Mit den Kräuterblüten in meinem Garten ist es so eine Sache. Normalerweise habe ich immer welche und ganz besonders fleißig sind meine Kapuzinerkresseblüten. Von denen hatte ich in anderen Jahren so viele, dass ich sie in jeden Salat gebe. Ausgerechnet heuer, als ich das neue Buch "Kostbare Kräuterblüten" von Gabriele Halper und Luzia Ellert vorstellen wollte, war Ebbe. In einer Ecke dümpelten ein paar Thymianblüten vor sich hin und die Kapuzinerkresse hatte immerhin eine gelbe und und eine rote Blüte. Mehr durch Zufall entdeckte ich im Bürogarten ein paar vergessene Töpfe mit abgerupften Stengeln, aber die blühten komischerweise ganz tapfer. So stand dieser Rezension nichts mehr im Wege.
Gabriele Halper und Luzia Ellert sind ein bewährtes Team, die bereits viele schöne Kochbücher gemeinsam auf den Markt gebracht haben. Damals veröffentlichten sie bei der Collection Rolf Heyne. Kochbuch-Liebhabern sind bestimmt noch "Wilde Beeren" und die andere kulinarische Bibliothek mit Titeln wie "Tomate", "Ingwer", "Kartoffel" oder "Citrus" in Erinnerung.
Für ihr aktuelles Kochbuch haben sie sich mit der Wiener Gärtnerin Eveline Bach zusammen getan. Bei meinem letzten Wienbesuch, der leider schon viel zu lange her ist, konnte ich ihre wunderbare Gärtnerei Bach besuchen. Dort gibt es nicht das Standardangebot an Obst und Gemüse, sondern viele alte Sorten und Raritäten. Es macht große Freude im Laden immer wieder etwas Neues zu entdecken. Bei jeweils über 100 Tomaten- und Chilisorten ist das kein Wunder. Aber auch Kräuter, Salate, Bohnen und Auberginen, um nur ein Mal ein paar zu nennen, gibt es in vielen unterschiedlichen Sorten.
Frühlingsfotos dieser schönen Gärtnerei und grundsätzliche Konservier-Methoden stimmen uns gleich auf den ersten Seiten auf das Thema ein. Fotos der anderen Jahreszeiten lockern die Rezeptkapitel immer wieder auf und zeigen den Wandel. Dann geht es gleich mit den 95 Rezepten los, die alphabetisch, nach den unterschiedlichen Kräutern gegliedert sind. Nach einer Vorstellung des Krauts mit einem stimmungsvollen Bild und einer liebevoll gestalteten Infoseite folgen die passenden Rezepte. Das sind immer mindestens zwei, können aber auch bis zu sechs werden.
Ich bin eine große Anhängerin der Rezepte von Gabriele Halper, da sie sehr genau sind und funktionieren. Auch die geschmackliche Tiefe der Gerichte gefällt mir sehr gut. Jedes Rezept hat Platz auf einer Seite bekommen und nennt, neben Zutatenliste und Rezepttext, auch die Zubereitungszeit und die Personenanzahl. Oft gibt es auch noch einen Tipp für eine Variation. Zu jedem Rezept gibt es ein passendes Foto, das nicht immer das fertige Gericht darstellt. Wer die Fotos von Luzia Ellert kennt, der weiß, wie schön sie sind und das macht das Buch auch zu einem herrlichen Bilderbuch, in dem man gerne blättert und sich Anregungen holt.
Abgerundet werden die Rezepte mit einer Sammlung von Gerichten, für die eine Blütenmischung verwendet wird. Im Anhang finden wir noch ein alphabetisches Rezeptregister nach Kategorien, wie Vorspeisen, Hauptspeisen, Süßes oder Drinks. Wer mit der österreichischen Küchensprache nicht so vertraut ist, dem hilft ein kleines Glossar.
Fazit:
"Kostbare Kräuterblüten" ist ein sehr schönes und hochwertig gestaltetes Kochbuch. Wer gerne mit Kräutern kocht und neue kreative Anregungen für die gehobene Alltagsküche sucht, wird damit fündig. Die Rezepte sind durchaus auch ohne Blüten, also nur mit den Kräutern kochbar. Sie sehen dann einfach etwas weniger hübsch aus. Besonders gut geeignet ist es für Hobbyköche mit eigenem Garten, die die Kräuterblüten gerne mehr nutzen wollen.
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Samstag, 26. August 2017
Samstag, 15. August 2015
Sommerfest im neuen Bürogarten
Garnelen mit Gremolata
Für unser jährliches Sommerfest im Bürogarten habe ich diesmal viele Vorspeisen gemacht, die nicht zu kompliziert sind. Das war heuer notwendig, da die Firma umgezogen ist und ich weder die Küche, noch das Haus oder den neuen Bürogarten vorher gesehen habe. Trotzdem wurde es ein wunderschönes Fest und ich veröffentliche gerne die Rezepte, bei denen ich mich von einigen Kochbuch-Neuzugängen habe inspirieren lassen.
Einen Überblick zum Vorspeisen-Buffet gibt es bei diesem Link.
Garnelen gibt es immer beim Sommerfest, da alle sie sehr gerne essen. Ich mache sie selten, damit sie etwas besonderes bleiben und achte beim Einkauf sehr auf die Qualität. Diesmal habe ich richtig große Tiger Prawns gekauft und im Garnelenöl sanft gebraten. Danach wurden sie nur mit der Gremolata, die eine Inspiration aus "Citrus" von Luzia Ellert und Gabriele Halper ist, vermischt.
Einen Überblick zum Vorspeisen-Buffet gibt es bei diesem Link.
Garnelen gibt es immer beim Sommerfest, da alle sie sehr gerne essen. Ich mache sie selten, damit sie etwas besonderes bleiben und achte beim Einkauf sehr auf die Qualität. Diesmal habe ich richtig große Tiger Prawns gekauft und im Garnelenöl sanft gebraten. Danach wurden sie nur mit der Gremolata, die eine Inspiration aus "Citrus" von Luzia Ellert und Gabriele Halper ist, vermischt.
als Vorspeise für 4 Personen
16 Garnelen
16 Garnelen
1 Knoblauchzehe
Rapsöl
2 unbehandelte Zitronen
1 Bund Petersilie
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Die Schale der Zitronen fein abreiben, die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in sehr feine Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und sehr fein würfeln. Den Zitronenabrieb mit der Petersilie, dem Knoblauch und dem Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Garnelen schälen und entdarmen. Die Köpfe und die Schalen aufbewahren. In einer Pfanne Rapsöl erhitzen und die angeschlagene Knoblauchzehe zugeben. Nun Schalen und Köpfe darin anbraten, bis das Öl eine schöne rote Färbung hat. Alles durch ein Sieb abgießen und das Öl auffangen.
Rapsöl
2 unbehandelte Zitronen
1 Bund Petersilie
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Die Schale der Zitronen fein abreiben, die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in sehr feine Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und sehr fein würfeln. Den Zitronenabrieb mit der Petersilie, dem Knoblauch und dem Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Garnelen schälen und entdarmen. Die Köpfe und die Schalen aufbewahren. In einer Pfanne Rapsöl erhitzen und die angeschlagene Knoblauchzehe zugeben. Nun Schalen und Köpfe darin anbraten, bis das Öl eine schöne rote Färbung hat. Alles durch ein Sieb abgießen und das Öl auffangen.
Freitag, 14. August 2015
Sommerfest im neuen Bürogarten
Ziegenfrischkäse mit gelben Tomaten und Johannisbeeren
Für unser jährliches Sommerfest im Bürogarten habe ich diesmal viele Vorspeisen gemacht, die nicht zu kompliziert sind. Das war heuer notwendig, da die Firma umgezogen ist und ich weder die Küche, noch das Haus oder den neuen Bürogarten vorher gesehen habe. Trotzdem wurde es ein wunderschönes Fest und ich veröffentliche gerne die Rezepte, bei denen ich mich von einigen Kochbuch-Neuzugängen habe inspirieren lassen.
Einen Überblick zum Vorspeisen-Buffet gibt es bei diesem Link.
Der Ziegenfrischkäse mit gelben Tomaten und Johannisbeeren ist eine Inspiration aus "Wilde Beeren" von Luzia Ellert und Gabriele Halper. Mich hat besonders die Zusammenstellung der fröhlichen Farben angesprochen. Die Säure der Johannisbeeren gibt einen ganz besonderen Kick.
Einen Überblick zum Vorspeisen-Buffet gibt es bei diesem Link.
Der Ziegenfrischkäse mit gelben Tomaten und Johannisbeeren ist eine Inspiration aus "Wilde Beeren" von Luzia Ellert und Gabriele Halper. Mich hat besonders die Zusammenstellung der fröhlichen Farben angesprochen. Die Säure der Johannisbeeren gibt einen ganz besonderen Kick.
als Vorspeise für 4 Personen
2 Rollen Ziegenfrischkäse je 150 gr.
300 gr. gelbe Tomaten
6 große Rispen Rote Johannisbeeren
4 EL Olivenöl
2 EL Weißweinessig
1 TL fein geriebene Bio-Orangenschale
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 Stiele Oregano
Die Tomaten waschen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Den Käse in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und, abwechselnd mit den Tomatenscheiben, dachziegelartig auf eine Platte schichten.
Die Johannisbeeren mit einer Gabel von den Rispen streifen und über Käse und Tomaten streuen.
Salz und Pfeffer im Essig verrühren. Die Schale der Orange fein abreiben und in den Essig geben. Das Olivenöl dazugeben, alles zu einer cremigen Vinaigrette verrühren und über den angerichteten Zutaten verteilen.
Freitag, 18. Juli 2014
Gebratene Hendlbrust auf Rucola-Himbeer-Salat mit Himbeeressig aus "Wilde Beeren"
Für dieses schöne Salat-Rezept von Gabriele Halper aus ihrem neuen Kochbuch "Wilde Beeren" konnte ich den Garten plündern. Der erste Rucola war schon da, der Blutampfer entwickelte sich zum Unkraut und es gab schon Himbeeren.
So einen ähnlichen Salat mache ich öfters, dann kann ich alles zusammensammeln, was der Garten gerade hergibt, künftig werde ich auch an die Himbeeren denken. So gut hat mir der Salat gefallen. Ich kaufe bevorzugt ganze Hühner und löse sie selbst aus. Die Keulen geben ein eigenes Gericht, auch die Flügel und die Innereien finden ihre Verwendung. Aus der restlichen Karkasse koche ich eine Hühnerbrühe.
Das Liebste ist mir immer die knusprige Haut, deshalb kämen Hühnerbrustfilets ohne Haut für mich gar nicht in Frage. In der Pfanne kurz angebraten und dann im Ofen gegart bleibt die Haut schön knusprig und das Fleisch saftig.
2 Hühnerbrüste mit Haut
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Rapsöl
etwas Butter
1 kleine rote Zwiebel
1 rote Chilischote
250 gr. Himbeeren verlesen
Eine Inspiration aus "Wilde Beeren".
Die Rezension könnt Ihr hier nachlesen.
Zum Salat gab es einen meiner Lieblingsweine, den Grünen Veltliner 2013 vom Weingut Zuschmann Schöfmann aus dem Weinviertel in Österreich. Er ergänzte mit seinen pfeffrigen und würzigen Noten besonders schön den Rucola-Himbeer-Salat. In Deutschland kann der Wein über Pellegrini bezogen werden.
So einen ähnlichen Salat mache ich öfters, dann kann ich alles zusammensammeln, was der Garten gerade hergibt, künftig werde ich auch an die Himbeeren denken. So gut hat mir der Salat gefallen. Ich kaufe bevorzugt ganze Hühner und löse sie selbst aus. Die Keulen geben ein eigenes Gericht, auch die Flügel und die Innereien finden ihre Verwendung. Aus der restlichen Karkasse koche ich eine Hühnerbrühe.
Das Liebste ist mir immer die knusprige Haut, deshalb kämen Hühnerbrustfilets ohne Haut für mich gar nicht in Frage. In der Pfanne kurz angebraten und dann im Ofen gegart bleibt die Haut schön knusprig und das Fleisch saftig.
2 Personen
2 Hühnerbrüste mit Haut
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Rapsöl
etwas Butter
1 kleine rote Zwiebel
1 rote Chilischote
250 gr. Himbeeren verlesen
2 Stiele Petersilie
2 EL Himbeeressig
etwas flüssiger Honig
Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
60 gr. Rucola
60 gr. Rucola
60 gr. Blutampfer
Den Backofen auf 140 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Hühnerbrüste salzen und in einer Mischung aus Rapsöl und Butter auf beiden Seiten anbraten. Auf ein Gitter legen und für 25 Minuten bei 140 Grad in den Ofen geben. Herausnehmen etwas ruhen lassen, pfeffern und aufschneiden.
In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, in feine Streifen schneiden und im verbliebenen Fett der Hühnerbrüste anschwenken und leicht salzen. Die Chili entkernen und in feine Streifen schneiden. Rucola und Blutampfer waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Alles vermengen und vorsichtig die Himbeeren untermischen. Aus Honig, Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine cremige Vinaigrette rühren und den Salat vorsichtig damit marinieren.
In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, in feine Streifen schneiden und im verbliebenen Fett der Hühnerbrüste anschwenken und leicht salzen. Die Chili entkernen und in feine Streifen schneiden. Rucola und Blutampfer waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Alles vermengen und vorsichtig die Himbeeren untermischen. Aus Honig, Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine cremige Vinaigrette rühren und den Salat vorsichtig damit marinieren.
Den Salat auf Tellern anrichten und die in Scheiben geschnittene Hühnerbrust darauf legen, sofort servieren.
Eine Inspiration aus "Wilde Beeren".
Die Rezension könnt Ihr hier nachlesen.
Zum Salat gab es einen meiner Lieblingsweine, den Grünen Veltliner 2013 vom Weingut Zuschmann Schöfmann aus dem Weinviertel in Österreich. Er ergänzte mit seinen pfeffrigen und würzigen Noten besonders schön den Rucola-Himbeer-Salat. In Deutschland kann der Wein über Pellegrini bezogen werden.
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