Posts mit dem Label Chutney werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Chutney werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Entrecote mit Rauchpaprika und Höri-Bülle-Chutney

Von der Höri Bülle habe ich schon einmal geschwärmt. Das ist diese zart rote Zwiebel, die nur am Bodensee und dort hauptsächlich auf der Halbinsel Höri wächst. Bei meinem letzten Besuch konnte ich ein paar davon von Freunden bekommen und ich wollte daheim unbedingt noch ein zweites Rezept aus "Zwiebeln & Knoblauch" von Achim Schwekendiek ausprobieren.

Nicht einmal auf dem welt-berühmten Münchner Viktualienmarkt sind sie zu bekommen, aber ich habe eine Gärtnerei entdeckt, die sie anbauen und auch versenden. Der Kontakt mit Düventester-Maier ist bodenständig und zuverlässig. Der online-Shop funktioniert und dann bekommt man eine Rechnung, die man vorab bezahlen muss. Erst dann wird die Ware versendet. Beides dauert ein bisserl, die Rechnung und der Versand, aber ich mag das, weil das zeigt mir, dass man dort andere Prioritäten hat, wie z. B. die Ernte. Über meinen kleinen Karton mit Höri Bülle war ich sehr glücklich.


Jetzt konnte ich endlich das Höri-Bülle-Chutney ausprobieren. Aus dem Bio-Markt hatte ich noch ein Entrecote und aus dem Bürogarten einige Paprikaschoten. Das sollte zusammen ein Abendessen ergeben.

Das Entrecote habe ich bei 60 Grad im Ofen vorgaren lassen, dann mit Salz gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Als Finish kam frisch gemahlener Pfeffer darüber und es wurde in Streifen geschnitten.

Für den Rauchpaprika habe ich die Paprikaschoten in Segmente geschnitten, entkernt und in Streifen geschnitten. Diese habe ich mit Salz und Zucker mariniert und dann in Olivenöl geschmort. Abgeschmeckt wurde das Gemüse mit Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver.



300 gr. Höri Bülle
8 EL Olivenöl
Meersalz
300 ml trockenen Rotwein
180 ml roter Portwein
1 Lorbeerblatt
40 gr. Zucker
30 ml alter Aceto Balsamico
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Höri Büllen schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen darin anschwitzen und sofort leicht salzen. Zuerst mit dem Portwein und dann mit dem Rotwein ablöschen. Lorbeerblatt und Zucker dazugeben. Die Flüssigkeit bei geringer Hitze vollständig einkochen lassen und regelmäßig umrühren, damit die Masse nicht anbrennt. Sobald keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist, den Balsamico zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Samstag, 11. Juli 2015

Chutney von gerösteten Zitronen

Manche Rezepte schleppe ich Jahre mit mir herum und denke öfters daran, dass ich das mal ausprobieren wollte. Zumindest bin ich schon mal sehr zufrieden, dass ich sie dann im richtigen Moment auch wieder finde. So war es auch mit diesem Chutney.

Auf dem Flug nach Posen vor fast zwei Jahren entdeckte ich im Lufthansa-Magazin ein Rezept für ein Chutney aus gerösteten Zitronen. Das konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, aber es hat sich gut gelesen. Vorsichtshalber habe ich ein Foto davon gemacht und es dann daheim abgetippt. Danach ist nichts mehr passiert. Ich bin zwar immer wieder darüber gestolpert und dachte mir, dass ich es endlich ausprobieren sollte.

Und jetzt kam endlich der richtige Moment dafür. In Irland habe ich meine Blogger-Freundin Zorra getroffen und sie hat mir drei wunderbare Zitronen aus ihrem Garten mitgebracht. Sie lebt ihn Spanien, da haben Zitrusbäume das perfekte Klima. Aus diesen besonderen Zitronen wollte ich auch etwas Besonderes machen und mir fiel das Rezept wieder ein.

Das Chutney schmeckt schön frisch und leicht säuerlich. Es passt gut zu Fisch, Fleisch oder Gemüse vom Grill, aber auch zu jungem Ziegenkäse.



Hier mit einem Lachs, der sanft im Ofen gegart wurde und einem bunten Kopfsalat aus dem eigenen Garten.






1 Bio-Zitrone
1 große rote Zwiebeln
Olivenöl
1 EL Honig
2 EL Schnittlauchröllchen
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Zwiebel schälen und in 8 Segmente zerteilen. Die Zitrone heiß abwaschen und die Enden abschneiden, dann in 1/2 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Zwiebelachtel und Zitronenscheiben einzeln auf eine Silpatmatte legen und mit Olivenöl bepinseln. Für 25 bis 30 Minuten bei 200 Grad backen. Sie dürfen braun sein, sollten aber nicht schwarz werden.

Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und fein würfeln. Etwas Olivenöl und den Honig zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls es nicht süß genug ist, mehr Honig verwenden.

Den Schnittlauch in Röllchen schneiden und alles vermischen.



Montag, 1. September 2014

Pfirsich-Pfeffer-Chutney vom Roten Weinbergspfirsich

Dieses Jahr ist ein großer Karton mit Roten Weinbergspfirsichen von der Mosel bei mir angekommen und ich konnte endlich wieder einmal meine Lieblingspfirsiche verarbeiten. Diese Pfirsiche sind außerhalb der Regionen, wo sie angebaut werden, kaum zu bekommen. Meine kommen direkt vom wunderschönen Weingut Stein.

Keine Sorge, das Pfirsich-Pfeffer-Chutney schmeckt mit jedem Pfirsich sehr gut, es hat nur eine weniger attraktive Farbe. Geschmacklich lohnt es sich auch, andere Pfirsichsorten zu verwenden.



1 kg Pfirsich
250 Zucker
Prise Salz
1 mittelgroße Zwiebel
100 ml Weißwein
100 ml Honigessig
25 gr. grüner Pfeffer
1 TL Zitronensäure

Die Pfirsiche halbieren, entkernen, schälen und in feine Würfel schneiden. Die Pfirsichwürfel in einen großen Topf geben und mit 250 gr. Zucker und dem Salz marinieren, bis sie Wasser gezogen haben.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einer Pfanne mit 50 gr. Zucker karamellisieren. Zwiebel, Weißwein, Zitronensäure und Essig zum Pfirsich geben und einmal aufkochen lassen. Die grünen Pfefferkörner in ein Sieb geben und mit heißem Wasser überbrausen, abtropfen lassen und ins Chutney geben. Das Chutney bei kleiner Hitze langsam einkochen, bis es eine dickliche Konsistenz hat.

Heiß in Gläser füllen und diese sofort verschließen. Das Chutney hält so ein Jahr und schmeckt gut zu Käse. Es ist ein besonders guter Begleiter zu Ziegenfrischkäse.

Sonntag, 31. August 2014

Pfirsich-Curry-Chutney vom Roten Weinbergspfirsich

Glücklicherweise habe ich letztes Jahr von den wunderbaren Roten Weinbergspfirsichen von der Mosel einige bekommen können. Das ist nicht so einfach, in manchen Jahren ist die Ernte sehr gering. Sie müssen den richtigen Reifegrad haben, damit sie die Reise zu mir in einem Paket antreten können. Diesmal hat es wieder geklappt und ich konnte endlich wieder Chutney und Essig machen.

Keine Sorge, das Pfirsich-Curry-Chutney schmeckt mit jedem Pfirsich sehr gut, es hat nur eine weniger attraktive Farbe. Geschmacklich lohnt es sich auch, andere Pfirsichsorten zu verwenden.


1 kg Pfirsich
300 gr. Zucker
1 EL Salz
250 gr. Zwiebeln
1/2 EL Curry
250 ml Essig
1 rote Thai-Chili
3 Zweige Minze
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Pfirsiche halbieren, entkernen, schälen und in feine Würfel schneiden. Die Pfirsichwürfel in einen großen Topf geben und mit 250 gr. Zucker und dem Salz marinieren, bis sie Wasser gezogen haben.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einer Pfanne mit 50 gr. Zucker karamellisieren. Zwiebel und Essig zum Pfirsich geben und einmal aufkochen lassen. Den Curry einrühren und das Chutney bei kleiner Hitze langsam einkochen, bis es eine dickliche Konsistenz hat.

Die Chili halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Die Minzblätter abzupfen und in sehr feine Streifen schneiden. Beides zum Ende der Kochzeit in das Chutney einrühren und mit Pfeffer abschmecken.

Heiß in Gläser füllen und diese sofort verschließen. Das Chutney hält so ein Jahr und schmeckt gut zu Käse oder Hühnchen.


Donnerstag, 13. Juni 2013

Rhabarber-Chutney 2.0

Der Großteil der sehr reichen Rhabarber-Ernte aus dem Bürogarten wandert in ein Rhabarber-Chutney. Bereits letztes Jahr habe ich ein paar Kleinigkeiten geändert. Schon immer hat mich die Farbe gestört. Unser Rhabarber ist leider ein giftgrüner uns sehr saurer Vertreter seiner Gattung. Er hat leider kein kleines Stück roter Färbung. So wurde das Chutney immer unattraktiv dunkelbraun.

Jetzt war die Gelegenheit das Rezept nochmals zu verändern, da Indie, mein neuer AEG-Induktionsherd, mich sowieso herausgefordert hat. Beim alten Ceranfeld wusste ich genau, auf welcher Stufe und wie lange das Chutney dauert. So war ich schon ein bisserl nervös, ob alles gut geht.

Das erste Aufkochen ging wirklich blitzschnell auf der Power-Stufe "P" und danach habe ich auf Stufe 5 (so finde ich das nächstes Jahr auch wieder :-) ) herunter geschalten. Es ist schon angenehm, daß die Temperatur sofort reduziert ist und ich nicht bangen und kontrollieren muß, ob es nicht doch zu heiß wird und unten anbrennt. Überhaupt hatte ich den Eindruck, daß das Chutney gleichmäßiger gart und die Hitze besser verteilt ist. Ich mußte kaum umrühren. Früher ist es unten immer heißer und dicker geworden. Das hat sich auch auf die Färbung ausgewirkt.




2 kg Rhabarber
450 gr. Zwiebeln
25 gr. Ingwer gewürfelt
500 gr. Zucker
1 EL Salz
500 ml Honigessig
1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Prise gemahlener tasmanischer Pfeffer

Die Fäden des Rhabarbers ziehen und ihn in feine Würfel schneiden. Mit 400 gr. Zucker und Salz vermengen, ein paar Stunden stehen lassen, bis er Wasser gezogen hat.

Die Zwiebel fein würfeln und mit den restlichen 100 gr. Zucker in einer Pfanne etwas karamellisieren lassen. Den Ingwer schälen und fein würfeln, mit den Zwiebeln zum Rhabarber geben und mit dem Essig mischen.

Einmal aufkochen lassen und dann ganz langsam bei kleinster Hitze einkochen lassen. Ab und zu umrühren. (Wer das ohne Induktionsherd macht, muß regelmäßig umrühren). Am Ende den Pfeffer untermischen.

Noch heiß in Gläser füllen und sofort schließen.

Samstag, 29. September 2012

Zwetschgenchutney mit Orangen

So langsam geht die Einmacherei wieder los. Für Zwetschgenchutney habe ich viele verschiedene Rezepte. Dies mit den Orangen mag ich sehr gerne, weil der Orangengeschmack eine Frische in das Chutney bringt.



1 kg Zwetschgen
200 gr. Zucker
250 gr. Zwiebeln
1 kleines Stück Ingwer
1 Bio-Orange
1 Prise gemahlener Chili, bei mir Nymphenburger Knubbel
1 TL Salz
1 TL tasmanischer Pfeffer
250 ml Honigessig


Die Zwetschgen halbieren und entsteinen, in kleine Würfel schneiden und mit 150 gr. Zucker und dem Salz mischen und ca. 1 Stunden stehen lassen. Zwiebel und Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Die Zwiebelwürfelchen mit den restlichen 50 gr. Zucker in einer Pfanne karamellisieren.

Alle Zutaten gemeinsam aufkochen und bei kleiner Hitze dick einkochen lassen.

Die Schale der Orange abreiben und gegen Ende der Garzeit zugeben und mit Salz, Zucker und dem tasmanischen Pfeffer abschmecken.

Das Einkochen kann bis zu 2 Stunden dauern, am Schluss regelmäßig umrühren. Es kann anbrennen.

Heiß in Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen. Das Chutney schmeckt gut zu Käse, Rindfleisch, Ente, Lamm und Wild.


Kleine Abwandlung:
wenn ich mehr Zwetschgen, wie Zeit habe, dann friere ich einen Teil der halbierten und entkernten Zwetschgen ein. Die taue ich dann auf und zuckere und salze sie. Beim Kochen püriere ich kurz mit dem Stabmixer, damit die Schale kleiner wird.

Und Dank der lieben pe von Obers trifft Sahne kann ich Euch zeigen, wie das Chutney richtig aussieht. Danke fürs Kochen und Fotografieren.


Mittwoch, 22. August 2012

Curry-Marillen

Marillen ist kein anderes Wort für Aprikosen. Marillen sind Marillen und müssen aus der Wachau sein. Mit ein bißchen Glück bekomme ich im Sommer hier welche. Leider schmecken die Aprikosen und allen voran diese grauenhaften türkischen Zuckeraprikosen nicht mal annähernd wie Marillen.

Für die Curry-Marillen sollten es schon Marillen sein, oder wenigstens richtig reife, schmackhafte Aprikosen. Mit diesen harten, unreif geernteten Dingern schmecken sie leider gar nicht.



1 kg Marillen
600 ml Honigessig
3 Kardamomkapseln
1 Stange Zimt
1 1/2 Vanilleschoten
1 1/2 Sternanis
4 Nelken
1 TL Kashmir-Curry
150 gr. Gelierzucker 3:1
125 gr. Zucker

Die Marillen halbieren und entkernen, dann in schmale Spalten schneiden. Mit dem Essig übergießen und abgedeckt 12 Stunden ziehen lassen. Die Marillen müssen komplett vom Essig bedeckt sein, sonst werden sie braun. Hilfsweise kann man sie mit einem Teller beschweren.

Die Marillen abgießen und abtropfen lassen. Den Essig auffangen und durch ein sehr feines Teesieb gießen. Den Essig kann man ganz normal weiterverwenden, oder für ein Chutney aufbrauchen.

Die Vanilleschote in Stücke schneiden, die Zimtstange und die Sternanis in Stücke brechen, die Kardamomkapseln aufbrechen. Die Marillen mit beiden Zuckersorten und allen Gewürzen erhitzen und für 30 Minuten sanft köcheln lassen.

Die heißen Marillen in Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen.

Die Curry-Marillen sind ein Jahr haltbar.


Mittwoch, 8. August 2012

Ziegenfrischkäse mit Mohnpesto und Pfirsich-Pfeffer- Chutney




Mohn als Thema für ein Blogevent wäre mir niemals eingefallen. Auf so eine verrückte Idee kommt nur die liebe Melanie und lädt uns bei Zorra ein, Rezepte rund um den Mohn zu veröffentlichen.

Weil es was Neues sein soll, darf mein Mohnblüten-Likör nicht mitmachen. Wer ihn nicht kennt hat zumindest jetzt die Chance mal einen Blick darauf zu werfen.

Ein Kuchen wird es bei mir nicht - das war klar. Glücklicherweise kenne ich da ein pikantes Rezept mit Mohn und das möchte ich Melanie widmen. Wer es als schönes Foto sehen will, der muß bei Heike vorbeischauen. Was für ein schöner Zufall, daß uns das gleiche Rezept in den Sinn gekommen ist.





150 gr. Ziegenfrischkäse
2 EL Sahne

1 EL Blaumohn
3 EL Honig, möglichst flüssig
1 rote Chilischote
1 Prise Salz
1 Spritzer Zitronensaft

1 kleines Glas Pfirsich-Pfeffer-Chutney




Den Chili entkernen und in feine Streifen schneiden. Den Mohn ohne Fett in einer Pfanne rösten. Die Chilistreifen und den Honig zugeben und alles leicht schmelzen lassen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Den Ziegenfrischkäse mit der Sahne glatt rühren.

Anrichten:
Das Chutney auf einen Teller geben, eine Nocke von dem Frischkäse darauf setzen und mit dem Mohnpesto überziehen.


Das Chutney kann langfristig vorbereitet werden. Die Ziegenfrischkäsemasse kann einen Tag vorher angerührt werden und das Mohnpesto einige Stunden vorher. Ist der Honig zu fest, dann nochmals leicht erwärmen.


Pfirsich-Pfeffer-Chutney:

500 gr. Pfirsich, sie sollten reif und wohlschmeckend sein
20 gr. grüner Pfeffer in Lake
120 ml trockenen Weißwein
70 gr. Zucker

Die Pfirsiche halbieren und entkernen, dann häuten und fein würfeln.

Den Pfeffer abtropfen lassen und kurz mit heißem Wasser überbrühen.

Alle Zutaten in einen Topf geben und unter Rühren für ca. 30 Minuten einkochen lassen. Vorsicht: brennt leicht an!

Das heiße Chutney in Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen. So hält es sich ca. 1 Jahr.


Blog-Event LXXX - Papaver (Einsendeschluss 15. August 2012)

Dienstag, 7. Februar 2012

Calvados-Äpfel mit grünem Pfeffer




Die letzten Äpfel müssen verarbeitet werden. Ich bekomme die Äpfel von Freunden aus den Gärten. Einer davon hat sogar extra ein Erdloch gegraben, um den wunderbaren Boskop zu lagern. Der trockene Winter heuer ist auch für die Lagerung nicht optimal. Deshalb müssen die Äpfel jetzt raus und sinnvoll eingemacht werden. Die Gläser von Apfel-Thymian-, Apfel-Salbei- und Apfel-Rosmarin-Chutney, die ich heuer gemacht habe kann ich gar nicht mehr zählen. Jetzt war es Zeit für eine andere Zubereitung. Und die letzten drei Äpfel, die ich jetzt noch habe, esse ich aus der Hand.

2 kg Boskop-Äpfel
500 gr. Zucker 
1 TL Salz 
250 ml trockener Weißwein
500 gr. Gelierzucker, 2:1 
150 ml Calvados 
3 EL grüne Pfefferkörner in Lake
1 Zimtstange


Die Äpfel vierteln, schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Mit Zucker und Salz mischen und ca. 1 Stunde ziehen lassen.







Dann den Gelierzucker, die Zimtstange, den Weißwein und den Apfelbrand zugeben und alles zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit die grünen Pfefferkörner heiß übergießen (kann mit einem Sieb unter dem Wasserhahn gemacht werden) und dazu geben.





Die Masse ca. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vorsichtshalber Gelierprobe machen. Die Zimtstange herausfischen. Dann die Fruchtstücke mit einem Löffel in Gläser füllen. Sie sollten etwa zu 3/4 gefüllt sein und anschließend die restliche heiße Flüssigkeit dazu gießen. Die Gläser sofort verschließen und zwischendurch etwas schütteln, damit sich das Gelee mit den festen Stücken gut vermischt.

Bei Gelees dieser Art ist es immer schwierig, eine vernünftige Verteilung der festen und flüssigen Teile zu erreichen. Deshalb die Gläser immer in Etappen füllen und auf die richtige Mischung achten.

Die Calvadosäpfel passen gut zu Geflügelleber und Käse.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Lachs mit Gedöns


Manchmal habe ich das Glück eine wunderbare geräucherte Lachsseite zu bekommen. Die schneide ich dann mit einem großen Messer mit schmaler Klinge in Scheiben. Alleine das Schneiden ist schon ein großes Vergnügen für mich.

Die Beilagen sind schon eine Tradition geworden und witzigerweise mag' ich zum fetten Lachs die leicht scharfen Zwiebeln am liebsten.

Lachs in Scheiben geschnitten - Tran entfernt

kleine, möglichst junge Zwiebeln in sehr feine Würfel schneiden

Meerrettich-Quitten - mal wieder eine gute Verwendung für meine eingemachten Quitten

Baguette und Butter und Cremant oder guter Winzer-Sekt

Dann muß nur noch die Dill-Senf-Sauce gemacht werden. Die muß ziehen und kann deshalb auch gut am Vortag zubereitet werden. Ruhig alles auf Platten anrichten.




Dill-Senf-Sauce

100 gr. mittelscharfen Senf
50 gr. süßen Senf
1 EL Rapsöl
1/2 EL Weißweinessig
50 gr. Creme fraiche
1  Bund Dill
Meersalz
1/2 EL Zucker
etwas Pfeffer

Den Dill sehr fein hacken und mit Creme fraiche, Senf und dem Speiseöl verrühren. Mit Essig, Zucker, Pfeffer und Salz fein abschmecken.

Wenn man die Sauce am Vortag macht, sollte man sie vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Wir haben dies auch schon öfters für Gäste zubereitet und immer wahre Begeisterungsstürme geerntet. Klar, dieses Essen lebt von der Qualität der Zutaten. Man kann aber auch einen sehr schönen kulinarischen Abend mit wenig Aufwand und Streß erleben.

Die Sauce unbedingt mehrere Stunden ziehen lassen.

Sonntag, 27. November 2011

Gebratene Entenleber mit Topinambur und Apfel-Thymian-Chutney

Wie versprochen kommen jetzt immer wieder einmal Anregungen die Chutneys einzusetzen. Diesmal ist das Apfel-Thymian-Chutney dran. Dies passt meiner Meinung nach grundsätzlich sehr schön zu gebratener Leber.

Von einem Kochevent, über das ich noch berichten werde, war noch etwas Entenleber übrig. Gemüse habe ich eigentlich immer da, weil ich mich damit immer großzügig auf dem Wochenmarkt eindecke. Die Topinamburs schätze ich sehr und kaufe sie regelmäßig, wenn sie Saison haben.



Entenleber
Mehl
Butterschmalz
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Topinambur
Meersalz
Zucker
Knoblauchzehe
Butter

Apfel-Thymian-Chutney

Die Topinambur schälen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Salz und Zucker vermischen, stehen lassen. Ein Stück Butter und eine angeschlagene Knoblauchzehe zugeben und mit geschlossenem Deckel bei sanfter Hitze bißfest dünsten.

Die Leber putzen und leicht mehlieren. Etwas Butterschmalz erhitzen und die Leber darin braten. Herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Anrichten:
Das Topinamburgemüse auf einen Teller geben, die Leber auflegen und eine Nocke vom Apfel-Thymian-Chutney darauf geben.

Gut dazu schmeckt eine Scheibe Weißbrot, oder wie auf dem Foto ein Stück Butterhörnchen, in etwas Butter kross gebraten. Dies ist eine ideale Resteverwertung für altes Brot.

Freitag, 18. November 2011

Chili-Quitten

Hier findet Ihr die ganze Quittenvielfalt.




1 kg Quitten
250 gr. Zucker
2 TL Meersalz
2 rote Chilischoten, scharf
2 Lorbeerblätter
500 ml Wasser
2 Bio-Limetten oder 2 Bio-Zitronen



Die Quitten waschen und den Flaum abreiben. Anschließend vierteln, die Kernhäuser herausschneiden und schälen. (Aus Kernhäusern und Schale kann Likör angesetzt oder Sirup gekocht werden.)

Die Quittenviertel längs halbieren und dann in Scheiben schneiden. Die Quittenstücke mit dem Zucker und dem Salz mischen und mind. 1 Stunde stehen lassen, bis sie Wasser ziehen. (Die Quitten dunkeln dann stark nach und werden wieder heller, wenn sie mit der Säure von Limette/Zitrone gekocht werden. Wer dies nicht möchte, kann etwas Saft der Zitrusfrüchte bereits beim Marinieren zugeben.)



In der Zwischenzeit die Chili halbieren, die Kerne herausschaben und dann in feine Streifen schneiden. Die Schale der Limetten abreiben und anschließend den Saft auspressen.

Die Quitten mit dem Wasser aufgießen, Limettensaft, Chilistreifen und Lorbeerblätter zugeben. Einmal aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze die Quitten bißfest kochen. Den Sud mit Salz und evtl. der Limettenschale abschmecken.



Die Chilischoten dann in Twist-Off-Gläser füllen. So halten sie sich für ca. 6 Wochen und sollten kalt stehen.

Wer sie länger aufbewahren möchte, muß sie im Einkochautomat einkochen. Dazu alle Gläser in den Topf stellen, mit kaltem Wasser bedecken. Die letzte Reihe Gläser sollte zu 3/4 im Wasser stehen. Den Einkochtopf erhitzen. Sobald das Wasser 90 Grad erreicht hat, die Quitten 30 Minuten einkochen. Im Wasser erkalten lassen. Ich mache dies schon seit Jahren so und sie halten mir dann gut ein Jahr.





Donnerstag, 17. November 2011

Quitten-Orangen-Chutney

Hier findet Ihr die ganze Quittenvielfalt.

1 kg Quitten
250 gr. Zucker
2 TL Salz
3 Schalotten
1 Bio-Orange
1/2 Vanilleschote oder 1 Vanilleschale aus dem Vanillezucker
200 ml Honigessig
1/2 TL tasmanischen Pfeffer



Die Quitten waschen und den Flaum abreiben. Dann schälen und entkernen. Aus Schalen und Kernhäusern kann man einen sehr guten Likör ansetzen.

Die Quitten in sehr kleine Würfel schneiden und mit 200 gr. Zucker und Salz vermischen, ca. 1 Stunden stehen lassen, um Flüssigkeit ziehen zu lassen.



In der Zwischenzeit Schalotten schälen und ebenfalls in sehr kleine Würfel schneiden. Die Schale der Orange fein abreiben und sie anschließend auspressen.
Die Schalotten mit den restlichen 50 gr. Zucker in der Pfanne etwas karamellisieren lassen.



Schalotten, Orangenschale und -saft, Essig und Vanille zu den Quitten geben. Einmal aufkochen lassen und dann bei sehr kleiner Hitze und geschlossenem Deckel zuerst die Quitten weich kochen. Dann den Deckel abnehmen und das Chutney langsam einkochen lassen. Gegen Schluss regelmäßig umrühren, brennt leicht an!



Den tasmanischen Pfeffer mit einem Messer sehr fein hacken und am Schluss unterrühren. Nach Bedarf mit Salz, Zucker, tasmanischem Pfeffer abschmecken. Die Vanilleschote entfernen (sie kann gewaschen, getrocknet und für einen Vanillezucker verwendet werden.)



Noch heiß in saubere Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen.
Das Chutney hält mindestens 1 Jahr und passt sehr gut zu Käse.


Kleiner Exkurs zur Vanille:
wenn ich das Mark aus der Schote kratze, dann lege ich die restliche Vanilleschote in Zucker, um ihn zu aromatisieren. Solche Vanilleschalen verwende ich dann für Chutneys. Auch danach kann man sie abwaschen, trocknen und wieder zum Zucker geben.

Und ganz exklusiv für Katha, eine mögliche Verwendung. Wobei ich Dir wirklich dankbar bin für Deinen Kommentar. Ich sollte noch öfters über die Einsatzmöglichkeiten schreiben.

Hühnerleber, Feldsalat, Quitten-Orangen-Chutney
Das ist einfach nur Feldsalat mit Meersalz, Zucker, schwarzem Pfeffer, Weißweinessig und Olivenöl angemacht. Dazu gebratene Hühnerleber und das Chutney. Mir schmeckt das so gut, daß ich sogar auf die Leber verzichten kann.

So nehme ich das auch gerne ins Büro mit. Gewaschener Feldsalat, Vinaigrette in einem extra Behälter und das Chutney - fertig, lecker!

Mittwoch, 16. November 2011

Quitten-Chili-Chutney

Hier findet Ihr die ganze Quittenvielfalt.

1 kg Quitten
250 gr. Zucker
2 TL Salz
3 Schalotten
1 kleines Stück Ingwer
2 scharfe Chilischoten
250 ml Honigessig
1 Stange Zimt
1/2 TL tasmanischen Pfeffer



Die Quitten waschen und den Flaum abreiben. Dann schälen und entkernen. Aus Schalen und Kernhäusern kann man einen sehr guten Likör ansetzen.

Die Quitten in sehr kleine Würfel schneiden und mit 200 gr. Zucker und Salz vermischen, ca. 1 Stunden stehen lassen, um Flüssigkeit ziehen zu lassen.



In der Zwischenzeit Schalotten und Ingwer schälen und ebenfalls in sehr kleine Würfel schneiden. Die Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden.

Die Schalotten mit den restlichen 50 gr. Zucker in der Pfanne etwas karamellisieren lassen.



Schalotten, Ingwer, Chili, Essig und Zimt zu den Quitten geben. Einmal aufkochen lassen und dann bei sehr kleiner Hitze und geschlossenem Deckel zuerst die Quitten weich kochen. Dann den Deckel abnehmen und das Chutney langsam einkochen lassen. Gegen Schluss regelmäßig umrühren, brennt leicht an!



Den tasmanischen Pfeffer mit einem Messer sehr fein hacken und am Schluss unterrühren. Nach Bedarf mit Salz, Zucker, tasmanischem Pfeffer abschmecken. Die Zimtstange entfernen (sie kann gewaschen, getrocknet und für einen Zimtlikör verwendet werden.)



Noch heiß in saubere Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen.
Das Chutney hält mindestens 1 Jahr und passt sehr gut zu Käse.

Dienstag, 15. November 2011

Meerrettich-Quitten

Hier findet Ihr die ganze Quittenvielfalt.

1 kg Quitten
180 gr. Zucker
1 EL Meersalz
1/2 Liter Apfelsaft oder 200 ml Apfelsaft und 300 ml Verjus
2 EL Honigessig oder Apfelessig
60 gr. geriebener Meerrettich
1 Bio-Zitrone
schwarzer Pfeffer aus der Mühle



Die Quitten entkernen (aus den Kernhäusern kann ein Sirup gekocht werden) und in grobe Stücke schneiden. Mit Zucker und Salz vermischen und einige Stunden stehen lassen, bis das Obst Wasser gezogen hat. (Die Quitten dunkeln dadurch sehr stark nach. Wer das nicht möchte, kann bereits beim Marinieren Zitronensaft zugeben.)




Apfelsaft und Honigessig zugeben und bei offenem Deckel die Quittenstücke weich kochen. In der Zwischenzeit die Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen, sowie den Meerrettich reiben.



Gegen Ende der Garzeit den Zitronensaft und den Meerrettich zugeben und alles sehr gut pürieren. Es sollte eine Konsistenz ähnlich von Apfelmus haben. Zum Schluß die Zitronenschale unterrühren. Mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken.



Noch heiß in Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen.

Paßt gut zu geräuchertem Fisch oder kaltem Fleisch und ist ungeöffnet mind. 1 Jahr haltbar.

Samstag, 8. Oktober 2011

Apfel-Rosmarin-Chutney

Äpfel, Äpfel, Äpfel - soviele hatte ich noch nie und deshalb geht es jetzt weiter, sozusagen quer durch den Kräutergarten....

1 kg Äpfel
500 gr. Zwiebeln

3 Zweige Rosmarin
1 Stange Zimt
300 ml Honigessig
400 gr. Zucker
1 TL Salz


Äpfel schälen, entkernen und klein würfeln. Mit 300 gr. Zucker und dem Salz mischen. Mindestens eine Stunde stehen lassen, bis das Obst Wasser gezogen hat.







In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und ebenfalls fein würfeln. Mit dem Zucker in einer Pfanne leicht karamellisieren und mit allen anderen Zutaten zu den Äpfeln geben.

Die Rosmarinnadeln von den Stielen zupfen und sehr fein hacken und ins Chutney geben.

Das Chutney einmal aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze ganz langsam einkochen. Besonders zum Schluß immer wieder umrühren, es könnte sonst anbrennen.

Die Zimtstange entfernen und das Chutney in vorbereitete Twist-Off- Gläser füllen.

Es paßt besonders gut zu Käse.


Dienstag, 4. Oktober 2011

Apfel-Salbei-Chutney

Bei dieser Menge Äpfel kann auch mal experimentiert werden und Kräuter habe ich genug im Garten. Mein Salbei ist zu einem richtig großen Busch gewachsen und kann leicht eine Handvoll Blätter für das Chutney abgeben.

1 kg Äpfel
500 gr. Zwiebeln
1 Handvoll Salbeiblätter
1 Stange Zimt
300 ml Honigessig
400 gr. Zucker
1 TL Salz



Äpfel schälen, entkernen und klein würfeln. Mit 300 gr. Zucker und dem Salz mischen. Mindestens eine Stunde stehen lassen, bis das Obst Wasser gezogen hat.

Vonn den Salbeiblättern die Stiele abreissen und die Blätter dann in sehr feine Streifen schneiden.



In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und ebenfalls fein würfeln. Mit dem Zucker in einer Pfanne leicht karamellisieren und mit allen anderen Zutaten zu den Äpfeln geben.

Das Chutney einmal aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze ganz langsam einkochen. Besonders zum Schluß immer wieder umrühren, es könnte sonst anbrennen.

Die Zimtstange entfernen und das Chutney in vorbereitete Twist-Off- Gläser füllen.

Es paßt besonders gut zu Käse.