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Mittwoch, 27. November 2024

fine dining am Chiemsee: Otto Koch und Véronique Witzigmann in der Schreinerei, Samerberg

Zu meinen allerersten Erlebnissen in der Spitzengastronomie zählt ein Besuch bei Otto Koch. Damals war ich 13 Jahre alt und das war somit das erste Mal, dass ich Restaurant mit einer Auszeichnung des Guide Michelin besucht habe. Meine Patentante hat mich sozusagen "von klein auf" immer in schöne Restaurants eingeladen und hat somit einen ganz maßgeblichen Anteil an meiner kulinarischen Prägung gehabt.

Ich habe das Glück, dass ich in München öfters bei Otto Koch in seinem damaligen Restaurant 181 oder bei kulinarischen Events essen konnte. Unvergessen wird mir nicht nur die Souveränität meiner Tante, als ihr eine kleine Semmel aus dem Brotkorb fiel und sie diese elegant mit dem Fuss unter die Tischdecke kickte, sondern besonders die "falsche Prinzregententorte" bleiben. Die gehört, zusammen mit den gebackenen Hahnenkämmen und der Weißwurst aus Meeresfrüchten, zu den wichtigsten Signature Dishes (neudeutsch) von Otto Koch. Da erkennt man schon seine Handschrift und Begeisterung für handwerkliche Gerichte mit einem Augenzwinkern.

Ich habe mir schon lange gewünscht, wieder ein Menü aus seiner Hand zu essen und deshalb konnte ich die Gelegenheit nicht auslassen, als er Gastkoch in der "Schreinerei" von Véronique Witzigmann und Volker Debus in Samerberg am Chiemsee, war. Die beiden haben dort eine sehr schöne Location geschaffen, in der sie kulinarische Events veranstalten, aber auch Backkurse geben oder Fotos für Kochbücher realisieren. Und sie sind sehr herzliche und großzügige Gastgeber. Für diesen besonderen Abend haben Sie eine ganz besondere Flasche Weißwein aus Privatbestand ausgeschenkt.

Es war ein wundervoller Abend, der meine kulinarische Sehnsucht stillen konnte und sehr viel Spaß gemacht hat. 




aufgeschlagene Butter und selbstgebackenes Brot


falsche Prinzregententorte

Oeuf à la neige mit Kaviar gefüllt

mit Scampi gefüllte Ochsenherztomate

"Lotte" Macchiato

gefüllter Markknochen

Reisetbauer Rum im Sorbet

Sorbet von dunklem Cacao


Geflügelentchen im Nest

Frischkäsemousse von der Ziege im schwarzen Johannisbeerschaum
und geröstetem Feta

Creme von gebrannter Mandel mit Zwetschge, Marzipan und Schokolade

Plätzchenauswahl auf dem Wagen

Véronique Witzigmann und Volker Debus und die ganz besondere Flasche Wein
Fass 4 von Bernhard Ott, Grüner Veltliner 2018
6 Liter - Methusalem


Mittwoch, 24. Juli 2024

fine dining in München: walking lunch im Oceana, Gauting

Seit einigen Jahren gibt es im Sommer immer mehr kulinarische Festivals und wir schätzen das sehr. Es macht einfach viel Spaß an den Kochstationen verschiedener Spitzenköche einen Gang abzuholen. Man kann zusehen, wie sie anrichten und ein paar Sätze mit ihnen austauschen und dann genießen. Seit rund 10 Jahren besuchen wir solche Veranstaltungen und entdecken immer wieder neue.

In Gauting, südwestlich von München gelegen, gibt es mit dem Oceana einen sehr guten Fischhändler, der auch ein Bistro betreibt. Die Bistrokarte wechselt laufend, und man kann sich über eine große Sushi- und Kaviarauswahl freuen. Einmal im Jahr veranstaltet das Ocena ein kulinarisches Festival mit dem Titel "walking lunch", das diesen Juni bereits zum zweiten Mal stattfand. Obwohl das Festival eher klein ist, war es sehr hochkarätig besetzt.

Mit Bobby Bräuer, Otto Koch, Max Moser und Ben Benasr sorgten vier renommierte Sterneköche für das kulinarische Wohl. Die Sushi-Köche des Oceana sorgten für eine große Auswahl an Sushi. Auch Liebhaber von Kaviar und Käse kamen auf ihre Kosten.

Uns hat die kleine, aber feine, Veranstaltung sehr gut gefallen. 

Bobby Bräuer

Cacciucco (Sizilianische Edelfischsuppe) Mit Wolfsbarsch, Pulpo, Basilikum
von Bobby Bräuer

Schottischer Wildlachs vom Grill mit Kartoffelmousseline, XO Sauce, Dillöl
von Bobby Bräuer

Otto Koch

Oeuf à la neige en surprise
(Kaviar-Schnee-Ei auf Limetten Dip)
von Otto Koch

Max Moser

Zartes Hanging Tender gegrillt mit BBQ-Jus, gefüllte Ofenkartoffel, wilder Brokkoli
von Max Moser

Petit Fours
von Max Moser

große Sushi-Auswahl

Filet vom Südtiroler Milchkalb mit glacierten Erbsen und konfierten Shiitake Pilzen

Allgäuer Bergkäse


Dienstag, 11. April 2017

White Plate - eine Ausstellung, bei der Spitzenköche ihre Kunst zeigen

Zwei Jahre hat der renommierte Food-Fotograf Klaus Einwanger mit 14 Spitzenköchen aus Deutschland und Großbritannien zusammen gearbeitet, um eine außergewöhnliche Ausstellung, mit dem Titel "White Plate" zu realisieren.

Die Idee dahinter ist es, dass die Köche ihren individuellen Werkbeitrag schaffen und dabei ihre Leidenschaft für gutes Essen und den Kochberuf zeigen. Es ist geplant, dass die Ausstellung in London, Berlin und München zu sehen sein wird. Genaue Informationen dazu kommen noch. Begleitend dazu wird es kulinarisches Rahmenprogramm geben.

In diesem Stil war auch die Werkschau organisiert, die in den Wiedemann Werkstätten in München zu sehen war. Bei den beiden Abendveranstaltungen waren Jens Rittmeyer bzw. Otto Koch und Hans Horberth anwesend.

Modell der Ausstellung mit den jeweiligen individuellen Werkbeiträgen

Große Namen sind Teil des Projekts:
Christian Lohse, Jens Rittmeyer, Jörg Sackmann, Dirk Schröer, Hans Horberth, Otto Koch und Christl & Gabi Kurz
Adam Byatt, Phil Carnegie, Simon Hulstone, Johnnie Mountain, Simon Rogan, Vivek Singh, Michael Smith
Impressionen und "making of..."

Im Rahmenprogramm der Werkschau gab es die Möglichkeit von Montag bis Freitag an einem vegetarischen Mittagessen nach den Rezepten von Christl und Gabi Kurz teilzunehmen. Zur Auflockerung gab es noch 60 Sekunden Übungen für Körper, Geist und Seele, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Das Mittagessen, zubereitet vom Team der antahsara's Kost-Bar, war sehr angenehm leicht und schmackhaft.

Kohlrabi-Salat mit Apfel
Wasser mit Kräuter und Blüten
frisch gebrühter Kräutertee

Erbsensuppe mit Kerbelschaum
Polenta & Zucchini-Spaghetti mit Paprikasauce
Geeiste Avocado-Creme

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Sag' zum Abschied leise Servus
Otto Koch verlässt das 181

Als Otto Koch vor einigen Wochen bekannt gab, dass er sich aus dem Restaurant 181 zurück zieht, da entstand in München leichte Hektik. Jeder wollte unbedingt noch einmal bei ihm essen. Wir hatten das große Glück, dass es uns gelungen ist, einen Tisch im 181 First zu ergattern. Das ist inzwischen gute 6 Wochen her und es war der letzte Tisch, der überhaupt noch zu bekommen war.

Mir war es ein großes Anliegen, beim "Abschied" dabei zu sein, da ich mich mit Otto Koch sehr verbunden fühle. Als Teenager durfte ich mit meiner Patentante das erste Mal so richtig fein zum Essen gehen und das war in seinem Restaurant. Viele Jahre später, erfuhr ich, dass er in dem Haus seine Ausbildung zum Koch gemacht hat, in dem ich auch viele Jahre gearbeitet habe.

Durch einen Freund lernte ich Toni Krank kennen und wir waren öfters in seinem schönen alten Bauernhaus beim Essen. Toni hat seine Koch-Ausbildung bei Otto Koch gemacht. So kommt eben eins zum anderen und ich habe es immer sehr gerne, wenn ich eine kleine Hintergrund-Geschichte kenne.

An unserem Abend war München in einer üblen Nebel-Suppe versunken und die Aussicht in 181 Meter Höhe beschränkte sich auf ein paar Lichter. Am besten war der Stau vor dem BMW-Hochhaus zu sehen. Zumindest bekommt man schon mal einen Eindruck, wie hoch oben man ist und isst.


Kleinigkeiten zum Champagner
Butter und Auberginenpüree zum Brot

Cancale Auster mit Verveine und Zitrus

Kürbisvariation mit Feta

Gänseleberterrine mit Popkorn und "Kaffeekirschen"

Heißer Salzstein - Yellow Fin Thunfisch mit
Minikarotten und Yuzo-Terriyaki-Sauce

Schwarzwurzel-Tagliatelle mit Eigelb und Alba-Trüffel

Sanddornsorbet mit Hagebutte und Knollensellerie

Rosa gebratener Rehrücken mit Kerbelwurzel, Cassis-Brombeer-Reduktion
und Umeboshi-Pflaume

Johannisbeer-Strauch-Eis

Törtchen vom Gewürzschokoladen-Mousse
mit Mandarine und Cashew-Nüssen

Plätzchen, Trüffel und Marshmellows zum Espresso


Jetzt bin ich mal gespannt, auf welche Ideen Otto Koch im "Unruhe-Stand" kommt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Wiedersehen geben wird und darauf freue ich mich schon heute.

Freitag, 23. Mai 2014

Mediterranes Menü mit Otto Koch

Kaum war ich von meinem Ausflug ins kalte Berlin wieder daheim in München schien die Sonne und wir hatten den ersten heißen Tag des Jahres. Passenderweise war ich zum mediterranen Menü bei Otto Koch im Restaurant 181 eingeladen.

So kam ich das erste Mal in den Genuss der Küche des 181 Business und erlebte einen wundervollen Abend. Sanft drehte sich der Fernsehturm um die eigene Achse und die Münchner Voralpenlandschaft wandelte sich im Verlauf des Abends zu einem Lichtermeer.

Otto Koch genoss den Abend sichtlich und wir haben viel gemeinsam gelacht. Kein Wunder, schließlich haben Köche selten die Gelegenheit einmal in Ruhe am Tisch zu essen und der Service kümmerte sich ganz besonders liebevoll um ihn. So erlebten wir die schöne Arbeitsatmosphäre, die da gepflegt wird.

Mit seinem Küchenchef Julian Waldner und seiner Restaurantleiterin wird er im Juli mit einem großen Segelschiff von Star Clippers wieder in See stechen und die Gäste kulinarisch verwöhnen. Seine Augen leuchten, als er von den besonderen Umständen an Bord erzählt. Für die Lebensmittel-Vorräte muss er weit unter Deck gehen und tief in den Bauch des Schiffs krabbeln. Die Küche ist winzig klein und wenn der Seegang rauer wird, dann werden einfach die Töpfe am Herd angebunden. In dieser Situation zeigen sich die besonderen Fähigkeiten der Schiffsköche. Sie werden mit allen widrigen Umständen fertig und behalten dabei ihre Freundlichkeit und gute Laune. Anschaulich schildert er, wie die Service-Mitarbeiter mit einem hohen Turm aus Tellern und Clochen die steilsten Treppen überwinden und nie etwas fallen lassen. Da möchte man doch auch gleich an Bord sein, um das zu sehen.

Ich kann mir das sehr gut vorstellen, mit so einem großen Segelschiff durch das Mittelmeer zu reisen, wenn es bei voller Takelage sanft dahin gleitet. Nach einem schönen Tag auf dem Meer gibt es abends die Möglichkeit ein Gericht von Otto Koch zu essen. Höhepunkt der Reise wäre für mich dann das Käpt'ns Dinner mit dem Menü von Otto Koch. Einen ersten Eindruck konnte ich bereits gewinnen, allerdings wird das Menü für die Kreuzfahrtgäste erst im letzten Moment festgelegt. Entscheidend sind die Zutaten, da legt Otto Koch den größten Wert auf die Qualität. Insofern weiß er selbst noch nicht, was er bekommen wird. Das zeichnet natürlich den Routinier aus, der keine ewig lange Vorbereitung benötigt, sondern etwas feines zaubert, aus den Dingen, die da sind. So geht eigentlich kochen und Nomen est Omen Otto Koch ist ein ganz besonderer Koch, der sich selbst am meisten auf den Ausflug und das kleine Abenteuer freut.



Erdbeerhugo

Otto Koch und Julian Waldner

Carpaccio vom Weideochsen mit Trüffelcreme und Tête de Moine

Gazpacho traditionell mit Spieß von gebratener Riesengarnele



Pastarisotto mit gebratener Rotbarbe, glacierten Artischocken, und Safranschaum
Bildnachweis: Dinner um Acht


Mit provenzalischen Kräutern gebratene Medaillons von der Lammkeule, warme Antipasti und Gratin dauphinois

Mousse von Crema Catalana mit Erdbeer-Rhabarbersalat

Dieses Menü wird aktuell im Restaurant 181 serviert und wer sich das bis zum 6. Juli gönnt, der kann eine Gourmet-Segelkreuzfahrt für Zwei mit Otto Koch gewinnen. Alles ist hier genau beschrieben. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann über das TUI ReiseCenter Gröbenzell vom 12. bis 19. Juli die Reise mit Otto Koch durch das Mittelmeer buchen.