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Donnerstag, 27. Juli 2017

Weinabend in der Westend Factory mit dem Weingut Endrizzi

Die Westend Factory ist ein sehr reizvolles und interessantes Restaurant und hat bei mir bewirkt, dass ich meine Hemmungen abgelegt habe, ein Hotel-Restaurant zu besuchen. Obwohl es im Sheraton Hotel Westpark beheimatet ist, hat es viel Eigenständigkeit. Das Ambiente ist modern und ansprechend. Der Küchenchef, Sven Segler, ist Koch aus Leidenschaft und gibt sich viel Mühe. Bevorzugt verwendet er regionale Zutaten und, dass er seine Saucen selbst kocht, schmeckt man bereits beim ersten Bissen.

Zum Konzept gehört das neudeutsche "sharing-Prinzip", oder altmodisch gesagt, es kommen die Gerichte wie bei einer Familie auf den Tisch und jeder nimmt sich seine Portion heraus. Bei besonderen Veranstaltungen, wie dem Winzerdinner gibt es Vorspeise und Zwischengang als Tellergericht. Der Hauptgang sorgt immer für ein freudiges Staunen, wenn das große Stück Fleisch für alle serviert wird. Das erinnert auch an die gute alte Tradition des Sonntagsbratens.

Zur guten Küche gehört auch ein guter Wein. Deshalb kann sich auch die Weinkarte in der Westend Factory sehen lassen. Es ist bereits eine schöne Tradition geworden, dass die Winzer sich bei einem Weinabend den Gästen persönlich vorstellen. Vor ein paar Tagen war das Weingut Endrizzi aus dem Trentino zu Gast. Zum Auftakt hatten wir einen Trento DOC im Glas. Das hat nichts mit Prosecco zu tun, sondern ist vergleichbar mit einem hochwertigen Winzersekt. Dieser und der erste Weißwein, mit dem Namen Dalis, waren meine Favoriten an diesem Abend, da sie trocken und frisch schmeckten. Beides wunderbar zu trinken an schönen Sommerabenden.


Das Menü war sehr feinsinnig auf den Stil der Weine abgestimmt. Die Gerichte lehnten sich an die italienische Küche an, hatten aber einen ganz eigenen Stil. Nach der selbstgebackenen Foccaccia mit rotem Pesto wurde "Carne Salada" zum Wein Dalis serviert. Das gebeizte Rindfleisch mit Bohnen und Zitronenmarmelade passte perfekt zu den Zitrusnoten des Weins.


Das nächste Pärchen hat etwas miteinander gekämpft. Der Masetto Doré, ein Chardonny aus dem Holzfass, war sehr intensiv im Geschmack. Da hat sich der elegante und zarte Zwischengang "Strangolapreti", bestehend aus Ricotta-Spinat-Gnocchi, Forelle und Grappaschaum schwer getan.



Den Hauptgang gab es dann im bewährten Westend-Factory-Stil, eine große Portion für alle zum Teilen. Im Mittelpunkt stand die perfekt gegarte Kalbshüfte aus dem Heu. Dazu wurden Rosmarin-Polenta, Zwiebellauch und Kirschtomaten als Beilage gereicht. Im Glas gab es den Rotwein Masetto Due.


Das Dessert, der Apple Crumble, ist ein signature dish der Küche. Zu meiner Überraschung kam es nicht als große Portion in der Reine auf den Tisch, sondern als Einzelportion im Glas angerichtet. Der perfekte Begleiter war der Masetto Dulcis, ein Dessertwein, der aus getrockneten Rosinen gekeltert wird.


Zum Abschluss gab es auch ausgiebig Gelegenheit, weitere Weine des Weinguts zu probieren. Der schöne und interessante Abend ging viel zu schnell vorbei. Mittlerweile haben sich die Weinabende etabliert und es ist empfehlenswert rechtzeitig zu reservieren. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis trägt dazu sicher seinen Teil bei.



Samstag, 28. Januar 2017

Weinabend mit dem Mosel-Weingut Markus Molitor in der Westend Factory

Vor ein paar Monaten war ich das erste Mal zu Gast in der neuen Westend Factory und gleich sehr angetan von der guten Küche von Sven Segler und dem schönen Ambiente. Schon damals fand ich das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut. Der junge und engagierte Küchenchef bemüht sich um die enge Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten und passt seine kleine und feine Karte saisonal an.

Jetzt gab es eine schöne Gelegenheit für ein Wiedersehen. Die Westend Factory veranstaltete zum zweiten Mal einen Weinabend. Zu Gast war diesmal das Weingut Markus Molitor von der Mosel, eines meiner bevorzugten Anbaugebiete. Durch den Abend führte uns der Spitzen-Sommelier Daniel Kiowski, den ich noch aus seiner Zeit bei Christian Bau kannte. Er arbeitet nun als Repräsentant des Weinguts Molitor und stellte uns die Philosophie des Hauses, lagentypische Mosel-Rieslinge auf höchstem Niveau zu produzieren, vor. Ich bin ein großer Freund davon, wenn die Weine lagenrein ausgebaut werden. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie Weine aus der gleichen Region, der gleichen Rebsorte, des gleichen Jahrgangs und vom gleichen Winzer erzeugt völlig unterschiedlich schmecken.

Im Vorfeld haben sich Sven Segler und Daniel Kiowski abgestimmt, damit das Foodpairing von Wein und Speise stimmig wird. Das ist den beiden sehr gut gelungen. Der Einstieg in das Menü wich etwas vom üblichen Konzept der Westend Factory ab. Normalerweise werden alle Gerichte im "family style" serviert und die Gäste teilen sich die Portionen. Die beiden Vorspeisen gab es diesmal als Tellergericht und zum Hauptgang waren wieder die Schüsseln und das große Brett mit dem Fleisch auf dem Tisch. Ganz besonders möchte ich noch auf die Sauce hinweisen. Wer die probiert hat, der weiß, dass da frisch und mit Herzblut gekocht wird. Es lohnt sich alleine deswegen schon, dort zum Essen hinzugehen.

Es war ein sehr schöner Abend in einer entspannten Atmosphäre. Das Menü mit der passenden Weinbegleitung kostete 49.-- EUR und das ist für Münchner Verhältnisse ein sehr fairer Preis. Wer Freude daran hat, einmal neue Weine auszuprobieren und sich aus erster Hand darüber zu informieren, dem kann ich so einen Abend sehr empfehlen.


24h gegarter Schweinebauch | Petersilienwurzelpüree | Mispelessig
2015 Zeltinger Himmelreich Riesling Kabinett

Karpfen im Tramezzino | Zitrusfrüchte Nage | Kresse
2011 Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese

Apfelsorbet

Rindersteakhüfte | Schwarzwurzeln | Risolée Kartoffeln | Vogerlsalat
2011 Trarbacher Schlossberg Pinot Noir
2007 Zeltinger Sonnenuhr Riesling Auslese trocken


Rindersteakhüfte | Schwarzwurzeln | Risolée Kartoffeln | Vogerlsalat
2011 Trarbacher Schlossberg Pinot Noir
2007 Zeltinger Sonnenuhr Riesling Auslese trocken


Apfel Crumble | Riesling Sabayon
2005 Wehlener Klosterberg Riesling Auslese

Die begleitenden Weine zum Menü

Anschließende Verkostung weiterer Weine des Weinguts

Montag, 31. Oktober 2016

Lockerer Genuss in der Westend Factory, München

Warum geht "man" nicht in ein Hotel-Restaurant? Ich muss mich da an der eigenen Nase packen. Ich mache das auch nicht. Deshalb bin ich immer froh, wenn es mir Einladungen ermöglichen, über meinen Schatten zu springen. So wie vor kurzem, beim Besuch der Westend Factory im Münchner Westend. Dort wurde mit viel Liebe zum Detail ein modernes und trotzdem gemütliches Restaurant eröffnet.

Als ich vor dem großen Komplex des Hotels Sheraton Westend stand, war ich gespannt, was mich Inneren erwarten würde. Die Überraschung ist gelungen. Im Inneren erwartete mich ein sehr ansprechendes Ambiente und eine herzliche Begrüßung von den Service-Mitarbeitern.

Auf der Karte stehen einige Vorspeisen, Steak-Spezialitäten und ganze Fische mit Tagesbeilagen. Für die Süßschnabel gibt es auch noch ein Dessert. Man soll sich in der Westend Factory wohl fühlen und ungezwungen geniessen. So gehört es zum Konzept, dass die Gerichte im Family-Style serviert werden. Das ist für Paare, Familien oder Freundesgruppen geeignet. Unsere Gruppe hatte viel Freude an diesem Abend.

Der Küchenchef Sven Segler ist schon einige Jahre bei Sheraton und verdiente sich erste Sporen bei Johann Lafer auf der Stromburg und bei Heinz Wehmann im Landhaus Scherrer, Hamburg. Seine Liebe gehört der frischen, kreativen Küche mit saisonalen und regionalen Zutaten. Hier pflegt er einen intensiven Kontakt zu den heimischen Produzenten. Mit der gleichen Begeisterung agiert Heinrich Dominici im Service und hat eine gepflegte Weinkarte zusammen gestellt. Natürlich sind darunter auch einige Winzer aus seiner österreichischen Heimat.

Wer unkomplizierten Genuss sucht, der sollte der Westend Factory einmal einen Besuch abstatten. Zur Eröffnung gibt es ein besonderes Angebot. Beim ersten Besuch und Bestellung von Vorspeise, Hauptspeise und einem Glas Wein, wird der Wein auf Wunsch solange nach geschenkt, bis der Gast "Stop" sagt. Diese Aktion gilt bis 18. November 2016.

Frisches Brot mit Walnuss-Honig-Frischkäse

Gebeizter Ochs, Saubohnen, Kernöl

Kräuterseitlinge, Bierkäse, Gremolata

Josi's beschwipste Forelle
Forelle, Kürbis-Savarin, Grüne Soße

Almochsen-Tatar

Steakauswahl mit frischem Salat, Gemüse und Kartoffeln

Saibling vom Starnberger See
mit den gleichen Beilagen, wie beim Fleisch

Küchenchef Sven Segler

"Willi's Crumble" mit Rotwein Sabayon

attraktive Weinauswahl