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Mittwoch, 25. März 2026

Türkei vegetarisch: Cremige Blumenkohlsuppe mit geröstetem Halloumi und Kräuterpesto

Das größte Problem bei Blumenkohlgerichten ist, dass man sie nicht in kleinen Mengen kochen kann, da der Blumenkohl einfach die Portionsgröße vorgibt. Bei dieser Suppe aus dem Kochbuch "Türkei vegetarisch" macht das aber nichts, da sie so gut schmeckt, dass man sich freut, wenn ein Rest übrig bleibt.

Eine tolle Ergänzung sind das Pesto und die Halloumiwürfel, die auch ein paar Tage halten. So hat man schnell ein wunderbares Gericht auf dem Tisch.

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.



für 6 Personen als Hauptgericht

1 Blumenkohl
Olivenöl
1 frische Knoblauchknolle
4 Schalotten
1/2 TL Baharat
1 TL Cumin gemahlen
Muskat
1/2 Zitrone
1,4 Liter Gemüsebrühe
1 EL Butter
200 gr. Halloumi
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Zucker

Pesto:
6 Stängel Koriander
6 Stängel Petersilie
50 gr. grüne Oliven, entsteint
Knoblauch aus dem oberen Drittel der Knoblauchknolle
2 - 3 EL Zitronensaft
2 - 3 EL Olivenöl
etwas Salz

Anrichten:
Würfel aus dem Stiel des Blumenkohls
etwas Butter
Salz
geröstete Halloumiwürfel
Kräuterpesto

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.

Den Blumenkohl putzen und in Röschen teilen. Den Strunk schälen und in feine Würfel schneiden. Die Röschen auf ein Backblech legen, mit 2 - 3 EL Olivenöl beträufeln und Salz und Pfeffer bestreuen. Die Würfel vom Stiel in einen kleinen Kochtopf geben und mit etwas Salz und Zucker marinieren.

Das obere Drittel der Knoblauchknolle abschneiden und mit der Schnittseite nach unten auf das Blech legen.

Das Blech in den Ofen geben und etwa 25 Minuten goldbraun und weich rösten, gelegentlich wenden.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Schalotten schälen und fein würfeln. In einem großen Topf 2 - 3 EL Olivenöl erhitzen und die Schalottenwürfel bei niedriger Hitze einige Minuten dünsten. 

Die gerösteten Knoblauchzehen aus der Schale der Knolle drücken und zusammen mit den Gewürzen in den Topf geben und gut durchrühren.

Den gerösteten Blumenkohl dazugeben, kurz anschwitzen und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Alles ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Zwischenzeitlich etwas Butter zu den Würfeln vom Blumenkohlstiel geben und, mit geschlossenem Topfdeckel, bei kleiner Hitze dünsten.

Die Butter einrühren und die Suppe mit dem Zauberstab fein pürieren. Zitronenabrieb und Zitronensaft einrühren und abschmecken.

Den Halloumi in kleine Würfel schneiden. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Käsewürfel, bei kleiner Hitze, knapp 5 Minuten knusprig und goldbraun braten.

Für das Pesto die Kräuter klein schneiden, die Oliven und den Knoblauch fein würfeln. Alles mit Olivenöl zu einer groben Paste pürieren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in tiefe Teller geben und mit Halloumi, Pesto und den Blumenkohlwürfeln garnieren. 


Eine Inspiration aus:















Link zum Buch



Freitag, 20. Februar 2026

Rezension: Türkei vegetarisch von Orhan und Orkide Tancgil

Leider habe ich Orhan und Orkide Tancgil nie persönlich kennengelernt, aber virtuell kenne ich beide seit einer gefühlten Ewigkeit. Bereits 2014 habe ich ein Kochbuch der beiden rezensiert und ihren Weg immer verfolgt. Dann erschien im Brandstätter Verlag, in Zusammenarbeit mit Katharina Seiser, "Türkei vegetarisch" und das wurde schnell zu einem Standardwerk für diese Art der Küche. Aktuell erscheint nun das neue Kochbuch "Türkei vegetarisch" der beiden. 


Weitere Rezensionen zu diesem Buch sind bei Susanne im Blog Magentratzerl und Denise im Blog LeseLust & Löffel zu finden.

Vor rund 20 Jahren startete das Ehepaar Orhan und Orkide Tancgil einen Foodblog mit türkischen Rezepten. Parallel bauten sie ein Feinkostgeschäft mit Onlineshop und Kochstudio auf. Sie drehten Koch-Videos, schrieben Kochbücher, traten in Fernsehsendungen auf, gaben Kochkurse und etablierten ihre kulinarische Welt "KochDichTürkisch", mit der sie die türkische Küche alltagstauglich machen wollen.

Diese Leidenschaft, die türkische Küche, den deutschen Haushalten zugänglich zu machen, spürt man auch in ihrem neuen Buch. Es ist ein sehr schöner und persönlicher Blick auf die vegetarische türkische Küche geworden. Sie nehmen uns mit in die kulinarische Welt ihrer Heimat und erzählen ihre Geschichte. Das beginnt beim Vorwort und geht weiter bei den Rezepten, die Hinweise zur Geschichte des Gerichts und Tipps zu Haltbarkeit, Ersatz von Zutaten oder Veränderung der Mengen enthalten.

Die Rezeptkapitel sind diesmal nicht nach Saison, sondern nach den klassischen türkischen Speisekatagorien eingeteilt:
- Suppen & Eintöpfe
- Meze, Aufstriche & Cremes
- Frische Salate & Beilagen
- Gerichte in Olivenöl & Gefülltes
- Gemüse als Hauptgericht
- Pilaw, Börek & Co.
- Süsses

Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Rezeptfoto. Die Rezepte sind gut strukturiert mit allen Zutaten in einer Spalte am Rand und dem Rezepttext daneben. Zusätzlich zu der Angabe für wie viele Personen die Menge reicht, gibt es auch noch Piktogramme, die z. B. hinweisen, ob das Rezept auch vegan ist, ob man es vorbereiten kann, ob man es mit wenig Geschirr kochen kann oder besonders schnell zubereitet werden kann. Eine schöne Ergänzung ist ein QR-Code, mit dem man auf spotify die passende türkische Musik hören kann. Manche Rezepte haben einen eigenen QR-Code und führen zu Videos oder weiteren Erläuterungen auf der Homepage der Autoren. 

Ich bin mit einigen, sehr klassischen, Gerichten aus der türkischen Küche vertraut und deshalb wollte ich neue Rezepte ausprobieren. Angesprochen haben mich sehr viele Rezepte und meine Auswahl fiel auf ein Cacik mit Kohlrabi, das uns ganz besonders begeistert hat. Dazu gab es noch Kichererbsensalat und Karotten-Quitten-Salat. So hatten wir ganz schnell und unkompliziert eine kleine Mezze-Auswahl mit Gerichten, die uns sehr gut gefallen haben. Auberginengerichte sind aus der türkischen Küche nicht wegzudenken, diese Variante war gut vorzubereiten und sehr schmackhaft. Die Blumenkohlsuppe mit dem Halloumi war ebenfalls ein echtes Highlight. Alle Rezepte waren sehr gut erklärt und die Arbeit ging mir leicht von der Hand.


Kohlrabi-Cacik

Kichererbsensalat mit Zitronen-Joghurt-Dressing











Cremige Blumenkohlsuppe mit geröstetem Halloumi und Kräuterpesto






















Ergänzt werden die Rezepte mit einigen Menüvorschlägen zu Themenmenüs, einem Glossar, in dem die türkischen Lebensmittel erklärt werden und zwei Rezeptregistern. Eines listet die Rezepte alphabetisch auf und das zweite ordnet die Rezepte nach Kategorien.

Fazit:
Das neue Kochbuch "Türkei vegetarisch" von Orhan und Orkide Tancgil ist ein sehr schönes und alltagstaugliches Buch zur vegetarischen, türkischen Küche. Es macht Lust, die Rezepte auszuprobieren. Die Zutaten sind im Supermarkt gut erhältlich nur für wenig Produkte braucht man einen türkischen Supermarkt, von denen es aber genug gibt. Auch weniger erfahrene Hobbyköche können die gut erklärten Rezepte umsetzen.
Wer bereits andere Bücher von den beiden hat, wird einige Rezepte im aktuellen Kochbuch wieder finden. Aus Bayram wurden zehn Rezepte übernommen. Bei den Klassikern, die unverzichtbar für dieses Thema sind, gibt es Varianten auch in anderen Büchern.