Bei Einladungen zum Grillen, finde ich den Auftakt immer schwierig. Es dauert einfach seine Zeit, bis die Grillkohle richtig glüht und dann dauert es, bis das Grillgut fertig ist. Damit man keine hungrigen Gäste hat, gibt es vorweg ein paar Kleinigkeiten. Wenn man nicht aufpasst, dann ist man davon schon zu satt und kann das Essen vom Grill gar nicht mehr genießen. Deshalb schätze ich bei den Grill-Events von Tom Heinzle so sehr, dass er auch Häppchen oder Fingerfood gleich auf dem Grill macht. Eines dieser Rezepte habe ich in seinem aktuellen Buch "Toms Grillwerkstatt" für meine Rezension ausprobiert.
Die Kombination von der Süße der Aprikose und der Schärfe der Chili zu gegrillten Garnelen ist sehr köstlich. Als Start in einen Grillabend einfach perfekt, da das Gericht leicht ist und den Appetit auf die noch kommenden Speisen weckt. Die Sauce geht blitzschnell und wer sie nicht in einem Wok auf dem Grill machen möchte, kann das natürlich auch auf dem Herd machen. Wenn man die Garnelenspieße bereits tagsüber vorbereitet hat, dann können sie blitzschnell eingeölt und gegrillt werden. Auch die Sauce kann natürlich vorbereitet werden, aber der "Show-Effekt" ist nicht zu unterschätzen, wenn man sie vor den Augen der Gäste macht.
Meine Rezension ist hier nachzulesen.
für 4 Personen
1 EL brauner Zucker
2 EL Balsamico bianco
5 reife Aprikosen
1 rote Thai-Chili
1 Bio-Zitrone
Meersalz
2 EL Rapsöl
16 Garnelen
4 - 8 Holzspieße (je nach Größe)
Die Holzspieße in eine Schale mit kaltem Wasser legen. Die Garnelen schälen und den Darm entfernen.
Die Aprikosen halbieren, entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden. Zucker und Essig in einem Wok auf dem Grill oder einer Pfanne auf dem Herd erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Aprikosenwürfel zugeben und unter rühren erhitzen. Einige gegarte Würfel für die Garnitur entnehmen, den Rest fein pürieren und dann die Chilistreifen unterrühren. Mit Salz und etwas abgeriebener Zitronenschale abschmecken.
Das Öl in einer kleinen Schüssel mit etwas Salz mischen und die Garnelen mit einem Pinsel mit der Ölmischung bestreichen. Die Garnelen auf die gewässerten Holzspieße stecken und auf dem Rost bei direkter Hitze (250 bis 300 Grad) auf jeder Seite 2 Minuten grillen. Mit den aufbewahrten Aprikosenwürfeln auf einen Teller geben und mit dem Dip servieren.
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Mittwoch, 21. Juni 2017
Montag, 19. Juni 2017
Rezension: Toms Grillwerkstatt von Tom Heinzle
Mein Anspruch beim Grillen beschränkt sich nicht darauf, Fleisch, Fisch oder Gemüse zu grillen und dann mit einer Auswahl vom Salat-Buffet zu servieren. Ich ziehe durchdachte Grillgerichte vor. Bei Tom Heinzle kann ich mich darauf verlassen, dass er auch so denkt und ich war neugierig auf sein neuestes Buch "Toms Grillwerkstatt".
Tom Heinzle ist Autodidakt. Seine Liebe zu gutem Essen, guten Produkten und seine Erfahrungen als ambitionierter Hobbykoch entzündeten irgendwann seine Leidenschaft für das professionelle Grillen. Er hat an großen Wettbewerben teilgenommen und Titel als Grill-Weltmeister errungen. Seit Jahren gibt er sehr interessante Grillkurse in seiner Vorarlberger Heimat. Sein Know-How gibt er auch in seinen Büchern weiter. Bis jetzt sind vier Grillbücher, vorwiegend zu Spezialthemen erschienen: "Wintergrillen", "Wild grillen", "Vegetarisch grillen" und "Die neue Smoker-Küche". Sein fünftes Buch "Toms Grillwerkstatt" zeigt die Grillmenüs, wie er sie in seinen Kursen und bei Event-Menüs präsentiert.
Garnelenspieße mit Aprikosen-Chili-Dip
Fazit:
"Toms Grillwerkstatt" ist das ideale Grillbuch für Hobbygriller und -köche, die gerne alles auf dem Grill zubereiten und Gäste mit stimmigen Gerichten bewirten wollen.
Tom Heinzle ist Autodidakt. Seine Liebe zu gutem Essen, guten Produkten und seine Erfahrungen als ambitionierter Hobbykoch entzündeten irgendwann seine Leidenschaft für das professionelle Grillen. Er hat an großen Wettbewerben teilgenommen und Titel als Grill-Weltmeister errungen. Seit Jahren gibt er sehr interessante Grillkurse in seiner Vorarlberger Heimat. Sein Know-How gibt er auch in seinen Büchern weiter. Bis jetzt sind vier Grillbücher, vorwiegend zu Spezialthemen erschienen: "Wintergrillen", "Wild grillen", "Vegetarisch grillen" und "Die neue Smoker-Küche". Sein fünftes Buch "Toms Grillwerkstatt" zeigt die Grillmenüs, wie er sie in seinen Kursen und bei Event-Menüs präsentiert.
Zum Auftakt vermittelt Tom die Grill-Basics, wie direkte und indirekte Hitze, Kerntemperatur und stellt Hilfsmittel wie Räucherbrettchen oder Plancha vor. Im Anschluss daran geht es gleich mit den Rezept-Basics, Würzmischungen, Butter & Saucen, los. Bei seinen Grillkursen können die Teilnehmer nicht nur viel lernen, sie genießen auch ein richtiges Menü, bei dem jeder Gang gegrillt wurde. Das Schöne daran ist, dass man auf den ersten Gang nicht lange warten muss, da schnell gegrilltes Fingerfood gereicht wird. "Fingerfood und Vorspeisen" sind in einem Kapitel zusammengefasst. Beim Hauptgang gibt es mehrere Varianten und die Hauptzutat steht im Fokus. So finden wir Grillrezepte für "Veggies", "Aus Fluss, Meer & See", "Geflügel", "Schwein", "Ring & Kalb" und "Lamm & Wild". Auch der süße Abschluss kommt bei Tom vom Grill und den "Desserts" ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
Die Rezepte sind gut strukturiert und auf den ersten Blick kann man erkennen, für wie viel Personen die Menge angegeben ist, welche Hilfsmittel benötigt werden und welche Temperatur der Grill haben sollte. Neben Zutatenliste und Zubereitungsanleitung ist auch die benötigte Zeit angegeben. Der Rezepttext ist verständlich und kann gut nachvollzogen werden. Alle Rezepte, außer den Basics, haben ein Rezeptbild.
Abgerundet werden die Rezept-Kapitel mit Empfehlungen, welche Beilage zu welchem Rezept passt und Vorschlägen, welche Gerichte zu einem Themen-Menü kombiniert werden können. Für die Rezeptsuche steht ein ausführliches alphabetisches Register zur Verfügung, in dem Zutaten und Rezept-Titel aufgeführt sind.
Für mein nachgekochtes Rezept wusste ich gleich, dass ich eines aus der Kategorie Fingerfood wählen werde. Ich finde die deshalb so gut, weil man schnell ein gegrilltes Häppchen auf dem Teller hat und wer schon einmal ewig neben dem Grill gestanden ist, bis das Fleisch fertig ist, der kann das sehr schätzen. Sofort angelacht haben mich die Garnelen mit dem Aprikosen-Chili-Dip, da ich Aprikosen sehr schätze und gerade Saison ist. Tom gibt aber auch Empfehlungen, welches Obst man alternativ verwenden kann. Der Dip war schnell gemacht und die Garnelen genauso zügig für den Grill vorbereitet. Wir haben ein "Big Green Egg" im Garten stehen und brauchen für das Aufheizen nur kurze Zeit. Die Garnelen sind sowieso blitzschnell fertig und können serviert werden. Uns haben sie sehr gut geschmeckt und besonders gut gefallen hat mir, dass sie noch saftig waren.
Abgerundet werden die Rezept-Kapitel mit Empfehlungen, welche Beilage zu welchem Rezept passt und Vorschlägen, welche Gerichte zu einem Themen-Menü kombiniert werden können. Für die Rezeptsuche steht ein ausführliches alphabetisches Register zur Verfügung, in dem Zutaten und Rezept-Titel aufgeführt sind.
Für mein nachgekochtes Rezept wusste ich gleich, dass ich eines aus der Kategorie Fingerfood wählen werde. Ich finde die deshalb so gut, weil man schnell ein gegrilltes Häppchen auf dem Teller hat und wer schon einmal ewig neben dem Grill gestanden ist, bis das Fleisch fertig ist, der kann das sehr schätzen. Sofort angelacht haben mich die Garnelen mit dem Aprikosen-Chili-Dip, da ich Aprikosen sehr schätze und gerade Saison ist. Tom gibt aber auch Empfehlungen, welches Obst man alternativ verwenden kann. Der Dip war schnell gemacht und die Garnelen genauso zügig für den Grill vorbereitet. Wir haben ein "Big Green Egg" im Garten stehen und brauchen für das Aufheizen nur kurze Zeit. Die Garnelen sind sowieso blitzschnell fertig und können serviert werden. Uns haben sie sehr gut geschmeckt und besonders gut gefallen hat mir, dass sie noch saftig waren.
Garnelenspieße mit Aprikosen-Chili-Dip
Fazit:
"Toms Grillwerkstatt" ist das ideale Grillbuch für Hobbygriller und -köche, die gerne alles auf dem Grill zubereiten und Gäste mit stimmigen Gerichten bewirten wollen.
Sonntag, 15. November 2015
Chef's Table mit Roland Trettl
bei der Genussmesse Gustav
Im Rahmen der Genussmesse Gustav finden an den drei Ausstellungstagen mehrere Chef's Tables statt. Die Idee dahinter ist es, dass die Gäste nicht nur ein Gourmet-Menü mit passender Weinbegleitung geniessen können, sondern auch die Gelegenheit haben, den Köchen beim Anrichten der Gänge über die Schulter schauen können.
Das Ganze findet in entspannter Atmosphäre statt und macht viel Spaß. Auch die Weine werden von den jeweiligen Winzern persönlich vorgestellt und ein Moderator ist stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir konnten diesmal an drei dieser wunderbaren Veranstaltungen teilnehmen. Über die Chef's Table von Mathias Seidel und Dennis Brunner berichte ich gesondert.
Alle Fäden laufen bei Wolfgang Ponier zusammen, der mit viel Leidenschaft agiert. Als Berufsschullehrer engagiert er sich für die Nachwuchsförderung und gibt Auszubildenden die Chance bei diesen Events mitzuwirken. So gelingt es ihm sehr gut, motivierte Spitzenköche für diese Veranstaltungsreihe zu gewinnen. Einige der Küchenchefs hat er bereits in der Ausbildung begleitet.
Der Auftakt unserer kleinen Chef's-Table-Reihe sollte spektakulär mit Roland Trettl beginnen. Elf Jahre lang verantwortete er die Küche des Restaurant Ikarus im Salzburger Hangar 7. In dieser Zeit lernte er Spitzenköche aus der ganzen Welt kennen, besuchte sie in ihren Küchen und kochte mit ihnen ein Menü. Dieses Menü wurde dann einen Monat lang in Salzburg serviert. Es gibt wohl kaum einen Koch, der so viele unterschiedliche Küchenphilosophien hautnah erlebt hat. Nach der langen Zeit mit vielen aufregenden Erlebnissen fühlte er sich müde und verließ den Hangar 7, um als kulinarischer Berater und für eigene Projekte zu arbeiten. Unterstützt wurde Roland Trettl von Tom Heinzle am Grill und Phillip Sigwart, dem Patissier von Norbert Niederkofler, beim Dessert.
Zu den Highlights der Chef's Tables gehört das Anrichten der Teller. Zwischen den Gängen können die Gäste vom Tisch aufstehen und den Köchen hautnah auf die Finger schauen. Auf einer Bühne steht eine Küche, wo die einzelnen Komponenten der Gerichte fertig gekocht werden. Dann wird an einem großen Tisch vor der Bühne angerichtet und die fertigen Teller zum Gast gebracht. Mich begeistert es immer wieder zu sehen, wie aus den einzelnen Komponenten ein optisch ansprechender Teller entsteht und ich kann hier viel lernen.
Auch beim Dessert war Team-Arbeit gefragt und Pillip Sigwart zeigt an einem Teller, wie er es angerichtet haben möchte. Dann können die Kollegen übernehmen und blitzschnell wird Teller um Teller angerichtet. Diesmal musste es auch sehr schnell gehen, da die kleinen Eiskügelchen direkt aus dem Stickstoff kamen und für einen tollen optischen Effekt sorgten.
Das Ganze findet in entspannter Atmosphäre statt und macht viel Spaß. Auch die Weine werden von den jeweiligen Winzern persönlich vorgestellt und ein Moderator ist stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir konnten diesmal an drei dieser wunderbaren Veranstaltungen teilnehmen. Über die Chef's Table von Mathias Seidel und Dennis Brunner berichte ich gesondert.
Alle Fäden laufen bei Wolfgang Ponier zusammen, der mit viel Leidenschaft agiert. Als Berufsschullehrer engagiert er sich für die Nachwuchsförderung und gibt Auszubildenden die Chance bei diesen Events mitzuwirken. So gelingt es ihm sehr gut, motivierte Spitzenköche für diese Veranstaltungsreihe zu gewinnen. Einige der Küchenchefs hat er bereits in der Ausbildung begleitet.
Der Auftakt unserer kleinen Chef's-Table-Reihe sollte spektakulär mit Roland Trettl beginnen. Elf Jahre lang verantwortete er die Küche des Restaurant Ikarus im Salzburger Hangar 7. In dieser Zeit lernte er Spitzenköche aus der ganzen Welt kennen, besuchte sie in ihren Küchen und kochte mit ihnen ein Menü. Dieses Menü wurde dann einen Monat lang in Salzburg serviert. Es gibt wohl kaum einen Koch, der so viele unterschiedliche Küchenphilosophien hautnah erlebt hat. Nach der langen Zeit mit vielen aufregenden Erlebnissen fühlte er sich müde und verließ den Hangar 7, um als kulinarischer Berater und für eigene Projekte zu arbeiten. Unterstützt wurde Roland Trettl von Tom Heinzle am Grill und Phillip Sigwart, dem Patissier von Norbert Niederkofler, beim Dessert.
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| Graukäse-Lauch-Krapfen im Schüttelbrotmantel Riever Culatello auf Brioche mit Macadamia Praline aus der Rehschulter mit Granatapfel, Schokolade und schwarzer Nuss von Tom Heinzle |
| Die Weinbegleitung hat der Sommelier der Hospiz Alm, Christian Unterholzer, zusammengestellt. Hier präsentiert er gemeinsam mit Raffael Winkler von der Sektkellerei Szigeti den Aperitif. |
| Sashimi vom Saibling mit Wurzelgemüse, Saiblingskaviar, Nussbutter und Tapioka |
| Waller und Wallerleber im Escabechesud mit Artischocken und Popcorn-Espuma |
| Ihren Chardonnay Elisabeth präsentiert die Winzerin Elisabeth persönlich. |
| Kalbsbutterschnitzel mit Baccalao, heller Miso, Shiitake Pilze und Frühlingslauch |
Zu den Highlights der Chef's Tables gehört das Anrichten der Teller. Zwischen den Gängen können die Gäste vom Tisch aufstehen und den Köchen hautnah auf die Finger schauen. Auf einer Bühne steht eine Küche, wo die einzelnen Komponenten der Gerichte fertig gekocht werden. Dann wird an einem großen Tisch vor der Bühne angerichtet und die fertigen Teller zum Gast gebracht. Mich begeistert es immer wieder zu sehen, wie aus den einzelnen Komponenten ein optisch ansprechender Teller entsteht und ich kann hier viel lernen.
| Reh Tataki mit Balsamico-Creme-Fraiche Schalotten und Sellerie, Walnussvinaigrette Rehrücken vom Grill von Tom Heinzle |
| Trettl's Gin Käse vom Capriz mit Gurken Relish und Gin Tonic |
Auch beim Dessert war Team-Arbeit gefragt und Pillip Sigwart zeigt an einem Teller, wie er es angerichtet haben möchte. Dann können die Kollegen übernehmen und blitzschnell wird Teller um Teller angerichtet. Diesmal musste es auch sehr schnell gehen, da die kleinen Eiskügelchen direkt aus dem Stickstoff kamen und für einen tollen optischen Effekt sorgten.
| Quitte-Kastanie-Weintraube |
Bei der Weinbegleitung waren zwei Weine des Weinguts Weszeli dabei, das ich bereits letztes Jahr auf der Gustav entdeckt und vorgestellt hatte. Alle diese Weingüter haben auch einen Messestand und so können die Gäste hinterher auch noch weitere Weine verkosten.
Montag, 10. August 2015
Heiß, heißer, Kulinarik-Festival im Waldschlößl
Es ist eine schöne Tradition, dass wir heuer bereits zum vierten Mal das Kulinarik-Festival von Lucki Maurer im Waldschlößl erleben durften. Eine Veranstaltung, die trotz ihrer jungen Geschichte bereits Kult ist. Warum das so ist, versuche ich mit diesem Bericht zu erklären.
Das Sport- und Wellnesshotel Waldschlößl liegt wunderschön im Bayerischen Wald und nur wenige Kilometer dahinter verläuft die tschechische Grenze. Für ein Wochenende im August wird es zum kulinarischen Hot Spot. Nicht nur die Spitzenköche reisen aus ganz Deutschland an, auch die Gäste nehmen weite Anreisen auf sich.
Dort werden sie herzlich von Marianne und Josef Maurer empfangen.
So langsam fällt auch die Anspannung von den Gastgebern Stephanie und Ludwig Maurer ab. Der Leichtigkeit und tollen Atmosphäre des Festivals sieht man den unglaublichen Arbeitsaufwand der Beiden im Vorfeld nicht an. Die Vorbereitungen beginnen immer schon Monate vorher und die erste Arbeitslawine rollt mit dem Kartenvorverkauf immer schon zu Jahresanfang auf sie zu. Hier gleich mein erster Tipp: wer das nächste Mal dabei sein will, sollte schnell sein. Heuer waren die Karten innerhalb einer Woche ausverkauft.
Damit aus dem Hotel Waldschlößl DAS Kulinarik-Festival wird, reicht es nicht Essen zu kochen und Getränke zu besorgen. Letztendlich wird das gesamte Haus und das gesamte Gelände auf den Kopf gestellt. Der Aufbau beginnt schon einen Tag vorher und erfordert sehr viel fleißige Hände (ähnlich gestaltet sich auch der Abbau danach). Und hier spürt man gleich, was den Mythos des Festivals ausmacht. Hier arbeiten keine Kollegen Hand in Hand - hier arbeiten Freunde und es ist ihnen wichtig, dass alle eine tolle Zeit erleben können.
Das Kulinarik-Festival gibt es nicht nur für die Gäste, es gibt es auch für die Protagonisten, die seit vielen Jahren befreundet sind und hier eine feste Anlaufstelle haben um sich zu treffen. Den größten Anteil am reibungslosen Ablauf haben diese Köche. Allen voran, sozusagen als "Executive Mädchen für Alles" Michael Riedl von der Hillbilly Food Crew und Stefan "Eisi" Eisenreich. Eigentlich verantwortete er die Küchenleitung vom Kulinarik-Festival und war trotzdem jede Sekunde beim Auf- und Abbau dabei und behielt ständig seine strahlende Laune. Genauso feste Größen und langjährige Weggefährten sind Mathias Selbert von Le SMut und Johann Pilz von der Waldschänke Pilz.
Bei über 30 Grad Außentemperatur bis in die späte Nacht, hatten die Köche mit der Kochstation im Restaurant den schwierigsten Arbeitsplatz. Umso mehr ist ihre Professionalität zu bewundern, mit der sie immer aufmerksam und freundlich die Gäste verwöhnten. Bobby Bräuer aus München, dessen Restaurant Esszimmer mit zwei Michelin-Sternen bewertet ist, stellte sich genauso diesen Arbeitsbedingungen, wie Martin Göttlinger, vom Restaurant Göttlinger aus der Region. Und genau das macht den Charme dieses Festivals aus. Die Gäste erfreuten sich an "Saibling, Gartengurke, Dill, Sauerrahm" von Bobby genauso, wie an "Blutwurst-Ravioli mit karamellisiertem Rahmkraut, Zwiebelkompott und Schwartensegel" von Martin.
Als bekennender Dessertmuffel hatte Lucki bisher kein so großes Augenmerk auf die süße Abteilung gelegt. Glücklicherweise hat er Véronique Witzigmann kennengelernt und schon bei einigen Veranstaltung das Dessert sozusagen "outgesourct". Dieses Konzept hat er beibehalten und so freuten wir uns über "Gewürzcrumble mit Aprikosenragout und Kokos-Mango-Schaum" von Véronique und Volker Debus.
Das Angebot der Winzer war heuer nochmals umfangreicher und das Weingut Horst Sauer schenkte Silvaner und Riesling aus. Passend zum Dessert gab es auch eine Silvaner Auslese.
Fast hatte man den Eindruck, dass das Bundesland Hessen eine eigene Delegation geschickt hat. Das hessische Nationalgericht "Grie Soß" war ebenfalls würdig vertreten und man sieht, dass es davon viele Rezepte gibt und alle sehr gut schmecken.
Angie und Robert Geißler vom Hotel-Restaurant Hessischer Hof haben zusammen mit ihrem Koch-Azubi Pascal Schlag bereits daheim ein perfektes Mis en place gezaubert. So konnte Angie die "Tafelspitzsülze mit Frankfurter Grie Soß" blitzschnell aus dem Bauchladen anbieten. Robert und Pascal versorgten die Gäste mit "Äppelwoi Forever" geschmortes Schweinebäckchen mit gebackenem Kartoffelstampf und Calvadossößje" am Stand.
Wer statt einem Dessert lieber zu Käse greift, der ist bei Rainer Heubeck bestens aufgehoben. Wie in den vergangen Jahren gab es bei ihm excellenten Käse mit Chutneys zu entdecken. Das haben die Gäste gerne angenommen und sich nach ihrem Gusto die Käseteller zusammen gestellt.
Die Gäste, die ihren Tisch in diesem Bereich hatten, wurden auch hier perfekt mit edlen Weinen versorgt. Das die ganze Familie Schroll vom Weinhaus Schroll war anwesend und überraschten die Gäste auch noch mit einer tollen Big Bottle Party ab 23.00 Uhr. Das Angebot wurde natürlich mit Freude angenommen.
Die längste Anreise der Köche hatte vermutlich Tarik Rose. Er kam direkt aus Hamburg, wo er das Restaurant Engel betreibt. Zusammen mit Frank Buchholz und Chakall war er in der ZDF-Sendung "Beef Buddies" zu sehen. In einer Folge besuchten sie auch Lucki auf seinem Hof Schergengrub, wo er Bio-Wagyus züchtet. Tariks Einstand beim Kulinark-Festival war ein fein-würziges "Tatar mit orientalischer Mayo".
Das Sport- und Wellnesshotel Waldschlößl liegt wunderschön im Bayerischen Wald und nur wenige Kilometer dahinter verläuft die tschechische Grenze. Für ein Wochenende im August wird es zum kulinarischen Hot Spot. Nicht nur die Spitzenköche reisen aus ganz Deutschland an, auch die Gäste nehmen weite Anreisen auf sich.
Dort werden sie herzlich von Marianne und Josef Maurer empfangen.
So langsam fällt auch die Anspannung von den Gastgebern Stephanie und Ludwig Maurer ab. Der Leichtigkeit und tollen Atmosphäre des Festivals sieht man den unglaublichen Arbeitsaufwand der Beiden im Vorfeld nicht an. Die Vorbereitungen beginnen immer schon Monate vorher und die erste Arbeitslawine rollt mit dem Kartenvorverkauf immer schon zu Jahresanfang auf sie zu. Hier gleich mein erster Tipp: wer das nächste Mal dabei sein will, sollte schnell sein. Heuer waren die Karten innerhalb einer Woche ausverkauft.
Damit aus dem Hotel Waldschlößl DAS Kulinarik-Festival wird, reicht es nicht Essen zu kochen und Getränke zu besorgen. Letztendlich wird das gesamte Haus und das gesamte Gelände auf den Kopf gestellt. Der Aufbau beginnt schon einen Tag vorher und erfordert sehr viel fleißige Hände (ähnlich gestaltet sich auch der Abbau danach). Und hier spürt man gleich, was den Mythos des Festivals ausmacht. Hier arbeiten keine Kollegen Hand in Hand - hier arbeiten Freunde und es ist ihnen wichtig, dass alle eine tolle Zeit erleben können.
Das Kulinarik-Festival gibt es nicht nur für die Gäste, es gibt es auch für die Protagonisten, die seit vielen Jahren befreundet sind und hier eine feste Anlaufstelle haben um sich zu treffen. Den größten Anteil am reibungslosen Ablauf haben diese Köche. Allen voran, sozusagen als "Executive Mädchen für Alles" Michael Riedl von der Hillbilly Food Crew und Stefan "Eisi" Eisenreich. Eigentlich verantwortete er die Küchenleitung vom Kulinarik-Festival und war trotzdem jede Sekunde beim Auf- und Abbau dabei und behielt ständig seine strahlende Laune. Genauso feste Größen und langjährige Weggefährten sind Mathias Selbert von Le SMut und Johann Pilz von der Waldschänke Pilz.
Die vier haben die perfekten Bühnen hingestellt, für die unzähligen kulinarischen Genüsse, die uns geboten wurden. Auf der leer geräumten Terrasse und im Restaurant entstand der "Sternebereich", wie ihn Insider scherzhaft nennen. Dort waren einige Stars der Kochszene zu finden. Zusammen mit Stefan Marquard verwöhnten uns Michael Wurm vom Landgasthof Apfelblüte und Andreas Schiessel mit "Lachs und Dreierlei von der Gurke". Mit den beiden erstgenannten kochte Lucki einige Jahre bei der Jolly Roger Cooking Gang.
Gleich daneben präsentierte Frank Oehler von der Speisemeisterei "Gebackenes Kalbsbries, Rauch-Onsenei, Brunnenkressecreme, Zitruslachs". Auch er gehört schon lange zu diesem Netzwerk, da er zusammen mit Stefan Marquard Gründungsmitglied bei den Jungen Wilden war. Ihn kann man regelmäßig in der RTL2-Sendung "Kochprofis" sehen. Und da merkt man gleich den Profi. Die Zeit für die Fotos war mehr als knapp und er hatte kaum den letzten Knopf der Kochjacke zu, da hatte ich ihn schon im Visier. Sorry Frank für die Hektik und danke, dass Du so entspannt warst.
Zwischen Frank und Stefan konnte man bei Spyridoula Kagiaoglou hochwertige, griechische Olivenöle probieren.
Zwischen Frank und Stefan konnte man bei Spyridoula Kagiaoglou hochwertige, griechische Olivenöle probieren.
Am Teppanyaki-Grill stand der "köstliche Osten". So werden Heiko Arndt aus Leipzig und Xiao Wang aus Shanghai liebevoll genannt. Ihr Gericht, die Garnelen mit gebratenen Nudeln schmecken nicht nur köstlich, auch die Show von Xiao ist sehenswert. Er wirbelt virtuos durch die Zutaten und schafft so spielend leicht die perfekte Verbindung der einzelnen Komponenten.
Mit einer Engelsgeduld öffnete Markus Haxter unzählige Austern, die so frisch natürlich am besten schmecken. Bei seiner Routine blieb auch noch Zeit, um mit Wolfgang Müller ein bißchen Unfug zu machen.
Schließlich hatte Wolfgang Müller sich perfekt vorbereitet. Sein "Sauerbraten von Rinder- und Kalbszunge "Kebab-Style" wanderte schnell in die Semmel und war mit einem Klecks Mayonnaise sofort servierbereit. So blieb natürlich noch Zeit für ein weiteres Späßchen mit Reinhard Angerer vom Gut Sonnenhausen, der das Festival als Gast besuchte. Wolfgang Müller, Stefan Marquard und Lucki Maurer, oder die 3M verbindet die Liebe zum bewussten Fleischgenuss seit vielen Jahren.
Mit Otto Gourmet war ein weiterer Fleischexperte am Start. Zum Online-Fleischhändler der Gebrüder Otto bestehen schon seit Jahren freundschaftliche Kontakte. Beim Festival war diesmal Stefan Schneider, einer der beiden Köche von Otto Gourmet, und hatte "Gesmoktes Brisket, Sellerieremoulade, Apfel und Asche" mitgebracht.
Mit Otto Gourmet war ein weiterer Fleischexperte am Start. Zum Online-Fleischhändler der Gebrüder Otto bestehen schon seit Jahren freundschaftliche Kontakte. Beim Festival war diesmal Stefan Schneider, einer der beiden Köche von Otto Gourmet, und hatte "Gesmoktes Brisket, Sellerieremoulade, Apfel und Asche" mitgebracht.
Auch die Nachwuchsförderung liegt Lucki sehr am Herzen und so bekommen jedes Jahr junge Köche eine eigene Kochstation. Diesmal zeigten Franziska Wolf, Vroni Wolf und Dominik Rossmann ihr Können. Sie begeisterten die Gäste mit einer "Vichysoisse mit gebratener Garnele und Lauchstroh".
Zusätzlich zu den Kochstationen werden immer wieder feine Kleinigkeiten zu den Gästen gebracht. Die wurden von den Köchen des Waldschlössls und weiteren Köchen, die ich leider gar nicht alle einzeln vorstellen kann, zubereitet.
Wer schon einmal auf einem großen kulinarischen Festival mit vielen, vielen kleinen Gerichten war, der hat eine Vorstellung davon, welche Berge von kleinen Tellern und Schälchen da anfallen. Ich habe schon Veranstaltungen erlebt, wo sich Berge von schmutzigem Geschirr türmten. Das läuft beim Kulinarik-Festival ganz anders. Da gibt es eine große Mannschaft von ganz engagierten Servicemitarbeitern, die sich wirklich die Füße platt laufen und jedes schmutzige Teil sofort erspähen und mitnehmen. Das Team besteht aus den Mitarbeitern des Waldschlößl und den SERVICE Allstars. Stellvertretend für alle, lacht Nico Breitenstein in die Kamera und war gleich wieder verschwunden, um das Fingerfood zu den Gästen zu bringen.
Zusätzlich zu den Kochstationen werden immer wieder feine Kleinigkeiten zu den Gästen gebracht. Die wurden von den Köchen des Waldschlössls und weiteren Köchen, die ich leider gar nicht alle einzeln vorstellen kann, zubereitet.
Wer schon einmal auf einem großen kulinarischen Festival mit vielen, vielen kleinen Gerichten war, der hat eine Vorstellung davon, welche Berge von kleinen Tellern und Schälchen da anfallen. Ich habe schon Veranstaltungen erlebt, wo sich Berge von schmutzigem Geschirr türmten. Das läuft beim Kulinarik-Festival ganz anders. Da gibt es eine große Mannschaft von ganz engagierten Servicemitarbeitern, die sich wirklich die Füße platt laufen und jedes schmutzige Teil sofort erspähen und mitnehmen. Das Team besteht aus den Mitarbeitern des Waldschlößl und den SERVICE Allstars. Stellvertretend für alle, lacht Nico Breitenstein in die Kamera und war gleich wieder verschwunden, um das Fingerfood zu den Gästen zu bringen.
Bei über 30 Grad Außentemperatur bis in die späte Nacht, hatten die Köche mit der Kochstation im Restaurant den schwierigsten Arbeitsplatz. Umso mehr ist ihre Professionalität zu bewundern, mit der sie immer aufmerksam und freundlich die Gäste verwöhnten. Bobby Bräuer aus München, dessen Restaurant Esszimmer mit zwei Michelin-Sternen bewertet ist, stellte sich genauso diesen Arbeitsbedingungen, wie Martin Göttlinger, vom Restaurant Göttlinger aus der Region. Und genau das macht den Charme dieses Festivals aus. Die Gäste erfreuten sich an "Saibling, Gartengurke, Dill, Sauerrahm" von Bobby genauso, wie an "Blutwurst-Ravioli mit karamellisiertem Rahmkraut, Zwiebelkompott und Schwartensegel" von Martin.
Für ordentlich "Dampf in der sowieso schon heißen Hütte", sorgte Ralf Bos mit seinen "Tagliatelle mit Trüffelsauce und frischem Trüffel aus dem Parmesanlaib". Der gelernte Koch baute in den letzten Jahren den großen Online-Delikatessenhandel "Bosfood" auf. Er gilt als "Trüffelpapst" und machte seinem Namen alle Ehre, als er mit 6 kg Trüffel im Bayerischen Wald ankam.
Und jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil es mir nicht gelungen ist ein Foto von den mit Liebe handgemachten Dim Sum von Ulf Tassilo Münch und seiner Frau zu machen. Die müssen sehr gut gewesen sein, da keine mehr da waren, als ich kam.
Und jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil es mir nicht gelungen ist ein Foto von den mit Liebe handgemachten Dim Sum von Ulf Tassilo Münch und seiner Frau zu machen. Die müssen sehr gut gewesen sein, da keine mehr da waren, als ich kam.
Als bekennender Dessertmuffel hatte Lucki bisher kein so großes Augenmerk auf die süße Abteilung gelegt. Glücklicherweise hat er Véronique Witzigmann kennengelernt und schon bei einigen Veranstaltung das Dessert sozusagen "outgesourct". Dieses Konzept hat er beibehalten und so freuten wir uns über "Gewürzcrumble mit Aprikosenragout und Kokos-Mango-Schaum" von Véronique und Volker Debus.
Das Angebot der Winzer war heuer nochmals umfangreicher und das Weingut Horst Sauer schenkte Silvaner und Riesling aus. Passend zum Dessert gab es auch eine Silvaner Auslese.
Heiko Antoniewicz zählt auch schon zu den festen Größen des Festivals. Ihm zur Seite stand wieder Wolfgang Laschtowitz. Die beiden sind ein eingespieltes und harmonisches Team. Ganz entspannt brachten sie ein Spitzengericht auf den Teller: "Schweinebauch, Absinth-Mayonnaise, Gold Delicious, Haselnuss".
Terrasse und Restaurant bilden mit dem Außenbereich gegenüber das Herzstück des Festivals. Besonders geprägt wird sie von der "Getränkemeile". Es war ein sehr heißer Tag und auch nachts kühlte es kaum ab. Glücklicherweise wurden wir von Gewittern verschont, die in der Nähe herunter kamen. Das führte natürlich zu viel Arbeit für die Brauer, Winzer und Sommeliers.
Dominik "Dom" Perras übernahm wieder den Ausschank bei Rhaner Bräu, obwohl er schon seit über einem Jahr bei der Privatbrauerei Riehmhofer tätig ist. Tatkräftig unterstützt wurde er von seiner charmanten Freundin Yvonne. Rhaner schickte Fabian Loibl, den neuen Braumeister, und die Rhaner Bierkönigin Angelina. Zusammen präsentierten sie erstmals die Craftbiere 1904 und 1776.
Wie im letzten Jahr arbeiteten die beiden Spitzen-Sommeliers Helen Mol und Marco Giovanni Zanetti, Winepunk, wieder Hand in Hand. Unterstützt wurden die beiden vom Winzer Sebastian Class.
Dominik "Dom" Perras übernahm wieder den Ausschank bei Rhaner Bräu, obwohl er schon seit über einem Jahr bei der Privatbrauerei Riehmhofer tätig ist. Tatkräftig unterstützt wurde er von seiner charmanten Freundin Yvonne. Rhaner schickte Fabian Loibl, den neuen Braumeister, und die Rhaner Bierkönigin Angelina. Zusammen präsentierten sie erstmals die Craftbiere 1904 und 1776.
Wie im letzten Jahr arbeiteten die beiden Spitzen-Sommeliers Helen Mol und Marco Giovanni Zanetti, Winepunk, wieder Hand in Hand. Unterstützt wurden die beiden vom Winzer Sebastian Class.
Fast hatte man den Eindruck, dass das Bundesland Hessen eine eigene Delegation geschickt hat. Das hessische Nationalgericht "Grie Soß" war ebenfalls würdig vertreten und man sieht, dass es davon viele Rezepte gibt und alle sehr gut schmecken.
Angie und Robert Geißler vom Hotel-Restaurant Hessischer Hof haben zusammen mit ihrem Koch-Azubi Pascal Schlag bereits daheim ein perfektes Mis en place gezaubert. So konnte Angie die "Tafelspitzsülze mit Frankfurter Grie Soß" blitzschnell aus dem Bauchladen anbieten. Robert und Pascal versorgten die Gäste mit "Äppelwoi Forever" geschmortes Schweinebäckchen mit gebackenem Kartoffelstampf und Calvadossößje" am Stand.
Zwischen die "Hesse-Gang" hat sich Frank Buchholz geschummelt, der gleich seinen Wild-Dog-Anhänger mitgebracht hat. Diesmal ging kein Hot Dog über den Tresen, sondern "Rotlachstatar mit Büffelmozzarella und Basilikumschmand und Wildkräuter vom Gonsenheimer Acker".
"Waller White", so nannte Christoph Brand, in Anlehnung an einen Musiker, sein Gericht. Dazu gab es eine andere Variante der "Grie Soß". Der Chef der "Fliegenden Köche", der viele Musiker während ihrer Tourneen versorgt, hatte jede Menge Unterstützung, darunter auch die Jungköchin Katharina Angerer.
"Waller White", so nannte Christoph Brand, in Anlehnung an einen Musiker, sein Gericht. Dazu gab es eine andere Variante der "Grie Soß". Der Chef der "Fliegenden Köche", der viele Musiker während ihrer Tourneen versorgt, hatte jede Menge Unterstützung, darunter auch die Jungköchin Katharina Angerer.
Ab einer bestimmten Uhrzeit bilden sich Trauben um den Chocolatier Franz Xaver Clement. Da bleibt keine Zeit mehr für einen kleinen Scherz. Aus seinem fast unglaublichen Vorrat an süßen Köstlichkeiten legt er ständig feine Pralinen nach. Man hat das Gefühl, es hört gar nicht mehr auf. Das ist die Phase, wo sich jeder über einen Teller Pralinen freut und mit den Tischgefährten teilt.
Diesmal war die Qual der Wahl sogar noch größer, da Patrick von Vacano ebenfalls Schokospezialitäten aus der hochwertigen Schokolade von Original Beans dabei hatte. Bei ihm gab es ein Schokosorbet und Macarons. Darüber freuten sich die vielen Süßschnäbel sehr.
Zum perfekten Abschluss eines Menüs gehört für mich immer ein guter Espresso. Dafür sorgte das Team um Heiko Rehorik, der die Regensburger Kaffeerösterei betreibt.
Zum perfekten Abschluss eines Menüs gehört für mich immer ein guter Espresso. Dafür sorgte das Team um Heiko Rehorik, der die Regensburger Kaffeerösterei betreibt.
Wer statt einem Dessert lieber zu Käse greift, der ist bei Rainer Heubeck bestens aufgehoben. Wie in den vergangen Jahren gab es bei ihm excellenten Käse mit Chutneys zu entdecken. Das haben die Gäste gerne angenommen und sich nach ihrem Gusto die Käseteller zusammen gestellt.
Für den "Verdauungsschnaps" sorgten Richard Söldner mit seinem Vodrock, ein milder Wodka aus dem Bayerischen Wald und das Team der Brennerei Gerhard Liebl mit einer riesigen Auswahl bester Obstbrände, Whiskey und Gin. Mein Liebling des Abends war der Blutorangenbrand.
Nur wenige Schritte geht es leicht bergauf und man kommt den entspanntesten Sektor des Festivals. Dort sorgt der vegetarische Spitzenkoch Steffen "Irie" Prase mit "Ackee-Burger mit Wildkräutersalat", Reggae-Musik und Cocktails für karibische Stimmung.
Gleich neben ihm kocht die Hauptstadt. Die Kochbox aus Berlin hat sich diesmal ein ganz spannendes Konzept ausgedacht. Hinter dem Titel "6erlei Cool Culture Cocktails" verbarg sich
"Gartensalat mit Tatar vom Galloway-Rind und Königsberger Kartoffel-Chips", "Curry-Karotte mit Pulled Pork in Orangensauce", "Reis-Eis mit geräucherter Teriyaki-Ente und blauen Koriander-Chips", "Sellerie-Meerrettich mit Dry-Salt-Mint-Schinken vom Rind mit Craftbeer", "Rucola mit Parmesan-Espuma, Cherrytomaten und Champagner" und "Wakamé-Algen mit gebeitzem Caipirinha-Lachs und Limonenschaum". Da gab es beim Anrichten viel zu tun und er hatte zur Unterstützung sein Kochteam und den Azubi Erich mitgebracht.
"Schärfer geht immer, besser nicht!" - unter diesem Motto stellte Felix Stass vier verschiedene Chilisaucen von fruchtig bis extra hart, Chiligewürze und Grillgewürze vor. Alles war vom singenden Koch oder kochenden Sänger für sein Label Heartcore Cooking selbstgemacht. Im sonstigen Leben ist Felix der Frontmann der Band Crematory.
Der vierte im Bunde, im oberen Bereich, war Frieder Ziebs. Der gelernte Koch, der sonst den Service in der Klosterschänke Weltenburg übernimmt und auch bei keinem Stefan-Marquard-Event im Landgasthof Schwögler fehlen darf, hatte seine Premiere beim Kulinarik-Festival. Und die hat er bravurös mit "Donaufischpflanzerl mit Kartoffel-Gurken-Salat und Remoulade" gemeistert.
Bereits letztes Jahr hat der Profi-Griller Tom Heinzle mit seinem Team von Tom's Grillwerkstatt dafür gesorgt, dass der neue Bereich über der Straße zu einem Anziehungsmagnet wurde. Diesmal war es wieder genauso. Unterstützt von seinem Freund Wolfgang Ponier, einem österreichischen Koch-Ausbilder, versorgten sie blitzschnell die Gäste mit "Pulled-Pork-Rolle", "Lamm mit Zitronen-Rosmarin-Butter und Pfefferminz" und "Gegrillte Rote Bete mit Frischkäse".
Die Grillfans kamen auch bei Frank Heppner und dem Rösle BBQ-Team voll auf ihre Kosten. Sie begeisterten mit einem "Pulled Lamb Burger" und im Gegensatz zu vielen Streetfood-Festivals musste man hier kaum anstehen. Da merkt man gleich, wenn Profis am Stand sind und mit der notwendigen Schnelligkeit arbeiten.
Die Gäste, die ihren Tisch in diesem Bereich hatten, wurden auch hier perfekt mit edlen Weinen versorgt. Das die ganze Familie Schroll vom Weinhaus Schroll war anwesend und überraschten die Gäste auch noch mit einer tollen Big Bottle Party ab 23.00 Uhr. Das Angebot wurde natürlich mit Freude angenommen.
Die Mischung macht's und dafür sorgten Basti Völkl vom Café-Restaurant Jedermann mit "Flammkuchen mit Schmandlauch und kalt gebeiztem Roastbeef" und "Balsamico-Linsen mit kalt gebeiztem Roastbeef" und Thomas Schindler mit "Kaninchenschinken aus eigener Zucht mit Focaccia". Basti hat seine Koch-Ausbildung bei Stefan Marquard gemacht und war danach als Küchenchef für Lucki Maurer tätig. Thomas ist auch ein langjähriger Weggefährte von Lucki und arbeitet heute als Chef-Patissier im Landgasthof Schwögler. In seiner Freizeit züchtet er Kaninchen für die Spitzengastronomie.
Die längste Anreise der Köche hatte vermutlich Tarik Rose. Er kam direkt aus Hamburg, wo er das Restaurant Engel betreibt. Zusammen mit Frank Buchholz und Chakall war er in der ZDF-Sendung "Beef Buddies" zu sehen. In einer Folge besuchten sie auch Lucki auf seinem Hof Schergengrub, wo er Bio-Wagyus züchtet. Tariks Einstand beim Kulinark-Festival war ein fein-würziges "Tatar mit orientalischer Mayo".
Es passte einfach alles und es wurde eine sehr lange Nacht. Das war wieder einmal so ein Moment, wo man dankbar sein sollte, dass man ihn erleben durfte. Tolle Menschen, tolles Essen, tolle Getränke, tolle Stimmung - lieber Lucki wir hoffen auf das fünfjährige Jubiläum nächstes Jahr.
Du hast sicher wieder die Unterstützung von allen Köchen auf diesem beeindruckenden Foto und auch von allen anderen Beteiligten, die nicht auf diesem Bild sind. Ich bin mir sicher, das sind nochmal genauso viele.
Danke an Dich, an Steffi, an Deine Eltern und einfach an ALLE!!!!
Du hast sicher wieder die Unterstützung von allen Köchen auf diesem beeindruckenden Foto und auch von allen anderen Beteiligten, die nicht auf diesem Bild sind. Ich bin mir sicher, das sind nochmal genauso viele.
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Sonntag, 31. Mai 2015
Vegetarisch Grillen von Tom Heinzle:
Sesam-Tofu auf Avocadocreme
Beim Grillen denkt man natürlich zuerst an Fleisch oder Würstel. Als vegetarischer Ersatz bietet sich hier Tofu sehr gut an. Mir gefällt der Geschmack von Tofu, aber die Konsistenz ist mir zu weich. Bei diesem Rezept aus dem neuesten Buch von Tom Heinzle: "Vegetarisch grillen" wird der Tofu vor dem Grillen mariniert. Dadurch bekommt er einen schönen würzigen Geschmack, die Konsistenz bleibt leider weich.
Dazu gibt es eine feine Avocadocreme, die sehr schnell gemacht ist. Der gegrillte Tofu und die Creme harmonieren sehr gut miteinander und das Gericht ist eine feine Alternative zu einem gegrillten Gemüsespieß. Ich war mit der Auswahl von diesem Rezept für meine Rezension sehr zufrieden.
Für zwei Personen als Hauptgericht
2 reife Avocados
1 TL Harissa
1 Bund Koriander
etwas Olivenöl
1 Limette
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
200 gr. Tofu
1 EL Sesamöl
4 EL Tamari
Saft und abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1 Frühlingszwiebel
Die Schale der Orange fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit der Tamari vermischen und den Tofu längs halbiert darin einlegen. Mit dem Sesamöl beträufeln. Abgedeckt einen halben Tag in den Kühlschrank geben.
Die Avocado schälen und den Stein entfernen. Den Koriander mit dem Messer zerkleinern und mit dem Olivenöl fein pürieren. Das Avocadofleisch zugeben und alles gut pürieren. Den Saft der Limette auspressen und das Avocadomus mit Limettensaft, Harissa, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
Den Tofu aus der Marinade nehmen und etwas abtropfen lassen. Bei hoher, direkter Hitze 3 bis 5 Minuten pro Seite grillen. Auf der Avocadocreme anrichten und mit der Marinade und den Frühlingszwiebelringen garnieren.
Dazu gibt es eine feine Avocadocreme, die sehr schnell gemacht ist. Der gegrillte Tofu und die Creme harmonieren sehr gut miteinander und das Gericht ist eine feine Alternative zu einem gegrillten Gemüsespieß. Ich war mit der Auswahl von diesem Rezept für meine Rezension sehr zufrieden.
Für zwei Personen als Hauptgericht
2 reife Avocados
1 TL Harissa
1 Bund Koriander
etwas Olivenöl
1 Limette
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
200 gr. Tofu
1 EL Sesamöl
4 EL Tamari
Saft und abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1 Frühlingszwiebel
Die Schale der Orange fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit der Tamari vermischen und den Tofu längs halbiert darin einlegen. Mit dem Sesamöl beträufeln. Abgedeckt einen halben Tag in den Kühlschrank geben.
Die Avocado schälen und den Stein entfernen. Den Koriander mit dem Messer zerkleinern und mit dem Olivenöl fein pürieren. Das Avocadofleisch zugeben und alles gut pürieren. Den Saft der Limette auspressen und das Avocadomus mit Limettensaft, Harissa, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
Den Tofu aus der Marinade nehmen und etwas abtropfen lassen. Bei hoher, direkter Hitze 3 bis 5 Minuten pro Seite grillen. Auf der Avocadocreme anrichten und mit der Marinade und den Frühlingszwiebelringen garnieren.
Samstag, 30. Mai 2015
Vegetarisch Grillen von Tom Heinzle:
Rote Bete mit Frischkäse
Gegrillte Rote Bete durfte ich schon zweimal bei einem Grill-Event von Tom Heinzle geniessen und sie schmeckt mir so zubereitet sehr gut. Ich hatte sehr gehofft, dass dieses Rezept auch in seinem neuesten Buch "Vegetarisch grillen" zu finden sein wird. Natürlich ist es mir beim Durchblättern des Buchs gleich ins Auge gesprungen und war damit ein fester Kandidat der Rezepte, die ich für meine Rezension ausprobieren wollte.
Der Frischkäse lässt sich sehr gut vorbereiten und der Knoblauch kann auch in einer Pfanne auf dem Herd geröstet werden, falls man keinen Grillwok besitzt. Als Topping verwendet Tom Cornflakes. Leider essen wir beide nicht gerne Cornflakes und ich wollte für ein Löffelchen davon keine Packung kaufen. So habe ich es einfach durch selbstgemachtes Popcorn ersetzt. Von dem hatte ich noch eine halbe Tüte im Vorrat.
1 große oder 2 kleine Rote Bete, vorgekocht
200 gr. Frischkäse
2 Frühlingszwiebeln
Merrsalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Handvoll Popcorn
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Sprossen zum Garnieren
Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl knusprig rösten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und mit dem Frischkäse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken.
Die Rote Bete in dicke Scheiben schneiden und auf beiden Seiten ca. 5 Minuten direkt grillen. Die Rote-Bete-Scheiben auf Tellern anrichten, mit Knoblauch bestreuen und einen großen Klacks Frischkäse darauf geben. Mit dem Popcorn und den Sprossen garnieren.
Der Frischkäse lässt sich sehr gut vorbereiten und der Knoblauch kann auch in einer Pfanne auf dem Herd geröstet werden, falls man keinen Grillwok besitzt. Als Topping verwendet Tom Cornflakes. Leider essen wir beide nicht gerne Cornflakes und ich wollte für ein Löffelchen davon keine Packung kaufen. So habe ich es einfach durch selbstgemachtes Popcorn ersetzt. Von dem hatte ich noch eine halbe Tüte im Vorrat.
Als Vorspeise für 4 Personen
1 große oder 2 kleine Rote Bete, vorgekocht
200 gr. Frischkäse
2 Frühlingszwiebeln
Merrsalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Handvoll Popcorn
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Sprossen zum Garnieren
Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl knusprig rösten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und mit dem Frischkäse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken.
Die Rote Bete in dicke Scheiben schneiden und auf beiden Seiten ca. 5 Minuten direkt grillen. Die Rote-Bete-Scheiben auf Tellern anrichten, mit Knoblauch bestreuen und einen großen Klacks Frischkäse darauf geben. Mit dem Popcorn und den Sprossen garnieren.
Dieses vegetarische Grillgericht durfte ich schon ein paar Mal essen und es ist mein Lieblingsgericht aus dem neuen Buch von Tom. Deshalb möchte ich es auch gerne bei dem aktuellen Blog-Event von Zorra von Kochtopf und Sandra von From-Snuggs-Kitchen einreichen. Einfach aus dem Grund, weil das Rezept toll ist und in einer Sammlung von Grill-Rezepten nicht fehlen darf. Danke an Euch beide für das schöne Thema.
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