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Mittwoch, 15. April 2026

Dirty Bistro: Rinder-Carpaccio mit Haselnuss und Räucheraal-Mayonnaise

Seit meiner Kindheit liebe ich geräucherten Aal, das habe ich von meinem Vater. Im Sommer sind wir gerne an den Starnberger See gefahren und fast an jeder Ecke gab es ihn zu kaufen. Vor der Heimfahrt musste immer einer mit. Meine Mutter und mein Bruder konnten ihn nicht leiden - egal, so blieb mehr für uns beide.

Also musste ich dieses Carpaccio mit Haselnuss und Räucheraal-Mayonnaise, aus dem ersten Kochbuch "Dirty Bistro" von Max Strohe, für meine Rezension (hier nachzulesen) unbedingt ausprobieren. Die geschmackliche Kombination von Zitrone, Räucheraal und Haselnüssen zu dem Rinderfilet hat uns sehr begeistert. 

Die Zubereitung geht leicht von der Hand und es kann auch vieles vorbereitet werden. Mir gefällt besonders die gute Strukturierung des Rezepts. Die Haselnüsse lassen sich vorher reiben. Die Zitrusvinaigrette ich einfach zu machen hält auch ein bis zwei Tage. Die Räucheraal-Mayonnaise braucht etwas Aufmerksamkeit, wie jede Mayonnaise, damit sie nicht gerinnt. Sobald sie fertig ist, verträgt sie auch einen Tag im Kühlschrank. Damit könnte man alles vorbereiten und am Tag des Essens nur noch das Fleisch einfrieren und schneiden. Ein perfektes Rezept für Gästebewirtung.

Die Mengenangaben sind für den normalen Haushalt sehr gut gewählt. Trotzdem bleibt immer etwas übrig und für dieses Gericht kann man alles perfekt und in kurzer Zeit aufbrauchen. Mein Rinderfilet war etwas größer, aber das ist ein Vorteil beim Schneiden. Den Rest habe ich in zwei dicke Scheiben geschnitten und am nächsten Tag gebraten. Dazu gab es Kartoffeln und die restliche Mayo - ein perfektes Abendessen für zwei Personen. Die restlichen Haselnüsse bekam mein Mann in das Müsli und so waren sie auch schnell aufgebraucht. Die restliche Vinaigrette habe ich für ein Salatdressing verwendet.


für 4 Personen als Vorspeise


Carpaccio:
300 gr. Rinderfilet

Das Fleisch parieren und straff in Frischhaltefolie einwickeln. Die Enden fest einrollen, damit das Fleisch straff zu einer Rolle geformt wird. Für eine Stunde einfrieren und dann mit dem Messer in dünne Scheiben schneiden.


Zitronenvinaigrette:
1/2 Zitrone - Abrieb
Zitronensaft
1,5 TL Ahornsirup
1,5 TL Weißweinessig
50 ml Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Schale der Zitrone fein abreiben und mit einem Spritzer Zitronensaft, Ahornsirup, und Weißweinessig in ein hohes Becherglas geben. Mit dem Stabmixer pürieren und dabei das Olivenöl langsam einlaufen lassen. Die Vinaigrette mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.


Räucheraal-Mayonnaise:
1 Eigelb
1 EL Senf
50 gr. Räucheraal
Zitronensaft
100 ml Rapsöl
Salz

Den Aal in kleine Würfel schneiden und zusammen mit Senf, etwas Zitronensaft und einem Eigelb in ein hohes Becherglas geben. Mit dem Stabmixer alles fein pürieren. Den Mixer laufen lassen und das Rapsöl in einem dünnen Strahl dazugeben und einarbeiten, bis eine cremige Mayonnaise entsteht. Wenn sie zu dünn ist, mehr Öl einarbeiten. Wenn sie zu fest ist, etwas heißes Wasser einarbeiten. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.


Anrichten:
50 gr. geschälte Haselnüsse

Die Haselnüsse fein reiben und in eine kleine Schüssel geben.

Die Teller mit etwas Vinaigrette ausstreichen und einen großzügigen EL Räucheraal-Mayonnaise darauf verteilen. Das Carpaccio darauflegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann nochmals mit der Vinaigrette bepinseln. Die Haselnüsse darüber streuen und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:





















Samstag, 11. April 2026

Dirty Bistro: Lachs-Ceviche mit Kumquat und Estragon

Fisch und ganz besonders Lachs geht bei uns immer. So wusste ich sofort, dass ich dieses Gericht aus dem ersten Kochbuch "Dirty Bistro" von Max Strohe ausprobieren möchte.

Es war das erste Rezept, das ich für meine Rezension (hier nachzulesen) ausprobiert habe und ich war von der ersten Sekunde an begeistert. Endlich hat mal jemand eine Idee, wie man Kräuteröle auch in kleinen Mengen herstellen kann. Max Strohe beschreibt eine Methode im Thermomix und eine einfach in einem kleinen Topf. Das Problem ist nie der Thermomix, es ist die Menge. Mit der Topfmethode kann man die Menge sehr reduzieren. 

Zum zweiten kommt hier ein Zitronenöl zum Einsatz. Was für eine tolle Idee, die Schale von Biofrüchten gut zu verwerten, wenn man den Abrieb gerade nicht brauchen kann, aber den Saft.

Diese Variation der Ceviche schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sie kann auch sehr gut für Gäste vorbereitet werden. Man kann alle Komponenten mindestens einen Tag vorher fertig haben und muss nur noch die Lachs beizen. Das sollte sowieso erst kurz vor dem Servieren gemacht werden.

Die Aromatik ist sehr zitrusbetont, da nicht nur Kumquat, sondern auch Limette, Zitrone und Yuzu verwenden werden. Ein perfektes Rezept für meine Rezeptsammlung #zitrusliebe.


für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptgericht


Kumquats:
5 Kumquats
50 gr. Zucker

Die Kumquats längs halbieren, entkernen und dann in feine Scheiben schneiden.

Den Zucker mit 100 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Kumquats dazugeben, die Hitze reduzieren und rund eine Minute sanft köcheln lassen. Die Früchte mit dem Sud auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Im Kühlschrank aufbewahrt, können die Kumquats 2 - 3 Tage vorher vorbereitet werden. Vor das Gericht rechtzeitig herausnehmen, damit sie wieder Zimmertemperatur bekommen.


Lachs:
300 gr. Lachsloin
Abrieb einer Limette
50 gr. Salz
25 gr. Zucker

Die Schale der Limette abreiben und mit Salz und Zucker mischen. Die Limette für die Vinaigrette verwenden. Den Lachs rundum mit der Mischung bedecken und für 4 Minuten beizen. Dann mit kaltem Wasser abwaschen und mit Küchenkrepp gut abtrocknen. In feine Scheiben schneiden.

Die Beize kann einen Tag vorher vorbereitet werden. Der Lachs sollte unmittelbar vor dem Servieren gebeizt werden.


Zitronenöl:
1 Zitrone
125 ml mildes Olivenöl

Die Zitrone fein abreiben und mit dem Öl in ein Glas geben und gut verschließen. Drei bis fünf Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen und täglich schütteln. Dann durch ein feines Sieb abpassieren und im Kühlschrank aufbewahren. Es ist etwa zwei Wochen haltbar.


Vinaigrette:
1 Limette
20 ml Yuzusaft
1,5 EL Ahornsirup
1 Jalapeno
1 kleine Schalotte
20 ml Zitronenöl
Salz

Den Saft der Limette auspressen und mit Yuzusaft und Ahornsirup in ein kleines Becherglas geben. 

Die Jalapeno längs halbieren, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotte schälen und ebenfalls fein würfeln. Alles zur Flüssigkeit geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Dann mit dem Stabmixer mixen und durch ein Sieb abpassieren. Nun das Zitronenöl dazugeben und mit dem Stabmixer einarbeiten. Mit Salz abschmecken.

Die Vinaigrette kann einen Tag vorher vorbereitet werden.


Estragonöl:
25 gr. Estragonblätter und zarte Zweige
50 ml Rapsöl

Den Estragon grob schneiden und mit dem Öl in einen kleinen Topf geben. Das Öl leicht erwärmen, bis es 80 Grad hat. Nun in ein Becherglas geben und mit dem Stabmixer rund fünf Minuten durchmixen. Danach durch ein feines Passiersieb in ein anderes Becherglas abgießen.

Das Öl für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sich das Öl vom Wasser der Kräuter absetzt. Nun das obere Öl vorsichtig abgießen und kalt aufbewahren. Das Öl hält rund 5 Tage.


Anrichten:
Kresse

Die Lachsscheiben auf Tellern anrichten, mit der Vinaigrette marinieren. Kumquatscheiben mit einem Löffel aus dem Sud holen und auf die Lachsscheiben geben. Mit der Kresse garnieren. Alles mit dem Estragonöl beträufeln.


Eine Inspiration aus:




















Sonntag, 29. März 2026

#zitrusliebe - Tussi-Teller Winter-Edition

Seit Eline vom wunderbaren Blog Küchentanz (den sie leider geschlossen hat) zum ersten Mal Mozzarella mit Tomate als Tussi-Teller bezeichnet hat, verwenden wir diesen Begriff nur noch dafür. Es ist ein sehr einfaches Gericht, aber es schmeckt sehr gut. Weshalb man es im Restaurant bestellt, wo man es doch in wenigen Minuten daheim machen kann, hat sich mir nie erschlossen.

Vor kurzem hatte ich ein paar Stangen Staudensellerie und einige Kumquats übrig, die weg mussten. Irgendwie drängte sich mir ein Salat-Topping für Mozzarella auf. Und das hat so gut geschmeckt, dass ich mir unbedingt einen "Merker" im Blog machen muss. Also, wer auch Spaß daran hat, es geht blitzschnell und schmeckt schön frisch.

Weitere Rezepte mit Zitrusfrüchten gibt es in meiner Rezeptsammlung #zitrusliebe.


für 2 Personen

2 kleine Mozzarella
6 Kumquat
2 - 3 Stiele Staudensellerie
5 Cocktailtomaten
Weißweinessig
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 - 3 Zweige Koriander, gerne auch die Wurzel verwenden

Den Mozzarella abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben fächerartig auf Teller platzieren.

Die Kumquat längs halbieren, die Kerne entfernen und dann in feine Scheiben schneiden.

Den Staudensellerie schälen und damit die Fäden entfernen. Dann diagonal in Streifen schneiden. Die breite Stelle unten vorher längs halbieren, damit die Stücke etwa gleichgroß sind.

Die Tomaten halbieren, den Strunk entfernen und dann fein würfeln.

Alles in einer Schüssel vermischen. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und den Salat damit marinieren. Kurz ziehen lassen.

Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Wenn der Koriander Wurzeln hat, diese schälen und fein würfeln. Die Korianderwürfel und die Hälfte der Korianderblätter mit dem Salat vermischen.

Den Salat auf den Mozzarellascheiben verteilen und mit dem restlichen Koriander bestreuen. Sofort servieren.









Dienstag, 17. März 2026

Türkei vegetarisch: Geröstete Aubergine mit grünem Kräuteröl

Die Aubergine ist eine Diva. Sie schmeckt phantastisch, wenn man sie richtig behandelt. Sobald sie falsch zubereitet wird, sieht sie schrecklich aus und schmeckt genauso. Deshalb sollte man immer Gerichte aus Länderküchen probieren, wo sie heimisch ist, wie in der türkischen Küche.

Also war es klar, dass ich für meine Rezension von dem neuen Kochbuch "Türkei vegetarisch" diese geröstete Aubergine ausprobieren werde. Und dieses Gericht hat uns sehr begeistert. Es lässt sich auch mit überschaubarem Aufwand zubereiten. Man könnte die einzelnen Komponenten, wie Aubergine, Joghurt, Kräuteröl und Garnitur sogar ein bis zwei Tage im voraus kochen. Zum Servieren sollte die Aubergine unbedingt Zimmertemperatur haben.

Gut gefallen hat mir auch das grüne Kräuteröl in einer haushaltsüblichen Menge. Natürlich lässt sich das perfekt im Thermomix machen, aber so kleine Mengen sind damit nicht möglich. So ist das eine sehr gute Alternative.

Weitere schöne Auberginenrezepte habe ich in meiner Rezeptsammlung #lilafreude veröffentlicht. 

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.



für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

1 längliche, schmale Aubergine mit ca. 250 gr.

Tahini-Joghurt:
1 Knoblauchzehe
125 gr. Sahnejoghurt
Prise Salz
1 EL Tahini
Zitronenabrieb
1 EL Zitronensaft

Kräuteröl:
5 EL Olivenöl
3 Stängel Petersilie
2 Stängel Minze
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Anrichten:
Granatapfelkerne
2 EL geröstete Pinienkerne
1 kleine Chili
Petersilienblätter
Minzeblätter

Den Backofen auf 220 Grad Umluft vorheizen.

Den Knoblauch schälen, grob hacken und salzen. Mit der breiten Schneide des Messers zu einer Paste verreiben. Die Knoblauchpaste mit Joghurt, Tahini, Zitronenschale und Zitronensaft gut verrühren und kalt stellen.

Die Aubergine mit einem scharfen Messer einige Male einstechen. Beim Backofen die Grillfunktion zuschalten und die Aubergine auf der obersten Schiene für ca. 25 Minuten rösten. Sie sollte außen schwarz und innen weich sein.

Danach herausnehmen und in einen kleinen Topf mit Deckel geben, damit sie schwitzt. So lässt sich die Schale besser entfernen. Die Schale vorsichtig abziehen. Den Stiel, aus optischen Gründen, dranlassen und die Aubergine etwas flachdrücken und einschneiden, damit sie sich gut auffächern lässt.

Für das Kräuteröl die Kräuterblätter abzupfen, in Streifen schneiden und in ein hohes Becherglas geben. Den Knoblauch schälen und fein würfeln und mit dem Zitronensaft zu den Kräutern geben. Das Olivenöl auf 65 Grad erhitzen und die Kräuter übergießen. Sofort mit dem Stabmixer pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen.

Granatapfelkerne auslösen, Pinienkerne in einer trockenen Pfanne rösten, die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Ein paar kleine Petersilienblätter und Minzblätter vorbereiten.

Den Tahini-Joghurt auf einen Teller streichen und die Aubergine auf dem Joghurt platzieren. Mit dem Kräuteröl beträufeln und mit Granatapfelkernen, Pinienkernen, Chili und Kräuterblättern garnieren.

Eine Inspiration aus:















Link zum Buch






Mittwoch, 4. Februar 2026

#lunchtapas - Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot

Für das Rote-Bete-Carpaccio mit Bottarga habe ich zusätzlich Ringelbete gegart und mariniert. Vom Geschmack war ich begeistert, aber es passte überhaupt nicht zum Bottarga. In meinem Kopf spuckte sofort ein Stück geräucherte Aal herum. Ich liebe geräucherten Aal. 

Wenn meine Eltern mit uns Kindern am Wochenende an den Starnberger See gefahren sind, kauften wir kurz vor der Heimfahrt einen geräucherten Aal. Überall gab es Fischerhütten, die Tafeln hatten, auf denen "Räucheraal" angeschrieben war. Mein Vater liebte auch Räucheraal. Meine Mutter und mein Bruder nicht. Also blieb der Aal für Papa und mich und mir ist diese Liebe geblieben.

Diese Kombination mit dem Aal und dem gerösteten Brot war perfekt, genauso, wie ich mir das vorgestellt habe. Deshalb darf die Ringelbete auch in meine Rezeptsammlung #rotebeteglück - Link zur Sammlung.

An dem Tag, als ich das gekocht habe, gab es auch noch eine weitere Neuentwicklung - Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot und somit ein ganz wunderbares Mittagessen. 



für 8 - 10 kleine Bissen

100 gr. geräuchertes Aalfilet
2 kleine Ringelbeten
Rapsöl
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer
Kümmel
1/2 Zitrone
Olivenöl
ein paar Stiele Schnittlauch
4 bis 5 Scheiben Ciabatta
etwas Butter
etwas Olivenöl

Die Ringelbeten waschen, trocken tupfen und auf je ein Stück Alufolie legen. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus Rapsöl, Salz, Zucker, Pfeffer und Kümmel eine Marinade rühren und die Ringelbeten rundum damit einpinseln. Dann fest in die Alufolie einwickeln und in eine Auflaufform geben.

Für ca. 75 Minuten bei 200 Grad garen. Herausnehmen, auskühlen lassen und dann schälen und in sehr feine Scheiben hobeln.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren und die Ringelbete darin über Nacht marinieren.

Den Aal in Stücke schneiden, die auf die Brote passen. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Die Brotscheiben halbieren. Butter und Olivenöl in einer beschichteten Pfanne aufschäumen lassen und das Brot, bei mittlerer Temperatur, darin rösten.

Die Brote erst kurz vor dem Servieren anrichten, damit das Brot knusprig bleibt. Aal auf das Brot geben, mit der Ringelbete belegen und mit Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren.



Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot
Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot





Samstag, 31. Januar 2026

#lunchtapas - Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot

Reste sind etwas schönes, wenn etwas Neues daraus entsteht. Das war meine Grundidee, als noch ein kleines Stückchen Bottarga übrig geblieben ist. Den Bottarga kann man nur in einem Doppelstrang kaufen und dann müssen eben verschiedene Gerichte damit zubereitet werden. Rote-Bete-Carpaccio mit Bottarga und Spaghetti mit Bottarga gab es schon.

Jetzt musste was Neues her. Irgendwie kam ich auf die Idee es mit einer Art Kohlrabi-Salat zu versuchen. Da Zitrusaromen sehr gut zu Bottarga passen und ich noch Salzzitronen hatte, war die neue Bottarga-Variante schnell gezaubert. Und weil ich gerade so schön im Schwung war, gab es für uns auch noch Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot.


für 8 - 10 kleine Bissen

1 kleiner Kohlrabi
etwas Salzzitrone
ca. 5 cm Bottarga-Stück
2 EL Crème fraîche
1 EL Sud der Salzzitrone
1/2 EL Olivenöl
Salz
Prise Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 bis 5 Scheiben Ciabatta
etwas Butter
etwas Olivenöl

Den Kohlrabi schälen und in feine Julienne hobeln. Die kleinen, zarten Kohlrabiblätter für die Deko verwenden. Den Stiel herausschneiden und die Blätter in sehr feine Streifen schneiden.

Das Stück Salzzitrone in kleine Würfel schneiden und mit Crème fraîche, dem Sud, Olivenöl zu einer Marinade verrühren. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Den Bottarga grob raspeln.

Die Brotscheiben halbieren. Butter und Olivenöl in einer beschichteten Pfanne aufschäumen lassen und das Brot, bei mittlerer Temperatur, darin rösten.

Die Brote erst kurz vor dem Servieren anrichten, damit das Brot knusprig bleibt. Kohlrabi auf das Brot geben, mit Bottarga bestreuen und mit Kohlrabiblättern garnieren. Sofort servieren.



Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot
Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot





Mittwoch, 14. Januar 2026

Gebackene Sardinen mit frischem Oregano

Ich liebe Sardinen mit ihrem würzig-kräftigen Geschmack. Leider kann man sie nicht das ganze Jahr frisch kaufen. Ihre Saison geht von Mai bis September und nicht jeder Fischhändler hat sie im Angebot. Ich kaufe sie immer, wenn ich sie sehe. 

Als es in meinem Frischeparadies wieder fangfrische Sardinen gab, habe ich gleich ein paar Rezepte ausprobiert. Dieses Gericht lässt sich sehr schön vorbereiten. Man könnte sogar alles in den Auflaufförmchen einen halben Tag vorher fertig machen und dann in den Ofen schieben. Somit wäre das perfekt für Gäste. Weil es mir so gut gefallen hat, habe ich es nochmals in einer anderen Variante ausprobiert. Beides hat seinen Reiz.

Noch bis morgen sucht Nadja von Little Kitchen and more Rezepte aus dem Ofen und veranstaltet gemeinsam mit Zorra vom Blog Kochtopf das gleichnamige Blog-Event. Da bin ich gerne dabei und mache mit meinem Rezept ein bisschen Lust auf die wärmere Jahreszeit.

für 2 Personen als Snack

4 Sardinen
2 Knoblauchzehen
1 kleine rote Chili
1/2 Zitrone
2 Zweige Majoran
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Sardinen schuppen, Kopf und Schwanz wegschneiden und die Gräten entfernen. Darauf achten, dass die beiden Filets noch verbunden sind. Die Filets auf beiden Hautseiten diagonal einschneiden.

Die Knoblauchzehen mit der Schale andrücken. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und fein würfeln. Die Zitrone in feine Scheiben schneiden, dabei die Kerne entfernen. Die Majoranblättchen abzupfen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ofenfeste Förmchen mit Olivenöl ausstreichen. Die Sardinen mit Salz und Pfeffer würzen und in die Förmchen legen. Knoblauchzehen und Chili dazugeben und die Zitronenscheiben zwischen die Fische legen. Die Majoranblättchen auf den Sardinen verteilen (ein paar für die Deko aufheben). Alles mit Olivenöl beträufeln und für ca. 10 Minuten in den Ofen geben.



Und das Ganze als Variante:

4 Sardinen
2 Knoblauchzehen
1 kleine rote Chili
1 Schnitz Salzzitrone
2 Zweige Majoran
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Sardinen schuppen, die Gräten und Innereien entfernen. Darauf achten, dass die beiden Filets noch verbunden sind. Die Filets auf beiden Hautseiten diagonal einschneiden.

Die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und fein würfeln. Die Salzzitrone ebemfalls fein würfeln. Die Majoranblättchen abzupfen. Alles mit etwas Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ofenfeste Form mit Olivenöl ausstreichen. Die Sardinen mit Salz und Pfeffer würzen und in die Form legen und mit der vorbereiteten Mischung bedecken und für ca. 10 Minuten in den Ofen geben.




Mein Beitrag zum Blog-Event "Aus dem Ofen"

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026)



Eine Inspiration aus:






























Samstag, 10. Januar 2026

#fenchelfreude: Marinierter Fenchel mit Burrata und Fenchelsalami

Unter unseren Freunden gibt es einige, die sich als "Fenchelhasser" bezeichnen. Die konnte ich immer vom Gegenteil überzeugen, mit diesem Gericht. Das habe ich bereits 2011, mit dem Hinweis auf das ultimative Rezept für Fenchelhasser, veröffentlicht. An diese Geschichte musste ich denken, als nun dieses gekocht hat, da ich es fast als Variante davon empfinde. Es schmeckte uns genauso gut und hat den Vorteil, dass die Zubereitung weniger aufwändig ist.

Empfehlen kann ich auch diesen eingelegten Fenchel, den man gut vorbereiten kann.

Weitere schöne Fenchelrezept sind in meiner Rezeptsammlung #fenchelfreude zu finden.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

2 große Fenchelknollen
Salz
1 große Schalotte
1/2 TL Korianderkörner
1 TL Honig
2 EL Sherry
2 EL weißen Balsamico
Pfeffer

Anrichten:
Burrata
Fenchelsalami
Fenchelgrün

Die harten Teile und den Stunk des Fenchels entfernen und die Knollen längs achteln. Das Fenchelgrün zerkleinern und extra aufbewahren.

Die Schalotte schälen und fein würfeln. Die Korianderkörner mit dem flachen Teil des Messers zerdrücken und zu den Schalottenwürfeln geben. Honig, Sherry und Balsamico einrühren und die Marinade mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fenchelstücke in kochendem Salzwasser ca. 5 bis 10 Minuten garen. Der Fenchel sollte leicht bissfest sein. Dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen.

Den Fenchel in eine Schüssel geben und mit der Marinade begießen. Fenchel und Marinade mit den Händen gut vermischen. Dann alles in eine flache Schale geben und diese abdecken. Den Fenchel über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am nächsten Tag den Fenchel rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. Mit Mozzarella, Fenchelsalami und dem Fenchelgrün servieren. 


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch



Dienstag, 6. Januar 2026

#lunchtapas - Ricotta-Auflauf 2.0

Seit über 20 Jahren mache ich gerne den Ricotta-Auflauf aus dem Kochbuch "River Cafe Easy". Dann habe ich ein Rezept für Gebackenen Ricotta in einem Slowfood-Heft entdeckt. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte es gerne ausprobieren. Leider war das Ergebnis sehr enttäuschend es hat uns weder optisch gefallen, noch geschmeckt. 

Ein paar Kleinigkeiten fand ich gut und habe beschlossen, die in mein bewährtes Rezept einzuarbeiten. Und wenn ich schon mal ändere, dann kann ich auch die Menge für 2 Personen reduzieren. Und das hat alles zusammen sehr gut harmoniert. Hier kommt also der Ricotta-Auflauf 2.0. Ich nehme eine mittelgroße Auflaufform und eine kleine. So kann ich den kleinen Rest am nächsten Tag perfekt servieren, da der Ricotta-Auflauf warm und kalt schmeckt.

Weitere schöne Rezepte mit Tomaten sind hier zu finden.



für 2 Personen

250 gr. Ricotta
1 - 2 EL weiche Butter
2 - 3 EL geriebenen Parmesan
1 Knoblauchzehe
1 große Rispe Cocktailtomaten
Olivenöl
3 Eier
100 gr. Crème fraiche
einige Zweige Thymian
1 kleiner Zweig Rosmarin
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Tomaten von der Rispe pflücken und rundum mit einem Schaschlickstab einstechen. Die Knoblauchzehe schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Thymianblätter und die Rosmarinnadeln abstreifen.

In eine kleine ofenfeste Form 2 EL Olivenöl geben. Die Knoblauchwürfelchen, die Hälfte der Thymianblätter und die Rosmarinnadeln hineingeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomaten einlegen und alles gut vermengen, damit die Tomaten rundum mit dem Öl überzogen sind. Alles für 15 Minuten in den Backofen geben.

In der Zwischenzeit die Auflaufform mit Butter auspinseln. Den Parmesan reiben und die Auflaufform damit ausstreuen. Den Rand nicht aussparen.

Den Ricotta mit den Eiern mit einem Handrührgerät auf kleinster Stufe verquirlen. Die zweite Hälfte der Thymianblätter und die Crème fraiche einrühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse in die Auflaufform geben. Die Form sollte maximal zu 2/3 gefüllt sein, da die Masse aufgeht und nicht überlaufen sollte.

Die gegarten Tomaten auf der Creme verteilen und das aromatisierte Olivenöl mit einem Löffel darüber geben. Die Auflaufform für 20 Minuten in den Backofen geben. Der Auflauf ist fertig, wenn er gestockt ist. Er schmeckt warm und kalt. Ein Salat passt gut dazu.


Eine Inspiration aus:









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Montag, 29. Dezember 2025

Würzig marinierte Sardinen

Leider ist die Saison kurz, in der man frische Sardinen bekommt. Ich liebe den würzigen Geschmack von Sardinen und kaufe immer welche, wenn ich sie frisch bekommen kann. Im Lauf der Zeit habe ich mir eine Rezeptsammlung zugelegt, um sie immer wieder anders zuzubereiten.

Dieses Gericht stammt von dem ehemaligen 3-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt und wurde in einem Barbuch veröffentlicht, sozusagen als Barfood der Spitzenklasse. Trotzdem lässt es sich relativ einfach und schnell zubereiten. Die meiste Arbeit und das meiste Know-How wird benötigt, um die Sardinen küchenfertig zu machen.

Bei mir gibt es diesen Snack als glutenfreie Variante. Wer das nicht machen muss, kann normales Weizenmehl nehmen.


für 2 Personen als Snack
die Menge kann entsprechend hochgerechnet werden

4 Sardinen
1 kleine Thai-Chili
1 Knoblauchzehe
Reismehl
Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Lorbeerblätter
1 TL geräuchertes Paprikapulver, süß
50 ml Weißweinessig
50 ml trockenen Weißwein
50 ml Wasser
Salz

Von den Sardinen Kopf und Schwanz abschneiden, ausnehmen und die Gräten entfernen. Darauf achten, dass die beiden Filets verbunden bleiben.

Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und dann fein würfeln. Die Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein würfeln.

Die Sardinen in Reismehl wenden (nur die Hautseite) und überschüssiges Mehl abstreifen. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die (zusammengeklappten) Sardinen auf beiden Seiten (nur Hautseite) anbraten, bis sie gebräunt sind. Die Sardinen herausnehmen und in eine Porzellanschüssel legen.

Das Öl etwas abkühlen lassen und Knoblauch- und Chiliwürfel zusammen mit Pfeffer bei mittlerer Hitze anbraten. Der Knoblauch sollte goldgelb sein. 

Alles mit dem Gemisch aus Essig, Weißwein und Wasser ablöschen. Lorbeer, Paprikapulver und Salz dazugeben und alles einmal aufkochen lassen. Für rund eine Minute kochen lassen. Dann den Sud mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Sud über die Sardinen gießen. Die Sardinen abgedeckt für mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur marinieren.

Mit etwas Sud servieren.



Eine Inspiration aus:



Mittwoch, 10. Dezember 2025

Sushi-Pizza - Frittierter Sushi-Reis mit Lachs und Tobiko

Was kocht man, wenn man sich eine Meinung zu einem Kochbuch mit dem Titel "Neue asiatische Küche" bilden möchte und glutenfrei kochen muss? Erschwerend kommt hinzu, dass ich eine ganz große Schwäche für knuspriges Essen habe. Und dann habe ich im aktuellen Kochbuch von The Duc Ngo diese Sushi-Pizza entdeckt.

Ich war sofort angefixt und wollte sie unbedingt ausprobieren. Das Ergebnis hat meinen Mann und mich begeistert. Das Gluten-Problem lässt sich einfach lösen, da die Sojasauce extra serviert wird. Und hier gleich mein Tipp: die glutenfreie Lieblings-Sojasauce meines Mannes ist Hop Soy von Johannes Selmayer.

Das Gericht ist etwas aufwändiger, aber das Ergebnis lohnt sich sehr. Wenn man es gut organisiert, kann man es trotzdem in vernünftiger Zeit auf den Tisch bringen. An zwei Stellen habe ich etwas geschummelt, da in dem Buch Restaurant-Rezepte vorgestellt werden. Das bedeutet, dass da ganz andere Mengen verarbeitet werden und für den kleinen Haushalt nur schwierig heruntergerechnet werden können. So habe ich zum Marinieren des Sushi-Reis eine fertige Marinade verwendet und für die Chili-Mayo nur eine winzige Menge hergestellt.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.



für 2 Personen

200 Sushi-Reis
60 ml Sushi-Marinade
(ergibt ca. 400 gr. gekochten Sushi-Reis)

4 EL japanische Mayonnaise
1 EL Sriracha-Sauce
ein Spritzer geröstetes Sesamöl
1 EL weißen Sesam
1/4 Gurke
2 Frühlingszwiebeln - nur das Grüne
250 gr. Lachsloin, Sashimiqualität
1 kleines Glas Tobiko orange

Anrichten:
Wasabi
Sushi-Ingwer
Sojasauce

Den Reis in einen Topf geben und mit kalten Wasser auffüllen. Mit der Hand vorsichtig den Reis waschen und das trübe Wasser abgießen. Diesen Vorgang wiederholt man so lange, bis das Wasser klar ist.

Dann frisches Wasser auffüllen, bis es etwa 2 cm über dem Reis steht. Mit geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur das Wasser zum Kochen bringen. Das sieht man, sobald der Wasserdampf austritt. Dann den Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen.

Den Topf ohne Deckel zum zweiten Mal erhitzen. Diesmal die Temperatur höher wählen. Sobald das Wasser verdampft ist, ist der Reis fertig. Den gegarten Reis in eine Schüssel geben und vorsichtig mit einem breiten, flachen Holzlöffel auflockern. 

Die Marinade über dem Reis verteilen und mit dem Löffel vorsichtig vermengen. Den Reis in 6 ungefähr gleichgroße Portionen teilen. 6 Stücke Frischhaltefolie auf der Arbeitsplatte auslegen. Die Hände mit kaltem Wasser befreuchten und die 6 Portionen zu 6 gleich großen Bällen formen. Jedesmal die Hände erneut befeuchten. Die Bälle auf die Frischhaltefolie legen, die Folie überlappen und mit der flachen Hand zu runden Pizzen drücken  (Durchmesser ca. 12 cm). 

Die verpackten Pizzen über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag werden zuerst alle Zutaten vorbereitet:
  • Die Mayonnaise mit der Sriracha und dem Sesamöl verrühren.
  • Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten.
  • Die Gurke ungeschält in hauchdünne Scheiben schneiden.
  • Das Grün der Frühlingszwiebeln schräg in sehr dünne Streifen schneiden.
  • Den Lachsloin in 24 Scheiben schneiden. Jede Pizza wird mit 4 Scheiben belegt.
Das Rapsöl in einem hohen Wok auf 180 Grad erhitzen. In der Zwischenzeit die Pizzen aus der Frischhaltefolie auspacken. Zwei große Teller mit Küchenpapier auslegen. Die Pizzen portionsweise goldbraun und knusprig frittieren. Dabei öfters wenden. Herausheben und auf dem Küchenpapier abtropfen lassen.

Die knusprigen Pizzas mit der Chili-Mayonnaise bestreichen und den Lachsscheiben belegen. Darauf die Gurkenscheiben und den Tobiko verteilen. Mit Frühlingszwiebelgrün und Sesam bestreuen. Mit Sojasauce, Sushi-Ingwer und Wasabi sofort servieren.

Eine Inspiration aus:




















Dienstag, 2. Dezember 2025

#lilafreude: Nasu Goma-Ae - Frittierte Aubergine mit Sesamsauce

Der Aubergine wird nachgesagt, dass man sie nicht so zubereiten kann, dass sie gut schmeckt. Dabei ist sie überraschend vielseitig und hat ihren Platz in unterschiedlichen Länderküchen gefunden. Man schätzt sie in Italien, in orientalischen Ländern und auch in Asien. 

Wenn ich eine Zubereitungsart entdecke, die ich noch nicht kannte, dann probiere ich das gerne aus. So wie die geschälte und frittierte Aubergine im aktuellen Kochbuch von The Duc Ngo. Das Kochen geht erstaunlich schnell und das Ergebnis schmeckt ungewöhnlich, aber sehr gut.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.



für 2 Personen:

Aubergine:
1 Aubergine
5 grüne Stiele der Frühlingszwiebel
1 EL Sesam weiß
1 Liter Rapsöl

Die Aubergine schälen und längs achteln. Die Achtel quer halbieren. 
Die grünen Teile der Frühlingszwiebel schräg in sehr feine Streifen schneiden.
Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten.

Das Rapsöl in einem Wok auf 180 Grad erhitzen. Einen Teller mit Küchenpapier auslegen. Die Auberginenstücke im heißen Öl goldgelb frittieren. Dabei öfters wenden. Herausheben, auf dem Küchenkrepp abtropfen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 


Sauce:
2 EL Tahinpaste
1/2 EL Sesam weiß
1 gehäufter EL Zucker
1 Prise Salz
1/2 EL Sojasauce
1 EL Reisessig
2 EL Rapsöl
1 EL Sesamöl geröstet

Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten und mit allen anderen Zutaten vermischen. Mit einem Schneebesen zu einer cremigen Sauce rühren und mit Salz abschmecken.


Anrichten:
Die frittierten Auberginenstücke auf Teller geben und mit der Sauce übergießen. Mit Frühlingszwiebeln und Sesam dekorieren.


Eine Inspiration aus:




















Samstag, 29. November 2025

Sake Aburi Tiradito - Geflämmter Lachs mit einer peruanischen Chilisauce

Dieses Gericht aus dem Kochbuch von The Duc Ngo ist eine raffinierte Kombination aus Sashimi und Ceviche. Mir gefällt bei der"richtigen" Ceviche immer nicht, dass der Fisch in grobe Würfel geschnitten wird. Schöner finde ich dünne Scheiben, oder so wie hier etwas dickere.

Ansonsten kann das alles schnell gemacht werden, Sauce und den Belag könnte man sogar einen Tag vorher zubereiten. Dann müsste nur noch der Fisch aufgeschnitten und abgebunst werden. Das macht es ideal als Einstieg für die Bewirtung von Gästen.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.



für 2 Personen

Sauce:
1 kleine Saftorange
1/2 Limette
1 EL Sojasauce
1 Schuss Olivenöl
1 Schuss Yuzu-Essig
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Saft der Orange auspressen, die Schale der Limette fein abreiben (für den Belag) und dann die Limette auspressen. Die Zitrussäfte mit Sojasauce, Olivenöl und Yuzu-Essig vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Belag:
Stiele von 10 Korianderstengeln
1 kleine rote Chili
etwas rote Zwiebel
1 Streifen frischer Ingwer
10 Stiele Schnittlauch
Limettenabrieb oder gefrorenes Zitronengras, frisch gerieben

Die Stiele von Koriander und Schnittlauch in feine Ringe schneiden. Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer schälen und fein würfeln. Jede Zutat (außer Chili) sollte in etwa die gleiche Menge haben. Alles mit der vorher abgeriebenen Limettenschale vermengen. Alternativ kann man auch den unteren Teil von Zitronengras einfrieren und mit der Microplane fein über den Fisch reiben.


Fisch:
200 gr. Lachsloin
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Lachs in gleichgroße Scheiben schneiden und auf Teller legen. Mit dem Bunsenbrenner auf einer Seite abflämmen und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Mit der Sauce begießen und den Belag längs auf die Fischscheiben geben. Sofort servieren.




Eine Inspiration aus:




















Freitag, 14. November 2025

Schafsmilch-Labneh mit gebratenem Koriandergrün, Knoblauch, Sumach und Mandeln

Irgendwie erkenne ich mich gerade selbst nicht wieder. Joghurt ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich mag die strenge Milchsäure nicht. Aber, ich habe Labneh für mich entdeckt. Seien wir mal ehrlich, der ist blitzschnell gemacht. Einfach Joghurt mit etwas Salz mischen und über Nacht abhängen lassen. Am nächsten Tag hat man eine wunderbar cremige Masse, die man vielfältig kombinieren kann. 

Weitere Beispiele:
Labneh de Luxe
Zucchinisalat auf Labneh

Diese Variante habe ich ausprobiert, weil ich mir gebratenen Koriander nicht vorstellen konnte und er hat mir gut gefallen. Auch die Kombination mit den Mandeln finde ich wirklich toll.



für 2 Personen oder 4 - 6 Personen als Mezze-Auswahl


300 gr. Schafsjoghurt mit 10 % Fett
Prise Salz

Den Joghurt mit Salz verrühren und über einem feinen Sieb oder Küchentuch abhängen. Über Nacht abtropfen lassen.


Schafsmilch-Labneh
1 Bund Koriander
2 Knoblauchzehen
40 gr. Mandelstifte
Olivenöl
Sumach
Meersalzflocken

Die Korianderblätter (mit den zarten Stielen) abzupfen und grob schneiden. Die Knoblauchzehen in Scheiben schneiden.

Das Olivenöl erhitzen und die Mandelstifte darin goldgelb braten. Herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen, leicht salzen.

Im restlichen Öl zuerst die Knoblauchscheiben goldgelb braten. Dann den Koriander dazugeben und "zusammenfallen lassen" (wie man es mit Spinat macht). Kurz braten und alles leicht salzen.

Den Labneh mit einem Löffel auf einem Teller verteilen und mit den Mandeln bestreuen. Knoblauch und Koriander darauf geben und mit Sumach und Meersalzflocken bestreuen. Sofort servieren.

Dazu schmeckt Fladenbrot oder Weißbrot jeder Art.


Eine Inspiration aus:









 









Mittwoch, 29. Oktober 2025

Saibling "in Saor"

"In Saor" ist in Italien eine sehr klassische Zubereitung für Sardinen. Im Kochbuch Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) verwendet Thomas Gruber eine Reinanke. Das ist ein Fisch, der in Österreich nahezu allgegenwärtig ist und auch im schönen Wörthersee in Kärnten schwimmt. Bei uns ist er nur sehr schwer zu bekommen, das ist aber kein Problem, da er zu den Salmoniden zählt und somit gut mit Saibling oder Forelle ersetzt werden kann.

Mir hat die Grundidee sehr gut gefallen, dass auch die Bauchlappen für das fertige Gericht verwendet werden. Das Gleiche gilt für die Zutaten in der Saor-Marinade. Auch sie werden serviert. Die Anrichtweise ist etwas schwer zu erkennen, spiegelt aber die Idee wieder, alles zu verwenden und damit einen "Fisch" zu komplettieren.

Im Originalrezept werden winzige Gurken mit Blüte verwendet. Das sieht hübscher aus, als meine Kombination aus Gurkenwürfeln und Kapuzinerkresseblüten, tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Es ist schon etwas aufwändig die unterschiedlichen Komponenten herzustellen, aber mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, dieses Gericht zu kochen. Man muss sich nur etwas Zeit nehmen und Stück für Stück die einzelnen Bestandteile umzusetzen. Auch das Anrichten braucht Zeit. Dafür bekommt man ein optisch sehr schönes Gericht, das auch ganz fantastisch schmeckt.

Meine Rezension des Kochbuchs Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) ist hier zu finden: Link.



für 2 Personen

Saibling:
2 Saiblingsfilets mit Haut
grobes Meersalz

1 mittlere weiße Zwiebel
4 Lorbeerblätter
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL Sultaninen
2 TL Pinienkerne
1 Schuss Olivenöl
Salz
150 ml Weißweinessig
150 ml Fischfond
5 EL Zucker
Fenchelpollen

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Die Lorbeerblätter am Rand etwas einreißen. In einem weiten Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Lorbeer, Pfeffer, Sultaninen und Pinienkerne anschwitzen, leicht salzen. Sie sollten keine Farbe nehmen. Mit dem Essig ablöschen und dem Fischfond aufgiessen. Alles leicht aufkochen lassen, den Zucker dazugeben und dann vom Herd nehmen. Den Sud auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Die Saiblingsfilets auf Gräten kontrollieren und ggf. entfernen. Anschließend das grobe Meersalz in einen passenden Behälter geben. Die Saiblingsfilets mit der Hautseite nach unten einlegen und mit einer weiteren Salzschicht bedecken. Für 10 Minuten beizen. Danach kalt abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen und erneut in in eine passende Schale legen und mit dem abgekühlten Sud übergiesen. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Fischfilets aus dem Sud holen und abtropfen lassen. Die Haut sorgfältig entfernen und die Bauchlappen abschneiden. Das Fischfleisch der Bauchlappen sehr fein würfeln. Einige Pinienkerne aus der Marinade holen und mit dem Messer zerdrücken. 

Das Tatar mit den Pinienkernen und den Fenchelpollen abschmecken.

Das Fischfilet in der Form eines halben Fisches auf den Teller legen und den "Körper" mit dem Tatar auffüllen. Das Tatar mit Zwiebelringen dekorieren.


Gurkensauce:
1/3 einer Salatgurke und die Reste der Gurkenwürfel, die zum Anrichten benötigt werden
1 TL Olivenöl
Zitronenabrieb
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Gurke entsaften und das Olivenöl dazugeben. Mit dem Zauberstab montieren und mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. Bis zum Anrichten kaltstellen.

Die Gurkensauce angießen.


Fenchelmayo und Fenchelöl:
2 Fenchel mit viel Grün
1 sehr großer Bund Bronzefenchel
200 ml Rapsöl
1 Eigelb
1 TL Dijonsenf
1/2 Zitrone
Salz

Das Grün des Fenchels in sehr feine Streifen schneiden. Vom Bronzefenchel die zarten Stiele abzupfen. Alles mit dem Rapsöl in den Thermomix geben. Die Menge sollte ungefähr so viel sein, dass der Behälter zu einem Viertel gefüllt ist. Alles sehr fein mixen und durch ein sehr feines Passiersieb streichen.

In ein Bechergefäss Eigelb, Senf und den Saft der halben Zitrone geben. Vom Fenchelöl zwei EL für das spätere Anrichten abnehmen. Mit dem Zauberstab die Zutaten im Bechergefäss aufmixen und das Fenchelöl portionsweise dazugeben und zu einer Mayonnaise montieren. Mit Salz abschmecken. Die Mayo in eine Spritzflasche füllen. 

Den zweiten Teil der Fisch-Silhouette mit Tupfen der Mayo auf den Teller spritzen.

Das restliche Fenchelöl auf den Gurkensud tröpfeln.


Zum Anrichten bereitstellen:
Saiblingstatar
Fenchelpollen
Pinienkerne, Sultaninen und Zwiebelringe aus dem Sud
Gurkenwürfel - ein breiter Ring einer Gurke
Fenchelpollen
Blüten der Kapuzinerkresse

Pinienkerne, Sultaninen und Zwiebelringe aus dem Sud in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Bauchlappen der Saiblingsfilets in sehr feine Würfel schneiden. Einige Pinienkerne mit dem Messer zerdrücken. Das Tatar mit den Pinienkernen und den Pollen abschmecken.

Die Gurke ungeschält rundum vom Kernhaus abschneiden und dann in kleine Würfel schneiden.

Die Blütenblätter der Kapuzinerkresse abzupfen.

Den Körper der zweiten Fischhälfte mit Gurkenwürfel, Pinienkernen, Sultaninen, Fenchelpollen, Blüten und Saiblingskaviar auffüllen.


Anrichten - Zusammenfassung:

Das Fischfilet in Form eines halben Fisches auf den Teller legen und mit dem Tatar ausfüllen. Das Tatar mit Zwiebelringen dekorieren.

Die Mayonnaise, ebenfalls in Form eines halben Fisches, auftupfen. Diese Hälfte mit Gurken, Sultaninen, Pinienkernen, Pollen, Blüten und Kaviar auffüllen.

Den Gurkensud angießen und das Fenchelöl hineintropfen.


how to (oder vernünftiger Ablauf, bis der Teller vor den Gästen steht):
1. Den Sud für den Saibling kochen und abkühlen lassen
2. Den Saibling mit Salz marinieren und dann in den Sud einlegen und über Nacht kaltstellen.
3. Das Fenchelöl herstellen und abtropfen lassen.
4. Mit dem Fenchelöl die Mayonnaise machen.
5. Die Gurkensauce herstellen.
6. Die Gurke in kleine Würfel schneiden. Die Kapuzinerkresseblüten abzupfen.
7. Den Saibling aus der Marinade heben und Zwiebelringe, Pinienkerne, Rosinen getrennt abtropfen lassen.
8. Die Bauchlappen des Saiblings abtrennen. Das Tatar fertigstellen.
9. Für die Deko Saiblingskavier und Fenchelpollen bereitstellen.
10. Das Saiblingsfilet in "Fischform" auf den Teller legen und mit dem Tatar auffüllen.
11. Mit der Fenchelmayo die zweite Hälfte der Fischform auf den Teller tupfen.
12. Den "fischigen" Teil der Fischform mit Zwiebelringen dekorieren.
13. Die zweite Hälfte der Fischform mit der Fenchelmayo in Tupfen auf dem Teller skizzieren.
14. Die zweite Hälfte der Fischform mit Gurkenwürfel, Pinienkernen, Sultaninen, Blüten, Pollen und Kavier auslegen.
15. Die Gurkensauce angießen.
16. Das Fenchelöl auf die Gurkensauce tröpfeln.
17. Schnell servieren.




Eine Inspiration aus: