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Freitag, 9. Oktober 2015

Süßwasserfisch-Menü bei Hubert Wallner im See-Restaurant Saag

Direkt am Wörthersee, nur ein paar Autominuten von Klagenfurt entfernt liegt eins der besten und schönsten Restaurants in Kärnten, das See-Restaurant Saag von Hubert Wallner, das ich während meiner Genussreise durch Kärnten besuchte. In der Abenddämmerung ist die Stimmung dort am schönsten, sanft glitzert der Wörthersee und wer an dem Bootssteg anlegt, kann direkt in das Restaurant gehen.



Hubert Wallner stammt aus einer niederösterreichischen Hoteliersfamilie und wurde schon früh von seiner Mutter mit der Kochleidenschaft angesteckt. In seinem Heimatort St. Valentin machte er die Kochausbildung und ging danach auf die Wanderjahre, die ihn unter anderem zu den Spitzenköchen Heinz Hanner, Hans Haas, Hermann Huber, Toni Mörwald und Martin Sieberer führten. Zusätzlich legte er die Prüfungen als Diätkoch und Küchenmeister ab. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in der Schweiz kehrte er als Küchenchef im Restaurant Caramé wieder nach Österreich zurück und konnte die ersten Auszeichnungen und Bewertungen erkochen. Seit 2010 verantwortet er die Küche des See-Restaurant Saag und ist mit einem Michelin-Stern und 3 Hauben im Gault Millau (dies entspricht in Deutschland 17 Punkten) ausgezeichnet. Er gilt somit als am höchsten bewerteter Koch in Kärnten.

Die Lage des Restaurants ist nicht nur besonders reizvoll, sondern ermöglicht ausgezeichnete Süßwasserfisch-Menüs. Hubert Wallner kann in der Region aus dem Vollen schöpfen und zeichnet für eine besonders feine Variante der Alpe-Adria-Küche. Ein Fingerfood zum Auftakt hat er komplett mit Mais gestaltet, der in Kärnten angebaut wird. Zum hausgemachten Brot serviert er Nussbutter und den bekannten Gailtaler Speck. Bei einem der beiden Menüs kann man die Vielfalt der Süßwasserfische aus den Kärntner Seen geniessen, die Hubert Wallner sehr fein mit Aromen aus der österreichischen und mediterranen Küche auf die Teller bringt.


Bellini
Fingerfood
Hausgemachtes Sauerteigbrot, Speck, Nussbutter

Wörthersee Reinanke
Zitrusfrüchte aus Faak am See | Miso | Sprossen | Wassermelonenrettich

Zitronengras
Kaisergranat | Koriander | Couscous

Tigerforelle aus Feld am See
Junglauch | Kerbelknolle | Asche

Geräucherter Ricotta
Spinat | fermentierter Knoblauch | Trüffel

Karotte - Ingwer - Salzzitrone

Huchenfilet aus Feld am See
Kürbis in verschiedenen Variationen

Melone
"Zwiesel Birne" - Wacholder | Schokolade
Petit Fours

Gemeinsam mit einem Investor hat Hubert Wallner weiterführende Pläne. Er möchte das Restaurant in der bisherigen Form erneuern und einige Hotelzimmer zusätzlich bauen. Das ist alle interessant, die das Menü mit einer Weinbegleitung verantwortungsbewusst geniessen möchten. Zusätzlich soll ein Wirtshaus entstehen. Der bisherige Beachclub und das öffentliche Bad sollen weiterhin für alle zugänglich sein. Damit bleibt der einzigartige Charme des Restaurants erhalten und hier lässt sich der Sommer weiterhin besonders fein erleben.



Donnerstag, 8. Oktober 2015

Genuss mit Zeit und Liebe im Biedermeier Schlössl Lerchenhof

Es gibt zwei Arten, das Biedermeier Schlössl Lerchenhof in Hermagor zu besuchen. Man kennt es und freut sich darauf, oder man fährt zufällig daran vorbei und muss sofort bremsen, weil es so eine Augenweide ist. Ich habe mich darauf gefreut, dass ich es, im Rahmen meiner Genussreise durch Kärnten, besuchen konnte.

Das „Schloss Lerchenhof“ wurde im Jahre 1848 als Herrschaftssitz des Industriellen Julius Wodley anlässlich seiner bevorstehenden Heirat erbaut. Noch vor der Heirat verstarb er durch einen Jagdunfall und vermachte das Haus seiner Verlobten. Durch Heirat gelangte das Schlössl in den Besitz der Familie Steinwender, die aus dem benachbarten Steinwender-Hof stammten. Die Aufteilung des Erbes führte 1928 zur Aufteilung an zwei Söhne der Steinwender. Das Schlössl übernahm der Großvater des heutigen Besitzers Hans Steinwender. Es gelang ihm, den Besitz zu bewahren und geschickt durch die schwierigen Zeiten des zweiten Weltkriegs zu steuern.

Heute ist das Biedermeier Schlössl Lerchenhof ein Restaurant und ein Hotel. Die Familie Steinwender legt größten Wert auf Herkunft und Qualität der Produkte. Vieles wird im Haus selbst produziert oder stammt von Bauern aus der Nachbarschaft. Damit die Regionalität der Zutaten von den Gästen nachvollzogen werden kann, gibt es in der Speisekarte Kilometer-Angaben. Die sagen aus, in welcher Entfernung vom Schlössl die Lebensmittel produziert wurden. Sehr oft ist "0 kmh" angegeben.



Gleich hinter dem Haus ist der Schweinestall, wo die Schweine ein paar Monate länger gehalten werden als üblich, damit der Speck besonders gut wird. Die Metzgerei ist gleich daneben und die Tiere haben keine lange Anfahrt und werden vor der Schlachtung nicht gestresst. Der Speck wird gepöckelt, geräuchert und kommt dann in den Reiferaum. Alle diese Verarbeitungsschritte passieren auf dem Grundstück des Schlössl.



Für die Küche zeichnet der Sohn von Hans Steinwender verantwortlich, der nach den Wanderjahren im Ausland, wieder in den Familienbetrieb zurückgekehrt ist. Es ist fast schon ein Pflichtprogramm, den Teller mit den verschiedenen Specksorten zu probieren: Wurzelspeck, Gailtaler Speck, Heuspeck und Weinspeck - schmecken tun alle vier ausgezeichnet.

Auf der Karte finden sich auch bodenständige Gerichte, wie Schweinebraten mit Sauerkraut und Knödeln oder Apfelringe zum Dessert. Alles wurde mit Liebe und Sachverstand zubereitet.


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Brigitte Lugger - die Retterin der Lesachtaler Mühlen

Maria Luggau im Lesachtal ist ein bedeutender Wallfahrtsort mit einem Kloster und einem historischen Klostergarten. Auch heute noch ist der kleine Ort das Ziel von großen Wallfahrten aus Italien. Dann rücken alle zusammen, um die Pilger aufzunehmen. Beim Betrachten der Fotos denke ich mir wieder, Maria Luggau muss ein gesegneter Ort sein, so schön, wie es da ist. Das war eine besondere Station auf meiner kulinarischen Reise durch Kärnten.




Durch das neu renovierte Kloster führt Brigitte Lugger, die als Lehrerin nach Maria Luggau kam und dort ihren späteren Ehemann kennen lernte. Die Klosterführung ist Teil der Mühlenführung, bei der es auf einem Wanderweg weiter nach oben geht, wo die letzten fünf Wassermühlen stehen. Es ist Brigitte Lugger zu verdanken, dass wir sie heute noch erleben können.




Bei starken Unwettern vor 50 Jahren wurden die Mühlen zerstört und es gab im Ort wenig Interesse an einem Wiederaufbau. Brigitte Lugger und ihr Mann Leopold machten sich für den Erhalt der Mühlen stark und konnten immer mehr Nachbarn überzeugen. So klappern die wassergetriebenen Mühlenräder noch heute und treiben die Mahlsteine an, die das Korn zu Mehl vermahlen.




Es erklärt sich fast von selbst, dass die Menschen in diesem Hochtal autark sein müssen. Es gibt keine größeren Orte in der Nähe und auch die Einkaufsmöglichkeiten sind sehr beschränkt und so versorgen sich die Lesachtaler heute noch selbst. Die Bauern leben vom Vieh in ihren Ställen und vom Anbau auf ihren Feldern. Jeder Haushalt bäckt noch immer das eigene Brot. Das Lesachtaler Brot wurde von der UNESCO zum "immateriellen Kulturerbe" ernannt und Eiko Funada, eine japanische Ethnologin hat dafür gesorgt, dass in Tokio ein Brotbackhaus errichtet wurde. Seitdem wird auch dort das Lesachtaler Brot gebacken.

Wer das Lesachtaler Brot probieren möchte, kann es im Lesachtaler Bauernladen in Maria Luggau kaufen. Täglich bringen Bäuerinnen frisches Brot dort hin.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Der zelebrierte Genuss bei Herwig Ertl

Am zweiten Tag meiner Genussreise durch Kärnten stand ein Besuch beim Edelgreißler Herwig Ertl auf dem Programm. Das Wort Edelgreißler war mir vorher unbekannt und ich habe mir natürlich seine Homepage vorher angesehen. Da dachte ich mir noch, wie schön, ein Feinkostgeschäft mit regionalen Spezialitäten - das wird sicher interessant.

Was mich in dem wunderschönen Laden von Herwig Ertl wirklich erwarten würde, ahnte ich nicht. Zuerst war ich überrascht, dass wir gleich zu einer kleinen Gruppe von Kunden geführt wurden, die vor einem großen Holztisch standen. Auch wenn der Vergleich zwischen dem massiven Holztisch und den filigranen Porzellanlöffelchen etwas hinkt, aber er bog sich wirklich vor Köstlichkeiten. Ich war plötzlich mittendrin im zelebrierten Genuss.




Ich besuche gerne genau solche Lebensmittel-Läden, in denen die hochwertigen Produkte aus der Region verkauft werden. Oft ist eine Packung oder ein Glas geöffnet, damit man probieren und auswählen kann, aber eine solche Verkostung, quer durch das Sortiment, habe ich noch nie erlebt. Herwig Ertl liebt nicht nur das, was er tut, er lebt das. Und so hat er aus seinem umfangreichen Angebot durch Kombination von Käse, Speck, eingemachten Obst oder Gemüse, Ölen und Essigen kleine Gerichte entwickelt, die er auf Schwiegermutterzungen oder Porzellanlöffeln serviert. Die Schwiegermutterzungen sind ein hauchdünnes Gebäck aus Italien und machen nicht so satt, wie Brot. Dazu präsentiert er verschiedene Weine und sich selbst. Er ist so voller Überzeugung und Energie für das Thema Genuss, dass man schnell in seinen Bann gezogen wird.

Dabei ist seine Philosophie ganz einfach: "Bio!"

Damit meint er nicht Lebensmittel, die ein entsprechendes Bio-Siegel tragen, sondern die Aussage: "Bin in Ordnung!" Das sagt er auch von sich selbst. Wer in Ordnung ist und dementsprechend handelt, dem kann man vertrauen, dass er sich Mühe gibt, alles bestmöglich tut und seine Kunden weder betrügen, noch ihnen schaden möchte. Wer so handelt, dessen Produkt ist dann auch hochwertig. Wie stellt man als Kunden fest, ob jemand bio ist? In dem man ihn kennt und mit ihm sprechen kann und damit ist der Anspruch der Regionalität ebenfalls gewährleistet.



Herwig Ertl denkt über Dinge anders nach. Wenn man sich darauf einlässt, versteht man schnell, was er meint. Er gilt auch als "Erfinder" des "köstlichsten Eck Kärntens", dem kleinen Gebiet rund um Kötschach-Mauten mit dem Gailtal und dem Lesachtal.

Den zelebrierten Genuss und die großartige "Herwig-Ertl-Show" kann man bei ihm buchen. Ich habe ihn gefragt, ab wieviel Personen er das macht. Meine Erwartung war, dass er zwei oder vier Personen sagt, weil der Aufbau der vielen Kleinigkeiten wirklich aufwändig ist. Aber er sagte: "Ich mache das ab einer Person, weil der eine kann nichts dafür, wenn die anderen nicht mitmachen."


Die Edelgreißlerei Herwig Ertl ist ein Füllhorn wunderbarer Köstlichkeiten und auch ohne zelebrierten Genuss einen Besuch wert. Neben haltbaren Lebensmitteln, Essige, Öle, Wein und Bier gibt es auch eine Frischtheke mit Käse, Speck und Wurst - alles aus der Region. Wer mehr über die Produkte und die Produzenten (ich bin bio) dahinter erfahren will, für den hat Herwig Ertl ein Kartenspiel entwickelt, um den spielerischen Zugang zu der Fülle an Informationen zu ermöglichen.

Montag, 5. Oktober 2015

Kaffee erleben bei San Giusto in Kärnten

Die große Leidenschaft von Helmut Thurner ist Kaffee und dabei zählen für ihn nur Qualität und Geschmack. Er orientiert sich nicht an Labels oder Auszeichnungen, sondern verlässt sich nur auf seine Erfahrungen und seinen Geschmack. Als Techniker für Gastro-Kaffeemaschinen bestimmt das Thema schon lange seinen Tagesablauf. Nun hat er das Rentenalter erreicht, ist aber immer noch unermüdlich, um den Kaffee-Genuss zu zelebrieren.

In Kötschach-Mauthen steht seine kleine Kaffeewelt San Giusto, für die er bereits weitere Expansionspläne hat. Auf meiner Genussreise durch Kärnten durfte ich ihn treffen und einen wunderbaren Espresso trinken. Auf dem Foto sieht man schon die perfekte Crema, vom Geschmack kann ich nur erzählen. Ich trinke nicht viel Kaffee, höchstens einmal einen Espresso oder Cappucchino. Selten schmeckt er mir wirklich gut, hier hat alles gepasst. So einen guten Espresso, habe ich bisher leider nur selten bekommen.


Hinter dem kleinen Café ist die Kaffeerösterei. Dort werden die Kaffeebohnen aus aller Herren Länder geröstet. Dabei lässt sich Helmut Thurner Zeit, er röstet sie länger und mit weniger Temperatur. So sind die Bohnen gleichmäßig geröstet und nicht verbrannt. Das lässt sich einfach prüfen, wenn man eine Bohne zerbricht. Dann darf sie nur außen dunkelbraun sein. Innen muss sie noch hell geblieben sein. Industriell geröstete Bohnen sind durch und durch dunkelbraun.

Bei der Kaffeezubereitung spielt neben der Kaffeebohne auch die Maschine eine entscheidende Rolle. Sie ist oft der Grund dafür, dass der Espresso in der Gastronomie säuerlich oder verbrannt schmeckt. Es gehört zum Service von San Giusto, dass bei Gastro-Kunden die Maschine einmal im Monat gewartet wird. Das übernimmt der Sohn, Christian Thurner. Also, Augen auf, beim der Kaffeebestellung in der Gastronomie und auf die rote Tulpe achten. Dann weiß man, dass man mit Genuss einen Kaffee trinken kann. Der Name San Giusto alleine genügt leider nicht, da es eine zweite Firma mit diesem Namen gibt. Es muss auch die rote Tulpe im Logo dabei sein.




Das Café und die Rösterei sind mit vielen alten Kaffeemaschinen und -kannen dekoriert. Helmut Thurner hat hier einen großen Reichtum an interessanten und optisch sehr attraktiven Stücken zusammen getragen. Er plant den Bau einer "Kaffeewelt", wo er seine Schätze besser präsentieren und interessante Führungen abhalten kann.




Genauso attraktiv, wie die alten Ausstellungsstücke, sind die Kaffeesäcke aus der ganzen Welt. Für mich war es eine kleine Zeitreise, weil ich Kaffeebohnen aus Äthiopien entdeckt und mich an die Zeremonie erinnert habe, bei der Frauen nach dem Essen eine kleine Menge Bohnen frisch rösten und sofort danach den Kaffee brühen. Das ist ein besonderes Erlebnis und den Duft habe ich nie vergessen. In der Rösterei San Giusto riecht es genauso wunderbar nach Kaffee. Ganz oben stand ein kleiner Sack aus Mocha. Das ist ein kleiner Ort am Meer im Jemen, wo angeblich der Mokka erfunden wurde und auch heute noch danach benannt ist.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Kärntner Nudelglück im Gasthof Grünwald

Man sagt, dass eine Kärtnerin erst dann heiraten kann, wenn sie Nudeln krendeln kann. Am zweiten Tag meiner kulinarischen Kärntenreise durfte ich eine Meisterin kennen lernen. Durch die Hände von Ingeborg Daberer vom Gasthof Grünwald gehen im Jahr 50.000 selbst gekrendelte Nudeln. Berühmt geworden ist sie für das Nudl-Kudl-Mudl im Oktober, bei dem Kärntner Nudeln mit vielen unterschiedlichen Füllungen serviert werden. Dabei geht ihr die Phantasie nicht aus und mittlerweile gibt es schon 40 verschiedene Sorten. Die traditionelle Kärntner Nudel hat eine Füllung aus Kartoffeln, Topfen und Minze. Das waren Zutaten, die jeder Haushalt immer daheim hatte. Die Kunst bestand darin, ein Gericht zu entwickeln, dass jederzeit aus dem Vorrat gekocht werden konnte, sättigt und gut schmeckt.

Der Gasthof Grünwald ist ein Familienbetrieb, den die Schwestern Ingeborg und Gudrun Daberer bereits in der fünften Generation führen und der fest in der Region verankert ist. Zum Gasthof gehört eine Landwirtschaft und so erzeugen sie Fleisch, Wurst, Milchprodukte und Brot selbst. Für andere Zutaten arbeiten sie eng mit Produzenten aus der Region zusammen. Ihr Nudl-Kudl-Mudl ist keine Touristen-Veranstaltung, sondern wird hauptsächlich von den Einheimischen besucht, die rund 80 % ihrer Gäste ausmachen.

Die Gasträume sind sehr geschmackvoll und modern eingerichtet und bilden mit dem alten Haus eine gute Symbiose. Bereits von außen ist zu erkennen, dass es sich um ein Restaurant handelt, in das man gerne geht.

Damit ich ein möglichst breites Spektrum der Kärntner Nudel probieren kann, gab es die Fleischnudel in der Suppe und einen gemischten Nudel-Teller. Wenn diese Nudeln nicht so phantastisch geschmeckt hätten, dann hätte ich sie wahrscheinlich nicht aufessen können. Die machen ganz schön satt, schmecken aber auch zu gut. Dafür haben wir beim Einstieg "gespart" und uns die ausgezeichnete Räucherforelle geteilt. Die normale Portion ist also doppelt so groß.



Gailtaler Räucherforelle "vom Stofan in Weidenburg"
mit Oberskren, Salatgarnitur und Gebäck

Hausgemachte Fleischnudl gefüllt mit Geselchtem in klarer Rindssuppe

Gemischter Nudlteller "Nudl-Kudl-Mudl"
mit Kärntner Kasnudl, Polenta-, Almschotten- und Spinatnudl
Der Almschotten ist ein Frischkäse aus der Molke, der anschließend geräuchert wird. Am ehesten kann er mit Ricotta verglichen werden.

Samstag, 3. Oktober 2015

Genuss und Information beim Schau-Bauernhof Gailtalbauer in Kärnten

Am zweiten Tag meiner kulinarischen Kärntenreise besuchte ich den Gailtalbauer in Kirchbach. Das ist ein Schau-Bauernhof mit angeschlossener Gastronomie. Im Zentrum steht natürlich die Tierhaltung von Schweinen und Kühen, die man im Rahmen einer sehr interessanten Führung besuchen kann.

Lustig ist es im Schweinestall, wo die ausgewachsenen Schweine zusammengekuschelt schlafen und die kleinen Ferkel herumspringen. Aus dem Schweinefleisch wird der berühmte Gailtaler Speck hergestellt und reift in Glasschränken, die von außen zu besichtigen sind. Da hängen die köstlichen großen Speckstücke, die leider wegen der Spiegelung des Glas auf dem Foto nicht zu erkennen sind. Die Kühe leben draußen und haben zusätzlich einen sehr großen Stall. Bei unserem Besuch ging gerade ein heftiger Regenschauer herunter und sie haben es vorgezogen, ins Trockene zu kommen. Dort bekommen sie ausschließlich Heu zu fressen, das aus der Umgebung stammt und im Stall mit Luft getrocknet wird. Besonders goldig waren natürlich die Kälbchen, die sich auch streicheln lassen. Die Milch der Kühe wird in der Schaukäserei zu verschiedenen Käse-Sorten verarbeitet.




Ein Highlight im Kuhstall ist der Melk-Roboter, von dessen Existenz ich vorher noch nie etwas gehört habe. Alle Kühe tragen ein Halsband mit Chip, auf dem ihre individuellen Daten gespeichert sind. Zusätzlich werden dort die Melkzeiten festgehalten. Die Kühe kommen freiwillig zur Melkstation, da sie dort auch ein Leckerchen bekommen. Der Trick bei der Sache ist, dass der Roboter weiß, ob die Kuh melkbereit ist und nur dann die kleine Köstlichkeit freigibt. Anfangs sind die Kühe oft vergebens gekommen, mittlerweile hat sich das eingespielt. Die Kühe stellen sich in den Melk-Roboter, der wirft das Leckerchen aus und die Kuh steht still und frisst. In dieser Zeit werden die Zitzen gereinigt und die Melk-Maschine angesetzt. Dann wird die Kuh kontrolliert gemolken. Auf einem Display ist genau zu sehen, aus welcher Zitze wie viel Milch gekommen ist. Dabei wird die Milch genau kontrolliert. Sollte irgend etwas nicht in Ordnung sein, wird diese Milch ausgesteuert und die Anlage automatisch gereinigt. Wenn die Kuh nichts mehr zu fressen bekommt, geht sie und hinter hier wartet schon die nächste. Die Kühe haben das sehr ruhig und entspannt gemacht, es war tägliche Routine für sie.




Im Hofladen können Speck, Käse, Brot und andere Produkte gekauft und verkostet werden. Man kann sich da auch einen Picknick-Korb zusammenstellen lassen. Der Gastraum ist sehr charmant mit unterschiedlichen Tischen und Stühlen ausgestattet und mit Küchenartikeln nett dekoriert. Im ersten Stock gibt es auch noch eine Puppenausstellung. Diese handgefertigten Puppen zeigen Alltagsszenen aus dem bäuerlichen Leben. Sehr witzig ist der Schaukasten mit prominenten Puppen. Wer wissen möchte, wie Arnold Schwarzenegger als Puppe aussieht, der sollte unbedingt vorbei schauen.



Draußen auf dem Freigelände ist ein wunderschöner Nutzgarten, den ein Koch angelegt hat. Es gibt Gemüse- und Kräuterbeete, Beerensträucher, ein Bienenhaus, eine Wurmanlage für den Kompost und die schönsten Sonnenblumen, die ich je gesehen habe. Wer essbare Pflanzen liebt, wird dort viele Anregungen finden und eine schöne Zeit verbringen. An Kinder wurde auch bestens gedacht, mit einem großen Spielplatz und einem Streichelzoo mit Ziegen, Ponys und Eseln. Der Gaitalbauer ist ein lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie, bei dem Lernen und Genuss im Vordergrund stehen.



Freitag, 2. Oktober 2015

Sissy Sonnleitner - die Grande Dame
der Alpe-Adria-Küche

Das Landhaus Kellerwand von Sissy Sonnleitner und ihrer Tochter Stefanie ist eine kulinarische Institution, die auch neue Impulse aufnimmt. Sissy Sonnleitner ist in Kötschach-Mauthen geboren und hat das Haus von ihren Eltern übernommen. Die familiäre Nachfolge ist geregelt, Tochter Stefanie steht bereits in den Startlöchern.

Untrennbar mit dem Namen Sonnleitner ist die Alpe-Adria-Küche verbunden. Darunter versteht man eine bäuerliche Alpenküche, die mit den Zutaten aus der Region auskommt. Durch die Lage von Kötschach-Mauthen, im äußersten Zipfel von Kärnten, gehören auch Zutaten aus Italien und Slowenien dazu. Dies ermöglicht eine Verknüpfung der österreichischen Küche mit mediterranen Einflüssen. Gerade Kärnten hat eine große Gemeinsamkeit mit Italien und das ist die Kärntner Nudel, eine Art große Ravioli mit dem hübschen, gekrendelten Rand.

Sissy Sonnleitner ist in Österreich eine Institution und wurde mit dem Micheln-Stern und drei Hauben (Bewertung des Gault Millau) ausgezeichnet. Sie schöpft aus 30 Jahren Erfahrung, vielen traditionellen Familienrezepten und der langjährigen Zusammenarbeit mit den regionalen Produzenten. Unterstützt wird sie von ihrer Tochter Stefanie, die eine Ausbildung als Köchin und Kellnerin hat und den Service leitet. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit und dem bewussten Genuss. Dazu gehört ein fairer Umgang mit Ressourcen und die Ergänzung der Speisekarte mit veganen Gerichten.

In der hauseigenen Genusswerkstatt werden Kochkurse und Seminare abgehalten. Die Themen sind breit gefächert und gehen von italienischer Küche, Zubereitung von Süßwasserfischen, Einmachen bis zu Umstellung auf vegane Ernährung. Im Landhaus befindet sich eine gut ausgestattete Küche mit einem gemütlichen Esstisch, in der alle Kurse stattfinden.



Im Landhaus habe ich mich rundum wohl gefühlt. Es ist sehr individuell eingerichtet und überall gibt es hübsche Details zu entdecken. Der Garten im Innenhof lädt ein die Seele in der Natur baumeln zu lassen und der Blick aus dem Fenster zeigt die schöne Bergwelt Kärntens.

Zum Auftakt meiner Kärntenreise konnte ich beim Abendessen die Küche von Sissy Sonnleitner ausgiebig kennen lernen. Gleich zum Auftakt gab es kleine Spezialitäten aus der Kärntner Küche. Beim Amuse und allen anderen Gängen lag das Hauptaugenmerk auf den hochwertigen Produkten aus der Region. Unter Sissy Sonnleitners Händen wurden feine, saisonale Gerichte daraus.

Karnische Kostproben

Entensulz mit Ofenkürbis und Trauben

Entengrammelknöderl mit Rotkraut

Holzkohlengegrillte Beiriedschnitte vom Gailtaler Almochs mit "spicy beans" und Safranreis

Beerenterrine mit Krokantobers und frischen Waffeln

Wer sich noch intensiver mit der Küche von Sissy Sonnleitner auseinander setzen möchte, dem kann ich ihr Kochbuch "Karnische Aromen" empfehlen.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Eine Reise in das köstlichste Eck Kärntens

Kärnten ist das südlichste Bundesland Österreichs und bietet aufgrund seiner abwechslungsreichen Landschaft viele Attraktionen für Urlauber. Die Berge verführen im Winter zum Skifahren und in den anderen Jahreszeiten zum Wandern oder Radfahren. Besonders im Sommer ist Kärnten mit seinen vielen und wunderschönen Gebirgsseen ein attraktives Ziel. Das durfte ich vor drei Jahren bereits bei einer kleinen Reise an den Ossiachersee entdecken. Damals haben wir auch die ersten kulinarischen Erkundungen gemacht. Was hat Kärnten dem kulinarisch interessierten Urlauber zu bieten? Wie sieht eine Genussreise nach Kärnten aus? Auf diese Fragen habe ich vor ein paar Wochen viele inspirierende Antworten bekommen. Auf Einladung von Kärnten Tourismus durfte ich eine Reise in das köstlichste Eck Kärntens unternehmen.

Dieses köstlichste Eck liegt im Südwesten und umfasst mit dem Gailtal und dem Ort Kötschach-Mauthen eine kleine Region, die aus kulinarischer Sicht eine ganz große ist. Die hohe Qualität des Angebots und die Leidenschaft der Menschen, die dies ermöglichen, haben dazu geführt, dass es dort die erste Slowfood-Travel-Destination geben wird. Wer die Organisation slowfood kennt, der weiß um die hohen Qualitätsanforderungen, die dort gestellt werden. An Österreich schätze ich sehr die ländlichen Strukturen, die es ermöglichen, dass Bauern und Manufakturen mit viel Sorgfalt erstklassige Produkte herstellen können. Das durfte ich auf einigen Reisen durch Österreich schon erleben. Trotzdem hat es mich sehr überrascht und begeistert, was das köstlichste Eck Kärntens auf kleinstem Raum zu bieten hat.




Nach einer vierstündigen Zugfahrt, die unkompliziert und angenehm verlaufen ist, kam ich im Landhaus von Sissy Sonnleitner an. Sie ist eine Haubenköchin, die immer schon sehr bewusst mit den Produkten aus ihrer Region umgegangen ist. Ihr Credo ist Genuss ohne Reue, deshalb setzt sie sich, zusammen mit ihrer Tochter Stefanie, für vegane Ernährung ein. Neben Gerichten aus der Alpe-Adria-Küche, die auch Einflüsse der Nachbarländer Slowenien und Italien aufnimmt, sind auf ihrer Speisekarte auch vegane Gerichte zu finden. Mit großem Engagement gibt sie ihr Wissen in Kochkursen weiter. Dafür steht im Haus die Genusswerkstatt, mit einer gut ausgestatteten Küche und einem einladenden Esstisch, zur Verfügung. Diese herzliche Gastfreundschaft spürt man im ganzen Haus, das mit alten Möbeln sehr individuell eingerichtet ist und viel Charme hat.
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Nur ein paar Schritte vom Landhaus Sonnleitner entfernt wird Bier gebraut. Die Braumanufaktur Loncium wurde 2007 von Alois Planner und Klaus Feistritzer gegründet und der Erfolg gibt ihnen recht. Zu ihrer Palette handwerklich gebrauter Biere gehören nicht nur Craft Biere, wie IPA, sondern auch die Klassiker, wie Helles, Weißbier oder Bockbier. Die kleine Privatbrauerei wächst stetig, hat sich aber ihr Qualitätsbewusstsein und ihre Individualität bewahrt. Die alten Gebäude wurden restauriert und modern eingerichtet. Die gelungene Symbiose aus Tradition und Moderne sind in der Brauerei und im angrenzenden Bierhotel mit Restaurant besonders gut zu sehen. Dort finden Führungen, Brauseminare und spezielle Bier-Degustationen mit passendem Menü statt.




Auf unserer Fahrt zu einem ganz besonderen Bauernhof hatten wir genug Zeit, um auf den kleinen Straßen zu fahren und bei einem Gemüsebauern zu halten. Mitten auf dem Feld gibt es einen kleinen Verkaufsstand mit saisonalem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau. Auch außerhalb der Geschäftszeiten kann man jederzeit frisch einkaufen. Dazu erntet man selbst und wirft das Geld in einen kleinen Kasten, genauso, wie es hier bei uns viele Blumenfelder gibt. Das wäre mir oft lieber, als die Felder mit verwelkten Blumen, die keine Abnehmer gefunden haben.




Mitten im Gailtal liegt der Gailtalbauer, ein moderner Schau- und Erlebnis-Bauernhof. Dort werden hauptsächlich Schweine und Kühe in einer sehr modernen Anlage gehalten. Die Kühe finden den Weg zum Melkroboter von alleine und die Milch wird in der Schaukäserei verarbeitet. Aus den Schweinen wird der berühmte Gailtaler Speck. Alle dort produzierten Köstlichkeiten können im Hofladen gekauft oder gleich im Restaurant verkostet werden. Auf dem großen Gelände kann man durch einen liebevoll angelegten Kräuter- und Gemüsegarten laufen oder Ziegen, Esel und Ponys im Streichelzoo besuchen. Über dem Restaurant befindet sich eine Puppenausstellung mit typischen Motiven aus der Region. Besonders für Kinder ist der Gailtalbauer eine tolle und lehrreiche Attraktion.
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Zum Mittagessen ging es in den Gasthof Grünwald in St. Daniel. Die Schwestern Ingeborg und Gudrun Daberer führen den Familienbetrieb bereits in der fünften Generation und sind bekannt für ihr Nudl-Kudl-Mudl. An diesen Tagen gibt es unzählige Varianten der Kärntner Nudel, die traditionell mit Kartoffeln, Topfen und Minze gefüllt wird. Besonders wichtig ist der gekrendelte Rand, damit die Nudel beim Kochen nicht aufgeht. In dem sehr gepflegten Gasthof werden alle Nudeln noch von Hand gemacht und das schmeckt man. Diese Nudeln sind ein schönes Beispiel, dass traditionelle Rezepte immer noch aktuell sind und für eine genussvolle Mahlzeit stehen.
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Im köstlichsten Eck Kärntens sind die Wege so kurz, dass es Sinn macht, für den Espresso nach dem Essen in die Kaffeerösterei San Giusto zu fahren. Mit seiner großen Leidenschaft für guten Kaffee betreibt Helmut Thurner in Kötschach-Mauthen ein kleines Kaffee mit angeschlossener Rösterei. Bereits vor der Türe macht der feine Geruch Lust auf eine gute Tasse Kaffee oder Espresso. Dafür braucht es verschiedene Faktoren, die richtigen Bohnen, das handwerkliche Röstverfahren und die regelmäßige Wartung der Maschinen. Auf alle diese Faktoren wird geachtet und das schmeckt man bei diesem exzellenten Espresso.
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Gut gestärkt ging es zu Herwig Ertl, der mit seiner Edelgreißlerei als köstlichster Punkt im köstlichsten Eck Kärntens gesehen werden kann. In Kötschach-Mauthen steht sein Feinkost-Geschäft, in dem er regionale Delikatessen von Produzenten zusammengetragen hat, die "bio" sind. Darunter versteht er nicht, dass sie biologisch erzeugt wurden, sondern von einem Produzenten stammen, für den sein Motto "bin in Ordnung" gilt. Somit gibt er die Verantwortung für Produkte dort hin, wo sie hingehört, zum Produzenten. Ein Produzent, der vom Verbraucher nicht akzeptiert wird, kann sein Produkt nicht mit Siegeln retten. Herwig Ertl gilt als Visionär, der sich mit ganzer Kraft für Genuss und die Region einsetzt. In seinem Laden bietet er eine beeindruckende Degustation an, bei der er Käse, Schinken, Öle, Essige, Chutneys, Senf, eingelegtes Obst und Gemüse zu köstlichen Gerichten kombiniert und mit Wein begleitet.
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Den nächsten Tag verbrachte ich im Lesachtal, wo das Brotbacken noch eine selbstverständliche Aufgabe in den Haushalten ist. In dem kleinen Wahlfahrtsort Maria Luggau lebt Brigitte Lugger, die als Lehrerin in den Ort kam und dort ihren künftigen Ehemann traf. Sie erkannte die Bedeutung der alten Mühlen und setzte sich für ihren Erhalt ein. Heute führt sie sachkundig und mit viel Charme Besucher durch das Kloster mit dem Klostergarten. Ihre Enkelin bringt die Gäste dann hinauf zu den Mühlen, wo ihr Ehemann schon wartet und das Mahlen von Getreide zeigt.
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Im Lesachtal werden die Tiere noch artgerecht gehalten. Das ist eine sehr gute Ausgangssituation für den Metzger Salcher, der selbst schlachtet und dem Fleisch genug Zeit gibt, um zu reifen. So entsteht der Lesachtaler Speck, für den die Schweine nach bestimmten Kriterien gefüttert werden müssen. In dem kleinen Laden in St. Lorenzen können die Köstlichkeiten gekauft werden.




Viele Menschen im Lesachtal versorgen sich noch selbst. Sie bauen Getreide, Obst und Gemüse an, sie halten Tiere und sie fischen. Das kulinarische Angebot der Bauernhöfe kann man am besten bei einem Hoffest kennenlernen. Diese Hoffeste, wie hier auf dem Peintnerhof in Niedergail, finden das ganze Jahr über statt. Zu Essen gibt es immer "Morende". Dies bedeutet ganz einfach, dass das angeboten wird, was auf dem Hof verfügbar ist. Auf dem Peintnerhof gab es neben Kaffee und Kuchen auch eine Ur-Forelle, die auf dem alten Holz-Ofen gebraten wurde.




Übernachtet habe ich in dem kleinen Berghotel in Liesing von Familie Egartner. Dort wohnt man sehr behaglich und ruhig in gemütlich eingerichteten Zimmer. Die Eheleute Egartner sind gelernte Köche und verwöhnen gerne die Gäste. Sandra Egartner ist Kräuter-Expertin und stellt aus Kräutern und Wildpflanzen Essige, Öle, Marmeladen, Salze, Liköre und vieles mehr her. Ihr Wissen gibt sie gerne in Kursen weiter.




Am nächsten Tag ging die Reise weiter nach Hermagor, in das wunderschöne Biedermeier Schlössl Lerchenhof. Auch hier wird Regionalität und Qualität ganz groß geschrieben und noch mit Geduld ergänzt. Hier dürfen die Schweine mit Zeit aufwachsen und werden später geschlachtet, als anderswo. Der Speck bekommt Zeit um zu pökeln und zu reifen. Die Wege vom Produkt auf den Teller sind so kurz, dass in der Speisekarte bei jedem Gericht Kilometer-Angaben gemacht werden. Sehr oft kann 0 Kilometer angegeben werden. Das Familienunternehmen wird seit 1880 von der Familie Steinwender sehr liebevoll geführt. Aktuell kümmern sich drei Generationen der Steinwenders um die Gäste.
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Letzte Station meiner Genuss-Reise sollte Klagenfurt sein. Am schönen Wörthersee, umgeben von einem großen Park, liegt das Seepark Hotel. Der moderne Bau ist architektonisch interessant gestaltet und sehr großzügig. Die Zimmer sind puristisch gehalten, wirken aber aufgrund der vielen Holzelemente nicht kühl. Auf dem großzügigen Balkon konnte ich den Blick in den Park und die letzten Sonnenstrahlen genießen.




In Bad Saag, direkt am Wörthersee, liegt das See Restaurant Saag von Haubenkoch Hubert Wallner. Es ist als einziges Restaurant Kärntens mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Für mich sind Lage und Atmosphäre des Restaurants sehr stimmig mit der Karte. Das Restaurant ist so nah am See, dass es über über einen eigenen Bootsanlegesteg verfügt und auch noch ein Seebad angeschlossen ist. Auf die Teller kommt hauptsächlich, wie könnte es anders sein, Süßwasserfisch. Auch bei den anderen Produkten achtet Hubert Wallner sehr auf die Regionalität und präsentiert eine moderne österreichische Küche mit internationalen Akzenten.
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Viele Informationen und Termine zum kulinarischen Kärnten sind hier zu finden.
Wer eine Genussreise nach Kärnten plant, dem hilft vielleicht meine Karte, auf der sämtliche Stationen eingetragen sind. Die Links zu dieser Karte und weiteren Karten anderer Genussregionen sind hier zu finden.