
1/2 Bund Schnittlauch
2 kleine Kartoffeln
Butter
Salz

Sternausstecher in den Größen 1,5 cm und 2.5 cm


Die Weißwürste längs aufschneiden und das Brät herausnehmen. (Wenn man bereits gebrühte Würste hat, diese häuten, in Scheiben schneiden und mit dem Pürierstab pürieren, evtl. zusätzlich mit etwas Xanthan binden.) Ein ganzes Ei und ein Eiweiß zugeben und alles gut vermengen. Ein Drittel der Masse abnehmen und mit Muskat würzen. Diese Masse wird für das Gebäck verwendet.

Den Rest der Masse mit abgeriebener Zitronenschale würzen und mit einem Esslöffel Nocken formen. Die Nocken in Salzwasser vorsichtig kochen. Sie sollen nur sieden und nicht sprudelnd kochen. Die Nocken können einen Tag vorher vorbereitet und auf einem Teller im Kühlschrank gelagert werden.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig auslegen und die, mit Muskat gewürzte, Masse darauf verteilen. Dann die Teigplatte vom linken und rechten Rand her bis zur Mitte einrollen. Mit einem scharfen Messer vorsichtig in Scheiben schneiden, auf ein Blech, das mit Backpapier belegt ist, auslegen und mit dem restlichen Eigelb bestreichen. Bei 200 Grad für ca. 20 bis 25 Minuten knusprig backen. Wer die Röllchen am Vortag machen möchte, backt sie nicht ganz fertig und schiebt sie kurz vor dem Servieren nochmals in den Ofen.

Karotten, Kohlrabi und Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Es sieht gut aus, wenn man Sterne in zwei Größen aussticht. Das ist beim Kohlrabi und den Kartoffeln kein Problem. Bei den Karotten geht meist nur der kleine Ausstecher. Die Sterne nach Gemüseart und Größe getrennt auf einem Teller aufbewahren, da sie unterschiedlich gegart werden. Die Gemüsereste fein würfeln. Man kann sie für eine Pastasoße oder für Salat oder oder verwenden. Die Kartoffelwürfel kann man zum Schluss noch knusprig braten.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und eine Schüssel mit Eiswasser vorbereiten. Da die Gemüse beim Kochen ausfärben, sollte man sie von hell nach dunkel blanchieren. Zuerst die großen Kohlrabisterne für 1 Minute ins kochende Wasser geben, dann die kleinen für eine weitere Minute hinzugeben. Mit einem Schaumlöffel herausheben und ins Eiswasser geben. Wenn sie kalt sind, erneut herausheben und auf einem Sieb abtropfen lassen. Danach die hellen Karottensterne für eine Minute blanchieren und so behandeln, wie beim Kohlrabi beschrieben. Erst zum Schluss die Sterne der Urkarotte blanchieren und genauso behandeln. Sie färbt stark aus und kann auch nach dem Garen  nicht mit den anderen Gemüsesternen gemischt werden.

Für die Kartoffelsterne Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen und die Sterne knusprig braten. Die Sterne auf Küchenpapier abtropfen lassen und leicht salzen. Danach können die Kartoffelreste gebraten werden.

Die Sterne können einen Tag vorher vorbereitet werden. Die Kartoffelsterne sollte man kurz vor dem Servieren nachbraten.

Vor dem Servieren alles rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht zu kalt ist. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden und den Geflügelfond erhitzen. Nocken und Sterne in den Suppenteller geben und mit heißer Brühe auffüllen, mit Schnittlauch bestreuen und ein Gebäckstück auf den Tellerrand legen. Schnell servieren.


Schnelle Alternative:

Die Weißwurst kann ganz normal im Ganzen gegart werden, dann gehäutet und in feine Scheiben geschnitten. Statt den Kartoffelsternen kann man auch Sternchennudeln verwenden und das Gemüse einfach in feine Scheiben schneiden.



Dienstag, 11. Dezember 2018

Salsiccia mit Feldsalat und Kartoffelknusper

Manchmal muss es eben schnell gehen und da essen wir gerne ein Gericht mit Wurst. In der Schweiz habe ich es gelernt, Hauptgerichte mit Wurst zu schätzen. Wo es bei uns hauptsächlich Weißwurst mit Breze, Wiener mit Kartoffelsalat oder Currywurst mit Pommes gibt, werden in der Schweiz richtig kreative Gerichte angeboten.

Diese Tradition wollte ich aufgreifen und ein schnelles, aber trotzdem sehr schmackhaftes Wurst-Gericht vorstellen. So etwas mache ich gerne, wenn es schnell gehen muss und das Besondere daran war für uns, dass die Kartoffeln aus dem eigenen Garten kamen. Leider habe ich nicht herausgefunden, welche Sorte es ist. Sie haben sich sozusagen eingeschlichen, weil ich verdorbene Kartoffeln in den Kompost gegeben habe und sie sich dort so prächtig entwickelt haben, dass Herr bushcook sie in ein Beet gesetzt hat. Sie hatten eine rote Schale und viel Stärke. Im Püree und gedämpft schmeckten sie uns nicht, aber gebraten wurden sie sehr knusprig und richtig aromatisch.



Salsiccia, die würzige italienische Wurst, gibt es bei uns öfter. Inzwischen wird sie mit unterschiedlichen Aromen angeboten. Wir bevorzugen die klassische Variante mit Fenchel und dazu hat uns der Spätburgunder Rosé "Pretty in Pink" von Désirée Eser sehr gut gefallen.




für 2 Personen

4 Salsiccia
Rapsöl
Butter
2 Kartoffeln
Meersalz
Feldsalat
Apfelbalsam
Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Salsiccia rundum mit einer Gabel einstechen. Das macht man, damit das Fett der Wurst austreten kann und sie somit im eigenen Fett brät. Wenig Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Wurst bei kleiner Hitze von allen Seiten knusprig braten.

Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ein Stück Butter in einer zweiten Pfanne erhitzen, bis sie schaumig wird und die Kartoffelwürfel hineingeben. Regelmäßig schwenken und knusprig braten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und leicht salzen.

Den Feldsalat waschen und trocken schleudern. Aus Salz, Pfeffer, Apfelbalsam und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren und den Salat damit marinieren.






Freitag, 22. Dezember 2017

Der korsische Klassiker: Polenta aus Kastanienmehl mit Figatelli und Ricotta

So etwas ist mir bisher auch noch nicht passiert. Bei der Arbeit an der Rezension für "Korsika - Das Kochbuch" hat mich ein Rezept so angefixt, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte und auf eine wichtige Zutat warten musste. Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.

Nach der Beschreibung ist das sozusagen DAS korsische Essen schlechthin. Es ist einfach und gilt als "Arme-Leute-Essen", wahrscheinlich lieben es die Korsen deshalb so sehr. Ganz entfernt erinnert es mich an den heimischen Bauernschmaus. Es ist sehr deftig und macht unglaublich satt. Für körperlich hart arbeitende Menschen ist es die richtige Mahlzeit. Für uns Stadtmenschen ist es aufgrund der komplexen Aromen mit süß, salzig und bitter interessant, aber wir sollten es in viel kleineren Mengen essen.

Das Originalrezept ist für 8 Personen ausgelegt und benötigt 1 kg Kastanienmehl. Ich habe das deutlich auf 250 Gramm reduziert und trotzdem haben wir zu zweit nur die Hälfte davon gegessen und waren sehr satt. Die zweite Hälfte gab es einfach an einem anderen Tag. Wenn ich viel um die Ohren habe, bin ich immer froh um Reste.

Ausschlaggebend für das Nachkochen war die Figatelli. Das ist eine traditionelle korsische Wurst, die aus der Leber von den korsischen schwarzen Schweinen gemacht wird. Neben Salz, Pfeffer und Nelken wird die Wurst auch noch mit Rot- oder Roséwein aromatisiert und mehrere Tage geräuchert. Die wollte ich unbedingt probieren und habe mir eine bei speci-corse bestellt. Sie schmeckt sehr würzig und ich kenne keine vergleichbare Wurst.

Die Idee, aus Kastanienmehl eine Polenta zu kochen, hat mir sofort gefallen. Ich hatte noch einen Beutel davon im Vorrat, da es glutenfrei ist und ich immer etwas davon backen wollte. Leider sind backen und ich keine großen Freunde. Traditionell wird die Polenta mit einem "pulendaghju" gerührt. Nach der Beschreibung ist das ein langer, runder Holzstab, der innerhalb der Familie weitergegeben wird. Ein Holzkochlöffel tut es zur Not auch und ich gebe zu, dass ich die Polenta in der Angsthasen-Version gekocht habe. Breiartige Massen brennen sehr gerne an und wer einmal eine afrikanische Frau gesehen hat, wie sie Fufu kocht, oder besser gesagt schlägt, der weiß wie viel Arbeit es macht diese Masse in Bewegung zu halten. Mein Trick ist es, einen beschichteten Topf zu benutzen. Normalerweise kann ich diese Töpfe nicht leiden, da man nicht richtig darin anbraten kann. Ich habe mir einen aufbewahrt für solche "Spezial-Jobs". Außerdem habe ich festgestellt, dass das Kastanienmehl gerne klumpt, deshalb ist es besser, es vorher zu sieben.



für 4 Personen

125 gr. Kastanienmehl
Meersalz
1 Figatelli
4 Eier
Rapsöl
250 gr. Ricotta
Petersilie für die Deko

500 ml Wasser in einem Topf erhitzen und etwas Salz zugeben. Wenn das Wasser kocht, das Kastanienmehl durch ein Sieb geben und mit einem Schneebesen einrühren. Wer einen unbeschichteten Topf verwendet, muss darauf achten, dass die Masse nicht anbrennt. Mit einem beschichteten Topf braucht es weniger Aufmerksamkeit. Die Masse ständig mit einem Holzkochlöffel rühren und dabei regelmäßig den Rand abkratzen. Wenn ein dicker Brei entstanden ist, ein Küchentuch einmal zusammenfalten und mit Kastanienmehl bestäuben. Die Polenta auf das Tuch geben und zu einer Rolle formen. Etwas ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Spiegeleier in etwas Rapsöl braten und die Figatelli grillen oder in einer Grillpfanne braten. Die Petersilienblätter in feine Streifen schneiden.

Die Kastanienpolenta mit einem Küchenzwirn in Scheiben schneiden und auf einen Teller geben. Die Figatelli in große Stücke schneiden und zusammen mit dem Spiegelei auf den Teller geben. Einen Klecks Ricotta an die Seite setzen. Alles mit etwas Petersilie bestreuen.




Donnerstag, 6. Oktober 2016

Herbstmenü rund um den Aceto Balsamico di Modena

Balsamico ist im wahrsten Sinne des Wortes heute "in aller Munde". In jedem Supermarkt steht im Essigregal gleich eine ganze Auswahl von unterschiedlichen Sorten. Leider nicht immer in bester Qualität. Vermutlich hat er seinen Siegeszug angetreten, als Tomate-Mozzarella-Basilikum Einzug gehalten hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir uns vor über 15 Jahren ein kleines Fläschchen Balsamico aus dem Toskana-Urlaub mitgebracht haben. Der Essig war so ganz anders, als das was wir bisher aus Deutschland kannten. Die Farbe war sehr dunkel, die Konsistenz zähflüssig und der Geschmack wunderbar.

Aceto Balsamico di Modena, wie der korrekte Name lautet, ist eine geschützte Spezialität und stammt aus Modena. Dort wurde 1993 das Consorzio Tutela Aceto Balsamico di Modena (Konsortium zum Schutz des Aceto Balsamico di Modena) gegründet. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die traditionelle Herstellung zu bewahren. 2009 gelang es dem Konsortium das EU-Siegel für geschützte geografische Angabe (g.g.A.) für den Balsamessig zu bekommen.

Der umgangssprachlich verkürzte Begriff Balsamico ist nicht geschützt und so kann mit diesem Namen ein Produkt verkauft werden, das mit dem hochwertigen Essig aus Modena kaum etwas zu tun hat. Wie erkennt man nun den Unterschied?

Der geschützte Aceto Balsamico besteht nur aus gekochtem Traubenmost und einem kleinen Anteil Essig, der anschließend in verschiedenen Holzfässern gelagert wird. Nach drei Jahren im Holzfass spricht man von einem gereiften (ital. invecchiato) Essig.  Die Farbe des Aceto Balsamico di Modena sollte dunkelbraun und satt sein. Der Essig sollte dickflüssig sein wie Honig und das Innere der Flasche überziehen. Auf meinem Foto unten ist das ganz gut zu erkennen. Der Geschmack ist süßsauer und harmonisch und hat einen langen Abgang. Am einfachsten zu erkennen ist es natürlich, wenn die Flasche das blau-gelbe g.g.A.-Siegel trägt. Den 50 Balsamico-Produzenten, die Mitglied im Konsortium sind, ist es zusätzlich gestattet das Siegel des Konsortiums auf dem Etikett abzubilden.

Ein hochwertiger Balsamico hat seinen Preis, aber man kann ihn sehr sparsam und vielfältig einsetzen. Für eine einfache Salatmarinade ist er viel zu schade. Sogar für Desserts ist er geeignet. Der Klassiker ist das Vanilleeis mit Balsamico. Ich wollte ein kleines Menü kochen, um seine Vielfältigkeit zu zeigen. Die Zutaten sollten saisonal und einfach zu bekommen sein. Herausgekommen ist dieses Menü:


Geflammter Ziegenkäse auf Wirsingsalat mit Balsamico-Zwetschgen
*
Balsamicolinsen mit Salsiccia und Kürbis
*
Vanilleeis mit Walnusskrokant und Balsamico





Ziegenfrischkäse lässt sich gut karamellisieren und die Kruste ergibt einen überraschenden Effekt auf dem weichen Käse. Die Balsamico-Zwetschgen kann man schon ein paar Tage im Voraus machen, dann ziehen sie auch noch schön durch. Die Flüssigkeit der Zwetschgen ergibt automatisch das Dressing für den Wirsingsalat.


Geflammter Ziegenkäse auf Wirsingsalat mit Balsamico-Zwetschgen

für 4 Personen

4 Ziegenfrischkäse à 100 gr.
6 EL brauner Zucker

4 Blatt Wirsing
Meersalz
Zucker
1 EL Butter
1 EL Rapsöl
Muskatnuss

500 gr. Zwetschgen
4 EL Aceto Balsamico di Modena
1/2 TL Zimt
1/2 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle

3 EL Pinienkerne

Die Zwetschgen halbieren, den Stein entfernen und mit Salz und Zucker marinieren, bis sie Wasser gezogen haben. Den Balsamico und die Gewürze dazu geben und bei sanfter Hitze schmoren. Die Zwetschgen sollten bissfest bleiben.

Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten.

Von den Wirsingblättern den Strunk entfernen, die Blätter halbieren und in schmale Streifen schneiden. Die Streifen mit Salz und Zucker marinieren, bis sie feucht werden. In einer tiefen Pfanne Butter und Rapsöl erhitzen und die Wirsingstreifen durchschwenken. Mit Muskatnuss abschmecken.

Die Ziegenkäse mit dem Zucker bestreuen. Die Oberfläche sollte gleichmäßig bedeckt sein. Dann mit dem Bunsenbrenner abflämmen.

Anrichten:
Wirsingsalat auf den Teller geben, den Ziegenkäse in die Mitte setzen und mit Balsamico-Zwetschgen und Pinienkernen garnieren.

Der zarte Porzellanteller stammt von Birgitta Schrader.


Meiner Meinung nach gibt es viel zu selten Hauptgerichte mit Wurst. Ich mag das sehr gerne und die würzige Salsiccia wird von dem fast schon cremigen Kürbis und den süßsauren Linsen sehr gut ergänzt.



Balsamicolinsen mit Salsiccia und Kürbis

für 4 Personen

200 gr. Belugalinsen
1 Schalotte
4 EL Aceto Balsamico di Modena
400 ml Gemüsefond
1 Lorbeerblatt
1 TL getrockneter Thymian
3 EL Butter
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 Bund Petersilie

1/4 Hokkaido-Kürbis
Meersalz
Butter
gemahlener Chili

4 Salsiccia
Rapsöl

Die Schalotte sehr fein würfeln und in 2 EL Butter anschwitzen. Die Linsen dazu geben und unter rühren anbraten. Mit der Brühe aufgießen. Die Linsen sollten mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Thymian und Lorbeerblatt zugeben und die Linsen in etwa 30 Minuten bissfest kochen. Die Hitze reduzieren und die Linsen mit der restlichen Butter etwas binden und mit Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Lorbeerblatt entfernen.

Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen, in feine Streifen schneiden und zum Schluss unter die Linsen rühren.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Kürbis in Spalten schneiden, salzen und diese in etwas Butter rundum goldbraun anbraten. Dann auf einen Teller legen, mit dem Chili bestreuen und für 15 Minuten in den Ofen geben.

Die Salsiccia rundum mit einer Gabel einstechen. Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Würste bei mittlerer Hitze langsam rundum braten.



Das Dessert macht wenig Arbeit und kann vorbereitet werden. Wer keine Eismaschine hat, kann auch ein gutes Vanilleeis kaufen. Der Krokant ist schnell gemacht, man sollte nur dabei bleiben und immer ein Auge auf die Pfanne haben.


Vanilleeis mit Walnusskrokant und Balsamico

100 gr. Sahne
500 ml Milch
1 Vanilleschote
6 frische Eigelbe
125 gr. Zucker

25 gr. Walnüsse
60 gr. Zucker
Prise Salz

Aceto Balsamico di Modena " invecchiato"


Die Milch mit der Hälfte des Zuckers in einen Topf geben. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und zusammen mit der Vanilleschote zur Milch geben. Die Milch einmal aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen. Die Vanilleschote herausnehmen.

Eine Schüssel mit Eiswürfeln bereithalten. Die Sahne aufschlagen.

Eine Schlagschüssel auf ein Wasserbad setzen. Die Eigelbe darin mit dem restlichen Zucker verrühren. Die Vanillemilch erneut aufkochen und langsam, unter Rühren, in die Zucker-Ei-Masse gießen. Die Masse über dem heißen Wasserbad zur Rose aufschlagen.

Die kalte Sahne in die Masse unterheben, die Schüssel auf das Eis stellen und die Masse kalt rühren. Anschließend die Masse in der Eismaschine zu einem festen, cremigen Eis gefrieren.

Einen Teller mit Backpapier belegen. Die Walnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften. Sofort aus der Pfanne nehmen, damit sie nicht verbrennen. In die Pfanne den Zucker und eine Prise Salz geben und zum Karamell schmelzen. Dann die Nüsse in den Karamell rühren und die Masse auf das Backpapier gießen. Erhärten lassen und in Stücke brechen.

Anrichten:
Eine Kugel Vanilleeis in einer Schüssel geben, mit dem Walnusskrokant bestreuen und dem Balsamico beträufeln. Sofort servieren.



Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Consorzio Tutela Aceto Balsamico Di Modena entstanden.

Dienstag, 27. September 2016

Rheinhessische Kleinigkeiten oder WTF is' Spundekäse

Als die E-Mail mit dem Betreff "WTF is' Spundekäse" kam, da musste ich lachen und fühlte mich durch intensives Blog-Lesen gut informiert. Hat doch Arthurs Tochter schon längst das Geheimnis um dieses lokale Gericht gelüftet (hier nachzulesen).

Das Land Rheinhessen feiert seinen 200. Geburtstag und aus diesem Anlass hat Rheinhessenwein e.V. zu einem Rezeptwettbewerb eingeladen. Dabei waren sie großzügig und haben gleich ein Lebensmittel-Paket geschnürrt. Die Idee ist, aus regionaltypischen Zutaten etwas zu kochen. Sozusagen Rheinhessen-Küche "reloaded". Obwohl meine Zeit sehr knapp bemessen war, hat mich diese Aufgabe sehr gereizt und ich habe mein Paket einfach in den Urlaub mitgenommen. So gibt es jetzt Silvaner aus Rheinhessen mit Rheinhessischen Kleinigkeiten auf einem Mosel-Weingut. Ich darf schon mal vorweg nehmen, dem Winzer hat alles sehr gut geschmeckt. Seit Jahren plädiere ich dafür, mehr Wein aus Deutschland zu trinken. Wir haben tolle Anbaugebiete, gut ausgebildete Winzer und grandiose Weine. Besonders bei den Weißweinen ist Deutschland nur schwer zu schlagen.

Im Lebensmittelpaket waren
1 Wirsing
1 Hokkaidokürbis
1 kg Kartoffeln
2 Gläser Weingelee - eins weiß und eins rot
1 Glas Rieslingsenf
1 Ring Blutwurst

Von den sechs Zutaten sollten vier für das Gericht verwendet werden. Schon bevor das Paket ankam, hatte ich eine spontane Eingebung, was daraus wird. Also habe ich mir die Basis-Rezepte zusammengesucht, eine große Kiste mit den Kochutensilien eingepackt, eine ganz tolle Liste geschrieben und...... die Blutwurst vergessen!!! Die fiel mir dann kurz nach Augsburg auf der Autobahn wieder ein. Es war Samstag und ich wollte das Gericht unbedingt am Sonntag kochen. Da blieb uns nichts anderes übrig, als in Günzburg einen Metzger aufzusuchen, der glücklicherweise eine optisch ähnliche hatte. Liebe Jury, bitte verzeiht mir, auf meinem Teller liegt eine schwäbische Blutwurst. Aber es wären dann immer noch fünf der Zutaten im Rennen.

Für mein Gericht war es mir wichtig nur noch wenig Zutaten dazu zu kaufen und die sollten auch alle in der Region Rheinhessen gut erhältlich sein. Ich meine, dass mir das ganz gut gelungen ist.



Rheinhessische Kleinigkeiten
mit gebratener Blutwurst, Wirsing-Kartoffel-Rolle, scharfen Kürbis-Würfeln und Senf-Espuma

Gebratene Blutwurst:
Blutwurst
Mehl
Butter
Rapsöl

Die Blutwurst in Scheiben schneiden und mit Mehl bestäuben. Butter mit Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Blutwurst kurz auf beiden Seiten braten.


Wirsing-Kartoffel-Rolle:
4 Blätter Wirsing
500 gr. Kartoffeln
150 gr. Sahne
1 Schalotte
Butter
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Muskat
Schnittlauch

Die Wirsingblätter in Salzwasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Abtropfen lassen und den unteren, harten, Teil mit dem breiten Strunk abschneiden. Daraus kann man Streifen schneiden, mit etwas Zwiebel in Butter anschwitzen und als Gemüse essen.

Die Kartoffeln in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten dämpfen. Ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Schalotte in feine Würfel schneiden, in etwas Butter anschwitzen und zu der Kartoffelmasse geben.

Die Sahne stark mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und die Gewürze gut verrühren. Dies hat den Vorteil, dass die Kartoffeln gleichmäßiger gewürzt werden. Die Sahne zu den Kartoffeln gießen und vorsichtig umrühren, um die Masse zu verbinden. Um so sanfter man dies macht, um so lockerer wird es.

Die Wirsingblätter auslegen und die Kartoffelmasse darauf verteilen. Die Hände mit kaltem Wasser anfeuchten und die Kartoffelmasse gleichmäßig auf den Wirsingblättern verteilen. In die Mitte die Schnittlauchhalme legen und die Wirsingblätter einrollen. Die Rollen auf die Nahtstelle legen und mit dem Messer in Stücke schneiden.



Scharfe Kürbis-Würfel:
150 gr. Hokkaido-Kürbis
1/4  Vanilleschote
1 EL Rapsöl
150 ml Gemüsebrühe
1 EL Weingelee
1 Scheibe altbackenes Weißbrot
1 EL Olivenöl
1 rote Chilischoten
1 Knoblauchzehen
1 Bio-Limette
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle

Den Kürbis in kleine Würfel schneiden. In einem weiten Topf das Rapsöl erhitzen. Dann die Kürbisstücke rundherum bei starker Hitze 2 Minuten anbraten und sofort leicht salzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, das Vanillemark, das Weingelee und die Schotenschale zugeben. Den Topf abdecken und den Kürbis bei kleiner Hitze in ca. 5 Minuten bissfest garen.

Den Saft der Limette auspressen. Die Kürbis-Würfel leicht auskühlen lassen und mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen. Darauf achten, dass alle Kürbisstücke mit der Flüssigkeit bedeckt sind.

Das getrocknete Weißbrot in feine Würfel schneiden. Die Chili längs halbieren und die Kerne herauskratzen, dann in feine Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein würfeln. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Weißbrotwürfelchen darin knusprig braten, gegen Ende der Bratzeit Knoblauch und Chili zugeben und alles gut vermischen. Die Croutons herausheben und auf Küchenkrepp entfetten, sofort salzen.

Die Kürbiswürfel auf Zahnstocher stecken und in den Brotbröseln wälzen.


Senf-Espuma:
2 1/2 EL mittelscharfen Senf
75 ml Sahne
50 ml Apfelsaft
2 Prisen Meersalz
1 Prise Zucker

Alle Zutaten gut verrühren und durch ein Sieb streichen. In eine iSi-Flasche mit 250 ml Fassungsvermögen füllen und eine Kapsel eindrehen. Die Flasche dabei sehr kräftig schütteln. Der Espuma kann bereits nach kurzer Zeit verwendet werden. Bis zum Servieren in den Kühlschrank geben und die Flasche dabei hinlegen. Zum Servieren den Espuma erneut aufschütteln und aufsprühen. Sollte er am Boden der Flasche kleben, etwas heißes Wasser über die Flasche laufen lassen und kräftig schütteln.



Wer jetzt Hunger bekommen hat und sich fragt, was man aus Wirsing, Kartoffeln, Blutwurst, Kürbis, Senf und Weingelee noch kochen kann, der findet hier die Rezepte der am Wettbewerb teilnehmenden Blogger:

Dila vs. Kitchen
Süß-Scharf glasierte Kürbis-Gnocchi mit Blutwurst

Dreams on a Plate
Blutwurst im Speckmantel mit Kürbis-Dibbelappe und Wirsingkraut

Filine bloggt
Spicy Kürbissuppe mit Blutwurst-Chips und
Wirsing-Bratkartoffelsalat mit Blutwurst und Riesling-Senf Dressing

Held am Herd
scharfe Kokos-Kürbissuppe mit geröstetem Tofu, Vermicelli-Nudeln und Wirsing-Chips
Mango-Frühlingszwiebel-Salat mit Blutwurstbröseln und Garnelen
Fisch in einem Bananenblatt gegrillt und dazu Avocado mit Tomatensalsa, Kartoffelchips und Senf-Kokosmayo
Dessert aus Maracuja- und Rote Bete-Saft mit Mascarpone-Orangencreme

Katha kocht
Kürbis-Kartoffel-Küchlein mit Blutwurst und Wirsing

Lecker & Co.
Bratapfel mit Kürbis-Kartoffel-Füllung und Blutwurst-Jam

Lecker muss es sein
Rheinhessische Summer-Roll

Liebstöckelschuh
Kürbismaultaschen auf Wirsingbett mit Kartoffelsalat

Moderne Topfologie
Rheinhessisches Duett: Blutwurst-Apfel-Praline im Teigmantel &
Blutwurstbällchen mit Birne- und Spundekäs-Kern

Baby rock my day
Rheinhessischer Kürbis-Zwiebel-Kuchen mit lauwarmem Wirsingsalat

Voll Gut & Gut Voll
Rheinhessischer Kürbisauflauf mit Wirsingchips


Mittwoch, 22. Juni 2016

Bratwurst von Tim Raue -
Deutscher Wein und deutsche Küche

Bratwurst, Weißwurst, Würstchen mit Kartoffelsalat - solche Gerichte fallen mir sofort ein, wenn ich nach typisch deutschem Essen gefragt werde. Wir Deutschen sind berühmt für unsere Würste, nur leider gibt es immer weniger gute Metzger, die mit dieser Handwerkskunst glänzen. Wer in der Nachbarschaft keinen Metzger hat und nicht die Industrie-Würste aus dem Supermarkt essen möchte, dem empfehle ich in der Metzgerei Seefried online zu bestellen.

Ich esse sehr gerne Hauptmahlzeiten mit Wurst. Darunter verstehe ich keine Currywurst mit Pommes und auch keine Weißwurst mit Breze - das ist eher eine Brotzeit. Wurst kommt als gutes Gericht leider viel zu wenig auf den Tisch. In dem Buch "Deutscher Wein und deutsche Küche" von Paula Bosch und Tim Raue gibt es ein Rezept für eine Bratwurst, die nicht gebraten, sondern gekocht wird. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Die Beilage dazu war ganz klassisch ein Kartoffelsalat und Senf. Beides natürlich mit dem speziellen Pfiff, wie man das von Tim Raue kennt.

Die Rezension zum Buch gibt es hier.




für 4 Personen

Kartoffel-Gurken-Salat:
300 ml Geflügelfond
100 gr. Schwarzwälder Schinken
2 Lorbeerblätter
15 ml Apfelessig
500 gr. vorwiegend festkochende Kartoffeln
Kümmel
1 Salatgurke in dünne Scheiben gehobelt
Meersalz

Den Geflügelfond mit Schinken und Lorbeerblättern in einen Topf geben, aufkochen und dann 15 Minuten ziehen lassen. Zum Schluss den Apfelessig dazugeben.

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser mit Kümmel dämpfen. Etwas auskühlen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln nach und nach mit dem Sud mischen und vorsichtig rühren. Dabei löst sich die Kartoffelstärke und es entsteht eine leichte Bindung.

Die Gurke schälen und in dünne Scheiben hobeln. Die Gurkenscheiben unter die Kartoffeln mischen und alles leicht salzen. Den Salat abgedeckt eine Stunde ziehen lassen. Mit Salz abschmecken.


Pflaumensenf:
50 gr. Pflaumenmus
20 gr. süßer Senf
15 gr. Senf mittelscharf
1 gr. Meersalz

Alle Zutaten miteinander vermischen und gut verrühren.


Bratwurst:
4 - 6 Bratwürste vom Metzger des Vertrauens
Meersalz

Die Würste in heißes Salzwasser geben, etwa 7 Minuten ziehen lassen, bis sie heiß sind.


Anrichten:
1 Frühlingszwiebel

Die Frühlingszwiebel putzen und schräg in feine Ringe schneiden.




Freitag, 26. Februar 2016

Grobe Bratwurst mit Mandeln und Salbei
und Marzipan-Kürbis-Püree
aus "Kolja kocht" von Kolja Kleeberg

Nach einer langen Pause habe ich mich sehr gefreut, endlich wieder ein kleines Zeitfenster für Kochbuch-Rezensionen zu haben. Das erste Buch, das ich "unter die Lupe" genommen habe, war "Kolja kocht" von Kolja Kleeberg.

Ganz neugierig hat mich dieses Rezept gemacht, weil ich ein großer Fan von Hauptgerichten mit Bratwurst bin und wegen meiner großen Zeitprobleme hat sich auch ein großer Kürbis-Vorrat angestaut. Die Kürbisse werden sehr liebevoll von einem Kollegen von Herrn bushcook im Bürogarten angebaut. Nach der Ernte kommen sie in ein Erdloch, das er persönlich angelegt hat. Im Moment lief so ziemlich alles schief: ich hatte wenig Zeit und das Erdloch hat, wegen dem milden Winter, nicht so gut funktioniert, wie sonst. Im Garten wucherte auch noch der Salbei und damit kam ich an diesem Rezept gar nicht mehr vorbei. Bei meinen Rezensionen versuche ich immer auch auf die Vorräte Rücksicht zu nehmen.

Nach dem Foto im Buch zu urteilen, wurde eine helle Bratwurst verwendet. Ich hatte aber große Lust auf eine Salsiccia und das war eine gute Wahl. Die Kombination von Salbei und Mandel zum Kürbispüree und der Bratwurst ergibt ein ganz wunderbares Gericht.

Das Original-Rezept hat leider nicht ganz funktioniert. Der Kürbis im Ofen hat eine höhere Temperatur und auch eine längere Zeit benötigt. Ich habe ihn auch mit Schale püriert und auf das Auskratzen des Fruchtfleisches verzichtet. Beim Anrichten habe ich mir erlaubt, es etwas rustikaler zu gestalten.



für 2 Personen

Kürbispüree:
ca. 500 gr. Hokkaido-Kürbis
50 gr. Butter
2 Zweige Salbei
1/2 EL Marzipan-Rohmasse
Meersalz
1 Prise Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss
1 Spritzer Limettensaft

Bratwurst:
1 EL Butter
300 gr. Salsiccia
4 EL Mandeln
1 Zweig Salbei
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Kürbispüree:
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Den Kürbis halbieren, dabei die Kerne mit einem Löffel herausschaben und dann in dünne Spalten schneiden. Die Spalten in eine ofenfeste Form legen, leicht salzen und mit Butterflocken und den Salbeiblättern belegen. Die Form mit Alufolie bedecken und das Ganze in vorgeheizten Backofen geben und ca. 35 Minuten garen. Nun kontrollieren, ob der Kürbis weich ist. Wenn nicht, dann erneut für ein paar Minuten ohne Alufolie in den Ofen schieben.

Die Salbeiblätter entfernen und die Kürbisspalten mit der geschmolzenen Butter in einen Standmixer mit dem Marzipan geben und sehr glatt pürieren. Das Püree mit Salz, Zucker, Pfeffer, Muskat und dem Limettensaft abschmecken.


Bratwurst:
Die Mandeln kurz in kochendem Wasser blanchieren, abschrecken und dann abschälen. Die Mandeln mit einem Messer in Hälften teilen. Die Salbeiblätter abzupfen.

Das Brät der Salsiccia aus dem Darm lösen und in kleine Stücke teilen. Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen und die Wurststückchen rundum anbraten. Die halbierten Mandeln und den Salbei zugeben und kurz durchschwenken. Alles mit Pfeffer würzen.



Zu einem besonderen Genuss wird so ein Gericht, wenn man den passenden Wein dazu findet. Dieses Glück hatten wir mit Stoan von der Cantina Tramin. Die Cuvée aus Chardonnay, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer hat schöne würzige Aromen, die besonders gut mit dem Salbei harmoniert haben. "Stoan" bedeutet Stein und damit wird auf den Boden hingewiesen, auf dem die Reben wachsen und der für die angenehme Mineralik sorgt.


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Rapsölution: Schweinsbratwürstel auf
Bohnen-Tomaten-Salat mit Majo-Mayo

Rapsöl rückte vor einigen Jahren in mein Bewusstsein. Ich besuchte die eat & style in München und dort gab es einen Stand der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP). Die hatten sich viel Mühe gegeben und es gab verschiedene Rapsölsorten zu probieren. Wir probierten uns so durch und ich entdeckte, dass mir das neutrale Rapsöl gut taugt.

Seit diesem Zeitpunkt verwende ich konsequent Rapsöl zum Braten. Es ist geschmacksneutral und hat einen hohen Brennpunkt und ist damit Olivenöl überlegen. Mein Konsum an Olivenöl ist seitdem stark zurück gegangen. Ich verwende es nur noch für Salate oder zum Aromatisieren. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass ich bei kleinem Bedarf ein hochwertiges Olivenöl kaufen kann.

Auch in der Diskussion mit Profi-Köchen, wurde mir fast immer Rapsöl empfohlen. Wenn man "Rapsöl" auf meinem Blog sucht, kann man das Ergebnis vermutlich gleich in eine Flasche füllen. Kaum ein Rezept bei mir kommt ohne aus.

Bei meiner Rapsöl-Begeisterung ist es natürlich Ehrensache, bei Peggys Blog-Event in Zusammenarbeit mit der UFOP mitzumachen. Und dieser Blog-Event erscheint mir auch notwendig zu sein, da im Vorfeld einige Blogger nicht begeistert von dem Produkt waren. Es lohnt sich damit zu beschäftigen. Rapsöl ist ein regionales Produkt, es hat hervorragende Koch-Eigenschaften und mit seinem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist es auch noch gesund. Ja, ich sehe es auch kritisch, dass Raps zur Energie-Gewinnung verwendet wird. Für mich ist es ein Lebensmittel und wir sollten es deshalb lieber für unsere Ernährung verwenden, als für unsere Motoren.

Ich wollte unbedingt ein Gericht machen, bei dem man viel Rapsöl braucht und da bietet sich eine Mayonnaise an. Und jetzt mal ganz ehrlich, habt Ihr schon einmal eine Mayo mit Olivenöl versucht? Die schmeckt schrecklich. Man kann es höchstens mischen. Rapsöl ist ideal, da es geschmacksneutral ist und so individuell aromatisiert werden kann. Bei mir war es diesmal Majoran. Der kam genauso aus dem Garten, wie die Tomaten und die Bohnen. Die Schweinsbratwürstel waren von einem guten Metzger in unserer Nähe. Das ist also ein regionales Gericht zu Ehren des regionalen Rapsöls. Und das ist ganz einfach im Supermarkt erhältlich.




für 2 Personen:

3 - 4 Schweinsbratwürstel
350 gr. gemischte Bohnen (z. B. Käferbohnen, Saubohnen, Flageolet Bohnen)
3 gelbe Tomaten
3 rote Tomaten
1 Zwiebel
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Rapsöl
Weißweinessig

Die Bohnen enthülsen und in kochendem Salzwasser bissfest blanchieren. Sofort in kaltes Wasser geben und danach abtropfen lassen. Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und in etwas Rapsöl in einer Pfanne anschwitzen, leicht salzen.

Die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und die Schweinsbratwürstel darin braten.

In der Zwischenzeit die Tomaten würfeln und mit den Bohnen und Zwiebeln mischen. Aus Weißweinessig, Salz, Pfeffer und Rapsöl eine Vinaigrette rühren und den Salat damit anmachen.


Majo-Mayo:
1 Ei
1 EL mittelscharfer Senf
1 EL Weißweinessig
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
200 - 250 ml Rapsöl
1 Handvoll Majoranblätter

Methode 1 mit dem Zauberstab:
Das Ei, den Senf und den Weißweinessig in ein hohes Becherglas geben. Das Rapsöl darauf geben und mit einem Zauberstab zu einer Blitz-Mayonnaise mixen. Dabei muss der Pürierstab am Boden bleiben, bis Ei, Senf und Essig gut vermengt sind. Dann langsam nach oben ziehen und dabei das Rapsöl einarbeiten.

Die Majoranblätter grob hacken und zur Mayonnaise geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Methode 2 mit dem Thermomix:
Ei, Senf und Essig im Thermomix auf mittlerer Stufe verrühren. Den Messbecher auflegen und Rapsöl in den Deckel gießen. So wird das Öl langsam eingerührt und ergibt eine gute Konsistenz. Die Majoranblätter zugeben und mit pürieren. Das Öl kann individuell dosiert werden, bis die Mayonnaise die richtige Konsistenz hat. Die Mayonnaise mit Salz und Pfeffer abschmecken.





Mein Beitrag zu Rapsölution von Peggy vom Blog Multikulinarisches.