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Donnerstag, 12. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Lammhack-Pizza

Bismillah 2.0

Mit einem arabischen Menü habe ich am 12. Februar 2011 meinen Blog gestartet. Ein Jahresjubiläum wollte ich nicht feiern, aber ich hatte die Idee Blogbeitrag 2.500 besonders zu gestalten. Dafür habe ich das damalige arabische Menü nochmals gekocht. 

Diese Köstlichkeit habe ich schon ewig nicht mehr gemacht und bereue das etwas. Eigentlich ist das schnell gemacht und schmeckt wunderbar. Ein Hindernis war die Gluten-Intoleranz meines Mannes und das andere, dass ich in der Nähe keinen türkischen Supermarkt zur Hand hatte.

Beide banalen Probleme konnte ich lösen. Es gibt bei Hammermühle (die ich sehr, sehr empfehlen möchte) glutenfreies Fladenbrot. Es ist etwas dick, aber man kann es auch quer halbieren und damit passt es gut. Das Ausstechen sollte man sich sparen und es einfach in halbierten Vierteln servieren. Das könnte man auch für die dünnen türkischen Fladen machen, aber die kleinen runden Pizzen sind schon sehr attraktiv.

Sehr viele Jahre hatte ich einen tollen türkischen Supermarkt in der Nähe, und den braucht man unbedingt für dieses Rezept, wegen dem Lammhack. Irgendwie wurden sie gekündigt, weil in die Räumlichkeiten ein Kindergarten einziehen sollte. Die genaue Geschichte habe ich aus den Augen verloren, genauso wie den Kontakt zu den Besitzern. Später bin ich umgezogen und habe recherchiert, dass wir einen "Türken" in der Nähe haben. Wegen diesem Gericht bin ich zum ersten Mal dort hin und war gleich begeistert. 

Man kann dieses Gericht sicher auch mit Rinderhack zubereiten, aber mit Lammhack schmeckt es einfach besser und dafür braucht man einen guten türkischen Supermarkt mit Metzgerei. Und das hat mir dort sehr gut gefallen. Der Metzger hat sofort ein kleines Stück von einer Lammkeule herunter geschnitten und das gröbste Fett entfernt. Danach wurde es frisch gewolft. Das war wirklich beste Qualität.

Lammhack-Pizza vom 12. Februar 2011



dünnes arabisches oder türkisches Fladenbrot (je nach Größe 3 bis 5 Stück)
200 gr. Lammhackfleisch
1 Tomate (bevorzugt San Marzano)
1 Schalotte
1/2 Bund Petersilie
1 TL Ras el Hanout
1 EL Tomatenmark
Salz
Prise Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Handvoll Pinienkerne

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Aus dem Fladenbrot kleine Kreise mit ca. 5 cm Durchmesser ausstechen. Die kleinen Pizzen auf Backpapier legen und ca. 5 Minuten vorbacken, damit sie etwas knusprig werden. Auch die Reste des ausgestochenen Fladens können mitgebacken werden und dann mit einem Dip oder Aufstrich extra gegessen werden.

Die Tomate vierteln, das Kerngehäuse wegschneiden. Dann in feine Würfel schneiden. Die Schalotte ebenfalls schälen und sehr fein würfeln. Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Alles, Ras el Hanout und das Tomatenmark mit dem Lammhack gut vermengen und mit Salz, Zucker und Pfeffer pikant abschmecken.

Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten.

Ungefähr einen gehäuften TL von der Lammhackmasse auf jede kleine Pizza geben und mit Pinienkernen belegen. Alles für 10 Minuten im Ofen backen und noch warm servieren.












Sonntag, 13. September 2015

Gefüllte Zwiebeln mit Hackfleisch, Pilzen und Schafskäse
Achim Schwekendiek: Zwiebeln & Knoblauch

Dieses Gericht erschien mir als besonders geeignet, es für meine Rezension von Achim Schwekendieks neuem Kochbuch "Zwiebeln &Knoblauch" auszuprobieren. Zwiebeln sind aus der pikanten Küche kaum wegzudenken und sind meist Neben-Darsteller, aber bei diesem Rezept stehen sie im Mittelpunkt.

Die Zutaten und die Zubereitungsart haben mir nach dem ersten oberflächlichen Lesen sehr gut gefallen. Als es dann zur Umsetzung ging, gab es einigen Raum zur Interpretation. Die Zwiebeln sollten nach dem kurzen Kochen mit einem Löffel ausgehöhlt werden. Wie das gehen soll, ist mir ein Rätsel. Ich habe es nicht geschafft und konnte das Innere nur mit einer etwas rabiaten Methode heraus holen.

Auch der Schafskäse, der immerhin Namensgeber des Rezepts ist, gab mir Rätsel auf. In die Zutatenliste hat er es geschafft und auch in den ersten Absatz des Rezepts. Danach kommt er einfach nicht mehr vor. Nach dem Studieren des Rezeptfotos, wo ich ihn auch nicht entdecken konnte, entschloß ich mich, ihn locker über das Gericht zu streuen.

Die Zutaten für die Füllung habe ich kleiner geschnitten, als angegeben, sonst hätte ich sie vermutlich nicht in die Zwiebel bekommen. Dafür war ich bei der Brühe viel sparsamer, da ich sonst nach dem Backen eine Zwiebelsuppe gehabt hätte. 

Ansonsten ist das ein schön deftiges und schmackhaftes Gericht und mit einem kleinen Blattsalat eine feine Mahlzeit.




80 gr. Schafskäse
4 gr. Gemüsezwiebeln
Meersalz
100 gr. Champignons
4 getrocknete Tomatenfilets
2 EL Butter
250 gr. Hackfleisch halb und halb
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
50 ml Sahne
2 EL Petersilie, fein gehackt
etwas Rinderbrühe

Butter für die Form

Die Zwiebeln schälen und in kochendem Salzwasser für ca. 10 Minuten garen. Aus dem Wasser heben und etwas auskühlen lassen. Dann die Wurzel abschneiden und oben einen Deckel abschneiden. Mit den Fingern die inneren Zwiebelringe herausdrücken. Das entstandene Loch unten wieder schließen, indem man ein passendes Stück von dem Deckel einsetzt.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Champignons in mittelgroße Würfel schneiden, den Schafskäse ebenfalls. Die Petersilie und die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden. Etwas weniger als die Hälfte der entnommenen Zwiebelringe ebenfalls in mittelgroße Würfel schneiden. (Den Rest kann man in Streifen schneiden und zu einem Steak, etc. in der Pfanne als Beilage braten.)                                                                            

Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Hälfte der Champignons mit den Zwiebelwürfel anschwitzen, dabei leicht salzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, das Hackfleisch und die getrockneten Tomaten zugeben und alles kräftig anbraten. Die Sahne angießen und etwas einkochen lassen. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluß die Petersilie unterrühren. Die Zwiebeln mit dieser Masse füllen.

Eine passende Auflaufform mit weicher Butter ausstreichen. Die gefüllten Zwiebeln hinein setzen. Die Brühe etwa fingerhoch einfüllen und die restlichen Champignons in die Zwischenräume geben. Mit den Schafskäsewürfeln bestreuen und bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen geben. Nach dieser Zeit die Auflaufform mit Alufolie abdecken und erneut für 15 Minuten backen.



Freitag, 6. Februar 2015

Asia-Reisnudeln mit chinesischen Hackbällchen und Thai-Pesto

Vor ein paar Tagen benutzte ein industrieller Pastasaucen-Hersteller die Facebook-Seiten von Foodbloggern, um dort seine Werbung zu placieren. Verständlich, dass diese davon nicht begeistert waren und es kam zu einem bemerkenswerten Zusammenschluss der Foodblogger. Sie spammten die Facebook-Seite dieser Firma mit Links zu den eigenen Blogs zu. Für diese Aktion wurde blitzschnell #dishstorm zum Begriff und sogar der Stern berichtete über diese charmante Form der Gegenwehr.

Um diese Aktion zu verstärken, ruft die Küchenchaotin zum #pestostorm auf. Da kam mir der Zufall zur Hilfe, weil ich genau zu diesem Zeitpunkt Gerichte aus dem neuen Buch "Pasta loca" von Stefan Marquard für meine Rezension gekocht habe. Darin gibt es ein Thai-Pesto, das ich bereits bei ihm und Wolfgang Müller probieren durfte. Die Säure der Limette mit dem Palmzucker sorgt für eine Geschmacksexplosion im Mund. Dieses Pesto passt zu vielen asiatisch inspirierten Gerichten. Diesmal hat Stefan es zu Reisnudeln mit Hackbällchen kombiniert. Ein Gericht, das sich schnell zubereiten lässt und viel Spaß macht.




Für 4 Personen

300 gr. Reisnudeln
500 gr. gemischtes Hackfleisch
1 TL Thai-Curry-Paste
Rapsöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zucker
1 Stiel Koriander
1 Chilischote
1 EL weißer Sesam
400 gr. Bohnen
1 Tomate
4 EL Tamari
1 EL Austernsauce
1 EL geröstetes Sesamöl
1 Limette

Die Reisnudeln für 30 Minuten in warmen Wasser einweichen.

Die Enden der Bohnen abschneiden und dann halbieren, mit Salz und Zucker würzen und marinieren lassen. Die Tomate in kleine Würfel schneiden. Bohnen und Tomaten in Öl anschwitzen und auf kleiner Hitze dünsten lassen, bis die Bohnen bissfest sind. Evtl. einen Schuss Wasser zugeben.

Den Backofen auf 100 Grad vorheizen

Die Korianderblätter abzupfen und fein hacken. Die Chili längs halbieren, die Kerne auskratzen und dann in feine Streifen schneiden. Das Hackfleisch mit der Paste, Salz, Pfeffer, Zucker, die Hälfte des Koriander und Chili würzen, zu Bällchen formen und in der Pfanne in Pflanzenöl anbraten, Sesam dazugeben und durchschwenken. Die Bällchen auf einem Teller im Ofen warm stellen.

Die Reisnudeln zu den Bohnen geben. Tamari, Austernsauce, Sesamöl und den restlichen Koriander dazugeben und durchschwenken.

Alles zusammen anrichten und vor dem Servieren mit dem Saft einer Limette beträufeln.



Thai-Pesto

2 Bund frischer Koriander
Ingwer in der Größe von einem Fingerglied
1/2 Chili
1 Limette
2 EL Palmzucker
etwas Meersalz
2 EL Rapsöl
1 sehr kleine Knoblauchzehe

Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Die Limette filetieren. Koriander, Limettenfilets und die anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren.






Mein Beitrag zum #pestostorm
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Mittwoch, 20. August 2014

Sofralar – Spinat mit Hackfleisch und Joghurt

Für die Rezension des türkischen Kochbuchs Sofralar von Orhan Tançgil wurde ich bei zwei Rezepten schnell fündig. Die kannte ich bereits seit vielen Jahren von einem türkischen Kochkurs. Es gab noch mehr Rezepte, die mir schon bekannt waren, aber diese waren glutenhaltig und schieden damit aus.

Beim Blättern entdeckte ich einen Spinat mit Hackfleisch und Joghurt. In meiner alten Rezeptsammlung gab es einen Spinat mit Joghurt - da waren zumindest Ähnlichkeiten vertreten und so entschied ich mich dafür.

Leider war es unmöglich Wurzelspinat zu bekommen und ich griff zu Blattspinat. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Rezept Wurzelspinat braucht und habe es deshalb auch so beschrieben. Die Mengen habe ich ziemlich verändert, da ich nur eine kleine Portion für Herrn bushcook und mich kochen wollte.



Für zwei Personen als Hauptgericht

250 gr. Wurzelspinat
2 EL Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel
250 gr. gemischtes Hackfleisch
1/2 EL Tomatenmark
1/2 EL Paprikamark
3 EL Reis
200 ml Wasser
Meersalz
1 Prise frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise Pul Biber (Chiliflocken)

1 Becher Joghurt 10 %

Den Spinat gut waschen und die groben Stiele wegschneiden, dann in grobe Stücke schneiden und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Reis in ein Sieb geben, mit kalten Wasser spülen und abtropfen lassen.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Das Hackfleisch portionsweise zufügen und anbraten, dabei leicht salzen. Den Reis, das Tomaten- und das Paprikamark zugeben und leicht angehen lassen. Mit dem Wasser aufgießen. Nach ungefähr 5 Minuten, wenn der Reis anfängt weich zu werden, den abgetropften Spinat darauf geben und den Topf abdecken. Der Spinat soll zusammenfallen. Anschließend den Spinat unter den Reis rühren und alles zugedeckt fertig garen lassen, mit Salz, Pfeffer und Pul Biber abschmecken.

Das Gericht war mit dem Joghurt servieren.




Eine Inspiration aus Sofralar von Orhan Tançgil. Wer mehr von seinen Familienrezepten lesen will, findet das auf seinem Blog KochDichTürkisch.
Hier geht es zur Rezension