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Sonntag, 15. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Mandarinensorbet

Von den Zitrusfrüchten sind mir die Mandarinen am liebsten. Vermutlich hat mich das damals bewogen ein Mandarinensorbet als Break in meinem orientalischen Menü zu servieren. Dies war am 12. Februar 2011 mein erster Blogbeitrag.

Nun stehe ich vor Beitrag 2.500 und fand es reizvoll das alte Menü nochmals zu kochen. Zeitlich war ich spät dran und habe, eher durch Zufall, in einem türkischen Supermarkt noch Mandarinen bekommen. Falls das nicht geklappt hätte, hätte ich ein Orangensorbet gemacht. Aber so war es mir lieber und ich habe genauso zubereitet, wie damals. 

Uns hat es sehr gut geschmeckt und wunderbar zum neu gekochten orientalischen Menü gepasst.



je nach Größe 8 - 12 Mandarinen - der Saft sollte 500 ml ergeben
50 gr. Zucker
1 Prise Salz
Zimt gemahlen
1/2 Blatt Gelatine
ein paar Blätter Minze
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die Mandarinen frisch auspressen und 500 ml Saft in eine große, beschichtete Pfanne geben. Zucker und Salz darin verrühren und alles einmal aufkochen lassen. Die Flüssigkeit kurz köcheln lassen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen.

Die Pfanne zur Seite stellen und die Flüssigkeit abkühlen lassen. Dann mit Zimt würzen und abschmecken.

Das Sorbet in der Eismaschine gefrieren lassen und ein Vorratsgefäss abfüllen. So kann das Sorbet 1 - 2 Tage vorher vorbereitet und im Tiefkühler aufbewahrt werden. Vor dem Servieren rechtzeitig herausnehmen, damit man Nocken abstechen kann.

Das Sorbet mit Minzblättern garnieren.



Donnerstag, 17. August 2023

Mascarponecreme mit Orangen, Basilikum, Ahornsirup und Olivenöl

Dieses Dessert aus dem aktuellen Kochbuch "Cucina Vegetariana" von Cettina Vicenzino hat mich sofort angesprochen, da es frisch ist und schnell zubereitet werden kann. Außerdem kann man es vorbereiten und so etwas liebe ich ja ganz besonders, wenn man Gäste hat.

Die Kombination von Salz und Pfeffer in einem Dessert ist ungewöhnlich, schmeckt aber sehr gut. In meinem Vorratsschrank waren ein paar Zutaten nicht da, dafür andere. Deshalb habe ich es leicht verändert. Herausgekommen ist ein schönes, sommerliches Dessert, das es nicht zum letzten Mal gegeben hat.



für 4 Personen

300 gr. Mascarpone
3 EL Zucker
1 Becher Sahne - 200 gr.
4 Orangen
4 EL Ahornsirup oder Honig
2 EL Olivenöl
Salzflocken
rosa Pfefferbeeren
kleine Basilikumblätter

Den Mascarpone rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit er streichfähig wird. Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen. 

Die Orangen filetieren, die Reste der Schale und der Trennwände ausdrücken und den Saft auffangen. Den Sud mit Ahornsirup und Olivenöl verrühren und unter den Mascarpone mischen. Etwas Sud zum Anrichten aufbewahren. Die geschlagene Sahne unter den Mascarpone heben.

Den Mascarpone auf Teller geben, die Orangenfilets darauf anrichten und mit Salzflocken und Basilikum bestreuen. Die rosa Pfefferbeeren in ein kleines Sieb geben und reiben. So löst sich die Schale und fällt durch das Sieb direkt auf die Orangen. Die übrigen Pfefferkörner, können wie sonstiger schwarzer Pfeffer in der Mühle aufgebraucht werden.


Eine Inspiration aus:

 

Link zum Buch

Donnerstag, 13. Juli 2023

Honig-Thymian-Parfait mit Erdbeer-Coulis

Zwei Dinge gibt es in diesem Haus immer im Überfluss: Honig und Thymian. Wir haben drei Töpfe mit Thymian im Garten und obwohl ich ihn gerne und reichlich verwende, wächst er schneller nach, als ich abschneiden kann. 

Der Herr des Hauses ist unglaublich gerne Honig und das hat zur Folge, dass er überall, wo es guten Imkerhonig gibt, ein Glas kauft. Leider bedenkt er nie, dass daheim noch mindestens 5 ungeöffnete Gläser stehen.

Da kam dieses Rezept natürlich gerade recht. Zu dem Thymian passt sehr gut ein kräftiger Honig, wie Waldhonig und in unserem Sortiment findet sich auch so etwas.

Die Sauce und das Parfait lassen sich vorbereiten und somit ist das ein perfektes Dessert für die Gästebewirtung, da man es einfach nur aus dem Kühlschrank und Tiefkühler nehmen und anrichten muss.


für 4 Portionen

Honig-Thymian-Parfait:
4 Eigelb
70 gr. Honig
3 EL Puderzucker
6 große Stiele Thymian
275 ml Sahne
Terrinenform 30 cm lang, 7 cm breit, 6 cm hoch

Eine Terrinenform mit einem sehr großen Stück Frischhaltefolie auslegen. Ideal ist es, wenn die Frischhaltefolie alle Ecken gut auskleidet und noch groß genug ist, damit sie später über dem Parfait geschlossen werden kann. 

Die Thymianblätter von den Stielen abstreifen und sehr fein schneiden. Die Sahne mit einer Prise Puderzucker steif schlagen. Eigelbe, Honig, Puderzucker und den Thymian zu einer schaumigen Masse schlagen und die Sahne unterheben.

Die Parfaitmasse in die Terrinenform einfüllen und auf dem Tisch kräftig aufstossen, damit keine Luftlöcher entstehen und in den Tiefkühler stellen - idealerweise über Nacht.


Erdbeer-Coulis:
100 gr. Zucker
50 ml Weißwein
150 gr. Erdbeeren
1/2 Vanilleschote

Die Vanilleschote aufschlitzen und auskratzen. Die Erdbeeren putzen und vierteln. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit dem Weißwein ablöschen. Nun Vanillemark, Vanilleschote und Erdbeeren dazugeben und alles ca. 15 Minuten einkochen. Vom Herd nehmen und mit dem Zauberstab pürieren.


Anrichten:
ein paar Minzeblätter

Das Erdbeer-Coulis rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit es wieder dünnflüssiger wird. Mit einem Pinsel auf die Teller streichen.

Das Parfait aus der Form heben und in dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben diagonal halbieren und auf die Teller stellen. Mit dem Erdbeer-Coulis beträufeln und mit Minze garnieren. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:
Zu Gast auf Sylt von Regina Stahl

Donnerstag, 4. Mai 2023

Buttermilch-Mousse mit Amarant und Limetten-Papaya-Salat

Desserts sind ja manchmal etwas kniffelig. Beim Lesen des Rezepts aus dem aktuellen Kochbuch von Hans Jörg Bachmeier "In der Welt daheim" war ich mir unsicher, ob ich die Mousse unfallfrei aus dem Dessertring bekomme. Aber, das super geklappt und auch die Textur der Mousse war perfekt. Das Schöne daran ist, dass es optisch viel hermacht und gut vorbereitet werden kann. Damit ist es gerade für die Bewertung von Gästen ideal.

Link zur Kochbuch-Rezension


für 4 Personen

Buttermilch-Mousse:
2 Blatt Gelatine
200 gr. Sahne
150 ml Buttermilch
40 gr. Zucker
1 Zitrone
1 Orange
Backpapier
4 Dessertringe mit 8 cm Durchmesser

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne mit einer Prise Zucker steif schlagen. Die Schalen der Zitrusfrüchte fein abreiben, den Saft auspressen. Buttermilch mit Zucker und dem Abrieb verrühren. Den Orangensaft erwärmen und die abgetropfte Gelatine darin auflösen. Diese Mischung in die Buttermilch einrühren. Die geschlagene Sahne unterheben und mit Zitronensaft abschmecken. Die Masse abgedeckt für ca. 1,5 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit sie etwas anzieht.

Vom Backpapier 4 quadratische Stücke abschneiden, auf denen die Dessertringe gut Platz haben. Eine Auflaufform damit auslegen. Die Dessertringe darauf stellen und die Masse einfüllen. Die Auflaufform abdecken und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Amaranth:
25 gr. Amaranth
Puderzucker

Einen Topf mit hohem Rand, ohne Fett, erhitzen. Sobald der Topfboden richtig heiß ist, die Hitze reduzieren und den Amaranth hinein rieseln lassen. Sofort abdecken, da der Amaranth beim Poppen springt. Den Topf immer etwas bewegen, damit die gepoppten Teile nach oben steigen und die ungepoppten Kontakt mit dem Topfboden bekommen. Zum Abschluss mit Puderzucker bestäuben und karamellisieren. 

Wenn gepoppter Amaranth übrig bleibt, kann man ihn in ein Müsli geben, oder Salate oder andere Süßspeisen damit bestreuen. 

Limetten-Papaya-Salat:
1 Papaya
1 Limette
Puderzucker

Die Papaya halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausschaben, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Schale der Limette abreiben und den Saft auspressen. Die Papaya mit Limettensaft und -schale und dem Puderzucker marinieren. 

Anrichten:
Basilikumblätter zum Garnieren

Vom Basilikum kleine Blätter abzupfen.

Einen kleinen Teller oder eine kleine Schüssel umgedreht auf die Dessertteller legen und den Limetten-Papaya-Salat an der Kante entlang anrichten.

Mit einer Winkelpalette unter das Backpapier fahren und den Dessertring aus der Auflaufform heben. Vorsichtig auf den Teller aufsetzen und zuerst die Palette herausziehen. Dann den Dessertring festhalten und das Papier herausziehen, damit das Mousse auf dem Teller steht.

Mit einem Löffel den gepufften Amaranth in den Dessertring füllen. Darauf achten, dass der Amaranth bis zum Rand liegt. Vorsichtig den Ring abziehen.

Den Limetten-Papaya-Salat mit Basilikum garnieren und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:

Donnerstag, 21. Mai 2020

Süss-saurer Gurkensalat mit Ziegenkäse und Hafercrunch aus Koch was draus! Was Spitzenköche aus 5 Zutaten zaubern von Stefanie Hiekmann

Es ist schon faszinierend, was Spitzenköchen einfällt, wenn sie 5 vorgegebene Zutaten verwenden müssen. Sascha Stemberg ist zu Salatgurke, Gewürzgurken, Dill, Hafer-Crunch und Ziegenfrischkäse ein Dessert eingefallen. Dieses Gericht und noch zwei weitere Rezepte von ihm sind in dem Kochbuch von Stefanie Hiekmann Koch was draus! Was Spitzenköche aus 5 Zutaten zaubern zu finden. Natürlich haben sich der Aufgabe auch andere Köche gestellt und so ist ein spannendes Kochbuch entstanden.

Für mich war klar, dass ich dieses Dessert ausprobieren möchte. Zuvor habe ich bereits Saschas Vorspeise aus den gleichen Zutaten ausprobiert. Obwohl da kaum zusätzliche Dinge verarbeitet wurden, war das Ergebnis sehr unterschiedlich und es war nicht langweilig beides hintereinander zu essen. Geschmeckt hat beides hervorragend.

Meine Rezension des Kochbuchs ist hier nachzulesen.




für 2 Personen als Dessert

Salat:
1 kleine Gurke
1/2 Bio-Limette
4 Stiele Dill
2 EL Essiggurkensud

Die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Die Dillspitzen abzupfen und fein schneiden. Aus Limettenabrieb, -saft, Dill und dem Essiggurkensud eine Marinade mischen und die Gurkenscheiben für ca. 10 Minuten darin marinieren.


Dillsud:
1 Bio-Limette
2 Bund Dill
100 ml Apfelsaft

Die Limette auspressen und mit dem Apfelsaft in einen Standmixer geben. Vom Dill die groben Stiele entfernen und ebenfalls in den Mixer geben. Alles fein pürieren. Es darf nicht zu lange gemixt werden, damit durch die entstehende Wärme der Sud nicht grau wird.


Anrichten:
4 EL Hafer-Crunchy
Meersalz
100 g. Ziegenfrischkäse

Den Hafer-Crunch leicht salzen und grob mörsern. Die Gurkenscheiben rosettenförmig auslegen und mit dem Crunch bestreuen. Eine Nocke vom Ziegenfrischkäse abstechen und aufsetzen. Den Sud angießen.





Freitag, 20. Dezember 2019

Eissplittertorte mit Portweinkirschen, das perfekte Dessert für ein entspanntes Weihnachtsmenü

Mit Traditionen ist es so eine Sache. Sie sind halt Tradition und man macht es so, weil man es schon immer so gemacht hat. In den letzten Tagen habe ich mich gefragt, wie entsteht denn eine neue Tradition? Da habe ich eine witzige, stilisierte Deutschlandkarte gesehen, auf der die Regionen mit typischen Weihnachtsessen markiert waren. Würstchen mit Kartoffelsalat war da zu lesen, Ente, Weihnachtsgans, Karpfen und Fondue oder Raclette.

Ich komme aus einer Würstchen mit Kartoffelsalat-Tradition und danach gab es am Heiligen Abend immer ein Eis und zwar Fürst Pückler. Ich sehe die drei Blockstreifen in braun, weiß und rosa heute noch vor mir auf dem Teller liegen. Ich glaube der Fürst Pückler hat ausgedient und kommt heute nicht mehr in den Tiefkühler.

Rückblickend habe ich das Gefühl, dass Weihnachten früher entspannter war. Man hatte nicht den Zwang nach dem perfekten Menü, dem perfekten Baum, den perfekten Geschenken. Man hat sich gefreut, dass es ruhiger wurde und man Zeit hatte, die Familie zu besuchen. Am Heiligen Abend wurde nachmittags mit meinem Vater der Baum geschmückt. Währenddessen packte meine Mutter die Geschenke ein. Vor der Bescherung gab es die berühmten Würstchen mit Kartoffelsalat und dann noch Fürst Pückler Eiscreme. An den Weihnachtsfeiertagen wurde die Verwandschaft zu Kaffee und Plätzchen besucht und das war es irgendwie schon.

Mir missfällt die Hektik schon lange. Besonders unerfreulich ist für mich das Einkaufen von Lebensmitteln kurz vor dem Fest. Da habe ich immer das Gefühl in einer hysterischen Menge zu stehen. Vor über 20 Jahren habe ich für unser Weihnachten eine neue Tradition eingeführt und die ganze Familie immer am 4. Advent zu einem schönen Menü eingeladen. Da konnte man nämlich noch in Ruhe einkaufen. Über die Weihnachtsfeiertage haben wir eher einfach gelebt und den Tiefkühler leer gegessen. Meine Einkäufe habe ich immer vier Tage vor Weihnachten erledigt. Es gibt so viel Gemüse und Milchprodukte die das locker durchstehen. Von Reis, Nudeln, Kartoffeln, Linsen, etc. möchte ich gar nicht reden.

Heuer habe ich wieder Lust bekommen, für meinen Mann und mich am Heiligen Abend ein kleines Menü zu kochen. Allerdings bleibt die Vorgabe, dass an den letzten drei Tagen davor nichts eingekauft wird. Das Dessert wusste ich sofort, da es bereits eine Woche vorher fertig gemacht werden kann. Für die Vorspeise habe ich eine grobe Idee, an der ich noch etwas feilen muss. Der Hauptgang ist noch unklar - vielleicht probiere ich den auch erst nächstes Jahr aus.

Zu meinen schönen Traditionen an Weihnachten gehört auch die Teilnahme am kulinarischen Adventskalender von Zorra. Sie sammelt 24 unterschiedliche Beiträge deutschsprachiger Foodblogger und da ist so manche weihnachtliche Inspiration dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei ihr vorbeizuschauen und jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Zusätzlich gibt es auch noch zwei große Verlosungen, bei denen man tolle Preise gewinnen kann. Bei der zweiten Verlosung am 24. Dezember könnt ihr noch dabei sein. Vielleicht darf ich auch nächstes Jahr wieder mitmachen und die Vorspeise zum entspanntesten Menü aller Zeiten vorstellen. Jetzt gibt es erst einmal eine Eissplittertorte mit Portweinkirschen, sozusagen eine Art Fürst Pückler 2.0.









Die Torte reicht für 12 Personen.
Die Portweinkirschen kann man nach diesem Rezept selbst machen oder ein Glas kaufen.



100 gr. Mandelstifte
100 gr. Zucker + 2 TL zusätzlich
1 Prise Salz
100 gr. Bitterschokolade (70%)
100 gr. Baiser (kann bei einem guten Bäcker gekauft werden)
1 Liter Sahne
2 cl Kirschwasser

Backpapier
Frischhaltefolie
Springform (Durchmesser 28 cm)


Einen großen Teller mit Backpapier auslegen. Den Zucker in einer Pfanne erhitzen und schmelzen lassen, bis er hellbraun karamellisiert. Die Mandeln hinein streuen und mit einem Kochlöffel schnell mit dem Karamell verbinden. Die heiße Masse sofort auf das Backpapier geben. Die Masse soll schön braun aber nicht verbrannt sein.

Den Baiser mit dem Messer in mittelgroße Stücke schneiden. Die Schokolade ebenfalls mit dem Messer grob raspeln. Zum Schluss den abgekühlten Krokant in kleine Stücke hacken. Alles in einer großen Schüssel vermengen. Die Sahne, mit je einem TL Zucker, am besten in zwei Portionen sehr steif schlagen und mit dem Kirschwasser aromatisieren. Sahne zu der Bröselmasse in der großen Schüssel geben und vorsichtig unterheben. Den Boden der Springform mit Frischhaltefolie überziehen und dann in die Form spannen. Die Masse einfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 24 Stunden einfrieren.

Zum Servieren, ein Messer in ein Glas mit heißem Wasser geben und anschließend am Rand innen herum fahren, um die Torte zu lösen. Dann den Rand der Springform öffnen und entfernen. Die Torte kann nun auf eine Tortenplatte gestürzt und die Frischhaltefolie abgezogen werden. Anschließend mit den Portweinkirschen dekorieren.

Es empfiehlt sich, die Torte vor dem Servieren ca. 10 Minuten antauen zu lassen, dann lässt sie sich besser schneiden.





Sonntag, 15. September 2019

Gut bei Hitze: Lemon-Curd-Parfait mit Himbeeren

Es hat etwas Gutes, wenn man mal seine alten Zeitschriftenstöße ausmistet. Mit etwas Abstand betrachtet man so manches Rezept ganz anders und das Interesse, etwas nachzukochen, reduziert sich auf nur wenige. So erging es mir, als ich ein ziemlich altes "Kochen"-Heft von Annemarie Wildeisen durchgeblättert habe. Bei dem Lemon-Curd-Glace wurde ich schwach. Ich mag den Geschmack von Lemon Curd sehr, kann es aber leider nie so schnell verbrauchen, wie es notwendig ist. Außerdem stand das Sommerfest im Bürogarten an und dies schien mir ein geeignetes Rezept zu sein.

Ich kann es sehr empfehlen, da es köstlich schmeckt, einen schönen Schmelz hat, wenig Arbeit macht und bereits einige Tage vorher zubereitet werden kann. Wenn es keine frischen Himbeeren mehr gibt, dann kann man auch eine kleine Sauce aus TK-Himbeeren machen.


Ich habe kleine Espressobecher aus Glas verwendet, um es gleich portioniert den Gästen anzubieten. Wenn man 4 EL der Masse in ein Glas gibt, erhält man 9 Gläser. Die Masse lässt sich auch in einer Kastenform (vorher mit Frischhaltefolie auslegen!) einfrieren und in Scheiben schneiden.

2 große Zitronen
75 gr. Butter
125 gr. Zucker
1 großes Ei
250 ml Sahne
2 EL Zucker

Die Zitronen heiß abspülen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Anschließend den Saft auspressen.

Die Butter in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Temperatur schmelzen lassen. Sie darf nicht bräunen. Den Zucker dazugeben und gut verrühren. Das Ei einrühren und anschließend Zitronensaft und Zitronenschale dazugeben.

Die Masse unter ständigem Rühren aufkochen lassen und anschließend sofort in eine kleine Schüssel füllen. Die Oberfläche luftdicht mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Der Lemon Curd muss vollständig erkalten. Man kann ihn auch einen Tag vorher zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen und vorsichtig unter den Lemon Curd heben. Die Parfaitmasse in Gläschen oder eine Kastenform füllen und einfrieren. Vor dem Servieren rechtzeitig aus dem Tiefkühler nehmen und mit Himbeeren oder Himbeersauce bedecken.



Freitag, 23. August 2019

"Erdbeermilch" aus kuk von Sebastian Frank

Kreativität durch Zensur, so beschreibt Sebastian Frank seine Küche. Eine Zensur beinhaltet eine strenge Prüfung und in gewisser Weise auch eine Reduktion, was zugelassen wird und was nicht. Dieses Statement ist ungewöhnlich, aber ich empfinde es als sehr treffend. Wenn man sein Dessert "Erdbeermilch" betrachtet, so fällt als erstes auf, dass keine Erdbeere vorkommt, außer einem Klecks Erdbeerkernöl. Dieses wird tatsächlich aus den kleinen gelben Kernen der Erdbeere gewonnen. Man kann sich vorstellen, wie aufwändig dies ist. Ansonsten besticht das Dessert durch seine Schlichtheit und seinen feinen Geschmack. An einer Stelle bin ich vom Rezept abgewichen, da ich das erforderliche "Zitronenmagic" (eine Art eingekochte Zitronenschale mit Gelierzucker) nicht herstellen wollte. Ich habe mir mit frischer Zitronenschale beholfen.

Das Rezept stammt aus "kuk", dem ersten Kochbuch von Sebastian Frank. Meine Rezension ist hier nachzulesen.




für 4 Personen:

Joghurt-Rahmmousse:
180 gr. Schafsrahmjoghurt
135 gr. Sauerrahm
1 große Bio-Zitrone
25 gr. Zucker
100 gr. Rapsöl
100 gr. Sahne

Die Schale der Zitrone fein abreiben. Joghurt, Sauerrahm, Zitronenschale und Zucker in den Thermomix geben und 2 Minuten auf Stufe 7 mixen. Das Pflanzenöl in einem dünnen Strahl dazugeben und kurz weiter mixen. Die Masse in eine Schüssel geben.

Die Sahne mit einer Prise Zucker halb steif schlagen und vorsichtig unter die Joghurtmasse heben.

Ein Sieb mit einem Küchentuch auslegen und die Masse einfüllen. Das Sieb in eine Schüssel stellen und mit einem Teller abdecken. Alles für 36 Stunden in den Kühlschrank geben, damit die Masse abtropfen kann.


Vanillezucker:
1/2 Vanilleschote
25 gr. Zucker

Das Mark aus der Schote kratzen und mit dem Zucker mischen.


Anrichten:
Erdbeerkernöl

Zwei Nocken von der Joghurt-Rahmmousse auf einen Teller geben und mit dem Vanillezucker bestreuen. Etwas Erdbeerkernöl auf den Teller gießen.




Montag, 29. Juli 2019

Geeister Cappuccino mit Karamellkirschen aus Heimat schmeckt am besten von Hans Jörg Bachmeier

An den Kochbüchern von Hans Jörg Bachmeier mag ich sehr, dass man sich auf seine Rezepte verlassen kann. Deshalb habe ich ein Dessert aus seinem aktuellen Kochbuch ausprobiert, das ich zwar gerne esse, aber nicht gerne zubereite. Diese Eimassen, die über dem Wasserbad aufgeschlagen werden, können auch ganz viel Ärger machen. Hier hat es super funktioniert. Das Verhältnis von Sahne, Ei und Schokolade müsste man sich fast als Grundrezept merken und es mit unterschiedlichen Aromen abwandeln.

Dieser geeiste Cappuccino ist sehr gut für Gäste eingeladen. Er kann ruhig ein paar Tage vorher zubereitet werden. Auch die Karamellkirschen überstehen eine Nacht im Kühlschrank und so kann der Gastgeber schnell ein attraktives Dessert auf den Tisch bringen.

Meine Rezension von "Heimat schmeckt am besten" ist hier nachzulesen.


für 4 Portionen

Cappuccino:
90 gr. Espressobohnen
300 gr. Sahne
2 Eier
3 Eigelb
30 gr. Zucker
80 gr. Vollmilchkuvertüre

Karamellkirschen:
200 gr. Zucker
50 ml Kirschlikör
200 ml Sauerkirschsaft
300 gr. entsteinte Kirschen
Kartoffelstärke
etwas Minze zur Deko

Einen Tag vorher die Espressobohnen in der Sahne einweichen. Am nächsten Tag die Sahne durch ein Sieb abgießen und mit etwas Zucker steif schlagen. Einige der Espressobohnen zur Seite legen.

Die Kuvertüre grob hacken und in eine Metallschüssel geben. Ein Wasserbad aufsetzen und Eier, Eigelbe und Zucker in einer Metallschüssel über dem heißen Dampf aufschlagen. Dafür kann ein Handrührgerät verwendet werden. Die Masse anschließend über Eiswasser kalt schlagen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre über dem heißen Wasser schmelzen lassen und unter die kalte Eimasse rühren.

250 gr. der geschlagenen Espressosahne unter die Masse heben. Den Rest der Sahne kalt stellen. Die Masse in Tassen füllen und einfrieren. Darauf achten, dass noch Platz für die Kirschen bleibt.

Den Zucker in einem weiten Topf karamellisieren. Mit Kirschlikör und Sauerkirschsaft ablöschen und etwas köcheln lassen. Darauf achten, dass der gesamte Karamell wieder geschmolzen ist. Etwas Kartoffelstärke in kaltem Wasser auflösen und die Flüssigkeit binden. Dabei alles mit einem Schneebesen gut durchrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Zum Schluss die entsteinten Kirschen dazugeben und kurz garen. Die Kirschen komplett auskühlen lassen.

Die aufgesparten Espressobohnen im Mörser fein zerdrücken. Die Tassen aus dem Tiefkühler holen, mit den Kirschen auffüllen. Einen Klecks Sahne obenauf geben und mit Espressobohnen bestreuen,  mit Minze dekorieren.




Mittwoch, 3. Juli 2019

Bayerische Creme mit Rhabarberkompott aus Heimatliebe von Nelson Müller

Zum Abschluss meines kleinen Menüs mit den Rezepten aus dem aktuellen Kochbuch "Heimatliebe" von Nelson Müller sollte es ein Rhabarberkompott geben, da wir viel Rhabarber im Garten haben. Wie man auf dem Foto sehen kann, haben wir leider keinen roten Rhabarber, sondern einen ziemlich sauren, grünen Rhabarber, bei dem man sofort versteht, weshalb Rhabarber eigentlich ein Gemüse ist. Aus diesem Grund habe ich mehr Zucker genommen, da die Sauce sonst zu herb gewesen wäre.

Ansonsten ist das ein sehr feines Dessert. Der Rhabarber macht sich gut in der Karamellsauce und die bayerische Creme ist eine schöne Ergänzung dazu. Da beides bereits am Vortag gemacht werden kann, bietet es sich auch für die Bewirtung von Gästen an.

Wer meine Rezension nachlesen möchte, klickt bitte hier.


für 6 Personen

Bayerische Creme:
4 Blatt Gelatine
1/2 Vanilleschote
250 ml Milch
2 Eigelb
60 gr. Zucker
250 gr. Schlagsahne

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Die Milch mit Schote und Mark der Vanille aufkochen. In der Zwischenzeit die Eigelbe und den Zucker in einen Schlagkessel geben und schaumig schlagen. Ein Wasserbad vorbereiten.

Den Topf vom Herd nehmen und die Vanilleschote herausholen. Die Milch leicht abkühlen lassen und dann unter kräftigem Rühren in die Eimasse geben. Die Mischung über dem Wasserbad unter ständigem Rühren erhitzen, damit sie cremig wird. Das kann rund 10 Minuten dauern.

Die eingeweichte Gelatine aus dem Wasser holen und in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie sich aufgelöst hat. Einige Esslöffel der Creme unterrühren und danach diese Mischung unter die Creme ziehen und abkühlen lassen. Sobald die Creme zu stocken beginnt, die Sahne mit einer Prise Zucker steif schlagen und unter die Creme ziehen.

Förmchen mit kaltem Wasser ausspülen und die Creme einfüllen. Vollständig abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank geben.


Rhabarberkompott:
1 kg Rhabarber
150 - 175 gr. Zucker
2 Bio-Orangen
1/2 Bio-Zitrone
1 Zimtstange
2 TL Kartoffelstärke
Zitronenmelisse für die Deko

Harte Teile der Schale des Rhabarbers abziehen und die Stangen dann in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Den Zucker in einem Topf leicht karamellisieren lassen. Das geht leichter, wenn man einen Schuss Wasser dazu gibt.

Die Schale einer Orange und der halben Zitrone fein abreiben und alle Zitrusfrüchte auspressen. Den Karamell damit ablöschen. Rhabarber, Zimtstange, Zitronen- und Orangenschale dazugeben. Alles einmal gut umrühren, aufkochen lassen und den Rhabarber etwa 10 Minuten bei schwacher Hitze und geschlossenem Topfdeckel weich kochen.

Den Rhabarber durch ein feines Sieb abgießen und den Saft auffangen. Den Sud zurück in den Topf geben. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und in den Sud mit einem Schneebesen einrühren. Einmal aufkochen lassen und darauf achten, dass sich keine Klümpchen bilden. Den Topf vom Herd nehmen und die Rhabarberstücke wieder dazu geben.


Anrichten:
Die bayerische Creme auf Teller stürzen, mit dem Rhabarberkompott anrichten und mit der Zitronenmelisse garnieren.



Montag, 24. September 2018

Buchweizeneis aus Kaukasis

Lorbeer und Buchweizen für ein Eis klingt erst einmal ungewöhnlich. Aber ich habe mit Lorbeerblättern auch schon für eine andere Süßspeise experimentiert und mir gefällt dieses Aroma sehr gut. Beim Nachkochen des Buchweizeneis aus dem Kochbuch "Kaukasis: Eine kulinarische Reise durch Georgien und Aserbaidschan" habe ich es mir einfach gemacht und kein Mulltuch verwendet, sondern die Masse nach dem Kochen einfach abgesiebt. Dafür braucht man allerdings ein sehr feinmaschiges Sieb.

Ansonsten funktioniert diese Eismasse sehr gut und bindet auch schön ab. Das einzige Problem ist, dass es so gut schmeckt, dass die Menge fast schon zu wenig ist. Als Beilage dazu wird pochierter Rhabarber gereicht. Ich hatte noch eine kleine Menge eingefroren und schnell mit etwas Zuckersirup gekocht. Genauso gut passt auch anderes Obst dazu.

Meine Rezension ist hier nachzulesen.



für 4 Personen

100 gr. Buchweizen
10 frische Lorbeerblätter
250 ml Milch
250 gr. Crème double (2 Becher)
1/2 TL Salz
4 Eigelb
100 gr. Zucker

Den Buchweizen in einer großen Pfanne ohne Fett auf mittlerer Stufe rösten, bis er eine goldene Farbe bekommt. Darauf achten, dass er nicht verbrennt. Der Buchweizen soll knusprig und gut zu essen sein. Dann auskühlen lassen.

Die Lorbeerblätter in einem Mörser zerstossen. Die Milch mit der Crème double in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Den Buchweizen und den Lorbeer hineingeben und mit dem Salz abschmecken.

Kurz bevor die Flüssigkeit den Siedepunkt erreicht, den Topf vom Herd nehmen und alles eine Stunde durchziehen lassen.

In einer hitzebeständigen Schüssel die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen.

Die Milchmischung durch ein Sieb geben und wieder beinahe zum Sieden bringen. Unter ständigem Rühren die heiße Milch zur Eimischung gießen, dann alles wieder zurück in den Topf geben und auf kleiner Flamme weiterhin unter Rühren, etwa 5 Minuten erhitzen, bis die Masse leicht eindickt.

Den Topf mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet und die Masse abkühlen lassen.

Die Eiercreme in die Eismaschine füllen und zu Eis verarbeiten. Mit pochierten Rhabarber oder anderem Obst servieren.




Freitag, 14. September 2018

Kokis, glutenfreie Waffeln aus Sri Lanka

Mit Teig stehe ich ganz schwer auf Kriegsfuß. Aber, ich probiere immer wieder gerne glutenfreie Rezepte aus. Da ist die Herausforderung noch größer und ich mache das gerne, um Herrn bushcook eine Freude zu machen.

In dem Sri Lanka Kochbuch aus dem Christian Verlag entdeckte ich ein Rezept für glutenfreie Waffeln, die in Fett frittiert werden. Da in diesem Kochbuch nicht "Trend Food" das Thema ist, sondern traditionelle und authentische Rezepte vorgestellt werden, war ich guter Hoffnung, dass es klappt. Vorher musste ich noch ein paar kleine Hürden nehmen. Hier könnt Ihr meine Rezension lesen.

Im Rezept wird beschrieben, dass es dafür spezielle Kokis-Eisen gibt und ich hatte keine Ahnung, woher ich das bekomme. Da fiel mir ein, dass es auch bei uns Waffeleisen am Stiel gibt, die man erst in den Teig und dann in das Fett taucht. Ich hatte nur leider keine Ahnung, wie die heißen. Also durchforstete ich das Internet mit dem Suchbegriff "Waffeleisen am Stiel". Das Ergebnis waren absurde Rezepte, bei denen man aus Waffeln so eine Art Steckerleis macht. Ich versuchte andere Kombinationen der Wörter und durch Zufall landete ich bei dem youtube-Kanal von Sally.

Dort lernte ich, das die Dinger Rosetteneisen heißen und ich bestellte mir dann dieses (das war auch das Günstigste).  Vorsichtshalber habe ich mir auch noch das Video von Sally angesehen und ich muss sagen, dass sie das sehr gut erklärt und vorführt. Ich fühlte mich gut gerüstet für die ungewohnte Arbeit und war selbst ganz überrascht, wie gut mir die Waffeln gelungen sind. Es kommt auf viele kleine Details an. Ich empfehle, vor dem Ausprobieren, das Video von Sally anzusehen.

Die Teigmenge soll für 50 Stück reichen. Ich vermute, dass das Original-Kokis-Eisen kleiner ist. Davon abgesehen, wollte ich nicht so viele Waffeln haben und beschloss die Hälfte des Teigs einzufrieren. Eine Halbierung der Zutaten machte keinen Sinn, da nur ein Ei zum Einsatz kommt. Das mit dem Einfrieren und Auftauen funktioniert wunderbar. Der Teig wird etwas dicker. Wer ihn dünnflüssiger haben möchte, kann noch etwas Kokosmilch unterrühren.

Und weil ich gerade so im Experimentiermodus war, habe ich etwas Teig in ein Waffeleisen gegeben und kurz backen lassen. Die halbgaren, aber festen, Waffeln habe ich danach frittiert. Somit ist das eine gute Alternative, wenn sich jemand dieses spezielle Waffeleisen nicht zulegen möchte. Den restlichen Teig habe ich als Ausbackteig für dicke Zucchinischeiben verwendet. Davon war ich sehr begeistert, da die Zucchini innen weich und saftig werden und außen sehr knusprig.

Im Originalrezept wird sehr liebevoll beschrieben, wie aufwändig es ist, die Reiskörner zu mahlen und zu sieben. Ich habe es mir einfach gemacht und den Thermomix für mich arbeiten lassen. Dreimal hintereinander habe ich den Reis auf höchster Stufe für 4 bis 5 Minuten gemahlen. Zwischendurch habe ich den Deckel geöffnet, um den Reis von der Gefäßwand nach unten zu schaben. Das hat perfekt funktioniert. Weil ich so zufrieden war, habe ich auch die restlichen Zutaten in den Thermomix gegeben und verrühren lassen. So war der Teig in kürzester Zeit fertig.

Mit Sallys Tipps im Gepäck, ist mir das Frittieren der Waffeln sehr gut gelungen. Ich hatte sehr knusprige, optisch attraktive und gut schmeckende glutenfreie Waffeln produziert. Meine Vermutung stimmte, wenn es sich um ein traditionelles Rezept handelt, dann macht das einen Sinn, da es schon immer so gemacht und nicht für die Gluten-Intoleranz entwickelt wurde.




330 gr. weißer Mittelkornreis (ich habe einen sog. Sushi-Reis verwendet)
270 ml Kokoscreme
1,5 TL gemahlenes Kurkuma
2 TL Zucker
1 TL Meersalz
1 Ei
500 ml Kokosöl zum Frittieren

Den Reis in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser waschen. Das Wasser vorsichtig abgießen und den feuchten Reis in den Thermomix geben. Auf höchster Stufe 4 bis 5 Minuten mixen. Dann mit dem Spatel die Masse an der Wand nach unten schaben. Den gesamten Vorgang noch zweimal wiederholen. Das Ergebnis sollte ein mittelfeines Mehl sein.

Kokoscreme, Kurkuma, Zucker und Salz dazugeben und verrühren. Das Ei leicht verschlagen und ebenfalls unterrühren. Der Teig sollte etwas dicker als ein Pfannkuchenteig sein. Bei Bedarf mehr Kokoscreme hinzufügen.

Das Kokosöl in einem Wok auf etwa 180 Grad erhitzen. Das Waffeleisen einige Sekunden in dem heißen Öl erhitzen und dann in den Teig tauchen. Es sollte nur soweit eingetaucht werden, dass an den freien Stellen eine Art Oberflächenspannung entsteht, aber auf keinen Fall darf der Teig über die Kante schwappen. Sonst löst sich die Waffel nicht im Fett. Nun alles sofort in das heiße Fett tauchen und kurz warten, bis sich die Waffel löst. Frittieren lassen und zwischendurch die Waffel einmal auf die andere Seite drehen. Die fertige, goldgelbe Waffel mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Es empfiehlt sich zwei Teller mit Küchenkrepp auslegen. Somit kann die Waffel gut abtropfen und die trockenen Waffeln kann man dann auf dem zweiten Teller stapeln.

Falls das Eisen zu heiß ist, kann es passieren, dass das Ei stockt und der Teig zu dick wird. Dann kurz abwarten und den Teig mit einem Schneebesen durchrühren. Damit möglichst viel Teig verwendet werden kann, den Teig gegen Ende in eine kleine Schüssel geben.

Alternativ den Teig dünn in ein Waffeleisen geben und ausbacken. Die halbfertigen Waffeln dann in dem Fett frittieren. Der Teig kann auch als eine Art Tempurateig verwendet werden. Wer nicht so viel auf einmal machen möchte, kann den Teig auch portionsweise einfrieren.

Damit die Waffeln knusprig bleiben sollten sie vor Feuchtigkeit geschützt werden. Die beste Aufbewahrung ist in einer Blechdose.


Verwendung als Ausbackteig für Zucchini:





Samstag, 1. September 2018

Alternative gegen den Vanille-Engpass: Lorbeer-Panna Cotta

Vanilleschoten werden zu einem sehr kostbaren Gut. Die Bauern ernten immer früher, da sie Angst vor Diebstahl haben. Somit wurde die Rohware in den letzten Jahren immer knapper. Im März fegte der Zyklon Enawo über Madagaskar hinweg und zerstörte große Teile der Anbauflächen. Die ostafrikanische Insel deckt vier Fünftel des Weltbedarfs und ist somit führend bei der Preisgestaltung.

Ich verwende wenig Vanille, da ich kaum backe und wenig Desserts mache. Bei dem italienischen Dessertklassiker Panna Cotta kommt sie immer zum Einsatz. Als ich letztens eine halbe Flasche Sahne übrig hatte, fiel mir ein, dass ich vor vielen Jahren bei Holger Stromberg eine Lorbeer-Panna Cotta gegessen habe. Dies könnte eine gute Alternative sein, da ich den Lorbeergeschmack auch sehr schätze. Gesagt, getan und für gut befunden.

Dazu passen sehr gut eingemachte Portweinkirschen. Aber auch frisches Obst lässt sich gut dazu kombinieren.




je nach Größe der Gläser 6 - 8 Portionen

Ich verwende bewusst sehr wenig Gelatine, da ich eine weiche Konsistenz bevorzuge. Deshalb sollte man die Panna Cotta nicht aus den Gläsern stürzen.

500 ml Sahne
5 Lorbeerblätter (frisch oder getrocknet - je nach Geschmack)
2,5 Blatt Gelatine
2 EL Zucker

Die Sahne mit den Lorbeerblätter und dem Zucker kurz aufkochen und dann etwa für 10 Minuten leise köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und danach gut ausdrücken.

Die Sahne vom Herd nehmen, die Lorberblätter herausfischen und die Gelatine dazugeben. Die Masse gut verrühren und in Gläser füllen. Über Nacht kalt stellen und stocken lassen.



Donnerstag, 22. März 2018

Miso-Eis aus Miso von Claudia Zaltenbach

Bisher war mir gar nicht so klar, wie vielseitig man Miso einsetzen kann. Claudia Zaltenbach, die Autorin des Kochbuchs "Miso: Rezepte - Kultur - Menschen" ist begeistert von dem geschmacklichen Kick, den Miso gibt und verwendet ihn sozusagen "in allen Lebenslagen". Deshalb hat sie auch süße Rezepte entwickelt. Mich hat das neugierig gemacht und ich wollte unbedingt das Miso-Eis ausprobieren.

Sehr gut hat mir die Grundmasse gefallen - die sollte man sich wirklich als Basisrezept merken. Dabei werden keine Eier verwendet. Das gefällt mir deshalb, weil meist nur Eigelbe ins Eis kommen und sich in meinem Tiefkühler die Eiweiße stapeln. Alle Zutaten können ein paar Tage im Voraus besorgt werden und sind einfach erhältlich. Die Konsistenz ist sehr cremig und angenehm. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man damit auch ein wunderbares Vanille- oder Tonka-Eis machen kann.

Schon länger mache ich mir Gedanken, wie man Eis einfriert, damit man es schnell und in einer attraktiven Form servieren kann. Diesmal habe ich versucht es in großen Bällen einzufrieren. Das ist etwas tricky, da die Form aus dem Barbedarf stammt und für Eiswürfel vorgesehen ist. Sie besteht aus zwei Halbkugeln, von denen eine normalerweise mit Wasser aufgefüllt wird. Das Wasser wird über den Rand aufgefüllt und die zweite Halbkugel übergestülpt. Mit der Eismasse sieht das natürlich anders aus und habe die beiden Hälften mit Eis gefüllt, schnell zusammen gesetzt und gehofft. Mein Mut wurde belohnt und ich habe dies hübschen Kugeln bekommen.

Damit es farblich netter wird und zur Unterstützung des Geschmacks habe ich ein Glas meiner selbst gemachten Rosmarin-Kirschen dazu serviert.

Meine Rezension ist hier nachzulesen.



1,5 EL Kartoffelstärke
400 ml Milch
350 ml  Sahne
150 gr. Zucker
2 EL Shiro Miso
50 gr. Frischkäse

Von der Milch zwei EL abnehmen und die Stärke damit anrühren. Die restliche Milch mit der Sahne und dem Zucker aufkochen und etwa 3 Minuten leicht sprudelnd kochen lassen. Dann die Stärke einrühren und weiterköcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen

Miso mit dem Frischkäse verrühren und mit einem Schneebesen in die Milch-Sahne-Mischung einrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen und über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag die Eismasse nochmals durchrühren und in einer Eismaschine gefrieren lassen. Das angefrorene Eis (mehr schafft eine handelsübliche Eismaschine leider nicht) in eine Form füllen und für ca. 2 Stunden in den Tiefkühler geben, damit sie richtig fest wird.






Dienstag, 17. Oktober 2017

Gebratene Birnen, Mascarponecreme und Walnusskrokant aus Koch doch einfach! von Clare Lattin und Tom Hill

Birnen sind meiner Meinung nach, ein unterschätztes Obst. Leider bekommt man sie bei uns oft unreif und steinhart. Dann haben sie weder ihren süßen Duft, noch ihr feines Aroma. Bei diesem Dessert aus "Koch doch einfach!" von Clare Lattin und Tom Hill werden sie in der Pfanne gegrillt. Das verstärkt ihr Eigenaroma. Dazu kommt ein Walnusskrokant und eine Mascarponecreme auf den Teller. Beides ist schnell gemacht und lässt sich vorbereiten.

Mir hat besonders gut gefallen, wie einfach es sein kann, aus Obst ein schönes Dessert zu zaubern.

Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.




Walnusskrokant:
100 gr. Walnusshälften
200 gr. Zucker
1 Prise Salz

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Walnüsse grob hacken, in einer trockenen Pfanne rösten und auf das Blech legen. Sie sollten alle dicht aneinander liegen.

Etwas Zucker mit dem Salz in einen Topf geben und karamellisieren. Sobald der Zucker geschmolzen ist, immer wieder Zucker nachgeben und schmelzen lassen. Den Topf nicht aus den Augen lassen und regelmäßig am Topf rütteln, damit die Masse in Bewegung bleibt und nicht anbrennen kann. Falls notwendig, die Hitze reduzieren. Nach etwa 10 Minuten sollte der Karamell goldbraun sein. Sofort über die Walnüsse gießen und abkühlen lassen.

Sobald der Krokant ausgehärtet ist, in kleine Stücke brechen und diese mit dem Messer hacken.


Mascarponecreme:
125 ml Crème double
250 gr. Mascarpone
10 gr. Puderzucker

Crème double mit dem Mascarpone und dem Puderzucker in einer Schüssel gut verrühren.


Birnen:
3 reife Birnen
Walnussöl

Die Birnen schälen, Kernhaus entfernen und vierteln. Etwas Walnussöl in einer Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und die Birnen auf jeder Seite goldbraun anbraten.


Anrichten:

Birnenviertel mit der Mascarponecreme auf einem Teller anrichten und mit Walnusskrokant bestreuen.



Samstag, 7. Oktober 2017

Mandelplätzchen aus Das Sizilien Kochbuch von Andreas Hoppe und Cettina Vicenzino

Das Sizilien Kochbuch von Andreas Hoppe und Cettina Vicenzino beinhaltet ein Rezept, das ich einfach ausprobieren musste. Mandelplätzchen, bei denen kein Brösel Mehl verwendet wird und die somit automatisch glutenfrei sind. Herr bushcook war von Anfang an begeistert und freute sich darauf. Die Vorfreude konnte absolut erfüllt werden, da das Gebäck sehr gut schmeckte und ich war auch begeistert, weil der Teig wirklich einfach herzustellen war und man auch nicht viele Zutaten dafür brauchte.

Gegen das Backen habe ich wirklich eine ausgeprägte Aversion, aber dieses Rezept ging mir sehr gut von der Hand und das werde ich künftig öfter machen. Im Original werden kandierte Kirschen oder blanchierte Mandeln als Deko verwendet. Ich hatte noch eine angebrochene Tüte getrocknete Kirschen und die haben auch gut gepasst.

Beim Formen der Plätzchen habe ich es mir sehr einfach gemacht und aus dem Teig einfach kleine Kugeln gedreht und mit einer Gabel eingedrückt, so wie man es auch mit Gnocchi macht. Sie sehen noch schöner aus, wenn man sie spritzt. Dafür hatte ich keine Geduld. Die Qualität des Rezepts lässt also jede Menge Anti-Bäcker-Verhalten zu.

Hier könnt Ihr meine Rezension nachlesen.





Paste di Mandorla - Mandelplätzchen


200 gr. gemahlene Mandeln
120 gr. Puderzucker plus etwas mehr für die Arbeitsfläche
5 Tropfen Bittermandelaroma
1/2 Bio-Zitrone - die Schale fein abreiben
1 Eiweiß
getrocknete Kirschen für die Deko


Alle Zutaten außer den Kirschen zum Belegen in einer Schüssel zu einer homogenen Masse vermischen und zugedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Mandelmasse auf eine mit Puderzucker bestäubte Arbeitsfläche geben und zu einem glatten Teig kneten. Daraus ca. 20 kleine Kugeln rollen. Die Kugeln mit einer Gabel flach drücken und eine halbe getrocknete Kirsche eindrücken. Die Plätzchen auf das Backblech geben und 8 bis 10 Minuten im Ofen backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.




Donnerstag, 15. Juni 2017

Karamellisiertes Popcorn mit Safraneis aus Jahreszeitenküche von Shane McMahon

Desserts gibt es hier eindeutig zu wenig. Dann ist mir beim Durchblättern von Shane McMahons aktuellem Kochbuch "Jahreszeiten-Küche" auch noch dieses karamellisierte Popcorn mit Safraneis aufgefallen. Danach gab es kein Halten mehr und ich habe das Rezept für die Rezension ausprobiert.

Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.

Ich habe eine heimliche Schwäche für Popcorn. Das wird kein Mensch glauben, der mit mir einmal im Kino war. Dort esse ich niemals eins und den Geruch, der durch die ganzen Räume zieht, finde ich grauenhaft. Meine Vorliebe gehört dem pikanten oder salzigen Popcorn. Ich habe immer eine Tüte mit Popcorn-Mais daheim und wenn es mal zeitlich sehr eng wird, mache ich mir einfach eine Portion zum Abendessen. Deshalb konnte ich nicht widerstehen und habe in den Karamell etwas Salz gegeben. Noch einen grundsätzlichen Tipp habe ich für Popcorn: ich nehme dafür immer das Albaöl. Das gibt dem Popcorn einen sehr feinen, buttrigen Geschmack.

Die Kombination aus Safraneis, mit dem extra-knackigen Popcorn und der Prise Salz hat uns sehr, sehr gut gefallen. Das Aufbringen des Karamells auf das Popcorn ging besser als gedacht. Vorsichtshalber bin ich mit dem Blech in den Garten gegangen, aber man kann es wirklich vorsichtig von der Gabel tröpfeln lassen und muss nicht wild herumschleudern. Man sollte darauf achten, dass zusammenhängende Flächen entstehen. Ich habe es sogar mit einem Anrichtring ausgestochen. Auch das hat wunderbar funktioniert. Das Dessert ist etwas besonderes, schmeckt köstlich, braucht nicht so viel Zeit und kann sogar vorbereitet werden.



für 4 Personen


Safraneis:
250 ml Milch
250 gr. Sahne
6 Eigelbe
125 gr. Zucker
1 - 2 Prisen Safran

Milch und Sahne in einem Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren und die, etwas abgekühlte, Sahne-Milch-Mischung einrühren. Alles auf ein Wasserbad setzen und zur Rose abziehen.

Den Safran mit etwas Zucker sehr fein mörsern und unter die Masse ziehen. Damit das Eis besonders cremig wird, die Masse über Nacht im Kühlschrank reifen lassen. Am nächsten Tag in einer Eismaschine gefrieren.


Popcorn:
50 gr. Popcornmais
Albaöl
150 gr. Kristallzucker
Prise Meersalz
50 ml Wasser

Blüten für die Dekoration

Das Albaöl in einem Topf erhitzen und den Mais zugeben. Bei geschlossenem Deckel den Mais aufpoppen lassen und dabei immer wieder den Topf schütteln, damit Körner, die noch nicht aufgegangen sind nach unten fallen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das fertige Popcorn darauf flach verteilen.

Zucker, Salz und das Wasser in einem Topf verrühren und bei mittlerer Temperatur erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Das dauert etwas und zum Schluss sollte man aufpassen, da er dann schnell zu dunkel werden kann. Fertig ist er, wenn er goldgelb ist.

Den Topf vom Herd nehmen und den heißen Karamell mit einer Gabel über dem Popcorn verteilen. Alles abkühlen lassen und das Popcorn in Stücke brechen.

Anrichten:
Ein Stück Popcorn mit einer Nocke Safraneis auf einen Teller geben und mit essbaren Blüten garnieren.