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Mittwoch, 25. März 2026

Türkei vegetarisch: Cremige Blumenkohlsuppe mit geröstetem Halloumi und Kräuterpesto

Das größte Problem bei Blumenkohlgerichten ist, dass man sie nicht in kleinen Mengen kochen kann, da der Blumenkohl einfach die Portionsgröße vorgibt. Bei dieser Suppe aus dem Kochbuch "Türkei vegetarisch" macht das aber nichts, da sie so gut schmeckt, dass man sich freut, wenn ein Rest übrig bleibt.

Eine tolle Ergänzung sind das Pesto und die Halloumiwürfel, die auch ein paar Tage halten. So hat man schnell ein wunderbares Gericht auf dem Tisch.

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.



für 6 Personen als Hauptgericht

1 Blumenkohl
Olivenöl
1 frische Knoblauchknolle
4 Schalotten
1/2 TL Baharat
1 TL Cumin gemahlen
Muskat
1/2 Zitrone
1,4 Liter Gemüsebrühe
1 EL Butter
200 gr. Halloumi
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Zucker

Pesto:
6 Stängel Koriander
6 Stängel Petersilie
50 gr. grüne Oliven, entsteint
Knoblauch aus dem oberen Drittel der Knoblauchknolle
2 - 3 EL Zitronensaft
2 - 3 EL Olivenöl
etwas Salz

Anrichten:
Würfel aus dem Stiel des Blumenkohls
etwas Butter
Salz
geröstete Halloumiwürfel
Kräuterpesto

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.

Den Blumenkohl putzen und in Röschen teilen. Den Strunk schälen und in feine Würfel schneiden. Die Röschen auf ein Backblech legen, mit 2 - 3 EL Olivenöl beträufeln und Salz und Pfeffer bestreuen. Die Würfel vom Stiel in einen kleinen Kochtopf geben und mit etwas Salz und Zucker marinieren.

Das obere Drittel der Knoblauchknolle abschneiden und mit der Schnittseite nach unten auf das Blech legen.

Das Blech in den Ofen geben und etwa 25 Minuten goldbraun und weich rösten, gelegentlich wenden.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Schalotten schälen und fein würfeln. In einem großen Topf 2 - 3 EL Olivenöl erhitzen und die Schalottenwürfel bei niedriger Hitze einige Minuten dünsten. 

Die gerösteten Knoblauchzehen aus der Schale der Knolle drücken und zusammen mit den Gewürzen in den Topf geben und gut durchrühren.

Den gerösteten Blumenkohl dazugeben, kurz anschwitzen und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Alles ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Zwischenzeitlich etwas Butter zu den Würfeln vom Blumenkohlstiel geben und, mit geschlossenem Topfdeckel, bei kleiner Hitze dünsten.

Die Butter einrühren und die Suppe mit dem Zauberstab fein pürieren. Zitronenabrieb und Zitronensaft einrühren und abschmecken.

Den Halloumi in kleine Würfel schneiden. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Käsewürfel, bei kleiner Hitze, knapp 5 Minuten knusprig und goldbraun braten.

Für das Pesto die Kräuter klein schneiden, die Oliven und den Knoblauch fein würfeln. Alles mit Olivenöl zu einer groben Paste pürieren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in tiefe Teller geben und mit Halloumi, Pesto und den Blumenkohlwürfeln garnieren. 


Eine Inspiration aus:















Link zum Buch



Dienstag, 17. März 2026

Türkei vegetarisch: Geröstete Aubergine mit grünem Kräuteröl

Die Aubergine ist eine Diva. Sie schmeckt phantastisch, wenn man sie richtig behandelt. Sobald sie falsch zubereitet wird, sieht sie schrecklich aus und schmeckt genauso. Deshalb sollte man immer Gerichte aus Länderküchen probieren, wo sie heimisch ist, wie in der türkischen Küche.

Also war es klar, dass ich für meine Rezension von dem neuen Kochbuch "Türkei vegetarisch" diese geröstete Aubergine ausprobieren werde. Und dieses Gericht hat uns sehr begeistert. Es lässt sich auch mit überschaubarem Aufwand zubereiten. Man könnte die einzelnen Komponenten, wie Aubergine, Joghurt, Kräuteröl und Garnitur sogar ein bis zwei Tage im voraus kochen. Zum Servieren sollte die Aubergine unbedingt Zimmertemperatur haben.

Gut gefallen hat mir auch das grüne Kräuteröl in einer haushaltsüblichen Menge. Natürlich lässt sich das perfekt im Thermomix machen, aber so kleine Mengen sind damit nicht möglich. So ist das eine sehr gute Alternative.

Weitere schöne Auberginenrezepte habe ich in meiner Rezeptsammlung #lilafreude veröffentlicht. 

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.



für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

1 längliche, schmale Aubergine mit ca. 250 gr.

Tahini-Joghurt:
1 Knoblauchzehe
125 gr. Sahnejoghurt
Prise Salz
1 EL Tahini
Zitronenabrieb
1 EL Zitronensaft

Kräuteröl:
5 EL Olivenöl
3 Stängel Petersilie
2 Stängel Minze
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Anrichten:
Granatapfelkerne
2 EL geröstete Pinienkerne
1 kleine Chili
Petersilienblätter
Minzeblätter

Den Backofen auf 220 Grad Umluft vorheizen.

Den Knoblauch schälen, grob hacken und salzen. Mit der breiten Schneide des Messers zu einer Paste verreiben. Die Knoblauchpaste mit Joghurt, Tahini, Zitronenschale und Zitronensaft gut verrühren und kalt stellen.

Die Aubergine mit einem scharfen Messer einige Male einstechen. Beim Backofen die Grillfunktion zuschalten und die Aubergine auf der obersten Schiene für ca. 25 Minuten rösten. Sie sollte außen schwarz und innen weich sein.

Danach herausnehmen und in einen kleinen Topf mit Deckel geben, damit sie schwitzt. So lässt sich die Schale besser entfernen. Die Schale vorsichtig abziehen. Den Stiel, aus optischen Gründen, dranlassen und die Aubergine etwas flachdrücken und einschneiden, damit sie sich gut auffächern lässt.

Für das Kräuteröl die Kräuterblätter abzupfen, in Streifen schneiden und in ein hohes Becherglas geben. Den Knoblauch schälen und fein würfeln und mit dem Zitronensaft zu den Kräutern geben. Das Olivenöl auf 65 Grad erhitzen und die Kräuter übergießen. Sofort mit dem Stabmixer pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen.

Granatapfelkerne auslösen, Pinienkerne in einer trockenen Pfanne rösten, die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Ein paar kleine Petersilienblätter und Minzblätter vorbereiten.

Den Tahini-Joghurt auf einen Teller streichen und die Aubergine auf dem Joghurt platzieren. Mit dem Kräuteröl beträufeln und mit Granatapfelkernen, Pinienkernen, Chili und Kräuterblättern garnieren.

Eine Inspiration aus:















Link zum Buch






Montag, 9. März 2026

Türkei vegetarisch: Karotten-Quitten-Salat

Sobald ich ein neues Rezept mit Quitte entdecke, reizt es mich, es auszuprobieren. Unser Quittenbaum war heuer sehr fleißig und hat mehr produziert, als ich verarbeiten konnte. So hatte ich noch ein paar Rest-Quitten kühl gelagert und übrig. Da war eine sehr kleine dabei, die perfekt gepasst hat.

Die Idee aus dem neuen Kochbuch "Türkei vegetarisch", die Quitte mit Karotten zu kombinieren, ist sehr gut. Sie bringt eine schöne Frische in den Salat. Für die schöne Optik sorgen die drei Karotten in unterschiedlicher Farbe. Wenn man sie nicht bekommt, schmeckt er mit den normalen Karotten auch sehr gut. Beim nächsten Mal würde ich ihn mit einem gebratenen Halloumi kombinieren.

Wer den Salat vorbereiten möchte, sollte die Petersilie erst kurz vor dem Servieren untermischen.

Diesen Salat habe ich gerne in meine Rezeptsammlung #quittengold aufgenommen. (Link zur Sammlung)

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 - 6 Personen als Teil einer Meze-Auswahl

3 bunte Karotten ca. 400 gr.
1/2 Quitte ca. 250 gr.
4 Stiele Petersilie
Zitronensaft

Dressing:
3 - 4 EL Zitronensaft
5 - 6 EL Olivenöl
1 TL Honig
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Anrichten:
einige geröstete Walnusskerne
einige Petersilienblätter
1 Handvoll Granatapfelkerne

Die Karotten schälen und raspeln. Die Blätter der Petersilie in feine Streifen schneiden. Beides vermischen.

Alle Zutaten für das Dressing verrühren und den Salat damit marinieren.

Die Quitte schälen, entkernen und ebenso raspeln. Die Quitten werden erst zum Schluss in den marinieren Salat gegeben, damit der Zitronensaft das Verfärben verhindert.

Die Walnusskerne in einer trockenen Pfanne rösten und grob hacken. Die Granatapfelkerne ausbrechen. Die Petersilienblätter in Streifen schneiden. Den Salat mit Walnüssen, Petersilie und Granatapfelkernen garnieren.




In Kombination mit Kohlrabi-Cacik und Kichererbsensalat mit Zitronen-Joghurt-Dressing als Meze-Auswahl.


Eine Inspiration aus:















Link zum Buch







Sonntag, 1. März 2026

Türkei vegetarisch: Kichererbsensalat mit Zitronen-Joghurt-Dressing

Dieser Salat sprang mir sofort ins Auge, auf der Suche nach Rezepten, die ich für meine Rezension von dem neuen Buch "Türkei vegetarisch" ausprobieren wollte. Seit dem Hummus-Boom kommt die Kichererbse fast nur noch püriert auf den Tisch. Dabei macht sie sich, in Kombination mit Tomaten, Gurke und Staudensellerie, sehr gut als Salat. Dazu ein frisches Dressing aus Zitronensaft und Joghurt. Der Salat ist schnell gemacht und lässt sich sehr gut vorbereiten. Ein ideales Gericht für heiße Tage im Sommer, da er erfrischend ist und man den Ofen nicht einschalten muss, wenn man vorgegarte Kichererbsen verwendet.

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 - 6 Personen als Teil einer Meze-Auswahl

100 gr. Cocktailtomaten - 1 Strang
1 Minigurke
2 Stangen Staudensellerie
1 kleine rote Zwiebel
3 Stängel Minze
2 Stängel Petersilie
200 gr. gegarte Kichererbsen

Dressing:
30 gr. Sahnejoghurt
1/2 Zitrone
1 TL Sumach
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Anrichten:
Prise Sumach
ein paar Minzeblätter

Die Cocktailtomaten vierteln, die Gurke ungeschält in kleine Würfel schneiden, beim Staudensellerie die Fäden ziehen und dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und der Länge nach in feine Streifen schneiden. Blätter von Petersilie und Minze in feine Streifen schneiden. Alles mit den Kichererbsen in eine Schüssel geben und gut vermengen.

Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Beides mit dem Joghurt verrühren und mit Salz, Sumach und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing über den Salat geben und vermengen. Mit Sumach und Minzblättern garnieren.



In Kombination mit Kohlrabi-Cacik und Karotten-Quitten-Salat als Meze-Auswahl.


Eine Inspiration aus:















Link zum Buch







Mittwoch, 25. Februar 2026

Türkei vegetarisch: Kohlrabi-Cacik

Von der Idee Kohlrabi für ein Tzatziki, oder Cacik, wie es auf türkisch richtig heißt, zu verwenden war ich sofort begeistert. Ich esse sehr gerne Kohlrabi und besonders die zarten, kleinen haben es mir angetan. Genau die sind für dieses Gericht am besten. Dieses Cacik aus dem Kochbuch "Türkei vegetarisch"  hat es mir sehr angetan und das wird es künftig öfters geben. 

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.


für 4 Personen als Beilage oder 6 - 8 Personen als Teil einer Meze-Auswahl

2 kleine Kohlrabi mit je ca. 150 gr.
1 Minigurke
1 Knoblauchzehe
5 Stängel Dill
1 Zitrone
300 gr. Sahnejoghurt
etwas Salz
4 EL Olivenöl

Anrichten:
junge Kohlrabiblätter
etwas Dill
etwas Pfeffer
etwas Pul Biber
etwas Olivenöl

Den Kohlrabi schälen und in feine Würfel schneiden. Die jungen zarten Blätter in feine Streifen schneiden und für die Deko aufbewahren. Die Gurke ungeschält ebenfalls fein würfeln. 

Den Knoblauch schälen und grob würfeln. Mit Salz bestreuen und mit der breiten Seite der Messerklinge zu einem Püree reiben. Und mit Joghurt, Salz und Olivenöl in einer kleinen Schüssel verrühren.

Den Dill klein schneiden. Die Schale der Zitrone fein abreiben. Beides mit Kohlrabi und Gurke vermischen. Anschließend mit dem Joghurt verrühren.

Alles in eine Schüssel geben und mit Joghurt, Salz und Olivenöl verrühren. Den Cacik in eine Schüssel geben oder auf einem großen Teller verteilen.

Bei den zarten, kleinen Kohlrabiblättern den Stiel entfernen und in feine Streifen schneiden. Besonders kleine Blätter im Ganzen verwenden. Den Dill von den Stielen zupfen.

Mit Dill, Kohlrabiblättern, Pfeffer und Pul Biber garnieren. Zum Schluss noch mit Olivenöl beträufeln.

Gut gekühlt hält der Cacik etwas 3 Tage.



In Kombination mit Kichererbsensalat mit Zitronen-Joghurt-Dressing und Karotten-Quitten-Salat als Meze-Auswahl.


Eine Inspiration aus:















Link zum Buch







Freitag, 20. Februar 2026

Rezension: Türkei vegetarisch von Orhan und Orkide Tancgil

Leider habe ich Orhan und Orkide Tancgil nie persönlich kennengelernt, aber virtuell kenne ich beide seit einer gefühlten Ewigkeit. Bereits 2014 habe ich ein Kochbuch der beiden rezensiert und ihren Weg immer verfolgt. Dann erschien im Brandstätter Verlag, in Zusammenarbeit mit Katharina Seiser, "Türkei vegetarisch" und das wurde schnell zu einem Standardwerk für diese Art der Küche. Aktuell erscheint nun das neue Kochbuch "Türkei vegetarisch" der beiden. 


Weitere Rezensionen zu diesem Buch sind bei Susanne im Blog Magentratzerl und Denise im Blog LeseLust & Löffel zu finden.

Vor rund 20 Jahren startete das Ehepaar Orhan und Orkide Tancgil einen Foodblog mit türkischen Rezepten. Parallel bauten sie ein Feinkostgeschäft mit Onlineshop und Kochstudio auf. Sie drehten Koch-Videos, schrieben Kochbücher, traten in Fernsehsendungen auf, gaben Kochkurse und etablierten ihre kulinarische Welt "KochDichTürkisch", mit der sie die türkische Küche alltagstauglich machen wollen.

Diese Leidenschaft, die türkische Küche, den deutschen Haushalten zugänglich zu machen, spürt man auch in ihrem neuen Buch. Es ist ein sehr schöner und persönlicher Blick auf die vegetarische türkische Küche geworden. Sie nehmen uns mit in die kulinarische Welt ihrer Heimat und erzählen ihre Geschichte. Das beginnt beim Vorwort und geht weiter bei den Rezepten, die Hinweise zur Geschichte des Gerichts und Tipps zu Haltbarkeit, Ersatz von Zutaten oder Veränderung der Mengen enthalten.

Die Rezeptkapitel sind diesmal nicht nach Saison, sondern nach den klassischen türkischen Speisekatagorien eingeteilt:
- Suppen & Eintöpfe
- Meze, Aufstriche & Cremes
- Frische Salate & Beilagen
- Gerichte in Olivenöl & Gefülltes
- Gemüse als Hauptgericht
- Pilaw, Börek & Co.
- Süsses

Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Rezeptfoto. Die Rezepte sind gut strukturiert mit allen Zutaten in einer Spalte am Rand und dem Rezepttext daneben. Zusätzlich zu der Angabe für wie viele Personen die Menge reicht, gibt es auch noch Piktogramme, die z. B. hinweisen, ob das Rezept auch vegan ist, ob man es vorbereiten kann, ob man es mit wenig Geschirr kochen kann oder besonders schnell zubereitet werden kann. Eine schöne Ergänzung ist ein QR-Code, mit dem man auf spotify die passende türkische Musik hören kann. Manche Rezepte haben einen eigenen QR-Code und führen zu Videos oder weiteren Erläuterungen auf der Homepage der Autoren. 

Ich bin mit einigen, sehr klassischen, Gerichten aus der türkischen Küche vertraut und deshalb wollte ich neue Rezepte ausprobieren. Angesprochen haben mich sehr viele Rezepte und meine Auswahl fiel auf ein Cacik mit Kohlrabi, das uns ganz besonders begeistert hat. Dazu gab es noch Kichererbsensalat und Karotten-Quitten-Salat. So hatten wir ganz schnell und unkompliziert eine kleine Mezze-Auswahl mit Gerichten, die uns sehr gut gefallen haben. Auberginengerichte sind aus der türkischen Küche nicht wegzudenken, diese Variante war gut vorzubereiten und sehr schmackhaft. Die Blumenkohlsuppe mit dem Halloumi war ebenfalls ein echtes Highlight. Alle Rezepte waren sehr gut erklärt und die Arbeit ging mir leicht von der Hand.


Kohlrabi-Cacik

Kichererbsensalat mit Zitronen-Joghurt-Dressing











Cremige Blumenkohlsuppe mit geröstetem Halloumi und Kräuterpesto






















Ergänzt werden die Rezepte mit einigen Menüvorschlägen zu Themenmenüs, einem Glossar, in dem die türkischen Lebensmittel erklärt werden und zwei Rezeptregistern. Eines listet die Rezepte alphabetisch auf und das zweite ordnet die Rezepte nach Kategorien.

Fazit:
Das neue Kochbuch "Türkei vegetarisch" von Orhan und Orkide Tancgil ist ein sehr schönes und alltagstaugliches Buch zur vegetarischen, türkischen Küche. Es macht Lust, die Rezepte auszuprobieren. Die Zutaten sind im Supermarkt gut erhältlich nur für wenig Produkte braucht man einen türkischen Supermarkt, von denen es aber genug gibt. Auch weniger erfahrene Hobbyköche können die gut erklärten Rezepte umsetzen.
Wer bereits andere Bücher von den beiden hat, wird einige Rezepte im aktuellen Kochbuch wieder finden. Aus Bayram wurden zehn Rezepte übernommen. Bei den Klassikern, die unverzichtbar für dieses Thema sind, gibt es Varianten auch in anderen Büchern.

Dienstag, 6. Januar 2026

#lunchtapas - Ricotta-Auflauf 2.0

Seit über 20 Jahren mache ich gerne den Ricotta-Auflauf aus dem Kochbuch "River Cafe Easy". Dann habe ich ein Rezept für Gebackenen Ricotta in einem Slowfood-Heft entdeckt. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte es gerne ausprobieren. Leider war das Ergebnis sehr enttäuschend es hat uns weder optisch gefallen, noch geschmeckt. 

Ein paar Kleinigkeiten fand ich gut und habe beschlossen, die in mein bewährtes Rezept einzuarbeiten. Und wenn ich schon mal ändere, dann kann ich auch die Menge für 2 Personen reduzieren. Und das hat alles zusammen sehr gut harmoniert. Hier kommt also der Ricotta-Auflauf 2.0. Ich nehme eine mittelgroße Auflaufform und eine kleine. So kann ich den kleinen Rest am nächsten Tag perfekt servieren, da der Ricotta-Auflauf warm und kalt schmeckt.

Weitere schöne Rezepte mit Tomaten sind hier zu finden.



für 2 Personen

250 gr. Ricotta
1 - 2 EL weiche Butter
2 - 3 EL geriebenen Parmesan
1 Knoblauchzehe
1 große Rispe Cocktailtomaten
Olivenöl
3 Eier
100 gr. Crème fraiche
einige Zweige Thymian
1 kleiner Zweig Rosmarin
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Tomaten von der Rispe pflücken und rundum mit einem Schaschlickstab einstechen. Die Knoblauchzehe schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Thymianblätter und die Rosmarinnadeln abstreifen.

In eine kleine ofenfeste Form 2 EL Olivenöl geben. Die Knoblauchwürfelchen, die Hälfte der Thymianblätter und die Rosmarinnadeln hineingeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomaten einlegen und alles gut vermengen, damit die Tomaten rundum mit dem Öl überzogen sind. Alles für 15 Minuten in den Backofen geben.

In der Zwischenzeit die Auflaufform mit Butter auspinseln. Den Parmesan reiben und die Auflaufform damit ausstreuen. Den Rand nicht aussparen.

Den Ricotta mit den Eiern mit einem Handrührgerät auf kleinster Stufe verquirlen. Die zweite Hälfte der Thymianblätter und die Crème fraiche einrühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse in die Auflaufform geben. Die Form sollte maximal zu 2/3 gefüllt sein, da die Masse aufgeht und nicht überlaufen sollte.

Die gegarten Tomaten auf der Creme verteilen und das aromatisierte Olivenöl mit einem Löffel darüber geben. Die Auflaufform für 20 Minuten in den Backofen geben. Der Auflauf ist fertig, wenn er gestockt ist. Er schmeckt warm und kalt. Ein Salat passt gut dazu.


Eine Inspiration aus:









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Sonntag, 14. Dezember 2025

Spicy Tofu & Wakame

Ehrlich gesagt, bin ich kein großer Fan von Tofu. Aber, ich gebe ihm gerne eine Chance köstlich zu werden und das habe ich bei diesem Rezept aus dem Kochbuch von The Duc Ngo sofort vermutet, als ich das Rezept für die Sauce gelesen habe.

Und so war es dann auch. Der Tofu bekommt durch das Frittieren eine schöne Textur. Den Geschmack bringen die Butter-Soja-Sake-Sauce und die Toppings. Damit wird das ein tolles Gericht. Die Zubereitung ist gar nicht so schwierig und vermutlich gelingt die Sauce auch ohne Xanthan. Ich hatte das noch im Vorrat und habe es benutzt. Wenn man die Sauce fertig hat, die auch ein paar Tage vorher vorbereitet werden kann, steht es schnell auf dem Tisch.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.




für 2 Personen:

Butter-Soja-Sake-Sauce:
100 ml Sake
15 ml Mirin
1/2 TL getrocknete Steinpilze
1 sehr kleine Knoblauchzehe
1 kleiner Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
30 ml Sojasauce
15 ml Gemüsebrühe
115 gr. Butter, kalt aus dem Kühlschrank
1 Prise Xanthan
1 EL Wakame, küchenfertig
1 Thai-Chili

Sake und Mirin mit den Steinpilzen in einen Topf geben. Die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln, die Nadeln des Rosmarins abstreifen, beides mit den Thymianzweigen und dem Lorbeerblatt in den Topf geben und zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze 2 Minuten köcheln lassen.

Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb abseihen, Kräuter, Pilze und Knoblauch entfernen und die Flüssigkeit zurück in einen Topf geben. Sojasauce und Gemüsebrühe dazugeben und erneut aufkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und grob würfeln. Eine Prise Xanthan zur Flüssigkeit geben und mit dem Stabmixer einarbeiten. Dann die Butterwürfel dazugeben und mit dem Stabmixer die Sauce montieren und erneut aufkochen lassen.

Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden. Wakame und Chili zur Sauce geben und ggf. mit Salz abschmecken.


Tofu:
1 Liter Rapsöl
400 gr. Tofu
4 EL Maisstärke

Den Tofu mit Küchenkrepp trocken tupfen und in 10 bis 12 gleichgroße Würfel schneiden. Die Maisstärke auf einen Teller geben und den Tofu von allen Seiten darin wälzen.

Einen Teller mit Küchenkrepp auslegen.

Das Öl in einem Wok auf 180 Grad erhitzen und den Tofu portionsweise darin goldgelb frittieren. Herausheben und auf dem Küchenkrepp abtropfen lassen.


Anrichten:
Sauce
etwas Enoki-Pilze
etwas Salicornes
1/4 Bund Schnittlauch
1 EL weißer Sesam
1/4 Zitrone

Die Sauce erwärmen.
Die Köpfe der Enoki-Pilze abschneiden.
Salicornes in Stücke zupfen.
Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.
Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten.

Die Tofuwürfel kreisförmig auf den Teller leben und die Sauce darüber verteilen. Die Enokipilze in die Mitte geben, alles mit den Salicornes garnieren und Schnittlauch und Sesam bestreuen. Die Zitrone über den Tellern auspressen und sofort servieren.

Eine Inspiration aus:

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Dienstag, 2. Dezember 2025

#lilafreude: Nasu Goma-Ae - Frittierte Aubergine mit Sesamsauce

Der Aubergine wird nachgesagt, dass man sie nicht so zubereiten kann, dass sie gut schmeckt. Dabei ist sie überraschend vielseitig und hat ihren Platz in unterschiedlichen Länderküchen gefunden. Man schätzt sie in Italien, in orientalischen Ländern und auch in Asien. 

Wenn ich eine Zubereitungsart entdecke, die ich noch nicht kannte, dann probiere ich das gerne aus. So wie die geschälte und frittierte Aubergine im aktuellen Kochbuch von The Duc Ngo. Das Kochen geht erstaunlich schnell und das Ergebnis schmeckt ungewöhnlich, aber sehr gut.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.



für 2 Personen:

Aubergine:
1 Aubergine
5 grüne Stiele der Frühlingszwiebel
1 EL Sesam weiß
1 Liter Rapsöl

Die Aubergine schälen und längs achteln. Die Achtel quer halbieren. 
Die grünen Teile der Frühlingszwiebel schräg in sehr feine Streifen schneiden.
Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten.

Das Rapsöl in einem Wok auf 180 Grad erhitzen. Einen Teller mit Küchenpapier auslegen. Die Auberginenstücke im heißen Öl goldgelb frittieren. Dabei öfters wenden. Herausheben, auf dem Küchenkrepp abtropfen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 


Sauce:
2 EL Tahinpaste
1/2 EL Sesam weiß
1 gehäufter EL Zucker
1 Prise Salz
1/2 EL Sojasauce
1 EL Reisessig
2 EL Rapsöl
1 EL Sesamöl geröstet

Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten und mit allen anderen Zutaten vermischen. Mit einem Schneebesen zu einer cremigen Sauce rühren und mit Salz abschmecken.


Anrichten:
Die frittierten Auberginenstücke auf Teller geben und mit der Sauce übergießen. Mit Frühlingszwiebeln und Sesam dekorieren.


Eine Inspiration aus:




















Samstag, 22. November 2025

#lilafreude - Geröstete Auberginen mit Sardellen und Oregano

Leider gilt für Aubergine grundsätzlich, egal wie gut es schmeckt, sie sieht nicht hübsch aus. Ich habe versucht das mit einer hübschen Schale auszugleichen.....

Dafür hat dieses Rezept einen weiteren Vorteil, es geht einfach und schnell. Unsere Auberginenernte ist heuer leider nicht so erfolgreich, wie die Jahre davor. Das ist einfach diesem verregneten Sommer geschuldet. Endlich waren einmal drei von den violetten und eine von den weißen Mini-Auberginen gleichzeitig reif und ich wollte sie schnell gemeinsam verarbeiten.

Fündig geworden bin ich in dem Kochbuch Simple von Yotam Ottolenghi und habe es entsprechend meinen Anforderungen "umgemodelt". Es hat uns ausgezeichnet geschmeckt.


für 2 Personen als Beilage


4 Mini-Auberginen
Salz
Olivenöl
2 Sardellenfilets
1 Schuss Weißweinessig
1 sehr kleine Knoblauchzehe
1 TL getrockneter Oregano
1/2 Bund Petersilie
schwarzer Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Eine passende Auflaufform mit Backpapier bedecken.

Stiel der Auberginen abschneiden und dann vierteln. In einer Schüssel mit 1/2 TL Salz vermengen. Die Auberginen auf das Backpapier legen und rundum mit Olivenöl einpinseln. Die Auflaufform für 35 Minuten in den Backofen geben. Die Auberginen sollen solange geröstet werden, bis die Auberginen dunkelbraun und gegart sind.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe sehr fein würfeln und in eine kleine Schüssel geben. Die Sardellen auf einem Brett mit einer Gabel zerdrücken und zum Knoblauch geben. Den Oregano mit den Fingern zerbröseln und die harten Stiele aussortieren. Alles mit Essig, Oregano und Olivenöl zu einer cremigen Sauce rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Ein paar Blätter für die Deko zurücklegen.

Die Auberginen aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen. Dann in einer Schüssel mit der Sauce und der Petersilie vermengen. Dazu sollten sie noch warm sein. Zum Servieren auf einen Teller oder in eine Schale geben und mit Petersilienblätter dekorieren.

Dazu schmeckt Brot, Huhn, Fisch oder einfach etwas Reis.


Eine Inspiration aus:

Freitag, 14. November 2025

Schafsmilch-Labneh mit gebratenem Koriandergrün, Knoblauch, Sumach und Mandeln

Irgendwie erkenne ich mich gerade selbst nicht wieder. Joghurt ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich mag die strenge Milchsäure nicht. Aber, ich habe Labneh für mich entdeckt. Seien wir mal ehrlich, der ist blitzschnell gemacht. Einfach Joghurt mit etwas Salz mischen und über Nacht abhängen lassen. Am nächsten Tag hat man eine wunderbar cremige Masse, die man vielfältig kombinieren kann. 

Weitere Beispiele:
Labneh de Luxe
Zucchinisalat auf Labneh

Diese Variante habe ich ausprobiert, weil ich mir gebratenen Koriander nicht vorstellen konnte und er hat mir gut gefallen. Auch die Kombination mit den Mandeln finde ich wirklich toll.



für 2 Personen oder 4 - 6 Personen als Mezze-Auswahl


300 gr. Schafsjoghurt mit 10 % Fett
Prise Salz

Den Joghurt mit Salz verrühren und über einem feinen Sieb oder Küchentuch abhängen. Über Nacht abtropfen lassen.


Schafsmilch-Labneh
1 Bund Koriander
2 Knoblauchzehen
40 gr. Mandelstifte
Olivenöl
Sumach
Meersalzflocken

Die Korianderblätter (mit den zarten Stielen) abzupfen und grob schneiden. Die Knoblauchzehen in Scheiben schneiden.

Das Olivenöl erhitzen und die Mandelstifte darin goldgelb braten. Herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen, leicht salzen.

Im restlichen Öl zuerst die Knoblauchscheiben goldgelb braten. Dann den Koriander dazugeben und "zusammenfallen lassen" (wie man es mit Spinat macht). Kurz braten und alles leicht salzen.

Den Labneh mit einem Löffel auf einem Teller verteilen und mit den Mandeln bestreuen. Knoblauch und Koriander darauf geben und mit Sumach und Meersalzflocken bestreuen. Sofort servieren.

Dazu schmeckt Fladenbrot oder Weißbrot jeder Art.


Eine Inspiration aus:









 









Donnerstag, 6. November 2025

#kürbiszeit - Kürbis-Frittata

Gegen Ende der Gartensaison, also zwischen Spätsommer und Herbstanfang, freue ich mich über Rezepte, die zur Rest-Ernte passen. Und genau das habe ich bei essen & trinken entdeckt. Da konnte einer der letzten Kürbisse, die vielen kleinen Kartoffeln, Petersilie und Rucola auf einmal verwendet werden. Perfekt!

Bereits beim Zubereiten hat mir die strukturierte Abfolge des Rezepts gefallen. Es lässt sich ziemlich schnell zubereiten, man könnte einiges sogar vorbereiten und das Ergebnis ist sehr schmackhaft.

Solche Rezepte suchen auch Adele und Lukas vom Blog Yummy Lavender. Sie wünschen sich für ihr Blog-Event bei Zorra Kochtopf Gerichte, die zum Thema Herbstgenüsse passen.

Weil es so gut zu meiner Rezeptsammlung #kürbiszeit passt, ist es jetzt auch dort zu finden.


für 2 bis 3 Personen als Hauptgericht (je nach Hunger)

250 gr. Kartoffeln, festkochend
200 gr. Kürbis
2 Schalotten
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 Eier (Gr. M)
50 ml Schlagsahne
Muskatnuss
60 gr. kräftiger Bergkäse
1 EL Butter
1 kleiner Bund Petersilie

dazu passt sehr gut ein Salat, wie
Rucola oder Feldsalat oder auch ein Tomatensalat

Die Kartoffeln schälen und in 5 mm breite Scheiben schneiden. Den Kürbis ebenfalls schälen und die Kerne mit einem Löffel herausschaben. Dann ebenfalls in 5 mm breite Scheiben schneiden. Die Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden.

Olivenöl in einer sehr großen beschichteten Pfanne erhitzen und die Schalotten darin anschwitzen. Die Hitze reduzieren und Kartoffel- und Kürbisscheiben dazugeben und mit etwas Olivenöl beträufeln. Alles gut durchrühren und für rund 15 Minuten weich garen. Immer wieder umrühren. Das Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

In der Zwischenzeit die drei Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Bergkäse reiben.

In einer ofenfesten Pfanne einen EL Butter schmelzen lassen und das gegarte Gemüse hineingeben und gleichmäßig verteilen. Die Eier-Sahne-Mischung darübergeben und bei kleiner Hitze etwas stocken lassen. Den Bergkäse darauf gleichmäßig verteilen und die Pfanne auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen geben. Die Backzeit ist 15 Minuten. Zum Ende noch kurz den Oberflächengrill einschalten, damit der Käse schön goldgelb wird.

Währenddessen die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und fein schneiden. Zum Servieren die Petersilie auf die Frittata streuen. 



Mein Beitrag zum Blog-Event "Herbstgenüsse"

Banner Blog-Event CCXXIV - Herbstgenüsse (Einsendeschluss 15. November 2025)




Sonntag, 19. Oktober 2025

Wald- und Wiesenkräutersalat mit Quittenvinaigrette

Das neue Kochbuch "Wild: Nose to Tail" von Wolfgang Müller stellt nicht nur die Jagd und Wildfleisch in den Fokus, sondern dreht sich auch um essbare Pflanzen, Kräuter, Pilze aus dem Wald. Das ist ein sehr ganzheitlicher Ansatz das kleine Ökosystem Wald auf den Teller zu bringen. Dem wollte ich Rechnung tragen und sehr unterschiedliche Rezepte für meine Rezension ausprobieren.

Den Auftakt macht eine sehr schöne Vorspeise, die auch ein idealer Start für ein Wildmenü sein kann. Ich habe ein paar Anpassungen vorgenommen, da es mir nicht möglich war, im Wald auf die Suche nach den Zutaten zu gehen. Wolfgangs Rezepte verstehe ich als Inspiration und Kochen ist Freiheit und lässt deshalb auch Variationen zu. 

Ich möchte mit meiner Version auch zeigen, dass es sehr gut möglich ist, Zutaten einfach zu ersetzen und trotzdem ein tolles Gericht auf den Tisch zu bringen. Ich habe einen hochwertigen Wildkräutersalat mit Blüten vom Keltenhof in meinem absoluten Lieblingsgeschäft, dem Frischeparadies in München, gekauft. Ergänzt habe ich diesen mit einigen Kräutern und Blüten aus unserem Garten. 

Statt Pfifferlingen gab es kleine Kräutersaitlinge, da das Pfifferlingsangebot mich nicht begeistert hat. Dafür hatte ich noch eingemachte Quitten und musste keine Früchte dünsten, wie Wolfgang es gemacht hat. Den Sud konnte ich auch gleich, statt Quittensaft, verwenden. 

Das Ergebnis war ein sensationeller Salat, der nicht nur optisch sehr schön ist, sondern auch sehr fein geschmeckt hat.

Mehr zum Buch gibt es bei meiner Rezension zu lesen.

Und wer Quittenrezepte schätzt, findet weitere in der Rezeptsammlung #quittengold.


für 2 Personen als Vorspeise

100 gr. Wildkräutersalat
einige essbare Blüten
2 - 3 EL Haselnüsse
1/2 eingemachte Quitte - nach diesem Rezept

Pilze:
Handvoll kleine Kräutersaitlinge
1 sehr kleine Schalotte
Butter
Olivenöl
Salz

Vinaigrette:
2 EL Birnenessig
2 EL Sud der eingelegten Quitten
1 TL Lindenblütenhonig
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Den Salat vorsichtig in kaltem Wasser waschen und auf einem Küchentuch zum Trocknen ausbreiten. Die Haselnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. Die eingemachte Quitte in sehr kleine Würfel schneiden.

Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Die Pilze ggf. putzen. Etwas Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten darin anschwitzen, leicht salzen. Die Pilze dazugeben und bei mittlerer Hitze braten.

Birnenessig, Quittensud und den Honig in einer kleinen Schüssel verrühren, Olivenöl dazugeben, bis es sich zu einer cremigen Vinaigrette verrühren lässt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas von der Vinaigrette zu den Quittenwürfelchen geben, um sie zu marinieren. Den Wildkrätuersalat mit der Vinaigrette anmachen.

Anrichten:
Den Wildkräutersalat auf Tellern anrichten. Mit einem kleinen Löffel portionsweise die Quittenwürfel darauflegen. Die Haselnüsse und Pilze auf dem Salat verteilen und mit den Blüten dekorieren. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:





Dienstag, 14. Oktober 2025

#zucchinischwemme - Zucchinigemüse mit Harissa und Salzzitrone

Es gibt irgendwann einen Zeitpunkt, zu dem ich aufhöre Kochbücher eines Autors zu kaufen. Das hatte ich zum ersten Mal bei Jamie Oliver spontan entschieden und gemerkt, wie richtig das war. Trotzdem mag ich seine alten Bücher immer noch sehr gerne, aber irgendwann war er "auserzählt". Im Laufe der Jahre habe ich das auch bei anderen Autoren gemerkt und dazu gehört auch Yotam Ottolenghi. Die beiden letzten Kochbücher, die ich gekauft habe waren "Flavour" und "Shelf Love". 

Bei "Flavour" habe ich dieses Rezept für ein Zucchinigemüse mit orientalischem Touch entdeckt. Wobei ich sagen muss, dass ich das Originalrezept für merkwürdig halte und ich wäre wirklich interessiert, ob das mal jemand genauso gekocht hat, wie es beschrieben ist. Statt einem Kilo Zucchini hatte ich 600 Gramm und die in, wie angegeben, in sehr feine Scheiben geschnitten. Das ist eine ganze Menge. Wie man diese vielen Scheiben in 18 Minuten (mit Wenden!) in einer großen Pfanne weich braten kann, ist mir ein Rätsel. Ich habe eine wirklich sehr große Pfanne und ganz schnell die Zucchinischeiben wieder herausgenommen und portionsweise gebraten.

Dieses Rosen-Harissa hat ja so ziemliche Begeisterungsstürme in der Kochbuch-Fangemeinde ausgelöst. Ich habe einfach Harissa mit einer Blütenmischung verrührt. Letztendlich geht es darum eine schmackhafte Sauce zu produzieren. Im Original wird Basilikum als Topping verwendet. Das hat mich verwundert und ich habe eine Probe gemacht mit Basilikum und Koriander. Letzteren halte ich für besser passend.

Also, wer gerne dünne Zucchinischeiben braten möchte, kann auch ganz einfach eine schmackhafte Sauce dazu verrühren und mein Rezept dient auch nur als Hinweis. Es geht einfach um eine leicht scharfe Sauce mit Zitrusaromatik. Blüten kann man, muss man aber nicht, aber bitte lieber Koriander nehmen als Basilikum nehmen.

Noch viel mehr Zucchini-Rezepte gibt es hier.


für zwei Personen als Hauptgericht oder 4 - 6 Personen als Vorspeise oder Mezze-Gericht

600 gr. Zucchini
3 Knoblauchzehen
Salz
Olivenöl
1 EL Harissa
1 TL Gewürzmischung Blütenrausch
1/8 Salzzitrone
2 EL Wasser der Salzzitrone
Zucker
1/2 Bund Koriander

Die Zucchini in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen schälen, halbieren und feine Scheiben schneiden.

Olivenöl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Knoblauchscheiben darin anschwitzen. Die Hälfte des Öls und die Knoblauchscheiben herausnehmen und in eine kleine Schüssel geben.

Die Zucchinischeiben portionsweise in der Pfanne weich braten, dabei mehrfach wenden und leicht salzen.

Die Salzzitrone in sehr feine Würfel schneiden und, mit dem Wasser der Salzzitrone zum gebratenen Knoblauch geben. Mit Harissa, Blütenrausch, Salz, einer Prise Zucker und Olivenöl zu einem würzigen Öl verrühren und abschmecken.

Den Koriander in feine Streifen schneiden.

Die Zucchinischeiben auf einem Teller anrichten, mit dem Öl beträufeln und mit dem Koriander bestreuen.

Eine Inspiration aus:










Link zum Buch