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Mittwoch, 15. April 2026

Dirty Bistro: Rinder-Carpaccio mit Haselnuss und Räucheraal-Mayonnaise

Seit meiner Kindheit liebe ich geräucherten Aal, das habe ich von meinem Vater. Im Sommer sind wir gerne an den Starnberger See gefahren und fast an jeder Ecke gab es ihn zu kaufen. Vor der Heimfahrt musste immer einer mit. Meine Mutter und mein Bruder konnten ihn nicht leiden - egal, so blieb mehr für uns beide.

Also musste ich dieses Carpaccio mit Haselnuss und Räucheraal-Mayonnaise, aus dem ersten Kochbuch "Dirty Bistro" von Max Strohe, für meine Rezension (hier nachzulesen) unbedingt ausprobieren. Die geschmackliche Kombination von Zitrone, Räucheraal und Haselnüssen zu dem Rinderfilet hat uns sehr begeistert. 

Die Zubereitung geht leicht von der Hand und es kann auch vieles vorbereitet werden. Mir gefällt besonders die gute Strukturierung des Rezepts. Die Haselnüsse lassen sich vorher reiben. Die Zitrusvinaigrette ich einfach zu machen hält auch ein bis zwei Tage. Die Räucheraal-Mayonnaise braucht etwas Aufmerksamkeit, wie jede Mayonnaise, damit sie nicht gerinnt. Sobald sie fertig ist, verträgt sie auch einen Tag im Kühlschrank. Damit könnte man alles vorbereiten und am Tag des Essens nur noch das Fleisch einfrieren und schneiden. Ein perfektes Rezept für Gästebewirtung.

Die Mengenangaben sind für den normalen Haushalt sehr gut gewählt. Trotzdem bleibt immer etwas übrig und für dieses Gericht kann man alles perfekt und in kurzer Zeit aufbrauchen. Mein Rinderfilet war etwas größer, aber das ist ein Vorteil beim Schneiden. Den Rest habe ich in zwei dicke Scheiben geschnitten und am nächsten Tag gebraten. Dazu gab es Kartoffeln und die restliche Mayo - ein perfektes Abendessen für zwei Personen. Die restlichen Haselnüsse bekam mein Mann in das Müsli und so waren sie auch schnell aufgebraucht. Die restliche Vinaigrette habe ich für ein Salatdressing verwendet.


für 4 Personen als Vorspeise


Carpaccio:
300 gr. Rinderfilet

Das Fleisch parieren und straff in Frischhaltefolie einwickeln. Die Enden fest einrollen, damit das Fleisch straff zu einer Rolle geformt wird. Für eine Stunde einfrieren und dann mit dem Messer in dünne Scheiben schneiden.


Zitronenvinaigrette:
1/2 Zitrone - Abrieb
Zitronensaft
1,5 TL Ahornsirup
1,5 TL Weißweinessig
50 ml Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Schale der Zitrone fein abreiben und mit einem Spritzer Zitronensaft, Ahornsirup, und Weißweinessig in ein hohes Becherglas geben. Mit dem Stabmixer pürieren und dabei das Olivenöl langsam einlaufen lassen. Die Vinaigrette mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.


Räucheraal-Mayonnaise:
1 Eigelb
1 EL Senf
50 gr. Räucheraal
Zitronensaft
100 ml Rapsöl
Salz

Den Aal in kleine Würfel schneiden und zusammen mit Senf, etwas Zitronensaft und einem Eigelb in ein hohes Becherglas geben. Mit dem Stabmixer alles fein pürieren. Den Mixer laufen lassen und das Rapsöl in einem dünnen Strahl dazugeben und einarbeiten, bis eine cremige Mayonnaise entsteht. Wenn sie zu dünn ist, mehr Öl einarbeiten. Wenn sie zu fest ist, etwas heißes Wasser einarbeiten. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.


Anrichten:
50 gr. geschälte Haselnüsse

Die Haselnüsse fein reiben und in eine kleine Schüssel geben.

Die Teller mit etwas Vinaigrette ausstreichen und einen großzügigen EL Räucheraal-Mayonnaise darauf verteilen. Das Carpaccio darauflegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann nochmals mit der Vinaigrette bepinseln. Die Haselnüsse darüber streuen und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:





















Donnerstag, 30. Oktober 2025

Krustenbraten vom Schwein mit Gemüse-Erdäpfel-Eintopf

Im neuen Kochbuch Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) vom Matthaes Verlag werden Gerichte von Spitzenköchen Österreichs vorgestellt. Als ich nach Rezepten gesucht habe, das ich für meine Rezension ausprobieren könnte, bin ich sofort bei diesem wunderbaren bodenständigen Gericht hängen geblieben. Ja, auch das kann Spitzenküche sein, wenn man hochwertige Zutaten nimmt und mit so viel Liebe zum Handwerk kocht, wie Jeremias Riezler.

Sein Hotel und sein Restaurant sind im Kleinwalsertal. Außerdem züchtet er dort auch Schweine und schlachtet eines im Jahr. Dann versteht man, wie kostbar so ein Schweinebraten ist und wie selten er ihn zubereitet. Die Zubereitung ist nicht schwierig, sie braucht nur Zeit. Aber ein Schritt nach dem anderen ist total schlüssig und sorgt dafür, dass am Schluss ein köstliches Gericht auf dem Tisch steht.

An einer Stelle musste ich etwas tricksen, da ich glutenfrei kochen muss. Also gab es ein glutenfreies Bier und dem fehlt etwas die geschmackliche Tiefe und Süße, wie es ein Dunkles hat. Beim nächsten Mal wurde ich dafür lieber einen Weißburgunder oder Silvaner nehmen.

Ansonsten hoffe ich sehr, dass wir es bald schaffen Jeremias zu besuchen. Persönlich kennengelernt haben wir ihn bereits letztes Jahr auf dem Genussfestival von Johannes Selmayer auf dem Huberhof in Airischwand.

Meine Rezension des Kochbuchs Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) ist hier zu finden: Link.


für 4 Personen

800 gr. Schweinbauch mit Schwarte
Salz
2 Zwiebeln
4 Karotten
2 Pastinaken
1 Lauch
1 Knoblauchknolle
1 Bund Thymian
2 EL Butterschmalz
500 ml Fleischbrühe
10 kleine Kartoffeln
500 ml dunkles Bier
1 TL schwarzer Pfeffer
1 TL Kümmel
1 Bund Petersilie

Die Schwarte des Schweinebauchs in Würfel mit ca. 1 x 1 cm Kantenlänge einschneiden. Die Schwarte soll bis in die Fettschicht eingeschnitten werden. Den Schweinebauch auf der Oberseite mit Salz einreiben. Dabei das Salz auch in die Schnittflächen einarbeiten. Die Unterseite wird nicht gesalzen.

Die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Die Karotten und die Pastinaken ebenfalls schälen und größere Stücke schneiden. Ideal ist der "energetische Schnitt". Den Lauch in daumendicke Scheiben schneiden. Die Knoblauchknolle quer halbieren. Den Thymian bereitlegen.

Den Backofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Gemüse darin goldgelb anschwitzen. Knoblauch und Thymian dazugeben und etwa 2 Minuten mitbraten. Alles leicht salzen. Mit der Fleischbrühe aufgießen.

Den vorbereiteten Schweinebauch mit der Schwarte nach unten auf das Gemüse legen. Den Bräter (ohne ihn abzudecken) für 3 Stunden in den Backofen geben. Ungefähr alle halbe Stunde den Schweinebauch herausheben, das Gemüse wenden und ihn dann zurück in den Bräter geben.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln über Salzwasser ca. 30 Minuten dämpfen und auskühlen lassen. Die kalten Kartoffeln längs halbieren.

Zum Ende der Garzeit den Bräter aus dem Ofen nehmen und den Schweinebauch herausheben. Die Kartoffeln unter das Gemüse mischen und mit Bier aufgießen. Kümmel und Pfeffer mahlen und die Unterseite des Bratens damit einreiben. Den Braten wieder, mit der Schwarte nach oben, auf das Gemüse setzen und den Bräter erneut für 30 Minuten in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Petersilienblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden.

Danach den Oberflächengrill einschalten. Die Schwarte sollte ungefähr 12 - 15 cm Abstand zum heißen Grill haben. Zuerst für 8 Minuten grillen. Die Schwarte sollte aufpoppen. Danach muss der Braten genau beobachtet werden, damit er gut aufpoppt, aber nicht verbrennt. Sobald die Schwarte schön knusprig ist, den Bräter herausnehmen.

Gemüse und Bratensaft mit Salz abschmecken und die Petersilie einrühren. Etwas für die Deko aufheben. Den Braten auf ein Schneidebrett legen und in Scheiben schneiden. Das geht am einfachsten, wenn man dies an den bereits eingeschnittenen Stellen tut.



Eine Inspiration aus:






Montag, 20. Oktober 2025

Lamm | Gebrannter Lauch | Pilze | Pflaumen

Hier kommt ein Feldhase, als Lamm verkleidet. Beim ersten Gericht, das ich für die Rezension von Wolfgang Müllers aktuellem Kochbuch "Wild: Nose to Tail" gekocht habe, habe ich schon einige Zutaten ersetzt. Diesmal erforderte es einfach nur ein bisserl Mut. Mir war klar, dass ich keinen Feldhasen bekomme, aber ich habe das locker gesehen, weil es im Frischeparadies München immer, also wirklich immer Kaninchen gibt. Seltsamerweise war von einem Kaninchen nichts zu sehen, als ich einkaufen war. Also fiel meine Wahl auf Lamm und im Nachhinein denke ich, dass das eine gute Idee war.

Ansonsten mussten die Rolle der Pfifferlinge wieder die Kräutersaitlinge übernehmen. Mein letztes Glas Bärlauchkapern haben wir längst aufgegessen und heuer habe ich leider keine gemacht. Also habe ich von unserem Verveine Citronelle ein paar sehr junge Triebe abgeschnitten. Die waren nicht nur hübsch, sondern haben auch gut dazu geschmeckt.

Bei Wolfgang gibt es dazu noch eine Wildsauce. Auf die habe ich aus Zeitgründen verzichtet und einfach heimlich - nach dem Foto - etwas von dem Bratfett des Lammfilets aufgeträufelt. Hat auch sehr gut geschmeckt. Alles in allem war das ein tolles Gericht, das ich im Hinterkopf behalte, da man es immer etwas variiern kann und einen sehr feinen Geschmack hat.

Mehr zum Buch gibt es bei meiner Rezension zu lesen.




für 2 Personen

Lamm:
2 Lammfilets
Salz
1 EL Butter
Schuss Olivenöl
Olivenasche: 3 EL schwarze, entsteinte Oliven

Gebrannter Lauch:
2 Lauch
Olivenöl
1/2 Zitrone (Schale und Saft)
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Pilze:
2 Handvoll kleine Kräutersaitlinge
Butter
Salz

Pflaumen:
2 rote Pflaumen
1 EL Butter
3 EL Puderzucker
Prise Salz

einige junge Triebe Verveine Citronelle oder Bärlauchkapern (nach diesem Rezept)


Für die Olivenasche die Oliven aus dem Glas abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und auf Küchenkrepp trocknen. Dann für 8 - 10 Stunden in den Dörrautomat geben. Sie müssen sehr hart werden. Nach dem Dörren herausnehmen, auskühlen lassen und in der Moulinette fein hacken.

Vom Lauch den unteren Teil mit der Wurzel und den oberen grünen Teil (ab da, wo der Lauch mit Erde verschmutzt ist) abschneiden. Auf dem Grill oder einen anderen Feuerstelle eine Glut herstellen. Den Lauch ca. 10 Minuten in die Glut legen und immer wieder drehen, damit er rundum gegrillt ist. Dann für 20 Minuten in ein Küchentuch wickeln, damit er nachgaren kann. Anschließend herausnehmen, die oberste, schwarze Schicht abnehmen und längs halbieren. Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides über den Lauch geben, mit Salz und Pfeffer würzen und Olivenöl beträufeln.

Die Pilze putzen und ggf. längs halbieren. Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Die Pilze hineingeben, leicht salzen und bei mittlerer Hitze goldbraun braten.

Die Pflaumen vierteln und entkernen. Die Viertel nochmals vierteln. Butter und Puderzucker mit einem Schuss Wasser und einer Prise Salz schmelzen und karamellisieren lassen. Die Pflaumenstücke hineingeben und ein paar Minuten dünsten.

Die Lammfilets parieren und die Spitzen abschneiden und anderweitig verwenden. Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Lammfilets salzen und, bei mittlerer Hitze, rundum gut braten. Herausheben, etwas rasten lassen und in Stücke schneiden. Die Stücke in der Olivenasche wälzen.

Es empfiehlt sich die fertigen Komponenten, wie Lauch, Pilze und Pflaumen im Ofen warm zu stellen und dann mit dem Fleisch, das zuletzt gebraten wird, anzurichten.


Eine Inspiration aus:






Montag, 16. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Kaninchen in Kardamomsauce mit Basmatireis und grünen Bohnen

Kaninchen kommt nicht oft auf den Tisch, obwohl das magere Fleisch sehr gut schmeckt. Dieses Schmorgericht lebt von der orientalischen Geschmackswelt und lässt sich mit überschaubarem Aufwand kochen. Auch die Sauce entsteht ganz automatisch und wenn man sie hinterher reduzieren lässt, braucht sie auch keine Bindung. Als ich meinen Blog am 12. Februar 2011 mit einem orientalischen Menü ins Leben gerufen habe, war dies der Hauptgang.

Anlässlich des Blog-Beitrags 2.500 hatte ich die Idee, dieses Menü nochmals zu kochen. Beim Kaninchen habe ich das Mehl weggelassen, da es wegen der Gluten-Intoleranz meines Mannes unpassend ist. Wie gesagt, auch ohne Mehl bekommt man eine schöne Bindung. Ansonsten habe ich mich ziemlich an das Originalrezept gehalten und es nur an ein paar Stellen etwas vereinfacht.

Dazu gibt es Reis, der ganz anders gegart wird, als wie für asiatische Gerichte. Das Anbraten in Butterschmalz sorgt für eine schöne Butternote und das Bohnengemüse ist wirklich das einzige Gericht, das in unseren Alltag Einzug gehalten hat. Das koche ich regelmäßig, da ich Breite Bohnen sehr gerne essen. Im Laufe der Jahre ist die Zwiebel verloren gegangen, wie im alten Rezept erwähnt. Dieses Rezept habe ich vor rund 30 Jahren bei einem türkischen Kochkurs kennen und lieben gelernt.




Kaninchen in Kardamomsauce:
4 Kaninchenkeulen
Salz
Zucker
1 EL Dijonsenf
1 EL mittelscharfer Senf
5 Schalotten
2 Karotten
1/2 kleiner Sellerie
3 Knoblauchzehen
5 Thymianzweige
1 Rosmarinzweig
20 Kardamomkapseln
Rapsöl
3 EL Tomatenmark
1 TL Harissa
1 EL Ras el Hanout
1 Zimtstange, längs zerbrochen
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 Lorbeerblätter
200 ml trockener Weißwein
1 Liter Wasser
200 ml Sahne

Schalotten und Knoblauchzehen schälen und in mittelere Würfel schneiden. Karotten und Sellerie können ungeschält grob gewürfelt werden. Thymian- und Rosmarinzweige etwas zerkleinern. Die Kardamomkapseln mit dem Messer hacken. Alles in einer Schüssel vermengen.

Die Kaninchenkeulen mit Küchenkrepp trocken tupfen und mit Salz und Zucker würzen. Die beiden Senfsorten verrühren und das Fleisch damit einstreichen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Rapsöl in einem gusseisernen Schmortopf erhitzen und die Kaninchenkeulen von beiden Seiten gut anbraten und dann herausnehmen.

Die Mischung aus Schalotten, Knoblauch, Karotten, Sellerie, Thymian, Rosmarin und Kardamom in das heiße Öl geben und gut anrösten. Sofort mit Salz und Zucker würzen. Tomatenmark, Harissa, Ras el Hanout, Zimtsplitter, Pfeffer und Lorbeerblätter dazugeben und ebenfalls gut anrösten.

Mit dem Weißwein ablöschen und diesen völlig einreduzieren. Mit Wasser und Sahne aufgießen. Alles gut durchrühren und die Kaninchenkeulen wieder einlegen. Sie sollten vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein, evtl. noch etwas Wasser dazugeben. Alles einmal aufkochen lassen und mit dem Deckel schließen. Den Topf für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen geben.

Nach der Schmorzeit die Kaninchenkeulen aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Sud durch ein grobes Sieb abpassieren. Dabei das weiche Gemüse bestmöglich durchdrücken, damit es die Sauce anreichert. Die Sauce erneut aufkochen lassen und mindestens um die Hälfte reduzieren. Sie sollte danach eine gute Bindung haben. Wenn nicht, könnte man sie noch mit Kartoffelstärke, in kaltem Wasser aufgelöst, binden. Die Sauce pikant abschmecken.

Von den ausgekühlten Kaninchenkeulen die Rückstände von Gemüse, etc. entfernen und sie dann wieder in die Sauce einlegen. So können sie sanft erwärmt werden. Soweit kann das Gericht einen Tag vorher komplett vorbereitet werden.


Basmatireis:
200 gr. Basmatireis
2 EL Butterschmalz
Salz
5 getrocknete Aprikosen
400 ml Wasser

Das Wasser in einem extra Topf zum Kochen bringen. Das Butterschmalz in einem anderen Topf erhitzen und den Reis darin, unter Rühren, anbraten. Mit dem heißen Wasser aufgiessen und salzen. Einmal aufkochen lassen und den Topf mit dem Deckel schließen. Den Reis bei kleiner Hitze rund 15 Minuten dämpfen lassen.

In der Zwischenzeit die Aprikosen sehr fein würfeln.

Sobald das Wasser verdampft und der Reis gar ist, ihn mit einer Gabel auflockern.


Grüne Bohnen:
500 gr. breite grüne Bohnen
2 Knoblauchzehen
2 Rispen Cocktailtomaten
Salz
Zucker
Olivenöl

Die Enden der Bohnen entfernen und sie dann in breite, schräge Streifen schneiden. Das Gemüse in einem Topf mit Salz und Zucker marinieren und für mindestens 30 Minuten stehen lassen.

Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein würfeln, ebenfalls in den Topf geben.

Die Tomaten fein würfeln.

Das Olivenöl in den Topf geben und einmal gut durchrühren. Die Bohnen mit geschlossenem Topfdeckel und kleiner Hitze bissfest dünsten. Kurz vor Ende der Garzeit die Tomatenwürfel dazugeben und erneut gut verrühren. 

Mit Salz und Zucker abschmecken. 

Die Bohnen können einen Tag vorher zubereitet und dann vorsichtig erwärmt werden. Reste schmecken auch kalt und können mit vielem kombiniert werden.


Anrichten:
Etwas Sauce kreisförmig auf den Teller geben. Reis und Bohnen gegenüber auf dem Teller anrichten. Die Kaninchenkeule in die Mitte legen und etwas Sauce darauf verteilen. Den Reis mit den Aprikosenwürfeln dekorieren und sofort servieren.







Donnerstag, 12. Juni 2025

#Bismillah 2.0 - Lammhack-Pizza

Bismillah 2.0

Mit einem arabischen Menü habe ich am 12. Februar 2011 meinen Blog gestartet. Ein Jahresjubiläum wollte ich nicht feiern, aber ich hatte die Idee Blogbeitrag 2.500 besonders zu gestalten. Dafür habe ich das damalige arabische Menü nochmals gekocht. 

Diese Köstlichkeit habe ich schon ewig nicht mehr gemacht und bereue das etwas. Eigentlich ist das schnell gemacht und schmeckt wunderbar. Ein Hindernis war die Gluten-Intoleranz meines Mannes und das andere, dass ich in der Nähe keinen türkischen Supermarkt zur Hand hatte.

Beide banalen Probleme konnte ich lösen. Es gibt bei Hammermühle (die ich sehr, sehr empfehlen möchte) glutenfreies Fladenbrot. Es ist etwas dick, aber man kann es auch quer halbieren und damit passt es gut. Das Ausstechen sollte man sich sparen und es einfach in halbierten Vierteln servieren. Das könnte man auch für die dünnen türkischen Fladen machen, aber die kleinen runden Pizzen sind schon sehr attraktiv.

Sehr viele Jahre hatte ich einen tollen türkischen Supermarkt in der Nähe, und den braucht man unbedingt für dieses Rezept, wegen dem Lammhack. Irgendwie wurden sie gekündigt, weil in die Räumlichkeiten ein Kindergarten einziehen sollte. Die genaue Geschichte habe ich aus den Augen verloren, genauso wie den Kontakt zu den Besitzern. Später bin ich umgezogen und habe recherchiert, dass wir einen "Türken" in der Nähe haben. Wegen diesem Gericht bin ich zum ersten Mal dort hin und war gleich begeistert. 

Man kann dieses Gericht sicher auch mit Rinderhack zubereiten, aber mit Lammhack schmeckt es einfach besser und dafür braucht man einen guten türkischen Supermarkt mit Metzgerei. Und das hat mir dort sehr gut gefallen. Der Metzger hat sofort ein kleines Stück von einer Lammkeule herunter geschnitten und das gröbste Fett entfernt. Danach wurde es frisch gewolft. Das war wirklich beste Qualität.

Lammhack-Pizza vom 12. Februar 2011



dünnes arabisches oder türkisches Fladenbrot (je nach Größe 3 bis 5 Stück)
200 gr. Lammhackfleisch
1 Tomate (bevorzugt San Marzano)
1 Schalotte
1/2 Bund Petersilie
1 TL Ras el Hanout
1 EL Tomatenmark
Salz
Prise Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Handvoll Pinienkerne

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Aus dem Fladenbrot kleine Kreise mit ca. 5 cm Durchmesser ausstechen. Die kleinen Pizzen auf Backpapier legen und ca. 5 Minuten vorbacken, damit sie etwas knusprig werden. Auch die Reste des ausgestochenen Fladens können mitgebacken werden und dann mit einem Dip oder Aufstrich extra gegessen werden.

Die Tomate vierteln, das Kerngehäuse wegschneiden. Dann in feine Würfel schneiden. Die Schalotte ebenfalls schälen und sehr fein würfeln. Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Alles, Ras el Hanout und das Tomatenmark mit dem Lammhack gut vermengen und mit Salz, Zucker und Pfeffer pikant abschmecken.

Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten.

Ungefähr einen gehäuften TL von der Lammhackmasse auf jede kleine Pizza geben und mit Pinienkernen belegen. Alles für 10 Minuten im Ofen backen und noch warm servieren.












Mittwoch, 8. Januar 2025

Spitzkohl-Gurken-Kimchi mit Rinder-Hüftsteak

Das Kochbuch "Johanns Küche" kam auf ungewöhnlichen Weg in meine Sammlung, aber es hat mir vom ersten Augenblick gefallen. Ich würde es in die Kategorie "gepflegte Alltagsküche" stecken und diese Kochbücher sind mir sowieso die liebsten.

So spontan wollte ich da ganz vieles daraus kochen und habe erst einmal mit einer Handvoll Rezepten angefangen. Dazu gehört dieses "Blitz-Kimchi" mit Spitzkohl. Bei meiner starken Abneigung gegen Sauerkraut tue ich mich auch mit Kimchi schwer. Aber, bei dieser Variante von Johann Lafer kommt es erst gar nicht zur Milchsäure-Gärung. Es ist eher wie ein Salat und somit für mich perfekt. Beim Kimchi bietet es sich an, die doppelte Menge zu machen und einen Tag durchziehen zu lassen. Es passen auch gebratener Tofu, Fisch oder Garnelen dazu und man kann am zweiten Tag schnell ein Essen auf den Tisch stellen.

Im Original-Rezept gibt es dazu Saté-Spieße aus Rinderhüfte. Mir gefällt es aber besser einfach ein kleines Steak zu braten und in Streifen zu schneiden, wie Tagliata.


für 2 Personen

(die Portion für das Kimchi reicht auch für 4 Personen)

Spitzkohl-Gurken-Kimchi
1 kleiner Spitzkohl
2 kleine Landgurken
2 Frühlingszwiebeln
2 TL Salz
1 TL Zucker
3 Knoblauchzehen
1/2 Bund Koriander
1 rote Chilischote
2 EL Sojasauce
2 EL flüssigen Honig

Das untere Viertel des Spitzkohl abschneiden und für ein anderes Gericht verwenden. Den Spitzkohl längs halbieren und leicht schräg in feine Streifen schneiden. Dabei beginnt man an der Spitze und schneidet ca. die Hälfte. Sobald der Spitzkohl breiter wird, nochmals halbieren und dann weiter schneiden. Dadurch bekommt man Streifen, die in etwa gleich groß sind. Den Spitzkohl in eine große Schüssel geben.

Die kleinen Gurken schälen und längs vierteln. Das Kernhaus längs mit dem Messer abschneiden und die Gurken in feine Scheiben schneiden und zum Spitzkohl geben.

Die Frühlingszwiebeln schräg in feine Ringe schneiden und ebenfalls zum Spitzkohl geben.

Spitzkohl und die anderen Gemüse mit Salz und Zucker bestreuen und mit den Händen durchkneten. Etwas stehen lassen. In der Zwischenzeit kann man das Dressing und alle Vorbereitungsarbeiten für das Steak durchführen.

Die Knoblauchzehen schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden (für die Deko aufbewahren). Die Stiele in feine Ringe schneiden und in das Kimchi geben. Die Chilischote längs halbieren, die Kerne herauskratzen und dann in feine Streifen schneiden.

Aus Honig und Sojasauce eine Marinade rühren.

Den Spitzkohl in ein Sieb geben und mit den Händen gut ausdrücken und abtropfen lassen. Darauf achten, dass in der Schüssel keine Flüssigkeit mehr ist, dann den Inhalt des Siebs zurück in die Schüssel geben und mit zwei Löffeln auflockern. Knoblauch und Chili dazugeben und alles mit der Marinade vermengen. Kurz durchziehen lassen.

Rinder-Hüftsteak:
1 Rinder-Hüftsteak
1 EL weißen Sesam
Salz
Olivenöl
geröstetes Sesamöl
2 EL Sojasauce

Das Steak rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. 

Das Steak auf beiden Seiten salzen und das Olivenöl in der beschichteten Pfanne erhitzen. Das Steak von beiden Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und ruhen lassen, mit Pfeffer würzen. Den Pfannenansatz mit wenig Wasser ablöschen und alles dicklich einkochen lassen. Zum Schluss den Sesam unterrühren und mit Sojasauce und einem Schuss Sesamöl aromatisieren.

Anrichten:
Das Kimchi mittig auf die Teller geben, mit dem Koriander bestreuen. Die Hüftsteak-Streifen daneben platzieren und mit der Sauce beträufeln.


Eine Inspiration aus:



















Donnerstag, 21. Dezember 2023

Geräucherte Entenbrust mit Sahnemeerrettich-Parfait

Die Teilnahme an Zorras kulinarischem Adventskalender auf ihrem Blog Kochtopf, ist für mich eine schöne Adventstradition geworden und ich freue mich, dass ich auch heuer ein Türchen beisteuern darf. So wie jedes Jahr, gibt es dort auch heuer wieder viele schöne Preise zu gewinnen. Man muss nur ein paar Fragen beantworten und schon ist man im Lostopf, also schaut vorbei.


Weihnachtstraditionen gibt es viele, das ist in jeder Familie anders und etwas besonderes. Bei uns war es immer das Aufstellen der Krippe. Mein Großvater war Krippenschnitzer im Sudetenland und mein Vater hat seine Familie dort jedes Jahr besucht und ein paar Figuren der Familienkrippe mitgebracht. Diese Krippe ist so außergewöhnlich, dass ich sie bereits einmal als Türchen bei Zorra vorgestellt habe. Sie ist wunderschön, aber leider zu groß, dass man sie zu Weihnachten komplett aufstellen kann.

Als ich auf die Welt gekommen bin, hat das meinen Großvater sehr beschäftigt und er hat begonnen eine kleine Krippe für mich zu schnitzen, damit wir sie an Weihnachten unter den Christbaum stellen können. Mir bedeutet diese Krippe sehr viel und ich stelle sie jedes Jahr auf. Leider konnte ich meinen Großvater nie kennenlernen, er starb ein Jahr und einen Tag nach meinem Geburtstag bei einem schweren Autounfall. Da mein Vater kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Sudetenland alleine, ohne Familie, nach Bayern geflohen ist, waren Besuche hinter den "Eisernen Vorhang" nicht möglich. Und so ist mir die Krippe immer eine besondere Erinnerung an meine Familie väterlichseits. 

Zu den Traditionen meiner Familie mütterlicherseits gehört es, dass am Heiligen Abend ein Essen auf den Tisch kommt, das wenig Arbeit macht. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag fanden die Besuche bei den Verwandten statt und dort gab es dann ein festliches Menü. Daran anknüpfend habe ich Euch ein Gericht mitgebracht, dass man vorbereiten und mit wenig Handgriffen servieren kann. 



Die Menge ist ausreichend für ein Hauptgericht für zwei Personen oder eine Vorspeise für 4 Personen. Ich habe Euch auch unterschiedlich angerichtete Varianten mitgebracht.



Sahnemeerrettich-Parfait:

1 Blatt Gelatine
200 gr. Sahne
2 EL Zucker
2 Eigelb
125 gr. Sahnemeerrettich
Meersalz

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Sahne mit einem EL Zucker steif schlagen.

Die Eigelbe mit 1 EL Zucker und einer Prise Salz über dem Wasserbad schaumig schlagen. Die Gelatine abtropfen lassen und in der warmen Eimasse, unter rühren, auflösen. 

Den Sahnemeerrettich dazugeben und verrühren. Die Sahne unterheben und die Masse mit Salz abschmecken.

Das Parfait kann in unterschiedlichen Formen eingefroren werden, das bleibt dem individuellen Geschmack vorbehalten. Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert. Einmal habe ich es in einer Sternform für Eiswürfel eingeforen, dann auch in ein paar kleinen Guglhupfformen aus Elsässer Keramik und die größte Menge in einer kleinen, schmalen Parfaitform. Nehmt einfach, was Ihr habt und was Euch gefällt.

Das Parfait kann ein paar Tage vorher gemacht werden. Zum entspannten Servieren empfehle ich das Parfait einen Tag vorher oder am Vormittag vorzubereiten. Dazu einen TK-Plastikbehälter mit Alufolie auskleiden und das Parfait aus den Formen nehmen und darauf setzen, mit Alufolie bedecken und wieder in den Tiefkühler geben. Am einfachsten lässt sich das Parfait auslösen, wenn man eine passende Form mit lauwarmen Wasser füllt und die Parfaitform kurz hineinstellt. Man kann das Parfait auch aus der Parfaitform nehmen, in Scheiben schneiden und diese Scheiben einzeln in den Behälter geben. Das hat den Vorteil, dass man dann das fertige Parfait nur entnehmen und auf den Teller geben muss.


Geräucherte Entenbrust:
1 geräucherte Entenbrust (Man kann diese vorher selbst räuchern, aber es gibt auch
                                         hochwertige, fertig geräucherte Entenbrüste im Handel.
                                         Die kann man mit guten Gewissen kaufen.)
4 EL eingemachte Preiselbeeren
1 Stück Ingwer, daumengroß (am besten ist junger, frischer Ingwer)
Olivenöl
Meersalz

Die Entenbrust einige Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 80 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Entenbrust auf der Hautseite in einer beschichteten Pfanne, bei mittlerer Hitze, anbraten. Dadurch tritt das Fett unter der Haut aus und die Haut wird knusprig. Sie darf leicht gebräunt sein. Im Backofen warm halten. Grundsätzlich gilt, dass geräucherte Lebensmittel leicht erwärmt am besten schmecken. 

Die Preiselbeeren in einem kleinen Topf, bei kleiner Temperatur, erwärmen.

Den Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden. In etwas Olivenöl, bei großer Hitze, unter ständigem Rühren, frittieren. Sobald die Ingwerwürfel anfangen leicht braun zu werden. durch ein Sieb abgießen und auf Küchenpapier zum entfetten geben, leicht salzen. Dies kann man auch einige Stunden vorher erledigen. Das Öl kann für andere Gerichte aufgebraucht werden.

Die Entenbrust in Scheiben schneiden. Je nach Vorliebe kann sie auch längs in breitere Streifen geschnitten werden.


Anrichten:
Bei diesem Gericht kommt es darauf an, die beiden Hauptkomponenten so auf den Teller zu bekommen, dass das Parfait noch gefroren und die Entenbrust noch lauwarm ist. Deshalb empfehle ich folgende Vorgehensweise:

Den frittierten Ingwer bereitstellen.
Die warmen Preiselbeeren bereitstellen.
Das Parfait aus dem Tiefkühler holen und auf die Teller geben.
Die warme Entenbrust aufschneiden und auf die Teller legen
Mit Preiselbeeren und Ingwer dekorieren.
Sofort servieren.



Mein Beitrag zum kulinarischen Adventskalender




Mittwoch, 22. November 2023

Rote-Bete-Salat mit Steak

Als Kind habe ich Rote Bete strikt verweigert, aber da kannte ich nur dieses gruselig eingelegte Gemüse in Gläsern. Gut, dass ich später die Rote Bete so entdeckt habe, wie sie wirklich ist. In der Saison kommt sie bei uns öfters auf den Tisch. Besonders gerne essen wir sie, wenn sie im Ofen gegart wurde. Das ist für mich mittlerweile die beste Zubereitung und so verwende ich sie sehr gerne für andere Gerichte, wie für diesen Salat.

Dazu schmeckt kurzgebratenes oder gegrilltes Rindfleisch sehr gut, wobei es hier viele Möglichkeiten bei der Auswahl des Fleisches gibt. 



für 2 Personen

3 kleine Rote Bete
Rapsöl
Kümmel
2 mittlere Karotten
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Sahnemerrettich
1 Zitrone
3 EL Olivenöl
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Rindersteak
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Etwas Rapsöl mit Salz, Zucker, Pfeffer und Kümmel verrühren. 3 Stücke Alufolie vorbereiten, in die die Rote Bete eingewickelt werden kann. Die Beten rundum mit dem Gewürzöl einpinseln und in die Alufolie wickeln. Die Päckchen in eine Auflaufform geben und für 1 bis 1,5 Stunden in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Karotten schälen und grob raspeln. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und zu den Karotten geben. Einige grüne Ringe für die Deko aufbewahren. Den Sahnemeerretich unterrühren.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl zu einer cremigen Vinaigrette rühren.

Die Bete aus dem Ofen und der Alufolie nehmen und etwas abkühlen lassen. Danach abschälen und ebenfalls grob raspeln. Dazu am besten Handschuhe tragen. Die Bete zu den vorbereiteten Zutaten geben und mit der Vinaigrette marinieren. Den Salat abschmecken.

Das Steak mit Olivenöl beidseitig einpinseln und salzen. Eine Pfanne erhitzen und das Steak darin bei hoher Temperatur auf beiden Seiten braten. Aus der Pfanne nehmen, etwas rasten lassen, mit Pfeffer und Salzflocken bestreuen und in feine Streifen schneiden.


Eine Inspiration aus:











Link zum Buch



Donnerstag, 10. August 2023

Hühnerbrustfilets mit spicy Joghurtsauce

Der frische Geschmack nach Kräutern und Gewürzen zu Huhnerbrust und Reis hat uns sofort gefallen. Weniger gefallen hat uns, dass das Huhn in der Sauce mariniert wird, diese dann schwer abgestreift werden kann, um sie zu braten. Das Ergebnis war uns zu trocken und zu matschig zugleich. Deshalb habe ich es eine Woche später nochmal gemacht, so wie es mir mehr Freude bereitet.

Die Qualität der Hühnerbrust, wie wir sie hier kaufen können, macht es nicht notwendig sie über Nacht in Joghurt zu marinieren. Die Hühnerbrust wird einfach normal gebraten. Praktisch ist, dass man die Sauce bereits einen Tag vorher zubereiten könnte und sie dann nur erwärmen muss. Damit kann man dieses köstliche Gericht sehr schnell auf den Tisch bringen.



für 4 Personen

Hühnerbrust:
500 gr. Hühnerbrust, ohne Haut
Meersalz
Rapsöl

grüne Sauce:
1 Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln
2 grüne Chili
1 rote Chili
1 Stück Ingwer, etwa daumendick
1 Kiwi
10 geschälte Erdnüsse
1/2 Bund Koriander
3 Stiele Minze
5 Stiele Petersilie
2 TL Honig
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Koriander gemahlen
1/2 TL Kurkuma gemahlen
1/2 TL Cumin gemahlen
1 TL Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Garam Masala
300 gr. Joghurt

Anrichten:
Korianderblätter
Erdnüsse

Die Hühnerbrust rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annimmt.

Für die Sauce die Zwiebel fein würfeln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, die beiden Chilis längs halbieren, die Kerne auskratzen und in feine Streifen schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Kiwi halbieren und mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch auskratzen. Alles in ein hohes Bechergefäß geben.

Die Erdnüsse grob hacken. Die Kräuter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Zusammen mit Honig und den Gewürzen zu den anderen Zutaten geben. Mit dem Joghurt etwas vermischen und dann mit dem Zauberstab pürieren.

Einige Korianderblätter in Streifen schneiden und einige Erdnüsse hacken. Beides für die Deko zum Anrichten beiseite stellen.

Die Sauce in einem Topf sanft erwärmen. Parallel Basmatireis kochen.

Die Hühnerbrüste salzen und in Öl in einer Pfanne braten.

Sauce, Reis und Huhn auf Tellern anrichten und mit Koriander und Erdnüssen bestreuen.


Eine Inspiration aus:

Link zum Buch


Donnerstag, 29. Juni 2023

Kohlrabi-Radieschen-Salat mit Kaninchen

Seit unserem Umzug versuche ich die Lebensmittel-Vorräte zu reduzieren. Und da sind so einige Zutaten aufgetaucht, für die ich zuerst keinen Plan hatte. Dazu gehört ein großes Glas mit Teff-Flocken. Da war ich lange Zeit ratlos und dann überlegte ich, ob sie nicht eine gute glutenfreie Alternative für Semmelbrösel sein könnten. Es hat etwas gedauert, bis ich es ausprobieren konnte und das hat sich sehr gelohnt. Ich bin wirklich begeistert davon, wie gut sie sich verarbeiten lassen. Sie werden schön knusprig und haben einen dezenten Eigengeschmack. 

Sehr gut machen sie sich in diesem Kohlrabi-Radieschen-Salat mit Kaninchen. Auch die Kombi der beiden Gemüsesorten hat uns überzeugt. Das war so ein schönes Gericht, das ich mir auch für Gäste merke. Beim Anrichten muss man sich gut organisieren und das habe ich im Rezept genau beschrieben. Selbstverständlich kann man das auch mit Semmelbröseln machen, wenn man nicht glutenfrei kochen muss. Wer Vorbehalte beim Kaninchen hat, kann das auch sehr gut mit Hühnerbrust zubereiten.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

2 kleine Kohlrabi
10 Radieschen
1 Knoblauchzehe (bevorzugt junger Knoblauch)
1 Handvoll Radieschensprossen
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Weißweinessig
Olivenöl
mittelscharfer Senf
1 EL Thymianblättchen
2 EL Teff-Flocken
Butter
4 Kaninchenrückenfilets
Olivenöl
Maldon Sea Salt oder ein anderes Fingersalz

Die Kohlrabi schälen, vierteln und in mitteldicke Scheiben würzen. Die Scheiben in einen Topf geben und mit Salz und Zucker marinieren. Etwa 30 Minuten stehen lassen.

Die Radieschen in feine Scheiben schneiden.

Die Thymianblättchen vom Stängel streifen und fein schneiden. Die Teff-Flocken in einer beschichteten Pfanne ohne Fett knusprig rösten. Etwas abkühlen lassen und mit den Thymianblättchen und Salz mischen.

Aus Salz, Zucker, Pfeffer, Senf, Essig und öl eine cremige Marinade rühren.

Die ungeschälte Knoblauchzehe mit der flachen Seite des Messers etwas zerdrücken und zum Kohlrabi geben. Olivenöl dazugeben und bei mittlerer Hitze glasig und bissfest dünsten. Danach etwas auskühlen lassen und die Knoblauchzehe herausnehmen.

In der Zwischenzeit bei den Kaninchenrücken die Silberhaut entfernen und halbieren. Es sollten der größere Teil des Filets und der schmal zulaufende getrennt werden. Den schmalen Teil in fingerdicke Scheiben schneiden und mit der flachen Seite des Messers etwas andrücken, damit kleine Medaillons entstehen. Die Medaillons in der Teff-Flocken-Mischung wälzen und fest andrücken. Die anderen Filets rundum salzen.

Den Salat mit der Marinade vermischen und abschmecken. Den Salat mittig auf Tellern anrichten.

Butter mit einem Schuss Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Knoblauchzehe dazugeben um das Fett zu aromatisieren. Sobald das Fett aufschäumt, die Filets hineingeben und rundum gut anbraten. Dann herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. In der Zwischenzeit die Medaillons in der gleichen Pfanne knusprig braten. Parallel die bereits gebratenen Filets diagonal halbieren und auf dem Salat anrichten, mit Maldon Sea Salt bestreuen. Zum Schluss die gebratenen Medaillons anrichten und sofort servieren.

Sonntag, 4. Juni 2023

Orangen-Geschnetzeltes mit arabischem Rosinen-Gewürz-Reis

Ich habe eine große Schwäche für Reis. Wenn ich ganz ehrlich bin, mag ich Reis lieber als Nudeln und ich schätze die Vielseitigkeit von Reis sehr. Mein Interesse ist immer geweckt, wenn ich eine neue Zubereitung für Reis entdecke. So ging es mir sofort, als ich diesen orientalisch gewürzten Reis im Kochbuch "Shalom Kitchen" entdeckt habe. Zu meinem großen Glück ist er die perfekte Begleitung zum Orangen-Geschnetzelten und ich muss gestehen, dass ich auch Hühnerfleisch und Kumquats sehr, sehr gerne esse. Für mich also eine Traum-Kombination und genauso hat es auch geschmeckt.

Mehr tolle Rezepte, die ich aus diesem Buch gekocht habt findet Ihr im Link zur Rezension.



für 2 Personen (der Reis ist für 4 Personen, aber der schmeckt am nächsten Tag auch alleine sehr gut)

Orangen-Geschnetzeltes:
400 gr. Hühnerbrust
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Orange
50 gr. Butter
Meersalz
1 TL gemahlener Kurkuma
1 EL Zucker
1 guter Schuß trockenen Weißwein
1 Handvoll Kumquats
250 ml Orangensaft
125 gr. Sahne
schwarzer Pfeffer
(bei Bedarf: etwas Kartoffelstärke)
1 EL weißer Sesam

Die Hühnerbrust in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Kumquats halbieren und, soweit möglich, entkernen. Die Schale der Orange fein abreiben und die Orange dann filetieren.

Die Hälfte der Butter in einem Topf schmelzen und die Hühnerbrustscheiben darin rundum anbraten und leicht salzen. Die zweite Hälfte der Butter ein einem anderen Topf schmelzen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten und salzen. Kurkuma und Zucker dazugeben und mit dem Wein ablöschen. Die Kumquats mit dem Orangensaft in den Topf geben und die Flüssigkeit bei mittlerer Temperatur um die Hälfte reduzieren.

Die eingekochte Masse mit Sahne, Orangenfilets und -schale zu dem Hühnerfleisch geben und einmal aufkochen lassen. Gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer die Sauce dickflüssiger möchte, kann etwas Kartoffelstärke in kaltem Wasser lösen und damit abbinden.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten und beim Servieren über das Geschnetzelte streuen.

Arabischer Rosinen-Gewürz-Reis:
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwerknolle
Rapsöl
2 TL Kurkuma
250 gr. Basmatireis
1 TL Baharat
Meersalz
380 ml Hühnerbrühe
50 gr. Pinienkerne
50 gr. Rosinen
1 Limette
Garnitur: Orange, getrocknete Früchte, Minze, Dill

Schalotte, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Das Öl in einem weiten Topf erhitzen und die Schalotte darin anschwitzen, leicht salzen. Knoblauch, Ingwer und Kurkuma dazugeben und unter Rühren erhitzen. Dann den Reis in den Topf geben und gut durchrühren, bis er mit dem Öl überzogen ist. Baharat, Salz und die Brühe hineingeben und aufkochen lassen. Bei offenem Deckel und kleiner Temperatur köcheln lassen, bis der Reis gar ist.

In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Pinienkerne, Rosinen und Limettenschale unter den fertigen Reis heben. Mit Limettensaft und Salz abschmecken. Den fertigen Reis abdecken und für 5 Minuten ziehen lassen.

Nun Orangenfilets, getrocknete Früchte Minze und Dill für die Garnitur vorbereiten.

Anrichten:
Den Reis in eine kleine Schüssel füllen und auf einem Teller stürzen. Mit der Garnitur dekorieren. Das Orangen-Geschnetzelte daneben anrichten und mit Sesam bestreuen.
Alternativ kann man beides auch getrennt in einer kleinen Schüssel und auf einem Teller anrichten. Schön dazu ist traditionelles arabisches Geschirr.



Die Vielfalt der kräftigen Aromen braucht einen sehr aromatischen Wein, der mithalten kann. Uns hat ein Muskateller von Christian Stahl, Winzerhof Stahl sehr gut dazu gefallen.



Eine Inspiration aus:

Donnerstag, 1. Juni 2023

Spicy Zhoug Chicken Wings mit Orangen-Kardamom-Salsa, Pinkem Kohlrabi und Koriander-Ziegenkäse-Dip

Beim Durchblättern des Kochbuchs "Shalom Kitchen" blieb mein Blick sehr schnell beim pinken Kohlrabi hängen. Auch die beiden anderen Beilagen, die auf der gleichen Seite abgebildet sind, haben mich sehr angesprochen. Da dachte ich noch, zu was ich das auf den Tisch bringen könnte und als ich dann im Kapitel mit den Fleischrezepten angekommen war, entdeckte ich diese würzigen Chicken Wings. Wie der Zufall es wollte, wurden genau meine vorher ausgesuchten Beilagen dazu empfohlen. 

Das Konzept dieses Gerichts gefällt mir sehr gut und es kann wunderbar vorbereitet werden. Die drei Beilagen sind wie eine Mezze-Auswahl zu sehen. Die Grundidee von Mezze in der arabischen Welt ist es, jeden Tag zwei oder drei Gerichte zuzubereiten und somit eine große Auswahl zu haben, wenn ein Gast vorbei kommt. Der Kohlrabi braucht Zeit zum Durchziehen. Perfekt schmeckt er erst nach einer Woche und er hält sich im Kühlschrank bis zu einem Monat. Auch die Salsa und der Dip bleiben im Kühlschrank 3 bis 4 Tage frisch. Bei den Wings habe ich eine größere Menge vorbereitet und es war kein Problem, sie drei Tage zu marinieren. Danach müssen sie nur noch in den Ofen und so ist das Essen schnell auf dem Tisch.

Wer sich für das Kochbuch interessiert, findet hier den Link zur Rezension.




für 2 Personen

Chicken Wings:
9 Hühnerflügel
3 Knoblauchzehen
1,5 EL Granatapfelsirup
1,5 EL Sojasauce
1,5 EL Zitronensaft
2,5 EL Olivenöl
1 EL weißer Sesam
1 TL Sumach
Meersalz

Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Aus Knoblauch, Granatapfelsirup, Sojasauce, Zitronensaft, Olivenöl, Sesam, Sumach und einer Prise Salz eine Marinade rühren. Alles mit dem Zauberstab gut vermengen. Die Hühnerflügel über Nacht in der Marinade einlegen.

Am nächsten Tag rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Wings, mit der Hautseite nach oben, darauf legen. Für 35 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofens goldbraun backen.


Zhoug:
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Petersilie
1 kleine rote Chili
1 grüne Chili
2 Knoblauchzehen
1/2 Limette
1 TL Ras el Hanout
1,5 EL Olivenöl
Meersalz

Koriander und Petersilie in feine Streifen schneiden. Die Chili längs halbieren, die Kerne auskratzen und in Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und grob zerkleinern. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Alles mit Ras el Hanout, Olivenöl und einer Prise Salz in ein hohes Becherglas geben und mit dem Zauberstab pürieren.


Orangen-Kardamom-Salsa:
1 Orange
1/2 kleine rote Zwiebel
3 Stiele Minze
1/2 Limette
1 EL Olivenöl
1 TL geröstetes Sesamöl
1/2 TL gemahlener Kardamom
Meersalz

Die Orange filetieren und die Filets klein würfeln. Die Häute der Orange über einem Sieb auspressen und den Saft auffangen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Minze in feine Streifen schneiden. Den Saft der Limette auspressen.

Alles in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Sesamöl und Kardamom mischen. Mit Salz abschmecken und etwa eine Stunde abgedeckt ziehen lassen.


Pinker Kohlrabi:
2 Kohlrabi
1 kleine rote Bete
2 Knoblauchzehen
3 Zweige Dill
400 ml Weißweinessig
2 EL Meersalz
1 TL Zucker
2 Lorbeerblätter
6 Pfefferkörner

Ein Einmachglas mit 1 L Fassungsvermögen bereit stellen.

Kohlrabi und rote Bete schälen und in breite Stifte schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Vom Dill die Blättchen abzupfen. Alles in einer Schüssel mischen und in das Einmachglas einfüllen.

400 ml Wasser mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Den heißen Sud über das Gemüse im Glas gießen und sofort verschließen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Es sollte mindestens eine Woche ziehen und schmeckt danach jeden Tag besser. Es ist mindestens einen Monat im Kühlschrank haltbar.

Koriander-Ziegenkäse-Dip:
5 Stiele Koriander
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 Zitrone
100 gr. Ziegenfrischkäse
100 gr. saure Sahne
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL Sumach

Den Koriander mit den Stielen in feine Streifen schneiden. Den Knoblauch sehr fein würfeln. Die Schale der Zitrone fein abreiben, den Saft auspressen.

Den Ziegenfrischkäse zerbröseln und mit der sauren Sahne, Knoblauch, Koriander, Zitronensaft und -abrieb vorsichtig mit einem Löffel vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Sumach abschmecken und Olivenöl beträufeln.


Anrichten:
Die Wings auf einen Teller geben, mit dem Zhoug bestreichen. Wer mag kann noch etwas Sesam darauf streuen. Die drei Beilagen in kleinen Schüsseln anrichten.

Eine Inspiration aus:




Sonntag, 30. April 2023

Lammkoteletts mit frittiertem Knoblauch und Pak Choi

Frittierten Knoblauch mache ich schon länger und mit diesem Gericht habe ich eine Variante kennengelernt, die mir noch besser gefällt und seitdem mache ich mir davon sogar immer einen kleinen Vorrat. Wir essen gerne Lammfleisch und somit hat das alles genau unseren Geschmack getroffen. Man muss sich etwas organisieren, um alles gleichzeitig und warm auf den Tisch zu bekommen. Wie man das am besten macht, habe ich im Rezept beschrieben.

Entdeckt habe ich es im aktuellen Buch von Hans Jörg Bachmeier "In der Welt daheim" und die Rezension ist hier zu finden.



für 2 Personen

Das Gericht besteht aus mehreren Komponenten und es ist am einfachsten, wenn man zuerst die Kartoffeln bissfest dämpft und den Knoblauch zubereitet. Danach kann man den Pak Choi vorbereiten. Lammkoteletts, Kartoffeln und Pak Choi können gleichzeitig gebraten werden. Wem das zu hektisch ist, der kann die Kartoffeln und den Pak Choi fertig machen und im Backofen bei 60 Grad warmhalten. Danach müssen nur noch die Lammkoteletts gebraten werden.

4 schöne Lammkoteletts
Meersalz
Olivenöl
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 Knoblauchzehe oder den Abschnitt vom frittierten Knoblauch
Butter
schwarzer Pfeffer

In einer Pfanne das Öl erhitzen, Thymian, Rosmarin und Knoblauch dazugeben, damit das Öl aromatisiert wird. Die Koteletts mit der Hand etwas flacher drücken und auf beiden Seiten leicht salzen. Im heißen Öl anbraten. Kalte Butter dazugeben und aufschäumen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Koteletts etwa 5 Minuten ruhen lassen, dabei immer wieder mit einem Löffel mit der flüssigen Butter begießen. Zum Schluss mit Pfeffer würzen.

Pak Choi:
1 Schalotte
2 Pak Choi
1 kleine rote Chili
Olivenöl
Butter
Meersalz
schwarzer Pfeffer
Muskatnuss

Die Schalotte schälen, halbieren und längs in feine Streifen schneiden. Den Pak Choi in die einzelnen Blätter teilen und in breite Streifen schneiden. Die kleinen Blätter können im Ganzen verwendet werden. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden.

Einen Teller vorbereiten, der mit Küchenkrepp ausgelegt wird.

Etwas Butter und Olivenöl in einem Wok aufschäumen lassen. Zuerst die Schalotten farblos anschwitzen, dann den Pak Choi dazugeben und anbraten. Zum Schluss die Chilischote mit braten. Das Gemüse immer wieder in etwas kaltem Wasser beträufeln und weiter braten, bis der Pak Choi gegart, aber noch bissfest ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Das Gemüse auf den Teller geben und im Ofen warmstellen.

frittierter Knoblauch:
1 ganze junge Knoblauchknolle
50 ml Pflanzenöl

Den Stiel des Knoblauchs abschneiden. Die Knolle halbieren und in feine Streifen schneiden. Der Knoblauch zerfällt selbst in kleine Stücke. Die Wurzel der Knoblauchknolle kann zum Braten der Koteletts verwendet werden.

Einen Teller vorbereiten, der mit Küchenkrepp ausgelegt wird.

Das Öl in einem Wok erhitzen und den Knoblauch darin knusprig braten. Dabei immer wieder umrühren. Sobald der Knoblauch leicht gebräunt und knusprig ist, alles auf das Küchenkrepp geben und salzen.

Kartoffeln:
2 - 3 kleine Kartoffeln
Meersalz
Butter

Die Kartoffeln mit gesalzenem Wasser ca. 15 - 20 Minuten dämpfen und auskühlen lassen. Dann halbieren und in einer Pfanne mit aufgeschäumter Butter bei mittlerer Hitze braten. Sobald die Schnittflächen schön gebräunt sind, die Kartoffeln umdrehen und mit etwas Salz bestreuen. Die Kartoffeln auf einen Teller geben und im Ofen warmstellen.

Anrichten:
2 Spalten Zitrone

Den Pak Choi in der Mitte des Tellers verteilen. Die Kartoffelhälften an den Rand des Gemüses legen. Je zwei Koteletts auf dem Gemüse platzieren und alles mit dem frittierten Knoblauch bestreuen. Die Zitronenspalten anrichten. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:

Samstag, 12. Dezember 2020

Marinierter Schweinebauch und Ananas mit Pfeffer-Honig-Glasur vom Grill

Trotz oder auch wegen Corona waren die letzten Wochen von viel Arbeit und wenig Zeit geprägt. Meist gab es sehr schnelle Gerichte aus dem Vorrat oder einfach eine Brotzeit mit Wurst und Käse. Das Kochen habe ich sehr vermisst und beschlossen es einfach zu ändern.

Immer wenn mich ein Rezept angelacht hat, habe ich schnell ein Foto gemacht und es gespeichert. Der Berg an Rezeptideen wuchs genauso, wie der Frust über die Situation, also habe ich mir ein paar Rezepte herausgepickt, eine Einkaufsliste geschrieben und habe gemerkt, dass es mir gut tut, wieder mehr zu kochen. Die Gerichte stelle ich in der nächsten Zeit hier vor.



für 4 Personen

Schweinebauch
1 Stück Ingwer daumendick
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
50 ml Sake
100 ml Sojasauce
1 TL Sesamöl geröstet
3 EL Sonnenblumenöl
3 EL brauner Zucker
1 EL Apfelessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 kg Schweinebauch ohne Knochen

Den Knoblauch schälen und mit dem ungeschälten Ingwer in feine Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Sake, Sojasauce, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Zucker, Apfelessig und Pfeffer in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Die Marinade abkühlen lassen. Das geschnittene Gemüse zur Flüssigkeit geben.

Den Schweinebauch in 8 schmale Streifen schneiden und in einen Gefrierbeutel geben. Die Marinade in den Beutel gießen und diesen fest verschließen. Alles mit den Händen gut durchmischen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Fleisch aus dem Beutel nehmen, abtupfen und auf dem heißen Grill ca. 15 Minuten garen, dabei mehrmals wenden.



Ananas mit Pfeffer-Honig-Glasur
2 Baby-Ananas
2 TL eingelegte grüne Pfefferkörner
2 EL Honig
2 TL Senf

Die Ananas längs vierteln und den Stunk wegschneiden. Das Fruchtfleisch aus der Schale schneiden, wieder zurücklegen und mit einem Zahnstocher fixieren. Den oberen, dünnen Teil der Blätter abschneiden.

Die Pfefferkörner abtropfen lassen und dann fein hacken. Den Honig in einem kleinen Topf erwärmen und mit dem Pfeffer und dem Senf verrühren.

Die Ananasstücke mit der Glasur bestreichen und mit der Schale nach unten auf den heißen Grill legen. Zwischendurch mit Glasur bestreichen. Sie brauchen ca. 15 Minuten. Vor dem Servieren den Zahnstocher entfernen.




Sonntag, 13. September 2020

Meat-Night 2020 in der Metzgerei Kachler-Hoferer in Sugenheim mit Stefan Marquard

Was gibt es bei einer Meat-Night? Klar, Fleisch und das natürlich bevorzugt vom Grill. An verschiedenen Grill-Stationen werden die Gäste mit kulinarischen Schmankerln verwöhnt und man kann staunend entdecken, welche unterschiedlichen Grill-Modelle es gibt.


Besondere Umstände verlangen besondere Maßnahmen. Das dürfte das Motto sein, unter dem heuer so ziemlich alles steht. Auch wenn die Meat-Night eine kleine, feine kulinarische Veranstaltung ist, so kommen doch mehrere Menschen zusammen, die mit gebührendem Abstand den Abend genießen sollen. Als im Ort fest verankerte Traditionsmetzgerei hat die Familie Hoferer alles in Bewegung gesetzt, um dem Rechnung zu tragen. Also wurde einfach die Straße durch den Ort Sugenheim abgesperrt und zum Festgelände erklärt. So entstand ein großes Areal, durch das man mit viel Platz laufen und an weit auseinander stehenden Tischen sitzen konnte. Auch die Nachbarn zogen mit, halfen beim Abräumen oder räumten ihren Carport leer, um Platz zu schaffen. Das war schön zu sehen, wie man gemeinsam widrigen Umständen trotzen kann und dadurch einen besonders gelungenen Rahmen geschaffen hat.


Zum "Aufwärmen" hielten die unterschiedlichen Grillstationen "Kleinigkeiten" bereit. Da musste man schon ziemlich aufpassen, dass man sich noch Hunger für die Hauptgerichte bewahren konnte.


Auf der großen Treppe zur Kirche präsentierte der Chef Jens Hoferer, gemeinsam mit seiner Frau Kathrin, die Gastköche. Neben Fabian Beck, Smut und den Jungs vom Hartmann Grilldorado war erstmal auch der prominente Spitzenkoch Stefan Marquard dabei.


Die Metzgerei Kachler-Hoferer ist ein Familienbetrieb. Das nimmt auch die Jüngsten nicht aus. Mit ganz viel Engagement und Freude durfte die älteste Tochter Mia den Gästen einen Linsen-Erdnuss-Cappuccino anbieten.

Bei Fabian Beck gab es Latte von der Schweinshaxe, Kartoffelstampf und Zimthaxe mit Zitronengrasschaum. Neben dem Geschmack hat mir hier die Präsentation besonders gut gefallen, bei der die Gäste nie lange warten mussten, weil alles so gut organisiert war.


Das Speiseangebot war so vielfältig, da war für jeden Geschmack etwas dabei:
Schulterblatt mit gebeizter Melone und Meerrettichsoße von Stefan Marquard
Käsespätzle vom Grill mit Endiviensalat und Spezial Cuts vom Rind vom Smut
Wan-Tan-Suppe und Puten-Satay mit rosa Reisnudel-Pfanne von Wanna Yuekyen, einer Mitarbeiterin der Metzgerei, die eine ausgezeichnete Köchin ist
Feine Tranchen vom fränkischen Secreto auf geräuchertem Sellerie-Vanille-Stampf mit roter Zwiebel-Senf-Marmelade und knusprigem Schwarzbrot-Crostini vom Hartmann Grilldorado.



Leider nicht auf das Foto geschafft hat es der Kaiserschmarrn vom Grill von Smut. Und vom köstlichen Nachspeisenbuffet von Kathrin Hoferer gibt es auch nur ganz wenig Fotos. Das war alles so begehrt, dass ich da kaum zum fotografieren kam. Seit Jahren begeistert sie die Gäste mit ihrer süßen Auswahl und dem feinen Geschmack. Unterstützt wurde sie, wie jedes Jahr, von ihren bezaubernden Töchtern.


Zu sehr später Stunde durften bei den bisherigen Veranstaltungen die Gäste in die Räume der Metzgerei, wo Jens Hoferer zeigte, wie man ein Tier zerlegt oder Bratwürste machte. Dies war heuer natürlich nicht möglich. Stattdessen hatte er sich etwas ganz besonderes überlegt und hat eine ganz tolle alte Aufschnittmaschine mit Handkurbel wieder in Betrieb genommen und servierte am Tisch seine Schinkenspezialität.