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Freitag, 14. November 2025

Schafsmilch-Labneh mit gebratenem Koriandergrün, Knoblauch, Sumach und Mandeln

Irgendwie erkenne ich mich gerade selbst nicht wieder. Joghurt ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich mag die strenge Milchsäure nicht. Aber, ich habe Labneh für mich entdeckt. Seien wir mal ehrlich, der ist blitzschnell gemacht. Einfach Joghurt mit etwas Salz mischen und über Nacht abhängen lassen. Am nächsten Tag hat man eine wunderbar cremige Masse, die man vielfältig kombinieren kann. 

Weitere Beispiele:
Labneh de Luxe
Zucchinisalat auf Labneh

Diese Variante habe ich ausprobiert, weil ich mir gebratenen Koriander nicht vorstellen konnte und er hat mir gut gefallen. Auch die Kombination mit den Mandeln finde ich wirklich toll.



für 2 Personen oder 4 - 6 Personen als Mezze-Auswahl


300 gr. Schafsjoghurt mit 10 % Fett
Prise Salz

Den Joghurt mit Salz verrühren und über einem feinen Sieb oder Küchentuch abhängen. Über Nacht abtropfen lassen.


Schafsmilch-Labneh
1 Bund Koriander
2 Knoblauchzehen
40 gr. Mandelstifte
Olivenöl
Sumach
Meersalzflocken

Die Korianderblätter (mit den zarten Stielen) abzupfen und grob schneiden. Die Knoblauchzehen in Scheiben schneiden.

Das Olivenöl erhitzen und die Mandelstifte darin goldgelb braten. Herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen, leicht salzen.

Im restlichen Öl zuerst die Knoblauchscheiben goldgelb braten. Dann den Koriander dazugeben und "zusammenfallen lassen" (wie man es mit Spinat macht). Kurz braten und alles leicht salzen.

Den Labneh mit einem Löffel auf einem Teller verteilen und mit den Mandeln bestreuen. Knoblauch und Koriander darauf geben und mit Sumach und Meersalzflocken bestreuen. Sofort servieren.

Dazu schmeckt Fladenbrot oder Weißbrot jeder Art.


Eine Inspiration aus:









 









Dienstag, 14. Oktober 2025

#zucchinischwemme - Zucchinigemüse mit Harissa und Salzzitrone

Es gibt irgendwann einen Zeitpunkt, zu dem ich aufhöre Kochbücher eines Autors zu kaufen. Das hatte ich zum ersten Mal bei Jamie Oliver spontan entschieden und gemerkt, wie richtig das war. Trotzdem mag ich seine alten Bücher immer noch sehr gerne, aber irgendwann war er "auserzählt". Im Laufe der Jahre habe ich das auch bei anderen Autoren gemerkt und dazu gehört auch Yotam Ottolenghi. Die beiden letzten Kochbücher, die ich gekauft habe waren "Flavour" und "Shelf Love". 

Bei "Flavour" habe ich dieses Rezept für ein Zucchinigemüse mit orientalischem Touch entdeckt. Wobei ich sagen muss, dass ich das Originalrezept für merkwürdig halte und ich wäre wirklich interessiert, ob das mal jemand genauso gekocht hat, wie es beschrieben ist. Statt einem Kilo Zucchini hatte ich 600 Gramm und die in, wie angegeben, in sehr feine Scheiben geschnitten. Das ist eine ganze Menge. Wie man diese vielen Scheiben in 18 Minuten (mit Wenden!) in einer großen Pfanne weich braten kann, ist mir ein Rätsel. Ich habe eine wirklich sehr große Pfanne und ganz schnell die Zucchinischeiben wieder herausgenommen und portionsweise gebraten.

Dieses Rosen-Harissa hat ja so ziemliche Begeisterungsstürme in der Kochbuch-Fangemeinde ausgelöst. Ich habe einfach Harissa mit einer Blütenmischung verrührt. Letztendlich geht es darum eine schmackhafte Sauce zu produzieren. Im Original wird Basilikum als Topping verwendet. Das hat mich verwundert und ich habe eine Probe gemacht mit Basilikum und Koriander. Letzteren halte ich für besser passend.

Also, wer gerne dünne Zucchinischeiben braten möchte, kann auch ganz einfach eine schmackhafte Sauce dazu verrühren und mein Rezept dient auch nur als Hinweis. Es geht einfach um eine leicht scharfe Sauce mit Zitrusaromatik. Blüten kann man, muss man aber nicht, aber bitte lieber Koriander nehmen als Basilikum nehmen.

Noch viel mehr Zucchini-Rezepte gibt es hier.


für zwei Personen als Hauptgericht oder 4 - 6 Personen als Vorspeise oder Mezze-Gericht

600 gr. Zucchini
3 Knoblauchzehen
Salz
Olivenöl
1 EL Harissa
1 TL Gewürzmischung Blütenrausch
1/8 Salzzitrone
2 EL Wasser der Salzzitrone
Zucker
1/2 Bund Koriander

Die Zucchini in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen schälen, halbieren und feine Scheiben schneiden.

Olivenöl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Knoblauchscheiben darin anschwitzen. Die Hälfte des Öls und die Knoblauchscheiben herausnehmen und in eine kleine Schüssel geben.

Die Zucchinischeiben portionsweise in der Pfanne weich braten, dabei mehrfach wenden und leicht salzen.

Die Salzzitrone in sehr feine Würfel schneiden und, mit dem Wasser der Salzzitrone zum gebratenen Knoblauch geben. Mit Harissa, Blütenrausch, Salz, einer Prise Zucker und Olivenöl zu einem würzigen Öl verrühren und abschmecken.

Den Koriander in feine Streifen schneiden.

Die Zucchinischeiben auf einem Teller anrichten, mit dem Öl beträufeln und mit dem Koriander bestreuen.

Eine Inspiration aus:










Link zum Buch








Freitag, 10. Oktober 2025

Kabeljau mit Orange, Kapern, Mandeln, Pinienkernen und Sumach

Die orientalische Küche gehört zu meinen Vorlieben und ich kenne sie ziemlich gut. Oft geht es mir, beim Durchblättern eines orientalischen Kochbuchs so, als habe ich das alles schon gesehen und gekocht. In dem Buch "Der Duft von Zimt und Zedern" habe ich dieses Fischgericht mit Tahini-Sauce entdeckt. Ein paar Sachen habe ich verändert, da sie mir im Ablauf der Zubereitung passender erschienen. Und so gefällt es mir sehr gut und endlich gibt es mal ein Fischgericht für Mezze.


für 2 Personen als Hauptgericht, für 4 - 6 Personen als Mezze-Auswahl


1 Kabeljaufilet ca. 300 gr.
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
Olivenöl
Salz

50 gr. Tahina
1/2 Zitrone
1 Orange
Salz
Zucker

2 EL Pinienkerne
2 EL Mandelsplitter
1,5 EL Kapern
Olivenöl
1 kleiner Bund Petersilie
Sumach

Das Fischfilet entgräten und in Portionsstücke schneiden, damit es gut in eine beschichtete Pfanne passt. Die Knoblauchzehe schälen, in feine Scheiben und die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. 

Das Tahina in eine Schüssel geben. Die Schale der beiden Zitrusfrüchte fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit dem Tahina verrühren und mit Salz und Zucker abschmecken. Die Sauce sollte dünnflüssig sein.

Die Blätter der Petersilie abzupfen und in feine Streifen schneiden. 

Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen (sie sollte so groß sein, dass man danach den Fisch darin braten kann). Hintereinander die Pinienkerne und die Mandelsplitter darin goldgelb braten. Jeweils herausheben und auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen, leicht salzen. Im restlichen Öl die Kapern knusprig frittieren. Ebenfalls herausheben und abtropfen lassen.

Nun Knoblauch und Frühlingszwiebeln im restlichen Öl anschwitzen, dabei leicht salzen. Falls notwendig, noch etwas Öl dazugeben. 

Den Fisch auf beiden Seiten leicht salzen und bei mittlerer Hitze in der Pfanne glasig braten. Sobald er fertig ist, auf einen Servierteller geben und die Tahinacreme über dem Fisch verteilen. Dann die gebratenen Frühlingszwiebeln und Knoblauch darüber geben.

Mandeln, Pinienkerne und Kapern darüber streuen und mit dem Sumach bestäuben. Zum Schluss noch die Petersilie darauf verteilen. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:









 










Montag, 29. September 2025

Labneh de luxe

Obwohl das Wetter nicht so passend war, habe ich diesen Sommer Labneh für mich entdeckt. Das lässt sich schnell zubereiten und immer wieder neu kombinieren. An einem heißen Sommertag das perfekte Essen.

Labneh stammt aus der orientalischen Küche und ist Joghurt, der mit etwas Salz verrührt und über Nacht in einem sehr feinen Netz abgehängt wird. Das Ergebnis ist eine Art Frischkäse, der auch individuell gewürzt werden kann.

In dem Buch "Der Duft von Zimt und Zedern" habe ich diesen "Luxus-Labneh" entdeckt, der mich geschmacklich sehr gereizt hat. Besonders gefreut hat es mich, dass ich alle Zutaten im Kühlschrank bzw. in den Gewürzschubladen hatte. Das Ergebnis hat uns sehr gut geschmeckt.



für 2 Personen

500 gr. Sahnejoghurt
Salz
1 EL Butter
3 EL Pinienkerne
getrocknete Minze
Sumach
getrocknete Rosenblütenblätter
Maldon Sea Salt

Am Vortag den Joghurt mit 1/2 TL Salz vermischen und in ein Passiersieb geben. Über Nacht abgedeckt im Kühlschrank abhängen lassen.

Am nächsten Tag die Flüssigkeit wegschütten und den Labneh mit einem Löffel auf einen Teller streichen.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen und aufschäumen lassen. Dann die Pinienkerne dazugeben und in der gebräunten Butter braten. Flüssige Butter und Pinienkerne auf dem Labneh verteilen.

Mit Minze, Sumach, Rosenblütenblätter und Maldon Sea Salt bestreuen. Sofort servieren. Dazu passt gut Fladenbrot oder Weißbrot.


Eine Inspiration aus:

























Donnerstag, 4. September 2025

#zucchinischwemme - orientalischer Zucchinisalat auf Labneh

Sobald ich anfange, Rezepte für Zucchini zu suchen, merke ich, wie vielfältig man sie verwenden kann. Wir haben jedes Jahr zwei bis vier Pflanzen mit unterschiedlichen Sorten im Garten und ich habe sie ganz gut im Griff, da meine Rezeptsammlung jedes Jahr wächst.

Das Spannende bei diesem Rezept ist, dass die Zucchini im Ganzen in Salzwasser gegart und dann in Streifen geschnitten und mariniert wird. Am besten eignen sich dazu gelbe Zucchini oder diese zartgrünen, wie sie im türkischen Supermarkt zu finden sind.

Ich habe diesen Salt schon ein paar Mal gemacht und auch zum Grillfleisch oder zum Hühnerspieß serviert. alles ist möglich.

Viele weitere Rezeptideen für Zucchini sind in meiner Rezeptsammlung #zucchinischwemme zu finden.



für 2 Portionen

Labneh:
400 gr. griechischer Sahnejoghurt
1/2 TL Salz
etwas Sud von der Salzzitrone
Olivenöl
Prise Zucker

Den Joghurt mit dem Salz verrühren und in ein Sieb geben, das mit einem Mulltuch ausgelegt wurde. Ich verwende zum Abtropfen lieber ein Profi-Passiersieb (siehe hier).

Den Joghurt über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen.

Am nächsten Tag den Joghurt mit etwas Sud der Salzzitrone und einem Schuss Olivenöl verrühren, evtl. mit Salz und Zucker abschmecken.


orientalischer Zucchinisalat:
1 mittelgroße Zucchini - ca. 250 gr.
Salz
1 Knoblauchzehe
1 TL Cumin
1 Schnitz Salzzitrone
Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Prise Zucker

Die Zucchini im Ganzen in kochendem Salzwasser 15 Minuten kochen. Dann herausheben, in einem Sieb abtropfen und etwas auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe schälen, würfeln und mit Salz bestreuen. Dann mit der flachen Seite des Messers zu einer Paste reiben. Den Cumin in einem Mörser grob mahlen. Die Salzzitrone sehr fein würfeln. Alles zusammen mit, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren.

Die lauwarme Zucchini längs halbieren und in ca. 10 bis 15 cm lange Stücke schneiden. Dann längs in sehr feine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette marinieren. Mit Salz und Pfeffer, ggf. mit einer Prise Zucker, abschmecken.


Eine Inspiration aus:










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Montag, 11. August 2025

#gurkengrün - libanesischer Gurkensalat

Wir haben Snack-Gurken im Garten, also eigentlich. Aber, bei diesem Wetter ist uns die Pflanze irgendwie entglitten. Der Zufall kam mir zur Hilfe, weil ich in einem Kochbuch über Gewürze etwas nachlesen wollte und auf diesen Gurkensalat gestossen bin. 

Mir gefallen orientalische Aromen mit Minze sehr gut und die Zutaten hatte ich alle daheim, bzw. als Pflanze im Garten. Also kam ganz spontan dieser Gurkensalat auf den Tisch. Dazu habe ich etwas Hühnerbrust gebraten, wir haben ihn aber auch ganz ohne Beigabe sehr gerne gegessen.

Weitere Rezepte für Gurke gibt es hier (Rezeptsammlung #gurkengrün)



für 2 Personen

1 Gurke
1 Tropea-Frühlingszwiebel oder 2 Frühlingszwiebeln
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Bund Minze
1 Knoblauchzehe
1 Zitrone
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Die Gurke rundum zur Hälfte schälen und längs halbieren, dann in feine Scheiben schneiden.

Die Frühlingszwiebeln schräg in feine Ringe schneiden, bzw. die Tropea-Frühlingszwiebel halbieren und längs in feine Streifen schneiden.

Petersilie und Minze von den Stielen abzupfen und in feine Streifen schneiden.

Die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Etwas Salz über die Würfel streuen und alles mit der flachen Messerschneide zu einer feinen Paste reiben.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Knoblauchpaste, Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einer Vinaigrette rühren und den Salat damit marinieren. Vor dem Servieren noch abschmecken.


Gebratene Hühnerbrust:

1 Hühnerbrust Supreme mit Haut
Salz
Olivenöl
Butter

Den Backofen auf 120 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Olivenöl und Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Hühnerbrust salzen und auf der Hautseite anbraten. Sobald diese goldgelb ist, auf die Fleischseite wenden.

Die Hühnerbrust auf ein Gitter legen und für 20 Minuten in den Backofen geben.


Eine Inspiration aus:












Link zum Buch



Dienstag, 8. Juli 2025

#lunchtapas: Zitronen-Dattel-Oliven-Salat mit kaltem Braten

Manche Rezepte springen einen so zufällig an. Für mein orientalisches Menü, das ich vor kurzem veröffentlicht habe, brauchte ich Datteln. Natürlich gab es so eine kleine Menge nicht zu kaufen. Einige haben wir einfach so gegessen und dann fiel mir dieses Rezept ins Auge. Das Schöne dabei war, dass ich auch noch Zitronen und Oliven im Haus hatte.

Die Süße der Datteln und die Säure der Zitrone ergänzen die Oliven sehr gut. Trotzdem war uns das Dressing einen Tick zu spitz und ich habe noch eine Prise Zucker verwendet.

Der Salat war ruck-zuck fertig und im Kühlschrank gab es auch noch ein halbes gebratenes Steak vom Vortag. Die beiden haben sich prima ergänzt. Ich kann mir den Salat auch zu kaltem Braten oder zu Frischkäse gut vorstellen. Man kann ihn auch wunderbar, einfach so, alleine essen. Oder bei einer Mezze-Auswahl servieren.



für 2 Personen

1 Zitrone
5 Datteln
10 große grüne Oliven (Gigante)
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
2 Zweige Petersilie

Die Schale der Zitrone fein abreiben und in eine Schüssel geben. Die Zitrone halbieren und die eine Hälfte filetieren. Die Filets ggf. entkernen und in kleine Streifen schneiden und zur Schale geben. Die Datteln entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Oliven entkernen, dazu das Fruchtfleisch längs herunterschneiden und dann die Streifen halbieren. Beides zur Zitrone geben und vermengen.

Die zweite Zitronenhälfte auspressen und den Saft mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen. Dann das Olivenöl dazugeben und alles cremig verrühren. Den Salat mit dem Dressing anmachen.

Die Petersilienblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Den Salat damit dekorieren.


Eine Inspiration aus:























Montag, 16. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Kaninchen in Kardamomsauce mit Basmatireis und grünen Bohnen

Kaninchen kommt nicht oft auf den Tisch, obwohl das magere Fleisch sehr gut schmeckt. Dieses Schmorgericht lebt von der orientalischen Geschmackswelt und lässt sich mit überschaubarem Aufwand kochen. Auch die Sauce entsteht ganz automatisch und wenn man sie hinterher reduzieren lässt, braucht sie auch keine Bindung. Als ich meinen Blog am 12. Februar 2011 mit einem orientalischen Menü ins Leben gerufen habe, war dies der Hauptgang.

Anlässlich des Blog-Beitrags 2.500 hatte ich die Idee, dieses Menü nochmals zu kochen. Beim Kaninchen habe ich das Mehl weggelassen, da es wegen der Gluten-Intoleranz meines Mannes unpassend ist. Wie gesagt, auch ohne Mehl bekommt man eine schöne Bindung. Ansonsten habe ich mich ziemlich an das Originalrezept gehalten und es nur an ein paar Stellen etwas vereinfacht.

Dazu gibt es Reis, der ganz anders gegart wird, als wie für asiatische Gerichte. Das Anbraten in Butterschmalz sorgt für eine schöne Butternote und das Bohnengemüse ist wirklich das einzige Gericht, das in unseren Alltag Einzug gehalten hat. Das koche ich regelmäßig, da ich Breite Bohnen sehr gerne essen. Im Laufe der Jahre ist die Zwiebel verloren gegangen, wie im alten Rezept erwähnt. Dieses Rezept habe ich vor rund 30 Jahren bei einem türkischen Kochkurs kennen und lieben gelernt.




Kaninchen in Kardamomsauce:
4 Kaninchenkeulen
Salz
Zucker
1 EL Dijonsenf
1 EL mittelscharfer Senf
5 Schalotten
2 Karotten
1/2 kleiner Sellerie
3 Knoblauchzehen
5 Thymianzweige
1 Rosmarinzweig
20 Kardamomkapseln
Rapsöl
3 EL Tomatenmark
1 TL Harissa
1 EL Ras el Hanout
1 Zimtstange, längs zerbrochen
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 Lorbeerblätter
200 ml trockener Weißwein
1 Liter Wasser
200 ml Sahne

Schalotten und Knoblauchzehen schälen und in mittelere Würfel schneiden. Karotten und Sellerie können ungeschält grob gewürfelt werden. Thymian- und Rosmarinzweige etwas zerkleinern. Die Kardamomkapseln mit dem Messer hacken. Alles in einer Schüssel vermengen.

Die Kaninchenkeulen mit Küchenkrepp trocken tupfen und mit Salz und Zucker würzen. Die beiden Senfsorten verrühren und das Fleisch damit einstreichen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Rapsöl in einem gusseisernen Schmortopf erhitzen und die Kaninchenkeulen von beiden Seiten gut anbraten und dann herausnehmen.

Die Mischung aus Schalotten, Knoblauch, Karotten, Sellerie, Thymian, Rosmarin und Kardamom in das heiße Öl geben und gut anrösten. Sofort mit Salz und Zucker würzen. Tomatenmark, Harissa, Ras el Hanout, Zimtsplitter, Pfeffer und Lorbeerblätter dazugeben und ebenfalls gut anrösten.

Mit dem Weißwein ablöschen und diesen völlig einreduzieren. Mit Wasser und Sahne aufgießen. Alles gut durchrühren und die Kaninchenkeulen wieder einlegen. Sie sollten vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein, evtl. noch etwas Wasser dazugeben. Alles einmal aufkochen lassen und mit dem Deckel schließen. Den Topf für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen geben.

Nach der Schmorzeit die Kaninchenkeulen aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Sud durch ein grobes Sieb abpassieren. Dabei das weiche Gemüse bestmöglich durchdrücken, damit es die Sauce anreichert. Die Sauce erneut aufkochen lassen und mindestens um die Hälfte reduzieren. Sie sollte danach eine gute Bindung haben. Wenn nicht, könnte man sie noch mit Kartoffelstärke, in kaltem Wasser aufgelöst, binden. Die Sauce pikant abschmecken.

Von den ausgekühlten Kaninchenkeulen die Rückstände von Gemüse, etc. entfernen und sie dann wieder in die Sauce einlegen. So können sie sanft erwärmt werden. Soweit kann das Gericht einen Tag vorher komplett vorbereitet werden.


Basmatireis:
200 gr. Basmatireis
2 EL Butterschmalz
Salz
5 getrocknete Aprikosen
400 ml Wasser

Das Wasser in einem extra Topf zum Kochen bringen. Das Butterschmalz in einem anderen Topf erhitzen und den Reis darin, unter Rühren, anbraten. Mit dem heißen Wasser aufgiessen und salzen. Einmal aufkochen lassen und den Topf mit dem Deckel schließen. Den Reis bei kleiner Hitze rund 15 Minuten dämpfen lassen.

In der Zwischenzeit die Aprikosen sehr fein würfeln.

Sobald das Wasser verdampft und der Reis gar ist, ihn mit einer Gabel auflockern.


Grüne Bohnen:
500 gr. breite grüne Bohnen
2 Knoblauchzehen
2 Rispen Cocktailtomaten
Salz
Zucker
Olivenöl

Die Enden der Bohnen entfernen und sie dann in breite, schräge Streifen schneiden. Das Gemüse in einem Topf mit Salz und Zucker marinieren und für mindestens 30 Minuten stehen lassen.

Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein würfeln, ebenfalls in den Topf geben.

Die Tomaten fein würfeln.

Das Olivenöl in den Topf geben und einmal gut durchrühren. Die Bohnen mit geschlossenem Topfdeckel und kleiner Hitze bissfest dünsten. Kurz vor Ende der Garzeit die Tomatenwürfel dazugeben und erneut gut verrühren. 

Mit Salz und Zucker abschmecken. 

Die Bohnen können einen Tag vorher zubereitet und dann vorsichtig erwärmt werden. Reste schmecken auch kalt und können mit vielem kombiniert werden.


Anrichten:
Etwas Sauce kreisförmig auf den Teller geben. Reis und Bohnen gegenüber auf dem Teller anrichten. Die Kaninchenkeule in die Mitte legen und etwas Sauce darauf verteilen. Den Reis mit den Aprikosenwürfeln dekorieren und sofort servieren.







Sonntag, 15. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Mandarinensorbet

Von den Zitrusfrüchten sind mir die Mandarinen am liebsten. Vermutlich hat mich das damals bewogen ein Mandarinensorbet als Break in meinem orientalischen Menü zu servieren. Dies war am 12. Februar 2011 mein erster Blogbeitrag.

Nun stehe ich vor Beitrag 2.500 und fand es reizvoll das alte Menü nochmals zu kochen. Zeitlich war ich spät dran und habe, eher durch Zufall, in einem türkischen Supermarkt noch Mandarinen bekommen. Falls das nicht geklappt hätte, hätte ich ein Orangensorbet gemacht. Aber so war es mir lieber und ich habe genauso zubereitet, wie damals. 

Uns hat es sehr gut geschmeckt und wunderbar zum neu gekochten orientalischen Menü gepasst.



je nach Größe 8 - 12 Mandarinen - der Saft sollte 500 ml ergeben
50 gr. Zucker
1 Prise Salz
Zimt gemahlen
1/2 Blatt Gelatine
ein paar Blätter Minze
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die Mandarinen frisch auspressen und 500 ml Saft in eine große, beschichtete Pfanne geben. Zucker und Salz darin verrühren und alles einmal aufkochen lassen. Die Flüssigkeit kurz köcheln lassen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen.

Die Pfanne zur Seite stellen und die Flüssigkeit abkühlen lassen. Dann mit Zimt würzen und abschmecken.

Das Sorbet in der Eismaschine gefrieren lassen und ein Vorratsgefäss abfüllen. So kann das Sorbet 1 - 2 Tage vorher vorbereitet und im Tiefkühler aufbewahrt werden. Vor dem Servieren rechtzeitig herausnehmen, damit man Nocken abstechen kann.

Das Sorbet mit Minzblättern garnieren.



Samstag, 14. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Jakobsmuschel, warmer Hirsesalat, Olivencreme

Bismillah 2.0

Mit einem arabischen Menü habe ich am 12. Februar 2011 meinen Blog gestartet. Ein Jahresjubiläum wollte ich nicht feiern, aber ich hatte die Idee Blogbeitrag 2.500 besonders zu gestalten. Dafür habe ich das damalige arabische Menü nochmals gekocht. 

Als Zwischengericht gab es Jakobsmuschel mit warmen Bulgursalat und Olivencreme. Damit war schon klar, dass es das in dieser Form nicht geben wird. Damals wussten wir nichts von der Gluten-Intoleranz meines Mannes. Heute ist Bulgur aus meiner Küche verbannt, das ist aber überhaupt kein Problem, da Hirse ein mehr als gleichwertiger Ersatz ist. Heute mache ich alles rund um Bulgur oder Couscous mit Hirse und es funktioniert bestens und schmeckt sehr gut.

Sonst habe ich kaum etwas verändert, es sind eher Handgriffe, die sich im Lauf der Jahre verfestigt haben. Geschmeckt hat es uns genauso gut, wie damals und meine Liebe zur orientalischen Küche hat sich auch nicht verändert.



für 4 Personen (Vorspeise)

Wer das Gericht vorbereiten möchte, kann einen Tag vorher die Hirse garen, das Zucchini-Tomaten-Gemüse kochen, die Mandeln rösten und die Olivencreme zubereiten. Alles übersteht im Kühlschrank gut 2 Tage. Dann muss nur noch die Minze geschnitten, der Salat angemacht und die Jakobsmuschel gebraten werden.

Jakobsmuscheln:
4 Jakobsmuscheln
Zimt
Salz
Butterschmalz

Bei den Jakobsmuscheln den seitlichen Muskel entfernen. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und mit etwas Zimt würzen.

Die Jakobsmuscheln leicht salzen und in dem Butterschmalz auf beiden Seiten braten. Das Fett sollte richtig heiß sein und die Jakobsmuscheln sollten auf der Oberfläche karamellisieren. Das Innere sollte möglichst roh bleiben. 

warmer Hirsesalat:
100 gr. Hirse
1 kleine Zucchini
10 Cocktailtomaten
1 Knoblauchzehe
3 EL Mandelstifte
3 Zweige grüne Minze (keine Pfefferminze!)
1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Hirse in einem Gefäß abwiegen, dann in ein Sieb geben und unter kaltem Wasser waschen. Mit der doppelten Menge Wasser in einem Topf aufkochen lassen. Am einfachsten ist es, wieder das Gefäß zu verwenden und zweimal mit Wasser aufzufüllen. Alles zum Kochen bringen, 5 Minuten kochen und dann 10 Minuten quellen lassen. Die Flüssigkeit sollte völlig verschwunden sein.

Die Zucchini längs vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann in sehr kleine Würfel schneiden. Grundsätzlich gilt, dass bei diesem Salat alle Zutaten möglichst gleich groß sein sollten und die Hirse gibt die Größe vor. Die Tomaten ebenfalls in sehr kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln.

Zucchini und Knoblauch in einen Topf geben und mit Salz und Zucker marinieren. Mindestens 30 Minuten stehen lassen, damit das Gemüse Wasser zieht. Dann Olivenöl in den Topf geben und bei kleiner Hitze und geschlossenem Topfdeckel alles dünsten. Kurz vor Schluss die Tomatenwürfel dazugeben und ebenfalls dünsten. Das Gemüse sollte noch leichten Biss haben und die Zucchini sollten schön grün bleiben. Deshalb darf die Hitze nicht zu groß sein.

Die Mandelstifte in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten. Die Minzblätter längs halbieren und dann in feine Streifen schneiden.

Hirse und Gemüse mischen, dabei auch die entstandene Flüssigkeit des Gemüses verwenden. 

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Den Salat damit und mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl abschmecken. 

Kurz vor dem Servieren die Minze und die Mandelstifte untermischen.

Olivencreme:
75 ml Olivenöl
1/2 Zitrone
1 Eigelb
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Alle Zutaten in ein Becherglas geben und mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse mixen. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Anrichten:
Chiliöl

Die Olivencreme auf Tellern ausstreichen. Den Hirsesalat darauf anrichten. Die Jakobsmuschel auf den Salat legen und das Chiliöl rundherum auf den Teller träufeln.














Freitag, 13. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Mezze mit Sellerie-Oliven-Salat mit Granatapfel, Käseröllchen, Rote-Bete-Salat, arabischem Blumenkohl, Gewürz-Karotten, gefüllten Mangoldblättern und Salat aus Mangold-Stielen

Mezze ist so ein großartiger Start in ein Menü, dass alle Gänge danach fast keine Chance mehr haben zu glänzen. Ich liebe die orientalische Küche und wenn man etwas davon lernen sollte, dann ist es Mezze. Im Orient werden diese kleinen Köstlichkeiten jeden Tag zubereitet. Dann muss man nur wenige davon machen und eigentlich nur auffüllen, was leer gegessen ist. 

So hat jeder Haushalt immer eine große Auswahl von Köstlichkeiten bereit, falls unangekündigter Besuch kommt. Nichts wäre schlimmer, wenn ein Gast das Haus betritt und man kann keine große Auswahl anbieten. Das widerspricht den Regeln der Gastfreundschaft.

Nicht zu vergessen, dass die orientalischen Länder hohe Temperaturen und nicht überall die elektrischen Kühlmöglichkeiten haben. Mezze sind robust, halten mehrere Tage und schmecken auch bei hohen Temperaturen. Auch das gefüllt mir sehr gut.

Als ich meinen Blog vor über 14 Jahren gestartet habe, habe ich nicht geahnt wo die Reise hingeht. Aber, es war eine sehr schöne Reise und anlässlich meines Blogbeitrags Nummer 2.500 wollte ich das orientalische Menü von damals nachkochen. Alle Gerichte sind vegetarisch und fast alle vegan. Ersetzt werden müssten lediglich die Füllung (Käse und Ei) von den Käseröllchen und der Joghurt bei der Sauce des arabischen Blumenkohls.

Hier ist die Vorspeise.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 




























































































































































#Bismillah 2.0 - Sellerie-Oliven-Salat mit Granatapfel

Sellerie ist ein Gemüse, das nicht geliebt wird. Meist landet es als Geschmacksträger für Brühen im Topf. Das ist schade, denn man kann wirklich geschmackvolle Gerichte daraus machen. Ich möchte einfach mal an Selleriepüree und Waldorfsalat erinnern. Hier möchte ich ein Rezept aus der orientalischen Küche vorstellen, dass zu jeder Mezze-Auswahl gut passt und eine Variation ergibt.

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025



1 sehr kleiner Sellerie oder ein halber
Salz
Zucker
Olivenöl
3 EL schwarze Oliven
Granatapfelkerne
1/2 Zitrone
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Sellerie schälen und in feine Julienne-Streifen hobeln. In einen Topf geben und mit Zucker und Salz mindestens für 30 Minuten marinieren.

In der Zwischenzeit die Oliven entkernen und fein hacken. Die Granatapfelkerne auslösen. Es werden nicht alle gebraucht, den Rest anderweitig verwenden. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Olivenöl zum Sellerie geben und alles, mit geschlossenem Topfdeckel, bei kleiner Hitze bissfest dünsten. Dann auskühlen lassen und mit Zitronenschale, -saft, Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Soweit kann man den Salat 1 - 2 Tage vorher vorbereiten. Auch die gehackten Oliven und die ausgelösten Granatapfelkerne können vorbereitet werden.

Kurz vor dem Servieren, Oliven mit dem Sellerie mischen und nochmals abschmecken. Den Salat anrichten und mit den Granatapfelkernen bestreuen.




#Bismillah 2.0 - Käseröllchen

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025

Es ist wirklich ewig her, dass ich diese Röllchen gemacht habe und hatte schon vergessen, wie köstlich sie sind. Gerade die Kombi mit den drei Käsesorten, geräuchertem Paprika und Muskat ergibt so einen tollen Geschmack. Das Salz im Rezept habe ich nicht vergessen, es ist nicht nötig.

Mein Mann darf sie leider nicht essen und das ist auch der Grund, weshalb es solche Gerichte bei uns nicht mehr gibt. Diesmal habe ich für ihn eine Alternative gemacht und dazu einfach glutenfreie Baguettescheiben in der Pfanne geröstet, mit der Käsecreme bestrichen und im Ofen überbacken. Ich glaube ich mache die Röllchen und das Baguette jetzt doch immer wieder einmal.




200 gr. Yufka-Teig-Dreiecke
(üblicherweise gibt es in türkischen Supermärkten 360 gr.-Pakete - 
evtl. doppelte Käsemenge machen)
100 gr. Greyerzer Käse
100 gr. Feta
50 gr. Bergkäse
1 Ei
geräuchertes Paprikapulver
Muskatnuss
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Rapsöl zum Frittieren

Die drei Käsesorten sehr fein schneiden und in ein hohes Bechergefäß geben. Alles mit dem Ei vermischen und mit dem Pürierstab zu einer dicken Creme mixen.

Mit geräuchertem Paprikapulver, Muskatnuss und schwarzem Pfeffer pikant abschmecken.

Die Käsecreme kann einen Tag vorher zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Verarbeiten sollte man sie ein paar Stunden vorher herausnehmen, damit sie weicher wird.

Das Yufkadreieck an der breiten Seite mit ca. 1 EL der Käsecreme bestreichen. Dann die beiden Längsseiten links und rechts ca. 1,5 cm breit einschlagen und aufrollen. Das kleine Dreieck am Schluss mit kaltem Wasser einstreichen und fertig aufrollen. So verkleben die Rollen und er Käse kann beim Frittieren nicht auslaufen.

Die fertigen Röllchen sollten frisch frittiert werden. Alternativ kann man sie auch einfrieren und dann gefroren frittieren.

Ausreichend Rapsöl erhitzen (ich mache das gerne in einem Wok) und die Käseröllchen darin goldgelb frittieren. Dazu regelmäßig wenden, bzw. mit heißem Öl übergiessen.





#Bismillah 2.0 - Rote-Bete-Salat

Rote Bete ist für viele noch immer ein Angstgegner, dabei kann das Gemüse nun wirklich nichts dafür, wenn es schlecht zubereitet wurde. Bereits vor vielen Jahren habe ich mich damit angefreundet und inzwischen bereite ich sie sehr gerne zu.

Mittlerweile habe ich sogar eine große Rezeptsammlung zur Roten Bete veröffentlicht. Der aktuelle Stand umfasst 45 Rezepte und ein Grundrezept, wie man sie im Ofen gart und dann weiterverarbeiten kann. Wer das einmal so gemacht hat, wird sie nie wieder in Wasser garen. 

Link zur Rezeptsammlung #rotebeteglück

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025



3 mittelgroße Rote Bete Knollen
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 kleine Schalotten
ein kleines Stück Weißkraut - den Rest für einen Salat verwenden
5 Zweige Thymian
3 EL Himbeeressig
etwas Zitronensaft
Olivenöl

Den Backofen auf 200 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen.

Aus Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl ein cremige Paste rühren. Die Rote Bete damit einstreichen und jede Knolle auf ein Stück Alufolie legen, einwickeln und in eine Auflaufform legen. Alles für 90 Minuten im Ofen garen.

Die Rote Bete herausnehmen, aus der Alufolie wickeln und auskühlen lassen. Danach schälen und in Vierteln schneiden. Die Viertel dann in feine Scheiben schneiden.

Den Thymian von den Zweigen zupfen. Die Schalotten schälen und fein würfeln. Alles mit der Roten Bete mischen.

Aus Himbeeressig, Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl ein Dressing rühren und die Rote Bete damit anmachen. Der Salat sollte mindestens eine Stunde durchziehen und vor dem Anrichten nochmals abgeschmeckt werden.

Das Weißkraut fein hobeln.

Zum Anrichten die Rote Bete in eine Schüssel geben und mit dem Weißkraut bestreuen.

Der Rote-Bete-Salat und das Weißkraut können 1 - 2 Tage vorher vorbereitet und getrennt aufbewahrt werden.





#Bismillah 2.0 - arabischer Blumenkohl

Diese Vorspeise ist schnell gemacht und lässt sich wunderbar vorbereiten. Das Zerteilen des Blumenkopfs in kleine Röschen kann man 2 - 3 Tage vorher erledigen, genauso, wie man die Sauce vorbereiten kann.

Zum Servieren muss der Blumenkohl nur kurz frittiert werden. Dann kann man ihn schon mit der Sauce servieren. Die Sauce besteht so ziemlich aus den gleichen Zutaten, wie man Hummus macht. Falls man also einen Rest hat, kann man ihn gut mit gegarten Kichererbsen zu Hummus pürieren.

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025




Blumenkohl:
1 kleiner Kopf Blumenkohl
Salz
Zucker
Rapsöl zum Frittieren

Den Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen. Die Stiele kann man schälen und für ein anderes Gericht verwenden (Püree, Salat, Gemüse). Die Röschen mit Salz und Zucker marinieren und ziehen lassen. Vor dem Frittieren in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Reichlich Rapsöl in einem Wok erhitzen und die Röschen darin portionsweise goldgelb frittieren. Einen Teller mit Küchenkrepp auslegen und die Röschen abtropfen lassen, leicht salzen.


Sauce:
1 gr. EL Tahina
1 Zitrone
200 gr. Joghurt 10 %
Salz
2 Knoblauchzehen

Knoblauch schälen und klein schneiden. Dann mit Salz bestreuen und mit der breiten Seite des Messers zu einer feinen Paste verreiben. Die Schale der Zitronen fein abreiben und den Saft auspressen. Alle Zutaten gut verrühren und abschmecken.


Anrichten:
etwas Petersilie, fein geschnitten

Den Blumenkohl in eine Schüssel geben, mit der Sauce bedecken und mit Petersilie bestreuen.





#Bismillah 2.0 - Gewürz-Karotten

In Marokko werden Karotten sehr gerne mit dem Aroma von Orangenblüten kombiniert. Dafür gibt es Orangenblütenwasser, das man online bestellen oder ganz einach in einer Apotheke kaufen kann. Alternativ kann man auch mit Zitronensaft abschmecken.

Ungewöhnlich ist auch die Kombination von grüner Paprika und Karotten, so wie bei diesem Gemüse. Zusammen ergibt sich ein schöner würziger Geschmack. Außerdem kann man es gut 2 - 3 Tage vorher vorbereiten.

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025




3 Karotten
1/2 grüne Paprikaschote
Salz
Zucker
Olivenöl
2 kleine getrocknete Chili
1 Lorbeerblatt
3 Pimentkörner
2 ganze Kardamomkapseln
Orangenblütenwasser oder Zitronensaft

Die Karotten schälen und in feine Scheiben schneiden, mit Salz und Zucker in einem Topf marinieren und etwas stehen lassen. 

Die Paprikaschote in die Segmente teilen, entkernen und in dünne, kurze Streifen schneiden. Ebenfalls mit Salz und Zucker marinieren und ziehen lassen.

Olivenöl und die Gewürze zu den Karotten geben und bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel bissfest dünsten. Darauf achten, dass sich die Karotten nicht anlegen.

Die Paprikaschoten gegen Ende der Garzeit in den Topf geben und kurz mitdünsten lassen.

Das Gemüse etwas abkühlen lassen und mit Orangenblütenwasser (bzw. Zitronensaft), Salz und Zucker abschmecken.





#Bismillah 2.0 - gefüllte Mangoldblätter

Dieses Gericht ist in Kombination mit dem Salat aus Mangold-Stielen zu sehen. So wird der Mangold optimal verwertet. Als ich es früher kochte, gab es nicht diese hübschen bunten Mangoldstiele. Es wurde nur der Mangold mit den breiten weißen Stielen angeboten. Deshalb habe ich sehr gerne wieder ausprobiert und das Ergebnis ist optisch auch attraktiver.

Im Originalrezept werden die Blätter mit Reis gefüllt. Ich hatte noch eine größere Portion gekochte Hirse übrig und habe mich entschlossen, diese zu verwenden. Beides ist möglich und schmeckt auch sehr gut.

Noch ein kleiner Tipp:
der Sud, in dem die Mangoldblätter gekocht werden ist sehr schmackhaft. Den gab es noch als kleine Suppe dazu.

Zum ersten Mal habe ich dieses Gericht vor 14 Jahren präsentiert, als ich meinen Blog mit einem orientalischen Menü eröffnet habe. Zum Jubiläum von 2.500 Blogbeiträgen wollte ich das Menü nochmals zeigen und es aktualisieren.

Bismillah vom 12. Februar 2011 und Mezze vom 12. Februar 2011

Bismillah 2.0 vom 12. Juni 2025 und Mezze vom 13. Juni 2025





ca. 20 Mangoldblätter
1 Frühlingszwiebel
1 kleiner Bund Petersilie
5 Stiele grüne Minze
3 Zitronen
150 gr. Basmatireis oder Hirse
50 gr. gegarte, abgetropfte Kichererbsen
50 ml Olivenöl
Salz
Prise Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Blätter von dem Stielen trennen, dabei auch v-förmig in das Blatt schneiden, um den breiten Teil der Stiele noch zu entfernen. Die Stiele für das Rezept Salat aus Mangold-Stielen verwenden.

Die Blätter in Salzwasser zwei bis drei Minuten blanchieren und dann in kaltem Wasser abschrecken. Abgießen und etwas abtropfen lassen. Auf der Arbeitsfläche ausbreiten und trocknen lassen.

Die Frühlingszwiebel schräg in feine Ringe schneiden. Die Blätter der Petersilie und der Minze abzupfen und in feine Streifen schneiden. Etwas von den Kräutern für die Deko zur Seite stellen. Die Schale der Zitronen fein abreiben und den Saft auspressen.

Basmatireis bzw. Hirse garen und abkühlen lassen. Kichererbsen, Frühlingszwiebel, Kräuter, Zitronenschale, jeweils die Hälfte von Zitronensaft und Olivenöl in einer Schüssel mischen. Alles mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Bei den Mangoldblättern die restliche Feuchtigkeit mit Küchenkrepp abtupfen. Auf jedes Blatt etwa einen TL der Füllung geben. Die Seiten links und rechts ausklappen und dann die Blätter zu einem Päckchen rollen. Dicht an dicht in einen Topf geben und mit einem Teller abdecken. Eine kleine Schüssel mit Wasser füllen und auf den Teller stellen, damit er beschwert wird.

Das restliche Öl mit dem restlichen Zitronensaft und mit Wasser mischen und vorsichtig, am Rand des Tellers, in den Topf geben. Mit Wasser auffüllen, bis es 5 cm über dem Teller steht. Den Topf mit einem Deckel abdecken und die Flüssigkeit zum Kochen bringen. Danach bei kleiner Hitze etwa 60 Minuten garen.

Die gefüllten Mangoldblätter können 2 bis 3 Tage vorher zubereitet werden. Die Garflüssigkeit kann als Suppe verwendet werden.

Zum Servieren, die Mangoldblätter in eine Schüssel oder auf einen Teller geben und mit den restlichen Kräutern garnieren.